Mittwoch, 15. September 2021

Vor dem Gastspiel in Assen spitzt sich der DTM-Titelkampf weiter zu: Sextett verteilt die Punkte unter sich

  • Lawson, Götz, Wittmann, Ellis und Albon jagen Tabellenführer Kelvin van der Linde
  • DTM startet zum 21. Mal in Folge in den Niederlanden
  • Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti debütiert in der DTM
  • Tickets auf tickets.dtm.com und unter der DTM-Ticket-Hotline 01806 661199
  • Live aus Assen: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

Maximilian Götz (l.) und Marco Wittmann © DTM

Der Kampf um den Titel in der DTM 2021 wird immer intensiver. Assen in den Niederlanden ist am Wochenende (17. bis 19. September) die sechste Station der internationalen Rennserie. Danach folgt der große Showdown mit dem Double-Header in Hockenheim (01. bis 03. Oktober) und der Final-Premiere auf dem Norisring (08. bis 10. Oktober). Ein Sextett dominiert das Geschehen um die Vergabe des wertvollen DTM-Titels. Doch auch in Assen ist es der Südafrikaner Kelvin van der Linde, der unverändert die Tabelle anführt. Die Luft ist allerdings viel dünner geworden, der Vorsprung im heißen Titelkampf deutlich geschmolzen. Der TT-Circuit von Assen stellt mit seinen schnellen und mittelschnellen Kurven die 21 Weltklassepiloten – inklusive den beiden Gaststartern Miko Bortolotti im Lamborghini und Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien im McLaren – auf eine hochkarätige Probe. Auch in Assen sind wieder Zuschauer erlaubt, sowohl auf den Tribünen als auch im Fahrerlager. Tickets gibt es via DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und DTM-Ticket-Hotline (01806 661199). Die Rennen der DTM werden am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr gestartet und in SAT.1 (jeweils ab 13:00 Uhr) sowie in über 60 Ländern live übertragen.

Kelvin van der Linde bringt 147 Punkte mit nach Assen, die er mit seinem Audi des Teams ABT Sportsline in den bisherigen zehn Saisonrennen eingefahren hat. Mit zwei Siegen und insgesamt 55 Punkten am Red Bull Ring hat sich der erst 19-jährige Liam Lawson aus dem Red Bull-AF Corse-Ferrari-Team bis auf zwölf Punkte an van der Linde herangesaugt. Dabei schien nach dem Nürburgring-Rennen, als der Neuseeländer leer ausging, der Zug im Titelkampf bereits abgefahren. Nur vier Zähler hinter Lawson folgt der beste Deutsche auf Rang drei, Maximilian Götz aus dem Mercedes-AMG Team HRT. Weitere zehn Punkte zurück liegt der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER) mit dem Walkenhorst-BMW auf Rang vier, gefolgt vom Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG Team WINWARD, 99) und dem Thailänder Alex Albon (Ferrari, AlphaTauri AF Corse, 94). Dieses Sextett hat am Red Bull Ring die Punkte quasi unter sich aufgeteilt und fuhr 174 von möglichen 188 Punkten für die ersten sechs Plätze in den beiden Rennen in der Steiermark zusammen ein. Demzufolge wuchs der Abstand zu den nachfolgenden Piloten.

Nur der zweifache DTM-Champion Wittmann punktet bislang in allen Rennen

Wie ausgeglichen stark das Fahrerfeld ist, belegt auch die Statistik: Sieben verschiedene Fahrer eroberten die zehn Pole-Positions, sechs verschiedene Fahrer gewannen die zehn bisherigen Saisonrennen, und Rennwagen von vier verschiedenen Herstellern kreuzten die Ziellinie als Sieger.

Alle Fahrer sind schon das eine oder andere Mal ohne Punkte geblieben, außer: Marco Wittmann. Der Einzelkämpfer aus dem Team Walkenhorst Motorsport aus Melle bei Osnabrück hat in allen zehn Rennen bislang gepunktet – eine eindrucksvolle Konstanz. Der bestplatzierte Pilot früherer DTM-Jahre eroberte dabei einen Sieg und zwei Pole-Positions. Eine Leistung, die auch Wittmann verwundert, zumal es die letzte Saison des BMW M6 ist. Der Nachfolger BMW M4 feierte am vergangenen Wochenende auf der legendären Nordschleife des Nürburgring eine achtbare Rennpremiere und wird im kommenden Jahr auch in der DTM erwartet.

