Samstag, 28. April 2018

Mücke-Motorsport holt Pole fürs Samstagrennen in Most

Jeffrey Schmidt, Audi R8 LMS, Mücke Motorsport
Foto: Jens Hawrda

Jeffrey Schmidt im Audi R8 LMS  von Mücke-Motorsport fährt die schnellste Zeit in der Qualifikation zum ersten Rennen der ADAC GT-Masters in Most am Samstag. Etwas überraschend kommt die Pole deshalb weil im Vorfeld vor allem Mercedes die Zeitenlisten dominierte. Lange sah es danach aus als würde sich Corvette den ersten Startplatz holen, doch die von Marvon Kirchhöfer gefahrene Bestzeit wurde kurz vor Schluss der Qualifikation von Jeffrey Schmitt im Mücke - Audi noch knapp unterboten.

So startet die Corvette heute Mittag von Startplatz zwei ins Rennen. Auf dem dritten Startplatz folgt dann mit ebenso knappem Rückstand der BMW M6 GT3 von MRS GT-Racing mit Christoffer Zöchling. Auf Platz vier und fünf folgen Markus Pommer im Mercedes-AMG GT3 von HP Racing und Robert Renauer im Porsche GT3 R.

Das erste Rennen der ADAC GT-Masters in Most startet am heutigen Samstag um 13.15 Uhr.

Freitag, 27. April 2018

Mercedes-AMG dominiert Auftaktsession bei Tschechien-Premiere

  • Sebastian Asch Schnellster im 1. Freien Training des ADAC GT Masters in Most
  • Drei weitere Mercedes-AMG folgen auf den Positionen zwei bis vier
  • Vorjahreschampions Callaway Competition beste Verfolger
Schnellster im 1.Freien Training: Sebastian Asch, Mercedes-AMG GT3
Foto: Jens Hawrda
Das erste Freie Training der ADAC GT Masters-Premiere in Most stand ganz im Zeichen von Mercedes-AMG. Gleich vier der GT3-Sportwagen aus Stuttgart platzierten sich in der einstündigen Sitzung ganz vorn im Klassement. Schnellster war der zweimalige Champion Sebastian Asch (31/Ammerbuch, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing). Die beiden Rennen der "Liga der Supersportwagen" auf dem Autodrom Most werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Zudem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Strahlender Sonnenschein, Temperaturen von fast 20 Grad und geringe Zeitabstände: Der erste Auftritt des ADAC GT Masters in Most verspricht ein spannendes Rennwochenende. Sebastian Asch, der sich den Mercedes-AMG GT3 mit Luca Stolz teilt, fuhr im ersten Freien Training mit 1.32,360 Minuten die Bestzeit. "Wir haben eine gute Balance gefunden und sind auch mit einem neuen Reifensatz gefahren", so der ADAC GT Masters-Gewinner von 2012 und 2015. "Nachdem wir im Test am Donnerstag Probleme mit der Kupplung hatten und Fahrzeit verloren haben, funktioniert das Auto jetzt wieder hervorragend. Das Team hat das Auto toll vorbereitet. Mal sehen, wie es in den kommenden Sessions weitergeht. Aber ich denke, wir sind für das morgige Qualifying besser aufgestellt als beim Saisonauftakt in Oschersleben."

Platz zwei ging an den Mercedes-AMG von Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-FILTER Team HTP). Dem Duo fehlten nur 45 Tausendstelsekunden auf Rang eins. "Ich mag die Strecke, sie macht sehr viel Spaß zu fahren", so Götz. "Sie passt gut zum Auto. Vor allem die mittelschnellen Passagen in Sektor zwei und drei liegen dem Mercedes-AMG. Wir haben eine gute Basis. In der zweiten Session werden wir frische Reifen aufziehen und dann schauen, wie es läuft."

Dritter wurde die zweite gelbe "Mamba" vom MANN-FILTER Team HTP, die von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck), gefahren wird, vor den Mercedes-AMG-Markenkollegen Patrick Assenheimer (25/Heilbronn) und Clemens Schmid (27/A), beide AutoArenA Motorsport). Der fünfte Rang ging an die Corvette C7 GT3-R von Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition). Insgesamt lagen 16 Autos in der Sitzung innerhalb einer Sekunde.

