Samstag, 30. April 2016

ADAC TCR Germany: Proczyk holt Pole auf dem Sachsenring

  • Der Österreicher fährt eine Sekunde schneller als im Training
  • Lokalmatador Kirsch im Honda auf Platz drei
  • Gaststarter Münnich und Dablander am Sonntag aus Reihe eins
Harald Proczyk holt Pole für Rennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda
Harald Proczyk (40, HP Racing) hat sich die Pole Position für das erste von zwei Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Sachsenring gesichert. Der Österreicher hatte im Seat León Cup Racer mit einer Zeit von 1:28.133 Minuten die Nase vorn. In den beiden Trainingseinheiten am Freitag fuhr Proczyk noch auf den fünften bzw. neunten Platz. Eine Zehntelsekunde langsamer als der Pole-Setter war Seat-Pilot Josh Files (25, Target Competition/1:28.227). Der Brite führt nach zwei Siegen beim Saisonauftakt in Oschersleben die Gesamtwertung an.
 
Lokalmatador Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC/1:28.442) startet im ersten Rennen von Platz drei, die viertschnellste Zeit setzte der ehemalige ADAC Formel 4-Pilot Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR mit 1:28.464.
 
Im zweiten Lauf am Sonntag steht Gastfahrer René Münnich (38, Löbau, all-inkl.com) im Honda Civic TCR auf der Pole-Position. Der Sachse, der 2015 in der TCR International Series startete, belegte im Qualifying für das erste Rennen mit einer Zeit von 1:29.160 den zehnten Platz. Im zweiten Rennen starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge - Proczyk wird im zweiten Lauf also von Platz zehn starten. Neben Münnich steht Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria/1:29.058) in der ersten Reihe. Von den Plätzen drei und vier starten Kai Jordan (47, Wolfsburg, JBR Motorsport/1:28.911) im VW Golf GTI TCR und Seat-Pilot Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition/1:28.689).

Freitag, 29. April 2016

ADAC GT-Masters Sachsenring: Christer Jöns fährt Trainingstagesbestzeit

Christopher Jöns (Bentley Continental GT3) holt Bestzeit am Freitag
Foto: Jens Hawrda
Der Startschuss zum zehnten Gastspiel der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Sachsenring erfolgte bei 13 Grad und Sonnenschein. Nachdem im ersten freien Training auf dem Sachsenring Titelverteidiger Sebastian Asch (29, Ammerbuch/AMG-Team Zakspeed) im Mercedes-AMG dominierte, holte kurz vor Ende des zweiten Freien Trainings Bentley-Pilot Christer Jöns die schnellste Runde des ersten Tages auf dem Sachsenring. Seine im Continental GT3 kurz vor Ablauf der Session erzielte Runde von 1.19,897 Minuten war gleichbedeutend mit der Tagesbestzeit. Auch das GRT Grasser-Racing-Team zeigte eine gute Leistung: Die beiden Lamborghini Huracán GT3 von Rolf Ineichen/Christian Engelhart sowie Luca Stolz/Gerhard Tweraser belegten die Ränge zwei und drei. Wie schon in Oschersleben präsentierten sich die Teams in der Spitze nahezu auf Augenhöhe: Die 17 bestplatzierten Fahrzeuge lagen innerhalb von einer Sekunde.
 
