Mittwoch, 18. Mai 2022

Spektakuläre Premiere im DTM Classic Cup

 Der ehemalige Opel Calibra V6 von Keke Rosberg kehrt auf die Rennstrecke zurück

  •     Legendärer DTM-Bolide von 1995 startet am Wochenende auf dem Lausitzring
  •     Infernalischer Sound: 2,5-Liter-V6-Rennmotor mit 12.000 Umdrehungen
  •     Eingesetzt von Mücke Motorsport Classic, gefahren von Stefan Mücke und Ronny Scheer

Premiere: Der Opel Calibra V6 von Keke Rosberg aus 1995
debütiert am Lausitzring Turn 1 im DTM Classic Cup © Mücke

Überraschendes Debüt: Der Opel Calibra V6 4x4, mit dem der ehemalige Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg 1995 in der DTM sein letztes Rennen bestritt, kehrt auf die Rennstrecke zurück. Mücke Motorsport Classic bringt den legendären Boliden erstmals beim Saisonauftakt im DTM Classic Cup am Wochenende (20.-22. Mai) auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero an den Start. In den beiden Rennen am Samstag und Sonntag wird der Ex-Rosberg-Calibra vom ehemaligen DTM-Fahrer Stefan Mücke (Berlin) und von Ronny Scheer (Dresden) pilotiert.

Der Opel Calibra hat zwischen 1993 und 1996 die Ära der Klasse-1-Tourenwagen geprägt. Obwohl ab dem Debüt beim Saisonfinale 1993 in Hockenheim von technischen Defekten zunächst eingebremst, war das Coupe der Liebling vor allem der Opel-Fans, die in Scharen zu den Rennstrecken pilgerten. Nicht zuletzt mit der Unterstützung der Formel-1-erfahrenen Unternehmen Williams (Hydraulik) und Cosworth (Motor) wurde der Calibra zum Siegerauto. Dabei beeindruckte der Rüsselsheimer Renner nicht nur mit markanter Optik, sondern mit einem über 500 PS starkem 2,5-Liter-V6-Triebwerk, das bei bis zu 12.000 Umdrehungen einen infernalischen Sound entwickelte, der heute noch die Fans begeistert.

Keke Rosberg, mit Williams Formel-1-Weltmeister von 1982, saß schon beim Calibra-Debüt am Steuer, zunächst für das Opel Team Joest, ab 1995 in seinem neu gegründeten Team Rosberg. Sein Teamkollege Klaus Ludwig ließ beim Saisonfinale am 16. Oktober 1995 in Hockenheim mit zwei Siegen die Opel-Fans jubeln, die das Motodrom in ein weiß-gelbes Fahnenmeer verwandelten, zumal Manuel Reuter und Uwe Alzen für zwei Doppelsiege sorgten. Der Jubel galt aber auch Keijo Erik „Keke“ Rosberg, der beim Abschied frenetisch gefeiert wurde.

Noch heute ist der Name Rosberg fester Bestandteil der DTM. So wurde René Rast (GER) 2017, 2019 und 2020 mit dem Audi Sport Team Rosberg dreimal DTM-Champion. Und beim Auftakt der DTM 2022 in Portimão feierte das Team Rosberg mit Nico Müller (SUI) im Audi R8 einen weiteren DTM-Sieg.

Der Ex-Rosberg-Calibra wurde seit Januar 2022 von Mücke Motorsport Classic aufwändig vorbereitet und optisch auf den Stand der 95-er Saison gebracht. Bei der Premiere des DTM Classic Cups mit Tourenwagen aus der Zeit von 1984 bis 2007 werden Stefan Mücke, der zwischen 2002 und 2006 61 DTM-Rennen bestritt, und Ronny Scheer abwechselnd den Allrad-Calibra und zusätzlich einen Ford Sierra RS 500 Cosworth aus der britischen Tourenwagen-Meisterschaft von 1990 fahren. „Einmal fahre ich den Ford und Ronny den Opel, im zweiten Rennen ist es umgekehrt“, so Stefan Mücke.

