Dienstag, 8. August 2017

Audi-Sieg durch Pommer/Van der Linde auf dem Nürburgring am Sonntag

  • Debütsieg von Aust Motorsport im ADAC GT Masters
  • BMW-Duo Nick Catsburg und Philipp Eng auf Rang zwei
  • Ex-Champion Christopher Haase und Rookie-Sieger Jeffrey Schmidt werden Dritte
Markus Pommer u. Kelvin van der Linde holen ersten Sieg für Aust Motorsport
Foto: Jens Hawrda
Die Audi-Fahrer Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (21/ZA) holten sich den Sieg im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring und damit den ersten Triumph in der "Liga der Supersportwagen" für das Team Aust Motorsport. Platz zwei ging an den von der Pole-Position gestarteten BMW M6 von Nick Catsburg (29/NL) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) vor Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8. "Ein tolles Rennen. Ich habe zwei Jahre auf meinen nächsten Sieg im ADAC GT Masters warten müssen", so Sieger van der Linde. "Aber in diesem Jahr haben wir das richtige Paket und eine tolle Fahrerpaarung."

Pole-Setter Eng bleibt beim Start vorn

Die erste Rennhälfte auf dem Nürburgring stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Philip Eng. Der BMW-Pilot verteidigte beim Start die Führung und behauptete auch bis zum Wechsel zu seinem Partner Nick Catsburg die Spitzenposition. Die Entscheidung um den Sieg fiel nach den Boxenstopps: Catsburg fuhr parallel zu Pommer aus der Boxengasse und blieb so in Führung, die Rennleitung wertete das Manöver des BMW-Fahrers als "unsafe release" und wies einen Platztausch an der Spitze an. Pommer übernahm so die Spitze und setzte sich bis zu einer kurzen Safety-Car-Phase ab. Auch nach dem Restart konnte der BMW-Pilot die Rundenzeiten von Pommer nicht mitgehen. Der Audi-Fahrer fuhr schließlich mit 4,5 Sekunden Vorsprung zu seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters. Auch für das Team von Frank Aust war es der erste Triumph in der "Liga der Supersportwagen". Für Pommers Teamkollegen Kelvin van der Linde ging mit dem Erfolg eine lange Durststrecke im ADAC GT Masters zu Ende. Seinen letzten Sieg hatte der Champion von 2014 vor zwei Jahren auf dem Sachsenring eingefahren.

Catsburg und Eng wurden Zweite. Eng verbesserte sich dank seines dritten Podestplatzes der Saison auf den zweiten Gesamtrang der Fahrerwertung und verringerte seinen Rückstand auf Tabellenführer Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), der zusammen mit Albert Costa (27/E) in der Corvette C7 Achter wurde, vier Rennen vor Saisonende auf 38 Zähler. Den letzten Podestplatz sicherten sich die Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport). Für Schmidt war es der zweite Sieg des Wochenendes in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.

Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team) erkämpften sich vom neunten Startplatz Rang vier. Ineichen gewann damit wie schon am Samstag die Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten. Dahinter folgten zwei weitere Audi R8: Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH) wurden im zweiten Fahrzeug von Aust Motorsport Fünfte vor den letztjährigen Titelträgern Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport).

Beste Mercedes-AMG-Piloten waren als Siebte Indy Dontje (24/NL) und Maximilian Buhk (24/Hamburg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). Hinter Tabellenführer Gounon und Partner Costa sicherten sich Ezequiel Perez Companc (23/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini im Huracán und die Zweiten vom Samstagsrennen, die Porsche-Fahrer Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard), die letzten Meisterschaftspunkte.

Stimmen der Sieger

Kelvin van der Linde (Aust Motorsport, Audi R8 GT3):
"Ich hatte anfangs einen harten Kampf mit dem Porsche von Sven Müller. Ich war etwas schneller als er, kam aber nicht vorbei. Unsere Strategie war daher am Ende der Schlüssel zum Sieg. Das Team hat einen tollen Boxenstopp gemacht und wir konnten auf eine Höhe mit dem BMW ziehen. Das war die rennentscheidende Szene."

Markus Pommer (Aust Motorsport, Audi R8 GT3):
"Ein tolles Gefühl: Der erste Sieg für mich, aber auch für Aust Motorsport. Wir wussten, dass der Audi und auch Kelvin, der hier im Mai das 24-Stunden-Rennen gewonnen hat, stark sind. Auch wenn es am Ende einfach aussah, war es nicht so. In den Schlussrunden gab es in der ersten und letzten Kurve eine Flaggenwarnung, dass die Strecke dort rutschig ist. Nach dem Restart war ich der erste Fahrer dort, da war es schwierig den richtigen Bremspunkt zu finden. Aber unser Auto war heute wirklich toll."

