Sonntag, 1. Februar 2015

Nachgefragt bei ... Timo Scheider

Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
In zwei Monaten startet die neue DTM-Saison. Wie haben Sie die Winterpause genutzt?

Ich bin jemand, der stets neue Aufgaben braucht. Deshalb habe ich mir für die Zeit bis zum DTM-Saisonstart ein ganz besonderes sportliches Ziel gesteckt: Vom 15. bis 22. März werde ich mit dem Werksteam des Radherstellers Bulls bei der Cape Epic in Südafrika starten, dem – wie viele sagen – härtesten Mountainbike-Rennen der Welt. Es liegen knackige 740 Kilometer und 16.000 Höhenmeter vor mir, die ich in sieben Tagen bewältigen muss. Ich freue mich riesig, bin aber auch etwas nervös. Und da ich natürlich ins Ziel kommen will, ist mein Trainingsprogramm momentan verstärkt auf Ausdauer ausgerichtet. Und ein bisschen abnehmen wäre auch gut. Momentan gibt es daher nur wenig Kohlenhydrate und keine Süßigkeiten – das ist ziemlich schwierig.
 
Und wie schwer wird es Ihnen fallen, sich auf das neue DTM-Format einzustellen? Zukünftig werden ja zwei Rennen pro Wochenende ausgetragen.
 
Ich bewerte das sehr positiv. Schließlich war ich jemand, der sich sehr für diese Veränderung eingesetzt hat. Ich bin Rennfahrer und möchte so viel fahren wie möglich. Außerdem können wir den DTM-Fans so noch mehr Action bieten und haben die Chance, an einem Wochenende zweimal zu punkten. Über die Saison gesehen geben uns diese 18 Rennen die Möglichkeit, einen Ausfall mit einem guten Ergebnis leichter zu kompensieren. Dadurch wird die Meisterschaft noch spannender. Der neu gegründete Audi Sport TT Cup wertet die Saison zusätzlich auf.
 
Sie engagieren sich auch selbst für den Nachwuchs und steigen 2015 mit Ihrem eigenen Team in die neue ADAC Formel 4 ein, die Nachfolger-Serie des ADAC Formel Masters. Wie ist der Status?

Meine beiden Fahrer Leon Wippersteg und Mauro Auricchio haben ihre Verträge unterschrieben, das erste Fahrzeug ist aufgebaut, das zweite holen wir in den nächsten Tagen aus Italien ab – und dann freue ich mich auf die Testfahrten.
 
Das wird eine arbeitsreiche Saison. Was sagt Ihre Partnerin Jessica dazu?

Ich bin sehr glücklich über die Entwicklung meines Privatlebens. Aber auch wenn es schwierig wird, werden Jessica und ich schon alles unter einen Hut bekommen. Wir sind ja noch jung und dynamisch – und haben uns kürzlich verlobt.

Freitag, 30. Januar 2015

Lucas Auer steigt mit Mercedes-Benz in die DTM auf

  • Lucas Auer zweiter Neuzugang von Mercedes-Benz für die Saison 2015
  • Aufstieg aus der FIA Formel 3 Europameisterschaft in die DTM
  • Lucas Auer: „Ich bin lernwillig und bereit, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.“
DTM-Neuzugang im Mercedes-Kader: Lucas Auer
Foto: Mercedes-Motorsport
Die Fahrermannschaft von Mercedes-Benz für die DTM-Saison 2015 nimmt weiter Gestalt an: Der 20-jährige Österreicher Lucas Auer gibt in der kommenden Saison sein DTM-Debüt für die Marke mit dem Stern.

Auer ist der zweite Neuzugang im Fahrerkader von Mercedes-Benz in diesem Jahr. Wie Maximilian Götz war auch der Österreicher in der Vergangenheit mit Mercedes-Power unterwegs. Während Götz über das AMG Kundensportprogramm im SLS AMG GT3 den Weg in die DTM fand, wechselt Auer aus der FIA Formel 3 Europameisterschaft in den Mercedes-AMG C63 DTM.

In den vergangenen beiden Jahren startete Auer für das Prema Powerteam und Mücke Motorsport mit dem Mercedes-Benz Formel 3-Motor. Dabei gewann er insgesamt vier Rennen, stand 22 Mal auf dem Podium und wurde zwei Mal Vierter in der Fahrerwertung der FIA Formel 3 Europameisterschaft. In der Saison 2014 belegte er zudem den zweiten Platz beim prestigeträchtigen Macau Grand Prix.
Lucas Auer
Foto: Mercedes-Motorsport
Als Belohnung für seine Leistungen in der Formel 3 durfte Auer im Dezember 2014 einen Test im Mercedes-AMG C63 DTM absolvieren. Der Österreicher ist der 17. Fahrer, der in der Formel 3 mit Mercedes-Motor fuhr und danach in die DTM aufstieg.

Lucas Auer:
„Der Einstieg in die DTM ist ein wichtiger Schritt in meiner Karriere. Ich bin wirklich sehr stolz, Teil der Mercedes-Familie zu sein. Der Test Ende vergangenen Jahres in Jerez de la Frontera war eine fantastische Erfahrung. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, wieder im Auto zu sitzen und mich weiter auf mein DTM-Debüt vorzubereiten. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht träumen lassen. Mir ist klar, dass es keine einfache Aufgabe wird. Die DTM ist eine erstklassige Rennserie mit starken Gegnern. Aber ich bin lernwillig und bereit, mich auf dieses Abenteuer einzulassen. Ich möchte diese Chance, die mir Mercedes-Benz ermöglicht, beim Schopfe packen.“

