Dienstag, 17. Mai 2022

Weltpremiere mit 734 PS

 Neuer Mercedes-AMG GT Track Series mit Renndebüt am Red Bull Ring

  •     Renndebüt für streng limitierten Supersportwagen in der Fanatec GT2 European Series
  •     Rennsportlegende Bernd Schneider fährt gemeinsam mit Stéphane Ratel

Renndebüt im Rahmen des ADAC GT Masters: Mercedes-AMG GT Track Series
Foto: ADAC-Motorsport
 
 

Hochkarätige Weltpremiere beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring vom 20. bis 22. Mai: In der Fanatec GT2 European Series, die in Österreich erstmals im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft startet, feiert ein hochkarätiger neuer Supersportwagen sein Renndebüt. Der 734 PS starke und auf 55 Exemplare limitierte Mercedes-AMG GT Track Series startet in der GT2-Serie und wird von einem prominenten Fahrerduo gesteuert: Ex-Formel-1-Pilot und Rennlegende Bernd Schneider steuert den Mercedes-AMG zusammen mit Stephane Ratel, dem Gründer und CEO der SRO Motorsports Group und Initiator der GT3-, GT2- und GT4-Klassen. Der ADAC kooperiert seit vielen Jahren in vielen Bereichen eng mit der SRO Motorsports Group.

Mit dem Renndebüt des Mercedes AMG GT Track Series sind im Rahmen des ADAC GT Masters in Österreich drei Fahrzeuge auf Basis des Mercedes-AMG GT am Start: das GT3-Modell im ADAC GT Masters, die GT4-Version in der ADAC GT4 Germany und die neue Track Series in der Fanatec GT2 European Series. Der Start des exklusiven Sportwagens erfolgt auf Initiative der SRO Motorsports Group. Für den für Trackdays und Clubsports-Events vorgesehenen Sportwagen ist es zum Abschluss der umfangreich Test- und Entwicklungsphase ein ausgiebiger Probelauf unter Rennbedingungen. Aufgrund der exklusiven Limitierung wird dies auch eine der wenigen Möglichkeiten sein, den Mercedes-AMG GT Track Series hautnah erleben zu können. Eingesetzt wird der Mercedes-AMG in Österreich von SPS Automotive Performance.

„Ich freue mich sehr auf diesen Einsatz“, sagt Bernd Schneider. „Gemeinsam mit Stéphane Ratel und SPS automotive performance den Mercedes-AMG GT Track Series unter Wettbewerbsbedingungen bewegen zu dürfen, ist eine großartige und einmalige Gelegenheit. Mercedes-AMG hat ein tolles Fahrzeug konstruiert, welches die langjährige Erfahrung im Motorsport und in der Entwicklung von Performancefahrzeugen miteinander vereint.“

Montag, 16. Mai 2022

Die Tourenwagen-Historie lebt: DTM Classic Cup debütiert am Lausitzring

  •  Legendäre Tourenwagen aus der DTM der Achtziger und Neunziger
  •  Altstars geben beherzt Vollgas: Kris Nissen, Marc Hessel, Olaf Manthey, Stefan Mücke
  •  Wie DTM und DTM Trophy: Rennen zum DTM Classic Cup am Samstag und Sonntag

Tourenwagen der Achtziger und Neunziger sind am Lausitzring am Start
Foto: Jens Hawrda


Die DTM ist Deutschlands traditionsreichste Rennserie, die in diesem Jahr bereits die 36. Saison austrägt. Wenn die DTM vom 20. bis 22. Mai mit einem Rekord-Starterfeld zum ersten Saisonrennen in Deutschland auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero startet, feiert auch der DTM Classic Cup Premiere. Diese neue Rennserie mit legendären Tourenwagen aus der DTM-Ära zwischen 1984 und 2007 richtet die DTM-Organisation ITR auf der hochkarätigen DTM-Plattform aus und bietet damit den Motorsport-Enthusiasten einen zusätzlichen Leckerbissen neben der Top-Liga DTM, der Talentschmiede DTM Trophy und dem Einsteiger-Markenpokal BMW M2 Cup sowie weiteren Rennserien. Den DTM Classic Cup gibt es jeweils im Doppelpack, mit zwei spannenden Rennen am Samstag und am Sonntag. Die Tourenwagen-Historie lebt auch im Fahrerlager auf, wo es nicht nur die PS-Schätze aus nächster Nähe zu bewundern gibt, sondern auch so mancher Altstar aus früheren DTM-Zeiten zum Plauschen und für Autogramme anzutreffen ist.

