Freitag, 6. April 2018

DTM: Drei Fragen an Daniel Juncadella

Daniel Juncadella: „Ich bin überzeugt, dass ich bis zum Saisonstart Anfang Mai wieder fit bin“

Daniel Juncadella geht davon aus das er schnell wieder fit ist
Foto: Mercedes-Motorsport
Dani, Du warst letztes Wochenende mit dem Mountainbike trainieren - was ist da genau passiert?
 
Daniel Juncadella: Ich war zusammen mit acht Kollegen zum Trainieren und Mountainbiken auf Ibiza. Alles verlief ganz normal, bis ich am Samstagnachmittag einen kleinen Unfall hatte und mir dabei das Schlüsselbein angebrochen habe. Ich bin nicht sehr schnell gefahren, aber nach links hingefallen. Es war nur ein kleiner Unfall, deshalb bin ich zunächst einfach weitergefahren. Aber als ich dann von der Ausfahrt zurück war, habe ich gemerkt, dass mein Schlüsselbein nicht am richtigen Platz war. Das kam für mich dann doch überraschend, denn so etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt. Das war schon komisch, da ich bis dahin keine Schmerzen gespürt habe. Wir sind natürlich sofort ins Krankenhaus gefahren und ich bin so schnell es ging nach Barcelona zu einem Spezialisten geflogen. Dort hat mich der MotoGP-Arzt Dr. Mir direkt operiert und 24 Stunden danach war ich schon wieder zuhause. Das ist natürlich nicht ideal für den Saisonstart, aber zum Glück ging alles schnell und unkompliziert.
 
Wie sieht jetzt Deine weitere Behandlung aus?
 
Daniel Juncadella: Gestern Nachmittag habe ich gemeinsam mit meinem Physiotherapeuten mit der Reha begonnen. Zunächst haben wir leichte Bewegungen mit dem linken Arm gemacht und auch mit einer Magnet-Therapie begonnen. Als ich den Unfall hatte, dachte ich mir nur: „Oh Mann, jetzt ist die Saison vielleicht für mich gelaufen.“ Aber zum Glück war es nicht so schlimm und ich war 48 Stunden danach schon wieder den Umständen entsprechend in Ordnung.
 
Gehst Du davon aus, dass Du nächste Woche beim ITR-Test in Hockenheim dabei sein kannst?
 
Daniel Juncadella: Ja, ich bin zuversichtlich. Ich werde es am Anfang langsam ausprobieren und auch meinen Arzt zum Test mitbringen. Entscheidend wird sein, wie ich mich im Auto fühle. Dazu gehört auch, zu überprüfen, ob zum Beispiel die Sicherheitsgurte zu stark auf mein Schlüsselbein oder die Narbe drücken. Aber ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen werden. In der Woche nach dem Test werden die Fäden gezogen und dann bin ich überzeugt, dass ich bis zum Saisonstart Anfang Mai wieder fit bin.

Dienstag, 3. April 2018

Erfolgreiches Debüt des neuen Audi e-tron FE05

  • Formel-E-Auto der nächsten Generation erstmals auf der Rennstrecke
  • Champion Lucas di Grassi absolviert umfangreiches Testprogramm
  • Teamchef Allan McNish: „Zufrieden, aber noch viel Arbeit vor uns“
 
Bild: Audi-Motorsport
Mit Lucas di Grassi am Steuer hat der Audi e-tron FE05 in Monteblanco (Spanien) reibungslos seine ersten Testkilometer absolviert. Das rein elektrische Rennauto kommt in der fünften Saison der Serie zum Einsatz, die Anfang Dezember beginnt.
 
