Donnerstag, 7. Juli 2016

Vorjahressieger Jan Bühn geht zuversichtlich zum Rennen nach Zolder/Belgien

Am Wochenende geht Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau bei der vierten Veranstaltung zur Superbike*IDM in Zolder/Belgien wieder an den Start. Der letztjährige Supersport-Meister musste beim letzten Rennen auf dem Lausitzring wegen einer Viruserkrankung auf die Teilnahme verzichten.
Vorjahressieger Jahn Bühn(Kronau/BMW) freut sich auf das Rennen in Zolder/Belgien
Foto: Hermann Rüger
Der BMW-Pilot freut sich auf das Heimrennen von seinem Van-Zon-Remeha-BMW Team. „Wir hatten vor drei Wochen einen Testtag in Zolder und ich konnte endlich wieder fahren. Ich fühlte mich sofort wieder wohl und auch die Rundenzeiten waren schon recht vielversprechend. Am Ende des Tages kam noch ein Regenschauer und ich konnte dann die 1000er BMW auch das erste Mal auf nasser Piste fahren, was auch schon ganz gut geklappt hat. Die hügelige Rennstrecke in Zolder liegt mir extrem gut, 2013 wurde ich Zweiter und im Vorjahr gewann ich dort mein erstes Regenrennen mit über zehn Sekunden Vorsprung in der Supersport-Klasse. Im zweiten Lauf stand ich als Dritter erneut auf dem Podium. Ich denke wir sind bereit für die zwei Rennen, egal bei welchen Bedingungen. Ich bin motiviert und freue mich, dass ich endlich wieder ein Rennen fahren kann. Leider bin ich in der Superstock 1000 IDM-Gesamtwertung vom vierten auf den sechsten Rang zurückgefallen, aber immer noch zweitbester BMW-Fahrer“, ist der 25-Jährige optimistisch.
 
Jan Bühn belegte beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring zweimal den sechsten Platz in der Superstock 1000-Klasse. Bei der zweiten Veranstaltung auf dem Nürburgring gelang dem Badener mit dem dritten Rang gleich ein Platz auf dem Podium. Beim zweiten Lauf in der Eifel wurde er dann Vierter. In der IDM-Superstock-1000 Klasse führt nach fünf Läufen Luca Grünwald (Waldkraiburg) mit 111 Zählern und hat nur einen Punkt Vorsprung auf seinen Yamaha-Markenkollegen Danny de Boer aus den Niederlanden. Durch das fehlende Rennen auf dem Lausitzring ist Jan Bühn mit 49 Punkten vom vierten auf den sechsten Rang zurückgefallen. Die zwei Rennen werden am Sonntag auf dem 4 km langen Circuit von Zolder um 12.40 und 16 Uhr über jeweils 17 Runden gestartet. Der Kurs in Zolder ist bekannt für seine anspruchsvolle Charakteristik. Weitere Informationen über die Superbike*IDM gibt es unter www.Superbike-IDM.de bzw. über Jan Bühn unter www.jan-buehn.de.
 
Text zur Verfügung gestellt von: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

DTM: Nachgefragt bei ... Nico Müller

Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Ihr Saisonziel waren Podiumsplatzierungen – hätten Sie damit gerechnet, in diesem Jahr das erste Mal ganz oben auf dem Podium zu stehen?

Gehofft habe ich es schon. Nach dem guten Saisonauftakt in Hockenheim mit der ersten Pole-Position und dem ersten Podium habe ich insgeheim schon ein wenig darauf gehofft und auch gemeinsam mit meinen Jungs darauf hingearbeitet, dass wir es so schnell wie möglich schaffen. Dass es dann direkt hier beim Heimrennen von Audi auf dem Norisring klappt, ist natürlich umso schöner und versüßt das Ganze noch mehr. Jetzt heißt es einfach, weiter pushen und versuchen, regelmäßig so gut wie möglich da vorne mitzukämpfen.

Wie schwierig war das Rennen?

Zeit zum Erholen war nicht. Ich musste versuchen, den Tom (Blomqvist) zu überholen, ihn hinter mir zu lassen und ihn im besten Fall aus dem DRS-Fenster zu kriegen, was auch gut geklappt hat. Die Safety-Car-Phase hat dann noch einmal etwas Spannung reingebracht. Aber zum Glück habe ich auch das unter Kontrolle gehabt und – so glaube ich – verdient gewonnen.

