Dienstag, 3. September 2019

IDM Superbike in Assen am kommenden Wochenende

Foto: Jens Hawrda

Die Niederländer wollen ihren Heimvorteil nutzen


Am kommenden Wochenende biegt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) 2019 auf die Zielgerade ein. Auf dem TT Circuit im niederländischen Assen könnte in einigen Klassen bereits vorzeitig die Titelfrage geklärt werden - soweit die Theorie. Wie die Praxis aussieht, wird sich vom 6. bis 8. September 2019 vor Ort entscheiden.

Auf dem 4,555 Kilometer langen TT Circuit mit seinen leicht überhöhten Kurven wird seit genau 70 Jahren jährlich ein Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft ausgetragen. Auch im IDM-Kalender ist die traditionsreiche Rennstrecke im Norden Hollands inzwischen zum festen Bestandteil geworden. Hier werden die Weichen für das Finale drei Wochen später in Hockenheim gestellt. Dort werden die Meister der von der MOTOR PRESSE STUTTGART veranstalteten Meisterschaft gekrönt.

Der Titelkampf in der IDM Superbike 1000 hat sich zugespitzt. Titelverteidiger Ilya Mikhalchik hat die Führung in der Königsklasse zurückerobert und im Duell an der Spitze seinen alpha Racing-Van Zon-BMW-Teamkollegen Julian Puffe auf den zweiten Platz verwiesen.  Der Ukrainer verwandelte beim vorangegangenen IDM-Lauf in Most seinen Rückstand von neun Punkten während eines Wochenendes in einen Vorsprung von 41 Punkten. Gelingt es Puffe, den Spieß noch einmal umzudrehen? Der 23-jährige Schleizer hat aber noch ein weiteres Problem. Hinter ihm lauert der Niederländer Pepijn Bijsterbosch, der ebenfalls eine BMW fährt. Zwar startet der Lokalmatador mit 40 Punkten Rückstand auf den Deutschen. Doch die spannenden Rennen in Most haben gezeigt, was alles passieren kann. Puffe muss also höllisch aufpassen, dass er den Markenkollegen hinter sich lässt.

Spannung verspricht zudem der erste IDM-Auftritt von Bastien Mackels aus Belgien in dieser Saison. Der IDM Superbike 1000-Vizemeister von 2018 gibt mit der neuen BMW S1000 RR sein Debüt in der Königsklasse. Die Wilbers-BMW-Crew hat drei Monate an dem Motorrad gearbeitet. „Mittlerweile verfügen wir auch über die Software, mit der sich Motorbremse und Traktionskontrolle abstimmen lassen“, sagt Teamchef Benny Wilbers. Mackels hat mit der neuen S 1000 RR das 6-Stunden-Rennen in Spa damit gewonnen, „und bei der IDM in Assen ist das genauso möglich“, denkt  er laut.

In der IDM Superbike 1000 geht es um das Prestige der Marken. Die hochgezüchteten Motorräder von BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha haben reichlich 200 PS und sind über 300 km/h schnell. Jede Marke hat mindestens einen Fahrer in der Top Ten der Gesamtwertung platziert. Alessandro Polita (Honda) ist Gesamt-Vierter, Erwan Nigon (Kawasaki) Fünfter, Marc Moser (Yamaha) Sechster und Toni Finsterbusch (Suzuki) Achter im Championat. Auch bei den Kämpfen um diese Positionen bleibt es spannend bis zum Saisonfinale.

In der IDM Supersport 600, der bewährten Aufsteigerklasse, könnte sich Yamaha-Aushängeschild Max Enderlein vorzeitig zum Meister küren lassen.  Er reist mit satten 71 Meisterschaftspunkten Vorsprung auf den Gesamt-Zweiten Martin Vugrinec nach Assen. Doch Enderlein will von einer gelungenen Titelverteidigung noch nichts hören. Warum? Vor einem Jahr brach er sich in Assen bei den gleichen Aussichten im freien Training das Schlüsselbein und konnte erst auf der letzten Rille in einem dramatischen Finale in Hockenheim den Titel klarmachen.

Nichts anbrennen lassen will Stefan Ströhlein, der ebenfalls eine Yamaha fährt. Er führt den DMSB Superstock 600 Cup mit 60 Punkten Vorsprung an. In diesem darf nicht so viel an den Motorrädern verändert werden wie in der IDM Supersport 600, beide fahren aber bei getrennter Wertung im gleichen Feld. Die Zuschauer erwarten in Assen packende Entscheidungen auf höchstem sportlichen Level.

