Sonntag, 24. Oktober 2021

Stimmen nach dem ersten Rennen auf dem Hockenheimring

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Samstagsrennen des sechsten Saisonlaufs der Deutschen GT-Meisterschaft.

Mirko Bortolotti - Pole und Sieg am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 1: „Es fühlt sich gut an, endlich gewonnen zu haben. Wir haben lange darauf gewartet. Wir waren davor immer knapp dran, heute hat zum Glück alles gepasst und wir konnten die Poleposition in den Sieg umwandeln. Ich danke meinem Team für die gute Vorbereitung. Marco hat heute auch einen super Job gemacht und die Führung hervorragend verteidigt. Die letzten 20 Minuten waren nochmal sehr spannend, ich wusste aber dass mein Teamkollege alles tun wird, um den Sieg nach Hause zu fahren. Das war ein perfekter Tag für uns.“

Marco Mapelli (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 1: „Mirko und das Team haben den Sieg verdient und insgesamt möglich gemacht, ich freue mich sehr hier dabei zu sein. Er hat mir das Auto in einer perfekten Position übergeben und ich konnte den Sieg für uns sicher nach Hause fahren. Die letzten 20 Minuten waren nochmal intensiv, es lag wirklich viel Pickup auf der Strecke während der Safety Car-Zeit. Ich habe mich aber dann auf den Restart fokussiert und konnte die Lücke nach Hinten solide verwalten.“

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 2: „Der Restart nach dem Safety-Car war durch den ganzen Pickup auf den Reifen für das ganze Feld ein schwieriges Unterfangen. Marco hat seine Position gut verteidigt, wir haben es ein zwei Mal probiert, aber es hat heute leider nicht geklappt. In der letzten Runde habe ich nochmal einen Angriff gewagt, wir fahren aber um die Meisterschaft und machen deswegen keine Harakiri-Aktion. Platz 2 heute ist ein wirklich gutes Ergebnis.“

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 2: „Der Lamborghini ist am Anfang schnell weggezogen, unser Start war aber trotzdem eigentlich ganz gut. In Turn 1 habe ich einen leichten Schlag bekommen, ich weiß gar nicht woher, wir haben dann leider etwas Zeit verloren. Im Laufe des Rennens konnten wir etwas auf Mirko aufschließen, für eine Attacke hat es leider nicht gereicht. In den letzten 20 Minuten wurde ich noch mal etwas nervöser, Chris hat aber alles entspannt und sauber nach Hause gefahren. Ich bin glücklich mit dem Ergebnis.“

Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: „Das Rennen war etwas schwierig heute, obwohl wir Dritter wurden. Eigentlich hatte ich einen guten Start, ich habe versucht an dem Audi vorbeizukommen, aber leider ist nicht alles nach Plan gelaufen. Danach habe ich so hart gepusht wie ich konnte, wir hatten ein gutes Auto heute, mehr als Platz drei war aber leider nicht drin. Als die Vorderen sich etwas absetzten, habe ich versucht, meine Reifen zu verwalten. Das Ergebnis war okay, Michael hat aber einen Großteil der Arbeit gemacht heute.“

Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: „Am Anfang hatte ich einen leichten Vorsprung auf den Hintermann und konnte etwas auf den Vordermann aufschließen. Unsere Pace war ganz solide heute. Während des Safety-Cars ist das Feld nochmal zusammengerückt und danach bei der Restarts wurde es nochmal turbulent. Glücklicherweise bin ich ganz gut durch gekommen. Wir hatten etwas zu kämpfen mit dem Auto, für morgen können wir aber optimistisch sein.“

Rolf Ineichen: (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 6 und Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: „Im Qualifying habe ich leider keine freie Runde erwischt und hatte immer Verkehr. Deswegen mussten wir von Platz 20 starten. Beim Start bin ich gut durchgekommen und bin dann auf Platz 13 in die Box gekommen. Leider war der Stopp etwas zu kurz und wir mussten eine Penalty Lap absolvieren. Franck Perera hat dann alles richtig gemacht. Er war geduldig und hat von den Fehlern der anderen profitiert und sich auf Platz sechs vorgearbeitet. Damit können wir zufrieden sein. Wir sind natürlich doppelt happy, da die 63 von der Pole-Position einen Start-Ziel-Sieg eingefahren hat. Das ist gut für das Team. Jetzt schauen wir, dass es morgen so weitergeht.”

