Sonntag, 23. Juli 2017

DTM Qualifying: Auf einmal ist BMW vorn

Tom Blomqvist holt Pole für BMW
Foto: Jens Hawrda
BMW holt sich im Qualifying für Rennen zwei am heutigen Sonntag in Moskau die Doppel-Pole. Schnellster war Tom Blomqvist vor seinen BMW-Markenkollegen Bruno Spengler. Auf den Plätzen drei und vier folgt das Audi-Duo Mattias Ekström und Renè Rast. Dahinter reit sich mit Paul Di Resta auf Platz fünf der erste Mercedes Pilot ein. Insgesamt ist die Performace-Steigerung von BMW zwischen Freiem Training und Qualifying schon erstaunlich, denn BMW stellt nach dem Qualifying fünf seiner sechs Fahrzeuge in die Top-Ten. Aus Tabellensicht bedeutet dies vor dem ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte: Gute Ausgangspositionen für Tabellenführer Rast und den drittplatzierten Ekström. Lucas Auer, der nur vier Punkte hinter Rast auf Platz zwei liegt, kam im Qualifying über Rang 14 nicht hinaus und muss sich nun eine extrem gute Strategie zurechtlegen, um im Rennen einen der vorderen Plätze zu belegen. Das verspricht Spannung pur.

Stimmen nach dem Qualifying:


Tom Blomqvist
(BMW), Platz eins:
„Ich hatte eine sehr gute Runde. Auf dem zweiten Satz Reifen war das Auto wirklich schnell. Ich bin sehr zufrieden und konzentriere ich mich jetzt auf das Rennen und gucke, was ich erreichen kann.“


Bruno Spengler
(BMW), Platz zwei:
„Das war ein wahnsinnig enges Qualifying. Die ersten Drei waren nicht mal eine Zehntelsekunde auseinander. Wir haben das Auto im Vergleich zu gestern stark verbessert. Wir haben uns das ganze Wochenende über gesteigert. Das Qualifying war schon mal sehr gut. Es gilt aber noch die restlichen 50 Prozent der Arbeit zu erledigen, für die große Punktzahl.“  


Mattias Ekström
(Audi), Platz drei:
„Ich habe alles gegeben. Wir haben einen guten Job gemacht – aber zwei andere Fahrer haben es besser gemacht. Glückwunsch. Es war besser als gestern, aber immer noch nicht das, was wir wollten. Wir haben die letzten Hundertstelsekunden nicht gefunden.“

Bortolotti holt Pole-Position in Zandvoort für Lamborghini

  • Mirko Bortolotti Schnellster im zweiten Zeittraining in Zandvoort
  • Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz nur knapp geschlagen
  • SPORT1 und DAZN übertragen Rennen am Samstag ab 13.00 Uhr live
Mirko Bortolotti holt Pole für Lamborghini
Foto: ADAC-Motorsport
Enger geht es kaum: Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti (27/I, GRT Grasser-Racing-Team) schlug im zweiten Zeittraining des ADAC GT Masters in Zandvoort Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) im Mercedes-AMG-Pilot denkbar knapp. Der Abstand: lediglich 15 Tausendstelsekunden. Auf Platz drei folgte Audi-Fahrer Kelvin van der Linde (21/ZA, Aust Motorsport). Das achte Saisonrennen des ADAC GT Masters wird von SPORT1 ab 13.00 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de, DAZN, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac zu sehen.

Mit seiner Bestzeit von 1.35,329 Minuten stellte Bortolotti auf dem neu asphaltierten Kurs in Zandvoort einen neuen Qualifyingrekord für das ADAC GT Masters auf. Für den Lamborghini-Werkspiloten war es nach dem Lausitzring die zweite Pole-Position des Jahres, für die italienische Marke und das GRT Grasser-Racing-Team die jeweils dritte in der laufenden Saison.

