Sonntag, 25. Januar 2015

Markus Winkelhock - Im dritten Anlauf ganz nach oben?

Palmen, Sonne und ein Langstrecken-Klassiker: Wenn Audi-Pilot Markus Winkelhock über die 24 Stunden von Daytona spricht, die er am kommenden Wochenende mit einem Audi R8 LMS des Audi-Kundenteams Flying Lizard Motorsports in Angriff nimmt, leuchten seine Augen. „Daytona ist ein faszinierendes Rennen“, schwärmt der 34-jährige Schwabe.
Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Die 5,73 Kilometer lange Strecke unweit der breiten Sandstrände Floridas ist einer seiner Lieblingskurse. Seit 1962 werden in Daytona Sportwagen-Rennen ausgetragen, die Geschichte ist spürbar. „Die Atmosphäre ist toll. Wenn man durch den Tunnel ins Infield kommt, sieht man die Fans am Lagerfeuer sitzen. Fahrerisch sind die Steilkurven im Oval sehr speziell, wir bleiben dort lange Zeit auf dem Gas. Der rechte Hinterreifen wird dabei extrem belastet. Das Infield ist sehr wellig und nicht so topfeben wie die Strecken in Europa – ein toller Mix und eine echte fahrerische Herausforderung“, so der Deutsche, der 2014 mit Audi die 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa gewann.
 
 Im Januar ist die Dunkelphase in Daytona länger als bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa oder auf dem Nürburgring. Und meist bleibt das Geschehen bis zuletzt spannend: „Im US-Rennsport hat man die Möglichkeit, sich durch die Safety-Car-Phasen zurückzurunden. Die Abstände bleiben daher gering. Man muss sich Mühe geben, in der letzten Stunde in der Spitzengruppe zu sein, denn bis zuletzt wird wie in einem Sprintrennen um den Sieg gekämpft.“
 
Bereits zweimal startete Winkelhock auf der Rennstrecke eine Autostunde nördlich der Vergnügungsparks in Orlando, beide Male erlebte er dort eine Achterbahn der Gefühle: 2013 hatte der Schwabe den Sieg vor Augen, als er 200 Meter vor der Ziellinie im Benzinpoker ohne Treibstoff ausrollte und seine Audi-Markenkollegen den ersten GT-Sieg des R8 LMS in Daytona feierten. „2014 wurden wir zunächst Sieger, weil unsere Gegner eine Strafe erhielten. Am Ende wurde die Strafe zurück genommen und wir belegten dann leider doch nur Platz zwei“, erinnert er sich.
 
Im dritten Anlauf will Markus Winkelhock ganz oben aufs Podium. „Ich hoffe dieses Mal auf den Sieg“, sagt der Deutsche, der sich das Cockpit seines Audi R8 LMS im Team von Flying Lizard Motorsports mit den Japanern Tomonobu Fujii, Satoshi Hoshino und dem US-Amerikaner Robert Thorne teilt. „Für meine Teamkollegen ist es zwar der erste Einsatz mit dem R8 LMS in Daytona. Die Testfahrten verliefen jedoch vielversprechend.“

Nachgefragt bei ... René Rast

Renè Rast wird 2015 sein Debüt im Audi R18 e-tron quattro geben
Foto: Audi-Motorsport
Hätten Sie sich vor einem Jahr vorstellen können, dass Sie 2015 Ihr Debüt im Audi R18 e-tron quattro geben würden?

Ich habe schon lange davon geträumt und dafür gekämpft so ein Cockpit zu bekommen, aber nur sehr wenige Rennfahrer auf der Welt erhalten diese Chance. Nun einer zu sein, der es geschafft hat, ist eine große Ehre und freut mich außerordentlich, zumal ich bisher keine großen Erfahrungen mit Sportprototypen habe und 2014 lediglich bei meinem Debüt in Le Mans einen LMP2 pilotiert habe. Ohne diese Lernkurve wäre es allerdings unmöglich gewesen, in einen LMP1 einzusteigen. Das ist ein wirklich großer Schritt, denn der Audi R18 e-tron quattro ist der wohl komplexeste und beste Rennwagen, den es gibt – ein Traumauto!
 
Und wie waren die Reaktionen auf Ihren Aufstieg?

Ich habe viele Nachrichten und Anrufe erhalten. Die Resonanz war durchweg positiv. Viele haben mir gesagt, dass ich nach meinen Erfolgen den Platz im Audi Sport Team Joest verdient habe. Das war schön zu hören.
 