ADAC TCR Germany: Audi-Pilot Buri holt ersten Saisonsieg am Sonntag am Nürburgring

  • Zwei Audi nach einem ereignisreichen Rennen an der Spitze
  • Gesamtführender Files bleibt nach Sieg am Samstag ohne Punkte
  • Engstler als Elfter bester Rookie

Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) hat sich beim zehnten Lauf der ADAC TCR Germany seinen ersten Saisonsieg gesichert. Der Finne im Audi RS3 LMS holte sich in einem ereignisreichen Rennen seinen insgesamt vierten Sieg in der Tourenwagenserie des ADAC. Buri gewann vor seinem Markenkollegen Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC 1927 Mayen e.V. im ADAC). Auf den dritten Platz fuhr Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) im Seat Leon TCR. Bitter endete das Rennen hingegen für den Titelverteidiger und Gesamtführenden Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition), der sein beschädigtes Auto nach einer Kollision beim Start in der Box abstellen musste.

"Ich bin sehr glücklich. Aus der ersten Reihe zu starten, macht das Leben viel einfacher. Ich habe einfach versucht, schnelle Runden zu drehen und eine Lücke herauszufahren", erklärte Buri: "Das Teilnehmerfeld ist in dieser Saison richtig gut. Es gibt 15 Fahrer, die das Rennen gewinnen können. Wenn du nicht alles gibst, fällst du sofort zurück."

Auf den Plätzen folgten der Förderpilot der ADAC Stiftung Motorsport Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) im Seat Leon und die Audi von Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) und Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport). Jürgen Schmarl (43, Österreich, Target Competition) wurde im Honda Civic TCR Siebter. Dahinter komplettierten Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda, Fabian Danz (27, Schweiz, Schläppi Race-Tec) im Seat Leon und Jasmin Preisig (25, Schweiz, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR die Top Ten.

Bester Rookie wurde Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR als Elfter, er baute damit seine Führung in der Honda Rookie Challenge weiter aus. Der Sieger der Honda Rookie Challenge erhält zum Ende der Saison einen neuen Honda Civic als Prämie.

Pole-Setter Max Hofer (18, Österreich, AC 1927 Mayen e.V. im ADAC) erwischte keinen guten Start. Buri übernahm von Startplatz zwei die Führung während Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec) nach einem Startunfall mit seinem Opel Astra in die Leitplanken einschlug und das Safety-Car auf die Strecke ging.

Direkt nach dem Restart konnte Steve Kirsch (38, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR den Führenden Buri kurzzeitig überholen, nach der zehnten Runde musste Kirsch allerdings seinen Boliden mit technischem Defekt abstellen. Ein Ausfall von Sven Markert (19, Berlin, GermanFLAVOURS Racing) im Audi sorgte dann für eine zweite Safety-Car-Phase.

Mit vier Minuten verbleibend wurde das Rennen wieder freigegeben. Während Buri ungefährdet dem Sieg entgegenfuhr, waren die weiteren Podestplätze hart umkämpft. Auf Rang drei liegend attackierte Mike Halder den zweitplatzierten Sheldon van der Linde. Der Audi-Pilot parierte die Attacke, Halder musste in der Folge noch seinen Markenkollegen Proczyk vorbeiziehen lassen und beendete das Rennen als Vierter.

In der Gesamtführung bleibt Files trotz des Ausfalls mit 288 Punkten klar in Führung. Dahinter konnten allerdings Halder (211), Langeveld (197) und van der Linde (187) ihren Rückstand verkürzen. Für die Fahrer der ADAC TCR Germany steht nun erst einmal eine sechswöchige Pause auf dem Programm, ehe es am Sachsenring (15. bis 17. September) in das vorletzte Rennwochenende der Saison geht.

