Samstag, 10. September 2016

DTM: Zweites Freies Training - Miguel Molina vorn

Miguel Molina
Foto: Jens Hawrda
Beim zweiten Freien Training am Samstagmorgen war das Feld deutlich schneller als in der ersten Session am Freitagnachmittag unterwegs. Der schnellste der 24 Piloten war dieses Mal Miguel Molina (Audi), der im Vorjahr auf dem Nürburgring am Sonntag den ersten Sieg seiner Karriere feierte und auch damals im zweiten Freien Training die schnellste Runde setzte.

„Wir haben ein sehr gutes Fenster erwischt. Die Strecke war frei, das Auto perfekt und die Runde sehr gut“, sagte Molina, der im Gegensatz zu seinen Audi-Mitstreitern mit den neuen Reifen am Auto bestens zurecht kam. „Da hat etwas nicht gepasst. Wir wissen noch nicht, warum wir auf den neuen Reifen verhältnismäßig langsam unterwegs waren. Aber, wir werden den Fehler finden“, klagte unter anderem Edoardo Mortara, der in 1:23.670 Minuten die zwölftbeste Zeit erzielte.

Das Mercedes-AMG-Team Mücke präsentierte wieder einmal in bestechender Form. Christian Vietoris, am Freitag Trainingsbester, fuhr auf den zweiten Rang (1:23.215 Minuten) und Teamkollege Lucas Auer auf Rang drei (1:23.328 Minuten). „Ich bin absolut bester Dinge“, sagte Vietoris. „Wir sitzen zwar im deutlich schwersten Auto, aber wir scheinen diesen Gewichtsnachteil wettmachen zu können.“

Insgesamt zeigte sich Mercedes stark und brachte sechs Fahrer in die Top-Ten, das schafften Audi und BMW nur mit jeweils zwei Piloten.

Ergebnis zweites Freies Training (Top-Five):

1. Miguel Molina (Audi),
2. Christian Vietoris (Mercedes),
3. Lucas Auer (Mercedes),
4. Gary Paffett (Mercedes,
5. Felix Rosenqvist

DTM: Erstes Freies Training - Vietoris mit Bestzeit

Bestzeit im ersten Freien Training: Cgristian Vietoris
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Freien Training am Freitag Nachmittag holte sich Christian Vietoris (Mecedes) bei strahlendem Sonnenschein die Bestzeit. Lediglich vier Fahrern gelang es, die 3,629 Kilometer lange Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses unter 1:24 Minuten zu umrunden. Drei von ihnen saßen hinter dem Steuer eines Mercedes-AMG C63 DTM, einer im BMW M4 DTM.

Robert Wickens, der Zweite der Fahrerwertung fuhr eine 1:23.916 Minuten und hielt damit lange die Bestzeit. Zwei Minuten vor dem Ende des Trainings konnte jedoch Vietoris die Zeit des Kanadiers noch überbieten. Eine Minute nach Vietoris Bestzeit legte auch der Tabellenführer Marco Wittmann nochmal entscheidend zu. Mit 1:23.922 Minuten ergatterte er am Ende den dritten Platz im Zeitenklassement. „Ein schöner Start ins Rennwochenende. Aber, natürlich geht es erst morgen um die Wurst. Dennoch gibt einem so ein Auftakt schon mal ein gutes Gefühl“, sagte Wittmann.

Als vierter Pilot schaffte es Neuling Felix Rosenqvist unter den 1:24 Minuten zu bleiben.

DTM: Martin Tomczyk beendet DTM-Karriere

Martin Tomczyk beendet DTM-Karriere
Foto: Jens Hawrda
Als einer der dienstältesten DTM-Piloten wird Martin Tomczyk nach 16 Jahren zum Saisonende seine DTM-Karriere auf eigenen Wunsch hin beenden. Tomczyk bleibt der BMW Motorsport Familie aber erhalten und wird sich künftig auf Einsätze im internationalen Motorsport konzentrieren.

Am 22. April 2001 bestritt Tomczyk in Hockenheim als damals jüngster DTM-Fahrer sein erstes Rennen in dieser Serie. Nur acht Fahrer in der DTM-Historie haben bis heute mehr Rennen bestritten als der Pilot aus Rosenheim. Seinen ersten Sieg feierte Tomczyk 2006 in Barcelona, sechs weitere folgten im Verlauf seiner Karriere. 2011 sicherte er sich in seiner erfolgreichsten DTM-Saison den Fahrertitel.

Im folgenden Jahr wechselte er von Audi zu BMW und sammelte für das BMW Team RMG sowie für das BMW Team Schnitzer Punkte und Podestplätze.