Wie waren die Emotionen nach der Zieldurchfahrt und auf dem Podium?

Richtig geil. Beim Heimrennen von Audi das zu schaffen und auch noch relativ früh in der Saison, fühlt sich einfach genial an. Ein großer Teil des Erfolgs gehört auch meinem Team. Die haben heute top Arbeit geleistet. Die Strategie hat gepasst und der Boxenstopp war super. Das war am Ende auch der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb danke an Audi und das Audi Sport Team Abt Sportsline!

Wie viele Glückwünsche haben Sie auf Ihrem Handy nach dem Sieg bekommen?

Es bammelt noch immer die ganze Zeit. Ich komme mit dem Lesen gar nicht hinterher. Ich freue mich morgen am Flughafen darauf, sollte ich dann wieder lesen können ...

Hat Sie irgendein Glückwunsch besonders gefreut?

Ja, von Keke Rosberg! Ich durfte ihn kennenlernen, weil ich in den letzten zwei Jahren für ihn und Arno (Zensen) gefahren bin. Wir hatten immer ein top Verhältnis. Dass wir auch nach dem Teamwechsel ein bisschen in Kontakt stehen und er sich für mich freuen kann, finde ich sehr schön.

Montag, 27. Juni 2016

DTM: Stimmen der Audi-Piloten zum Rennwochende am Norisring

Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Platz 1 / Platz 8
„Ich hatte insgesamt ein schönes Wochenende mit einem Sieg am Samstag und insgesamt 29 Punkten. Der Norisring war in der Vergangenheit eine Strecke, die uns nicht gut lag. Aber wir haben hier dieses Jahr gute Resultate gezeigt. Ich bin froh, dass ich der erste Fahrer bin, der in dieser Saison zwei Siege feiern konnte. Mein Ziel ist weiterhin, fokussiert zu bleiben, das Maximale aus dem Auto herauszuholen und noch mehr Siege zu feiern. In diesem Jahr ist das aber extrem schwierig, denn das gesamte Feld ist noch näher zusammengerückt.“
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Nico Müller (Playboy Audi RS 5 DTM #51) Platz 21 / Platz 1
„Das Wochenende war ein Wechselbad der Gefühle für mich, aber natürlich überwiegen die positiven Eindrücke. Am Samstag habe ich die Hinterachse blockiert und bin in ‚Rocky‘ reingerutscht. Dabei wollte ich nicht einmal angreifen! Ich habe Punkte verloren und sein Rennen genauso kaputt gemacht wie meins. Sich am Sonntag dann so zurückzumelden war fantastisch. Wir hatten ein starkes Qualifying und waren im Rennen richtig schnell. Herzlichen Dank an das Team! Die haben mir ein Auto gegeben, das schnell war und sie waren strategisch immer voll auf der Höhe. Und der Boxenstopp war auch noch schnell. Mehr kann man sich nicht wünschen. Das so zurückzuzahlen und Danke zu sagen an das Team für die harte Arbeit bisher tut einfach nur gut. Und da ganz oben auf dem Podium zu stehen macht sowieso nur süchtig. Deshalb pushen wir voll weiter!“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 2 / Ausfall
„Samstag war ein guter Tag. Nach Platz drei im Qualifying profitierte ich im Rennen von Ereignissen vor mir und war mit Platz zwei zufrieden. Am Sonntag wurde ich im Qualifying von langsameren Fahrzeugen aufgehalten und fand keine gute Runde. Auch beim zweiten Herausfahren konnte ich meine Rundenzeit nicht verbessern. Ich war nur zwei Zehntelsekunden von der Pole entfernt, damit aber auf Platz 16! Von so einem Startplatz ist es im Rennen immer schwierig. Ich lag die meiste Zeit in der Nähe von Martin Tomczyk, der am Ende Zehnter wurde. Ich habe versucht, António Félix da Costa zu überholen, aber er machte immer wieder die Tür zu, bis unsere beiden Autos beschädigt waren und ich aufgeben musste. Es war ein harter Sonntag, aber ich habe an diesem Wochenende immerhin 18 Punkte geholt.
Adrien Tambay
Foto: Jens Hawrda
Adrien Tambay (Speedweek.com Audi RS 5 DTM #27) Platz 7 / Wertungsausschluss
„Ein positives Wochenende. Vom ersten Zeittraining abgesehen, waren wir immer schnell. Wir hatten ein gutes Rennen am Samstag und konnten viele Plätze gutmachen. Wenn wir am Sonntag nicht Schwierigkeiten beim Boxenstopp gehabt hätten und da Costa mich nicht getroffen hätte, wäre ein Podium möglich gewesen. Die Pace stimmt zurzeit. Jetzt hoffe ich, dass das Glück mal auf unserer Seite ist. Wir werden weiter konzentriert arbeiten. Ich freue mich auf Zandvoort und hoffe auf mehr Punkte und mehr Podien.“

