Sonntag, 2. Februar 2020

Halder-Geschwister Michelle und Mike starten erneut in der ADAC TCR Germany

  • Mike und Michelle Halder aus Meßkirch greifen im Honda Civic TCR an 

Mike und Michelle Halder
Foto: Jens Hawrda
Die Halder-Geschwister Michelle (20) und Mike (23, beide Meßkirch) greifen auch in der fünften Saison der ADAC TCR Germany an. Beide setzen erneut auf den Honda Civic TCR. Mike Halder kämpfte in den vergangenen drei Jahren um den Titel, seine Schwester Michelle fuhr 2019 den ersten Sieg einer Frau in der Serie ein. In der Teamwertung holt das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen 2019 den Vizetitel. 

Damit können bei den Halders schon zu diesem frühen Zeitpunkt die Vorbereitungen auf den Saisonstart vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die heiße Phase gehen. Mike Halder gehört zu den Urgesteinen der ADAC TCR Germany und ist von Beginn an dabei. In vier Jahren in der Tourenwagenserie des ADAC wurde er einmal Vizemeister, zwei Mal Vierter und belegte einmal Rang sechs. Nun nimmt er einen neuen Anlauf und will sich diesmal mit dem Titel belohnen. Dies sei zu "100 Prozent das Ziel", sagte der 23-Jährige, der im Vorjahr die Meisterschaft zunächst angeführt hatte, am Ende aber doch noch abgefangen wurde.

Insbesondere an den Auftakt in Oschersleben und die zweite Station im tschechischen Most (15. bis 17. Mai) hat Halder gute Erinnerungen. Hier holte er im Vorjahr im Honda Civic TCR jeweils einen Sieg - nun hofft er, in Sachen Konstanz und Punkteausbeute nochmal zuzulegen. Halder ist dabei nicht nur als Fahrer gefragt, als Chef des Profi-Car Team Halder ist er zudem auch organisatorisch in alle Abläufe eingebunden und hat an einem Rennwochenende immer alle Hände voll zu tun.

Als Mike Halder im Jahr 2016 bereits um Siege und Titel in der ADAC TCR Germany kämpfte, war seine Schwester Michelle noch in der ADAC Formel 4 am Start. Der Umstieg in den Tourenwagen gelang ihr aber mühelos. Schon in ihrer Premierensaison 2018 sorgte sie für Furore, im darauffolgenden Jahr gewann sie in Zandvoort zudem als erste Frau überhaupt ein Rennen in der ADAC TCR Germany. Auf diese ersten Erfolge will Michelle Halder aufbauen, im Jahr 2020 will sie den nächsten Schritt machen und sich in der Spitzengruppe etablieren. Zunächst aber steht nun hartes Training auf dem Programm. Nahezu täglich zieht es Michelle und Mike Halder ins Fitnessstudio, beide wollen nichts dem Zufall überlassen. Für das große Ziel: Beim Saisonauftakt in 85 Tagen bestmöglich in Form zu sein und direkt um Siege zu fahren.

Freitag, 31. Januar 2020

Sechs Richtige: Audi mit unverändertem Fahrerkader in der DTM 2020

  • Titelverteidiger René Rast Speerspitze des Audi-Aufgebots
  • DTM erneut wichtige Säule im Motorsport-Programm der AUDI AG
René Rast, Jamie Green, Nico Müller, Loïc Duval, Mike Rockenfeller, Robin Frijns
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem unveränderten Fahrerkader startet Audi in der Motorsportsaison 2020 das Projekt „Titelverteidigung“ in der DTM.

