Dienstag, 16. Juni 2015

Superbike*IDM Nürburgring: weitere Egebnisse

Superstock 1000: Erster Sieg für Marvin Fritz, fünfter Sieg für Mathieu Gines
Mathieu Gines, nach Sturz in Lauf 1 folgt Sieg im Lauf 2
Foto: Superbike*IDM
Als nach dem Sturz in der ersten Kurve des Rennens auf der Strecke ein Riesentumult herrschte, blieb Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) von den Geschehnissen weitgehend unberührt. Genügend Platz, an der Karambolage vorbeizufahren, hatte auch Marvin Fritz. Der Vorjahressieger der Klasse Supersport 600 nutzte seinen perfekten Start und fuhr von der siebten Startposition vor auf die Zwei. In Runde sechs war für Gines nach einem Sturz Schluss. Warum er gestürzt war, konnte der Leader im Gesamtranking später selbst nicht sagen. Der Weg war geebnet für Marvin Fritz. Dahinter kamen Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex), Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) und Pepijn Bijsterbosch (Van Zon-Remeha BMW). Als auch Trautmann in der 14. Runde zu Boden ging, war Bijsterbosch nur etwa zehn Meter hinter ihm. Der Niederländer wich geschickt aus und nutzte die Chance auf seinen ersten Podiumsplatz in der Klasse Superstock 1000. Fritz gewann mit einem satten Vorsprung von über acht Sekunden vor Stamm und Bijsterbosch.

Im zweiten Durchgang erwischte Lukas Trautmann den besten Start und setzte sich an Position eins. Mathieu Gines folgte auf der Zwei, dahinter Roman Stamm. Doch schon in der zweiten Runde ging Gines an Trautmann vorbei. Der musste sich auch bald gegen Stamm und Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) geschlagen geben und fiel im weiteren Rennverlauf aufgrund von Problemen mit der Elektronik auf den zehnten Platz zurück. Zwischen Stamm und Superbiker Matej Smrz ging es richtig zur Sache. Die beiden kämpften hartnäckig, wenn auch außerhalb der Wertung, um die bessere Position. Vincon schaute sich das Ganze von hinten an und als Stamm einmal zu weit ging, schlüpfte Vincon innen durch und fuhr den zweiten Platz hinter Gines und vor Stamm ins Ziel.

Gesamtstand: Gines (165), Stamm (146), Fritz (93)

Gines:
"Ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich im ersten Rennen gestürzt bin. Ich bin zum ersten Mal auf dem Nürburgring gefahren und vielleicht habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Im zweiten Rennen wollte ich dann auf Sicherheit fahren, weil ich mir nicht zwei Stürze an einem Tag erlauben kann. Als ich dann aber vorne war, wollte ich auch dort bleiben und habe Gas gegeben.“

Stamm:
„Ich konnte kein bisschen schneller fahren. Wir kämpfen immer noch mit den gleichen Problemen. Aber es ist in dieser Saison trotzdem noch alles drin.“

Fritz:
„Ich habe gemerkt, dass ich heute vorne mitfahren kann, aber an einen Sieg hätte ich wirklich nicht gedacht.“

Supersport 600: Siege für Stange und Lauslehto

Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) traf im ersten Rennen nach eigener Angabe eine „radikale Reifenwahl“ und startete von der dritten Position. Vor ihm Pole-Setter Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) und Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer). Am derzeitigen Leader im Gesamtranking Lauslehto konnte Stange gleich in der ersten Runde vorbeigehen, Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex) tat es ihm gleich. In der zweiten Runde überholte Stange auch Bühn und ging in Führung. Lauslehto verlor zwischenzeitlich einen weiteren Platz an von Guntens Teamkollege Jasha Huber, der sich auf Position vier festsetzte. In der siebten Runde ging von Gunten zu Boden und brach sich das Schlüsselbein. Vorne versuchte Bühn, an Stange dranzubleiben. Doch drei Runden vor Schluss warf ihn ein angedeuteter Highsider ohne Sturz zurück. Dies bescherte Stange endgültig den Rennsieg vor Bühn und Huber.