Drei Tage lang war Audi zusammen mit weiteren Herstellern zu Gast auf dem südspanischen Kurs und hakte die ersten Punkte eines umfangreichen Testprogramms ab. „Es war ein tolles Gefühl, als unser neues Auto Montagmorgen um Punkt neun Uhr aus der Box gerollt ist“, sagt Teamchef Allan McNish. „Wir haben viele Kilometer absolviert und dabei keine größeren Schwierigkeiten gehabt – das ist bei einem ersten Rollout das Wichtigste und eine gute Nachricht für die ganze Mannschaft an der Strecke und bei Audi in Neuburg. Lucas’ Feedback war äußerst positiv, auch das stimmt uns optimistisch für die nächste Zeit. Wir haben in den kommenden Monaten eine Menge Arbeit vor uns, bevor es zum ersten Rennen der neuen Saison geht und wir uns dort erstmals mit der Konkurrenz messen.“
 
Lucas di Grassi ist vom Audi e-tron FE05 beeindruckt. „Mein erster Eindruck war überragend – das Auto ist in allen Bereichen ein riesiger Schritt vorwärts“, sagt der amtierende Champion der Elektrorennserie. „Wir sind viel gefahren, konnten konzentriert an der Abstimmung arbeiten und haben reichlich Daten für die Ingenieure gesammelt. Der erste Test war aus meiner Sicht ein voller Erfolg – jetzt ist meine Vorfreude umso größer, das Auto endlich im Rennen auf einem Stadtkurs zu bewegen.“

Samstag, 31. März 2018

Vorschau auf DTM am Lausitzring

Fette Beats und treibende Bässe: „Gestört aber GeiL“ am Lausitzring

  • Erfolgs-DJs legen am Samstagabend auf – vor dem Public Viewing des DFB-Pokal-Endspiels
  • Duo aus Erfurt gehört zu den gefragtesten Show-Acts Deutschlands
  • Freier Zutritt mit DTM-Ticket
Foto: Jens Hawrda
Die Fans am Lausitzring erleben neben packendem Motorsport vom 18. bis 20. Mai auch einen musikalischen Höhepunkt der Extraklasse. „Gestört aber GeiL“ heizen den Zuschauern im DTM-Fan-Village am Samstagabend eine Stunde lang mit fetten Beats und treibenden Bässen ein. Nico Wendel und Marcel Stephan gehören zu den gefragtesten DJs der Bundesrepublik.

Die beiden DJs und Produzenten aus der Nähe von Erfurt sind hochdekoriert. Die Single „Unter meiner Haut“ erhielt Platin und Dreifach-Gold, für die Songs „Ich & Du“ und „Wohin willst du“ gab es jeweils Gold, ebenso wie für das Debüt-Album „Gestört aber GeiL“. In diesem Jahr sind sie nach 2016 und 2017 zum dritten Mal für den ECHO nominiert.

„Gestört aber GeiL“ hatten ihren Durchbruch auf dem Sputnik Springbreak im Jahr 2012. Ihr Musikstil ist überaus einprägsam: Pop trifft auf entspannten Techno, Rock wird mit melodischen House kombiniert und deutschsprachige Balladen werden zu einfühlsamen, zeitgemäßen Deep-House-Songs.

Neben dem spannenden, sportlichen zweiten Rennwochenende der Saison können sich die Zuschauer am Lausitzring also auf einen besonderen Live-Act freuen. Inhaber eines DTM-Tickets, das an diesem Tag gültig ist, haben freien Zutritt zum Konzertgelände – unabhängig von der Kategorie des Tickets.

Am DTM-Rennwochenende auf dem Lausitzring erwartet die Besucher ein ausgesprochen attraktives Rahmenprogramm. Autogrammstunden mit allen 18 Fahrern, das RoboKeeper Fußball-Modul inklusive einem Gewinnspiel des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und am Samstagabend ein großes Public Viewing des DFB-Pokal-Endspiels – an der östlichsten Rennstrecke der Republik ist am gesamten Wochenende was los.

Bestellt werden können die Karten über die offizielle Homepage www.dtm.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 9:00 bis 16:00 Uhr.

