Freitag, 15. April 2016

Debüt für neue Tourenwagenserie: Saisonauftakt der ADAC TCR Germany

  • Premieren-Jahr der neuen Tourenwagenserie das ADAC
  • Boliden fahren mit Reifen des Exklusivreifenpartners Hankook
  • Live-Übertragungen bei SPORT1 und SPORT1+
Foto: Jens Hawrda
Start frei für die ADAC TCR Germany: Vom 15. bis 17. April startet die ADAC TCR Germany im Rahmen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben in ihre Premierensaison. Die neue Tourenwagenserie des ADAC ist ab diesem Jahr fester Bestandteil bei den Rennwochenenden des ADAC GT Masters. Deutschlands führender Sportsender SPORT1 und SPORT1+ übertragen die Rennen live und re-live, die rund 330 PS starken Boliden aus dem Hause VW, Seat, Opel und Honda fahren allesamt mit Reifen des Exklusivreifenpartners Hankook.

In der Motorsport Arena in Oschersleben geht es bereits heute, am Freitag ab 9.45 Uhr mit dem ersten freien Training los, ehe am Nachmittag (ab 16.20 Uhr) eine weitere Trainingseinheit folgt. Richtig spannend wird es dann aber am Samstag. Zunächst geht es ab 8.00 Uhr im Qualifying gegen die Uhr, und um 12.00 Uhr folgt das erste Rennen der Saison. SPORT1 überträgt das 30-minütige Rennen live. Das zweite Rennen am Sonntag (ab 11.55 Uhr) wird dann auf SPORT1+ zu sehen sein.

Teilnehmerfeld verspricht Hochspannung

Bei den Testtagen der ADAC TCR Germany in der vergangenen Woche in Oschersleben hatte Benjamin Leuchter (Duisburg) vom Rennstall Racing One einen guten Eindruck hinterlassen. Im VW Golf GTI TCR sorgte er in fünf von sechs Durchgängen für die Bestzeit und zeigte damit eindrucksvoll, dass mit ihm in der Premierensaison der neuen Tourenwagenserie zu rechnen ist. Aber auch ADAC Formel 4-Umsteiger Tim Zimmermann (Langenargen) vom Rennstall LIQUI MOLY Team Engstler, ebenfalls im Golf, sowie Harald Prozcyk (Österreich/Seat Leon) oder dessen Schweizer Markenkollege Pascal Eberle (Motorsport Steibel) hinterließen einen guten Eindruck.
 
Auf den Seat Leon vertrauen auch Mike Halder (Messkirch/LIQUI MOLY Team Engstler), Antti Buri (FI/LMS Racing), Bas Schouten (NL/ST Motorsport), Mario Dablander (A/Seat Austria) und Ronny Jost (CH, TOPCAR Sport). Im Volkswagen Golf GTI TCR starten ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tom Lautenschlager (Grafenau) und Daniel Conrad (CH/beide LIQUI MOLY Team Engstler) sowie Kai Jordan (Wolfsburg/H&R Spezialfedern).

Mit drei Seat Leon und dem Fahrertrio Jürgen Schmarl (A), Josh Files (GB) und Mike Beckhusen (Berlin) startet Target Competition. Das letztjährige Meisterteam der internationalen TCR-Serie nimmt das Debütwochenende der ADAC TCR Germany mit dem Seat in Angriff und wechselt im Saisonverlauf auf den neuen Opel Astra TCR. Zwei Honda Civic TCR setzt das unter der Bewerbung des ADAC Sachsen startende Team Honda ADAC Sachsen mit Steve Kirsch und Dominik Fugel. Insgesamt ist das Fahrerfeld mit einer Mischung aus erfahrenen Piloten und jungen, aufstrebenden Talenten ausgeglichen besetzt.

Die ADAC TCR Germany wird durch Sport 1 live im Fernsehen übertragen, jeweils Sa, 16.04. 11.55 Uhr Rennen 1 LIVE (SPORT 1) und am So, 17.04. 11.50 Uhr Rennen 2 LIVE (SPORT 1+).