Der TT-Circuit – schnellste Kurve und längste Tribüne

Der TT-Circuit in Assen, der Grand-Prix-Kurs von Hockenheim und der ultrakurze Stadtkurs in Nürnberg – die DTM-Piloten müssen sich im Schlussspurt auf drei sehr unterschiedliche Rennstrecken einstellen. Assen jedenfalls fordert die Piloten vor allem mit der langgezogenen Ramshoek-Kurve heraus. Einmal abgesehen von Turn 1 als Teil des Trioval-Kurses am DEKRA Lausitzring, ist Ramshoek die schnellste Kurve der DTM-Saison. Etwa 235 km/h werden in dieser Passage erwartet, vor dem heiklen Richtungswechsel zur folgenden Schikane – und das alles in Front der mit 1,1 Kilometer Länge längsten Tribüne Europas. Einige DTM-Fahrer haben bereits ein Rennen in Assen absolviert, für etliche Teilnehmer ist Assen jedoch Neuland. Marco Wittmann jedenfalls kennt den Kurs, der 2019 erstmals von der DTM befahren wurde. Der damalige Sieger des ersten Rennens: Marco Wittmann.

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr mischt sich der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien mit dem McLaren von JP Motorsport ins DTM-Feld. Zuletzt am Nürburgring zeigte die Performance des Österreichers klar nach oben. Lamborghini schickt seinen Werkspiloten Mirko Bortolotti nach Assen. Der Italiener soll das Team von T3 Motorsport verstärken und erste Eindrücke von der DTM sammeln. Somit präsentiert sich die DTM mit 21 GT-Rennwagen in den Niederlanden.

Sieben Rennserien: DTM brennt ein Programm-Feuerwerk ab

Die Fans erwartet in Assen ein wahres Programm-Feuerwerk. Insgesamt bieten sieben Rennserien reichlich Spektakel. Neben dem Top-Event DTM sind die DTM Trophy mit den seriennahen GT-Sportwagen, die DTM Classic Tourenwagen Legenden mit DTM-Fahrzeugen vor allem aus den Neunzigern und der BMW M2 Cup am Start, darüber hinaus der Porsche Carrera Cup Benelux, der Mazda MX-5 Cup und die Supercar-Challenge. Das bedeutet drei Tage Motorsport pur mit der DTM als Hochgenuss.


Montag, 13. September 2021

DTM mit einzigartigem Fahrerfeld am Nürburgring

  •  Volles Starterfeld: DTM mit über 20 Rennwagen und bekannten Fahrern
  •  Volles Programm: Sechs Rennserien sorgen für knackige Action
  •  Zuschauer zugelassen, Tickets online verfügbar

Foto: dtm / Malte Christians

Die DTM am Nürburgring: Das verspricht ein beeindruckendes Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen und einer Vielzahl bekannter Fahrer. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie auf der besonders zuschauerfreundlichen Sprint-Variante des Nürburgrings. Neben der DTM sorgen fünf weitere Rennserien für Abwechslung im Rahmenprogramm. Und das Beste: Die Tribünen an der Start-Ziel-Geraden werden für Zuschauer geöffnet. Wochenend- und Tagestickets sind exklusiv über den DTM-Ticket-Shop unter tickets.dtm.com und die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) erhältlich. Wer erst einmal DTM-Luft schnuppern möchte, findet auch ein Angebot: Für nur zehn Euro gibt es die Eintrittskarte für den vollgepackten Trainingstag am Freitag.

Sechs Rennen, fünf unterschiedliche Sieger: Die DTM ist 2021 so spannend wie selten zuvor. Nach den aufsehenerregenden Läufen in Monza, am Lausitzring und zuletzt in Zolder gastiert die Serie nun am Nürburgring. Auf der kurzweiligen Sprintstrecke des Eifel-Kurses können sich Fans auf ein erstklassiges Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie Ferrari, Lamborghini und McLaren freuen. Die Fahrer gehören zu den bekanntesten der Welt. Zum Starterfeld gehören Piloten wie Timo Glock, Mike Rockenfeller, die van der Linde-Brüder oder Formel 1-Star Alexander Albon.