ADAC GT Masters-Premieren und ein Comeback

Drei Fahrer greifen am Sachsenring erstmals in der Saison 2016 des ADAC GT Masters in das Lenkrad. Louis Delétraz (19, CH), der wegen Terminüberschneidungen beim Auftakt in Oschersleben sein Seriendebüt verschieben musste und von DTM-Pilot Martin Tomczyk (34, Rosenheim) ersetzt wurde, übernimmt an der Seite von Jesse Krohn (25, FIN) sein Stammcockpit im BMW M6 GT3 von Schubert Motorsport. Umgekehrte Vorzeichen bei Klaus Bachler (24, A): Der Österreicher vertritt den verhinderten Kévin Estre (27, F) beim KÜS TEAM75 Bernhard und teilt sich den Porsche 911 GT3 R mit David Jahn (25, Speyer). Bachler ist in der „Liga der Supersportwagen“ kein Unbekannter. Im Vorjahr belegte er Gesamtrang vier und sorgte am Sachsenring für Aufsehen: Mit der Pole-Position-Zeit von 1.19,979 Minuten stellte er einen neuen Qualifyingrekord für das ADAC GT Masters am Sachsenring auf. Im Rennen knackte er zudem mit seiner schnellsten Rennrunde von 1.21,619 Minuten den Rundenrekord. Ein Neuling auch beim AMG-Team Zakspeed: Nicolai Sylvest (18, DK) nimmt an der Seite von Nikolaj Rogivue (19, CH) im Mercedes-AMG GT3 Platz.

Volles Entertainmentprogramm – Demofahrt von Marvin Kirchhöfer

Die Besucher am Sachsenring dürfen sich auf ein besonderes Highlight im Rahmenprogramm freuen: Marvin Kirchhöfer, Champion des ADAC Formel Masters 2012 und ehemaliger Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, präsentiert bei einer Demofahrt am Samstag ab 14:35 Uhr seinen neuen Rennwagen, mit dem er 2016 in der GP2-Serie startet. Ab 15:00 Uhr schreibt der Leipziger ebenso wie viele andere Fahrerkollegen beim „Meet the drivers“ vor der ADAC Hospitality im Fahrerlager 2 fleißig Autogramme. Beim obligatorischen Pitwalk, Samstag ab 11:10 Uhr und Sonntag ab 11:55 Uhr, kommen die Fans den Autos und Fahrern des ADAC GT Masters ganz nah. Auf der Rennstrecke sorgen zudem die ADAC Formel 4, die ADAC TCR Germany, der DTC, die STT und der Renault Clio Cup für reichlich Action.

DTM-Auftakt in Hockenheim liefert Highlights in Serie

Foto: DTM-Media
„Es wird höchste Zeit, dass es endlich wieder losgeht“, spricht Mercedes-Benz-Pilot Christian Vietoris seinen 23 Fahrerkollegen aus dem Herzen. „Mir haben vor allem die Fans gefehlt. Und die sind in Hockenheim immer sehr zahlreich vertreten – die Atmosphäre dort ist einfach großartig“, sagt der erfahrene BMW-Fahrer Bruno Spengler. Und Audi-Pilot Timo Scheider bringt es auf den Punkt: „Jetzt ist wieder DTM angesagt – Gott sei Dank!“ Zwischen dem 6. und 8. Mai heißt es auf dem Hockenheimring endlich wieder „Let’s go racing!“ – der mit großer Spannung und Vorfreude erwartete DTM-Auftakt steht kurz bevor. Der 4,547 Kilometer lange Kurs ist traditionell Schauplatz des ersten Kräftemessens des Jahres. Mit zwei fesselnden Qualifyings und Rennen der DTM, packenden Duellen in der FIA Rallycross Weltmeisterschaft, dem Audi Sport TT Cup und dem Porsche Carrera Cup Deutschland sowie einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm neben der Strecke avanciert das erste DTM-Rennwochenende der Saison zu einem mitreißenden Motorsport-Event der Extraklasse.