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:
„Lucas Auer hat sich diese Chance mit seinen Leistungen in den vergangenen Jahren verdient. Schon viele Fahrer haben sich in der Vergangenheit über unser Formel 3-Engagement für die DTM empfohlen, nicht zuletzt Christian Vietoris und Pascal Wehrlein. Wir setzen weiter auf unsere Philosophie, jungen Talenten die Gelegenheit zum Aufstieg in die DTM zu geben. Dabei zeigt sich, dass sowohl der Weg über den Kundensport, wie ihn Maximilian Götz eingeschlagen hat, als auch der über die Formel 3 ans Ziel führen kann. Es kommt einzig und allein auf den Willen, den Einsatz und die Leistung des Fahrers an.“

DTM-Star Mattias Ekström im neuen Audi RS 3

Mattias Ekström auf dem Testgelände in Ivalo
Foto: Audi-Motorsport
Auf dem Winter-Testgelände im finnischen Ivalo erhielten ausgewählte europäische Journalisten auf Schnee und Eis einen ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit des neuen Audi RS 3 Sportback*, der mit 270 kW (367 PS) und 465 Nm Drehmoment über den stärksten Serien-Fünfzylinder-Motor der RS-Geschichte verfügt.
Foto: Audi-Motorsport
Ein besonderer Höhepunkt: Mitfahrten im Renntempo an der Seite von DTM-Star Mattias Ekström in einem mit Überrollkäfig und Renn-Schalensitzen versehenen RS 3. „Ein echt cooles Auto“, schwärmte der Schwede nach seiner Rückkehr aus Finnland.
Foto: Audi-Motorsport
Foto: Audi-Motorsport
 

Donnerstag, 29. Januar 2015

C. Abt Racing bereit für Titelverteidigung

Bild: Audi-Motorsport
Mit drei Audi R8 LMS ultra startet Titelverteidiger C. Abt Racing 2015 im ADAC GT Masters. Stammfahrer Nicki Thiim teilt sich ab dem Saisonstart in Oschersleben (24.–26. April) das Cockpit mit dem 18-jährigen Neuzugang Jordan Lee Pepper aus Südafrika, dem letzten Meister des VW Scirocco R-Cup. Titelverteidiger Kelvin van der Linde bestreitet die 16 Saisonrennen mit dem 19-jährigen Stefan Wackerbauer, der bereits im Vorjahr sein Debüt im ADAC GT Masters gab. Den dritten Audi R8 LMS ultra pilotiert der 27-jährige Routinier Christer Jöns, sein Teampartner steht noch nicht fest.

Mittwoch, 28. Januar 2015

BMW DTM-Piloten fahren in Daytona auf Platz zwei

Das BMW Team RLL hat bei der 53. Auflage des 24-Stunden-Rennens von Daytona (US) die Plätze zwei und vier in der GTLM-Klasse belegt. Damit startete die Mannschaft von Teamchef Bobby Rahal (US) erfolgreich in die United SportsCar Championship (USCC) 2015 sowie in die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum des ersten Starts von BMW Motorsport in Nordamerika mit dem legendären BMW 3.0 CSL in der Saison 1975.
Foto: BMW-Motorsport
Der BMW Z4 GTLM mit der Nummer 25 überquerte auf Rang zwei die Ziellinie. Während der vorangegangenen 24 Stunden hatten sich Bill Auberlen (US), Augusto Farfus (BR), Bruno Spengler (CA) und Dirk Werner (DE) am Steuer abgewechselt und auf dem „Daytona International Speedway“ (US) insgesamt 725 Runden absolviert. Schlussfahrer Werner sah mit einem Rückstand von lediglich 0,478 Sekunden auf die siegreiche Corvette die Zielflagge.

John Edwards (US), Jens Klingmann (DE), Lucas Luhr (DE) und Graham Rahal (US) brachten die Startnummer 24 auf dem vierten Platz ins Ziel. Kurz nach der Neun-Stunden-Marke hatten ein Unfall und die folgende Reparatur das Quartett zurückgeworfen und insgesamt 29 Runden gekostet.
Foto: BMW-Motorsport
Im vergangenen Jahr hatte das BMW Team RLL den USCC-Saisonauftakt auf exakt denselben Positionen beendet. Der zweite Rang war zugleich die 50. Podestplatzierung für das Team seit seinem Premierenjahr 2009.

Augusto Farfus (#25 BMW Z4 GTLM, Platz 2):
„Es ist immer sensationell, wenn man ein 24-Stunden-Rennen beendet und noch dazu um den Sieg kämpfen kann. Natürlich müssen wir erst einmal verarbeiten, dass am Ende nur vier Zehntelsekunden gefehlt haben. Aber danach sollten wir uns einfach über Platz zwei freuen. Der letzte Stint war eigentlich ein Qualifying-Stint – und einer der besten meines Lebens. Ich bin rausgefahren und habe einfach nur alles gegeben.“

Bruno Spengler (#25 BMW Z4 GTLM, Platz 2):
„Das war mein erstes 24-Stunden-Rennen. Und auf Anhieb auf Platz zwei zu landen, macht mich natürlich sehr glücklich. Die kalten Reifen in der Nacht, der Verkehr auf der Strecke: Ich habe eine Menge gelernt. Leider ist mir ein kleiner Fehler beim Überholen unterlaufen, durch den ich von der Strecke abkam. Da kam glaube ich der Sprint-Racer in mir durch. Ich kehrte jedoch wieder auf die Fahrbahn zurück, und alles ging gut aus. Dirk war dann super unterwegs und konnte die Corvette vor uns unter Druck setzen. Aber dann war nicht mehr genug Zeit, um einen entscheidenden Angriff zu starten. Für mich war es in jedem Fall ein schönes Erlebnis, hoffentlich kann ich hier noch einmal dabei sein.“