Mittwoch, 28. März 2018

Proczyk macht im Opel das Tempo beim ADAC TCR Germany-Test

  • VW in vier Einheiten vorne, jeweils einmal Audi und Opel
  • Fahrer und Teams meistern Generalprobe für den Saisonauftakt
Harald Proczyk im Opel Astra TCR
Foto: ADAC-Motorsport
Die Saison kann kommen: Mit sechs Testsessions am Montag und Dienstag haben sich die Piloten der ADAC TCR Germany auf den Auftakt der dritten Saison der Tourenwagenserie des ADAC in gut drei Wochen eingestimmt. Drei Marken machten dabei die Bestzeiten unter sich aus. Viermal stand ein VW Golf GTI TCR ganz vorne, je einmal ein Opel Astra TCR und ein Audi RS3 LMS. Am Wochenende vom 13. bis 15. April geht es dann endlich los - ebenfalls in der Motorsport Arena in Oschersleben. SPORT1 wird die Rennen der ADAC TCR Germany im Fernsehen zeigen.
 
Fahrer, Teams und Fans fiebern den Saisonstart entgegen. Und der offizielle Test in der Magdeburger Börde machte bereits Lust auf mehr. Einen besonders starken Eindruck hinterließ dabei der VW Golf GTI TCR, der in vier Sessions ganz vorne war. Florian Thoma (22, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler), zweimal Rookie-Champion Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) und Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) fuhren jeweils im Golf Bestzeiten.
 
Die schnellste Runde gelang jedoch Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel Astra TCR in 1:31.995 Minuten. Zweitschnellster war Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS in 1:32.068 Minuten, die drittbeste Runde gelang Luca Engstler im VW Golf GTI TCR in 1:32.172. Doch nur Proczyk, Vizemeister der Premierensaison 2016, knackte die Marke von 1:32.00 und unterstrich, dass mit ihm in diesem Jahr zu rechnen sein wird.
 
"Ich glaube, so schnell war Opel hier noch nie", sagte der Österreicher lächelnd: "Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert, bis wir ein richtig schnelles Set-Up gefunden haben." Gleichzeitig lobte Proczyk seinen jungen Teamkollegen Luke Wankmüller (16, Straubenhardt, HP Racing International), der "einen sensationell guten Job macht", wie der 42-Jährige betonte.
 
Wankmüller fuhr auf Anhieb mehrmals in die Top Ten. "Die Saison kann definitiv kommen. Ich bin super zufrieden und freue mich auf den Auftakt hier", sagte der 16-Jährige, der in der Honda Rookie Challenge antreten wird. In der Wertung für Nachwuchsfahrer sind außerdem Max Hesse (16, Wernau) im Audi, Marcel Fugel (17, Chemnitz) in einem Honda Civic TCR, Loris Prattes (17, Neuhemsbach) im Cupra TCR und VW-Pilot Justin Häußermann (17, Forchtenberg) dabei. Der Sieger der Honda Rookie Challenge erhält einen neuen Honda Civic.
 
Zufrieden war auch das Team Racing One, das mit Niels Langeveld den zweitschnellsten Piloten der Testtage stellte. "Das war ein super Test, sehr aufschlussreich", sagte Teamchef Martin Kohlhaas: "Das Auto lief absolut fehlerfrei, so konnten wir viele wichtige Daten sammeln. Niels hat vom Meistertitel gesprochen, und ich denke, dass wir in diesem Jahr ganz vorne mitfahren können."

Dienstag, 27. März 2018

Mercedes-AMG bei ADAC GT Masters-Generalprobe vorn

  • Offizielle Testfahrten über zwei Tage in Oschersleben
  • Drei Mercedes-AMG auf den ersten Plätzen
  • Lamborghini am ersten Tag vorn
 
