Samstag, 31. Oktober 2020

Buri gewinnt in der Lausitz und erhöht den Druck auf Proczyk

  • Der finnische Hyundai-Pilot gewinnt vor Proczyk und Junior Legutko
  • Rückschlag für die Fugel-Brüder: Dominik mit Platz neun, Marcel scheidet aus
  • Gaststarterin Laura Kraihamer im VIP Auto auf Platz sechs

Strahlender Sieger: Antti Buri jubelt in der Lausitz
Foto: ADAC-Motorsport

Der Finne Antti Buri (31, Hyundai Team Engstler) hat seinen dritten Saisonsieg in der ADAC TCR Germany gefeiert und den Druck auf Tabellenführer Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) erhöht. Der 31-Jährige gewann das elfte Saisonrennen auf dem DEKRA Lausitzring souverän vor Proczyk und dem starken Junior Albert Legutko (20, Polen, Albert Legutko Racing) im Honda Civic TCR, für den es das beste Ergebnis in der ADAC TCR Germany war. Gaststarterin Laura Kraihamer (29, Österreich, Hyundai Team Engstler), die im Sonntagsrennen von der Pole Position startet, fuhr im VIP Auto auf Platz sechs.

"Es waren wirklich schwierige Bedingungen. Ich habe zwei richtig gute erste Runden hingelegt und konnte mir so eine Lücke herausfahren. Ich habe das Rennen genossen - musste mich aber auch extrem konzentrieren, konnte mir keinen Fehler erlauben. Es war intensiv, auch wenn ich die meiste Zeit alleine gefahren bin", analysierte Buri und schob nach: "Der Kampf um die Meisterschaft ist völlig offen."

Proczyk führt die Tabelle mit 198 Punkten an, dahinter folgen Antti Buri mit 185 und Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) mit 171. Fugel, vor dem Lauf Zweiter in der Gesamtwertung, hatte bei erneut schwierigen Bedingungen mit nasser Strecke auf eine Mischbereifung gesetzt. Vorne zog er Slicks auf - hinten Regenreifen. Der Plan ging jedoch nicht auf, es reichte zu Platz neun. Bei den verbleibenden drei Läufen muss Fugel eine Aufholjagd starten, wenn es mit dem Titelgewinn klappen soll.

Buri erwischte einen perfekten Start und übernahm gleich in der ersten Kurve die Führung, er wehrte den Angriff von Dominik Fugel ab und behauptete sich an der Spitze. Ganz anders erging es Harald Proczyk: Der Österreicher, der erstmals in dieser Saison die Pole Position ergattert hatte, kam nur schwerfällig vom Fleck und fiel weit zurück. Während sich Buri vorne absetzte, geriet Dominik Fugel schnell unter Druck - viele Duelle im Feld prägten das Geschehen in den ersten Runden.

Nur Buri bekam davon vorne nichts mit, er fuhr sich schnell ein Polster heraus und behielt jederzeit die Kontrolle. Proczyk arbeitete sich derweil sehenswert durchs Feld und war schnell wieder auf Podiumskurs. Schließlich überholte der Meister von 2018 auch noch den von Rang sieben gestarteten Albert Legutko. Die Lücke nach vorne konnte er aber nicht schließen, weil Buri deutlich zu weit enteilt war. "Ich hätte Antti wohl auch mit einem besseren Start nur schwer bekommen, weil er etwas mehr Speed hatte als ich. Bis morgen müssen wir schauen, woran das gelegen haben könnte", sagte Proczyk, der mit Platz zwei immerhin Schadensbegrenzung betrieb. Die 20 Punkte könnten in der Endabrechnung noch sehr wertvoll werden.

Auch Legutko war glücklich über den Ausgang des Rennens. "Ich war zwischenzeitlich Zweiter, Hari hat mich dann aber noch geschnappt. Ich konnte das Tempo der beiden Hyundai gut mitgehen. Am Red Bull Ring war es schon gut, jetzt mit dem Ergebnis und noch einem Sieg in der Honda Junior Challenge bin ich sehr zufrieden", sagte er.

