Montag, 28. September 2015

ADAC GT Masters: Spengler startet im BMW Z4 GT3 beim Saisonfinale in Hockenheim

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Das BMW Sports Trophy Team Schubert bekommt beim Saisonfinale des ADAC GT Masters am 3. und 4. Oktober in Hockenheim (DE) prominente Unterstützung: BMW DTM-Fahrer Bruno Spengler (CA) wird an der Seite von Dominik Baumann (AT) BMW Z4 GT3 an den Start gehen und den Österreicher im Kampf um den Fahrertitel unterstützen.

Spengler vertritt Jens Klingmann (DE), der zeitgleich für BMW Motorsport beim Saisonfinale der United SportsCar Championship (USCC) in Road Atlanta (US) antritt. Wie schon in Daytona und Sebring zu Beginn des Jahres unterstützt Klingmann seine BMW Kollegen erneut bei einem Langstreckenrennen im BMW Z4 GTLM.

Spengler, der 2012 mit BMW den Fahrertitel in der DTM gewonnen hatte, absolvierte bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps in diesem Jahr sein erstes Rennen im BMW Z4 GT3 und zeigte an der Seite von BMW DTM-Fahrerkollege Timo Glock und BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi eine starke Leistung. Wenige Wochen später besuchte er das BMW Sports Trophy Team Schubert am Nürburgring und schnupperte erstmals ADAC GT Masters Luft.

Bruno Spengler: "Als ich von BMW Motorsport gefragt wurde, ob ich für Jens einspringen und in Hockenheim im BMW Z4 GT3 fahren kann, habe ich sofort Ja gesagt. Ich freue mich sehr darauf, mit dem BMW Sports Trophy Team Schubert und Dominik Baumann zusammen zu arbeiten. Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung geht es noch um den Titel. Ich werde natürlich alles geben, um meine Teamkollegen dabei so gut wie möglich zu unterstützen. Seit dieser Saison kenne ich den BMW Z4 GT3 recht gut, und der Hockenheimring ist für mich nach all den Jahren fast wie ein Wohnzimmer."