Gleich zweimal gehen die Weltklassepiloten der DTM an den Start, jeweils um 13:30 Uhr starten am Samstag und Sonntag ihre Rennen. Es folgen 55 Minuten packende Renn-Action. Doch auch neben der DTM ist auf der Strecke einiges los: Die DTM Trophy sorgt mit seriennahen GT-Sportwagen für spannende Tür-an-Tür-Duelle. Bei der DTM Classic gehen Tourenwagen der vergangenen Jahre an den Start – pilotiert von Altstars wie Klaus Ludwig, Kurt Thiim und Klaus Niedzwiedz. Zudem im Programm: Die DTM Drift-Show mit viel verbranntem Gummi, der BMW M2 Cup sowie der Lotus Cup Europe und die Ferrari Club Deutschland Racing Series.

Die Reise zum Nürburgring lohnt sich, doch Motorsport-Enthusiasten sollten sich mit dem Ticketkauf beeilen, da nur noch eine limitierte Anzahl an Tickets verfügbar ist. Voraussetzung für den Zutritt ist die übliche 3G-Regel, also für negativ Getestete, Geimpfte (zwei Wochen nach der zweiten Impfung) und Genesene (bestätigte Infektion liegt nicht länger als sechs Monate zurück). Darüber hinaus sorgen personalisierte Sitzplätze, die ausschließlich online gebucht werden können sowie die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln (außerhalb des Sitzplatzes muss eine medizinische Maske getragen werden) für einen sicheren Event am Nürburgring. Das Fahrerlager muss aufgrund der Pandemie-Situation noch geschlossen bleiben.

Für den Nürburgring bedeutet die Austragung des vierten DTM-Rennwochenendes das Ende der Rennpause als Folge der Flutkatastrophe im Ahrtal. Dabei bleibt der Nürburgring weiterhin das Einsatzzentrum für die Hilfskräfte, die allerdings vom Fahrerlager auf angrenzende Areale der Rennstrecke umgezogen sind und somit durch die Veranstaltung nicht beeinträchtigt werden. Da die Region um den Nürburgring außerhalb des Ahrtals vom Unwetter am 14. Juli weitgehend verschont geblieben ist, freuen sich auch die Übernachtungsbetriebe und Gaststätten auf viele Gäste am Nürburgring. Über die uneingeschränkte Anreise zum Nürburgring informiert der Nürburgring über seine Webseite (nuerburgring.de).

Sonntag, 12. September 2021

Hyundai-Pilot Luca Engstler feiert Doppelsieg auf dem Lausitzring

  • Vierter Saisonsieg für Luca Engstler im Hyundai
  • Dominik Fugel fährt im Honda auf das Podium
  • Triumph in der Honda Junior Challenge für Nico Gruber

Luca Engstler holt vierten Saisonsieg am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) triumphiert im Hyundai i30 N TCR nach dem Samstagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring auch im Lauf am Sonntag und baut somit seine Tabellenführung weiter aus. Sein Hyundai Team Engstler-Teamkollege Martin Andersen (27, DNK) kommt auf Platz zwei. Das Podium komplettiert Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. „Die Freude nach den zwei Siegen an diesem Wochenende ist riesig. Da wir aber noch eine lange Heimreise bis ins Allgäu haben, werden wir nur kurz feiern können“, meinte Engstler, der bereits beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben einen Doppelsieg verbuchen konnte.

Die rennentscheidende Situation ereignete sich direkt nach dem Rennstart. Der von Platz zwei gestartete Engstler kam besser aus seiner Position heraus als Pole-Setter Andersen. Engstler setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Ebenfalls in der ersten Kurve kam es zu einem Unfall im Mittelfeld, in den der Cupra Leon Competición TCR von Günter Benninger (60, AUT, Wimmer Werk Motorsport), der VW Golf GTI TCR von Szymon Ladniak (18, POL, JP Motorsport) und der Hyundai von Patrick Sing (29, Crailsheim, RaceSing) verwickelt waren. Für alle Drei war das Rennen vorzeitig beendet. Zur Bergung der Fahrzeuge brachte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke.

Als das Rennen rund elf Minuten vor Schluss wieder freigegeben wurde, behielt Engstler die Ruhe und verteidigte souverän die führende Position. Im weiteren Rennverlauf konnte er sich mit Martin Andersen an der Spitze leicht absetzen und zum Doppelsieg für das Hyundai Team Engstler fahren. Hinter den beiden entwickelte sich zunächst ein spannender Vierkampf um die weiteren Plätze mit Honda-Pilot Dominik Fugel, Nico Gruber (20, AUT, Hyundai Team Engstler) im Hyundai, Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición TCR und Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda.