ADAC GT Masters 2016: Das sind die neuen Supersportwagen

  • Teams vertrauen überwiegend neuen GT3-Modellen
  • Audi R8 unter den Teams beliebtestes Modell im Starterfeld 2016
  • Lamborghini Huracán verfügt bereits über Rennerfahrung im ADAC GT Masters

Die zehnte Saison des ADAC GT Masters zeichnet sich insbesondere durch eines aus: viele neue Fahrzeugmodelle. Mit Audi R8, BMW M6, Corvette C7, Lamborghini Huracán, Mercedes-AMG und Porsche 911 tummeln sich gleich sechs Supersportwagen im Starterfeld, die ihre erste vollständige Saison im ADAC GT Masters in Angriff nehmen. Beim Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben vom 15. bis 17. April treten die neuen Modelle gemeinsam mit bestens bekannten Supersportwagen wie Bentley Continental, Nissan GT-R oder Corvette Z06.R an. Alle Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2016 wieder live und in voller Länge bei SPORT1 im Free-TV übertragen sowie online im kostenlosen Livestream unter adac.de/gt-masters.
Audi R8
Foto: Jens Hawrda
Audi R8

2016 stellt die erste volle Saison der zweiten Generation des Audi R8 und damit auch die Premiere im ADAC GT Masters dar. Mit zehn Exemplaren, verteilt auf sechs Teams, ist der Audi das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.

Die Ingenieure der quattro GmbH in Neckarsulm, wo der R8 gefertigt wird, haben ganze Arbeit geleistet: Das Chassis, bestehend aus Aluminium, CFK-Strukturkomponenten und dem Stahl-Überrollkäfig, wiegt 30 Kilogramm weniger als beim erfolgreichen Vorgängermodell, auch das Sechsgang-Getriebe mit Wippenschaltung wurde vollständig neu entwickelt und ist nun 25 Kilogramm leichter. Hingegen ist die Torsionssteifigkeit des tragenden Rahmens um 39 Prozent gestiegen. Der 585 PS starke V10-Saugmotor muss erst nach 20.000 Kilometern zur Revision – das entspricht der Distanz von mehr als 130 ADAC GT Masters-Rennen. In puncto Aerodynamik wurde der Luftwiderstand, unter anderem dank des erstmals voll verkleideten Unterbodens, um 20 Prozent gesenkt. Dadurch steigt die Höchstgeschwindigkeit bei gleicher Motorleistung und gleichem Verbrauch um 6,5 Prozent. Der Audi erfüllt dank einer modifizierten Struktur des Vorderwagens und eines erstmals verwendeten CFK-Crashelements im Heck die Crashtest-Anforderungen für Le-Mans-Prototypen.
BMW M6 GT3
Foto: Jens Hawrda
BMW M6

Die signifikantesten Veränderungen bei den neuen Rennwagen für das ADAC GT Masters 2016 sind im Hause BMW zu verzeichnen: Der neue BMW M6 löst den zwölfmaligen Laufsieger BMW Z4 GT3 ab.

Optisch hat der BMW M6 mit dem Vorgängermodell Z4 nichts mehr gemeinsam. Das bullige Coupé ist allein 60 Zentimeter länger als der kompakte Klappdachroadster. Trotz der großen Dimensionen wiegt der M6 jedoch weniger als 1.300 Kilogramm. Die tiefe Einbauposition des Antriebsstrangs sorgt für eine weitere Absenkung des Schwerpunkts – und damit für bessere Performance. Dank des Transaxle-Getriebes wird eine perfekte Gewichtsbalance zwischen Vorder- und Hinterachse erreicht. Das Chassis wurde im BMW-Windkanal aerodynamisch optimiert. Auch beim Motor geht BMW in seinem aktuellen GT3-Rennauto völlig neue Wege: Arbeitete im Z4 noch ein Saugmotor, greift der M6 mit der Bi-Turbo-Technologie aus dem Serienpendant an. Der rund 585 PS starke und 4,4 Liter große V8 wurde lediglich in den Bereichen Ölversorgung und Ladeluftkühlung modifiziert. Über das gesamte Jahr 2015 hinweg wurde der BMW M6 auf unterschiedlichen Rennstrecken einem umfangreichen Testprogramm unterzogen, erfahrene Piloten trugen ihren Teil zu den wichtigen Basisarbeiten am Set-up bei.
Corvette C7
Foto: Jens Hawrda
Corvette C7

Corvette und ADAC GT Masters – eine Verbindung, die 2016 in das zehnte Jahr geht. Allerdings mit neuem Einsatzauto. Das Erfolgsmodell Z06.R wird durch die C7 ersetzt.