„Für mich ist der Hockenheimring die Heimat der DTM“, sagt Jamie Green. Der Vize-Champion des Vorjahres geht mit besonders hohen Erwartungen an den Start, siegte er 2015 im Badischen doch sowohl beim Auftaktrennen als auch beim Finale. „An diese Erfolge möchte ich anknüpfen.“ Obwohl der Brite mit seinen Audi-Kollegen die vergangenen vier Rennen in Hockenheim dominierte, sind die Karten vor einer jeden DTM-Saison doch neu gemischt. Zu eng liegen die Kontrahenten beieinander. Hundertstel, wenn nicht Tausendstel, geben den Ausschlag über Erfolg und Misserfolg, was bereits die Testfahrten Anfang April eindrucksvoll unterstrichen. „Ich will endlich wieder ins Auto steigen und die vergangene Saison vergessen machen“, sagt der Champion von 2014, BMW-Pilot Marco Wittmann. Der erwischte mit seinen Markenkollegen im Vorjahr einen verhaltenen Start in die Saison und hofft nun auf eine wesentlich bessere Ausbeute. Gleiches gilt für Mercedes-Benz-Fahrer Maximilian Götz, der Anfang Mai in sein zweites DTM-Jahr startet: „Ich fühle mich deutlich sicherer und ich kenne die Abläufe. Im vergangenen Jahr war fast alles neu für mich. Ich will in diesem Jahr regelmäßig in die Punkte fahren – ein Podestplatz wäre natürlich der Knaller.“

Vor einem Jahr feierte Mattias Ekström im Sonntagsrennen den 20. DTM-Sieg seiner Karriere, in diesem Jahr steht dem Audi-Piloten auf dem Hockenheimring ein echtes Mammutprogramm ins Haus. Der Schwede geht sowohl in der DTM als auch in der FIA Rallycross Weltmeisterschaft (WRX), die in Hockenheim ihren zweiten Lauf der Saison austrägt, an den Start. Die Serie besticht durch turbulente Manöver auf Asphalt und losem Untergrund und zog bereits 2015 die Zuschauer in ihren Bann. In diesem Jahr dürften neben Ekström besonders die großen Namen Ken Block, Sébastien Loeb und Petter Solberg für eine gehörige Portion Extra-Aufmerksamkeit sorgen. Neben den Profis werden auch Gaststarter in der RX Lights-Klasse ihr Können beweisen. Für Ekström wird es ohne Zweifel ein ambitioniertes Vorhaben. „Die Möglichkeit zum Doppelstart ist für mich wie Ostern und Weihnachten an einem Tag. Natürlich wird es am Sonntag etwas eng. Aber, ich muss mich ja auch erst mal für die Finalläufe qualifizieren“, kommentiert Ekström. Für den 37-Jährigen wird keine Zeit bleiben, die hart umkämpften Auftritte im Porsche Carrera- und im Audi Sport TT-Cup zu verfolgen. In beiden Serien steht nach dem Qualifying jeweils ein Rennen am Samstag und Sonntag auf dem Programm.
die Fan's werden wieder in Scharen zum Hockenheimring strömen
Foto: DTM-Media
Auch abseits der Strecke geht es beim Auftakt-Wochenende Schlag auf Schlag: Autogrammstunden mit den DTM-Piloten am Samstag und am Sonntag, die atemberaubenden Stunt-Shows vom 23-fachen Weltrekord-Halter Terry Grant, Taxifahrten, Pitwalks, Gewinnspiele, Live-Interviews und der Bummel durchs Fahrerlager bieten reichlich Abwechslung. Zudem wird am Sonntagmittag (12 Uhr) Christina Stürmer auf der ARD Chartshow-Bühne für Stimmung sorgen. Als weiteres Musik-Highlight legt DJ Antoine für die feierhungrigen Besucher am Samstag bei der SWR3 Elchparty auf. Einlass ist ab 19 Uhr.

Beim DTM-Auftakt-Wochenende zwischen dem 6. und 8. Mai reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten. Ob auf oder neben der Strecke – Langeweile ist beim ersten Aufeinandertreffen der DTM-Piloten ein Fremdwort. Tickets für die Auftaktveranstaltung auf dem Hockenheimring sind ab 29 Euro erhältlich. Das günstigste Familienticket inklusive Fahrerlager für zwei Erwachsene und zwei Jugendliche (bis einschließlich 14 Jahre) kostet für drei Tage 105 Euro. Eintrittskarten für das Wochenende auf dem Hockenheimring sowie alle weiteren DTM-Rennen gibt es online unter
www.dtm.com/tickets.