Stimmen der Bestplazierten zur ADAC TCR Germany:

Sheldon van der Linde
(Zweiter, AC 1927 Mayen e.V. im ADAC): "Ich bin gut gestartet und auf den zweiten Platz gefahren, den ich dann gehalten habe. Leider hatte Steve Kirsch Probleme mit seinem Auto, da hatte ich Glück. Ich bin sehr froh. Das sind wichtige Punkte für die Meisterschaft, die mich dort weiter im Rennen halten. Es ist ein Heimrennen für mein Team, deswegen ist es sehr schön, hier ein Podium feiern zu können."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing): "Der Fight mit Mike Halder zum Schluss war ziemlich heftig. Ich wollte zumachen, aber da war er schon auf meiner hinteren Stoßstange. Gott sei Dank ist es so ausgegangen und keiner hat einen Platz verloren. Es war hart an der Grenze, aber ich hoffe, es war noch in Ordnung. Seit zwei drei Rennen läuft es bei mir ganz gut, in der Meisterschaft musst du immer happy sein, wenn du auf ein Podium fährst."

Luca Engstler (Elfter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): "Wir sind natürlich zufrieden, dass es mit der Rookie-Wertung geklappt hat. Es ist schade, dass es für ganz vorne nicht gereicht hat. Vom eigenen Speed wäre das auf jeden Fall möglich gewesen. Wir haben ziemlich Probleme, mit Seat, Audi und Honda mitzufahren. Aber ich habe es geschafft, schnellster Golf zu sein. Ich denke, dass wir uns am Sachsenring auf jeden Fall leichter tun werden."

Montag, 7. August 2017

Lucas Auer und Sebastian Asch holen ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG am Samstag

  • Premierenerfolg für DTM-Star Auer und BWT Mücke Motorsport
  • Platz zwei für Porsche-Duo Jaminet/Ammermüller
  • Pole-Setter Stolz und Ludwig werden im Mercedes-AMG Dritte
Foto: Gruppe C Fotografie
Mit einer souveränen Leistung sicherten sich Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und DTM-Star Lucas Auer (22/A, beide BWT Mücke Motorsport) auf dem Nürburgring den Sieg im neunten Saisonlauf des ADAC GT Masters. Es war gleichzeitig der erste Triumph für Mercedes-AMG in der „Liga der Supersportwagen“ seit April 2016. Der zweite Rang ging an das Porsche-Duo Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard), Platz drei sicherten sich Pole-Setter Luca Stolz (22/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) in einem weiteren Mercedes-AMG. „Unglaublich“, so Sieger Lucas Auer. „Das ist erst mein zweites Wochenende im ADAC GT Masters und schon stehen wir ganz oben auf dem Podest. Ich hatte im Rennen sehr viel Spaß.“

Turbulenter Start

Den Grundstein zu seinem zehnten ADAC GT Masters-Laufsieg legte Asch am Start. Der zweifache ADAC GT Masters-Champion übernahm von Startplatz drei in der ersten Kurve die Spitze, dahinter folgte die Corvette von Tabellenführer Jules Gounon (22/F, Callaway Competition) und Pole-Setter Luca Stolz sowie Mathieu Jaminet. Zwischenzeitlich eingebremst von zwei Safety-Car-Phasen behauptete das Quartett bis zu den Boxenstopps die Spitzenpositionen. Nach den Fahrerwechseln verteidigte Aschs Partner Lucas Auer die Führung und baute den Vorsprung des pinken Mercedes-AMG weiter aus. Im Ziel hatte der aktuelle DTM-Tabellendritte 7,2 Sekunden Vorsprung und holte damit bei seinem zweiten Auftritt im ADAC GT Masters seinen ersten Sieg. Auch für die Berliner Mannschaft BWT Mücke Motorsport, die in diesem Jahr erstmals in der „Liga der Supersportwagen“ antritt, war es der Premierenerfolg.

Dank eines gelungenen Boxenstopps kam das Porsche-Duo Jaminet und Ammermüller auf den zweiten Rang. Für das Duo, das für das Team von Le-Mans-Sieger Timo Bernhard antritt, war es das beste Saisonergebnis seit dem Sieg beim Saisonauftakt. Luca Stolz, der zum zweiten Mal die Junior.-Wertung für Piloten unter 25 Jahre gewann, und Luca Ludwig holten beim Heimspiel des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED den dritten Platz vor Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen)/Patric Niederhauser (25/CH, beide Aust Motorsport) im Audi R8, die ihre bisher beste Saisonplatzierung einfuhren.

Tabellenführer Jules Gounon und sein neuer Teamkollege Albert Costa kamen mit ihrer Corvette C7 als Fünfte ins Ziel, Gounon baute damit seine Tabellenführung weiter aus. Costa lieferte sich nach dem Fahrerwechsel ein spannendes Duell mit dem zweiten Aust-Audi von Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (21/ZA). Das Duo musste sich am Ende mit Rang sechs begnügen. Siebte wurden die Mercedes-AMG-Fahrer Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport), dahinter folgten Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8.