Die Entwicklung der neuen Corvette von Callaway Competition in Leingarten begann bereits Mitte 2014 am CAD mit der Entwicklung erster Teile. Ende des Jahres wurde das Fahrzeugdesign festgelegt, im Frühjahr 2015 begann der Fahrzeugbau. Vom Serienfahrzeug wurden das Chassis, die unteren Querlenker in umgebauter Version, die obere Hälfte des Fahrzeugheckteiles und die Rücklichter übernommen. Aus dem Vorgängermodell Z06.R stammt der V8-Saugmotor mit kleinen Veränderungen. Alle anderen Teile wurden neu entwickelt und gebaut, wobei der Großteil der technischen Teile aus Aluminium gefräst ist. „Wir wollten mit dieser Neuentwicklung einen weiteren Meilenstein in unserer Firmengeschichte setzen und ein zukunftsfähiges Fahrzeug konstruieren, produzieren und ab 2016 auch einsetzen“, so Giovanni Ciccone von Callaway Competition. „Als kleines, privat geführtes Team ist ein solches Projekt eine besondere Herausforderung, da nicht die finanziellen und personellen Ressourcen wie bei einem Automobilwerk vorhanden sind.“

Lamborghini Huracán

Der Lamborghini Huracán ist das einzige der sechs neuen Fahrzeuge im ADAC GT Masters, das schon Rennerfahrung in der „Liga der Supersportwagen“ vorzuweisen hat.

Das Bewerbungsschreiben des Lamborghini Huracán für interessierte ADAC GT Masters-Teams hätte nicht besser ausfallen können: Beim zweiten Rennwochenende der Saison 2015 auf dem Red Bull Ring rückte das Grasser Racing Team mit einem brandneuen Modell des Supersportlers von Lamborghini Squadra Corse als Gaststarter an und gewann auf Anhieb das zweite Rennen. In der Saison 2016 haben sich vier Teams mit dem „Lambo“ eingeschrieben – damit ist es nach dem Audi R8 das zweitbeliebteste Fahrzeug. Kennzeichnend für den Huracán ist sein Chassis in Hybridbauweise aus Aluminium und Carbon. Die Aerodynamik des Fahrzeugs ist im Hinblick auf eine bessere Durchdringung des Luftstroms sowie maximale Bodenhaftung und Traktion optimiert. Angetrieben wird der Huracán von einem mehr als 500 PS starken V10-Motor mit direkter Einspritzung.

Mercedes-AMG

Der neue Mercedes-AMG tritt in große Fußstapfen: Sein Vorgängermodell SLS AMG gewann 2012 und 2015 die Fahrerwertung des ADAC GT Masters.

Dass der Mercedes-AMG ebenfalls das Potenzial zum Siegertypen besitzt, sieht man dem Langhauber auf Anhieb an: Die verbreiterte Karosserie, große Lufteinlässe, der Diffusor und der riesige Heckflügel betonen die dynamische Optik. Markant ist die Frontansicht: Der neue „Panamericana“-Kühlergrill erinnert mit seinen vertikalen Chromstreben an den Mercedes-Benz 300 SL, der im Jahr 1952 das berühmte Langstreckenrennen „Carrera Panamericana“ quer durch Mexiko gewann. Der Kühlergrill ist oben mehr überspannt als unten – Designer sprechen hierbei von einer „Shark Nose“. Um das Fahrzeuggewicht möglichst niedrig zu halten, ist die Karosserie überwiegend aus Carbon gefertigt: Motorhaube, Türen, vordere Kotflügel, Front- und Heckschürze, Seitenwand, Seitenschweller, Diffusor, Heckdeckel und Heckflügel. Für den nötigen Vortrieb sorgt ein alter Bekannter: Mit dem rund 550 PS starken 6,3-Liter-V8-Motor setzen die Ingenieure auch im Mercedes-AMG auf das Erfolgsaggregat des SLS AMG.