DTM: Stimmen der Audi-Piloten zum Rennwochenende am Nürburgring

Miguel Molina
Foto: Jens Hawrda
Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17) Ausfall / Platz 1
„Heute bin ich einfach nur glücklich. Ich habe lange auf diesen Tag gewartet und trotz mancher Rückschläge niemals aufgegeben. Dieser Erfolg ist aber auch ein Sieg aller Menschen, die an mich geglaubt haben: Audi, mein Team, meine Familie und viele Wegbegleiter. Ich hoffe natürlich, dass es nur der Auftakt war und noch viele weitere Glücksmomente in meiner DTM-Karriere folgen.“
Edoardo Mortara, Titel noch möglich
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48) Platz 2 / Ausfall
„Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Samstag war ich bester Audi-Pilot im Qualifying und habe mit Platz zwei in der Meisterschaft aufgeholt. Ich habe das Rennen genossen, hatte viele schöne Zweikämpfe und eine Menge Spaß. Sonntag dann leider das komplette Gegenteil mit einem verkorksten Qualifying und einem Aus nach einer Attacke der Konkurrenz, die meiner Ansicht nach unnötig war und ja auch entsprechend bestraft wurde. Natürlich macht der Blick auf die Tabelle gerade nicht viel Spaß. Aber andererseits haben wir am Nürburgring auch gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Warum also nicht auch in Hockenheim?“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 11 / Platz 7
„Miguel (Molina) hat gezeigt, was mit dem Audi RS 5 DTM auf dem Nürburgring möglich war. Glückwunsch zu seinem ersten Sieg. Für mich war am Samstag ein fünfter Platz drin, die Rangelei mit Maximilian Götz hat mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Sonntag bin ich vom zwölften Platz auf den siebten nach vorn gefahren, was so gesehen nicht allzu schlecht ist – aber wenn man mit dem Vorsatz antritt, um Podestplätze und Siege zu kämpfen, sicherlich auch kein Traumergebnis. Jetzt hoffen wir auf einen versöhnlichen Saisonabschluss in Hockenheim.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Ausfall / Platz 8
„Am Samstag hatte ich ein solides Qualifying und bin durch einen unverschuldeten Unfall früh aus dem Rennen geworfen worden. Am Sonntag war mein Qualifying mit Startplatz drei noch besser. Das ist in der DTM extrem viel wert. Doch leider konnte ich das erneut nicht in ein gutes Ergebnis ummünzen. Diesmal vermiesten mir Probleme mit der Feststellbremse den Start. Dadurch bin ich bis ans Ende des Feldes zurückgefallen und habe auch noch die vorderen Zusatzflügel meines Auto beschädigt. Das hat mein Rennen zusätzlich beeinträchtigt. Alles in allem ein sehr frustrierendes Wochenende. Jetzt hoffe ich, dass die Saison endet, wie sie begonnen hat: mit einem Sieg in Hockenheim.“
Mattias Ekström Titelchancen gesunken
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 10 / Platz 11
„Glückwunsch an Miguel (Molina)! Er ist ein feiner Kerl, ein schneller Rennfahrer und hat seinen ersten Sieg mehr als verdient. Ich selbst habe mein Wochenende zweimal im Qualifying verloren. Samstag habe ich zwar schnell einige Plätze gutgemacht, aber nach einigen Rangeleien mit stumpfen Waffen gekämpft. Sonntag ging es wieder innerhalb von wenigen Kurven von 17 auf Platz elf nach vorn. Ich habe dann viel Energie und Reifensubstanz für Positionen gebraucht, die ich während der Boxenstopp-Phase leider wieder verloren habe. Wir brauchen nichts schönzureden: Das war ein verkorkstes Wochenende zur komplett falschen Zeit. Aber jeder, der mich kennt, der weiß: Gratulieren werde ich erst am Sonntagabend in Hockenheim.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27) Platz 14 / Platz 12
„Uns ist es auch hier am Nürburgring nicht gelungen, zu einer anständigen Leistung im Qualifying zurückzufinden. Aber ich werde nicht aufgeben. Über die beiden Rennen kann ich nicht viel Schlechtes sagen – zumindest hat mein Audi nicht den kleinsten Kratzer abbekommen. Bis zum Finale werden wir intensiv über allen Daten sitzen und jedes Detail analysieren und anpacken. So wie hier möchte ich mich ganz bestimmt nicht aus der Saison verabschieden.“

Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51) Platz 16 / Platz 16
„Zunächst einen Riesenglückwunsch an Miguel (Molina). Der erste Sieg in einer Serie ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich für ihn. Mein Wochenende war leider nicht so gut. Das Beste, was darüber zu sagen ist, ist die Tatsache, dass ich nach zuletzt zwei Ausfällen diesmal zweimal ins Ziel gekommen bin. Aber bei Weitem nicht auf den Positionen, die ich mir wünschen würde. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Starts bin ich am Sonntag überhaupt nicht gut weggekommen. Das hilft natürlich nicht, wenn man nur von Position 21 ins Rennen geht. Mein Tempo im Anschluss war gut, die Strategie auch. Ich lag auf Platz 13, als mich Christian Vietoris von der Strecke gedrängt hat, was mich vier, fünf Positionen gekostet hat. Dass ich mich schließlich noch auf Rang 16 zurückgekämpft habe, mindert meine Enttäuschung nicht wirklich.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10) Ausfall / Ausfall
„Wir hatten uns einiges vorgenommen beim Heimspiel von Phoenix Racing. Aber schon am Samstag lief es nicht. Weder im Qualifying noch im Rennen mit der unverschuldeten Kollision. Am Sonntag lief das Qualifying besser und beim Start habe ich einige Positionen gutgemacht. Leider hat mich dann Robert Wickens ins Kiesbett befördert, aus dem ich mich nicht mehr befreien konnte. Für mich also ein ziemlich schlechtes Wochenende. Aber immerhin hat Miguel (Molina) seinen ersten DTM-Sieg eingefahren. Dazu gratuliere ich herzlich.“

Traumfinale der SUPERBIKE*IDM auf dem Hockenheimring (Teil 1)