"Ich hatte eine sehr gute Runde, sie war fast perfekt", sagte Bortolotti. "Ich bin sehr zufrieden. Das ist ein tolles Resultat für uns. Es ist meine zweite Pole-Position des Jahres und dritte im ADAC GT Masters insgesamt. Danke an das Team. Es hat sehr hart gearbeitet, nachdem wir gestern im Rennen kurz vor dem Ziel auf Platz zwei liegend unglücklich ausgeschieden waren. Das war sehr enttäuschend. Jetzt so zurückzukommen, macht mich stolz. Wenn wir ein sauberes Rennen ohne Probleme haben, sollten wir heute um den Sieg kämpfen."

Ex-Champion Maximilian Götz musste sich in seinem Mercedes-AMG mit Startplatz zwei begnügen, dahinter folgte mit Kelvin van der Linde ein weiterer ehemaliger Titelträger der "Liga der Supersportwagen". Dem Südafrikaner, der im Samstagsrennen zusammen mit Markus Pommer (26/Neckarsulm) Zweiter wurde, fehlten im Audi R8 0,279 Sekunden auf die Bestzeit. Mit dem Audi-Fahrer aus Reihe zwei startet Christian Engelhart (30/Wolnzach) im zweiten Lamborghini Huracán des GRT Grasser-Racing-Teams. Dahinter platzierten sich in einem weiteren Mercedes-AMG Luca Ludwig (28/Bornheim, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) und Christopher Haase (29/Kulmbach, Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8.

DTM: Drttes Freies Training Audi wieder klar vorn

Im dritten Freien Training am Sonntag früh sind es wieder die Audi-Piloten die dominieren. Alle sechs Audi-Fahrer schaffen es in die Top-Acht. Trainingsschnellster war Jamie Green vor seinen Markenkollegen Mattias Ekström, Renè Rat und Loic Duval. 
Jamie Green (Audi) wieder vorn
Foto: dtm.com
„Ich muss mir jetzt erst Mal die Zeiten anschauen. Wir arbeiten am Auto und an der Balance. Mal sehen, was das Qualifying bringt“, sagte Jamie Green.

Zwischen die Audis schob sich Augusto Farfus. Der Brasilianer war als Fünfter bester BMW-Pilot (1:28,047). Nico Müller (1:28,055) und Mike Rockenfeller (1:28,175) komplettierten das Sextett auf den Plätzen sechs und sieben. Danach platzierte sich Paul Di Resta auf Acht als bester Mercedes-AMG-Pilot (1:28,399).
Renè Rast mit viel Einsatz auf Platz drei
Foto: dtm.com
Das Qualifying startet um 11.30 Uhr (Ortszeit, 10.30 MESZ). Der Sender One überträgt das zweite Rennen aus Moskau am Sonntag ab 10.25 Uhr.  

Rast vor „Rocky“: Audi-Doppelsieg in Moskau

  • DTM-Neuling sensationell „Halbzeitmeister“ der DTM
  • Zweiter Sieg in der DTM und Tabellenführung zurückerobert
  • Mike Rockenfeller mit gebrochenem Fuß auf Platz zwei

Ein Neuling ist sensationell „Halbzeitmeister“ der DTM: Mit einem Start-Ziel-Sieg holte sich Audi-Pilot René Rast im ersten der beiden DTM-Rennen auf dem Moscow Raceway in Russland die Tabellenführung zurück. Mike Rockenfeller machte trotz eines gebrochenen Fußes einen Audi-Doppelsieg perfekt.


René Rast sorgt in seiner ersten DTM-Saison weiter für Furore: Obwohl er noch nie zuvor in Russland war und den Moscow Raceway bei Moskau nur aus dem Simulator kannte, sicherte sich der Pilot des Audi Sport Team Rosberg am Samstag die Pole-Position und anschließend einen in der DTM seltenen Start-Ziel-Sieg. Damit liegt der Deutsche nach neun von 18 Rennen knapp vor Lucas Auer (Mercedes-Benz) und Mattias Ekström (Audi) an der Tabellenspitze.


