Sonntag, 24. März 2019

Formel-E: Audi-Pilot Daniel Abt punktet auch in China

  • Platz fünf für den Deutschen beim ersten E-Prix in Sanya
  • Audi Sport ABT Schaeffler fehlt nur noch ein Punkt zur Tabellenführung
  • Lucas di Grassi durch unverschuldete Kollision aus dem Rennen gerissen
Daniel Abt holt mit Platz 5 Punkte in China
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Audi-Pilot Daniel Abt hat auch im sechsten E-Prix der Saison Punkte geholt. Durch seinen fünften Platz in Sanya (China) machte Audi Sport ABT Schaeffler in der Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft weiter Boden gut. Vor dem Beginn der Europasaison der Formel E am 13. April in Rom (Italien) liegen die Titelverteidiger nur noch einen Punkt hinter der Tabellenspitze.

Bei hohen Temperaturen und extremer Luftfeuchtigkeit ging es beim ersten E-Prix im Urlaubsparadies auf der südchinesischen Insel Hainan vor allem in der Schlussphase ziemlich zur Sache. Von Startplatz vier aus kämpfte Daniel Abt in der Spitzengruppe um ein Podiumsergebnis, ehe das Safety-Car auf die Strecke ging und das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen wurde. „Dadurch wurde unser Vorteil zunichtegemacht, den wir uns am Anfang des Rennens erarbeitet hatten“, sagte Abt. „Wir hatten ein gutes Energiemanagement und waren in einer starken Position, ehe die verrückten Dinge auf der Strecke passiert sind. Deshalb bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Aber in der Formel E kommt es darauf an, regelmäßig zu punkten. Das ist mir bisher in allen sechs Rennen gelungen.“
Daniel Abt, Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Teamkollege Lucas di Grassi kämpfte sich mit seinem Audi e-tron FE05 von Startplatz zehn auf Rang sechs nach vorn und lag unmittelbar hinter Abt, als er in der vorletzten Runde durch eine von Sébastien Buemi ausgelöste Kollision aus dem Rennen gerissen wurde. „Das war extrem ärgerlich, denn wir hätten heute die Führung in der Meisterschaft übernehmen können“, sagte der Brasilianer. „Bis dahin war es ein großartiges Rennen.“ 

„Einige Fahrer haben am Ende ihre Ellenbogen etwas zu sehr ausgepackt“, sagte Teamchef Allan McNish. „Dadurch ist Lucas ganz aus dem Rennen gerissen und Daniel ein wenig aus dem Weg gerempelt worden. Das Ergebnis ist etwas enttäuschend für uns, weil wir die Performance, die Fahrer und die Strategie für mehr hatten.“

Ohne Punkte blieb in Sanya das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Sam Bird und Robin Frijns fielen beide durch Kollisionen aus.

Samstag, 23. März 2019

Podium für BMW und Andretti Motorsport in Sanya: Félix da Costa führt die Fahrerwertung an


Platz 3 und Führung in der Meisterschaft für Antonio Felix da Costa
Foto: BMW-Motorsport
António Félix da Costa (POR) feierte beim Sanya E-Prix (CHN), dem sechsten Rennen der ABB FIA Formula E Championship, sein drittes Podest der Saison. Nach 36 Runden überquerte er als dritter die Ziellinie. Dank seiner 15 Punkte führt Félix da Costa nun die Fahrerwertung mit 62 Punkten an. Sein Teamkollege Alexander Sims (GBR) gehörte ebenfalls zu den Spitzenreitern, fiel jedoch nach einem Unfall aus.

Antonio Felix da Costa (BMW iFE 18)
Foto: BMW-Motorsport
Das Rennen war von den Startplätzen drei (Félix da Costa) und fünften (Sims) vor allem durch das Energiemanagement geprägt. Nachdem die Spitzenreiter mehr als die Hälfte des Rennens defensiv gefahren waren und das Feld dicht beieinander ließen, begannen die ersten Duelle nach etwa 30 Minuten. In einer direkten Begegnung mit André Lotterer (GER) rutschte Sims in die Absperrung und beschädigte seinen BMW iFE.18 zu stark, um das Rennen fortzusetzen. Nach diesem Vorfall kam das BMW i8 Coupé Safety Car auf die Strecke, bevor das Rennen kurz danach mit roter Flagge abgebrochen werden musste um das Fahrzeug zu bergen. Félix da Costa verteidigte seinen dritten Platz während des gesamten Rennens, das nach einem weiteren Unfall in der Mitte hinter dem BMW i8 Coupé Safety Car endete.