Die SUPERBIKE*IDM 2015 geht mit einem fantastischen Wochenende auf dem Hockenheimring zu Ende. 14.000 Zuschauer kamen an die Traditions-Rennstrecke, um bei sonnigem Wetter den Kampf der Piloten um die letzten Punkte in der internationalen deutschen Meisterschaft mitzuerleben. Der Franzose Mathieu Gines und Local Hero Jan Bühn sicherten sich die Titel in den Klassen Superstock 1000 respektive Supersport 600.
Meisterschaftsehrung 2015
Foto: Superbike*IDM
Markus Reiterberger und Xavi Forés teilen sich Superbike-Finalsiege

Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) setzte sich am Samstag in der Superpole durch und durfte so vom besten Startplatz ins Rennen gehen. Den Start gewann dann jedoch Dauerrivale Xavi Forés (3C-Racing Team), der sich prompt an die Spitze setzte. Sein Teamkollege Lorenzo Lanzi konnte aufgrund seines Sturzes im Qualifying, von dem er eine Gehirnerschütterung davongetragen hatte, nicht im Renngeschehen mitmischen und fieberte nun von der Box aus mit Forés mit. Das Spitzentrio vervollständigte Max Neukirchner (Team Yamaha MGM), gefolgt von Teamkollege Damian Cudlin. Für den Australier war das Rennen allerdings in der dritten Runde nach einem Sturz gelaufen. Wenig später übernahm Reiterberger wieder die Führung. Forés wollte unbedingt zurück an die Spitze und witterte in der zehnten Runde eine minimale Chance, in der Sachskurve an Reiterberger vorbeizugehen. Das Manöver misslang allerdings gründlich. Wenn zwei sich streiten, freut sich Max Neukirchner. Der Sachse lag auf der Lauer und schlüpfte innen durch – eine tolle Show für vor das volle Haus im Motodrom. Neukirchner gab ein großes Comeback nach seiner langen Verletzungspause und war nun auf Siegeskurs. Doch nur kurz. Reiterberger ging vier Runden später wieder am Yamaha-Piloten vorbei und auch Forés erkämpfte sich die zweite Position zurück. Reiterberger siegte vor Forés und Neukirchner.

Für Markus Reiterberger gab es bei der Startaufstellung des zweiten Rennens ein Ständchen seines Fanclubs mitsamt Akkordeon. Dann starteten die Piloten beflügelt von den bayerischen Klängen ins letzte Rennen der Saison. Reiterberger gewann den Start vor Forés, Neukirchner und Cudlin. Doch der Australier hatte erneut kein Glück und rollte schon in der zweiten Runde an die Box. Neukirchner attackierte Forés im Kampf um die zweite Position. Doch der Spanier behauptete seinen Platz vehement. In der achten Runde zog Forés an Reiterberger vorbei. Währenddessen verlor Neukirchner nach und nach den Anschluss an das Spitzenduo. Forés kämpfte bis zum Schluss und brachte seinen dritten Saisonsieg vor Reiterberger und Neukirchner heim.

Markus Reiterberger:
„Ich hatte im ersten Rennen Probleme mit dem Grip. Aber je länger wir unterwegs waren, desto besser wurde es komischerweise. Im zweiten Rennen habe ich dann nochmal alles gegeben – vor allem für die Markenwertung, die noch ausstand. Es hat nicht mehr für den zweiten Sieg gereicht. Aber hey, 12 von 16 Rennen gewonnen – so gut war ich zuletzt im Mini Bike Cup. Bei dem Fahrerniveau, das wir hier haben, bin ich wirklich richtig stolz auf diesen Meistertitel.“
Forès vor Neukirchner
Foto: Superbike*IDM
Xavi Forés:
„Es waren zwei schöne Rennen für mich. Im ersten Lauf machte ich einen großen Fehler, als ich versuchte Markus in der Sachskurve zu überholen und dann auch noch Max an mir vorbeiging. Es war hart, den zweiten Platz zurückzuerobern. Das zweite Rennen war dann das beste der ganzen Saison. Das Jahr war so schwierig, aber wir haben es gut zu Ende gebracht.“
Max Neukirchner zum Saisonfinale zwei mal auf dem Podium
Foto: Superbike*IDM
Max Neukirchner:
„Im ersten Rennen dachte ich, ich könnte mich vorne absetzen. Aber Reiti zog auf der Gegengeraden wieder an mir vorbei. Ich bekam am Schluss leichte Probleme an der Kurvenausfahrt. Aber zwei Podiumsplätze sind ein super Abschluss für das ganze Team.“