Dank einer starken Aufholjagd sicherten sich Nick Catsburg (29/NL) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) noch den neunten Rang. Das Duo war von Position 16 gestartet. Der letzten Meisterschaftszähler ging an Ezequiel Perez Companc (23/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser Racing Team) in Lamborghini Huracán.

Platz elf ging an den Lamborghini von Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Ineichen holte damit seinen sechsten Saisonsieg in der Trophy-Wertung für nicht professionelle Piloten.
Foto: Gruppe C Fotografie
Stimmen der Sieger

Sebastian Asch (BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG GT3): „Ich hatte einen Bombenstart. Natürlich habe ich dabei etwas von den Fehlern der Vordermänner profitiert. Die Pace und die Restarts waren super, das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und Lucas Auer ist perfekt gefahren. Ich freue mich riesig. Wir haben auch einen großen Schritt nach vorn in der Meisterschaft gemacht und uns um einige Positionen verbessert. Auch wenn Jules Gounon einen großen Vorsprung hat, wollen wir dranbleiben. Wer weiß, was noch alles passieren wird.“

Lucas Auer (BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG GT3): „Herzlichen Glückwunsch an Mercedes-AMG und BWT Mücke Motorsport zum Sieg. Ich bin sehr glücklich. Sebastian ist toll gefahren. Er hatte einen super Start und zweite tolle Restarts. Das Auto war sehr einfach zu fahren. Bereits meine erste Rundenzeit betrug 1.29,1 Minuten – was zeigt, wie viel Vertrauen ich in das Fahrzeug hatte.“

TCR Nürburgring: Josh Files feiert seinen vierten Saisonsieg

  • Umkämpftes Rennen: Files siegt knapp vor Mike Halder und Niels Langeveld
  • Vier Marken an der Spitze: Opel-Pilot Dino Calcum wird Vierter
  • Luca Engstler wird erneut bester Rookie – Hofer im zweiten Rennen auf der Pole
Foto: Gruppe C Fotografie
Nervenstark zum vierten Saisonsieg: Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat das spannende neunte Saisonrennen der ADAC TCR Germany gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Im Honda Civic TCR setzte sich Files nach einem starken Start gleich zu Beginn an die Spitze und verteidigte die Führung bis zum Schluss gegen die Angriffe von Pole-Setter Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing), der im Seat Leon TCR Zweiter wurde. Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) fuhr im Audi RS3 LMS als Dritter ebenfalls aufs Podium. Bester Rookie und zugleich schnellster VW Golf GTI TCR war Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der den 15. Rang belegte.

„Ich bin so stolz auf mein Team. Dieser Sieg ist nicht für mich, sondern vor allem für die Jungs von Target, die so hart arbeiten“, jubelte Files: „Mike hat mich gepusht, er ist einfach viel zu schnell für meinen Geschmack. Aber ich liebe harte und faire Duelle. Er hätte den Sieg genauso verdient wie ich – am Ende hatte ich das bessere Ende für mich.“

Vierter wurde Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec) im Opel Astra TCR vor Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) in einem weiteren Audi und Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) im Seat. Die Ränge sieben bis zehn belegten Steve Kirsch (38, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) im Honda, Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) im Audi, Honda-Pilot Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) und Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) in einem weiteren Audi.

Der von der Pole Position gestartete Mike Halder erwischte einen guten Start und verteidigte sich erfolgreich gegen Niels Langeveld – doch damit machte er Platz für eine Attacke von Josh Files, der sich so noch vor der ersten Kurve an die Spitze setzte. Im hinteren Teil des Feldes kam es dann zu mehreren Kontakten, in deren Folge Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler), Niko Kankkunen (18, Finnland, LMS Racing) sowie Sven Markert (19, Berlin, GermanFlavours Racing) ausschieden. Um Kankkunens Audi und Wolfes VW Golf GTI TCR zu bergen, kam das Safety Car auf die Strecke.

Acht Minuten später erfolgte der Restart, und es entwickelte sich ein hochklassiges und umkämpftes Rennen. Files musste sich immer wieder gegen Angriffe des von der ADAC Stiftung Sport geförderten Halder wehren, der wiederum den roten Audi von Langeveld im Nacken sitzen hatte. Dahinter lauerte Opel-Pilot Calcum auf seine Chance.