Félix da Costa hat mit 62 Punkten die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Sims hat nach wie vor 18 Punkte auf dem 14. Platz der Gesamtwertung. In der Teamwertung liegt BMW i Andretti Motorsport mit 80 Punkten auf Rang fünf. Aufgrund zahlreicher Untersuchungen nach dem Rennen ist das Ergebnis vorläufig. 

Antonio Felix da Costa auf dem Weg zur Siegerehrung
Foto: BMW-Motorsport

António Félix da Costa nach dem Rennen:

„Natürlich bin ich mit dem Ergebnis, den Punkten und dem Vorsprung in der Fahrerwertung zufrieden. Aber ich bin auch etwas frustriert, wenn ich ehrlich bin, weil ich heute noch besser sein wollte. Ich konnte ohne Probleme mit den beiden Jungs mithalten und dachte, ich hätte gewinnen können. Die Strecke hier ist jedoch sehr eng und Sie müssen viel riskieren, um zu überholen. Ich habe es einmal versucht, entschied mich dann aber dazu, die wichtigen Punkte für den dritten Platz zu holen. Ich denke, so müssen wir handeln, wenn wir bis zum Ende der Saison an der Spitze bleiben wollen. “

Formel-E: Felix da Costa übernimmt Führung in der Fahrerwertung in China

  • Vergne siegt
  • Oliver Rowland nach Pole Zweiter
  • Felix da Costa übernimmt mit Dritten Platz Führung der Fahrerwertung
Antonio Felix da Costa übernimmt nach seinem dritten Platz in China die Führung in der Meisterschaft
Foto: BMW-Motorsport

Nissan e.dams Oliver Rowland, der von Pole aus startete, kam schnell vom Start weg, gefolgt von Jean-Eric Vergne von DS Techeetah auf Rang zwei und Antonio Felix da Costa von BMW i Andretti Motorsport auf Rang drei. Nur wenige Minuten nach dem Start kam Sam Bird von Envision Virgin Racing in Kurve 5 von der Strecke ab und begrub damit alle Hoffnungen für dieses Meisterschaftsrennen. Kurz nach Birds Ausscheiden fiel auch Stoffel Vandoorne von HWA Racelab wegen Schäden am Fahrzeug aus. 

Sobald die Aktivierungszone für den ANGRIFFSMODUS aktiviert war, begannen die Fahrer, sie zu durchfahren. Jeder Fahrer muss den ANGRIFFSMODUS mindestens zweimal nutzen, wobei jede Aktivierung vier Minuten lang zusätzlich 25 kWh bedeutet. 

Rowland, immer noch vorne, führte das Feld bei noch 30 Minuten verbleibender Rennzeit an. In der Zwischenzeit fielen beide Geox Dragon Fahrer aus, wodurch sich die Gesamtzahl der Fahrer, die auf dem 2,236 km langen Sanya-Straßenkurs ausfielen, auf vier erhöhte. Nachdem sein Teamkollegen aus dem Rennen war, überholte Robin Frijns von Envision Lucas di Grassi von Audi Sport Abt Schaeffler und kam auf Rang sieben, während der ehemalige Champion Mühe hatte, den ANGRIFFSMODUS zu aktivieren und die Aktivierungszone zweimal verpasste. 

Der amtierende Champion Vergne, der hungrig auf seinen ersten Saisonsieg war, schaffe in Kurve 11 den Durchbruch und übernahm die Führung, indem er Rowland überholte. Mit Vergne an der Spitze kämpfte Rookie Rowland mit einem dere erfahrensten Formula E Piloten um die Führung. Weiter hinten im Fahrerfeld streifte Alex Sims von BMW i die Wand, beschädigte das Heck seines Wagens und blieb auf der Strecke liegen. Mit der Roten Flagge wurde das Rennen 12 Minuten vor Rennende angehalten um Sims BMW zu bergen.

Nach dem Neustart des Rennens hinten dem BMW i8 Safety Car ging der Kampf um die Führung zwischen Rowland und Vergne weiter. Di Grassi arbeitete sich vom zehnten Platz nach vorn und holte sich von Frijns den sechsten Platz. Zwischenzeitlich gab es gegen Vergne eine Untersuchung wegen Nichtbeachtung des Safety-Car-Phase. Das brachte die Chancen des Franzosen auf einen dringend benötigten Sieg in Gefahr.