Für Mücke Motorsport mit Sitz in Berlin-Altglienicke bedeutet das Rennwochenende auf dem südlich von Berlin gelegenen Rennstrecke ein Heimspiel, aber auch einen anspruchsvollen Großeinsatz. Denn das Team um den populären Teamchef Peter Mücke ist als einziger Rennstall in allen drei DTM-Serien mit insgesamt fünf Rennwagen am Start. Neben der DTM Classic startet das Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport mit Maximilian Buhk (GER) in der Topliga DTM, darüber hinaus setzt BWT Mücke Motorsport zwei Mercedes-AMG für den Franzosen Edouard Cauhaupé und den Mosambikaner Rodrigo Dias Almeida in der Talentschmiede DTM Trophy ein.

Rekord-Starterfeld der DTM auf dem Lausitzring

 Mit Vollgas durch die überhöhte Kurve

  •  Attraktive Vielfalt: 29 Weltklassefahrer, 15 Nationen, sechs Marken
  •  Abwechslung garantiert: Auer und Müller als erste Sieger, Bortolotti als Tabellenführer
  •  DTM Trophy, DTM Classic, BMW M2 Cup, Red Bull F1 2-Sitzer und viele Fan-Attraktionen
Höhepunkt auf dem Lausitzring: die DTM © DTM

Spektakulärer Motorsport garantiert: Wenn die 29 Weltklassepiloten mit ihren Rennwagen durch die überhöhte erste Kurve Turn 1 donnern, die der DTM exklusiv vorbehalten ist, wird es eng auf dem Lausitzring. Die Steilkurve „light“ hat es in sich: eine Herausforderung für alle, ein atemberaubendes Highlight für jeden Fan. Zu zweit, zu dritt oder gar zu viert nebeneinander werden die Rennwagen von Audi, BMW, Mercedes-AMG, Ferrari, Lamborghini und erstmals Porsche mit etwa Tempo 250 durch diese magische erste Kurve jagen – und die Zuschauer haben von der alles überragenden, 36 Meter hohen Haupttribüne den besten Blick auf das Spektakel.

Den ersten Schlagabtausch der Saison lieferten sich die DTM-Piloten bereits beim Auftakt in Portimão. Mit dem Österreicher Lucas Auer im WINWARD Mercedes-AMG und dem Schweizer Nico Müller im Rosberg Audi R8 gab es gleich zu Saisonbeginn zwei Sieger unterschiedlicher Marken. Mehr noch: Mit Mirko Bortolotti kommt ein Italiener mit einem italienischen Sportwagen, einem Lamborghini Huracán aus dem Team von Grasser Racing, als erster Tabellenführer durch seinen zweiten und dritten Platz beim Auftakt, nach Klettwitz. Der hochgehandelte Werksfahrer führt mit 35 Punkten vor Müller (28), Auer (26), Kelvin van der Linde (RSA, 20) im ABT Sportsline Audi R8 und Felipe Fraga (BRA, 19) im Red Bull Ferrari 488. Von den 29 Fahrern aus 15 unterschiedlichen Nationen – so international war die DTM noch nie – kommt fast jeder für einen Sieg in Frage. Die besten Voraussetzungen für eine spannende Fortsetzung auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero.

Während Titelverteidiger Maximilian Götz (GER) im WINWARD Mercedes-AMG, der im Vorjahr am Lausitzring siegte, und der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER) im Walkenhorst BMW M4 bereits erste Punkte eingefahren haben, ist das Konto des dreimaligen Meisters René Rast (GER, Team ABT Sportsline Audi R8 ), der nach einjähriger Fahrer-Abstinenz zurückgekehrt ist, noch leer. Erstmals ins Geschehen eingreift auch der Neuseeländer Nick Cassidy, der in Portimão seinen AlphaTauri Ferrari 488 dem neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (FRA) überließ. Mit einem Sieg bei den berühmten 12h Bathurst reist Luca Stolz (GER, HRT Mercedes-AMG) direkt aus Australien zum zweiten DTM-Wochenende an.

Lausitzring Turn 1 – das ist heimisches Terrain für zwei DTM-Teams. Peter Mücke, eine Institution im ostdeutschen Motorsport, bringt als Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport einen Mercedes-AMG mit spezieller Space-Drive-Lenkung für Maximilian Buhk (GER) an den Start. Mücke Motorsport tritt zudem auch in der DTM Trophy und in der DTM Classic an. Die zweite Mannschaft mit Heimvorteil ist T3 Motorsport aus Dresden. Mit Nicki Thiim (DEN), dem zweimaligen FIA-Endurance-Weltmeister, sitzt ein siegfähiger Fahrer im T3 Lamborghini Huracán, während die Britin Esmee Hawkey – als einzige Rennfahrerin im Feld – ihre zweite Saison bestreitet. Zudem setzt T3-Teamchef Jens Feucht zwei Audi R8 in der DTM Trophy ein.

