Donnerstag, 8. August 2019

Stimmen der BMW-Piloten vor dem Rennwochenende von Brands Hatch

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler (# 7, BMW Team RMG, Fahrerwertung: 6 th , 77 Punkte):

„Das Tolle an Brands Hatch ist, dass es immer eine wirklich große Menge anzieht. Sie spüren dort auch die schiere Motorsport-Geschichte. Die Fans können viel von der Rennaktivität im Infield sehen. In Brands Hatch ist es wirklich schwierig zu überholen, aber die Strecke als solche ist eine echte Herausforderung, und wenn man das richtige Setup hat, macht es viel Spaß, weshalb ich mich auf Brands Hatch freue. “

Marco Wittmann (# 11, BMW Team RMG, Fahrerwertung: 3 rd , 118 Punkte):

„Nach dem Assen-Wochenende ist die Dynamik auf unserer Seite. Ich war der Fahrer, der dort die meisten Punkte gesammelt hat. Ich freue mich darauf, nach England zu kommen. Das Layout von Brands Hatch hat Ähnlichkeiten mit Assen, insbesondere die schnellen Kurven, die in den Wald führen. Aber die Strecke ist viel schmaler und dort ist es wahrscheinlich noch schwieriger zu überholen. Ich freue mich auf das Wochenende und die längere Grand-Prix-Strecke, die wir seit letztem Jahr nutzen. Wir hoffen, den Schwung von Assen nach Brands Hatch mitnehmen zu können, um dort an der Spitze weiter aufzusteigen. “
Timo Glock
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Timo Glock (# 16, BMW Team RMR, Fahrerwertung: 12 th , 33 Punkte):

„Letztes Jahr haben wir in Brands Hatch zum ersten Mal die längere Streckenversion verwendet, und wir sind gespannt, wie sich unser neuer BMW M4 DTM in diesem Jahr dort schlägt. Die Strecke hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen; es war viel Spaß. Wir müssen nur versuchen, zwei konstant gute Rennen zu fahren, und ich hoffe, dass wir dort wieder ein paar Punkte holen können. “

Philipp Eng (# 25, BMW Team RMR, Fahrerwertung: 4 th , 111 Punkte):

„Ich freue mich sehr auf das Wochenende. Brands Hatch ist einer der coolsten Tracks im Kalender. Es ist auch toll, dass wir dort wie im letzten Jahr die Grand-Prix-Strecke nutzen werden. Die Strecke ist eine Herausforderung und man muss im Qualifying alles geben, um eine gute Runde zu fahren. Im Rennen werden wir abwarten müssen, wie es mit dem Überholen ist, aber ich denke, dass das Qualifying der Schlüssel zum Erfolg sein wird. “
Sheldon van der Linde
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Sheldon van der Linde (# 31, BMW Team RBM, Fahrerwertung: 13 th , 26 Punkte):

„Ich war noch nie in Brands Hatch, also ist es ein weiterer neuer Track für mich, aber ich denke, ich habe mich in diesem Jahr recht gut mit neuen Tracks befasst. Unter diesem Gesichtspunkt denke ich, dass wir mehr als bereit sind. Wir bereiten uns auch im Simulator mit dem Team vor, also lasst uns sehen, wie es gehen wird. Generell freue ich mich auf das Wochenende. “

Joel Eriksson (# 47, BMW Team RBM, Fahrerwertung: 10 th , 43 Punkte):

„Brands Hatch ist eine unterhaltsame Strecke. Letztes Jahr bin ich dort zum ersten Mal gefahren und musste noch die Strecke lernen. Meine Erwartungen sind also sicher, dass ich besser abschneiden werde als letztes Jahr. Ich freue mich schon sehr darauf. Es ist eine coole Strecke und es wird schön sein, dort im neuen BMW M4 DTM zu fahren. “