Mathieu Gines holt mit Doppelsieg den Superstock 1000-Titel

Mit dem fünften Startplatz im Gesamtfeld hatte Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) die beste Ausgangssituation für einen Sieg in der Superstock 1000-Klasse. Rivale Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex), der als einziger noch die Chance hatte, Gines den Titel streitig zu machen, startete von Platz sieben. Bald konnte Stamm den Gaststarter Marc Moser hinter sich lassen und zu Gines aufschließen. Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing), der von der zwölften Position ins Rennen ging, war erst einmal beschäftigt, sich nach vorne zu kämpfen. In der zwölften Runde packte er schließlich die Gelegenheit und ging nun auch an Stamm vorbei. Für Stamm schwanden damit die letzten Hoffnungen, Gines noch einzuholen und die Chancen auf den Titel zu wahren. Der Franzose machte sich aus dem Staub und fuhr überlegen zu seinem achten Saisonsieg und damit dem Titel. Für Stamm, Vizemeister in der Klasse Supersport 600 des Vorjahres, war mit dem dritten Platz hinter Fritz erneut nur der Vizetitel drin.

Im zweiten Rennen musste nun noch der Drittplatzierte der Meisterschaft entschieden werden. Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) hatte an diesem Wochenende zu kämpfen und ging von Startposition 19 ins Rennen. Im ersten Lauf kam er als elfter insgesamt und als sechster in der Stockwertung ins Ziel. Der Vorsprung auf Verfolger Marvin Fritz betrug jetzt nur noch zehn Punkte. Gines legte erneut mit einem starken Start vor. Stamm hatte nach dem verlorenen Meistertitel weiterhin kein Glück und stürzte in der ersten Runde. Die zweite Position der Stockwertung krallte sich Ondrej Jezek vor Marvin Fritz und Lukas Trautmann. In der zwölften Runde setzte sich Fritz gegen Jezek durch. Mit einer souveränen Leistung fuhr Mathieu Gines zum Doppelsieg. Zweiter wurde Fritz vor Jezek und Trautmann. Für die Meisterschaft bedeutete dies den dritten Platz für Lukas Trautmann.

Mathieu Gines:
„Das ist einfach perfekt. Ich bin in die SUPERBIKE*IDM gekommen, um die Strecken kennenzulernen und vielleicht unter die besten fünf zu fahren. Und jetzt stehe ich hier als Sieger. Das ist so unglaublich. Mir fehlen die Worte. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit Roman zu fighten. Ich will nächstes Jahr hier weiterfahren, am liebsten mit Yamaha in der Superbike-Klasse. Mein Team ist für mich mittlerweile wie eine Familie, aber es ist noch nicht entschieden, ob sie weitermachen.“

Roman Stamm:
„Es war klar, dass es in der Meisterschaft knapp wird. Bis zur Hälfte des ersten Rennens hat noch das gute Gefühl überwogen. Dann hat der Reifen nicht mehr mitgemacht. Ich bin wieder einmal Zweiter. Aber Mathieu ist der verdiente Sieger und ich konnte ihn selten schlagen.“

Marvin Fritz:
„Auch wenn es in der Meisterschaft nicht mehr für den dritten Platz gereicht hat, war das ein super Saisonabschluss. Mein Plan ist, nächstes Jahr Superbike zu fahren. Ich hoffe, dass alles klappt.“

Sonntag, 27. September 2015

DTM: Audi-Pilot Molina feiert ersten DTM-Sieg

erster DTM-Sieg für Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport
In seinem 67. DTM-Rennen hat es endlich geklappt: Der Katalane Miguel Molina feierte auf dem Nürburgring seinen ersten Sieg in der DTM. Für Audi war es im 16. Saisonrennen der achte Erfolg. 69.000 Zuschauer sahen in der Eifel zwei turbulente DTM-Rennen, bei denen es vor allem im Mittelfeld hoch herging.

Miguel Molina bekam davon am Sonntag allerdings nicht viel mit: Nachdem er sich mit dem Teufel Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline am Vormittag bereits souverän den ersten Startplatz gesichert hatte, fuhr er der Konkurrenz im Rennen am Nachmittag vom Start weg auf und davon und als ungefährdeter Sieger über die Ziellinie.