Donnerstag, 28. April 2016

Audi-DTM-Piloten auf dem Prüfstand

  • Fitnesscheck an der Technischen Universität München
  • Audi Sport Vorreiter auch bei Fitness und Gesundheit
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Am 7. und 8. Mai startet in Hockenheim die DTM in ihre neue Saison. Audi Sport hat den aktuellen Audi RS 5 DTM für seine letzte Rennsaison noch einmal in vielen Details optimiert. Auch die Audi-Fahrer sind fit für den harten Wettbewerb mit BMW und Mercedes-Benz – das ergab der jüngste Fitnesscheck an der Technischen Universität München.

Nicht nur bei den Rennautos setzt Audi auf „Vorsprung durch Technik“. Die Marke mit den Vier Ringen hat als einer der ersten Automobilhersteller schon früh erkannt, wie wichtig die Fitness und Gesundheit der Piloten für den Erfolg ist. Schon zu Zeiten des legendären Ur-quattro in der Rallye-Weltmeisterschaft begleitete ein Teamarzt alle Werkseinsätze der Ingolstädter. Das gemeinsame Wintercamp mit allen Fahrern, das Audi Sport jedes Jahr vor Saisonbeginn organisiert, entstand in den 1990er-Jahren.

Inzwischen hat Audi Sport in Sachen Fitness noch einen Gang hochgeschaltet: Alle Werksfahrer unterziehen sich vor dem Saisonstart in Hockenheim einem umfassenden Fitness- und Gesundheitscheck an der Technischen Universität München (TUM). Das Klinikum rechts der Isar ist das größte Zentrum für Prävention und Sportmedizin in Deutschland, das jedes Jahr mehr als 500 Athleten aus Nationalmannschaften betreut – darunter auch die Skisportler des Audi-Partners DSV. Über den Skiverband entstand der Kontakt zwischen Audi Sport und der TUM.

Das Programm, das die acht Audi-DTM-Piloten absolvieren, ist hart. Sie sind trotzdem jedes Jahr mit großem Elan dabei. „Ausstattung und Betreuung in der Klinik sind erstklassig, es gibt dort alles an einem Ort“, sagt Jamie Green, im vergangenen Jahr der punktbeste Audi-Pilot in der DTM. „Es ist toll, dass uns Audi Sport diese Möglichkeit bietet. Auch bei mir wurden dort schon Dinge gefunden, die kein anderer Arzt entdeckt hat. So konnte ich gemeinsam mit meinem Physiotherapeuten daran arbeiten.“
Jamie Green
Foto: Audi-Motorsport
Am Anfang der rund vierstündigen und teils schweißtreibenden Untersuchung erfolgt eine Blutabnahme. Anschließend stehen isometrische Kraftmessungen auf dem Programm. Dabei werden Körperbau und Kopfhaltung, Kraft und Beweglichkeit sowie die Funktionen der Gelenke überprüft. Der Vergleich mit den Werten der vorangegangenen Untersuchungen ergibt ein Bild von der Entwicklung des Rennfahrers – so ist es möglich, das Trainingsprogramm individuell anzupassen.

 
„Typisch für einen Rennfahrer sind unterschiedlich ausgeprägte Beinmuskulaturen, weil das Bein, mit dem er bremst, stärker belastet wird als das, mit dem er Gas gibt“, sagt Oberarzt Dr. Johannes Scherr. „Wie bei jedem Menschen ist es wichtig, dass die Balance stimmt. Sonst kann es Probleme bis hinauf in den Nacken geben.“

Bis zu 30 verschiedene Tests umfassen die isometrischen Kraftmessungen, die dem Fahrer zeigen, ob sein Training Erfolg hat. So stellte Jamie Green beim Check mit großer Zufriedenheit fest, dass sich die Flexibilität im Schulterbereich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt hat.