Sie ergänzen das WEC-Fahrerteam bei den 6 Stunden Spa und bei den 24 Stunden von Le Mans im dritten Audi R18 e-tron quattro. Wie laufen die Vorbereitungen? 

Ich bin den Audi R18 e-tron quattro Ende 2014 gefahren. Das war bislang mein einziger Einsatz im LMP1, aber es ist noch viel geplant bis zu meinem ersten Start als Audi-Werksfahrer bei den 6 Stunden von Spa im Mai. Mein neues Team greift mir hervorragend unter die Arme und ich bin gespannt auf die kommende Saison – ganz besonders auf die 24 Stunden von Le Mans. Ich stecke mir keine unmöglich hohen Ziele. Ein Platz auf dem Podium wäre natürlich gigantisch und sollte unser Ziel sein.
 
Renè Rast in den letzten Jahren eine feste Größe in der ADAC GT-Masters und immer vorn dabei
Foto: Jens Hawrda

Sie waren ein ganzes Jahrzehnt lang als GT-Pilot unterwegs. Ist dieses Kapitel Ihrer Karriere nun endgültig vorbei?

Ich werde dem GT-Sport auch weiterhin treu bleiben. Wie das im Einzelnen aussieht, werden wir noch definieren.

Callaway Competition will Corvette-Erfolgsbilanz 2015 ausbauen

  • Callaway Competition startet mit zwei Corvette im ADAC GT Masters 2015
  • US-Sportwagen nach Siegen erfolgreichster Supersportwagen im ADAC GT Masters
  • Callaway Competition will auch 2015 um Siege kämpfen
Callaway Competition geht 2015 mit zwei Corvette Z06 auf Titeljagt
Foto: Jens Hawrda
Das erfolgreichste Team im ADAC GT Masters stellt sich auch 2015 wieder der Konkurrenz. Callaway Competition, mit der Corvette Z06 seit der ersten Stunde im ADAC GT Masters aktiv, startet auch in der Saison 2015 in der „Liga der Supersportwagen“. Das Team um Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone ist mit mittlerweile 21 Laufsiegen die nach Siegen erfolgreichste Mannschaft im ADAC GT Masters und setzt in der Saison 2015 zwei Corvette Z06 ein.

„Das ADAC GT Masters ist unsere sportliche Heimat und wir freuen uns, dass wir auch 2015 wieder dabei sind“, sagt Giovanni Ciccone. „Die Saison 2015 bringt wieder neue Herausforderungen mit sich, denen wir uns gerne stellen, dazu sind wir sehr gespannt auf die neuen Reifen von Pirelli. In den vergangenen drei Jahren lagen wir stets bis zum Saisonende im Titelkampf und wir sind zuversichtlich, dass wir auch 2015 um Siege kämpfen können.

Zum Einsatz kommt 2015 im ADAC GT Masters nochmals die Corvette Z06, der dienstälteste und mit 23 Laufsiegen seit 2007 auch der erfolgreichste Supersportwagen im ADAC GT Masters. Callaway Competition gewann 2009 die Teamwertung des ADAC GT Masters und 2013 die Fahrerwertung mit Daniel Keilwitz und Diego Alessi.

Wer die beiden Corvette von Callaway Competition fahren wird, bestätigt das Team zu einem späteren Zeitpunkt.

Samstag, 24. Januar 2015

Audi-Pilot Ekström führt Neureuther aufs Glatteis

  • Audi quattro challenge im Vorfeld des Hahnenkamm-Rennens
  • Deutsches Slalom-Ass „testet“ Mattias Ekströms Audi S1 EKS RX
  • Felix Neureuther: „Sensationelles Erlebnis“ 
Felix Neureuther (links) und Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Heiße Testfahrt im kalten Tirol: Am Rande des Audi FIS Ski Weltcup in Kitzbühel hat Slalom-Ass Felix Neureuther einige Runden am Steuer des Audi S1 EKS RX von DTM-Star Mattias Ekström gedreht. Beim Slalom-Training der etwas anderen Art zeigte der Skistar seine schnelle Auffassungsgabe.
 