„Es war ein geniales Rennen“, sagte Rast nach seinem zweiten Sieg in der DTM. „Das Auto war mega, der Boxenstopp super – einen großen Dank an das Team! In der Meisterschaft wieder ganz vorne zu sein ist ein tolles Gefühl.“

Mike Rockenfeller mit sensationellem zweiten Platz
Foto: dtm.com
Nicht minder eindrucksvoll war der zweite Platz von Mike Rockenfeller, der nach seinem unverschuldeten Unfall auf dem Norisring mit einem gebrochenen linken Fuß startete und auf dem Moscow Raceway mit rechts bremsen musste. „Das ist in der DTM gar nicht so einfach“, sagte der Pilot des Audi Sport Team Phoenix, der von Startplatz zwei ins Rennen ging und René Rast 38 Runden lang wie ein Schatten folgte. „Rocky“ wehrte in der Anfangsphase eine Attacke von BMW-Pilot Augusto Farfus ab und wahrte mit Platz zwei seine Titelchance. „Für meine Mechaniker und mich ist heute ein toller Tag. Sie haben so hart gearbeitet, das Auto nach dem Norisring aufzubauen, und ich denke, nicht viele haben damit gerechnet, dass wir das hier schaffen. Umso stolzer bin ich auf mein Team.“


Dem konnte sich Audi-Motorsportchef Dieter Gass nur anschließen. „Ein super Doppelsieg für Audi! René (Rast) hat von A bis Z eine fantastische Leistung gezeigt: Pole-Position, Start-Ziel-Sieg. Und dass Mike (Rockenfeller) mit einem gebrochenen Fuß in der besten Tourenwagen-Serie der Welt gegen die besten Fahrer auf Platz zwei gefahren ist, ist wirklich beeindruckend.“


Für die anderen Audi-Piloten lief der Samstag nicht so gut. Der als Tabellenführer gestartete Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) fiel nach einem Rempler von BMW-Pilot Timo Glock bereits in der Startrunde weit zurück und verlor später im Duell mit Lucas Auer weitere Positionen. Der Schwede arbeitete sich noch auf Rang acht nach vorn und hätte auf der Ziellinie in einem weiteren Fotofinish fast noch Gary Paffett (Mercedes-Benz) abgefangen.


Jamie Green wurde in der Startrunde ebenfalls hart von einem Konkurrenten getroffen und brachte seinen angeschlagenen Audi RS 5 DTM auf Rang neun ins Ziel. Nico Müller überquerte die Ziellinie als Zehnter, kassierte wegen eines Frühstarts aber nachträglich fünf Strafsekunden. Loïc Duval zeigte mit Platz zehn eine gute Qualifying-Leistung, wurde jedoch wegen der insgesamt dritten Verwarnung der Saison auf Startplatz 15 zurückversetzt. Trotzdem verpasste der Franzose nur ganz knapp seinen ersten Punkt in der DTM.


Nach der ersten Saisonhälfte führt Audi mit 69 Punkten Vorsprung auf Mercedes-Benz die Herstellerwertung an, das Audi Sport Team Rosberg behauptet Platz eins in der Teamwertung. Mit dem zweiten Rennen auf dem Moscow Raceway beginnt am Sonntag um 13.45 Uhr MESZ bereits die zweite Halbzeit einer überaus spannenden DTM-Saison. 

Ergebnis 1. Rennen Moskau (Top-Five):

1. René Rast (Audi)
2. Mike Rockenfeller (Audi) +0,770 Sek.
3. Marco Wittmann (BMW) +3,899 Sek.
4. Robert Wickens (Mercedes-Benz) +6,098 Sek.
5. Timo Glock (BMW) +9,498 Sek.

Samstag, 22. Juli 2017

Heimspiel in Zandvoort: Zweiter Saisonsieg für Audi-Pilot Langeveld

  • Hinter dem Niederländer folgen Jason Wolfe im VW und Rik Breukers im Seat
  • Niels Langeveld im zweiten Rennen am Sonntag auf der Pole Position
  • Josh Files baut Führung in der Gesamtwertung weiter aus
Nils Langeveld holt Heimsieg in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport
Lokalmatador Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) hat beim Heimspiel in Zandvoort seinen zweiten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. Im Audi RS3 LMS siegte der Niederländer bei schwierigen Bedingungen mit einsetzendem Regen vor Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR und dem Seat Leon TCR von Gaststarter Rik Breukers (19, Niederlande, Bas Koeten Racing). Für Langeveld war es der zweite Sieg in Folge, zuletzt in Oschersleben hatte er Audi den ersten Erfolg überhaupt in der ADAC TCR Germany beschert.