Im zweiten Rennen führte Stange das Feld in die erste Kurve. Auch Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen) glückte der Start, sie fuhr von sechs auf zwei vor. Dahinter reihten sich Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha), Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex), Rafael Neuner (LSG Racing, Kawasaki) und Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) ein. Doch Heide konnte das Tempo nicht ganz mitgehen. Sie wurde zunächst von Bühn, später von Huber und Lauslehto überholt. Während Stange und Bühn sich einen Kampf um die Spitze lieferten, fuhr dahinter das Vierergespann Huber, Lauslehto, Heide und Neuner dicht hintereinander her. In der siebten Runde schob sich Lauslehto an Huber vorbei auf Position drei. Für Stange war der Sieg dann in der zwölften Runde gelaufen, als er das Feld nach einem Ausflug ins Kiesbett nur noch von hinten sah und schließlich als Vierzehnter ins Ziel rollte. Lauslehto zog an Bühn vorbei und übernahm die Führung. Huber klemmte sich dran, nur ein Podiumsplatz war dem Schweizer offenbar nicht genug. In der vorletzten Runde nutzte Huber die Überrundungen und ging an Bühn vorbei. Es gewann Lauslehto vor Huber, Bühn, Heide und Neuner.

Gesamtstand: Lauslehto (153), Bühn (135), Stange (130)

Lauslehto:
„Ich hatte das ganze Wochenende große Probleme beim Bremsen. Aber heute hat endlich wieder alles gepasst.“

Bühn:
„Das Motorrad war an diesem Wochenende perfekt auf mich eingestellt. Diego Romero und das ganze Team haben einen super Job gemacht. Zwei Runden mehr, und ich hätte Stange im ersten Rennen gehabt. Beim zweiten Rennen wählten wir etwas weichere Reifen. Ich wollte mich absetzen, aber die anderen waren zu stark.“

Stange:
„Wir sind Radikalisten, d. h. wir wollen weit nach vorn, und das möglichst schnell. Deshalb mussten wir eine radikale Reifenwahl treffen. Die Mischung verrate ich aber nicht, sonst machen es die anderen nach.“

Sidecar-Sieg für Streuer/Koertz – 25 Punkte für Kretzer/Lehnertz

Es war das größte Starterfeld der Sidecars seit langer Zeit: Auf dem Grid am Nürburgring positionierten sich 27 Gespanne. Neben den regulären Teilnehmern der SUPERBIKE*IDM waren Gäste der holländischen Meisterschaft und das WM-Gespann Bennie Streuer und Geert Koerts aus den Niederlanden dabei. Von der Pole-Position starteten die Local Heros André Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC, F1 LCR). Dennoch setzten sich Streuer/Koerts direkt an die Spitze und führten das Feld in die erste Kurve. Kretzer/Lehnertz bekamen dagegen erst einmal von Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing, BMW LCR) von hinten Druck. Die Routiniers führen die Gesamtwertung seit Saisonbeginn an und lieferten sich wie schon im belgischen Zolder erneut einen harten Kampf mit Kretzer/Lehnertz. Immer wieder wechselten die beiden Teams die Position, so richtig nachgeben wollte keiner. Drei Runden vor Schluss hatten Gürck/Wechselberger einen leichten Dreher und mussten über die Wiese. Kretzer/Lehnertz nutzten die Chance und zogen davon. Streuer/Koerts sicherten sich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Da diese als Gaststarter unterwegs waren, gingen 25 Punkte an die Zweitplatzierten Kretzer/Lehnertz. Gürck/Wechselberger kamen als Dritte ins Ziel, gefolgt von Mike Roscher und Anna Burkard (RSC Roscher/Burkhard). Der amtierende Meister Josef Sattler (Sattler Motorsport, LCR Suzuki) und Beifahrer Uwe Neubert mussten das Rennen aufgrund eines technischen Defekts in der vierten Runde beenden.

Gesamtstand: Gürck/Wechselberger (65), Kretzer/Lehnertz (50), Roscher/Burkard (46)

Gürck:
„Beim Warm-up am Morgen hatten wir einen kapitalen Motorschaden. Peter Heine hat alles gegeben und den ganzen Tag gewerkelt, damit wir im Rennen starten können. Das hat sich rentiert. Es war mal wieder ein geiles Rennen und es ging trotz der vielen Gespanne auf der Strecke sehr fair zu.“

Kretzer:
„Das hat Spaß gemacht. Wir hatten schöne Kämpfe. Nur ist mir dreimal das Motorrad ausgegangen, immer an der gleichen Stelle. Da ist ein leichter Hügel in der Fahrbahn und beim Aufsetzen wurde der Notaus-Schalter aktiviert. Das müssen wir ändern.“