„Historische Rennwagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Daher ist es nur logisch, dass wir mit der DTM Classic das hochkarätige Programm an DTM-Rennwochenenden ergänzen und damit auch die einzigartige Historie der DTM wertschätzen“, sagt Peter Oberndorfer. Der ehemalige DTM-Pilot ist seit dem Vorjahr Serienmanager der ITR für die DTM Classic. „Mit Spannung erwarten wir die Premiere des DTM Classic Cup auf dem Lausitzring mit dem spektakulären Turn 1.“

Bei der DTM am Lausitzring Turn 1 powered by Autohero werden gleich vier ehemalige DTM-Piloten im neuen DTM Classic Cup mitmischen und zeigen, dass sie auch im fortgeschrittenen Alter immer noch beherzt Gas geben können und vom alten Kampfgeist nichts verloren haben. Dazu zählt beispielsweise Kris Nissen, der vor allem mit BMW, aber auch mit Alfa Romeo und ABT-Audi in der DTM antrat. Mit einem BMW M3 E30, dem erfolgreichen DTM-Klassiker des Münchner Herstellers, kehrt der Däne auf die DTM-Bühne zurück. Eingesetzt wird der BMW von Schnitzer Classic, mit dem Stefen und Yannik Trautwein das Erbe des erfolgreichen Teams Schnitzer Motorsport fortführen.

Auch Olaf Manthey, der Rheinländer mit dem markanten Zwirbelbart, meldet sich auf der DTM-Bühne zurück und startet zusammen mit Jürgen Schumann im BMW 635 CSi. Mit diesem Fahrzeugtyp wurde Volker Strycek 1984 der erste DTM-Champion. Manthey selbst steuerte einen Rover Vitesse zweimal zum DTM-Vize-Titel. Und auch Marc Hessel setzt im DTM Classic Cup auf BMW. Der Vizemeister von 1987 erhält ab dem zweiten Lauf zum DTM Classic Cup vom 1 bis 3. Juli auf dem Norisring prominente Verstärkung im Cockpit durch den ehemaligen DTM-Piloten Leopold Prinz von Bayern.

Auf dem Lausitzring, bei dem die legendären Tourenwagen ebenso wie die DTM-Boliden durch den spektakulären Turn 1, die überhöhte erste Kurve, fahren werden, startet Stefan Mücke nicht nur als Lokalmatador, sondern gleich auf zwei Fahrzeugen. Der Berliner, der mit seinem Vater Peter Mücke im eigenen Team Klassiker unterschiedlichen Marken aufbereitet, startet mit Ronny Scheer in einem Ford Sierra Cosworth RS500. Mit einem solchen Fahrzeug gewann Klaus Ludwig 1988 seinen ersten von drei Titeln. Mit seinem zweiten Einsatzfahrzeug will Stefan Mücke für eine Überraschung sorgen.

Während der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann mit der Startnummer 11 im neuen BMW M4 GT3 in der DTM Siege anpeilt, mischt Vater Herbert Wittmann im BMW M3 E30 im DTM Classic Cup mit. Mit zwölf Fahrzeugen stellt BMW den Löwenanteil am Starterfeld. Ebenfalls im DTM Classic Cup dabei ist TV-Star Tim Schrick, der sich mit Klaus Hoffmann das Cockpit eines Opel Astra V8 Coupé teilt. Mit diesem Fahrzeug-Typ wurde Manuel Reuter, heute Sportdirektor im Lamborghini-Team Grasser Racing in der DTM, im DTM-Comeback-Jahr 2000 Vizemeister.