Porsche 911

Porsche startet in der ADAC GT Masters-Saison mit einer neuen Variante der Sportwagenikone 911. Das neue Modell basiert auf der Baureihe 991 und nimmt nicht nur optisch Anleihen am erfolgreichen 911 RSR aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Angetrieben wird der neue 911, auf den drei Teams im ADAC GT Masters 2016 vertrauen, wie üblich von einem Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor, der weitgehend identisch mit dem Serienpendant des 911 GT3 RS ist und erstmals über eine Benzindirekteinspritzung verfügt. Der rund 500 PS starke Sauger weist eine gegenüber dem Vorgängeraggregat deutlich verbesserte Leistungsentfaltung und ein breiter nutzbares Drehzahlband auf. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines sequenziellen Sechsgang-Klauengetriebes an die Hinterräder verteilt. Auch das Bremssystem des 911 wurde weiter optimiert. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten, geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 380 Millimeter Durchmesser für Verzögerung. An der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und Scheiben mit 372 Millimeter verbaut. Konsequenter Leichtbau bei Karosserie, Anbauteilen und Fahrwerk ermöglichte es den Ingenieuren, die Schwerpunktlage des Porsche gegenüber dem Vorgängermodell noch einmal deutlich zu optimieren. Das Dach, Frontdeckel und Bugteil, Kotflügel, Türen, Seiten- und Heckteil sowie der Heckdeckel sind aus CFK gefertigt.

Doppelstart für Audi-Star Mattias Ekström

  • Zweifacher Einsatz für Schweden beim DTM-Auftakt in Hockenheim
  • DTM und FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft an einem Wochenende
  • Mattias Ekström: „Wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“
Bild: Audi-Motorsport
161 DTM-Rennen hat Mattias Ekström in seiner Karriere bislang bestritten, mit Audi 21 Siege gefeiert und in der populären Tourenwagen-Rennserie in 15 Jahren schon fast alles erlebt. Dennoch wird der DTM-Auftakt vom 6. bis 8. Mai in Hockenheim für den zweimaligen DTM-Champion ein ganz besonderes Wochenende: Der vielseitige Schwede wagt einen Doppel­start und tritt sowohl in der DTM als auch in der FIA-Rallycross-Weltmeister­schaft (World RX) an.

„Dass ich in Hockenheim DTM und Rallycross fahren darf, ist für mich wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“, sagt der DTM-Champion der Jahre 2004 und 2007. „Ich bin Audi für diese einmalige Chance sehr dankbar. Nach den letzten Testfahrten mit meinem Red Bull Audi RS 5 DTM in Hockenheim bin ich heiß auf die ersten beiden DTM-Rennen der neuen Saison. Wir haben gute Chancen, die Siege aus dem Vorjahr zu wiederholen. Dass ich mich zudem vor Tausenden von Audi-Fans im Motodrom am Steuer meines Audi S1 EKS RX quattro mit Weltstars wie Ken Block, Petter Solberg und Sébastien Loeb messen darf, ist fantastisch. Am Freitag und am Samstag werde ich auf jeden Fall an den Start gehen. Am Sonntag ist der Abstand zwischen DTM-Qualifying und den Rallycross-Finalläufen recht knapp. Aber für die RX-Finals müsste ich mich ja auch erst einmal qualifizieren.“