Drei neue Fahrer in Most

Gegenüber dem Saisonauftakt in Oschersleben gibt es im Fahrerfeld des ADAC GT Masters drei Änderungen. Bei BWT Mücke Motorsport sitzt im Audi mit der Startnummer 26 an diesem Wochenende Stefan Mücke (36/Berlin) statt DTM-Pilot Jamie Green (35/GB). Erstmals seit 2016 startet Christer Jöns (30/Ingelheim) wieder in der "Liga der Supersportwagen". Er vertritt bei im Aust Motorsport Frédéric Vervisch (31/B), der am Wochenende eine Terminüberschneidung hat. Mit Ivan Lukashevish (26/RUS) feiert bei Phoenix Racing ein Pilot seine Premiere im ADAC GT Masters. Der Russe ist im Audi mit der Nummer 6 für den Rest der Saison als Fahrer vorgesehen.

Livestream-Angebot jetzt noch breiter

Ab dem Rennwochenende in Most können die Fans bei YouTube die Rennen des ADAC GT Masters und der ADAC TCR Germany sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch im Livestream verfolgen. Auf der Website adac.de/motorsport gibt es neben dem deutschen Livestream auch das neue Fan-TV zu sehen. Aber auch auf Facebook gibt es weiterhin die Möglichkeit, das Geschehen live in voller Länge zu verfolgen.

TCR Germany Meisterschaftsstand nach zwei Rennen

Nach den zwei Rennen in Oschersleben wird am kommenden Wochenende Rennen drei und Vier in Most ausgefahren. In Vorbereitung des Wochenendes hier ein kurzer Blick auf den Meisterschaftsstand nach den beiden Rennen in Oschersleben:
Foto: Jens Hawrda

Fahrerwertung (Top-Five):

1. Harald Proczyk           56 Pkt.
2. Niels Langeveld          54 Pkt.
3. Luca Engstler              48 Pkt.
4. Luce  Wankmüller       33 Pkt.
5. Benjamion Leuchter 29,5 Pkt.

Teamwertung (Top-Five):

1. HP Racing International    85 Pkt.
2. Liqui Moly Team Engstler 72 Pkt.
3. Racong One                      59 Pkt.
4. Team Engstler Europa      41,5 Pkt.
5. Prosport Performance       34 Pkt.

Rookie Challange (Top-Five):

1. Luke Wankmüller               16 Pkt.
2. Michelle Halder                 7,5 Pkt.
3. Justin Häußermann             7 Pkt.
4. Max Hesse                       5,5 Pkt.
5. Loris Prattes                        3 Pkt.

Donnerstag, 26. April 2018

Audi-Pilot Filip Salaquarda: „Most wird ein tolles Rennwochenende“

  • Lokalmatador freut sich auf Tschechien-Premiere der „Liga der Supersportwagen“
  • Salaquarda startet zusammen mit Frank Stippler im Audi vom tschechischen Team ISR
Team ISR Salaquarda/Stippler im Audi R8 LMS
Foto: Jens Hawrda
Für das in dieser Saison erstmals im ADAC GT Masters startende Team ISR und Fahrer Filip Salaquarda (34/CZ) ist der zweite Saisonlauf an diesem Wochenende in Most bereits der Saisonhöhepunkt: Der tschechische Rennstall, dessen Audi R8 LMS neben dem Lokalmatador vom Deutschen Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) pilotiert wird, startet bei der Tschechien-Premiere der „Liga der Supersportwagen“ vor heimischem Publikum. Die beiden Rennen aus dem Autodrom Most werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Salaquarda, dessen Team aus dem knapp 100 Kilometer von Most entfernten Cestlice kommt, kann das Heimspiel kaum erwarten: „Es ist schön, dass eine solch starke Serie wie das ADAC GT Masters in Tschechien startet. Ich glaube, dass wir ein tolles Rennwochenende erleben werden. Wir freuen uns sehr darauf. Ich hoffe, dass viele Fans kommen werden, um uns anzufeuern – auch aus Deutschland. Denn die Strecke liegt nur rund 20 km von der Grenze entfernt. Das Wetter soll ja mit Temperaturen von über 20 Grad auch mitspielen.“