Nach der erfolgreichsten DTM-Saison in der Unternehmensgeschichte mit dem Gewinn aller drei Meistertitel, zwölf Siegen, zwölf Pole-Positions, zwölf schnellsten Runden und 40 von 54 möglichen Podiumsplatzierungen war die Aufgabe für Audi-Motorsportchef Dieter Gass ziemlich einfach. „Nach einer so grandiosen Saison kann nur das berühmte Motto gelten: Never change a winning team! Aus meiner Sicht hatten wir im vergangenen Jahr den mit Abstand stärksten Fahrerkader in der DTM. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir 2020 weiter auf dieselben sechs Piloten setzen können.“

Speerspitze des Aufgebots ist der amtierende DTM-Champion René Rast (33). Der Deutsche hat in seinen ersten drei DTM-Jahren mit Audi zwei Meistertitel, eine Vizemeisterschaft und 17 Siege geholt und ist aktuell der Fahrer, den es in der DTM zu schlagen gilt.

Ebenfalls 17 DTM-Siege hat Jamie Green (37) auf seinem Konto. Der Brite nimmt bereits seine 16. DTM-Saison in Angriff. Mit 193 Starts ist er der routinierteste Pilot im Kader.

Mit dem Deutschen Mike Rockenfeller (36) ist ein weiterer DTM-Champion an Bord. Der Le-Mans-Sieger des Jahres 2010 und DTM-Champion des Jahres 2013 gewann bisher sechs DTM-Rennen – alle mit Audi.

Auch Nico Müller (27) ist ein mehrmaliger DTM-Rennsieger. Der Schweizer war in der zurückliegenden Saison der härteste Rivale von René Rast im Titelkampf und sicherte sich am Ende die Vizemeisterschaft.

Der Niederländer Robin Frijns (28) stand in seinen ersten beiden DTM-Jahren mit Audi mehrmals auf dem Podium und verpasste 2019 auf dem Nürburgring nur knapp seinen ersten Sieg in der DTM.

Komplettiert wird das werkseitige Aufgebot der Vier Ringe in der DTM 2020 von Loïc Duval (37). Der Franzose blickt auf seine bisher stärkste DTM-Saison zurück, die er beim ersten gemeinsamen „Dream Race“ der DTM und der SUPER GT im japanischen Fuji mit einer Pole-Position und einem Podium krönte.

Unverändert bleibt die Aufteilung auf die drei Audi Sport Teams Abt Sportsline (Frijns/Müller), Phoenix (Duval/Rockenfeller) und Rosberg (Green/Rast).

Das belgische Team WRT Team Audi Sport wird auch in der Saison 2020 zwei Audi RS 5 DTM in Eigenregie an den Start bringen. Mit Ed Jones (24) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Schweizer Fabio Scherer (20) gibt WRT erneut zwei Nachwuchspiloten eine Chance in der DTM.

In der kommenden Woche bereiten sich die Audi-Piloten auf Lanzarote auf die neue DTM-Saison vor. Vom 16. bis 18. März stehen offizielle Testfahrten in Monza auf dem Programm. Die DTM 2020 beginnt am 25./26. April im belgischen Zolder. Insgesamt stehen zehn Events mit 20 Rennen auf dem Programm. Neu im Kalender sind Rennen in Anderstorp (Schweden), St. Petersburg (Russland) und Monza (Italien). Weitere Stationen sind Assen (Niederlande), Brands Hatch (Großbritannien) sowie vier Veranstaltungen in Deutschland (Lausitzring, Norisring, Nürburgring und Hockenheim).

Das Motorsportprogramm der AUDI AG stützt sich auch weiterhin auf drei Säulen: DTM, Formel E und Kundensport. In der DTM kommen hocheffiziente Vierzylinder-Turbomotoren mit zwei Liter Hubraum zum Einsatz. Bei Audi sind diese Motoren weltweit wichtige Verbrennungsaggregate. Ab 2022 plant die DTM den Einsatz von Plug-in-Hybrid-Systemen. In Kombination mit innovativen Kraftstoffen, wie sie von Audi bereits beim DTM-Finale 2019 erfolgreich erprobt wurden, zeigt die DTM Wege auf, wie der CO2-Ausstoß auch bei Verbrennungsmotoren weiter reduziert werden kann.