Heim-Premiere für das DTM-Team von Aston Martin in Brands Hatch

  • Beim Heimrennen von Aston Martin erhalten die britischen Fans zum ersten Mal die Gelegenheit, den Aston Martin Vantage DTM live auf der Rennstrecke zu erleben
  • Zudem begrüßt R-Motorsport viele Teammitglieder aus seinem GT3-Programm sowie Mitarbeiter von Aston Martin Lagonda als Gäste in Brands Hatch
  • Mit Jake Dennis und Paul Di Resta starten zwei Fahrer aus dem R-Motorsport-Quartett in Brands Hatch ihr Heimrennen
  • Die neue DTM-Fahrzeuggeneration wird in Brands Hatch Topspeeds von bis zu 255 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 190 km/h erreichen
  • Dr. Florian Kamelger: „Punkteresultate, wie bei den vergangenen zwei DTM-Wochenenden, wären beim Aston Martin-Heimspiel für uns natürlich ein wichtiges weiteres Highlight in dieser Saison.“

Foto: Jens Hawrda

Abschluss des zweiten Saisondrittels beim Heimrennen von Aston Martin: R-Motorsport feiert Rennpremiere des Aston Martin Vantage DTM in Brands Hatch.

Das sechste Rennwochenende der DTM-Saison 2019 führt R-Motorsport am 10. und 11. August auf den britischen Traditionskurs in Brands Hatch. Zum Ende des zweiten Saisondrittels erwartet das Team dort nicht nur das Heimrennen von Aston Martin sowie den Fahrern Jake Dennis und Paul Di Resta, sondern auch ein veränderter Zeitplan. So wird in der englischen Grafschaft Kent, etwa 30 Kilometer südöstlich von London gelegen, nur am Samstag und Sonntag gefahren.

Entsprechend entfallen die beiden Freien Trainings am Freitag. Stattdessen findet das einzige 45-minütige Freie Training des Wochenendes am Samstag um 10:00 Uhr CEST kurz vor dem ersten Qualifying (11:50 Uhr CEST) statt. Für die Fahrer und Teams bedeutet das weniger Abstimmungs- und Vorbereitungszeit. Der Start für das erste Rennen erfolgt am Samstag um 14:30 Uhr CEST (ab 14:00 Uhr CEST live auf SAT.1). Am Sonntag folgen das zweite Qualifying (11:00 Uhr CEST) sowie das zweite Rennen (14:30 Uhr CEST, ab 14:00 Uhr CEST live auf SAT.1).

Die DTM startet nach dem Vorjahr zum zweiten Mal auf der 3,908 km langen Grand-Prix-Streckenvariante in Brands Hatch. Zwischen 2006 und 2013 fanden bereits acht Rennen auf der 1,929 km kurzen Indy-Variante statt. Paul Di Resta ist mit insgesamt drei Siegen der erfolgreichste DTM-Fahrer bei seinem Heimrennen. Seit dem Vorjahr hält er in 1:19.943 Minuten auch den DTM-Streckenrekord auf dem Grand-Prix-Kurs.

Die neuen DTM-Turbo-Fahrzeuge werden in Brands Hatch Topspeeds von bis zu 255 km/h erreichen. Die schnellste Kurve ist die Zielkurve Hawthorns, die mit 198 km/h bei einer Querbeschleunigung von 2,4 G durchfahren wird. Die langsamste Stelle der Strecke ist Druids, eine Haarnadelkuve, die mit 98 km/h genommen wird. Im Verlauf einer Runde auf dem 3,908 km langen Kurs wechseln die Fahrer 32 Mal die Gänge.

Mittwoch, 7. August 2019

BMW DTM Teams bereit für das England-Rennen in Brands Hatch

Foto: Jens Hawrda
Der sechste Lauf der DTM-Saison 2019 führt die BMW DTM-Teams nach Großbritannien. Die Rennen elf und zwölf der Saison werden am kommenden Wochenende (10. und 11. August) in Brands Hatch (GBR) ausgetragen. Wie im vergangenen Jahr wird die DTM bei der längeren Grand-Prix-Version der legendären Strecke vor den Toren Londons antreten.

Nach fünf Rennwochenenden belegt Marco Wittmann (GER) mit 118 Punkten den dritten Gesamtrang und ist der bestplatzierte BMW-Pilot in der DTM-Fahrerwertung. Gleich dahinter liegt Philipp Eng (AUT) mit 111 Punkten auf dem vierten Platz. In den bisher zehn Rennen hat der neue BMW M4 DTM mit Turboantrieb fünf Siege eingefahren. Wittmann hat drei Mal den ersten Platz auf dem Podium belegt, während Eng und Bruno Spengler (CAN) je ein Rennen gewonnen haben. Hinzu kommen fünf weitere Podestplätze.