Thomas Preining (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 12: „Vom Auto und von der Pace her hatten wir ganz sicher das Potenzial, um zu attackieren und aufs Podium zu fahren. Es tut mir leid fürs Team, dass das heute nichts geworden ist Aber wenn ich noch einmal in der Situation wäre, in der es mich gedreht hat, würde ich wieder genauso handeln. Es gehört halt immer auch ein bisschen Glück dazu, heute war es leider nicht auf unserer Seite. Aber wir haben so ein gutes Team, alle arbeiten super zusammen und das Auto ist sauschnell. Von daher mache ich mir keine Sorgen, dass wir morgen nicht noch einmal die Chance bekommen.“

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), Gesamtrang 21: „Es war ein gutes Rennen, das Auto lief sehr gut, ich konnte mich nach dem Stopp problemlos von Maro lösen. Die Safety-Car-Phase wollte ich natürlich nutzen, und ich denke, es hätte auch klappen können. Nach dem ersten Restart wäre ich allerdings gerne etwas unbeschadeter durch das Chaos gekommen. Bei der Sache mit Vanthoor konnte ich nicht viel machen. Wenn du bei 220 so dicht hinter dem Vordermann bist und der dann überraschend früh bremst, kann so etwas eben passieren. Obwohl Dries sich bei den Sportkommissaren sehr fair verhalten hat, haben sie mich bestraft mit der Begründung, sie müssen nicht nur den Hergang ahnden, sondern auch die Konsequenzen. Und der Audi konnte halt nicht weiterfahren. Im Titelkampf ist das natürlich ein herber Rückschlag, auch wenn noch 84 Punkte zu vergeben sind. Ab jetzt zählen vor allem die Einzelergebnisse. Aufgegeben wird jedenfalls erst, wenn sich kein Rad mehr dreht.“

Dylan Pereira (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Ausfall: „Der Start war okay, ich habe mich aus allem herausgehalten, die anderen haben richtig reingehalten, sind sehr aggressiv gefahren. Dabei habe ich ein bisschen Boden verloren, aber das war okay. Dann ist mir einer einfach in die Kiste gefahren, ich konnte nichts machen.“

Quelle: adac-motorsport.de

Lamborghini beendet Durststrecke, Titelthriller nimmt weiter Fahrt auf

  • Bortolotti/Mapelli sorgen für ersten Lamborghini-Sieg seit September 2019
  • Audi-Duo Feller/Mies bauen Tabellenführung vor gut gefüllten Tribünen aus
  • Meisterschaftskandidaten belegen Top Vier im Rennen

Von der Pole zum Sieg: Bortolotti/Mapelli im Lamborghini
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (31/I) und Marco Mapelli (34/I, beide GRT Grasser Racing Team) sorgten in Hockenheim für den ersten Lamborghini-Erfolg in der Deutschen GT-Meisterschaft seit 2019, während die Titelkandidaten in den Top Fünf landeten und der Meisterschaftskampf noch enger wird. Die beiden Lamborghini-Werksfahrer siegten vor den gut gefüllten Tribünen im Motodrom mit knappen 0,521 Sekunden Vorsprung vor den Tabellenführern Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport). Die beiden Audi-Fahrer bauten ihr Punktepolster so auf neun Zähler aus. Rang drei holten sich Porsche-Werkspilot Mathieu Jaminet (26/F) und Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance). „Ich bin überglücklich. Auf den Sieg haben wir lange gewartet und endlich hat alles gepasst“, so Sieger Bortolotti. „Wir haben Charakter bewiesen und gezeigt, dass mit uns immer zu rechnen ist.“