Dominik Fugel und Gruber konnten sich jedoch kurz darauf etwas von den beiden Verfolgern absetzen und auf den Plätzen drei und vier ins Ziel fahren, was für Gruber auch den Triumph in der Honda Junior Challenge bedeutete. Zu Scalvini und Marcel Fugel gesellte sich dann noch Robin Jahr (30, Blankenfelde, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai. Zum Rennende konnte dieser noch am Italiener im Cupra vorbeifahren und hinter Marcel Fugel Platz sechs einnehmen. Achter wurde der Vortagesdritte Jonas Karklys (32, LTU, NordPass) im Hyundai vor Opel Astra TCR-Pilot Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit, Lubner Motorsport) und Christopher Röhner (23, Mülsen, Honda ADAC Sachsen) im Honda. Mit Platz elf sicherte sich Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler) im Hyundai den Sieg in der Trophy-Wertung.

Stimmen zur ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring

Luca Engstler (Hyundai Team Engstler - Sieger): 

„Ich wusste schon vor dem Rennen, dass der Start heute das A und O sein würde. Als es dann losging, habe ich gar nicht auf Martin geachtet. Mein Fokus lag nur auf dem perfekten Druckpunkt meiner Kupplung und auf der Ampel. Das habe ich sehr gut hinbekommen. Ich zweiten Rennteil ging es darum, zu attackieren aber trotzdem vorsichtig zu bleiben. Mir war es auch wichtig, meinen Teamkollegen Martin nicht in Gefahr zu bringen, sodass wir einen Doppelsieg einfahren konnten.“

Martin Andersen (Hyundai Team Engstler - Zweiter): 

„Zwei mal Platz zwei und eine Pole-Position. Mit diesem Ergebnis kann ich absolut zufrieden vom Lausitzring abreisen. Lediglich mein Start zu Lauf zwei war richtig schlecht. Meine Reaktionszeit war zwar in Ordnung, doch ich hatte durchdrehende Räder. Danach kamen wir recht einfach durch das Rennen. Wir hatten eine super Pace. Insgesamt haben wir an diesem Wochenende große Fortschritte gemacht. Ich freue mich nun auf das nächste Rennen in Hockenheim. Das ist die einzige Strecke im Kalender, die ich bereits kenne.“

Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen - Dritter): 

„Ich versuche natürlich immer zu gewinnen. Doch dieses Wochenende war Hyundai deutlich stärker. Ein Podium ist aber trotzdem immer schön, somit bin ich auch relativ zufrieden. Nach dem Safety-Car-Re-Start habe ich probiert, eine Attacke auf Martin Andersen zu fahren, aber es hat nicht ganz gereicht. Danach hatte ich nach vorne und hinten ein wenig Platz. So war die zweite Rennhälfte für mich eher unspektakulär.“


Mercedes-AMG dominiert Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem DEKRA Lausitzring

  • Igor Waliłko/Jules Gounon führen Dreifachsieg der schwäbischen Marke an
  • Waliłko gewinnt auch in der Pirelli-Junior-Wertung
  • Rolf Ineichen (Lamborghini) siegt wie am Vortag in Pirelli-Trophy-Wertung

Igor Waliko führt bereits nach dem Start
Foto; Jens Hawrda

Perfekter Tag für Geburtstagskind Igor Waliłko (24/PL) und Mercedes-AMG-Werksfahrer Jules Gounon (26/F): Die beiden Fahrer vom Traditionsteam Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing holten sich am Sonntag auf dem DEKRA Lausitzring ihren ersten Saisonsieg und wiederholten den Vorjahreserfolg von Zakspeed in der Lausitz. Rang zwei ging wie am Vortag an Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT. Mit Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) ging auch der dritte Podestplatz an Mercedes-AMG. „Das ist das beste Geburtstagsgeschenk, das man sich vorstellen kann“, so Premierensieger Waliłko. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Jules hat einen tollen Job gemacht. Ein großer Dank geht aber auch an das Team, das unser Auto nach dem gestrigen Ausfall bis in die Nacht repariert hat.“

Keyfacts, DEKRA Lausitzring, Klettwitz, Saisonrennen 8 von 14

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 22 Grad, bewölkt

Jules Gounon (Team Zakspeed BKK Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.21,981 Min.