Vorne hielt sich das Spitzentrio in der Folge schadlos - dahinter ging es umso spannender zu. Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der Führende der Honda Junior Challenge, schied nach einem Kontakt mit dem Litauer Dziugas Tovilavicius (28, Skuba Racing Team) aus und erlitt somit einen Rückschlag im Rennen um den Gewinn in der Nachwuchswertung. Sein Bruder Dominik Fugel lieferte sich ein intensives Duell mit Jan Seyffert (22, Stuttgart, HP Racing International), bei dem der Stuttgarter Hyundai i30 N TCR-Fahrer das bessere Ende für sich hatte und das Rennen letztlich auf Platz sieben beendete.

KTM-Werksfahrerin Kraihamer, im vergangenen Jahr Laufsiegerin in der ADAC GT4 Germany, fuhr vor Seyffert als Sechste über den Zielstrich. Die Plätze vier und fünf gingen an die beiden Junioren Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR und René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR.

Das vorletzte Rennwochenende der Saison endet mit dem Sonntagsrennen (11.30 Uhr), das von SPORT1+ live übertragen wird. Online ist der Lauf bei SPORT1.de, adac.de/motorsport, YouTube.com/ADAC und auf der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany zu sehen. In diesem Rennen wird Laura Kraihamer von der Pole Position starten, dahinter gehen Albert Legutko und Marcel Fugel von den Plätzen zwei und drei ins Rennen. Dominik Fugel hat Startplatz vier, Antti Buri die siebte und Harald Proczyk die achte Startposition.

Die Meisterschaft wird am kommenden Wochenende entschieden, dann ist die ADAC TCR Germany bei ihrem großen Finale vom 6. bis 8. November in Oschersleben zu Gast.

Porsche-Doppelspitze im nassen Lausitzring-Training

  • Robert Renauer im 1. Freien Training Schnellster
  • ADAC GT Masters-Debüt von Augusto Farfus
  • Klaus Bachler wechselt am Lausitzring in den Herberth-Porsche von Robert Renauer

Schnellster im Regen: Robert Renauer
Foto: ADAC-Motorsport

Die Titelkandidaten des ADAC GT Masters bestimmten das verregnete erste Freie Training auf dem Lausitzring. Porsche-Pilot Robert Renauer (35/Vierkirchen, Precote Herberth Motorsport) gelang am Freitagmorgen die Bestzeit. Dahinter folgten mit Markenkollege Christian Engelhart (33/Starnberg, SSR Performance), Lamborghini-Pilot Albert Costa Balboa (30/E) und Tabellenführer Kelvin van der Linde (24/ZA, Rutronik Racing) drei weitere Fahrer aus den Top 5 der Gesamtwertung. Die beiden Rennen des vorletzten Rennwochenendes der "Liga der Supersportwagen" werden am Samstag und am Sonntag ab 15.00 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Das Training wurde von Anfang an von Porsche-Piloten beherrscht. Lange Zeit lag Engelharts SSR-Partner Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster) an der Spitze des Feldes, doch in den Schlussminuten setzte sich der Tabellenvierte Renauer mit seiner letzten schnellen Runde an die Spitze des Feldes. Mit 2.05,532 Minuten war der Meister von 2018 am Ende 0,330 Sekunden schneller als Engelhart. "Es war am Anfang sehr rutschig", so Renauer. "Es war sehr schwierig, die Regenreifen auf Temperatur zu bringen. Wir sind anfangs noch mit einem Trocken-Set-up gefahren, haben das aber dann mehr und mehr auf die nassen Bedingungen umgestellt. Das hat gut funktioniert. Wir haben jetzt eine gute Basis. Die längere Streckenvariante gefällt mir gut. Sie bietet Abwechslung und hat zwei gute Überholmöglichkeiten."