Zwei Minuten vor Rennende hatte Techeetahs Andre Lotterer den vierten Platz erobert und verfolgte da Costa in der dritten Position. In der letzten Minute des Rennens kam es zum Chaos, als di Grassi, der auf Rang sechs fuhr und aus dem Rennen flog, als Frijns in Kurve 8 in den brasilianischen Fahrer crashte. Da di Grassi gestrandet war, wurde das Rennen mit Gelbphase beendet. Vergne sah zuerst die Zielflagge, gefolgt von Oliver Rowland auf dem zweiten und da Costa auf dem dritten Platz.  

Ergebnis Formel-E Rennen China (Top-Five):

1. Jean-Eric Verne (DS Techeetah Formula E Team)
2. Oliver Rowland (Nissan E.Dams)
3. Antònio Felix Da Costa (BMW i Andretti Motorsport)
4. Andre Lotterer (DS Techeetah Formula E Team)
5. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler)

Freitag, 22. März 2019

Formel E: Aktuelles und Buntes vom Audi-Team aus Sanya

  • Neue Rennstrecke auf der Hainan-Insel und extrem hohe Luftfeuchtigkeit
  • 400 Gäste von Audi China bei erstem Formel-E-Rennen in Sanya

Daniel Abt (l.) und  Lucas di Grassi genießen ein wenig freie Zeit am Strand
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Der erste E-Prix im südchinesischen Urlaubsparadies Sanya (Start am Samstag um 15 Uhr Ortszeit/8 Uhr MEZ) wird angesichts extrem hoher Luftfeuchtigkeit zu einer schweißtreibenden Angelegenheit.

Die Sonne verschwand in Sanya seit Freitag zwar immer wieder hinter dichten Wolken, geblieben sind aber hohe Temperaturen von rund 28 Grad im Schatten und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent, die alle Fahrer und Teammitglieder schon bei der Streckenbegehung mächtig ins Schwitzen brachte.

Die beiden Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi rechnen mit einem weiteren spektakulären Formel-E-Rennen. „Die Strecke ist genau mein Style“, sagt Abt. „Vor allem kann man anders als zuletzt in Hongkong gut überholen.“ Teamkollege di Grassi bestätigt: „Der Kurs erlaubt mit seinen langen Geraden spannendes Racing, und die Qualität des Streckenbelags ist sehr gut.“

Die Strecke liegt auf der Hainan-Insel direkt am Strand von Sanya neben einem Ferienpark. Eine Besonderheit: Der Start erfolgt auf einer Brücke. Größere Auswirkungen als zuletzt dürfte der Attack Mode haben. „Die Kurve für die Aktivierung ist fast rechtwinkelig und superlangsam“, sagt Lucas di Grassi.

Am Donnerstag genossen Daniel Abt und Lucas di Grassi nach eigenen Worten „einen der besten PR-Tage“ ihrer Formel-E-Karriere. Di Grassi machte für den TV-Sender CNN einen Ausflug in den Regenwald der Yalong Bay. Anschließend tobten sich beide Audi-Piloten auf dem südchinesischen Meer bei Filmaufnahmen mit einem Flyboard aus.

China ist der weltweit größte Markt für die Automobilindustrie und das Interesse an der Formel E riesengroß: Rund 400 Gäste von Audi China werden das Rennen in Sanya am Samstag auf den Tribünen verfolgen. Für die Audi-Gäste begann das Formel-E-Wochenende mit einer Abendveranstaltung im Grand Hyatt in Sanya, bei der auch Daniel Abt, Lucas di Grassi, Audi-Motorsportchef Dieter Gass und Teamchef Allan McNish anwesend waren.

Dieter Gass verbrachte seinen Geburtstag am Mittwoch auf dem Flug von München nach Sanya. Bei der (verspäteten) Ankunft in Sanya wartete der Audi-Motorsportchef vergeblich auf sein Gepäck, das beim Zwischenstopp in Peking hängen geblieben war.

Die meisten Teammitglieder flogen zwischen den beiden Formel-E-Rennen in Hongkong und Sanya zurück nach Europa. Nur ein kleiner Teil des Teams Audi Sport ABT Schaeffler nutzte die Gelegenheit für einen Kurzurlaub in Asien. So verbrachte Teammanager Roger Köhler ein paar entspannte Tage auf Bali.

Teamchef Allan McNish verbrachte zwischen Hongkong und Sanya nur zwei Nächte zu Hause in Monaco. Der Schotte war am vergangenen Wochenende Grand Marshall beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA), das er in seiner Rennfahrerkarriere viermal mit Audi gewonnen hat.

