Mittwoch, 27. Januar 2016

Interview mit Marco Wittmann vor seinem Debüt bei den 24h Daytona

Ende des Monats wartet eine Premiere auf BMW Werksfahrer Marco Wittmann (DE): Am 30./31. Januar wird er zum ersten Mal an den 24 Stunden von Daytona (US) teilnehmen. Bei dem Langstreckenklassiker, der den Saisonauftakt der IMSA WeatherTech SportsCar Championship (WTSCC) bildet, wird der DTM-Champion von 2014 das Team von Turner Motorsport verstärken. Die Mannschaft setzt in der GTD-Klasse zwei BMW M6 GT3 ein. Wittmann wird gemeinsam mit BMW Werksfahrer Jens Klingmann (DE), Bret Curtis (US) und Ashley Freiberg (US) das Fahrzeug mit der Startnummer 96 pilotieren. Es ist nicht nur Wittmanns Premiere bei den 24 Stunden von Daytona, sondern auch sein erstes Rennen in den USA überhaupt. Am vergangenen Wochenende absolvierte er mit Turner Motorsport beim „Roar before the 24“ auf dem Daytona International Speedway (US) Testfahrten mit dem neuen BMW M6 GT3. Der neu entwickelte BMW GT-Rennwagen wird in Daytona seinen ersten Renneinsatz bestreiten. Turner Motorsport setzt in der GTD-Klasse die GT3-Version ein, das BMW Team RLL schickt in der GTLM-Klasse zwei BMW M6 GTLM an den Start.
Foto: Jens Hawrda
 
Marco Wittmann im Kurzinterview:
 
Marco, wie zufrieden sind Sie mit dem Test beim „Roar before the 24“ in Daytona?
 
„Wir sind mit einem positiven Gefühl nach Hause gereist. Bei diesem Test sind wir mit dem BMW M6 GT3 zum ersten Mal gemeinsam mit der Konkurrenz auf die Strecke gegangen. In erster Linie ging es darum, das Auto kennenzulernen und eine gute Balance für das Fahrzeug zu finden. Es ist toll, Teil eines solchen neuen Projekts und beim ersten Rennen des BMW M6 GT3 dabei zu sein. Und wenn man sieht, wo wir angefangen haben und wo wir jetzt stehen, kann man bestätigen, dass gute Entwicklungsarbeit geleistet wurde. Nun müssen wir sehen, wie gut wir im Rennen im Vergleich zur Konkurrenz sind. Zudem ist natürlich in einem 24-Stunden-Rennen auch die Haltbarkeit ein Thema, vor allem bei einem neu entwickelten Fahrzeug. Doch wir gehen guter Dinge ins Rennwochenende. Es waren drei gute Testtage, an denen wir viel gelernt haben.“
 
Sie sind in der DTM „zuhause“ – was macht für Sie den Reiz eines 24-Stunden-Rennens aus?
 
„Es ist einfach eine andere Art von Rennen. In der DTM fährst du einstündige Sprintrennen, bist mehr oder weniger auf dich allein gestellt, gibst immer 110 Prozent und fährst immer am absoluten Limit. Bei einem 24-Stunden-Rennen ist das anders. Man teilt sich das Cockpit mit anderen Kollegen. Von daher muss man schon bei der Fahrzeugabstimmung Kompromisse eingehen, denn das Auto muss für alle, nicht nur für einen Piloten, fahrbar sein. Zudem gehst du im Rennen nicht unbedingt immer ganz ans Limit. Du musst darauf achten, das Material zu schonen. Da verschiedene Klassen gemeinsam auf die Strecke gehen, spielt auch das Verkehrsmanagement eine wichtige Rolle. Dies sind alles Dinge, die den Unterschied zur DTM und den Reiz eines 24-Stunden-Rennens ausmachen. Und natürlich macht es unheimlich viel Spaß, bei Klassikern wie den 24 Stunden von Daytona oder auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start zu gehen.“
 
Für Sie ist es die Premiere bei den 24 Stunden von Daytona. Fiebern Sie dem Rennwochenende bereits entgegen?
 