Albert Costa Balboa und Franck Perera (36/F) kamen im besten Lamborghini Huracán GT3 Evo des GRT Grasser Racing Team) mit 2.06.018 Minuten auf Rang drei. Vierte wurden Patric Niederhauser (29/CH) und Kelvin van der Linde im schnellsten Audi R8 LMS. Die Top fünf komplettierten die BMW-Fahrer Aidan Read (21/AUS) und Joel Eriksson (22/S, beide Schubert Motorsport).

Bachler vertritt Müller

Klaus Bachler (29/A) startet an diesem Wochenende für Precote Herberth Motorsport. Der Österreicher ersetzt den erkrankten Porsche-Werksfahrer Sven Müller (28/Bingen am Rhein) und ist damit Teamkollege von Titelkandidat Robert Renauer. Bachler startet eigentlich für das Küs Team75 Bernhard, doch da sein Einsatzfahrzeug bei Testfahrten in Oschersleben stark beschädigt wurde, tritt der Rennstall nur mit dem Schwesterfahrzeug von David Jahn (29/Leipzig ) und Jannes Fittje (21/Langenhain) an.

Augusto Farfus gibt ADAC GT Masters-Debüt

Der ehemalige FIA-GT-World-Cup-Gewinner und BMW-Werksfahrer Augusto Farfus (37/BR) startet am Wochenende erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Der Brasilianer springt bei MRS GT-Racing kurzfristig für Jens Klingmann (30/Tägerwilen) ein und teilt sich das Fahrzeug mit Erik Johansson (24/S).

Winkelhock wieder bei Aust

Wie schon in Hockenheim startet Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (40/Berglen-Steinach) für Aust Motorsport. Der Schwabe vertritt erneut Rahel Frey (34/CH), die verhindert ist. Winkelhock teilt sich das Auto abermals mit Hendrik von Danwitz (21/Tönisvorst).

Team WRT mit neuer Besatzung

Das Team WRT startet im Audi mit der Startnummer 32 mit einer neuen Fahrerpaarung: Benjamin Goethe (17/Monte Carlo) und Frédéric Vervisch (34/B) übernehmen beim vorletzten Saisonwochenende das Fahrzeug. "Ich finde es toll, auf dem Lausitzring fahren zu können", so Goethe, der mit 17 Jahren der jüngste Fahrer im Feld ist. "Es war sehr kurzfristig, aber ich bin startklar. Ich freue mich, einen neue Strecke kennenzulernen und einen neuen Teamkollegen zu haben. Daher wird es ein sehr nützliches Wochenende werden." Goethe startete in dieser Saison bereits auf dem Nürburgring für das Team WRT, Vervisch auf dem Sachsenring.

Zakspeed mit Hendrik Still

Auch im Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing gibt es einen Fahrerwechsel: Hendrik Still (33/Kempenich), bereits in der ADAC GT4 Germany für den Traditionsrennstall unterwegs, startet in der Lausitz und beim Saisonfinale in Oschersleben zusätzlich auch im ADAC GT Masters. Still ersetzt Daniel Keilwitz (31/Villingen-Schwenningen). Still ist damit neben Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Team Schütz Motorsport) der zweite Pilot, der am Wochenende sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany startet. "Bei den nassen Bedingungen war der Einstand nicht einfach. Es ging im ersten Training vor allem darum, das Auto kennenzulernen. Ich freue mich, dass ich erstmals im ADAC GT Masters starten kann", so Still.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Hochspannung vor der vorletzten Runde der ADAC TCR Germany

  •  Die Tourenwagenserie des ADAC kehrt auf den DEKRA Lausitzring zurück
  •  Dreikampf um die Meisterschaft spitzt sich zu: Proczyk vor Fugel und Buri
  •  Marcel Fugel führt die Honda Junior Challenge weiter an

Foto: Jens Hawrda


Die fünfte Saison der ADAC TCR Germany biegt auf die Zielgerade ein, bei der Rückkehr in die Lausitz ist Hochspannung garantiert: Das vorletzte Rennwochenende (30. Oktober bis 1. November) steht auf dem Programm, das erneut packenden Tourenwagensport und Nervenkitzel bieten wird. Im Mittelpunkt steht das umkämpfte Duell um die Meisterschaft mit den beiden Hyundai i 30 N TCR-Fahrern Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) und Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) sowie Honda Civic TCR-Pilot Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in den Hauptrollen.
 