Sieger: Igor Waliłko/Jules Gounon (Team Zakspeed BKK Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG GT3 Evo)

Schnellste Rennrunde: Jules Gounon (Team Zakspeed BKK Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.23,107 Min.

Gounon und Waliłko souverän an der Spitze

Jules Gounon legte die Basis für den Sieg bereits im Zeittraining, in dem er erstmals in dieser Saison die Pole-Position eroberte. Auch beim Start gab sich der ADAC GT Masters-Champion von 2017 keine Blöße und blieb vorn. Während der Franzose auch danach die Führung behauptete und bis zu den Pflichtboxenstopps einen Vorsprung von knapp drei Sekunden herausfuhr, lauerten dahinter seine Markenkollegen Maro Engel und Maximilian Buhk. Nach den Fahrerwechseln behauptete sich Gounons Partner Waliłko weiter an der Spitze vor Stolz und Marciello, die ebenfalls von ihren Partnern übernommen hatten. Eine späte Safety-Car-Phase aufgrund eines Ausfalls der Corvette C7 GT3-R von Jeffrey Schmidt (27/CH, Callaway Competition) schob das Feld noch einmal zusammen und sorgte für eine spannende Schlussphase. Nach dem Restart setzte Stolz nochmals eine Attacke auf den Polen, doch der parierte und machte sich selbst mit seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters das perfekte Geburtstagsgeschenk. Waliłko gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT) kamen schließlich mit knapp 3,5 Sekunden Rückstand ins Ziel und wurden wie am Vortag Zweite. Ihre Markenkollegen Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) unterstrichen erneut ihre Titelambitionen und sicherten sich trotz technischer Probleme in der Schlussphase aufgrund eines defekten Dämpfers noch einen Podestplatz.

Als Vierte verpasste das Porsche-Duo Joel Eriksson (23/S) und Julien Andlauer (22/F, beide Küs Team Bernhard), das an diesem Wochenende erstmals zusammen startete, nur knapp das Podium. Dahinter folgten auf Rang fünf Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team) im besten Lamborghini Huracán GT3 Evo. Das Audi-Duo Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) kam nach seinem Sieg am Vortag diesmal auf Rang sechs ins Ziel und verteidigte damit die Tabellenführung. Feller und Mies liegen nun drei Punkte vor Marciello/Buhk, ihren engsten Verfolgern.

Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) kamen mit ihrem Lamborghini als Siebte ins Ziel. Perera war als Zweiter in das Rennen gestartet, verlor aber bereits in der Anfangsphase mehrere Positionen. Ineichen sicherte sich dennoch seinen zweiten Sieg des Wochenendes in der Pirelli-Trophy-Wertung. Die Top 10 komplettierte ein Audi-Trio: Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) wurden Achte, Position neun ging an Luca-Sandro Trefz (19/Wüstenrot) und Christopher Haase (33/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor den Ex-Meistern Sebastian Asch (35/Ammerbuch) und Daniel Keilwitz (32/Villingen, beide Aust Motorsport).

Stimmen der Sieger

Igor Waliko auf der Pressekonferenz nach dem Rennen
Foto: Jens Hawrda
Igor Waliłko:

„In meinem Stint hatte ich anfangs etwas Zeit verloren, ich habe dann versucht mein Tempo zu halten und keine Fehler zu machen. Das ist aufgegangen. Nur während des Safety-Cars wurde ich kurz noch mal etwas nervös. Das ist mein erstes Podium im ADAC GT Masters und ich bin überglücklich.“

Jules Gounon auf der Pressekonferenz nach dem Rennen
Foto: Jens Hawrda
Jules Gounon: 

„Der Sieg fühlt sich großartig an. Heute Vormittag haben wir mit der Pole-Position einen wichtigen Grundstein für das Rennen gelegt. Ich habe in meinem Stint versucht die Reifen zu schonen und eine Lücke zu Maro Engel herausgefahren – was auch geklappt hat. Igor hat danach echt einen guten Job gemacht und dem Druck standgehalten. Drei Mercedes-AMG vorne zu sehen ist sehr schön.“

Start-Ziel-Sieg für Tabellenführer Luca Engstler auf dem Lausitzring

  • Doppelsieg für Hyundai Team Engstler durch Luca Engstler und Martin Andersen
  • Nico Gruber triumphiert in der Honda Junior Challenge
  • Roland Hertner gewinnt Trophy-Wertung