Sonntag, 15. Mai 2022

DTM als Vollgas-Spektakel zum Erleben und Mitmachen

  • Erstes Deutschlandrennen vom 20. bis 22. Mai: Lausitzring Turn 1 powered by Autohero
  • Erleben: Pitwalk, Showbühne, Autogrammstunden, Pit-View-Box und vieles mehr
  • Mitmachen: Reaction Challenge, Esports Wettbewerb und „Be Eddie” im Fan-Village

DTM am Lausitzring - immer ein Zuschauermagnet
Foto: Jens Hawrda

Erleben und Mitmachen, auf und neben der Rennstrecke. Die DTM bietet den Besuchern an allen Rennwochenenden 2022 ein echtes Vollgas-Spektakel. Auf der Rennstrecke sorgen die Top-Liga DTM, die Talentschmiede DTM Trophy, die historischen Autos der DTM Classic, der auf der Plattform etablierte BMW M2 Cup und teilweise bis zu vier weitere Rennserien für eine Menge Action. Darüber hinaus kommen Fans in den Genuss besonderer Angebote, können Rennfahrer und Rennwagen hautnah erleben, sich Autogramme holen und Selfies machen, oder bei der Reaction Challenge, dem Esports-Wettbewerb oder bei „Be Eddie“, benannt nach dem deutschen Kult-Kommentator Edgar Mielke, aktiv mitmachen. Nach dem furiosen DTM-Saisonauftakt in Portimão in Portugal tritt die Traditionsserie vom 20. bis 22. Mai zum ersten Saisonrennen in Deutschland an, zum „Lausitzring Turn 1 powered by Autohero“.

Eintrittskarten für die DTM gibt es ab zehn Euro, Kinder bis sechs Jahren sind kostenfrei, Kinder bis 14 Jahren zahlen immer nur zehn Euro. Alle Ticketangebote gibt es im DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com), über die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) oder erstmals auch via eBay.de. „Die DTM mit einem Rekord-Starterfeld von 29 Autos, die schon beim Auftakt zwei packende Rennen geliefert hat, dazu jetzt am Lausitzring die Saisonpremiere von DTM Trophy, DTM Classic und BMW M2 Cup – das alles garantiert Rennsport der Extraklasse, mit vielfältigen Attraktionen und Angeboten im Fahrerlager, dem Red Bull Formel 1 2-Seater, und erstmals ist auch Camping wieder uneingeschränkt möglich“, fasst Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR, das lukrative Fan-Paket zusammen.

Für jeden Motorsport-Enthusiasten ein absolutes Muss: der Pitwalk. Neben dem einmaligen Blick in die Boxengaragen und auf die DTM-Rennwagen, bietet der Pitwalk – ein Paddock-Ticket vorausgesetzt – einzigartige Nähe und die Möglichkeit für Autogramme der Stars. Einen noch exklusiveren Einblick gewährt die Pit-View-Box, in der die Fans den Mechanikern und Ingenieuren direkt bei den letzten Vorbereitungen der DTM-Boliden auf die Finger schauen können. Das gesamte Fahrerlager ist ein faszinierender Schauplatz mit vielfältigen Rennwagen. Besonders beliebt sind dabei die historischen Fahrzeuge der DTM Classic aus der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) und der früheren DTM, also aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern – Altstars wie Hans-Joachim Stuck, Kris Nissen, Prinz Leopold von Bayern oder Olaf Manthey inbegriffen, die auch heute noch gerne ein Autogramm schreiben und von ihren Erfolgen erzählen. Inmitten des Fan-Village ist die Showbühne ein beliebter Treffpunkt mit reichlich Entertainment: Moderatorin Jennifer Braun führt Interviews mit Rennfahrern und Prominenten. Für die entsprechende Festival-Stimmung und Versorgung sorgen DJs und Musikacts sowie Foodtrucks und Stände.