Zudem geht Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) als Führender der Honda Junior Challenge ins Rennwochenende, das entgegen der ursprünglichen Planung auf dem DEKRA Lausitzring und nicht im niederländischen Zandvoort stattfindet. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de, YouTube.com/ADAC, der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany und auf adac.de/motorsport zu sehen.
 
Tabellenführer Harald Proczyk geht mit frischem Selbstvertrauen und einem Vorsprung von zwölf Punkten in das Rennwochenende. Bei seinem Heimspiel auf dem Red Bull Ring hatte der Österreicher mit einem Sieg und einem zweiten Rang aufgetrumpft und Dominik Fugel an der Spitze der Gesamtwertung abgelöst. "Vielleicht hat man zu Hause etwas mehr Glück, jedenfalls hat es in den vergangenen Jahren immer mit einem Heimsieg geklappt. Jetzt wollen wir natürlich nachlegen und wieder gute Rennen bieten", sagte Proczyk, der nun 175 Zähler auf dem Konto hat und seinen zweiten Titel nach 2018 anpeilt.
 
Dahinter folgt Dominik Fugel mit 163 Punkten. Der 23-Jährige, für den es auf dem Red Bull Ring nicht nach Plan lief, ist nun auf Wiedergutmachung aus. In Österreich musste er nach dem Training den Motor an seinem Honda wechseln und von hinten in das erste Rennen starten, das er als 14. beendete. Für ein gutes Gefühl sorgte sein abschließender dritter Rang. Und Aufgeben ist für den Chemnitzer ohnehin keine Option: "Wir hoffen jetzt, dass wir in den letzten vier Rennen den Vorsprung wieder einholen können." Beim Saisonauftakt auf dem DEKRA Lausitzring hatte Fugel bereits bewiesen, dass er mit seinem Honda Civic TCR hier schnell unterwegs ist. Das Sonntagsrennen gewann der 23-Jährige, am Samstag landete er auf Platz sechs.
 
Antti Buri ist der Dritte im Bunde der Titelanwärter - er reist mit 158 Zählern an und kommt in seinem neuen Team und neuen Auto scheinbar immer besser zurecht. Der finnische Routinier, der seit der ersten Saison in der ADAC TCR Germany am Start ist, war am vergangenen Rennwochenende der schnellste Mann im Feld. Nur eine von der Rennleitung verhängte Strafe verhinderte, dass Buri in Spielberg einen Doppelsieg feiern konnte. "Das Auto lief sehr gut, wir waren das ganze Wochenende über sehr schnell in allen Sessions", lautete das gewohnt knappe Fazit des Finnen, der schon 2019 im Titelkampf bis zum Schluss mitmischte und sich letztlich mit Rang drei zufriedengeben musste.
 
In der Honda Junior Challenge geht es ähnlich spannend zu, ganz vorne liegt hier der 20-jährige Marcel Fugel, der bislang 79 Punkte gesammelt hat. René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR folgt mit 65 Zählern vor Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) und Albert Legutko (20, Polen, Albert Legutko Racing), der jüngst auf dem Red Bull Ring seinen ersten Sieg in der Honda Junior Challenge gefeiert hat. Läuft alles nach Plan, kann Fugel die Nachwuchswertung bereits an diesem Wochenende gewinnen - als Preis wartet auf den Champion der Honda Junior Challenge ein neuer Honda Civic.
 