„Definitiv! Ich habe schon sehr viel über das Rennen gehört. Auch die ganze Atmosphäre und das Drumherum in Daytona sollen einmalig sein. Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich ein Rennen in den USA bestreite. Ich bin gespannt, wie es sich im Vergleich zu Europa anfühlt. Die Vorfreude ist groß – und natürlich wäre es ein Traum, das erste Rennen mit dem BMW M6 GT3 zu gewinnen.“

DTM-Pilot Adrien Tambay bei Eisrennen auf dem Podium

Foto: Audi-Motorsport
DTM-Pilot Adrien Tambay hat eine weitere Herausforderung in der Trophée Andros gemeistert. Beim fünften Lauf in Lans-en-Vercors belegte der 24 Jahre alte Franzose in seinem A1 quattro in beiden Finalrennen der Elite-Pro-Klasse den dritten Platz. Auch in der Gesamtwertung liegt der Pilot vom Belgian Audi Club Team WRT auf Rang drei.

Dienstag, 26. Januar 2016

Nachgefragt bei ... Mattias Ekström

Der zweimalige DTM-Champion Mattias Ekström erlebte eine intensive Woche: Vom Audi Sport Wintercamp auf Lanzarote ging es direkt weiter zu den Hahnenkamm-Skirennen nach Kitzbühel.
Foto: Jens Hawrda
Beim Wintercamp auf Lanzarote sind Sie dem Winter entflohen. Wie war der Ausflug in den Sommer?

Das Wintercamp war etwas kürzer als sonst, dafür intensiver. Trotzdem hatten wir viel Spaß bei lustigen Spielen und beim Sport. Und natürlich ist es schön, alle Kollegen nach der Winterpause in einer entspannten Atmosphäre wiederzutreffen.

Von der Wärme auf Lanzarote ging es direkt in die Kälte nach Kitzbühel – ein ziemlicher Kontrast ...

Die Kitzbühel-Woche ist für mich immer etwas Besonderes. Es macht Spaß,  Skirennen zu verfolgen. In diesem Jahr hatten wir dort aber auch den Audi quattro SuperQ, bei dem acht großartige Athleten auf Schnee und Eis den Audi RS 3 Sportback* und unser Rallycross-Auto gefahren sind. Das war ein tolles Erlebnis. Wir hatten fantastisches Wetter und es war interessant zu sehen, wie sich die Sportler gesteigert haben und welchen Ehrgeiz sie im Wettbewerb entwickeln. Es war ein gelungener Event.

Wie geht es 2016 mit Ihrem privaten Rallycross-Team EKS RX weiter?

Wir sind bei der Weiterentwicklung des Autos und der Budgetplanung – und auch der Terminplanung, denn Priorität eins bleibt bei mir ganz klar die DTM. Ich versuche, so viel Rallycross wie möglich zu fahren. Ich hoffe, dass wir bis Ende Februar Klarheit haben. Momentan habe ich ein gutes Gefühl. Wir haben gute Schritte mit dem Auto gemacht und damit sportlich gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison. Mit Ken Block ist ein populärer neuer Gegner dazugekommen, der die Rallycross-Weltmeisterschaft noch interessanter machen wird.

Wie sehen die Vorbereitungen auf die neue DTM-Saison aus, die Anfang Mai in Hockenheim beginnt?

Ende Februar steht ein Test in Spanien auf dem Programm, vor Hockenheim gibt es noch einen weiteren Test. Das Reglement erlaubt ja nicht viele Testfahrten und die Technik der Autos ist „eingefroren“. Deshalb geht meine Energie derzeit in erster Linie in etwas Training und die Planung der Saison. Der Audi RS 5 DTM war im vergangenen Jahr sehr gut, deshalb bin ich für 2016 zuversichtlich.

Ein Höhepunkt in Kitzbühel ist auch immer die Audi Night. Welche Stars haben Sie getroffen?

Es macht Spaß, Superstars wie Jason Statham oder Gwyneth Paltrow zu treffen. An meinem Tisch saßen Lena Gercke und Maria Höfl-Riesch. Meine Idole sind ganz klar Sporthelden wie jene acht Athleten, die an unserem Audi quattro SuperQ teilgenommen haben. Typen wie Radprofi Danny MacAskill sind für mich einfach außergewöhnlich.