Zum faszinierenden Flair bei jedem DTM-Event zählt auch das aktive Erleben und Mitmachen. Bei der „Reaction-Challenge“ geht es beispielsweise um schnelle Reaktionen am „Fit Lights“-Board, denn eine schnelle Reaktion ist das A und O im Rennsport. Acht FANATEC-Simulatoren stehen bereit, um auf der RaceRoom-Plattform in der virtuellen DTM Trophy zu starten und sein Können zu zeigen. Ganz andere Talente erfordert „Be Eddie“. Dabei gilt es, ausgewählte Video-Szenen aus der DTM im professionellen „Setting“ selbst zu kommentieren, wie eben ProSieben-DTM-Kommentator Eddie Mielke, nach dem das Ganze benannt wurde. Mitmachen heißt bei der DTM auch gewinnen, beispielsweise Eintrittskarten.

Die nächste Möglichkeit bietet sich vom 20. bis 22. Mai am Lausitzring Turn 1 powered by Autohero, wo der Titelsponsor zusätzlich mit einer eigenen Aktionsfläche vertreten ist. Die Rennstrecke hat zwei Besonderheiten zu bieten: Erstens, die spektakuläre Kurve „Turn 1“, die überhöhte erste Kurve, durch die die Boliden mit fast 250km/h und zu dritt oder gar viert nebeneinander hindurchdonnern. Und zweitens, die imposante Haupttribüne mit 36 Metern Höhe, die einen einzigartigen Rundumblick über den 4,563 Kilometer langen Kurs bietet. 29 Rennwagen – so groß war das Feld seit über 20 Jahren nicht mehr – von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie Ferrari, Lamborghini und erstmals auch Porsche machen das internationale Starterfeld zu einem Erlebnis. Fahrer aus 15 Nationen kämpfen 2022 um jede Tausendstelsekunde. 

Freitag, 13. Mai 2022

McLaren ist zurück im ADAC GT Masters

  •  JP Motorsport setzt beim Gaststart auf dem Red Bull Ring den McLaren 720S GT3 ein
  •  Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien und Dennis Lind teilen sich das Cockpit
  •  Das Kultauto war 2014 zum letzten Mal beim ADAC GT Masters dabei

McLaren mit 720S GT3 zurück im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

McLaren kehrt nach siebenjähriger Abstinenz wieder in das ADAC GT Masters zurück. JP Motorsport schickt beim Gaststart auf dem Red Bull Ring vom 20. - 22. Mai einen McLaren 720S GT3 ins Rennen. Das Cockpit teilen sich Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien (39/A) und Dennis Lind (29/DK), die damit für das Debüt des Boliden im ADAC GT Masters sorgen. TV-Partner NITRO präsentiert am Samstag und Sonntag die Läufe drei und vier der Deutschen GT-Meisterschaft und die Rückkehr des Kultautos ab 12.30 Uhr live.

Durch den Einsatz von Christian Klien wird beim zweiten Tourstopp des ADAC GT Masters in Spielberg aus dem Alpen-Quartett ein Alpen-Quintett. Neben Norbert Siedler (39/Wildschönau), Simon Reicher (22/Kirchberg bei Mattighofen), Mick Wishofer (22/Wien) und Klaus Bachler (30/Unzmarkt) ist der ehemalige Formel-1-Pilot der fünfte Österreicher, der auf dem Red Bull Ring an den Start geht. „Der Red Bull Ring ist meine Heimstrecke. Daher freue ich mich umso mehr, dass wir dort mit JP Motorsport Gaststarter im ADAC GT Masters sind. Für mich ist es der erste Einsatz in der Deutschen GT-Meisterschaft. Ich verfolge die Serie natürlich schon lange und weiß, wie hoch das Niveau von Fahrern und Teams ist. Deshalb werden die Rennen für uns eine wichtige Standort-Bestimmung im GT3-Sport sein. Dem McLaren 720S GT3 sollte der Red Bull Ring gut liegen. Es werden aber neue Herausforderungen auf uns zukommen. Man kann die Reifen nicht vorheizen und muss versuchen, das perfekte Fenster zu finden, in dem das Auto am besten funktioniert“, erklärt der 39-Jährige.