Das VIP Auto wird diesmal von der KTM-Werksfahrerin Laura Kraihamer (29, Österreich, Hyundai Team Engstler) gesteuert. Die 29-Jährige war 2019 noch in der ADAC GT4 Germany aktiv und feierte dort an der Seite von Reinhard Kofler (35, Österreich) einen Sieg beim Saisonauftakt in Oschersleben. Zudem kehrt Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) mit seinem VW Golf GTI TCR zurück, nachdem er auf dem Red Bull Ring ausgesetzt hatte.
 
Anders als beim Saisonauftakt im August startet die ADAC TCR Germany an diesem Wochenende zum ersten Mal überhaupt auf der 4,570 Kilometer langen Streckenvariante des Lausitzrings. Diese ist rund einen Kilometer länger als die Sprintvariante, setzt sich aber ebenfalls aus Teilen des Ovalkurses und des Infields zusammen. Die Rennen am Wochenende finden ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Langstreckenatmosphäre bei der ADAC GT4 Germany auf dem Lausitzring

  • ADAC GT4 Germany-Rennen am Lausitzring in der Abenddämmerung
  • Titelkampf spitzt sich am vorletzten Rennwochenende weiter zu
  • Rennen werden von SPORT1 live im Fernsehen übertragen

Foto: ADAC-Motorsport


Die Premiere der ADAC GT4 Germany auf dem DEKRA Lausitzring vom 30. Oktober bis 1. November wird spektakulär: Beim vorletzten Rennwochenende der Saison werden die Rennen auf der langen Grand Prix-Streckenvariante des Lausitzring bei Sonnenuntergang gestartet, der Zieleinlauf findet jeweils in der Dunkelheit statt. Der Titelkampf in der ADAC GT4 Germany spitzt dabei weiter zu. Die Tabellenführung haben Julien Apothéloz (19/CHE) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Luca Trefz (18/Wüstenrot, beide Mann-Filter Team HTP-Winward) im Mercedes-AMG GT4 mit 128 Punkten inne. Das KTM X-Bow GT4 Evo-Duo Florian Janits (22/AUT) und Reinhard Kofler (35/AUT, beide True Racing) liegt 15 Punkte zurück. Einen weiteren Zähler Rückstand haben Michael Schrey (37/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4. Die Rennen werden am Samstag ab 16:45 Uhr und am Sonntag ab 16:55 Uhr live auf SPORT1 im Fernsehen übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
"Ich fuhr das letzte Mal vor über zehn Jahren auf dem Lausitzring. Das Layout ist eine Kombination aus Hochgeschwindigkeit, sehr technischen Passagen aber auch mittelschnellen Kurven. Als Vorbereitung werde ich mir die Rennen des ADAC GT Masters anschauen. Die Serie war ja bereits im Sommer auf dem Lausitzring unterwegs", erklärt Michael Schrey. "Wir wollen zwei gute Ergebnisse erzielen, mit denen wir weiterhin im Meisterschaftskampf bleiben. Mein persönlicher Wunsch wäre die Fahrt auf das Podium oder sogar das Einfahren unseres ersten Saisonsieges. Ich schätze die Fahrzeuge von Porsche, Mercedes-AMG und KTM auf dem Lausitzring als die größten Konkurrenten ein."
 
Ebenfalls im Titelkampf befindet sich Jan Marschalkowski (17/Inning, Team Zakspeed). Der Pilot eines Mercedes-AMG GT4 führt die Tabelle der Junior-Wertung mit 35,5 Punkten Vorsprung an. "Der Fokus liegt in diesem Jahr ganz klar auf der Junior-Meisterschaft, die ich unbedingt gewinnen möchte. Ich habe mir am Anfang der Saison aber auch zwei Laufsiege vorgenommen. Nach dem Triumph auf dem Sachsenring ist somit noch ein Erfolg offen", erläutert Marschalkowski, der sich das Fahrzeug mit Hendrik Still (33/Kempenich) teilt. "Ich war bislang noch nie auf dem Lausitzring unterwegs. Jedoch ist er im Simulator von RaceRoom vorhanden, sodass ich mich ganz gut vorbereiten kann."
 
