Donnerstag, 18. April 2019

YouTube-Star Felix von der Laden in der ADAC GT4 Germany: "Ich liebe den Motorsport!"

  • 24-Jähriger startet im McLaren 570S GT4 vom Team GT
  • Platzierungen in den Top-Zehn als ausgemachtes Ziel
  • Fanaktionen im Fahrerlager geplant
Felix von der Laden
Foto: Jens Hawrda

Wenn die ADAC GT4 Germany vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihr Debüt feiert, steht auch Felix von der Laden im Fokus des Interesses. Der 24-jährige YouTube-Star startet in einem McLaren 570S GT4. Im Interview spricht er über sein motorsportliches Vorbild und die Ziele für die Saison 2019. Außerdem gibt er einen Einblick, wie er seinen Fans die ADAC GT4 Germany präsentieren möchte. Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden von SPORT1 und SPORT1+ im Fernsehen sowie im Live-Stream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac übertragen. 

Du betreibst seit 2017 aktiven Motorsport. Warum hast Du den Schritt ins Renncockpit gewagt?

Felix von der Laden: "Schon seitdem ich fünf Jahre alt bin, interessiere ich mich für Motorsport. Ich habe mir immer die Formel 1 und auch diverse andere Rennserien angeschaut. Aus finanziellen Gründen hatte ich aber nie die Möglichkeit, selbst zu fahren. Durch meine Aktivitäten bei YouTube ergab sich die Chance, es einmal auszuprobieren. Ich machte die Rennlizenz und habe sofort Blut geleckt. Ich mache keine halben Sachen und habe mich direkt voll reingeworfen. Über Coaches und das Simulatorfahren konnte ich in der Zwischenzeit viel lernen. Somit fühle ich mich in der GT4-Klasse nun richtig wohl." 

Wer ist denn Dein großes motorsportliches Vorbild?

"Früher und in der Phase, in der ich angefangen habe, war natürlich Michael Schumacher der Held. Heutzutage habe schaue ich zu keinem bestimmten Fahrer auf. Ich verfolge aber gerne Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg. Auch Charles Leclerc finde ich sehr interessant. Ich verfolge zudem die Formel E und feuere dort Daniel Abt an. Ich liebe einfach den Motorsport." 
Felix von der Laden
Foto: Jens Hawrda
Was erwartest Du sportlich von der Saison in der ADAC GT4 Germany?

"Das lässt sich sehr schwer einschätzen. Ich erwarte ein ausgeglichenes Fahrerfeld. Bei uns in der ADAC GT4 Germany wird es sicherlich genauso eng zugehen wie im ADAC GT Masters. Ich habe starke Teamkollegen, von denen ich lernen kann und mit denen ich mich messen kann. Das ausgemachte Ziel sind Platzierungen in den Top 10 - ein Podium wäre natürlich noch besser." 

Was sind Deine Stärken und Schwächen im Cockpit?

"Ich kann mich sehr schnell auf neue Gegebenheiten einstellen. Somit erreiche ich auf neuen Strecken gleich ein gutes Niveau. Um die letzten Zehntel aus dem Auto zu quetschen, fehlt mir aktuell noch die Erfahrung. Diesbezüglich konnte ich mich im letzten Jahr jedoch verbessern." 

Wohin soll Deine motorsportliche Karriere mittel- bis langfristig führen? 

"Das Fernziel stellt ganz klar die GT3-Klasse dar. Irgendwann möchte ich einmal am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen. Als großen Traum habe ich die 24 Stunden von Le Mans. Ansonsten lasse ich alles auf mich zukommen. Es ist sowieso schon der Wahnsinn, so weit gekommen zu sein. Ich genieße jede Sekunde." 

Gesellschaftlich stellst Du eine neue Generation dar. Ist Motorsport bei Jugendlichen heute noch cool?

"Es gibt jede Menge motorsportbegeisterte Fans, die sogar noch jünger sind als ich. In meiner Generation nimmt das Thema Motorsport jedoch nicht mehr dieselbe Rolle ein, wie es vielleicht früher einmal war. Das muss man ganz klar so sehen. Über meinen YouTube-Kanal gelingt es mir aber, viele Zuschauer anzusprechen, die sich vorher nicht für den Motorsport interessierten. Ich habe das Thema von Null an begleitet und alles wie eine TV-Serie aufgebaut. Damit konnte ich einen Spannungsbogen schlagen, sodass viele einfach nur wissen wollten, wie es weitergeht." 

Wie wirst Du auf Deinen Kanälen von den Rennen der ADAC GT4 Germany berichten?

"Ich begleite jeden Trainings- und jeden Renntag in einem eigenen Video. Dieses lade ich jeweils noch am Abend oder am nächsten Morgen hoch. Angefangen vom Aufstehen im Hotel bis zum Verfolgen des Rennens aus meiner Sicht, erhalten die Zuschauer einen sehr persönlichen Eindruck. Das fasziniert die Menschen." 