Ihren nächsten PR-Termin haben Daniel Abt und Lucas di Grassi in München: Am Abend des 4. April lädt Audi Motorsport-Journalisten zu einem Meet the Team bei Formel-E-Caterer Käfer.

Der sechste Saisonlauf der Formel E wird in Deutschland live von Eurosport übertragen. Außerdem zeigt die ARD das Rennen im Livestream unter daserste.de.

ADAC GT Masters begeistert 2019 mit Vielfalt und starkem Feld

  • 31 Fahrzeuge von acht Marken starten 2019 im ADAC GT Masters
  • Comeback von Aston Martin mit dem neuen Vantage
  • Neue oder weiterentwickelte Supersportwagen von Audi, Lamborghini und Porsche

Auch 2019 volle Starterfelder in der ADAC GT-Masters
Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters begeistert die Fans auch in der Saison 2019 mit Markenvielfalt und einem starken Feld von mehr als 30 Supersportwagen. Für die vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben beginnende Saison haben 19 Teams insgesamt 31 Supersportwagen gemeldet. Insgesamt acht Marken sorgen für ein abwechslungsreiches und spektakuläres Feld. Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG, Porsche sowie Rückkehrer Aston Martin haben sich für die neue Saison eingeschrieben. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Das ADAC GT Masters präsentiert auch 2019 ein starkes Starterfeld. Mit erneut mehr als 30 Sportwagen von acht Marken unterstreicht die Serie ihren Ruf als weltweit attraktivste GT3-Sprintserie", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. "Im vergangenen Jahr haben wir die bisher ausgeglichenste Saison in der Geschichte des ADAC GT Masters erlebt. Die Saison 2019 verspricht wieder viel Spannung. Die Fans dürfen sich mit dem ADAC GT Masters, unserer neuen ADAC GT4 Germany, der ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 sowie dem Porsche Carrera Cup Deutschland auf ein einzigartiges Veranstaltungspaket freuen." 

Debütieren wird im ADAC GT Masters 2019 PROpeak Performance. Die Mannschaft aus der Eifel setzt zwei neue Aston Martin Vantage GT3 ein. Ebenfalls neu sind die Audi-Teams HCB-Rutronik Racing und T3 Motorsport. Nach einer Pause von einem Jahr kehrt Schütz Motorsport zurück und setzt mit Mercedes-AMG auf eine neue Marke. 

Vorjahreschampion Porsche ist mit vier neu entwickelten 911 GT3 R vertreten. Die Meistermannschaft Precote Herberth Motorsport geht die Mission Titelverteidigung mit einem Fahrzeug an. Das KÜS Team75 Bernhard von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard vertraut dagegen erneut auf zwei "Neunelfer". Mit einem neuen 911 GT3 R bestreitet IronForce by RING POLICE ihre zweite Saison im ADAC GT Masters. 

Wie schon in den vergangenen Saisons ist der Audi R8 LMS auch 2019 das bei den Teams beliebteste Fahrzeug. Insgesamt 13 Exemplare des R8 LMS in einer für die Saison 2019 weiterentwickelten Version stehen in der Nennliste. Wie im Vorjahr tritt BWT Mücke Motorsport mit drei R8 LMS an. Zwei Autos setzen Aust Motorsport, EFP Car Collection by TECE, HCB-Rutronik Racing und Montaplast by Land-Motorsport ein, auf jeweils einen der V10-Mittelmotorsportwagen vertrauen das Team ISR und T3 Motorsport. Die Schwestermarke Lamborghini ist mit drei ebenfalls weiterentwickelten Huracán GT3 EVO vertreten, eingesetzt vom weltweiten erfolgreichsten Lamborghini-Team ORANGE1 by GRT Grasser. 

Mit fünf Fahrzeugen ist Mercedes-AMG die Marke mit den zweitmeisten Fahrzeugen im Feld. Das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing und das Mann-Filter Team HTP starten wie im Vorjahr mit jeweils zwei Mercedes-AMG GT3. Das Sternquintett komplettiert Schütz Motorsport. 

Rekordsieger Callaway Competition startet wieder mit einer selbst entwickelten Corvette C7 GT3-R, auf den von Callaway entwickelten US-Dampfhammer vertraut auch wieder RWT Racing. HB Racing will erneut mit dem einzigen Ferrari 488 GT3 im Feld für Aufsehen sorgen, und MRS GT-Racing setzt auf den bulligen BMW M6 GT3.