„Das war einfach exzellent!“, jubelte der 29-Jährige vom deutschen Team Racing One: „Die anderen haben alle auf Regenreifen gesetzt, doch wir haben den Slicks vertraut. Zum Glück ist das gut gegangen, und unser Mut wurde belohnt. Morgen möchte ich natürlich nachlegen und den nächsten Sieg holen.“

Vierter wurde Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition), der Honda Civic TCR-Pilot baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Audi-Fahrer Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) wurde Fünfter vor dem von der ADAC Stiftung Sport geförderten Seat-Fahrer Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) und seinem Teamkollegen Alexander Morgan (30, Großbritannien). Achter und bester Rookie wurde der in der Honda Rookie Challenge führende Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) vor den beiden Audi-Fahrern Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Thomas Kramwinkel (27, Velbert, German FlavoursRacing).

In der Gesamtwertung liegt Josh Files mit 234 Punkten an der Spitze vor Mike Halder (130), Niels Langeveld (123) und Moritz Oestreich (115).

Der von der Pole Position ins Rennen gestartete Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) erwischte im Seat keinen idealen Start und musste Mike Halder und Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) passieren lassen. Josh Files verbesserte sich derweil vom siebten auf den vierten Rang vor Luca Engstler und Niels Langeveld.

Weil es im hinteren Teil des Feldes beim Start zu einer Kollision zwischen Jasmin Preisig (25, Schweiz, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR, Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) und VW-Fahrer Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) gekommen war, wurde das Rennen unterbrochen.

In der Zwischenzeit setzte der Regen ein – einige Piloten wechselten auf Regenreifen, andere, darunter auch Langeveld, vertrauten ihren Slicks. Der Restart erfolgte mit 20 Minuten Renndauer hinter dem Safety Car, und Langeveld übernahm nach wenigen Kurven die Spitzenposition und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab.

Das Safety Car kam noch zweimal auf die Strecke. Zunächst musste der Honda von Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) geborgen werden, dann schied auch Juniormeister Tom Lautenschlager (18, Grafenau, Target Competition) nur wenige Sekunden nach dem zweiten Restart aus.

Langeveld ließ sich von den Unterbrechungen nicht beirren und fuhr seinen zweiten Sieg letztlich souverän ein. Auch im zweiten Rennen am Sonntag (ab 12.00 Uhr, live bei SPORT1+) wird der 29-Jährige als Zehnter des Qualifyings auf der Pole Position starten. Hinter ihm folgen Audi-Fahrer Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) und Josh Files.
Podium vom Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Niels Langeveld (Sieger, Racing One):
„Die letzte Runde war so lang, und der Regen wurde immer stärker. Es wurde immer rutschiger, aber zum Glück hat es gereicht. Es ist ideal gelaufen!“

Jason Wolfe (Zweiter, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir haben die richtige Reifenwahl getroffen, deshalb ist es gut verlaufen. Da war natürlich auch etwas Glück dabei. Morgen wird es bestimmt wieder interessant – wir wollen natürlich wieder möglichst weit nach vorne.“

Rik Breukers (Dritter, Bas Koeten Racing):
„Es war wegen des einsetzenden Regens ein sehr heikles Rennen. Mein Team hat die richtige Wahl getroffen. Wir haben uns für Slicks entschieden, und das hat sich letztendlich ausgezahlt. Ich bin sehr glücklich, es in meinem allerersten Rennen in der ADAC TCR Germany auf das Podium geschafft zu haben und ich hoffe, dass ich das morgen noch einmal wiederholen kann.“

Luca Engstler (Achter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir haben leider den Fehler gemacht und sind auf Regenreifen gegangen, sonst hätte es vielleicht für ganz oben gereicht. Aber ich war erneut bester Rookie, habe viele Punkte für die Rookie-Wertung gesammelt, und deshalb können wir natürlich trotzdem zufrieden sein.“