Hast Du auch Aktionen im Fahrerlager geplant?

"Ich freue mich, dass viele Zuschauer die ADAC GT4 Germany an der Rennstrecke verfolgen werden. Wir planen, einen Spielkind-Popup-Store mit Fanartikeln im Fahrerlager aufzustellen. Außerdem können die Fans die ferngesteuerten Autos von DR!FT ausprobieren. Jeweils sonntags trete ich dann gegen die Besten in einem Rennen an. Wir geben natürlich auch Autogrammstunden. Insgesamt versuchen wir, die Leute so viel wie möglich einzubinden. Nur durch meine Fans konnte ich soweit kommen. Ihnen möchte ich ein bisschen zurückgeben!" 

Pietro Fittipaldi startet für WRT Team Audi Sport in der DTM

WRT Team Audi stellt die jüngste Fahrerpaarung der Saison 2019
Jonathan Aberdein (l.) und Pietro Fittipaldi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Der Brasilianer Pietro Fittipaldi feiert beim Saisonauftakt in Hockenheim am 4./5. Mai sein DTM-Debüt am Steuer eines Audi RS 5 DTM. Der 22 Jahre junge Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi wird im WRT Team Audi Sport Teamkollege des Südafrikaners Jonathan Aberdein (21). Damit bilden die beiden Piloten des Audi-Kundenteams die jüngste Fahrerpaarung in der DTM. „(WRT-Teamchef) Vincent Vosse hat eine Art Junior-Team geschaffen, das passt perfekt zu unserer Idee eines Kundenteams in der DTM“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Ich freue mich, dass wir WRT helfen konnten, Pietro als zweiten Fahrer für den DTM-Auftakt zu verpflichten.“
Das Design der beiden Audi RS 5 DTM mit dem WRT Team Audi 2019 antritt
Foto: Audi-Motorsport

Drei Schlußfolgerungen aus dem Geox Rome E-Prix

In folgendem stellen wir drei Schlussfolgerungen vor, die BMW und Andretti Motorsport nach jedem dem Geox Rome E-Prix (ITA) gezogen hat.

Foto: BMW-Motorsport
Das Team von BMW i Andretti Motorsport bestreitet seine erste Saison in der ABB FIA Formula E Championship. Die Ingenieure sammeln an jedem Rennwochenende mehr Erfahrung und beziehen ihre neuen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des BMW iFE.18 und dessen Vorbereitung auf die kommenden Rennen ein. In unserer Serie „Drei Lehren gelernt“ stellen wir drei Ergebnisse vor, die BMW und Andretti Motorsport nach jedem Rennen gemacht haben. Diesmal: der Geox Rome E-Prix (ITA).


1. Das Überholen wird auch auf breiteren Strecken immer schwieriger

Es ist keine Überraschung, dass das Überholen auf den Straßenkursen der Formel-E-Rennen schwierig ist. Wir haben jedoch in Rom gesehen, dass es auch auf einer relativ breiten Strecke nur mit großem Risiko möglich ist, andere Autos zu überholen - selbst mit ATTACK MODE und FANBOOST. Das ist eine weitere Bestätigung dafür, wie wichtig das Qualifying ist. Eine gute Startposition bleibt der Schlüssel zu einem guten Rennergebnis und wird auch bei den kommenden Rennen in Paris (FRA) und Monaco (MON) im Mittelpunkt stehen.


2. Das Energiemanagement war noch wichtiger als erwartet

Die Effizienz der Formula E-Antriebstechnologie - eine der Stärken des BMW i-Antriebsstrangs - erwies sich in Rom als noch wichtiger, als die Ingenieure von BMW i Andretti Motorsport erwartet hatten. Bei fast allen Autos war nur noch ein Prozent der verbleibenden Energie in der letzten Runde des Rennens übrig. Dies führte dazu, dass sich die Führenden in der vorherigen Runde verlangsamten und die verbleibende Rennzeit überwachten, um eine weitere Runde nicht fahren zu müssen. Daher war das Energiemanagement ein wichtiger Erfolgsfaktor.


3. Starke Belastung der Formel-E-Autos

Die Rennstrecke in Rom ist die größte Herausforderung der Saison für Formel-E-Autos. Wie von den Ingenieuren von BMW i Andretti Motorsport vorhergesagt, war die Strecke mit vielen Unebenheiten sehr uneben, was das Fahrwerk und das Aggregat sehr anspruchsvoll machte. Die Autos verließen den Boden tatsächlich über einen Kamm. Während Alexander Sims (GBR) im Qualifying mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, hielt der BMW iFE.18 von António Félix da Costa (POR) den Belastungen stand.