Mit zweitägigen Testfahrten in der Motorsport Arena Oschersleben haben sich die Teams und Fahrer des ADAC GT Masters auf die neue Saison vorbereitet. Die besten Rundenzeiten gelangen dabei Mercedes-AMG. Gleich drei der schwäbischen GT3-Sportwagen platzierten sich auf den ersten drei Gesamtpositionen. Den Saisonauftakt trägt das ADAC GT Masters vom 13. bis 15. April ebenfalls in der Magdeburger Börde aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
Lamborghini am ersten Testtag vorn
Foto: ADAC-Motorsport
So langsam wird es ernst. Knapp zweieinhalb Wochen vor dem ersten Lauf nutzten alle 23 Teams der "Liga der Supersportwagen" insgesamt fünf Testsessions, um wichtige Daten und Erfahrung zu sammeln. 35 Fahrzeuge von acht Marken kamen dabei zum Einsatz. Gesamtschnellster wurde Nicolai Sylvest (20/DK) im Mercedes-AMG des Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing, den er sich mit ADAC Formel 4-Aufsteiger Kim-Luis Schramm (20/Wümbach) teilte. Der Bestwert des Dänen, den er in der fünften und letzten Session aufstellte, betrug 1.23,320 Min. "In den ersten Sitzungen haben wir uns mit dem Set-up etwas schwergetan", so Sylvest. "Doch vor der letzten Sitzung haben wir das Auto noch mal verändert und dann hat es gepasst. Am Ende bin ich mit frischen Reifen gefahren - und das zeigt sich am Ergebnis."
Ferrari wird das Feld in diesem Jahr bereichern
Foto: ADAC-Motorsport
Die zweitschnellste Rundenzeit beim Test setzten Markus Pommer (27/Neckarsulm)/Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide HTP Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG. Pommer gelang mit 1.23,548 Minuten nicht nur die die zweitbeste Gesamtzeit, sondern auch die Bestzeit in der vierten Sitzung am Dienstagmorgen. "Der Test verlief wirklich gut. Am ersten Tag habe ich mich noch etwas mit der Umstellung auf den Mercedes-AMG, den ich in diesem Jahr erstmals fahre, schwergetan. Abends habe ich noch mal die Daten analysiert und bin viel aussortierter in den zweiten Tag gestartet. Ich war schon mit gebrauchten Reifen schnell, und mit neuen Reifen lief es noch besser. Ich fühle mich inzwischen ganz wohl mit dem Auto. Für den Saisonauftakt bin ich zuversichtlich."
 
Das "Stern"-Trio an der Spitze vervollständigten Luca Stolz (22/Brachbach) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing). Ihnen fehlten 0,256 Sekunden auf die Bestzeit. Mit 1.23,580 Minuten erzielte das Trio Ivan Lukashevich (26/RUS), Nicolaj Møller Madsen (25/DK) und Jake Dennis (22/GB) im schnellsten Audi R8 von ADAC GT Masters-Rückkehrer Phoenix Racing die viertbeste Rundenzeit des Tests vor ihren Markenkollegen Florian Spengler (30/Schaffhausen) und Dries Vanthoor (19/B, beide EFP by TECE).
 
Der Montag stand vor allem im Zeichen von Lamborghini. Andrea Caldarelli (28/I) und Mirko Bortolotti (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) waren nicht nur die Schnellsten am Auftakttag, sondern auch in zwei der ersten drei Sitzungen. Ebenfalls eine Bestzeit am ersten Tag gelang dem Brüderduo Sheldon van der Linde (18/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA) in einem Audi R8 von Montaplast by Land-Motorsport.
Honda NSX GT3
Foto: ADAC-Motorsport
Seine ADAC GT Masters-Premiere feierte in Oschersleben der Honda NSX GT3. Dem Honda Team Schubert Motorsport und seinem jungen Fahrerduo Giorgio Maggi (20/CH) und Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) kam es beim Test vor allem darauf an, möglichst viel Erfahrung mit dem japanischen Fahrzeug zu sammeln. Mit dem 488 GT3 von HB Racing kehrt Ferrari erstmals seit 2012 wieder in das ADAC GT Masters zurück. In der Motorsport Arena drehten Dominik Schwager (41/Eisenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim) fleißig mit dem roten Renner Runden. In der vierten Sitzung gelang ihnen der Sprung in die Top Ten der Rundenzeiten.