Auch eine Sehprüfung, Checks des Lungenvolumens und der Reaktionszeiten gehören zum Programm von Dr. Scherrs Team. Ganz zum Schluss geht es zum EKG aufs Rad, bei dem die Belastung in regelmäßigen Intervallen bis zur Erschöpfung gesteigert wird. Youngster Nico Müller schaffte dieses Mal einen persönlichen Bestwert. „Die Werte sind insgesamt stark und liegen im Bereich von anderen Ausdauersportlern, zum Beispiel Triathleten“, sagt Dr. Scherr. „Natürlich gibt es Unterschiede. Und auch Routine spielt eine große Rolle: Ein Pilot, der mehr Erfahrung hat, sitzt entspannter im Cockpit und verbraucht deshalb weniger Kraft. Aber wer nicht grundsätzlich fit ist, der hat auch in der DTM keinen Erfolg.“ 

Mittwoch, 27. April 2016

Zehn Jahre ADAC GT Masters auf dem Sachsenring

  • Sachsenring seit Bestehen des ADAC GT Masters immer im Kalender
  • Mehr als 30 Teams beim zweiten Rennwochenende am Start
  • Heimspiel für YACO Racing und Philip Geipel
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters ist startklar für das zweite Rennwochenende der Saison 2016: Weniger als zwei Wochen nach dem spannenden Saisonauftakt steht auf dem anspruchsvollen Sachsenring (29. April bis 1. Mai) die Fortsetzung auf dem Programm, Supersportwagen von acht Marken kämpfen um die beiden Laufsiege. Die „Liga der Supersportwagen“ feiert dabei in Sachsen ein besonderes Jubiläum: Zum zehnten Mal startet das ADAC GT Masters in diesem Jahr auf dem Sachsenring, die Rennstrecke ist seit dem Bestehen der Serie fester Bestandteil im Kalender. Traditionell sind auf der Berg- und Talbahn die Mittelmotorsportwagen Favoriten auf die vorderen Ränge. Christopher Mies (26, Heiligenhaus) und Connor de Phillippi (23, USA/beide Montaplast by Land-Motorsport) sind mit guten Ergebnissen vom Saisonstart in Oschersleben Tabellenführer und machen im mehr als 30 Supersportwagen starken Feld jagt auf den ersten Sieg. SPORT1 überträgt beide Rennen vom Sachsenring samstags und sonntags live ab 13:00 Uhr.

Audi-Duo Mies/De Phillippi erste Tabellenführer 2016

Der Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben hielt alle Zutaten für ein spannendes Rennwochenende: Hohe Leistungsdichte, ein enges Qualifying, spannende Rennen und Markenvielfalt in den Top Zehn. Beim Renndebüt der neuen Generation von Supersportwagen in  Oschersleben sicherten sich Mies/de Philippi die größte Punkteausbeute, der US-Boy holte  zudem einen Doppelsieg in der neuen Junior-Wertung. „Ein toller Auftakt für uns“, so Mies, der  nach zwei Jahren Pause in das ADAC GT Masters zurückkehrte. „Für die Rennen auf dem  Sachsenring haben wir noch ein wenig Arbeit vor uns.“ Teamkollege De Phillippi ist  zuversichtlich: „Ich freue mich schon auf den Sachsenring, den ich aus dem Porsche Carrera Cup  kenne. Dem Audi R8 sollte der Kurs liegen.“

Für das Audi-Team YACO Racing ist das Sachsenring-Wochenende das Highlight der Saison. Der  Teamsitz in Plauen liegt lediglich 65 Kilometer von der Rennstrecke entfernt. „Definitiv eine  ganz besondere Geschichte“, so der Sachse Philip Geipel (29, Plauen), der im Audi R8 mit der  ehemaligen DTM-Pilotin Rahel Frey startet. „Großen Druck verspüre ich nicht, eher einen extra  Schub Motivation. Wir haben noch ein bisschen was gutzumachen, unser Saisonstart war nicht  optimal. Besonders im Qualifying haben wir Potenzial. Dann wird es vielleicht etwas mit den  ersten Punkten. Auf jeden Fall wollen wir unseren Fans eine gute Show liefern.“