Lausitzring Turn 1 powered by Autohero ist das erste von vier Rennwochenenden der 36. DTM-Saison in Deutschland. Die DTM-Organisation ITR bietet in der Lausitz  eine Fülle an Fan-Attraktionen, auf und neben der Rennstrecke. Während die DTM als Topliga ihren zweiten Lauf austrägt, beginnt für die Talentschmiede DTM Trophy, den neuen DTM Classic Cup mit faszinierenden Autos vergangener DTM-Zeiten sowie den Einsteiger-Markenpokal BMW M2 Cup die Saison in der Lausitz mit Renn-Action im Doppelpack am Samstag und am Sonntag. Zum Fan-Erlebnis in der Lausitz gehören traditionell der Pitwalk, die Pit-View-Box, die Show-Bühne, Mitmach-Events mit Gewinnchancen sowie der spektakuläre Formel-1-Doppelsitzer von Red Bull.

Eintrittskarten gibt es ab zehn Euro – Kinder bis sechs Jahre sind kostenfrei, Kinder bis 14 Jahre zahlen immer nur zehn Euro – unter 01806 991166, tickets.dtm.com oder erstmals auch unter eBay.de sowie an den Tageskassen. Staatsbürger der Ukraine haben gegen Vorlage des Ausweises freien Eintritt. Live übertragen werden die beiden DTM-Rennen, die am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr MESZ starten, von ProSieben (Übertragung jeweils ab 13:00 Uhr MESZ), darüber hinaus zeigen die Streaming-Plattformen ran.de, ServusTV On (servustv.com) und DTM Grid (grid.dtm.com) das Lausitzring-Geschehen nahezu komplett.


ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

 GT-Gipfeltreffen in den Alpen

  •     Fünf Österreicher am Start / McLaren kehrt in das ADAC GT Masters zurück
  •     GT-Festival: GT2-, GT3-, GT4-Klassen und Porsche Carrera Cup in Österreich
  •     NITRO sendet live am Samstag und Sonntag ab 12:30 Uhr aus Spielberg

Foto: Jans Hawrda

Der Red Bull Ring wird vom 20. bis 22. Mai Schauplatz eines Motorsport-Spektakels. Auf dem Alpenkurs in der Steiermark geht das ADAC GT Masters mit einer Premiere in die zweite Runde: Der McLaren 720S GT3 debütiert mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Christian Klien (39/A) in der Deutschen GT-Meisterschaft, im hochkarätigen Fahrerfeld sind damit drei ehemaligen Grand-Prix-Piloten vertreten. Das Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters wird ein GT-Gipfeltreffen mit den Supersportwagen der Fanatec GT2 European Series, in welcher der 734 PS starke Mercedes-AMG GT Track Series sein Renndebüt gibt, der ADAC GT4 Germany und dem Porsche Carrera Cup Deutschland mit einem Feld von über 30 Porsche 911 GT3 Cup. TV-Partner NITRO überträgt die Rennen des ADAC GT Masters live am Samstag und Sonntag jeweils ab 12:30 Uhr.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Läufe 3 und 4 von 14 Saisonrennen

Streckenlänge: 4.318 Meter
Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2021, Rennen 1: Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)
Sieger 2021, Rennen 2: Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)

Der Kampf um die Spitze

Den zweiten Tourstopp des ADAC GT Masters nimmt Jusuf Owega (20/Köln) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 als Tabellenführer in Angriff. Der junge Fahrer vom Team Montaplast by Land-Motorsport, der sich in Spielberg das Cockpit mit Dries Vanthoor (24/B) teilt, holte beim Auftakt in Oschersleben den 49. Sieg für Audi im ADAC GT Masters und will auf dem Red Bull Ring Triumph Nummer 50 folgen lassen. Allerdings spricht die Statistik gegen die erfolgreichste Marke der Deutschen GT-Meisterschaft. Noch nie stand ein Audi auf dem Alpenkurs ganz oben auf dem Treppchen. Auch Mercedes-AMG wartet auf den ersten ADAC GT Masters-Erfolg in Spielberg. Die Gesamtzweiten Jonathan Aberdein (24/ZA) und Raffaele Marciello (27/I) könnten diese Durststrecke mit einem Sieg der „Mamba“ auf dem schnellsten Kurs im Kalender beenden. Mit drei ersten Plätzen war BMW in den vergangenen drei Jahren Ton angebend auf dem Red Bull Ring, an diese Erfolge möchte das Team Schubert Motorsport mit dem neuen BMW M4 GT3 anknüpfen.