Montag, 15. Juni 2015

Reiterberger überlegen: sieben Siege aus acht Rennen

Nach dem Start übernahm Xavi Forés (3C-Racing Team) die Führung gefolgt von Teamkollege Lorenzo Lanzi und Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW). In der zweiten Runde überholte Reiterberger Lanzi machte sich auf die Verfolgung von Forés. Bastien Mackels (Van Zon-Remeha-BMW) kam beim Start an Damian Cudlin (Team Yamaha MGM) vorbei und ging auf Position vier.

Reiterberger vor Forès
Foto: Superbike*IDM


Die beiden Führenden Forès und Reiterberger konnten sich leicht absetzen, aberum die Dritte Position entbrannte ein enger Kampf zwischen Mackels, Cudlin an Lanzi.

An der Spitze jagte Reiterberger weiter Forés, dahinter duellierten sich Lanzi und Mackels. In der achten Runde ging Reiterberger gleich in der ersten Kurve an Forés vorbei. Der konnte zwar am BMW-Piloten dran bleiben, kam aber nicht mehr an Reiterberger vorbei. Reiterberger sicherte sich den siebten Saisonsieg vor Forès, Platz drei ging an Lorenzo Lanzi.

Rennergebnis Rennen 2 Nürburgring (Top-Five):

1. Markus Reiterberger  (BMW S 1000 RR),
2. Xavi Forès                 (Ducati 1199 Panigale R),
3. Lorenzo Lanzi            (Ducati 1199 Panigale R),
4. Bastien Mackels        (BMW S 1000 RR),
5. Damian Cudlin           (Yamaha R1 M).

Meisterschaftsstand nach acht Rennen (Top-Five):

1. Markus Reiterberger  195 Pkt.
2. Xavi Forès                  140 Pkt.
3. Lorenzo Lanzi             115 Pkt.
4. Max Neukirchner         101 Pkt.
5. Matej Smrz                    75 Pkt.


Stimmen nach den Rennen:


Reiterberger:
„Der Druck war im zweiten Rennen nicht so groß wie im ersten, weil Forés auch mal eine Zeit vor mir war. Sonst fuhr ich ja meistens nur gegen die Tafel. Jetzt kommen weitere zwei Kilos drauf und vielleicht kriegen wir dann bald auch noch das letzte dazu.“


Forés:
„Es fühlt sich an, als hätte die Saison erst jetzt für mich begonnen. Ich bin Reiti und einem möglichen Sieg an diesem Wochenende viel näher gekommen und fühle mich auch wohler auf dem Bike.“

Lorenzo Lanzi, dritte Plätze sind nicht sein Anspruch
Foto: Superbike*IDM
Lanzi:
„Ich hatte viel zu wenig Grip auf der Strecke. Aber unabhängig davon kann ich mich mit dritten Plätzen nicht zufrieden geben. Ich will mehr.“

Sonntag, 14. Juni 2015

Sieg für Reiterberger in Rennen 1 am Nürburgring

Bei strahlendem Sonnenschein starteten die 39 Piloten der Superbike- und Superstock 1000-Klasse auf dem Nürburgring zu ihrem ersten Rennen des Wochenendes.
 
Markus Reiterberger
Foto: Superbike*IDM
Schon in der ersten Runde kam es zu einem Unfall: Dominik Vincon bremste zu spät und touchierte den BMW-Piloten Bastien Mackels (Van Zon-Remeha-BMW). Beide stürzten. Vincon konnte weiterfahren, für Mackels war das Rennen allerdings gelaufen. Zwar zog sich der Belgier, der 2014 die Superstock 1000-Wertung gewann, keine Verletzungen zu. Doch die Enttäuschung war groß, da Mackels nach einer langen verletzungsbedingten Pause nun zum ersten Mal wieder im Renngeschehen mitmischen konnte und sich in der Superpole den sechsten Startplatz sicherte.
 
Sein Teamkollege Reiterberger fuhr gleich in der ersten Runde vorne weg, gefolgt von Max Neukirchner und Lorenzo Lanzi. Lanzi konnte am Spitzenduo nicht konstant dranbleiben und wurde in Folge vom Teamkollege Xavi Forés überholt.