Sein Fahrerkollege Dennis Lind feierte im vergangenen Jahr seine Premiere im ADAC GT Masters. Der Däne bestritt 2021 in einem Audi zwei Rennen für das Team WRT. Beide auf dem Red Bull Ring, der für ihn ebenfalls Neuland war. Mit Platz fünf im ersten Lauf zeigte Dennis Lind bei seinem Debüt, dass mit ihm auf der Alpen-Achterbahn zu rechnen sein wird. „Ich freue mich, wieder auf diesem schönen Kurs in den Bergen fahren zu können. McLaren ist vor Jahren das letzte Mal im ADAC GT Masters gestartet. Wir haben jetzt ein ganz anderes Auto. In Spielberg wollen wir unter anderem die neue Reifengeneration von Pirelli noch besser unter harten Rennbedingungen kennen lernen, da dieser Reifen auch in anderen Serien, an denen wir teilnehmen, zum Einsatz kommt. Unser Ziel ist es, vorn mit dabei sein. Allerdings ist das ADAC GT Masters eine der heißesten Rennserien überhaupt. Das Feld liegt immer dicht zusammen, jeder Fehler wird gnadenlos bestraft. Ein Rang unter den ersten Fünf wäre ein Erfolg, eine Top-Ten-Platzierung respektabel. Sicher ist: Es wird ein harter Kampf.“

Alpen-Quartett freut sich auf das Heimspiel am Red Bull Ring

  • Norbert Siedler stand bereits einmal ganz oben auf dem Treppchen
  • Simon Reicher, Mick Wishofer und Klaus Bachler warten auf den ersten Heimerfolg
  • TV-Partner NITRO präsentiert die Rennen ab 12.30 Uhr live

Das Eastalent Racing Team startet mit zwei Lokalmatadoren
Foto: ADAC-Motoersport


Sie sind eine feste Größe im ADAC GT Masters: Die österreichischen Fahrer haben bisher insgesamt 20 Siege in der Deutschen GT-Meisterschaft eingefahren. Besonders motiviert sind die vier Piloten, wenn es vom 20. bis 22. Mai für ihre Heimrennen nach Spielberg geht. Alle Rennen des ADAC GT Masters starten um 13 Uhr. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12.30 Uhr live. Auf RTL+ kann die Rennaction live verfolgt oder anschließend in der Mediathek abgerufen werden. Die Qualifyings sind bei sport.de und adac.de/motorsport zu sehen.

Der letzte Sieg eines Lokalmatadors auf dem schnellsten Kurs im Tourkalender liegt jedoch schon elf Jahre zurück. Norbert Siedler (39/Wildschönau) stand bei der ADAC GT Masters-Premiere am Red Bull Ring im Jahr 2011 ganz oben auf dem Treppchen. „Das war ein tolles Erlebnis, daran werde ich mich immer erinnern. Ein Heimrennen ist etwas Besonderes und hat eine ganz spezielle Atmosphäre. Man weiß, Freunde und Bekannte schauen an der Strecke zu und man freut sich, dass wir in unserem Land einen so tollen Kurs haben“, erklärt Norbert Siedler, der für das neugegründete österreichische Eastalent Racing Team in einem Audi R8 LMS GT3 Evo II startet. An einen erneuten Erfolg mag der Renn-Routinier trotz Fan-Unterstützung nicht so recht glauben. „Wir haben unser Auto erst zwei Wochen vor dem Start bekommen und kaum getestet. Das Team ist neu, Dinge müssen sich erst einmal einspielen, das dauert ein wenig. Wir wollen wie in Oschersleben in die Punkte fahren, alles andere wird sich im Laufe der Saison finden“, schätzt der schnelle Tiroler die Lage ein.