Der Zeitplan für Brands Hatch ist kompakter als an den anderen DTM-Rennwochenenden: Die gesamte Action auf der Strecke wurde auf zwei Tage konzentriert. Zuerst am Samstagmorgen folgt ein freies Training, gefolgt vom Qualifying und um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ), dem ersten der beiden Rennen. Der Sonntag beginnt mit dem zweiten Qualifying, bevor um 13:30 Uhr Ortszeit die Lichter für das zweite Rennen ausgehen.

Action in den Dünen beim dritten Wochenende der ADAC GT4 Germany in Zandvoort

  • Ex-Formel-1-Pilot und Formel-1-TV-Experte Christian Danner gibt Seriendebüt
  • YouTuber von der Laden reist auf dem Skateboard von Köln nach Zandvoort
  • Beide Rennen sind live auf SPORT1 zu sehen
Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause ist beendet: Am kommenden Wochenende (9. bis 11. August) bestreitet die ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden ihr drittes Rennwochenende. An der niederländischen Nordseeküste erwartet die neue Serie mit 25 Teilnehmern ihr bisher größtes Teilnehmerfeld, erstmals dabei ich auch Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner. Der Formel-1-Experte von RTL gibt sein Seriendebüt in einem dritten McLaren 570S GT4 des TeamGT und teilt sich das Cockpit mit Teamchef Bernhard Laber. SPORT1 zeigt beide Rennen live im Free-TV, Lauf 1 am Samstag ab 11.45 Uhr und Lauf 2 am Sonntag ab 14.30 Uhr. Darüber hinaus werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Live-Stream online übertragen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket", das unter circuitzandvoort.nl erhältlich ist, ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke in Zandvoort kostenlos. 

Als Tabellenführer reist das BMW-Duo Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) an den 4,307 Kilometer langen Kurs in mitten der niederländischen Nordseedünen. "Zandvoort ist noch eine Strecke vom alten Schlag. Das Layout passt sich perfekt an das natürliche Auf und Ab der Dünen an. Somit macht das Fahren dort richtig viel Spaß", freut sich Piana auf die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany. "Durch den recht hügeligen Charakter dürften vor allem die etwas leichteren Fahrzeuge bevorteilt sein. Ich denke, KTM und Porsche haben am Wochenende die Favoritenrolle inne. Nichtsdestotrotz gibt es einige Stellen, an denen unser BMW M4 GT4 richtig gut funktionieren dürfte. Unser Ziel ist immer das gleiche: Wir wollen beide Rennen gewinnen!" 

"Wir haben mit unserem KTM X-Bow GT4 in Zandvoort in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gesammelt. Es ist definitiv eine Strecke, die dem Auto liegt. Die Top Fünf sollten für uns am Wochenende somit auf jeden Fall möglich sein", erklärt Laura Kraihamer (28/AUT), die zusammen mit Reinhard Kofler (34/AUT, beide True Racing) für KTM fährt. "Zandvoort hat wahnsinnig viel Charme. Die Strecke gefällt mir genauso, wie sie ist. Einige Ecken sind extrem fordernd." 

Gemeinsam mit Mike Beckhusen (19/Berlin) fährt Trophy-Pilot Markus Lungstrass (36/Köln, beide racing one) einen Audi R8 LMS GT4. "Ich vergleiche Zandvoort immer mit Old-School-Strecken wie Bathurst in Australien oder der Nordschleife des Nürburgrings. Da Wiesen und Kiesbetten sehr nahe sind, darf man sich keine Fehler erlauben. Es ist somit immer höchste Vorsicht und ein sauberes Fahren geboten", blickt Lungstrass voraus. "Ich mag den Kurs und möchte in beiden Rennen die Trophy-Wertung gewinnen. Im Gesamtklassement ist für uns in Zandvoort ein Platz in den Top Ten absolut machbar." 