Reiterberger fuhr vorne mit Abstand und konnte sich sein Rennen einteilen. Neukirchner und Forés lieferten sich dahinter einen packenden Kampf um Platz zwei, Lanzi verlor den Anschluss und musste sich vorerst mit Rang vier abfinden.
Derweil stürzte Matej Smrz, für Ihn war das Rennen beendet, er blieb unverletzt. Als es in die letzten Runden ging, konnte Forés Neukirchner überholen, der konterte aber sofort.

Drei Runden vor Schluss stürzte Max Neukirchner per Highsider. Reiterberger fuhr das Rennen sicher nach Hause. Platz zwei ging an Xavi Forés, Platz drei an Lorenzo Lanzi.
Max Neukirchner wurde sofort ins Medical Center gebracht und von dort nach Erstversorgung ins Krankehaus nach Adenau. Nach eingehender Untersuchung wurde ein Oberschenkelhalsbruch diagnostiziert. Eine Operation musste sofort durchgeführt werden. Vier bis fünf Tage muss Neukirchner, nach Aussagen der dortigen Ärzte in Adenau bleiben um dann vermutlich am kommenden Wochenende  Chemnitz verlegt zu werden.

Ergebnis Rennen 1 Nürburgring (Top_Five):

1. Markus Reiterberger (BMW  S 1000 RR),
2. Xavi Forès (Ducati 1199 Panigale R),
3. Lorenzo Lanzi (Ducati 1199 Panigale R),
4. Damian Cudlin (Yamaha R1M),
5. Marvin Fritz (Yamaha YZF-R1 M).

Samstag, 13. Juni 2015

Superbike Nürburgring: Reiterberger holt Superpole

Markus Reiterberger holt Superpole am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Am Morgen hatte es noch geregnet, die Superpole wurde dann bei sonnigem Wetter ausgefahren. Alle jagen Markus Reiterberger doch der blieb cool, holte die Pole und das mit einer relativ überlegene Zeit. Hinter ihm ging es zwischen Lanzi und Neukirchner deutlich knapper zu .
 
Zeiten nach der Superpole (Top-Five):

1.  Markus Reiterberger   1.24,629
2. Lorenzo Lanzi              1.25,138
3. Max Neukirchner          1.25,185
4. Javier Forés                 1.25,324
5. Damian Cudlin             1.25,882

Mittwoch, 10. Juni 2015

SUPERBIKE*IDM: Motorrad-Highlight des Jahres auf dem Nürburgring (Teil 2)

Superstock 1000: Mathieu Gines auf Titelkurs

Nach den Superstock 1000-Rennen ertönte auf dem Lausitzring jeweils die Nationalhymne Frankreichs: Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) holte sich vor der DTM-Kulisse mit 60.000 Zuschauern auf Yamaha beide Siege der Klasse. Der Endurance-Champion ist mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen sowie 140 Punkten auf Titelkurs. Dennoch ist ihm Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex) mit 110 Zählern auf den Fersen. Der Schweizer fährt wie Gines eine sensationelle Saison. Durch seine konstanten Leistungen mit einem Sieg, zwei zweiten, zwei dritten und einem vierten Platz hat sich Stamm an Rang zwei des starken Superstock 1000-Feldes gesetzt. Mit 76 Punkten liegt Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) derzeit auf Platz drei der Meisterschaftswertung. Der Yamaha-Pilot musste zuletzt in der Lausitz aufgrund seines Schulabschlusses auf beide Trainingsläufe verzichten und sich mit dem 18. Startplatz zufriedengeben. Dennoch holte sich das Nachwuchstalent den dritten Platz im ersten Durchgang. Im zweiten Lauf fuhr er nach einem Sturz mit abgebrochener Fußraste auf Rang 14.