Schon vor einem Jahr gab es ein Gastspiel der fast 600 PS starken RX-Autos im Rahmen des DTM-Auftakts. Damals ließ der enge Zeitplan jedoch keinen Einsatz von Mattias Ekström in seinem privaten Rallycross-Team EKS zu. Die Startzeiten der beiden DTM-Rennen am Samstag (16 Uhr) und am Sonntag (14.30 Uhr) sind dieses Mal deutlich günstiger – zumindest am Samstag. Deshalb gab Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich seinem erfolgreichsten DTM-Fahrer grünes Licht für den Doppelstart. „Viele unserer Werksfahrer haben neben der WEC oder der DTM zusätzliche Programme in anderen Serien, zum Beispiel in der Formel E, der Super Formula in Japan oder im GT-Sport. Mit jedem Rennen sammeln sie noch mehr Erfahrung, von der wir profitieren. Das gilt auch für Mattias, der sein eigenes Rallycross-Team mit viel Leidenschaft aufgebaut hat und noch dazu mit einem Audi startet.“

Die FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft 2016 beginnt am kommenden Wochenende (16./17. April) in Montalegre in Portugal. Das Team EKS setzt zwei Audi S1 EKS RX quattro für Ekström und Neuzugang Toomas Heikkinen aus Finnland ein. Dank eines 560 PS starken Vierzylinder-Turbomotors und des quattro-Antriebs absolviert der Kompaktsportler den Sprint von 0 auf 100 km/h in atemberaubenden 2,4 Sekunden.

„Den quattro-Antrieb würde ich mir in der DTM auch wünschen, leider ist er dort verboten“, sagt Mattias Ekström. „Ich war schon immer ein quattro-Fan. Seit ich den Audi S1 in der Rallycross-WM fahre, liebe ich quattro.“ Deshalb ist ab dieser Saison #welovequattro auch ein neuer Hashtag seines Teams. Ebenfalls neu: Für die Rallycross-WM 2016 hat Mattias Ekström seine Startnummer „5“ aus der DTM übernommen. „Dann müssen sich die Zuschauer nur eine Zahl merken ...“

Neben der DTM und der Rallycross-WM gibt es für Audi-Fans noch einen weiteren Grund, am zweiten Mai-Wochenende nach Hockenheim zu kommen: Im Audi Sport TT Cup, der Nachwuchspiloten den Einstieg in den Motorsport ermöglicht, stehen die ersten beiden Saisonrennen auf dem Programm. DTM und Audi Sport TT Cup fahren auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs. Für den Rallycross-WM-Lauf wurde eine 1,24 Kilometer kurze Strecke mit 60 Prozent Asphalt- und 40 Prozent Schotteranteil im Motodrom angelegt.

Donnerstag, 14. April 2016

Das DTM-Reglement für die Saison 2016 steht fest: Der Fahrer rückt noch stärker in den Mittelpunkt

Foto: Jens Hawrda
Die DTM-Kommission hat anlässlich ihrer Sitzung am Donnerstag in München einige Anpassungen im sportlichen Reglement der DTM beschlossen. Ziel all dieser gemeinschaftlich getroffenen Entscheidungen ist es, die fahrerischen Leistungen noch stärker in den Fokus zu stellen. In diesem Zuge gibt es neue Regelungen zu den Performance-Gewichten und der Nutzung des DRS (Drag Reduction System). Die Änderungen sind Resultat eines gemeinschaftlichen Prozesses von Ingenieuren aller Hersteller, der ITR und des DMSB. Zudem erhält BMW die Möglichkeit, den Performance-Rückstand gegenüber Audi und Mercedes-Benz durch eine technische Kompensation im Bereich Aerodynamik und Gewicht auszugleichen.

Die Verteilung der Performance-Gewichte wird künftig im Qualifying ermittelt und richtet sich nach der tatsächlichen maximalen Performance eines Fahrzeugs und nicht mehr nach der Platzierung im vorangehenden Rennen. Dadurch sollen die Fahrzeuge für das direkt darauf folgende Rennen auf ein ähnliches Leistungsniveau gestellt werden – der beste Fahrer soll gewinnen.

Die Nutzung des DRS wurde für 2016 ebenfalls neu geregelt. Das System, das den Luftwiderstand verringert, darf wie bisher nur dann eingesetzt werden, wenn ein Fahrer beim Überqueren der Ziellinie weniger als eine Sekunde Abstand zum Vordermann hat. Jedoch ist die Anzahl der DRS-Aktivierungen limitiert: Dadurch wirkt DRS deutlich besser als Überholwerkzeug und nicht primär zur Verbesserung der Rundenzeit.