Unweit der legendären Hochgeschwindigkeits-Skipiste „Streif“ fanden die beiden Profisportler im Vorfeld des Hahnenkamm-Rennens perfekte Bedingungen für eine neue Audi quattro challenge vor. Ekström fungierte für den Skistar als Instruktor im 412 kW (560 PS) starken Audi S1 EKS RX, mit dem der Schwede im vergangenen Jahr sein Heimspiel in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft gewonnen hatte.
Ekström demonstriert wie man den 560 PS Audi handelt, ....
Foto: Audi-Motorsport
Der zweimalige DTM-Champion zeigte zunächst, was mit dem Rallycross-Auto möglich ist, und führte Neureuther anschließend mit präzisen Kommandos über den glatten Parcours. Unter einem Soundteppich aus Motorengeräuschen, freudigem Lachen und Jubelschreien vollführte der Führende im Slalom-Weltcup spektakuläre Drifts, bei denen er die Überlegenheit und Sicherheit des quattro-Antriebs im Grenzbereich erleben konnte.
 
„Es hat heute richtig viel Spaß gemacht, obwohl ich die meiste Zeit auf dem Beifahrersitz Platz nehmen musste“, sagte Ekström mit einem Augenzwinkern. „Aber die Begeisterung, mit der Felix bei der Sache war, hat mich einfach mitgerissen. Er hat einen sehr guten Job gemacht. Nach dieser Einheit kennt er die optimale Kurvenlage und weiß, wie sich 560 PS und quattro-Antrieb auf Schnee und Eis anfühlen.“
dann darf Felix Neureuther selbst ans Steuer und ist begeistert
Foto: Audi-Motorsport
Neureuther stellte mit einem breiten Grinsen im Gesicht fest: „An diese Art von Slalom kann ich mich gewöhnen. Eki hat mich unglaublich gepusht, dadurch hatte ich maximalen Spaß. Es war das verrückteste ‚Abschlusstraining’, das ich je hatte und ein sensationelles Erlebnis. Spätestens jetzt bin ich für den Slalom am Sonntag gerüstet.“
 
Mattias Ekström muss auf das erste Rennen der neuen Saison noch etwas warten: Die FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft beginnt am 25./26. April in Montalegre (Portugal), die DTM-Saison 2015 eine Woche später auf dem Hockenheimring (Deutschland). Tickets für den DTM-Auftakt sind auf www.audi-motorsport.com erhältlich.

YACO Racing auch 2015 mit Audi im ADAC GT Masters

  • Rennstall aus Sachsen engagiert sich weiterhin im ADAC GT Masters
  • Dritte Saison mit dem Audi R8
  • YACO Racing plant Expansion mit zweitem Audi und Nachwuchspiloten
YACO Racing setz auch 2015 auf den Audi R8
Foto: Jens Hawrda
YACO Racing startet auch 2015 im ADAC GT Masters. Das Team um den ehemaligen Rallye-Piloten Uwe Geipel hat die Chance genutzt, sich frühzeitig einen Startplatz in der „Liga der Supersportwagen“ 2015 zu sichern. YACO Racing nimmt bereits seit 2012 am ADAC GT Masters teil und startet 2015 in der dritten Saison mit dem Audi R8.
der Rennstall aus Sachsen geht 2015 in seine dritte GT-Masters Saison
Foto: Jens Hawrda
„Wir freuen uns sehr auf eine weitere Saison im ADAC GT Masters mit dem Audi R8“, sagt Uwe Geipel. „In den beiden vergangenen Jahren haben wir sehr viel Erfahrung mit dem Audi gesammelt und mit der Unterstützung unserer Sponsoren und Partner freuen wir uns auf die vierte Saison im ADAC GT Masters.“
Rahel Frey ist hoffentlich auch 2015 für YACO Racing im Einsatz
Foto: Jens Hawrda
Für die Fahrer des R8 hat Geipel bereits klare Vorstellungen. „Am liebsten würden wir in der Fahrerkombination von 2014, mit Rahel Frey und Philip Geipel, in die zweite Saison gehen, auch wenn wir das zum momentanen Zeitpunkt noch nicht bestätigen können. Die Zusammenarbeit zwischen Rahel, Philip und dem gesamten Team war in der vergangenen Saison hervorragend, ich würde mir wünschen, dass wir darauf in diesem Jahr aufbauen können.“

YACO arbeitet darüber hinaus am möglichen Einsatz eines weiteren Audi im ADAC GT Masters. „Wir planen einen zweiten R8 einzusetzen, in dem wir jungen Nachwuchsfahrern eine Chance geben möchten“, sagt Geipel über die Expansionspläne seines Teams.