Das Alpen-Quintett

Fünf Lokalmatadore gehen bei ihrem Heimspiel in Spielberg an den Start und wollen die Nationalfarben vor dem beeindruckenden Alpenpanorama würdig vertreten. Dabei haben Mick Wishofer (22/Wien), Klaus Bachler (30/Unzmarkt), Norbert Siedler (39/Wildschönau) und Simon Reicher (22/Kirchberg bei Mattighofen) kurzfristig eine enorme Verstärkung erhalten. Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien (39/A) komplettiert das Alpen-Quintett und feiert mit dem Gaststart von JP Motorsport seinen ersten Einsatz in der Deutschen GT-Meisterschaft. Und das mit einem Kultauto, denn der Österreicher teilt sich zusammen mit Dennis Lind (29/DK) das Cockpit eines McLaren 720S GT3.

Starkes Rahmenprogramm

Fans dürfen sich beim Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters auf die Premiere der Fanatec GT2 European Series freuen, dazu ist der Porsche Carrera Cup Deutschland ab nun an bei allen ADAC GT Masters-Rennwochenenden am Start. Die ADAC GT4 Germany und die ADAC TCR Germany komplettieren das umfangreiche Rahmenprogramm. Auf einen Blick hinter die Kulissen dürfen sich Fans am Samstag ab 10 Uhr und am Sonntag ab 10:20 Uhr beim Pitwalk freuen, Autogrammjäger sollten sich die „Meet the Drivers“ Sessions am Samstag um 12 und um 15 Uhr auf der Event-Bühne im Fahrerlager vormerken.

DTM Trophy mit hochkarätigem Starterfeld und noch internationaler

 Saisonauftakt auf dem Lausitzring

  •  Dritte Saison für die Talentschmiede der DTM
  •  Elf Nationen, 20 Rennwagen, sechs Marken
  •  Neuer TV-Partner: ServusTV berichtet live im Stream und zeitversetzt im Fernsehen

E. Cauhaupé (FRA), Mercedes-AMG, BWT Mücke © DTM  


Die Anziehungskraft der DTM wirkt auch in der Talentschmiede DTM Trophy: Fahrer aus elf Nationen bilden am Wochenende (20.-22. Mai) das Starterfeld beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero. 20 seriennahe GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern – Aston-Martin, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota – starten am Samstag und Sonntag jeweils um 15.15 Uhr MESZ zu den ersten zwei von insgesamt 14 Rennen der DTM Trophy 2022.

„Das Starterfeld der DTM Trophy ist nicht nur international, sondern auch hochkarätig. Schon die Testfahrten in Hockenheim haben einen ersten Vorgeschmack geliefert, wie eng das Starterfeld beieinander liegt und wie hartumkämpft diese Serie sein wird“, sagt Martin Tomczyk. Der ehemalige DTM-Champion ist seit Jahresbeginn als DTM Representative Brand & Sports bei der DTM-Organisation ITR unter anderem für das Serienmanagement der DTM Trophy verantwortlich. „Dass die DTM Trophy, die 2020 erstmals ausgerichtet wurde, ein so großes internationales Ansehen genießt, ist im Wesentlichen auf die Strahlkraft der professionellen DTM-Plattform zurückzuführen. Zudem verfügen die DTM Trophy wie die DTM über die gleiche DNA: ein Fahrer, ein Auto. Das macht beide Serien so einzigartig.“

Die Talentschmiede DTM Trophy wird auch in ihrer dritten Saison live übertragen. Alle 14 Rennen zeigt der neue Partner ServusTV live auf seiner Video- und Streaming-Plattform ServusTV On (servustv.com), im Fernsehprogramm von ServusTV werden die beiden Rennen in der Lausitz am Samstag von 16:50 bis 17:35 Uhr und am Sonntag von 16:55 bis 17:40 Uhr MESZ übertragen.