Der „Local Hero“ ist sich sicher, dass sich die Fans mit Most auf eine interessante Strecke freuen können: „Die Strecke bietet viele interessante Stellen für die Zuschauer, von denen man drei oder vier Kurven einsehen kann. Es gibt mehrere Stellen, an denen man überholen kann. Die beste ist sicherlich am Ende der Start-Ziel-Geraden, wo man den Gegner ausbremsen kann. Wir erreichen auf der leicht ansteigenden Geraden im sechsten Gang rund 250 km/h und müssen dann für die enge erste Kurve stark abbremsen – so stark wie an keiner anderen Stelle auf der Strecke –, da diese im ersten oder zweiten Gang gefahren wird. Hier muss man in den Rennen aufpassen, denn es könnte zu Kollisionen kommen. Danach folgen mehrere schnelle Passagen, nach denen jeweils eine langsame Kurve kommt. Auch hier ist das Überholen möglich.“

Auch sportlich ist Salaquarda zuversichtlich. Das Team ISR, das von seinem Vater Igor geleitet wird, startet 2018 nach mehreren Saisons im europäischen GT-Sport erstmals im ADAC GT Masters. Beim Saisonauftakt in Oscherleben sprangen mit Platz sieben am Samstag bereits die ersten Punkte heraus. „Die Serie ist sehr stark und auch logistisch macht es Sinn, für uns im ADAC GT Masters anzutreten“, so Filip Salaquarda. „Für die meisten Rennen müssen wir nicht so weit anreisen. Wir sind für das Wochenende in Most optimistisch. Wir haben auf der Strecke bereits getestet. Ich denke, wir sollten besser abschneiden als in Oschersleben und erneut in die Punkte fahren. Wenn alles ideal läuft, springt ja vielleicht sogar ein Podestplatz heraus.“

DTM: Drei Fragen an Paul Di Resta

Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul, der Saisonstart steht kurz bevor. Wie sehen die letzten eineinhalb Wochen bis Hockenheim für Dich aus?

Paul Di Resta: Ganz normal, die Vorbereitungen laufen noch bis Montag voll durch. Die ganze Konzentration gilt der Performance des Autos. Nach dem Test in Hockenheim gab es noch einmal jede Menge zu tun. Jetzt sind wir heiß darauf, herauszufinden, wo wir genau im Vergleich zu unseren Konkurrenten stehen. Das Auto war beim Test gut zu fahren und ich hoffe, dass wir einen guten Saisonstart hinlegen werden.

In diesem Jahr sah Deine Saisonvorbereitung etwas anders aus, da Du auch schon in anderen Serien gefahren bist. Könnte die zusätzliche Rennpraxis ein Vorteil für Dich sein?

Paul Di Resta: Ich bin von Oktober bis April kein DTM-Auto gefahren, entsprechend bin ich froh, dass ich zumindest ein paar andere Rennen bestreiten konnte. Als Fahrer ist es immer schön, in einem Rennauto zu sitzen. Aber leider sind die Testmöglichkeiten in der DTM durch das Reglement stark eingeschränkt. Deshalb habe ich versucht, das Beste daraus zu machen.

Mattias Ekström absolviert in Hockenheim seine beiden Abschiedsrennen. Was hältst Du von der Idee?

Paul Di Resta:
Es ist immer großartig, wenn jemand wie Mattias am Start steht. Er war für eine lange Zeit ein wichtiger Bestandteil der DTM. In meinen Augen ist es gut für die Meisterschaft. So lange sich ein Gaststarter richtig benimmt und es im Hintergrund keine Politik gibt, ist es super. Je mehr Autos im Feld sind, desto besser ist es. Auf ihm lastet eine Menge Druck, da er ohne Testfahrten nur für ein Rennwochenende zurückkommt. Aber für mich verändert sich dadurch nichts. Mein Ziel vor einem Rennwochenende ist es immer, alle anderen zu schlagen - egal, ob es 17 oder 18 Autos sind.