Hoch motiviert reist auch Cedric Piro (22/Heusweiler, Team Piro Sports Caffè d´Italia) an. "Ich bin auf dem Lausitzring bereits in meinen drei Jahren in der ADAC Formel 4 gefahren, jedoch nur auf der kürzeren Variante. Es war seinerzeit sogar meine Lieblingsstrecke. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass der Lausitzring in den Kalender gekommen ist", meint Piro, der in einer Ginetta G55 GT4 gemeinsam mit Robin Falkenbach (18/Niederkassel) unterwegs ist. "Das nun zu befahrende etwas längere Streckenlayout gefällt mir jedoch nicht ganz so sehr, da zwei Geraden mehr unserem Auto nicht entgegenkommen. Grundsätzlich sollte der Lausitzring uns aber dennoch liegen. Wir wollen in den Rennen auf jeden Fall zweimal in die Top Acht fahren und uns in allen Meisterschaftswertungen noch weiter verbessern. Als Team fühlen wir uns in der ADAC GT4 Germany auf jeden Fall sehr wohl."
 
Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden am Samstag um 16:50 Uhr und am Sonntag um 16:40 Uhr gestartet und werden nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ausgetragen. Das Rennwochenende findet ohne die Beteiligung von Zuschauern statt.

DTM 2021: Die Zukunft der Rennserie nimmt weiter Form an

  • ABS und Traktionskontrolle sind zugelassen
  • Reduzierter technischer Aufwand senkt Einstiegshürde und Entwicklungskosten für Hersteller
  • Rollend statt stehend: spektakulärer „DTM Formation Start“ nach Indy-Vorbild
  • Weitere Bestandteile der DTM-DNA wie keine Fahrerwechsel und Boxenstopp auf Zeit bleiben erhalten

Foto: Jens Hawrda


Die DTM veröffentlicht weitere Details zum künftigen Reglement der Rennserie: Demnach sind Anti-Blockier-System (ABS) und Traktionskontrolle 2021 zugelassen. Mit dieser Entscheidung folgt die Dachorganisation ITR den Wünschen der Hersteller und Teams und senkt somit die Einstiegshürde in die Serie. Diese hatten auf Schwierigkeiten bei einer kurzfristigen Umsetzung der Deaktivierung der Fahrhilfen und die dadurch entstehenden Entwicklungskosten hingewiesen.

Eine weitere Neuerung ist die Ablösung des bisherigen Grand-Prix-Starts durch den DTM Formation Start. Statt stehend werden die Sportwagen künftig dichtgestaffelt in Zweier-Reihen auf die Startampel zurollen, mit der das Rennen schließlich freigegeben wird. Dieser DTM Formation Start nach Indy-Vorbild hat sich in der bisherigen DTM bereits beim Restart nach Safety-Car-Phasen bewährt und für spektakuläre Action gesorgt.

DNA der DTM bleibt erhalten

Zahlreiche wichtige Bestandteile des bisherigen DTM-Reglements bleiben erhalten. Dazu gehört der Ablauf in Form eines Sprintrennens über 55 Minuten plus eine Runde am Samstag und am Sonntag. Bei der DTM wird es – anders als bei den meisten GT-Rennserien – auch in Zukunft keine Fahrerwechsel geben, und der Boxenstopp auf Zeit wird ebenfalls beibehalten. TV-Partner für die Live-Übertragung bleibt SAT.1, die Rennen werden zudem live über die Plattform DTM Grid und auf YouTube gestreamt.

Reges Interesse von Herstellern und Teams

Erst am 19. September wurde am Nürburgring die technische Neuausrichtung der DTM mit leistungsstarken GT-Sportwagen verkündet. Bis dato bekundeten bereits zahlreiche Hersteller und Teams ihr Interesse an einer Einschreibung für die DTM 2021.