Für eine große Überraschung beim Saisonstart sorgten Trophy-Pilot Rolf Ineichen (37, CH) und  Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team), die in ihrem Lamborghini  Huracán das zweite Rennen gewannen. „Wir waren die Tage danach natürlich noch beflügelt  von dem tollen Erfolg“, so Engelhart. „Ob wir diese Form auf den Sachsenring transportieren  können, bleibt abzuwarten. Dem Lamborghini sollte der Kurs liegen. Und mir persönlich auch.  Ich habe dort zwar noch nie gewonnen, stand aber schon auf dem Podium.“

Titelverteidiger peilen die Top Fünf an

Die Titelverteidiger Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG - Team Zakspeed) fuhren in Oschersleben beim ADAC GT Masters-Debüt des neuen Mercedes-AMG GT zum Debütsieg, verpassten allerdings einen möglichen Doppelsieg. Asch ist vor dem zweiten Rennwochenende angriffslustig: „Auf dem Sachsenring stehen die Uhren wieder auf Null. Mit unserem neuen Mercedes-AMG sollten wir dort definitiv stärker sein als 2015 mit dem SLS. Wenn wir zweimal unter die Top Fünf fahren würden, wäre ich zufrieden.“ Nicht nur die neuen Modelle von Audi, Mercedes-AMG und Lamborghini waren beim Saisonstart  schnell unterwegs. Die neue Corvette von Callaway Competition präsentiert sich beim  Renndebüt vielversprechend, Bentley sammelte Führungskilometer und im schnellsten neuen  Porsche 911 verpassten Robert Renauer (31, Jedenhofen)/Martin Ragginger (27, A/beide  Precote Herberth Motorsport) das Podest beim Saisonstart knapp. Ein Podiumsplatz könnte nun  am Sachsenring folgen. „Dass es mit Rang vier und Platz sechs so gut lief, kam für uns  überraschend. Wir hatten eher mit Platzierungen zwischen fünf und zehn gerechnet“, so  Renauer. „Trotz der guten Ergebnisse waren wir noch nicht einhundertprozentig zufrieden. Wir  waren direkt nach dem Oschersleben-Wochenende testen, haben weiter am Set-up gearbeitet  und wichtige Daten erhoben, die uns am Sachsenring helfen werden. Trotzdem ich glaube, dass  der Kurs eher den Mittelmotorautos von Audi und Lamborghini liegen wird, sind wir  zuversichtlich.“ Seinen ersten Einsatz in dieser Saison hat am Sachsenring Kévin Estre (27,  F/KÜS Team75 Bernhard). Der Porsche Werksfahrer startet im 911 gemeinsam mit David Jahn  (25, Leipzig). Einen Fahrerwechsel gibt es auch bei BMW. An der Seite von Jesse Krohn (25, FI) startet im BMW M6 nun planmäßig Louis Delétraz (19, CH/beide Schubert Motorsport).
Foto: Jens Hawrda
Volles Rahmenprogramm mit Demofahrt von Marvin Kirchhöfer

Die Besucher am Sachsenring dürfen sich auf ein besonderes Highlight im Rahmenprogramm freuen. Marvin Kirchhöfer, Champions des ADAC Formel Masters 2012, präsentiert auf dem Sachsenring seinen neuen Rennwagen aus der GP2-Serie. Der Leipziger und ehemalige Förderpilot der ADAC Stiftung Sport startet 2016 in der GP2-Serie im Rahmen der Formel 1 und absolviert Samstag ab 14:35 Uhr Demorunden auf dem Sachsenring. Ab 15:00 Uhr nimmt Kirchhöfer auch an der „Meet the drivers“ Autogrammstunde vor der ADAC Hospitality im Fahrerlager teil. Im Rahmenprogramm sorgen zudem die ADAC Formel, die ADAC TCR Germany, der DTC und die STT sowie der Renault Clio Cup für ein volles Programm.