Der Kampf in der IDM Supersport 300, der Nachwuchsklasse in Deutschlands höchster Serie im Motorradstraßenrennsport, ist mittlerweile zu einem engen Schlagabtausch der europäischen Rennfahrertalente avanciert. Mit Angelo Licciardi (Kawasaki) führt ein Belgier die Gesamtwertung an. Er wird von drei Niederländern gejagt, die sich beim Heimrennen in Assen besonders große Hoffnungen machen: Rick Dunnik (Yamaha), Colin Velthuizen (Yamaha) und Ruben Bijman (Kawasaki). Alle können noch Meister werden. Die IDM Supersport 300 ist geprägt von engen Windschattenkämpfen. Zu Beginn eines Rennens lassen sich kaum Voraussagen über den Ausgang treffen. Die Entscheidung über Sieg und Niederlage fällt meistens erst in der letzten Kurve. Immer zu rechnen ist auch mit David Kuban (KTM) aus Tschechien und dem Deutschen Toni Erhard (KTM), auch wenn deren eigenen Titelchancen nur noch gering sind. Für den Titelverteidiger Erhard geht es nur noch um Einzelerfolge. Doch so könnte der 18-Jährige aus Schwarzenberg im Erzgebirge den Meisterschaftsfavoriten wertvolle Punkte stehlen.

Fester Bestandteil der IDM ist auch die IDM Sidecar, in der Tim Reeves es als siebenfacher Weltmeister das Maß der Dinge ist. Der Brite ist in seinem 600 ccm-Gespann bisher ungeschlagen. Mit 99 Punkten Vorsprung bei noch 100 zu vergebenen Zählern ist ihm der Titel im Normalfall nicht mehr zu nehmen.

Ganz anders sieht es in der IDM Sidecar-Wertung für die 1000 ccm-Gespanne aus. Hier haben Mike Roscher/Anna Burkard (LCR BMW) seit Most die Gesamtführung inne. Die deutsch-schweizerische Kombination versucht nun, die entthronten Spitzenreiter Andres Nussbaum/Manuel Hirschi (LCR Yamaha) hinter sich zu halten.

Umrahmt werden die IDM-Klassen durch die Rennen des BMW Motorrad BoxerCups, des Twin-Cups sowie der Suzuki GSX-R 1000 Cups. Öffentliche Pressekonferenzen, der Zugang zum Fahrerlager und der Pitwalk machen die IDM auch beim vorletzten Saisonauftritt in Assen zu einer Serie zum Anfassen.


Montag, 2. September 2019

DTM-Fan-Talk: Fans treffen Gerhard Berger

  • Novum am Nürburgring: ITR-Vorsitzender sucht direkten Austausch mit Fans
  • Fan-Talk im ring°kino am Nürburgring am Samstag, 14. September, um 16:00 Uhr
  • Alle Inhaber eines DTM-Tickets können teilnehmen – Anmeldung per E-Mail

Gerhard Berger sucht den direkten Austausch mit den Fans
Foto: dtm.com
Die DTM lädt ihre Fans zu einem Treffen mit dem ITR-Vorsitzenden Gerhard Berger ein. Beim DTM-Fan-Talk 2019 am Rande des achten Rennwochenendes der Saison am Nürburgring (13.–15. September 2019) können alle Interessierten mit dem DTM-Boss in lockerer Atmosphäre sowohl über aktuelle Themen als auch über die Zukunft der Rennserie diskutieren.

Der Austausch mit eingefleischten Motorsport-Fans soll nicht nur die Möglichkeit geben, den ehemaligen Formel-1-Fahrer aus der Nähe zu erleben. Berger ist gleichermaßen am Meinungsbild der Fans interessiert. Wie kommen die Eventangebote bei ihnen an? Wie spektakulär finden sie die Rennen? Wie beliebt sind die Fahrer?

Am Samstag, 14. September, sind alle Inhaber eines DTM-Tickets für das Rennwochenende in der Eifel ab 16:00 Uhr in das ring°kino am Nürburgring eingeladen. Aus Kapazitätsgründen ist eine kostenfreie Anmeldung via E-Mail über den folgenden Link erforderlich: https://dtm4.me/fantalk Einlass ist ab 15:00 Uhr. Für das leibliche Wohl ist mit Softdrinks und Snacks gesorgt.