Mit acht Fahrern kommen die meisten Fahrer aus Deutschland, drei Piloten aus den USA sowie je einer aus Australien, Bulgarien, Brasilien, Spanien, Finnland, Frankreich, Mosambik, den Niederlanden und Südafrika.. Als einzige Rennfahrerin im Feld startet Sophie Hofmann (GER) in ihre zweite Saison. Bemerkenswert: Aus dem BMW M2 Cup, dem Markenpokal für Einsteiger auf der DTM-Plattform, haben vier Fahrer den Sprung in die DTM Trophy geschafft: Louis Henkefend (GER) als Cup-Gewinner sowie Colin Caresani (NLD), Nick Hancke (GER) und Rodrigo Dias Almeida (Mosambik).

Zwei Fahrer aus dem 2022-er Starterfeld haben bereits Siege in der DTM Trophy erzielt, zum einen der erst 17-jährige Theo Oeverhaus (GER), der weiterhin einen BMW M4 von Walkenhorst Motorsport steuert, sowie Tim Heinemann (GER), der erste Champion der DTM Trophy, der im Toyota Supra von Ring-Racing startet. Heinemann zählt genau wie Moritz Löhner (GER) zu jenen Fahrern, die vom Sim-Racing erfolgreich in den realen Motorsport gewechselt sind. Löhner, DTM Esports Champion von 2021, erzielte 2021 zwei Podiumsplatzierungen in der DTM Trophy und startet in dieser Saison unverändert im BMW M4 von FK Performance Motorsport. Ben Green, Champion der DTM Trophy 2021,  absolvierte in Portimão einen Test im Mercedes-AMG des HRT-Teams und empfahl sich damit für die DTM 2023.

Dass die DTM-Plattform nicht nur hohes Ansehen genießt, sondern auch wertvolle Synergie-Effekte bietet, nutzen in dieser Saison gleich vier Teams aus der DTM. Neben Walkenhorst Motorsport (BMW) sind erstmals auch KÜS Team Bernhard (Porsche), BWT Mücke Motorsport (Mercedes-AMG) und T3 Motorsport (Audi) sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy am Start.

Dienstag, 17. Mai 2022

Vorschau: IDM in die Motorsport Arena Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Das große IDM-Spektakel in der Motorsport Arena Oschersleben steht vor der Tür. Vom 20. bis 22. Mai 2022 gastiert Deutschlands höchste Motorradmeisterschaft in der Magdeburger Börde. Zwei Wochen nach dem Saisonauftakt auf dem Lausitzring geht es in Oschersleben wieder um wichtige Meisterschaftspunkte. Die Saison ist noch jung und mit zwei Rennen je Klasse gibt es ausreichend Gelegenheiten sich von seinen Gegnern abzusetzen, oder zumindest es zu versuchen.


Was passiert in der IDM Superbike? Bekommt der dreifache deutsche Meister Markus Reiterberger jetzt in Form von Florian Alt seinen Gegner? Die Spannung in der Königsklasse des deutschen Motorradrennsports könnte nicht größer sein. Die beiden BMW-Fahrer waren zum Saisonauftakt auf dem Lausitzring als Titelfavoriten in die Saison gestartet. Während Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) ohne große Anstrengungen einen lupenreinen Doppelsieg ablieferte, blieb Alt (Wilbers-BMW) bereits in der Anfangsphase in beiden Läufen mit technischen Problemen auf der Strecke.

Doch nun steht Alt erneut am Start und die Probleme an seinem Motorrad scheinen behoben zu sein. Er war am vergangenen Wochenende im Rahmen des Thüringer Motorsport Meetings auf dem Schleizer Dreieck testen und hat in diesem Zug auch gleich ein Rennen gewonnen. Den Gewinn des Titels in der IDM Superbike hat der 26-Jährige nach dem desaströsen Saisonbeginn nun nicht auf dem Zettel, das Siegen dagegen schon. Und Reiterberger kennt seinen Gegner, wenn er sagt: „Im Trockenen ist Flo eine Macht.“