Bortolotti mit starkem Start

Pole-Setter Bortolotti hatte einen optimalen Start und setzte sich bereits in der Startrunde mit seinem Lamborghini von den Verfolgern ab, einen Umlauf später betrug sein Zeitpolster schon fast zwei Sekunden. Erst im Laufe seines Stints konnte Verfolger Ricardo Feller das Tempo des Spitzenreiters mitgehen und reduzierte bis zum Fahrerwechsel den Rückstand auf weniger als eine Sekunde. Nach den Pflichtboxenstopps blieb der Lamborghini, jetzt mit Marco Mapelli am Steuer, knapp vor Fellers Partner Christopher Mies vorn. Zwei späte Safety-Car-Phasen schoben das Feld anschließend noch einmal zusammen und sorgten für eine packende Schlussphase. Mies probierte nach den Restarts mehrmals an Mapelli vorbeizukommen, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Dank seines insgesamt siebten Sieges im ADAC GT Masters wahrte Bortolotti als neuer Tabellenvierter seine Titelchancen, für Teamkollege Mapelli, der sich erstmals in dieser Saison einen Lamborghini mit seinem Landsmann teilte, war es der zweite Sieg in der Rennserie.

Mies und Feller vergrößerten als Zweite mit ihrem fünften Podestplatz der Saison ihren Punktevorsprung in der Gesamtwertung von zwei auf nun elf Zähler. 84 werden bei den drei ausstehenden Rennen noch vergeben. Feller holte zudem im elften Saisonrennen seinen fünften Klassensieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Zweikämpfe um die weiteren Positionen begeisterten die zahlreichen Zuschauer in Hockenheim bis zur Zielflagge. Im Kampf um Rang drei siegte das Porsche-Duo Jaminet/Ammermüller, dahinter gab es ein über viele Runden dauerndes Duell zwischen vier Mercedes-AMG-Werkspiloten. Am Ende ging Platz vier an die Tabellenzweiten Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT), während die ursprünglichen Fünftplatzierten Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) aufgrund einer nachträglichen 30-Sekunden-Strafe wegen einer Kollision mit dem Audi von Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) aus den Punkten fielen.

Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (30/CH, beide Phoenix Racing) durften sich so nach dem 16. Startplatz noch über Rang fünf im Ziel freuen. Dahinter folgten Rolf Ineichen (42/CH), der Sieger der Pirelli-Trophy-Wertung, und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) in einem weiteren Lamborghini. David Jahn (30/Leipzig) und Jannes Fittje (22/Langenhain) sammelten als Siebte im Porsche 911 GT3 R wichtige Punkte für das Team Joos Sportwagentechnik. Die Lamborghini-Fahrer Tim Zimmermann (24/Lochau) und Hugo Sasse (17/Aschersleben, beide GRT Grasser Racing Team) wurden Achte vor Lokalmatador Luca-Sandro Trefz (19/Wüstenrot) und Christopher Haase (34/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf Position neun. Igor Waliłko (24/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) vervollständigten die Top Ten.

Stimmen der Sieger

Mirko Bortolotti: „Nach dem unglücklichen Wochenende auf dem Sachsenring, wo wir im Titelkampf wichtige Punkte verloren haben, haben wir so ein Ergebnis gebraucht. Heute hat alles gepasst und wir konnten die Pole-Position in den Sieg umwandeln. Ich danke dem Team für die gute Vorbereitung. Marco hat heute einen super Job gemacht und die Führung hervorragend verteidigt. Die letzten 20 Minuten waren noch mal sehr spannend, ich wusste aber, dass mein Teamkollege alles tun wird, um den Sieg nach Hause zu fahren. Das war ein perfekter Tag für uns.“

Marco Mapelli: „Mirko und das Team haben den Sieg wirklich verdient. Er hat mir das Auto in einer perfekten Position übergeben und ich konnte den Sieg für uns nach Hause fahren. Die letzten 20 Minuten waren noch mal sehr intensiv, es lag wirklich viel Pickup während der Safety-Car-Zeit auf der Strecke. Ich habe mich aber dann auf den Restart fokussiert und konnte den Abstand nach hinten solide verwalten.“