Mit 7,5 Sekunden Rückstand überquerte Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta in der Eifel als Zweiter die Ziellinie – für den DTM-Champion von 2010 das beste Saisonergebnis. Das Podium am Nürburgring komplettierte BMW-Mann Bruno Spengler als Dritter. Hinter Tom Blomqvist auf Platz vier kam Pascal Wehrlein als Fünfter ins Ziel, der damit seine Führung in der DTM-Fahrerwertung weiter ausbauen konnte.

Seine direkten Konkurrenten im Kampf um die Krone, Edoardo Mortara und Mattias Ekström, holten am Sonntag keine Punkte. Ekström wurde Elfter; Mortara schied nach einer Kollision mit Timo Glock in der 28. Runde aus.

Miguel Molina:

„Was für ein fantastischer Tag“, jubelte Molina nach dem Sieg. „Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet und hoffe, dass das nur der Anfang war. Mein RS 5 DTM war heute einfach perfekt. Danke an Audi und vor allem an meine Mechaniker, die nach dem Unfall gestern fantastisch gearbeitet haben.“
 
Paul Di Resta:
„Nach diesem Ergebnis gehen wir optimistisch zum Finale nach Hockenheim.“
 
Bruno Spengler:
"Das war ein tolles Rennen. Mich freut es vor allem für meine BMW Team MTEK Mechaniker, dass ich heute als Dritter Punkte sammeln konnte. Nach meinem Unfall gestern war mein Auto stark beschädigt. Aber meine Jungs haben einen super Job gemacht und das Auto bis zum Rennen heute wieder repariert. Der BMW Bank M4 DTM hat sich fantastisch angefühlt und war in allen Phasen auf der Strecke sehr stark. Ich bin super-happy mit meinem Podestplatz. Jetzt freue ich mich auf das Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen.“
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Miguel Molina (Audi RS5 DTM),
2. Paul Di Resta (Mercedes-AMG C63 DTM),
3. Bruno Spengler (BMW M4 DTM),
4. Tom Blomqvist (BMW M4 DTM),
5. Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG C63 DTM).
 
Meisterschaftsstand Fahrerwertung (Top-Five):
 
1. Pascal Wehrlein     165 Pkt.
2. Edoardo Mortara    128 Pkt.
3. Mattias Ekström     127 Pkt.
4. Bruno Spengler      119 Pkt.
5. Jamie Green          107 Pkt.

Superbike*IDM: Nur noch vier Punkte zwischen Tatu Lauslehto und Jan Bühn


Souveräner Sieg für Kevin Wahr
Foto: Superbike*IDM
Supersport 600 Rennen 1: Kevin Wahr siegt souverän

Zum Finale auf dem Hockenheimring kehrte der Supersport-WM-Pilot Kevin Wahr an seine alte Wirkungsstätte zurück. Für sein M-Power Motorsport-Team war es hingegen der erste Ausflug in die SUPERBIKE*IDM. Im Qualifying sicherte sich der deutsche Supersport-Meister von 2013 die Pole-Position und nutzte diese gnadenlos aus. Bereits in der ersten Runde konnte er einen Abstand auf seine Verfolger herausfahren.

Der Blick richtete sich auf die Truppe, die sich dahinter tummelte. Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) kam als Zweiter zurück, dicht gefolgt von Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex), der mit einem Bombenstart zwei Plätze gutmachte und Marco Nekvasil (LSG Racing). Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) hielt sich an Position acht. Der Gesamtführende in der Meisterschaft wusste, dass mehr drin sein musste, um seine Führung gegenüber Rivale Jan Bühn zu behaupten.
Jan Bühn
Foto: Superbike*IDM
Während sich Wahr absetzte, rückten Bühn und seine Verfolger immer weiter zusammen. Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex) hielt zuerst noch mit, fiel dann jedoch zurück. Stattdessen gesellten sich Supersport-WM-Pilot Dominic Schmitter (BCC-Racing Team), Gaststarter Lukas Tulovic (Freudenberg Racing Team), Superstock 600-EM-Pilot Bryan Schouten (MVR-Racing) und Tatu Lauslehto dazu. Wäre das Rennen jetzt zu Ende gewesen, hätte Lauslehto in der Meisterschaft nur noch einen Punkt Vorsprung auf Bühn gehabt. Denn viele Gaststarter lagen zwischen den beiden. Es blieb aber nicht bei der Reihenfolge.