Dienstag, 28. Januar 2020

Statement von Audi-Motorsportchef Dieter Gass zum Rückzug von R-Motorsport aus der DTM

Dieter Gass
Copyright: Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH - Photo: Communications Audi Sport customer racing
 Bildagentur Kräling
Wir bedauern die Entscheidung von R-Motorsport und wünschen der Mannschaft von Dr. Florian Kamelger viel Glück bei ihren zukünftigen Engagements. Die ITR und hier besonders Gerhard Berger sind momentan in intensiven Gesprächen mit möglichen Teams und Herstellern. Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe ist, dies in den verbleibenden drei Monaten bis zum Saisonstart zu schaffen, aber wir sind sicher, dass wir auch in der Saison 2020 den DTM-Fans ein attraktives Starterfeld präsentieren können.

Freitag, 24. Januar 2020

Hiobsbotschaft für die DTM: Aston-Martin steigt aus

Aston Martin zieht nach nur einem Jahr die Reisleine
Foto: Jens Hawrda
Nach nur einem Jahr steigt Aston Martin wieder aus der DTM aus. Durch die Trennung von Motorenparter HWA, standen die Italiener von R-Motorsport ohne Antriebseinheit da. Zwar hatte BMW eine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert Motoren zu liefern, aber das Problem ist das für die Motoren das Kühlsystem angepasst werden muss, welches vorher auf die HWA-Motoren ausgelegt war. Die Zeit bis zum Test in Monza ist nun wohl einfach zu knapp. Zusätzlich berichten einige Quellen, das es zwischen HWA und R-Motorsport hinter den Kulissen wohl auch handfeste finanzielle Auseinandersetzungen gab und gibt. So wird z.B. berichtet, das R-Motorsport gar keinen Zugriff auf die vier Einsatzfahrzeuge hat, da diese im Besitz von HWA seien.

Jedenfalls hat am heutigen Freitag Dr. Florian Kamelger bekannt gegeben, dass das Unternehmen sein DTM-Engagement beendet. Dies hat eine Neubewertung des Motorsport-Engagements ergeben.

Das für 2020 beschlossene Motorsport-Programm wird R-Motorsport zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Das mit dem Einsatz von vier Aston Martin Vantage DTM-Fahrzeugen vielbeachtete Debütjahr von R-Motorsport hat in der Saison 2019 erheblich zum Erfolg der DTM beigetragen. Dies sehen die Verantwortlichen des Schweizer Teams wie auch Beobachter der Szene als Erfolg des kurzfristig in nur 90 Tagen auf die Beine gestellten Projekts.

Dr. Florian Kamelger, Team Principal R-Motorsport: „Unsere Neubeurteilung unseres Motorsport-Programms kam zu dem Ergebnis, dass wir neue Prioritäten für die Zukunft setzen wollen und dass das DTM-Engagement dafür nicht zielführend sein würde. Was wir hinsichtlich unseres Motorsport-Programms für 2020 entschieden haben, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Ich möchte mich auf diesem Weg sehr herzlich im Speziellen bei Gerhard Berger und der ITR, bei Dieter Gass und bei Jens Marquardt für das gemeinsame Engagement bedanken. Insbesondere BMW war ein außerordentlich hilfreicher Partner für uns.“

Für die DTM ist das der Super-Gau, steht die Serie damit nun für 2020 wieder mit nur zwei Herstellern da. Dabei dachte man 2019 das Schlimmste wäre überstanden, nachdem mit Aston Martin der gewünschte dritte Hersteller gefunden war. Zwar gibt es einen Notfallplan nachdem BMW und Audi in so einem Fall zusätzlich Ihre Testträger als Einsatzfahrzeuge aktivieren, trotzdem stehen dann immer noch zwei Fahrzeige weniger in der Startaufstellung als 2019. Auch ist diese Notlösung längstens für ein Jahr vorgesehen, dann muss ein weiterer Hersteller das Feld füllen. Passiert das nicht ist zu befürchten das 2020 das letzte Jahr der DTM ist.