KTM holt mit Taktikcoup in Hockenheim den ersten Saisonsieg

  • Leo Pichler und Leon Wassertheurer gewinnen das Samstagsrennen auf dem Hockenheimring
  • Mercedes-AMG-Duo Marschalkowski/Nouet verkürzt mit Platz zwei Rückstand
  • Kosch/Kieffer triumphieren in der Trophy-Wertung im Porsche

Sieg für Pichler/Wassertheurer (KTM) im Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Ein volles Startfeld mit 32 Sportwagen, packende Duelle auf der Rennstrecke und ein gelungener Taktik-Kniff. Leo Pichler (19/AUT) und Leon Wassertheurer (19/Stuttgart, beide Razoon - more than Racing) gewannen ein von vielen Zweikämpfen geprägtes Rennen dank eines perfekt getimten Boxenstopps und holten von Startplatz 15 den ersten Sieg im KTM X-Bow GT4. Platz zwei ging an die Meisterschaftszweiten Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (19/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 vor Joel Sturm (19/Brühl) und Paul-Aurel König (17/Hameln, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4. „Ich kann es noch gar nicht begreifen und fühle mich, als ob ich im Traum wäre. Heute ist es für uns einfach aufgegangen. Wir sind richtig glücklich“, jubelte Lokalmatador Wassertheurer von ganz oben auf dem Podium.

Das Rennen hatte zunächst Pole-Setter John Paul Southern (19/USA, T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4 angeführt. In einer spektakulären Anfangsphase kämpfte der US-Boy zunächst mit Mercedes-AMG-Pilot Marc de Fulgencio (22/ESP, Leipert Motorsport) intensiv um die Führung. Der von Platz fünf losgefahrene Nico Verdonck (35/BEL, Ring Racing) setzte sich im Toyota GR Supra GT4 schnell auf die dritte Position und schloss zu den Führenden auf. Nach gut 20 Rennminuten holte sich der Belgier zunächst Platz zwei und fuhr wenig später mit einem sehenswerten Manöver auch am führenden Audi vorbei an die Spitze.

Die erste Rennhälfte des Samstagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring war geprägt von unzähligen Zweikämpfen und Positionswechseln. Das machte das Rennen zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Event für die zahlreichen Zuschauer auf den Tribünen. Ihnen bot auch Jan Marschalkowski im Mercedes-AMG eine gute Show. Er kämpfte sich in der ersten Rennhälfte von Startplatz sechs bis auf die dritte Position vor.

Die Phase der Fahrerwechsel hatten dann rennentscheidenden Charakter. Zunächst unterschritt der führende Toyota die Mindestdauer des Boxenstopps, was für Verdoncks Teamkollege Potty eine Durchfahrtsstrafe nach sich zog, der Toyota fiel auf Rang drei hinter Nouet zurück. Größeren Einfluss hatte jedoch eine Kollision zwischen Jan Philipp Springob (20/Köln), der den von Pole gestarteten Audi von Southern übernommen hatte, und dem Aston Martin Vantage GT4 von Hugo Sasse (17/Aschersleben, Prosport Racing). Um den britischen Boliden sicher bergen zu können, rief die Rennleitung eine Full Course Yellow-Phase aus.

Zu diesem Zeitpunkt stand nur noch der Fahrerwechsel beim KTM-Team an. Die nutzten ihre Chance, stoppten während der Gelbphase und verschafften sich so einen Vorteil von rund 30 Sekunden. KTM-Fahrer Wassertheurer konnte den Vorsprung in der zweiten Rennhälfte verwalten und fuhr mit 25,218 Sekunden Vorsprung zum ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany. Ich habe versucht, die Konzentration oben zu halten und mein Bestes zu geben. Das hat funktioniert“, meinte der Stuttgarter.

„Diesen Sieg haben wir gar nicht erwartet. Wir versuchen schon das ganze Jahr, spät zu stoppen, um von Unabwägbarkeiten profitieren zu können. Diese Taktik hat heute zu einhundert Prozent funktioniert. Das Resultat war somit eine grandiose Teamleistung unserer Strategen“, fügte Teamkollege Pichler an. „Als die Full Course Yellow ausgerufen wurde und ich in die Box fuhr, wusste ich schon, dass es heute ein guter Tag werden kann.“ Wassertheurer/Pichler konnten sich auch über den Sieg in der Junior-Wertung freuen.