Die Duelle seiner Verfolger spielten Files in die Karten, und der Brite konnte sich kurzzeitig etwas absetzen – jedoch keinesfalls durchatmen. Denn Halder schloss die Lücke wieder und suchte nach einem Weg, um an Files’ Honda vorbeizukommen. Nach einem Kontakt zwischen Luca Engstler und Lukas Niedertscheider (22, Österreich, Niedertscheider Motorsport) musste das Safety Car mit noch sieben Minuten auf der Uhr erneut auf die Strecke.

Der Restart erfolgte mit drei Minuten Restzeit – und auch das Duell Halder gegen Files setzte sich fort. Reifen an Reifen fuhren die beiden in die letzte Runde, Halder hatte kurzzeitig die Nase vorn, doch letztlich ließ sich Files den Sieg doch nicht mehr nehmen.In der Gesamtwertung hat der Titelverteidiger nun 288 Punkte auf dem Konto und damit 106 mehr als Mike Halder (182) und 117 Zähler Vorsprung auf Niels Langeveld (171). Sheldon van der Linde (151), Steve Kirsch (140) und Moritz Oestreich (135) folgen auf den Plätzen.

Foto: Gruppe C Fotografie

Stimmen der Bestplazierten zur ADAC TCR Germany


Josh Files
(Sieger, Target Competition): „Im Motorsport kann noch alles passieren, morgen ist schon wieder ein neuer Tag. Jetzt genießen wir erst einmal den Moment.“

Mike Halder (Zweiter, Wolf-Power Racing): „Ich bin auf der einen Seite zufrieden, aber es hätte noch mehr drin sein können. Josh hat einen brillanten Start hingelegt, wobei ich selbst auch einen sehr guten Start hatte. Es folgte dann ein sehr guter und harter Fight mit ihm. In der letzten Runde war ich kurz vorne, aber das Rennen ging leider eine Runde länger. Es hat einen Riesenspaß gemacht, mit Josh zu kämpfen. Es war hart, aber sehr fair. Leider bin ich nur als Zweiter über die Ziellinie gefahren.“

Niels Langeveld (Dritter, Racing One): „Vor mir haben die beiden gekämpft, aber sie waren einfach ein bisschen schneller als ich. Also muss ich mit Platz drei zufrieden sein. Kurzzeitig hatte ich die Chance, an Mike vorbeizugehen. Aber er hat sich gut verteidigt. Insgesamt bin ich zufrieden, das Tempo ist auf jeden Fall da.“

Luca Engstler (15. und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): „Natürlich ist es super, dass wir der Rookie-Meisterschaft wieder einen Schritt nähergekommen sind. Das ist auch ganz klar unser Ziel. Ich habe zwei Schläge bekommen und das Lenkrad hat ganz schief gestanden. Dann war eigentlich nur angezeigt, das Ding nach Hause zu bringen und Punkte für die Rookie-Meisterschaft zu holen. Sehr frustrierend. Trotzdem vielen Dank ans Team. Hoffentlich kommen auch wieder andere Tage.“

Donnerstag, 3. August 2017

24h-Sieger im Sprinteinsatz beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring

  • ADAC GT Masters-Piloten gewannen 24h-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa
  • In der Eifel wollen sie am Wochenende auch in Sprintrennen glänzen
  • SPORT1 überträgt beide Rennen des ADAC GT Masters live und in voller Länge

Die Piloten des ADAC GT Masters überzeugen auch bei Langstreckenrennen: Nach dem Triumph beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring von Connor De Phillippi (24/USA), Christopher Mies (28/Heiligenhaus), Kelvin van der Linde (21/ZA) und Markus Winkelhock (37/Schorndorf) siegten Winkelhock, Tabellenführer Jules Gounon (22/F) und Christopher Haase (29/Kulmbach) jetzt bei den 24 Stunden von Spa. Am kommenden Wochenende (4. bis 6. August) greifen die Erfolgspiloten auf dem Nürburgring beim fünften Saisonlauf wieder in den Sprintrennen des ADAC GT Masters an. Die beiden Rennen werden am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, DAZN, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac zu sehen.