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Platz 18 / Platz 14
„Mein Wochenende war nicht perfekt. Aber ich versuche immer, etwas Positives mitzunehmen. Am Sonntag bin ich von Platz 22 gestartet und auf Rang 14 nach vorn gefahren. Das war eine ganz gute Aufholjagd. Wir wissen, dass es am Norisring immer besonders eng zugeht und es nicht mein Lieblingswochenende ist. Ich denke schon jetzt an Zandvoort und hoffe, dort wieder stärker zu sein und gute Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.“
Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
Timo Scheider (AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM #10) Platz 17 / Platz 16
„Am Samstag haben wir uns im Zeittraining wieder schwergetan und es nicht auf den Punkt gebracht. Daher war im Rennen nicht mehr möglich. Am Sonntag ist das Qualifying nach einem größeren Umbau des Autos deutlich besser gelaufen. Es ging in beiden Sitzungen sehr eng zu. So etwas habe ich in 16 Jahren DTM noch nicht erlebt. Wenige Tausendstelsekunden haben daher oft schon mehrere Plätze ausgemacht. Die Ausgangssituation für das zweite Rennen ließ auf Punkte hoffen, doch diese sind leider kurz vor Rennschluss zunichte gemacht worden. Die Pace war jedoch nicht ganz so schlecht. Das nehmen wir als Positives aus diesem Wochenende mit.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 19 / Wertungsausschluss
„Das erste Rennen am Samstag war für mich schnell gelaufen. Ich denke, für Nico (Müller) und mich wären die Plätze fünf und sechs möglich gewesen. Ich bin ihm aber nicht böse. Er kam direkt nach dem Rennen zu mir, um sich zu entschuldigen. So etwas passiert eben, wenn man am Limit fährt. Für Sonntag habe ich mir viel vorgenommen, aber im Qualifying ging nach einem guten freien Training nicht viel. Im Rennen sind wir durch viele Zwischenfälle nach vorn gespült worden. Timo (Scheider) und ich lagen auf den Plätzen zehn und elf. Beim Versuch, in der letzten Kurve an ihm vorbeizugehen, kam es zu einem Missverständnis, das auf meine Kappe geht. So wie es am Samstag dem Nico passiert ist, ist es mir mit Timo passiert. Leider habe ich auch noch drei Startplätze für Zandvoort verloren. Ich kann mich bei Timo nur entschuldigen und das Norisring-Wochenende abhaken – und natürlich Edo (Mortara) und Nico (Müller) zu den Siegen gratulieren. Es ist toll, dass sie es am Norisring für Audi nach so lange Zeit geschafft haben zu gewinnen. Ich selbst muss einfach nach vorne schauen.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Ausfall / Ausfall
„Mit meiner Pace im Qualifying bin ich sehr zufrieden, aber ohne Punkte vom Norisring nach Hause zu fahren ist sehr enttäuschend. Ich kann das Wochenende nur abhaken und nach vorn schauen. Zandvoort ist eines der Rennen, das ich immer mag. Wir werden uns darauf gut vorbereiten und versuchen zurückzuschlagen.“
 

Sonntag, 26. Juni 2016

DTM: Nico Müller (Audi) siegt im Sonntagsrennen am Norisring

der jubelnde Sieger Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Audi musste 14 Jahre auf einen Sieg am Norisring warten und dann klappt es dieses Wochenende gleich zwei mal. Der Schweizer Nico Müller holt für Audi den zweiten Sieg an diesem Wochenende.
 
Das Rennen begann turbulent. An der gleichen Stelle wie am Samstag vertut sich Mattias Ekström erneut und touchiert in der ersten Kurve von Runde 1 Paul Di Resta (Mercedes), Folge Beschädigung am Kühler und das Aus für Mattias Ekström.
 