Als dritte wesentliche Entscheidung hat die Kommission verabschiedet, dass BMW für die kommende Saison Zugeständnisse im Rahmen des Reglements erhält. Der Grund liegt darin, dass der M4 DTM konstruktionsbedingt einen Rückstand gegenüber der Konkurrenz hat, der aufgrund der Homologation nicht durch eine technische Weiterentwicklung wettgemacht werden kann. Die Kommission hat nun den Antrag der Hersteller bestätigt, diesen Rückstand für die Saison 2016 auszugleichen. Der BMW M4 DTM wird in der kommenden Saison mit 7,5 kg weniger Gewicht und einem um 50 Millimeter breiteren Heckflügel antreten. Das Mindestgewicht für Audi und Mercedes liegt wie in der letzten Saison bei 1120 kg, während BMW neu mit 1112,5 kg zum ersten Qualifying der Saison antreten wird.

Zehn Audi R8 LMS im ADAC GT Masters

  • Sechs Teams vertreten Audi Sport customer racing
  • Audi ist die Marke mit den meisten Sportwagen im Feld
  • Alle 14 Rennen live im Fernsehen

Foto: Jens Hawrda
In der zehnten Saison des ADAC GT Masters ist Audi im Starterfeld so präsent wie noch nie: Insgesamt zehn Audi R8 LMS starten in der deutschen GT-Sportwagenserie. Das ADAC GT Masters ist eine der am besten besetzten nationalen GT3-Serien weltweit.


Seit 2009 vertrauen Teams im ADAC GT Masters auf die GT3-Sportwagen von Audi, doch noch nie war der R8 LMS so beliebt wie in diesem Jahr. „Wir freuen uns, mit Aust Motorsport, Car Collection Motorsport und Montaplast by Land-Motorsport drei neue Teams in unserem Kundenkreis zu begrüßen“, sagt Chris Reinke, Leiter von Audi Sport customer racing. Bereits seit vielen Jahren vertrauen die Mannschaften von APR Motorsport, Phoenix Racing und Yaco Racing auf den GT3-Sportwagen aus dem Hause Audi.

Die Teams von Audi Sport customer racing bereiten sich auf einen harten Kampf vor. An sieben Rennwochenenden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden begegnen sich die GT3-Sportwagen von acht Marken. „Dass in diesem Umfeld so viele Fahrer auf Audi setzen, ist ein großartiger Vertrauensbeweis und ein Kompliment an unseren Rennwagen Audi R8 LMS“, sagt Reinke. Bei jeder Veranstaltung gibt es samstags und sonntags ein Rennen mit vorgeschriebenem Fahrerwechsel. Sport1 überträgt sämtliche Wettbewerbe live im Fernsehen.

Fahrerisch haben sich die Teams vielseitig aufgestellt. Mikaela Åhlin-Kottulinsky, Aufsteigerin aus dem Audi Sport TT Cup, begegnet erfahrenen GT3-Piloten wie Markus Winkelhock, Marc Basseng, Christopher Mies, Laurens Vanthoor, Edward Sandström, ihrem Teamkollegen Marco Bonanomi oder Christopher Haase, die alle im Audi R8 LMS bereits 24-Stunden-Rennen gewonnen haben. Mit Haase sowie Kelvin van der Linde sind auch zwei ehemalige Meister des ADAC GT Masters in den Reihen von Audi. Umsteiger aus anderen Rennserien wie Isaac Tutumlu Lopez oder Connor De Phillippi runden das Aufgebot gemeinsam mit weiteren Privatpiloten ab. Neben Åhlin-Kottulinsky ist eine weitere Pilotin mit an Bord – Rahel Frey startet im vierten Jahr in Folge mit Audi im ADAC GT Masters. Die Schweizerin gewann im Vorjahr beim Finale mit Teamkollege Philip Geipel und bildet mit ihm erneut ein Team.