Die Tabellenführer Christopher Mies (l.) und Connor De Phillippi
Foto: ADAC-Motorsport
Die derzeit in der „Liga der Supersportwagen“ bestplatzierten „Langstreckenspezialisten“ sind die ADAC GT Masters-Titelverteidiger De Phillippi und Mies. Die aktuellen Tabellenvierten haben nicht nur wegen des Sieges beim 24h-Rennen gute Erinnerungen an den Nürburgring: Holten sie doch hier 2016 ihren einzigen Saisontriumph auf dem Weg zum späteren Titelgewinn. Zuletzt in Zandvoort standen De Phillippi und Mies erstmals in diesem Jahr im ADAC GT Masters ganz oben auf dem Podest und verringerten damit ihren Rückstand auf die Tabellenspitze. Dementsprechend zuversichtlich ist das Duo für das Wochenende: „Wir haben definitiv noch Chancen auf die Titelverteidigung“, so Mies. „Im vergangenen Jahr hatten die Corvette-Piloten auch einen großen Vorsprung, und wir haben es am Ende geschafft, sie noch abzufangen. Wir geben alles und haben auf jeden Fall eine Chance.“ Teamkollege De Phillippi ist ebenfalls optimistisch: „Die Sprintstrecke des Nürburgrings ist sehr technisch. Man braucht ein agiles Auto, das auch gut auf der Bremse ist. Genau das trifft auf den Audi zu.“ Christopher Haase, im ADAC GT Masters Teamkollege von De Phillippi/Mies bei Montaplast by Land-Motorsport und zuletzt in Zandvoort Zweiter im Sonntagsrennen, gehörte dagegen am vergangenen Wochenende zum Siegertrio in Spa. Ebenso wie ADAC GT Masters-Tabellenführer Jules Gounon, der in der „Liga der Supersportwagen“ jedoch keinen Audi R8 pilotiert, sondern die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Für den Franzosen war es der erste Auftritt in einem werksunterstützen GT3-Sportwagen der vier Ringe.

Auch Kelvin van der Linde hatte in Zandvoort Grund zum Jubeln. Am Samstag holten der Südafrikaner und Markus Pommer (26/Neckarsulm), sein Teamkollege bei Aust Motorsport, ebenfalls ihren ersten Podestplatz der Saison. „Den Nürburgring kenne ich wirklich gut“, so van der Linde. „Die Meisterschaft ist immer noch relativ offen. Wir liegen nur 15 Punkte hinter dem besten Audi. Es ist also noch einiges möglich.“ Der ADAC GT Masters-Champion von 2014 freut sich auf die bevorstehenden Rennen: „Wir waren auch schon vor Zandvoort stark, hatten aber nicht immer das nötige Glück. Auf jeden Fall liegen jetzt noch Strecken vor uns, die für den Audi R8 LMS sehr gut sein sollten.“

Markus Winkelhock machte nicht nur am Nürburgringring seinem Ruf als Langstreckenspezialist alle Ehre. Am vergangenen Rennwochenende fuhr er in Spa-Francorchamps einen weiteren Gesamtsieg bei einem 24-Stunden-Rennen ein – es war der insgesamt fünfte seiner Karriere. „Es ist ein tolles Gefühl. Auf dem Nürburgring und in Spa in einem Jahr zu siegen ist etwas ganz Besonderes. Das durfte ich bereits 2014 erleben“, so der Schwabe, der sich auf seine Rückkehr in die Eifel freut: „Natürlich ist es ein gutes Gefühl, dort Ende Mai gewonnen zu haben. Ich mag den Nürburgring generell, er liegt mir, und das Layout gefällt mir.“ Winkelhock, der vor zehn Jahren in der Eifel seinen einzigen Formel-1-Grand-Prix fuhr und dabei sogar Führungskilometer sammelte, startet in diesem Jahr in einem Audi R8 von BWT Mücke Motorsport. Die Berliner Mannschaft bestreitet ihre erste Saison in der „Liga der Supersportwagen“. Das beste Saisonergebnis von Winkelhock und Partner Filip Salaquarda (33/CZ) ist bisher ein siebter Platz. Nun soll mehr her: „Unser Tempo im Vergleich zu den anderen Audi-Teams war bislang gut. Die Mücke-Mannschaft macht einen sehr guten Job. Leider sind wir durch viel Pech unter Wert geschlagen worden. Ich hoffe, dass sich das Blatt am Nürburgring wendet. Es wäre toll, wenn wir endlich den Lohn für unsere Leistungen bekommen könnten.“

Neben dem ADAC GT Masters können die Zuschauer in der Eifel jede Menge weitere Rennaction genießen. Neben der ADAC Formel 4 und der ADAC TCR Germany treten dort auch die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) und der Renault Clio Cup Central Europe an. Karten können im offiziellen Ticket-Shop des ADAC GT Masters unter adac.de/motorsport bestellt werden und sind an der Tageskasse erhältlich.