Jan Mohr, der österreichische Teamkollege von Reiterberger, konnte sich beim Saisonauftakt den ersten Podiumsplatz in seiner fünfjährigen Superbike-Karriere sichern. Er hofft in Oschersleben auf eine Wiederholung. Der 24-Jährige will seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Julian Puffe (GERT56) hat auf dem gleichen Fabrikat aber nur einen einzigen Punkt Rückstand. Wie Florian Alt trainierte der 26-jährige Rennfahrer aus Schleiz am vergangenen Wochenende auf seiner Hausstrecke. Mit Bastien Mackels, dem Tabellen-Vierten, kommt Abwechslung ins Spiel. Er sitzt den drei BMW-Fahrern an der Spitze mit der grünen Weber-Kawasaki im Nacken. Mit Honda und Yamaha sind noch zwei weitere starke Marken, die man nicht unterschätzen sollte in der IDM-Königsklasse am Start. Die Teilnehmer selbst kommen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Polen, Österreich und sogar aus Japan. Die IDM Superbike ist bekannt dafür, dass die Spitze auf Weltklasseniveau fährt.

In der von Yamaha dominierten Supersport-Klasse reist Max Enderlein als Spitzenreiter nach Oschersleben. Der 25-jährige Sachse spekuliert auf seinen dritten Titelgewinn, bekommt aber Gegenwind von Thomas Gradinger aus Österreich. Der ebenfalls 25-Jährige ist ein Ex-WM-Fahrer, der in der IDM neuen Anlauf für die Fortsetzung seiner WM-Laufbahn nehmen will. Die IDM Supersport hat sich dafür als Sprungbrett hervorragend bewährt. Eine  Überraschung hatte zuletzt Rookie Luca de Vleeschauwer parat. Er ist als Gesamt-Dritter des letzten Jahres aus der Nachwuchsklasse Supersport 300 in die höhere IDM Supersport aufgestiegen und stürmte zum Saisonauftakt mit 135 PS statt wie bisher mit 50 PS auf Anhieb aufs Siegerpodest. Den Namen des Kawasaki-Fahrers aus Belgien sollte man sich merken.

Die Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 beinhaltet immer eine extra Prise an Action. Nicht selten werden die Rennen erst in der letzten Kurve entschieden, gerne auch im Foto-Finish. Spitzenreiter Marvin Siebdrath (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki) kam auf seiner Kawasaki auf dem Lausitzring mit nur 0,136 Sekunden Vorsprung vor Scott Deroue (Freudenberg KMT - Paligo Racing) ins Ziel. Schafft es der Sachse in Oschersleben erneut vor dem Ex-Vizeweltmeister, der nicht nur wie er den IDM-Titel holen soll, sondern auch die neue Generation der KTM RC 390 R entwickelt wird, anzukommen? Und welche Rolle spielt Leo Rammerstorfer in der Magdeburger Börde? Der junge Österreicher zeigte vor zwei Wochen auf seiner KTM einen deutlichen Aufwärtstrend und ist derzeit Tabellen-Zweiter.

Nicht am Start ist diesmal Lennox Lehmann, der jüngste Meister aller Zeiten in der kleinsten IDM-Klasse. Mit 16 Jahren ist der Senkrechtstarter 2022 in die Supersport-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Gleich beim ersten Rennen fuhr er aufs Podium. Wenn es keine Terminüberschneidungen gibt, startet der Dresdner auch weiterhin in der IDM. Der Grund: Das ausgeglichene Fahrerfeld auf KTM, Yamaha und Kawasaki sorgt für Herzklopfen. Neben Schnelligkeit und Rennintelligenz zählt zum Erreichen des Titels vor allem die Konstanz während der ganzen Saison.

IDM - das ist Motorsport am laufenden Band und eine Serie zum Anfassen. Im Rahmenprogramm sorgen der Yamaha R3 bLU cRU Cup, der Northern Talent Cup, der Pro Superstock Cup und der Twin Cup für eine fesselnde Unterhaltung. Das Beste ist: So nah wie bei der IDM kommen die Fans sonst nirgendwo an die Akteure heran. Der Zugang zum Fahrerlager ist beim Kauf eines Eintrittstickets inklusive. Besonders beliebt ist der IDM-Pitwalk am Sonntag, bei dem die Boxengasse geöffnet wird und die IDM-Stars Autogramme geben.