In der fünften Runde ging Nekvasil an von Gunten vorbei und schnappte sich drei Runden später auch Bühn. Der erst 15-jährige Lukas Tulovic schlüpfte mit durch und war nun an dritter Stelle liegend sogar auf Podiumskurs. Aber auch bei dieser Rangfolge sollte es nicht bleiben. Von hinten attackierten Schmitter und Schouten, beide gingen in der achten Runde an Bühn vorbei. Der war nun mittlerweile auf die sechste Position abgerutscht. Nur noch von Gunten lag zwischen dem Lokalmatador und seinem Erzrivalen Lauslehto. In der elften Runde ging Lauslehto an von Gunten vorbei und nahm Kurs auf Bühn. Der Abstand schrumpfte dahin. Zwei Runden später fiel Tulovic an Position drei liegend zurück. Schmitter lieferte sich sogleich einen spannenden Zweikampf mit Nekvasil um Platz zwei. In der vorletzten Runde zog Schmitter an Nekvasil vorbei.

Auch Lauslehto ging an Bühn vorbei. Es folgte ein ständiges Hin und Her zwischen den Meisteranwärtern. Schließlich war es Jan Bühn, der als Sechster und mit einem Minimalabstand von knapp zwei Zehnteln vor Lauslehto ins Ziel kam. Kevin Wahr siegte mit einem Vorsprung von fast zehn Sekunden vor Schmitter, Nekvasil, Schouten und Tulovic.
Für die Punkte in der Meisterschaft heißt das: Nekvasil kassiert 25, Bühn 20 und Lauslehto 16 Punkte. Es steht also morgen tatsächlich das große Finale an. Lauslehto geht mit vier Punkten Vorsprung auf Bühn ins Rennen.
 
Kevin Wahr:
"Ich freue mich riesig, dass ich dieses Wochenende hier bin. In der SUPERBIKE*IDM ist es familiärer und entspannter. Trotzdem ist das Niveau sehr hoch. Ich will mich bei meinem Team bedanken, das alles so kurzfristig auf die Beine gestellt hat.“

Dominic Schmitter:
„Ich habe mir ziemlich Druck gemacht, weil man von einem WM-Piloten doch eine hohe Erwartungshaltung hat. Der Fight mit Marco war super – für diese Zweikämpfe fährt man Motorrad. Ein großes Dankeschön an mein Team, das mich hier gratis fahren lässt.“

Marco Nekvasil:
„Die Umstellung von der Langstrecken-WM vergangene Woche war nicht so einfach. Im Moment kämpfen wir außerdem mit Fahrwerksproblemen. Trotzdem hat der Zweikampf mit Dominic Spaß gemacht. Ich bin sehr froh, dass ich nächstes Jahr mit Van Zon-Remeha-BMW und LSG Racing komplett in die SUPERBIKE*IDM zurückkehre. Wir haben große Ziele in der Superstock 1000-Klasse.“

SuperNaked: Kjel Karthin besiegt Ralf Waldmann
 
Es war ein Duell auf Augenhöhe, das sich die SuperNaked-Piloten Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) und Ralf Waldmann (Triple M by Barni / Ducati Frankfurt) auf dem Hockenheimring lieferten. „Fast jede Runde“ hätten sie sich gegenseitig überholt, berichteten die beiden nach dem Rennen übereinstimmend. „Wenn da noch Michael Galinski dabei gewesen wäre, hätten wir uns einen sauberen Dreikampf gegeben“, sagte Karthin lachend.

Der Champion hatte gut lachen. Schließlich war er es, der am Ende die Nase vorn hatte. Vier Hundertstel kam er vor Ralf Waldmann ins Ziel und bestätigte damit nochmals den Verdienst seines deutschen Meistertitels, den er sich bereits in Assen sichern konnte. Ralf Waldmann zeigte sich mit dem Rennen zufrieden. „In Schleiz war unser Auftritt ja noch etwas schlapp. Das sah jetzt schon wesentlich besser aus. Ich habe auf jeden Fall Spaß“, sagte Waldmann.