Hochmotiviert tritt auch Junior-Pilot Luca Trefz (17/Wüstenrot, Leipert Motorsport) an. "Zandvoort ist sehr anspruchsvoll und verfügt über viele schnelle Kurven. Genau das kommt unserem Mercedes-AMG GT4 entgegen. Ich würde sogar sagen, dass es unsere beste Strecke im Kalender ist. Somit freue ich mich riesig auf die beiden Rennen", strahlt Trefz, der sich das Fahrzeug mit Morgan Haber (25/AUS) teilt. "Ich schaue in diesem Jahr vor allem auf die Junior-Wertung der ADAC GT4 Germany. Hier möchte ich in Zandvoort in Top Drei fahren." 

Eine ganz besondere Anreise nach Zandvoort haben Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT). Die Sieger des Sonntagsrennens vom Red Bull Ring fahren mit einem Longboard von von der Ladens Wahlheimat Köln über rund 300 Kilometer nach Zandvoort. Die außergewöhnliche Tour begann bereits am Samstag. Planmäßige Ankunft im Fahrerlager ist am Mittwochnachmittag. 

Dienstag, 6. August 2019

IDM-Comeback im nordböhmischen Most

Die IDM zurück in Most
Foto: Jens Hawrda
Nur selten gibt es die Gelegenheit, die Fahrer und ihre Rennmotorräder in einer Serie so nah zu erleben wie bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Mit dem offenen Fahrerlager und den Autogrammstunden der IDM-Fahrer ist sie ein Garant für ein erlebnisreiches Fan-Wochenende. Vom 9. bis 11. August 2019 kehrt die IDM nach zwölf Jahren Abstinenz auf die Rennstrecke von Most zurück.

Das tschechische Autodrom in Nordböhmen liegt verkehrsgünstig in Mitteleuropa und ist von Deutschland, Österreich und auch Polen aus schnell zu erreichen. Die modernisierte Rennstrecke ist schnell und flüssig zu fahren. Zuletzt wurden 75 Prozent neu asphaltiert.

Es ist viel Zeit vergangen, seit die IDM das letzte Mal in Most (deutsch: Brüx) gastierte. Der IDM-Superbiker Christer Lindholm aus Schweden stellte einst den Rundenrekord auf der alten Streckenführung auf. Gelingt es einem Superbiker, auch beim Comeback der IDM eine neue Rekordmarke aufzustellen? Wer absolviert die neun Links- und zwölf Rechtskurven am schnellsten?

Die IDM befindet sich bereits in der zweiten Saisonhälfte. Vor ihrem Auftritt in Nordböhmen hat sich gerade der Kampf um den Titel in der IDM Superbike 1000 noch einmal zugespitzt. Die Entscheidung fällt zwischen zwei Fahrern, die zugleich Teamkollegen sind: Julian Puffe und Ilya Mikhalchik. Die beiden BMW-Piloten trennen nur neun Meisterschaftspunkte voneinander. Der Deutsche ist im Vorteil, doch der Ukrainer hat trotz zweier Ausfälle durch technische Defekte nie den Anschluss verloren und immer wieder aufgeholt. Falls Mikhalchik in Most zwei Rennen gewinnt, würde er Puffe an der Spitze ablösen und seiner Mission Titelverteidigung näher rücken. Soweit will es sein 23-jähriger Konkurrent aus der Rennstadt Schleiz aber nicht kommen lassen.

Während das deutsch-ukrainische Duo die Entscheidung an der Tabellenspitze derzeit allein unter sich ausmacht, geht es in der IDM-Königsklasse auch um die nachfolgenden Plätze hoch her. Der französische Langstrecken-Weltmeister Erwan Nigon (Kawasaki) hat 110 Punkte, der Niederländer Pepijn Bijsterbosch (BMW) verfügt über 106 Zähler und der Italiener Alessandro Polita (Honda) hat 99 Punkte in der Zwischenwertung des besonders spektakulären IDM-Championats.

In der IDM Superbike 1000 geht es um das Prestige der Marken. Die hochgezüchteten Motorräder mit 1000 cm³ Hubraum haben reichlich über 200 PS und sind über 300 km/h schnell. Fünf Hersteller beteiligen sich an Deutschlands höchster Klasse im Straßenrennsport: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Jede Marke hat derzeit mindestens einen Fahrer in den Top Ten der Gesamtwertung platziert. 