Tickets für das Rennwochenende am Nürburgring sind über die offizielle Website DTM.com/tickets und bei der DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) erhältlich. Die Hotline ist montags bis freitags sowie am Rennwochenende auch samstags und sonntags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet. SAT.1 berichtet am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr live vom Nürburgring. SPORT1 zeigt am Sonntagabend ab 22:30 Uhr die Höhepunkte des DTM-Wochenendes.

Freitag, 30. August 2019

Weiterer Feinschliff für den neuen Elektro-Silberpfeil bei Tests auf Mallorca

Test Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01
Foto: Mercedes-Motorsport
Positiver Test auf Mallorca: Das Debüt des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams rückt immer näher. In der vergangenen Woche absolvierte die Mannschaft auf Mallorca den nächsten Test in Vorbereitung auf den Einstieg in die ABB FIA Formel E Meisterschaft im kommenden Winter. Neben Stoffel Vandoorne trieben dabei Edoardo Mortara und Esteban Gutiérrez die Entwicklung des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 voran.

„Es war ein positiver Test, in dessen Rahmen ich viele Kilometer zurücklegen konnte. Das war sehr gut“, bilanzierte Stoffel Vandoorne. Der Belgier kennt das Auto schon von Testfahrten in Varano. „Wir haben gute Fortschritte erzielt und alles ist rund gelaufen. Es ist spannend, nach den ersten Funktionstests langsam die Arbeit an unterschiedlichen Bereichen aufzunehmen. Aber die Zeit vergeht wie im Flug und es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Edoardo Mortara saß bereits zum zweiten Mal am Steuer des neuen Elektro-Silberpfeils, den er schon bei Testfahrten in Varano pilotieren durfte. „Wir haben gute Fortschritte erzielt“, sagte Edoardo am Ende des Tests auf Mallorca. „Es war schön, die Weiterentwicklung des Autos und der Systeme zu verfolgen. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Hoffentlich geht es so weiter.“

Für Esteban Gutiérrez war es hingegen der erste Test mit dem Team und dem neuen Auto. „Es war fantastisch, zum ersten Mal damit zu fahren“, verriet Esteban. „Vielen Dank an das gesamte Team, dass sie mir diese Chance ermöglicht haben. Es hat richtig viel Spaß gemacht und erfordert eine ganz andere Herangehensweise als jedes andere Formelauto. So gesehen ist es wirklich einzigartig. Mein Fokus lag zunächst darauf, mich einzugewöhnen. Danach haben wir einige wichtige mechanische Tests unternommen und an den Systemen gearbeitet. Zudem bin ich eine komplette Rennsimulation gefahren. Das war eine klasse Gelegenheit, um das Energiemanagement auf eine volle Renndistanz zu testen.“

Bis zum Renndebüt des Teams beim Auftakt in die Saison sechs Ende November in Saudi-Arabien hat die Mannschaft noch alle Hände voll zu tun. „Die Zeit bis zum Saisonstart wird immer knapper“, sagte Ian James, Managing Director von Mercedes-Benz Formula E Ltd. „Aber ich bin mit den bisherigen Fortschritten bei den zurückliegenden Testfahrten sehr zufrieden. Die Mannschaft findet immer besser zusammen, die Abläufe spielen sich ein und die Fahrer geben gutes Feedback, das für uns eine sehr große Hilfe bei der Weiterentwicklung des Autos darstellt. Bis unser neuer Silberpfeil in Ad Diriyah endlich zum ersten Mal an einem Rennwochenende auf die Rennstrecke fährt, erwarten uns noch jede Menge Herausforderungen, aber genau darauf freuen wir uns.“

Donnerstag, 29. August 2019

Stimmen der Aston Martin Piloten zum Rennen am Sonntag

Foto: Jens Hawrda
Daniel Juncadella
„Das war heute ein sehr hartes Rennen und ich hatte viel mit dem Auto zu kämpfen. Auf dem zweiten Stint habe ich 110% gegeben. Das war sehr anstrengend, aber ich freue mich über meine Performance. Gegen Rennende konnte ich auf die Gruppe vor mir aufholen, es war jedoch nicht genug, um noch in die Punkte zu fahren. Ich habe absolut alles gegeben, aber es war leider nicht unser Wochenende. Jetzt müssen wir analysieren, was wir verbessern können.“