Sein Teamkollege Simon Reicher (22/Kirchberg bei Mattighofen) kann sich noch genau an sein erstes ADAC GT Masters-Erlebnis erinnern: „Es ist elf Jahre her, als ich mit meinem Vater auf dem Red Bull Ring zum ersten Mal ein Rennen im ADAC GT Masters gesehen habe. Das Motorengeräusch, das Spektakel, die ganze Atmosphäre – das werde ich nie vergessen. Seitdem habe ich immer gehofft, dort auch einmal fahren zu dürfen und dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen”, so der junge Pilot, der nach Gastauftritten 2019 und 2020 im vergangenen Jahr regelmäßig Rennen in der Deutschen GT-Meisterschaft bestritt. Für ihn ist der Kurs in Spielberg einer der modernsten und schönsten überhaupt. Dort zu fahren, macht ihn als Österreicher stolz. Aber auch neben der Strecke will Simon Reicher Gas geben. „Wir werden am Samstagabend, egal, wie das erste Rennen gelaufen ist, eine kleine Party für Freunde und Bekannte geben. Natürlich wird kein Alkohol getrunken, aber bei einem Heimspiel muss das sein.“

Mick Wishofer (22/Wien) will nach dem Auftakt in Oschersleben auf dem Red Bull Ring voll angreifen und im Lamborghini Huracán GT3 Evo viele Punkte holen. „Es war für unser Team Emil Frey Racing ein gelungener Einstand in Oschersleben. Wir hatten den Speed, um ganz vorn dabei zu sein. Daran wollen wir anknüpfen. Bei einem Heimrennen gibt man vor den eigenen Fans doch etwas mehr als sonst, ist noch fokussierter. Zudem liegt mir der Red Bull Ring. Ich bin hier 2018 in der ADAC Formel 4 Dritter geworden. Das war ein cooles Gefühl. Mal sehen, was mit dem Lambo geht, vielleicht ist ein Podiumsplatz möglich. Auf jeden Fall wollen wir in der Pirelli-Junior-Wertung weiter oben mitmischen.“ Dem jungen Teamkollegen Konsta Lappalainen (20/FIN) kann er die Schönheiten seines Landes nicht zeigen, der Terminkalender des Österreichers ist bei seinem Heimrennen ausgebucht. „Über 50 Gäste, Sponsoren, Freunde und Bekannte haben sich angekündigt. Ich bin von Montag vor dem Rennen, bis zum Montag danach voll eingespannt“, erzählt Mick Wishofer. Sein Team kann sich bei einem möglichen Sieg über Freibier freuen. Die Marke steht auch schon fest. Der junge Lamborghini-Pilot: „Da passt das steierische Gösser Bier zu einem Kurs in der Steiermark natürlich am besten.“

Der vierte Österreicher des Alpen-Quartetts, Klaus Bachler (30/Unzmarkt), ist Lokalmatador am Red Bull Ring. Der 30-Jährige wohnt nur 30 Kilometer von der Strecke entfernt und war schon als Kind mit seinem Vater häufig Gast in Spielberg. „Der Red Bull Ring ist eine wunderschöne, aber sehr anspruchsvolle Strecke und als Österreicher ist es immer ein tolles Gefühl, hier zu fahren. Es gibt mehrere Stellen, an denen das Überholen möglich ist. Man muss allerdings nach den schnellen Geraden gut auf der Bremse sein und braucht ein Fahrzeugsetup, das dem flexiblen Streckenlayout gerecht wird“, analysiert der erfahrene Porsche-Pilot. Der Start mit seinem neuen Team ID Racing with Herberth im Porsche 911 GT3 R war im ersten Rennen mit Platz fünf vielversprechend. Der zweite Lauf konnte wegen eines defekten Splitters allerdings nicht beendet werden. „Wir wollen natürlich vorn mitfahren, aber die Konkurrenz schläft nicht. Auf dem Red Bull Ring entscheiden Hundertstelsekunden, verlierst du nur eine Zehntel, kannst du auch schnell zehn Plätze abrutschen. Ich stand hier schon einmal auf dem Podium und ein Sieg wäre das Größte. Dann können sich alle auf eine rauschende Feier gefasst machen.“