Wegen eines Vergehens während der Full Course Yellow wurde der im Ziel drittplatzierte Toyota nachträglich auf Platz elf zurückgestuft. Somit erbten Sturm/König im Porsche den dritten Platz. Der Leipert-Mercedes-AMG, den Robin Falkenbach (19/Niederkassel) von de Fulgencio übernommen hatte, wurde final Vierter. Auf Platz fünf fuhren an Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin. Der zu Beginn führende Audi von Southern/Springob wurde Sechster.

Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Philipp Miemois (23/FIN, beide Team AVIA Sorg Rennsport) im BMW M4 GT4 sowie Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing) im Porsche belegten die Ränge sieben und acht. Die Tabellenführer Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) erreichten im BMW Platz neun. Die Top Zehn komplettierten Ben Dörr (16/Butzbach) und Nico Hantke (17/Hürth, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an das Porsche-Duo Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing).

Weitere Stimmen zum Rennen:

Jan Marschalkowski – Platz zwei im Mercedes-AMG: „Unsere Qualifikation war nicht optimal Doch es war klar, dass wir im Rennen eine bessere Pace haben würden. Ich habe das Gefühl, eines meiner besten Rennen gefahren zu sein. Da ist es ein wenig enttäuschend, wenn man trotzdem nicht gewinnt. Es war jedoch ein guter Tag für die Meisterschaft, da wir den Rückstand auf die Spitze verkleinern konnten. Die ersten Runden auf waren richtig intensiv. Ich musste super hart verteidigen und konnte einige Manöver setzen, um weiter nach vorne zu kommen.“

Théo Nouet - Platz zwei im Mercedes-AMG: „Es waren gute Punkte für die Meisterschaft. Die Full Course Yellow hat uns heute sicher nicht geholfen. Jan hat in der ersten Rennhälfte super Vorarbeit geleistet und auch noch die Reifen für mich geschont. So fühlte sich das Auto auch am Ende des Rennens noch gut an. Ich bin insgesamt glücklich über das Ergebnis.“

Samstag, 23. Oktober 2021

Bortolotti/Mapelli holen ersten Saisonsieg für Lamborghini

Feller/Mies weiter Tabellenführer

  • GRT-Grasser-Piloten gewinnen Samstagsrennen in Hockenheim
  • Platz zwei für Tabellenführer Feller/Mies
  • Titelkandidaten dominieren Rennen

Bortolotti/Mapelli siegen am Samstag in Hockenheim
Foto: Jens Hawrda

Durststrecke beendet: Mirko Bortolotti (31/I) und Marco Mapelli (34/I, beide GRT Grasser Racing Team) holten in einem spannenden Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Hockenheim den ersten Sieg für Lamborghini seit mehr als zwei Jahren. Zuletzt triumphierte die italienische Marke 2019 an gleicher Stelle. Mit nur 0,521 Sekunden Rückstand fuhren die Audi-Piloten Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf Platz zwei und bauten damit ihre Tabellenführung aus. Rang drei ging an den Porsche von Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F) und Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance).


Hyundai-Pilot Engstler siegt in Hockenheim und baut Vorsprung aus

  • Der Tabellenführer hat nun bereits 86 Punkte Vorsprung auf Verfolger Dominik Fugel
  • Jonas Karklys wird Zweiter, Martin Andersen Dritter
  • Titelentscheidung könnte am Sonntag beim zweiten Rennen in Hockenheim fallen

Luca Engstler siegt am Samstag am Hockenheimring
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) hat mit seinem sechsten Saisonsieg den nächsten großen Schritt zum Titelgewinn in der ADAC TCR Germany gemacht. Der Hyundai i30 N TCR-Pilot gewann am Samstag auf dem Hockenheimring und baute seinen Vorsprung auf Verfolger Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) auf 86 Punkte aus. Der Honda Civic TCR-Pilot aus Chemnitz wurde am Samstag Vierter – Engstler könnte bereits im zweiten Rennen am Sonntag die Meisterschaft entscheiden.