Für Max Enderlein und Stefan Ströhlein ist die Lage weitaus entspannter. Sie haben in der 600 ccm-Klasse einen so großen Vorsprung vor ihren Verfolgern, dass sie sich einen Ausfall leisten könnten, ohne die Führung in ihrer jeweiligen Wertung zu verlieren. Enderlein ist der Titelverteidiger in der IDM Supersport 600 und Ströhlein führt den DMSB Superstock 600-Cup an, in dem nicht so viel an den Motorrädern  verändert werden darf. Beide Kategorien fahren im gleichen Feld, werden aber separat gewertet. Hinter den Spitzenreiten ist in der Top Ten reichlich Bewegung. Jedes Rennen kann für einen Positionswechsel in der Gesamtwertung sorgen. Interessant dabei ist, wie sich die beiden Kawasaki-Piloten Gabriel Noderer und Christoph Beinlich innerhalb der mächtigen Yamaha-Armada schlagen. Was möglich ist, zeigte Luca Grünwald zuletzt auf dem Schleizer Dreieck. Der lange verletzte Bayer gewann auf Kawasaki einen Lauf in der IDM Supersport 600. Um den Titel kann er auf Grund seiner unfreiwilligen Verletzungspause jedoch nicht mehr mitkämpfen.

Um jeden einzelnen Punkt und jeden einzelnen Zentimeter wird in der IDM Supersport 300 gekämpft. Die Nachwuchsklasse hat sich als heimlicher Star der IDM-Wochenenden herauskristallisiert, wenn es um Zweikämpfe und dramatische Zieleinläufe geht. Mit Angelo Licciardi führt ein Belgier die Wertung an, gefolgt vom Niederländer Rick Dunnik mit nur vier Punkten Rückstand. Bester Deutscher ist Troy Beinlich auf dem fünften Platz. Titelverteidiger Toni Erhard wird als Gesamt-Siebter notiert. Wenn der 18 Jahre alte Sachse seine Chancen wahren will, muss er jetzt siegen. In Most führt Erhards Weg auf die Siegerstraße auch über den hoch motivierten Lokalmatador David Kuban. Der 17-jährige KTM-Fahrer aus Brünn kommt mit dem Rückenwind seines Laufsiegs in Schleiz zum Rennen in seiner Heimat. Kuban, Zweiter im ADAC Junior Cup des Vorjahres, zählt zum erweiterten Kreis der Meisterschaftskandidaten in der IDM Supersport 300.

In der IDM Sidecar rollt fast die ganze Weltelite an den Start, angeführt vom siebenfachen Weltmeister Tim Reeves und seinem Beifahrer Mark Wilkes. Er hat bisher jedes Rennen in der Klasse bis 600 ccm gewonnen. Hinter ihm tummeln sich namhafte Konkurrenten wie Bennie Streuer/Kevin Rousseau sowie das deutsche Duo Josef Sattler/Uwe Neubert. In der IDM wird aber auch weiterhin an der Klasse bis 1000 ccm festgehalten. Kann der gebürtige Sachse Mike Roscher mit Anna Burkard im Boot in Most für einen Wechsel an der Tabellenspitze sorgen? Er hat nur sechs Punkte Rückstand zu Andres Nussbaum/Manuel Hirschi aus der Schweiz. Die Sidecars genießen im Osten traditionell Kultstatus. Zwei Siege wären für Roscher der Hauptgewinn.

Die Zuschauer erwarten tolle Tage in Most. Der ADAC Junior Cup, der BMW Motorrad BoxerCup sowie der Suzuki GSX-R 1000-Cup und der Twin Cup geben der Veranstaltung eine zusätzliche Würze. Am Freitag ist der Eintritt frei. Ein Samstagsticket kostet 19,00 Euro und das Sonntagsticket 25,00 Euro, Fahrerlagerbesuch inklusive. Das Kombiticket für das ganze Wochenende ist für 35,00 Euro erhältlich. Für Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt am gesamten Wochenende frei.