Montag, 20. Januar 2020

Formel-E: Doppelte Punkte für Mercedes in Santiago

Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne in den Top-6

Nyck de Vries,  Mercedes-Benz EQ
Foto: Mercedes-Motorsport
Drei Rennen, drei Mal in den Punkterängen: Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team punktet auch im dritten Lauf seiner Debütsaison

  • Nyck de Vries verbesserte sich im Rennverlauf um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie im Endspurt auf Platz drei – durch eine nachträgliche Zeitstrafe belegte er schlussendlich Rang fünf
  • Stoffel Vandoorne kam hinter seinem Teamkollegen auf dem sechsten Platz ins Ziel
  • Ian James: „Ich freue mich über die Plätze fünf und sechs, die genau innerhalb unserer Zielsetzung liegen. Wir befinden uns als Team weiter auf dem richtigen Weg.“
  • Nyck de Vries: „Meine Pace war gut und ich konnte mich durch das Feld nach vorne kämpfen. Leider habe ich dann noch eine Strafe erhalten, aber insgesamt war es ein gutes Rennen.“
  • Stoffel Vandoorne: „Das war ein hartes, sehr ereignisreiches Rennen für mich. Es ist wichtig für uns, erneut eine gute Punkteausbeute mitzunehmen. Darauf kommt es in dieser Meisterschaft an.“


Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzte an diesem Wochenende den erfolgreichen Start in seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft in Chile fort. Nach zwei Podestplätzen am Auftaktwochenende in Saudi-Arabien fuhren die beiden Fahrer Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne beim Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 beide in die Top-6.

Nyck ging vom achten Startplatz in eines der heißesten Rennen der Saison. Der Niederländer verbesserte sich im Laufe der 40 Rennrunden um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie nach einem spannenden Finish auf Platz drei. In Folge einer nachträglichen Zeitstrafe fiel er auf den fünften Rang zurück. Die Ursache hierfür war ein Verstoß bei der Batterietemperatur. Trotzdem erzielte der Rookie damit das bislang beste Ergebnis in seiner noch jungen Formel-E-Karriere.

Direkt hinter Nyck belegte sein Teamkollege Stoffel Vandoorne den sechsten Platz. Für Stoffel war es nach zwei dritten Plätzen in Diriyah die dritte Punkteankunft im dritten Saisonrennen.

Nyck und Stoffel qualifizierten sich für die vierte respektive fünfte Startreihe. Nach dem unerwartet erfolgreichen Debüt des Teams in Saudi-Arabien mussten sie in Qualifying-Gruppe eins respektive zwei antreten, in denen die Streckenbedingungen herausfordernd waren. Mit den Plätzen eins und zwei in ihrer jeweiligen Gruppe verpassten Stoffel und Nyck den Einzug in die Super-Pole der besten sechs Fahrer nur knapp.

Im Rennen gab es zum dritten Mal in Folge für beide Fahrer zusätzliche Leistung über den Fanboost (VAN: 18,6% / DEV: 7,7%). Stoffel gelang sogar ein Hattrick im Fan-Voting: der Belgier lag nach den ersten beiden Saisonläufen in Diriyah auch in Santiago in der Gunst der Fans ganz vorne.

Nach drei von 14 Saisonrennen führt Stoffel (38 Punkte) die Fahrerwertung mit drei Zählern Vorsprung vor Alexander Sims (35 Punkte) an. Nyck liegt mit 18 Punkten auf dem elften Gesamtrang. In der Teamwertung belegt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team (56 Punkte) mit vier Zählern Rückstand auf BMW i Andretti Motorsport (60 Punkte) den zweiten Platz.

Aus Chile geht es weiter nach Mexiko-Stadt. Dort bestreitet das Team am 15. Februar auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez den vierten E-Prix in seiner Debütsaison in der Formel E.