„Es war ein sehr wichtiger Sieg, aber wir sind längst noch nicht so weit, dass wir uns zurücklehnen oder auch nur minimal nachlassen können“, sagte Engstler, der einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfuhr und an diesem Wochenende bislang in jeder Session das Tempo vorgab: „Das werde ich auch meinem Team sagen. Wir sind noch lange nicht durch, aber wenn alles gut läuft, haben wir vielleicht morgen einen Grund, gemeinsam zu feiern.“

Platz zwei ging an Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) im Hyundai, Dritter wurde Engstlers Marken- und Teamkollege Martin Andersen (27, Dänemark, Hyundai Team Engstler). Hyundai-Pilot Robin Jahr (28, Blankenfelde, Roja Motorsport by ASL Lichtblau) fuhr als Fünfter hinter Dominik Fugel ins Ziel.

Engstler erwischte bei guten äußeren Bedingungen mit Sonnenschein einen idealen Start und verteidigte seine Führungsposition vor Jonas Karklys und Andersen erfolgreich. Während sich dieses Hyundai-Trio kontinuierlich von den Verfolgern absetzte, ging es dahinter eng zu.

Dominik Fugel, der ein starkes Saisonfinish benötigt, um Engstler doch noch abzufangen, lieferte sich in der Verfolgergruppe einige starke Duelle und verbesserte sich auf den vierten Platz. Diesen verteidigte er bis zum Schluss erfolgreich, mit dem Tempo ganz vorne an der Spitze konnten Fugel und Co. Jedoch nicht ganz mithalten. Letztlich trennten Fugel 16,022 Sekunden von Engstler.

Ruben Fernandez Gil (43, Spanien, RC2 Junior Team) beendete das Rennen auf Platz sechs, der Gaststarter aus Spanien, der im Cupra Leon Competición TCR unterwegs ist, war damit zugleich der beste Starter der Trophy-Wertung. Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) musste sich in seinem Cupra mit Platz sieben zufriedengeben, das war unter dem Strich zu wenig, um im Meisterschaftsrennen nochmals einzugreifen.

Rang acht ging an Marcel Fugel (21, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, Neunter und somit bester Starter der Honda Junior Challenge wurde Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing) in seinem weiteren Honda. Sergio Lopez Bolotin (Venezuela, RC2 Junior Team) komplettierte in seinem Cupra die Top Ten.

In der Schlussphase kam es zu einem Kontakt zwischen Philipp Regensperger (23, Neumarkt St. Veit, Regensperger Racing) im Opel Astra TCR und dem VW Golf GTI TCR von René Kircher (21, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger). Regensperger schied in der Folge aus, Kircher konnte das Rennen zwar fortsetzen, das Tempo der Konkurrenz mit seinem beschädigten Golf aber nicht mehr mitgehen.

Engstler bekam davon an der Spitze nur wenig mit, souverän verwaltete er seinen Vorsprung vor Karklys, für den dieser zweite Platz das beste Ergebnis in der ADAC TCR Germany war. Andersen, Vizemeister der dänischen TCR, rundete mit seinem dritten Rang das erneut starke Ergebnis für das Hyundai Team Engstler ab.

Am Sonntag könnte somit die Entscheidung in der Meisterschaft fallen. Um 9.00 Uhr beginnt das Qualifying, der Pole-Setter bekommt dabei bereits zehn Punkte. Das Rennen beginnt um 13.20 Uhr und ist live bei TVNOW.de sowie auf adac.de/motorsport zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Jonas Karklys (Zweiter, NordPass): „Ich bin natürlich happy, dass es mit dem zweiten Platz geklappt hat. Luca war vorne nicht zu schlagen, ich habe mich einfach auf mein Rennen konzentriert und möchte morgen nachlegen.“

Martin Andersen (Dritter, Hyundai Team Engstler): „P3 ist ein super Ergebnis, wir haben wichtige Punkte für das Team gesammelt. Morgen wollen wir wieder ein gutes Resultat herausholen und dann gemeinsam feiern.“