„Meine Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen, da ich in den 16 Jahren ein Teil der DTM geworden bin“, sagte Tomczyk. „In dieser Zeit habe ich viele Fahrer kommen und gehen sehen. Jetzt ist es an der Zeit, selbst ‚Servus’ zu sagen und mich gemeinsam mit BMW neuen sportlichen Herausforderungen zu stellen. Ein großer Dank gilt Hans-Jürgen Abt und seinem gesamten Team, wo ich zehn Jahre lang das Handwerkszeug als Profi-Rennfahrer gelernt habe. Auch Dr. Wolfgang Ullrich und Audi haben mir damals den nötigen Rückhalt gegeben, um mich im Motorsport etablieren zu können. Ernst Moser und sein Team Phoenix Racing waren 2011 der Schlüssel, um gemeinsam den DTM-Titel einzufahren. Sicher das Highlight meiner bisherigen Karriere.“

Tomczyk weiter: „Ab 2012 begann für mich mit BMW dann ein neuer Abschnitt in der DTM. Der Wiedereinstieg und die damit verbundene Aufbauarbeit stellten für mich eine ganz besonders reizvolle Aufgabe dar. Dass wir bereits im ersten Jahr gemeinsam alle DTM-Titel feiern durften, war ebenfalls ein großer Moment. Ich denke, ich habe mich in den letzten Jahren als Rennfahrer weiterentwickelt und nach mittlerweile 16 Jahren in dieser Serie darüber nachgedacht: Passt die DTM noch zu mir? Kann ich dort noch die Ergebnisse erzielen, die meinen eigenen Ansprüchen entsprechen? Ich fühle mich auch im GT-Sport sehr wohl, in dem ich in den letzten Jahren immer wieder unterwegs war. Er hat sich sehr stark professionalisiert und wird dies noch weiter tun. Ich glaube, dass ich mich dort als Fahrer noch mehr weiterentwickeln und einbringen kann. Aus diesem Grund habe ich für mich diese Entscheidung getroffen und Jens Marquardt darüber informiert. Ich freue mich deshalb umso mehr, auch weiterhin mit BMW zusammenarbeiten und neue, gemeinsame Motorsportprojekte erfolgreich in Angriff nehmen zu können.“

Freitag, 9. September 2016

Hannes Arch tötlich verunglückt

Foto: Jens Hawrda
Diese Nachricht ist ein Schock. Vor einer Woche noch begeisterste Hannes Arch am Lausitzring tausende Zuschauer als einer der Piloten der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, nun wurde gemeldet das der österreichische Kunstflugpilot bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen ist.

Der 48-Jährige war in der Nacht auf Freitag mit einem Transportflug unterwegs zu einer Hütte, als das Unglück passierte. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Kurz nach dem Start auf knapp 2.400 Metern Höhe sei der Hubschrauber gegen eine Felswand geprallt und zerschellt. Er blieb in einer sehr steilen Felsrinne liegen.

Nach dreistündigem Aufstieg erreichten 40 Bergretter und drei Notärzte die Unglücksstelle und fanden einen schwerverletzten Passagier, Hannes Arch konnte nur noch tot geborgen werden.

Hannes Arch gewann 2008 die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft und gehörte zu den dominierenden und erfahrensten Piloten in dieser Serie. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

Donnerstag, 8. September 2016

Nürburgring eröffnet heiße Phase im DTM-Titelkampf

Noch drei Rennwochenenden: Spätestens dann steht der neue DTM-Meister fest. Am kommenden Wochenende beginnt für das Mercedes-AMG DTM-Team auf dem Nürburgring die heiße Phase der Meisterschaft.

  • Goldenes Jubiläum: Zum 50. Mal tritt die DTM am kommenden Rennwochenende zu einem Gastspiel auf dem Nürburgring an.
  • Robert Wickens erzielte 2013 bei schwierigen Wetterbedingungen seinen ersten DTM-Sieg auf dem Nürburgring.
  • Die Eifel erwies sich in diesem Jahr bereits als ein gutes Pflaster für die Marke mit dem Stern. Beim bislang spannendsten 24-Stundenrennen der Geschichte erzielte Mercedes-AMG einen historischen Vierfach-Triumph auf der legendären Nordschleife.
  • Ulrich Fritz: „Alles in allem gehe ich von einem hart umkämpften und engen Wochenende aus, schließlich kommen wir im Meisterschaftskampf so langsam in die heiße Phase.“
Foto: Jens Hawrda
Stimmen der Mercedes-Piloten zu den DTM-Rennen auf dem Nürburgring:

Robert Wickens (27 Jahre, Kanada):
„Ich freue mich immer sehr darauf, an den Nürburgring zurückzukehren. Dort habe ich 2013 mein erstes DTM-Rennen gewonnen. Die Wetterbedingungen waren damals verrückt. Typisch Nürburgring eben. Zwischenzeitlich wusste ich gar nicht mehr, auf welcher Position ich lag. Solche Rennen kann es in der Eifel immer geben. Wenn das Ergebnis das gleiche wie damals ist, hätte ich auch dieses Wochenende nichts dagegen. Hoffentlich können wir uns am Nürburgring die Führung in der Meisterschaft zurückholen. Dafür muss uns allerdings ein perfektes Wochenende gelingen! Hinter mir steht jedoch ein großartiges Team und gemeinsam haben wir das Zeug dazu, um es zu schaffen.“