Sieg von der Pole in Rennen 1 am Samstag für Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) gewinnt das Samstagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring. Durch seinen dritten Sieg im fünften Saisonrennen baut der Hyundai i30 N TCR-Pilot seine Tabellenführung weiter aus. Rang zwei geht an Teamkollege Martin Andersen (27, DNK). Das Podium komplettiert Jonas Karklys (32, LTU, NordPass) in einem weiteren Hyundai. „Die Stimmung ist im Team jetzt natürlich super. Ich bin mit dem heutigen Tag richtig zufrieden. Jetzt wird ein wenig gefeiert. Aber der Blick geht auch schon auf das Rennen am Sonntag“, jubelt Engstler auf dem Podium.

Der Sieger begann das Rennen schon von der Pole-Position aus. Beim Rennstart wandelte er den besten Startplatz in die Führung um und setzt sich zunächst leicht ab. Verfolger Karklys schloss schnell wieder zu Engstler auf, geriet aber selbst unter Druck von Engstlers Teamkollege Andersen. Karklys und Andersen kämpften daraufhin sehenswert um den zweiten Platz ehe sich der Däne am Ende der Start/Ziel-Geraden schließlich am Litauer vorbeibremste und eine Doppelführung des Hyundai Team Engstler sicherstellte.

Hinter dem Spitzentrio fuhr Hyundai-Pilot Nico Gruber (20, AUT, Hyundai Team Engstler) auf Rang vier vor Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. Rund sieben Minuten vor Rennende gab es dann nochmals Drama im Feld. René Kircher (21, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) musste seinen Volkswagen Golf GTI TCR nach einem technischen Defekt am Streckenrand abstellen. Um den Golf zu bergen ging das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend wurde das Rennen mit zwei Minuten Restrenndauer nochmals freigegeben. Auf den ersten vier Plätzen änderte sich nichts mehr an der Reihung. Für Gruber bedeutete Platz vier gleichzeitig auch der Sieg in der Honda Junior Challenge. Hinter dem Österreicher büßte Dominik Fugel nach dem Re-Start noch drei Plätze ein und sah als Achter die Zielflagge.

Platz fünf ging somit ein seinen Bruder Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda. Der als Tabellenzweiter in die Lausitz gereiste Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) wurde im besten Cupra Leon Competición TCR Sechster vor dem Civic von Gaststarter Christopher Röhner (23, Mülsen, Honda ADAC Sachsen). Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR und Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler) komplettierten die Top Zehn. Hertner sicherte sich dadurch auch den Sieg in der Trophy-Wertung.

Stimmen zur ADAC TCR Germany auf dem DEKRA Lausitzring

Luca Engstler (Hyundai Team Engstler - Sieger): 

„In der ersten Runde fuhr ich volle Attacke, um einen Vorsprung zu bilden. Ich konnte daraufhin sowohl diesen Vorsprung als auch meine Pace insgesamt gut managen. So etwas gelingt aber nur, wenn die Jungs im Rücken mitdenken. Martin Andersen und Jonas Karklys fuhren mit Köpfchen und haben nicht versucht, früh zu attackieren. Denn so hätten wir uns vielleicht gegenseitig das Rennen kaputt gemacht.“

Martin Andersen (Hyundai Team Engstler - Zweiter): 

„Ich bin mit Platz zwei mega zufrieden. Das Team hat super gearbeitet. Ich hatte mir Karklys zunächst einige Runden zurecht gelegt und Druck auf ihn aufgebaut. Er trat sich ein wenig schwer, aus der letzten Kurve herauszukommen. Auf der Geraden hatte ich dann einen guten Windschatten. Ich setzte meinen Bremspunkt etwas später als sonst und konnte ihn so in Kurve eins überholen. Danach habe ich das Auto nur noch nach Hause gebracht.“

Jonas Karklys (NordPass - Dritter): 

„Ich bin unbeschreiblich glücklich mit meinem ersten Podium in der ADAC TCR Germany. Es sah zunächst sogar lange nach Platz zwei aus. Ich hätte zu Rennbeginn auch noch etwas schneller fahren können, doch ich wollte die Reifen schonen. Tatsächlich habe ich nicht damit gerechnet, dass Andersen mich in der ersten Kurve überholen würde. Es war ein gutes Rennen. Jetzt ruhe ich mich erst einmal ein wenig aus, sodass ich morgen im zweiten Lauf wieder voll angreifen kann.“