Tom Blomqvist (BMW) setzte seine Pole in die Rennführung um, gefolgt von Nico Müller (Audi) und Paul Di Resta (Mercedes). Dahinter fuhr ein entfesselter Lucas Auer, er war der Schnellste der Spitzengruppe kam aber nicht an Paul Di Resta vorbei. Die Folge war das Di Resta Lucas Auer aufhielt und sich derweil Blomqvist und Müller absetzen konnten.
 
Die einzige Chance für Auer war beim Boxenstopp an Di Resta vorbei zu kommen. Diese Chance wurde vertan weil der Stopp alles andere als optimal verlief und sich Auer danach sogar noch hinter Maxime Martin anstellen musste.
 
Den Rest des Rennen war Lucas Auer dazu degradiert, obwohl klar schneller, den vor ihm in der Meisterschaft liegenden Paul Di Resta nach hinten gegen die drückende Konkurrenz abzuschirmen. Schade die Fans hätten statt Stallregie bestimmt gern gesehen ob und wie Lucas Auer noch in die Top Drei gefahren wäre. Jedenfalls bot Lucas Auer nach seinem Sieg am Lausitzring auch am Norisring eine starke Vorstellung.
 
Am Ende feierte der 24-jährige Schweizer Nico Müller beim seinem zweiten Rennen auf dem Norisring seinen ersten DTM-Sieg. Nach 72 Runden auf dem nur 2,3 Kilometer langen Kurs betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten BMW-Piloten Tom Blomqvist aus Großbritannien 0,670 Sekunden. Dritter wurde mit dem Belgier Maxime Martin ein weiterer BMW-Fahrer.

123.500 Zuschauer verfolgten am Rennwochenende das DTM-Spektakel in der fränkischen Metropole Nürnberg; der Norisring ist der einzige Stadtkurs im Kalender der populären Tourenwagenserie.
 
„Das macht süchtig“, sagte Müller in seinem ersten Interview freudestrahlend. „Jetzt will ich häufiger auf dem Podium ganz oben stehen. Den Grundstein für den Sieg hat mein Team mit einem perfekten Boxenstopp gelegt – ihnen gebührt großer Dank.“ Dass er seine erste Pole-Position in der DTM nicht in einen Sieg ummünzen konnte, nahm Blomqvist gelassen. „Ehrlich gesagt, haben wir auf dem Norisring mit einem so guten Ergebnis nicht gerechnet. Daher bin ich zufrieden, auch wenn es am Ende nur Platz zwei geworden ist.“
 
Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Mercedes-AMG-Fahrer Paul Di Resta und Lucas Auer auf die Plätze vier und fünf, Lokalmatador Marco Wittmann (BMW) wurde Sechster. Diese Platzierung reichte dem 26-Jährigen, um die Spitze in der Fahrerwertung nach acht Rennen zu übernehmen. Wittmann führt die Tabelle mit 75 Punkten vor Edoardo Mortara (73 Punkte) an. Der Audi-Pilot belegte im Rennen hinter Bruno Spengler (BMW) nur Rang acht und büßte somit seine Spitzenposition nach nur einem Rennen wieder ein. Platz drei belegt Di Resta – die Top-3-Positionen trennen gerade einmal fünf Punkte.
Podest vom Sonntagsrennen
Foto: Audi-Motorsport
 

DTM: Ekström mit Pole aber .....

Mattias Ekström holt Pole, startet aber von Platz vier
Foto: Jens Hawrda
Im Qualifying zu Rennen zwei am heutigen Sonntag hat es Mattias Ekström seinen Kritikern gezeigt und die Pole für Audi geholt. Ins Rennen wird er allerdings von Startplatz vier gehen, da er aufgrund seiner Strafe aus dem gestrigen Rennen um drei Startplätze nach hinten versetzt wird. So erbt Tom Blomqvist (BMW) die beste Startposition für das Rennen. Hinter ihm gehen Paul Di Resta (Mercedes) und Nico Müller (Audi) in Rennen. Dann folgt der Pole-Mann Mattias Ekström und auf Platz fünf Lucas Auer (Mercedes), der offenbar immer besser in Tritt kommt.

Ingesamt bietet das Qualifying ein recht ausgeglichenes Feld der Marken, mit leichten Vorteilen für Audi, die vier Fahrzeuge in die Top-Ten bringen. Mercedes und BMW sind mit jeweils drei Fahrzeugen in den Top-Ten vertreten.

Ergebnisse Qualifying 2
Quelle: DTM.com