Paul Di Resta (30 Jahre, Schottland):
„Wir erreichen am Nürburgring einen entscheidenden Punkt in der Meisterschaft. Inklusive dieses Wochenendes stehen noch sechs Rennen aus. Nach einer starken Leistung in Moskau können wir relativ optimistisch in die Eifel reisen. Ich hoffe auf ein gutes Wochenende und möchte am Nürburgring so viele Punkte wie möglich einfahren.“

Gary Paffett (35 Jahre, England):
„Moskau war ein gemischtes Wochenende für mich. Am Samstag lief es im Nassen super, am Sonntag hatten wir dann im Trockenen zu kämpfen. Auf dem Nürburgring hoffe ich auf eine konstantere und etwas bessere Performance. Das wird wie immer nicht einfach. Der Wettkampf in der DTM ist stets sehr eng. So wird es auch in der Eifel sein. Aber ich werde mein Bestes geben und hoffe auf ein weiteres starkes Wochenende wie in Zandvoort oder am Samstag in Moskau.“

Lucas Auer (21 Jahre, Österreich):
„An den Nürburgring habe ich viele positive Erinnerungen. Im vergangenen Jahr fuhr ich dort meine erste Pole Position in der DTM ein. Grundsätzlich ist der Nürburgring eine coole, anspruchsvolle Strecke. Das Qualifying ist dort besonders ausschlaggebend, da das Überholen sehr schwierig ist. Ich hoffe aber, dass wir auch dort konkurrenzfähig sein werden. Leider erhalte ich im ersten Rennen eine Zurückversetzung um fünf Plätze – das ist hart, aber dann muss ich eben sehen, dass ich mich umso besser qualifiziere. In der Zeit seit dem Rennwochenende in Moskau war ich viel Kartfahren, um mich fit zu halten. Aber jetzt freue ich mich darauf, wieder in meinem DTM-Auto zu sitzen.“

Christian Vietoris (27 Jahre, Deutschland):
„Ich freue mich riesig auf mein Heimrennen in der Eifel. Die gesamte Saison verlief bislang sehr gut für mich. Hier und da hatte ich vielleicht ein paar unglückliche Rennen, aber insgesamt war ich fast immer schnell – das möchte ich auch meinen heimischen Fans am Nürburgring zeigen. Ich glaube, dass uns ein cooles Wochenende erwartet. Das Wetter war schon in den letzten Tagen in der Eifel recht schön und so soll es auch am kommenden Wochenende sein. Von daher bin ich schon ganz heiß auf ein super Rennwochenende mit Fans, Freunden und Familie.“

Maximilian Götz (30 Jahre, Deutschland):
„Moskau war für mich eine Reise wert. Dort habe ich am letzten Rennwochenende mein bislang bestes Qualifying- und auch mein bisher bestes Rennergebnis erzielt. Die Tendenz zeigt also nach oben. Jetzt gilt es, diesen Schwung mit an den Nürburgring zu nehmen. Die Strecke kenne ich sehr gut. Mit den Plätzen fünf und sechs erlebte ich dort im vergangenen Jahr mein bestes DTM-Wochenende. Daran möchte ich in diesem Jahr anknüpfen und mich vielleicht noch einmal steigern. Als Team geht es für uns in der Eifel auch um die Meisterschaft. Die Strecke sollte unserem Auto liegen, sodass wir hoffentlich ein gutes Ergebnis einfahren können. Im letzten Jahr gab es auf dem Nürburgring einige tolle Überholmanöver. Den Fans wird also sicher auch wieder viel geboten.“

Daniel Juncadella (25 Jahre, Spanien):
„Das zweite Rennen in Moskau war richtig stark. Ich hoffe, dass ich an diese Leistung auch auf dem Nürburgring anknüpfen kann. Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken, aber auch sehr herausfordernd. Durch die vielen Kurven im ersten und zweiten Sektor ist es vor allem wichtig, das richtige Setup zu treffen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen werden und ein gutes Ergebnis einfahren werden.“

Felix Rosenqvist (24 Jahre, Schweden):
„Moskau war aus meiner Sicht ein Erfolg. Ich habe meine Ziele für mein erstes DTM-Wochenende erreicht. Jetzt möchten wir die Latte für den Nürburgring etwas höher legen. An die Strecke habe ich gute Erinnerungen. Dort habe ich im vergangenen Jahr die FIA Formel-3-Europameisterschaft gewonnen und alle drei Rennen als Sieger beendet. Entsprechend reise ich zuversichtlich in die Eifel. Ich mag die Strecke sehr und war schon oft dort. Es fühlt sich ein bisschen wie zuhause an. Natürlich wird es nicht einfach. Aber mit dem Rennwochenende in Moskau im Rücken kann ich es optimistisch angehen und versuchen, einen Schritt nach dem anderen zu machen.“