Montag, 15. April 2019

DTM: Pietro Fittipaldi testet für WRT Team Audi Sport am Lausitzring

Audi RS 5 DTM 2019 Testträger
Foto: Audi-Motorsport / Malte Christians
Das WRT-Team Audi Sport hat bekannt gegeben, dass Pietro Fittipaldi neben Jonathan Aberdein am Steuer des Audi RS5 DTM am DTM-Test auf dem Lausitzring vom 15.-18. April teilnehmen wird .

Der 22-jährige Fittipaldi  war bisher in der NTT Indycar Series, der Super Formula im Einsatz und wurde dieses Jahr als Testfahrer für das Haas F1 Team bestätigt.

Teamchef Vincent Vosse: „Ich freue mich auf den Lausitzring. Diese 4 Tage werden natürlich für das WRT-Team Audi Sport von großer Bedeutung sein, da wir nach einem langen Winter zum ersten Mal alle zusammen auf einer Rennstrecke sind. Zusammen mit Jonathan Aberdein begrüßen wir auch einen zweiten sehr talentierten Fahrer Pietro hier in der Lausitz. Machen wir also das Beste aus diesen 4 Tagen, um gut vorbereitet in Hockenheim anzukommen. “

Der DTM-Testplan von WRT Team Audi Sport am Lausitzring:

15.04 Jonathan Aberdein 
16.04 Pietro Fittipaldi 
17.04 Jonathan Aberdein / Pietro Fittipaldi 
18.04 Jonathan Aberdein / Pietro Fittipaldi

Quelle: Team WRT

Formel-E: Hart erkämpfte Punkte für Lucas di Grassi in Rom

  • Von Startplatz 13 auf Rang sieben
  • Daniel Abt in der laufenden Formel-E-Saison erstmals ohne Punkte
  • Robin Frijns holt Platz vier für Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing

 
E-Prix Rom: Lucas di Grassi Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Mit einem hart erkämpften siebten Platz hat Audi-Pilot Lucas di Grassi beim E-Prix in Rom sechs wertvolle Punkte im Titelkampf der Formel E gesammelt. Teamkollege Daniel Abt kam erstmals in dieser Saison nicht in die Punkteränge.

Lucas di Grassi war in Rom der bestplatzierte jener Fahrer, die in der ersten Qualifying-Gruppe auf die Strecke gehen mussten. Das war auf dem Stadtkurs in der italienischen Hauptstadt dieses Mal ein besonders großer Nachteil. Im spektakulären Rennen, das wegen einer Massenkarambolage kurz nach dem Start fast eine Stunde lang unterbrochen werden musste, kam der Brasilianer aus dem Team Audi Sport ABT Schaeffler von Startplatz 13 noch auf Rang sieben nach vorn.

„Nach dem extrem schwierigen Qualifying war es ein gutes Rennen für mich“, sagte di Grassi. „Um die Meisterschaft zu gewinnen, müssen wir regelmäßig Punkte sammeln, auch wenn wir einmal nicht um den Sieg kämpfen können. Genau das haben wir heute getan.“ Nach sieben von 13 Rennen hat der Audi-Pilot in der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft nur noch sieben Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.

Erstmals ohne Punkte in der laufenden Saison blieb Daniel Abt. Der Deutsche musste sich nach einem technischen Problem im Qualifying mit Startplatz 17 zufriedengeben. Im Rennen verlor er alle Chancen auf ein gutes Ergebnis, als er seinen Audi e-tron FE05 einmal neu starten musste. „Vom Gefühl her habe ich heute einen guten Job gemacht, doch leider hatte ich technische Probleme. Deshalb war es für mich ein Tag zum Vergessen.“

„Ein harter Tag für Daniel, aber wichtige Punkte mit Blick auf die Meisterschaft für Lucas“, sagte Teamchef Allan McNish. „Nachdem er kurz stehen geblieben war, war das Rennen für Daniel praktisch gelaufen. Lucas hat von seiner Startposition das Maximum dessen herausgeholt, was für uns heute möglich war.“

Bester Fahrer eines Audi e-tron FE05 war in Rom Robin Frijns vom Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Der Niederländer verpasste als Vierter nur knapp ein weiteres Podiumsergebnis. Sein Teamkollege Sam Bird musste wie di Grassi in der ersten Qualifying-Gruppe auf die Strecke gehen und wurde im Rennen in die Massenkarambolage kurz nach dem Start verwickelt. Nach einer erfolgreichen Reparatur seines stark beschädigten Autos belegte der Brite im Rennen den elften Platz.

„Das Qualifying-Format der Formel E ist in diesem Jahr eine große Herausforderung für jene Fahrer, die in der Meisterschaft vorn liegen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Das hat man heute wieder ganz deutlich gesehen. Das macht es schwierig für uns, aber natürlich sorgt es für zusätzliche Spannung. Sieben verschiedene Sieger in sieben Rennen sprechen für sich.“