Paul Di Resta
Wir sind einen langen ersten Stint gefahren und es hat für uns wieder gut ausgesehen. Das hätte heute ein schönes Punkteresultat werden können. Aber wenn man bei der Technik bis ans Limit geht, gibt es eben manchmal Probleme. Ob mein Problem durch das Abdrängen ins Kiesbett durch einen Konkurrenten verursacht wurde, müssen wir noch herausfinden. Immerhin haben wir um Punkte gekämpft, das ist ein gutes Zeichen.“

Ferdinand von Habsburg
„Das Rennen war sehr kurz. Ich vermute, dass ich möglicherweise ein ähnliches Problem wie im ersten Qualifying hatte. Das müssen wir uns jetzt genau ansehen und analysieren. Es ist schade, dass ich das Rennen deshalb nicht beenden konnte.“

Jake Dennis
„Schade, das Rennen war für mich schon früh zu Ende. Wir wissen noch nicht, woran es genau gelegen hat. Ich hatte einfach keine Leistung mehr. Bis dahin hatte ich einen guten Start und konnte auch auf Anhieb einige Autos überholen. Dadurch lag ich auf der ersten Runde direkt in den Punkterängen, bis ich dann auf der zweiten Runde aufgeben musste. Das war leider ein enttäuschender Tag für mich.“

Die Reaktionen der BMW-Piloten auf das 14.DTM - Rennen der Saison 2019 auf dem Lausitzring

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann:
„Das war das Beste, was wir heute tun konnten. Es ist frustrierend, das vom sechsten Platz sagen zu müssen, aber so ist es. Die Meisterschaftssituation ist klar, da unsere Konkurrenten weiterhin Punkte sammeln. Ich war heute ein bisschen zu aggressiv am Start und dieses Durchdrehen hat mich ein paar Plätze gekostet. Wir haben es jedoch geschafft, bis zum Ende auf den sechsten Platz zurückzukehren. “

Bruno Spengler:
„Wir hatten heute Morgen im Qualifying ein Problem mit der Balance des Autos. Wir hofften, dass sich dies während des Rennens verbessern würde. Aber das Auto fuhr immer ein Stück nach rechts. Wir wissen noch nicht, was das verursacht hat. Dies erhöhte jedoch den Reifenverschleiß und verringerte unsere Geschwindigkeit. Wir haben dann versucht, einen zweiten Boxenstopp einzulegen, um zu sehen, ob wir etwas reparieren können. Das war leider nicht der Fall. “

Timo Glock:
„Ich weiß nicht, was ich gerade am Start falsch mache, aber ich hatte einige ernsthafte Raddrehungen. Nach dem Boxenstopp fuhr das Auto beim Bremsen nach rechts und es verhielt sich merkwürdig. Wir sind wieder reingekommen, aber der zweite Reifensatz machte keinen Unterschied, also mussten wir aufgeben. “

Philipp Eng:
„Ganz hinten anzufangen hat es ein bisschen knifflig gemacht. Aber ich hatte eine großartige erste Runde, in der ich vom letzten auf den zehnten Platz vorgerückt bin. Das hat großen Spaß gemacht und ist etwas Positives für mich, das ich vom heutigen Rennen mitnehmen kann. Aber in diesem Fall hätte ich es natürlich vorgezogen, mehr Spaß zu haben und auf dem Podium zu stehen. Grundsätzlich waren wir heute im Qualifying und im Rennen aus dem Tempo. Daran müssen wir arbeiten. “
Joel Erikson
Foto: Jens Hawrda
Joel Eriksson:
„Das war nicht mein bestes Rennen. Ich habe sehr gut angefangen und die Dinge liefen früh gut, aber dann gab es in der zweiten Runde Kontakt mit Nico Müller auf der Innenseite. Danach hatte ich einige Probleme mit der Balance des Autos. Wir sind eine Zwei-Stopp-Strategie gefahren, aber am Ende hat es nicht geklappt. “

Sheldon van der Linde:
„Ich habe einen guten Start hingelegt, habe dann aber im ersten Sektor nach meinem Ausscheiden ein paar Plätze verloren. Das Tempo war danach sehr gut und ich war sehr zufrieden mit dem Auto. Aber offensichtlich hat es nicht gereicht, Punkte zu sammeln. “