Stange und von Gunten mischen Klasse Supersport 600 auf

Nach den ersten zwei Stopps der SUPERBIKE*IDM schienen die Favoriten der Klasse Supersport 600 festzustehen: Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) und Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) machten die ersten Plätze unter sich aus. Doch das Blatt drehte sich in der Lausitz. Im ersten Rennen stand Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) ganz oben. „Ich wusste, dass ich von Gunten überholen kann. Da dachte ich: Mach‘s wie Rossi. Ich habe das Gas zugedreht, ihn mir angeguckt und bin an einer sicheren Stelle vorbeigegangen. Dann habe ich die Tribünen gesehen und nochmal richtig gepusht“, sagt Stange. Im zweiten Rennen ließ sich Pole-Setter Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex) den Sieg aber nicht nehmen – auch nicht von Teamkollege Jasha Huber, der von Gunten fast das gesamte Rennen über am Heck klebte. „Das Feeling hat gepasst und so war nach der ersten Pole-Position auch mein erster Sieg in der Klasse Supersport 600 drin“, sagte von Gunten. Der Stand im Gesamtranking: Lauslehto 115 Punkte, Bühn 99 Punkte, Stange 97 Punkte, von Gunten 96 Punkte.


Kjel Karthin – Dauersieger der Klasse SuperNaked

Mit Ausnahme des ersten Rennens der Saison ist Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) der Dauersieger in der Klasse SuperNaked. Sein größter Konkurrent ist Michael Galinski (Team Yamaha MGM). Der konnte Karthin beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring in der letzten Runde den Sieg abnehmen. „Ich habe Kjel überlistet. Er dachte bestimmt, ich wär einer, der ihn überrunden will. Das ist die Altersweisheit“, sagte Galinski damals. Immer weiter an die Rundenzeiten von Karthin rückt auch Yamaha-Pilot Udo Reichmann (Völpker NRT 48) heran. Am vergangenen Rennwochenende konnte Reichmann im ersten Training die Bestzeit holen. In der Meisterschaft führt Karthin mit 145 Punkten vor Reichmann (96) und Yamaha-Pilot Frank Behrje (65).

Moto3-Piloten gehen auf dem Nürburgring ihr zweites Rennen an

Mit Jonas Geitner, Tim Georgi und Matthias Meggle schickt das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda drei starke Nachwuchstalente in die Rennen der Moto3-Klasse. Beim Saisonauftakt fuhr Jonas Geitner auf der GP-Maschine KTM RC250R vorne weg. Mit den Moto3 GP-Fahrern konnte Tim Georgi im selben Starterfeld auch auf der Standard-Maschine mithalten. Er brachte das Rennen als Gesamtzweiter zu Ende und kassierte volle Punktzahl für die Standardwertung. Auf den dritten Gesamtplatz und auf den zweiten Platz in der Standardklasse fuhr Georgis Teamkollege Matthias Meggle auf der gleichen Maschine. Philipp Freitag (Team F. Koch Rennsport + Hannes Allwardt) wurde Dritter. Für das Rennen auf dem Nürburgring hat Georgi ein klares Ziel: „Ich will mich nächstes Mal gleich beim Start an Jonas dranhängen und dort bleiben.“

Local Hero Jens Lehnertz will Sieg in der Klasse Sidecar

Mit der SUPERBIKE*IDM auf dem Nürburgring steht für den Eifeler Jens Lehnertz ein Heimrennen an. Er geht im Beiwagen von André Kretzer in das Rennen. Das Team startet für den MSC Freier Grund e.V. im ADAC. Ihre Klasse zeigten Kretzer/Lehnertz bereits durch den Titelgewinn 2013. Nachdem sie sich in der vergangenen Saison knapp geschlagen geben mussten, wollen sie nun wieder ganz oben stehen. „Im letzten Jahr hatten wir jedes Wochenende Probleme, irgendwas hat immer nicht gepasst. In dieser Saison war schon die Vorbereitung professioneller. Jetzt wollen wir den Meistertitel zurück“, sagt Lehnertz. Doch gleich im ersten Rennen auf dem Lausitzring machte den jungen Seitenwagenfahrern ein elektronischer Defekt einen Strich durch die Rechnung. Den Sieg holten sich Kretzer/Lehnertz dann aber in einem spektakulären Rennen im belgischen Zolder. „An unser Heimrennen auf dem Nürburgring werden wir richtig motiviert rangehen. Wir kommen mit der Strecke gut zurecht, es gibt viel Platz und viele Möglichkeiten zum Überholen“, sagt Lehnertz. Konkurrenz bekommt das Team von Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing), mit denen sie sich bereits in Zolder einen heißen Kampf geliefert hatten. Der Gesamtstand in der Meisterschaft: Gürck/Wechselberger (45 Punkte), Sattler/Neubert (32 Punkte), Roscher/Burkard (30 Punkte), Kretzer/Lehnertz (25 Punkte).