Montag, 25. Januar 2016

ABT setzt im ADAC GT Masters 2016 auf Bentley

  • Bentley Team ABT setzt drei Bentley Continental im ADAC GT Masters ein
  • ABT Sportsline und C.Abt Racing bündeln ihre Kräfte
  • Erfahrene Mannschaft von C.Abt Racing führt Einsätze durch
Foto: Jens Hawrda
Bentley geht im ADAC GT Masters 2016 mit einem neuen Team ins Rennen. Als Bentley Team ABT treten ABT Sportsline und C.Abt Racing gemeinsam mit drei Bentley Continental in der "Liga der Supersportwagen" an. Eingesetzt werden die drei Bentley von der erfahrenen Mannschaft C.Abt Racing um den ehemaligen DTM-Piloten und ADAC GT Masters-Champion Christian Abt. Das ADAC GT Masters startet vom 15. bis 17. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison.
 
"Wir freuen uns, ABT Sportsline in der Bentley-Familie zu begrüßen", sagt Bentley-Motorsportdirektor Brian Gush. "Genau wie unser Unternehmen blickt ABT auf eine ebenso lange wie erfolgreiche Motorsport-Historie zurück. Gemeinsam haben wir uns hohe sportliche Ziele gesetzt."
 
"Wir haben eine lange und intensive Beziehung zu den Marken des Volkswagen-Konzerns – sowohl im Motorsport als auch im Tagesgeschäft", sagt Geschäftsführer Hans-Jürgen Abt. "Schön, dass wir die Zusammenarbeit jetzt um die Marke Bentley erweitern. Der Continental GT3 hat seine Stärke auf der Strecke schon aufblitzen lassen. Ich freue mich jetzt auf die gemeinsamen Herausforderungen."
 
Während ABT Sportsline für die Vermarktung des Projekts verantwortlich zeichnet, übernimmt die technische Leitung ein alter Hase im GT-Sport: Christian Abt. Der frühere DTM-Pilot und ADAC GT Masters-Champion von 2009 bereitet die Sportwagen mit seinem Team C.Abt Racing vor und übernimmt auch den Einsatz bei allen Rennen. Mit dem offiziellen Startschuss des gemeinsamen Projekts nimmt die Saisonvorbereitung jetzt Fahrt auf. Einer der nächsten Schritte ist die Auswahl eines schlagkräftigen Fahrerkaders. Die Brüder Hans-Jürgen und Christian Abt engagieren sich seit 2009 im ADAC GT Masters und setzten bisher auf Audi, ihre Teams erzielten zusammen 16 Laufsiege und fuhren in der Fahrer, Team-, und Gentlemenwertung sechs Titel ein.
 
In Ergänzung zu den Einsätzen im ADAC GT Masters startet das Bentley Team ABT auch beim ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Neben dem Auftritt auf der Rennstrecke wird die Kooperation auch am ABT-Standort in Kempten sichtbar: ABT Sportsline wird Fahrzeugverkauf-Stützpunkt und Partner für das Zubehör-Programm von Bentley. 

Sonntag, 24. Januar 2016

Besonderes Fahrerlebnis für Fußball-Star Mario Götze

Foto: Audi-Motorsport
Anlässlich der Hahnenkamm-Skirennen in Kitzbühel kam Mario Götze in den Genuss eines Fahrerlebnisses der besonderen Art: Audi-Werksfahrer Mattias Ekström zeigte dem Fußball-Profi des FC Bayern München, wie man auf Schnee und Eis ein Auto im Grenzbereich fahren kann. Götze saß erst auf dem Beifahrersitz, dann durfte er selbst ans Steuer – zunächst im Audi RS 3 Sportback*, anschließend im rund 580 PS starken Audi S1 EKS RX quattro aus der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft. „Das Auto ist der absolute Wahnsinn“, schwärmte der Fußball-Star. „Es war cool, so ein Auto einmal selbst zu fahren. Noch eindrucksvoller war, als Mattias gefahren ist. Da sieht man den Unterschied zwischen Profi und normalen Autofahrer.“