Freitag, 23. Januar 2015

Bruno Spengler und Augusto Farfus starten beim 24h-Rennen von Daytona

Wenn das BMW Team RLL am Wochenende bei der 53. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Daytona (US) seine zweite Saison in der United SportsCar Championship (USCC) eröffnet, ist dies zugleich der Auftakt für ein ganz besonderes Jubiläum: Das Rennen läutet die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen von BMW of North America ein. Die beiden vom BMW Team RLL eingesetzten BMW Z4 GTLM werden beim USCC-Saisonstart die Nummern 24 und 25 tragen und damit an die legendären BMW 3.0 CSL Rennwagen erinnern, die vor vier Jahrzehnten in Nordamerika ihr Debüt gefeiert hatten.

2015 bestreitet der BMW Z4 seine dritte Saison in Nordamerika. Für dieses Jahr wurden zwei neue Chassis aufgebaut und im Rahmen von zwei vorbereitenden Tests auf dem „Daytona International Speedway“ (US) ausgiebig erprobt. Beim 24-Stunden-Klassiker an gleicher Stelle schickt BMW ein Aufgebot von Top-Fahrern an den Start, darunter die beiden DTM-Stars Augusto Farfus (BR) und Bruno Spengler (CA). Spengler wird erstmals in seiner Karriere an einem 24-Stunden-Rennen teilnehmen.
der BMW Z4 startet in Daytona in seine dritte Nordamerikasaison
Foto: BMW-Motorsport
Die beiden DTM-Piloten wechseln sich mit Bill Auberlen (US) und Dirk Werner (DE) am Steuer des BMW Z4 GTLM mit der Nummer 25 ab. Bereits 2012 waren Auberlen und Werner gemeinsam für das BMW Team RLL angetreten – damals noch im BMW M3 GT. John Edwards (US) und Lucas Luhr (DE), die ebenfalls die komplette USCC-Saison bestreiten, werden beim 24-Stunden-Rennen im BMW Z4 GTLM mit der Nummer 24 von Jens Klingmann (DE) und Graham Rahal (US) unterstützt.

Mit dem Einsatz des erfahrenen Piloten Luhr hat das BMW Team RLL aktuell zwei von drei Fahrern in seinen Reihen, die auf der Siegerliste im nordamerikanischen Sportwagensport ganz oben stehen: Luhr liegt mit 51 Erfolgen auf Platz drei, Auberlen hat mit 53 Triumphen Position zwei inne. Damit reihen sich beide nur knapp hinter Scott Pruett (US) ein, der mit 59 Siegen an der Spitze liegt.
Bill Auberlen, Bruno Spengler, Dirk Werner (verdeckt) u.
Augusto Farfus (v.l.) starten für BMW in Daytona
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus (#25 BMW Z4 GTLM):

„Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu Daytona, da ich hier 2003 mein erstes 24-Stunden-Rennen bestritten habe. Ich liebe die Strecke, die Atmosphäre, einfach alles hier. Im vergangenen Jahr feierte der BMW Z4 GTLM sein Debüt in Daytona, so dass wir in dieser Saison auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Alles fühlt sich an, als hätten wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Bruno Spengler (#25 BMW Z4 GTLM):

„Das wird das erste 24-Stunden-Rennen meines Lebens, und es freut mich sehr, dass ich mein Debüt in Daytona für das BMW Team RLL bestreiten darf. Es ist etwas ganz Besonderes, dieses Rennen neben der DTM meinem Kalender hinzufügen zu können. Meine ersten Runden während unseres Tests im Dezember waren eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich bisher noch nie in so steiler Kurvenlage gefahren bin. Das 24-Stunden-Rennen wird eine neue Herausforderung für mich – aber genau danach suche ich immer.“

Donnerstag, 22. Januar 2015

Timo Scheider gewinnt 24-Stunden-Kartrennen in Köln

Timo Scheider siegt mit seinem Team in Köln
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Pilot Timo Scheider hat mit dem All Stars Team Urbat das „24h Race of Cologne“ gewonnen. Die neunköpfige Mannschaft, zu der unter anderem auch DTM-Rekordchampion Bernd Schneider zählte, war von der Pole-Position in das 24-Stunden-Kartrennen gegangen und setzte sich nach 3.256 gefahrenen Runden in einem Herzschlagfinale mit einem Vorsprung von gerade einmal 3,7 Sekunden durch. Den Gesamtsieg feierten Scheider und seine Kollegen vor einer Rekordkulisse von 6.200 Zuschauern. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte der zweimalige DTM-Champion unmittelbar nach der Zieldurchfahrt. „Das Leistungsniveau in Köln ist verdammt hoch, wir waren bis zum Schluss gefordert.“

Miguel Molina siegt auf Eis

Miguel Molina vor Daniel Juncadella
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Pilot Miguel Molina ist auch auf gefrorener Piste schnell: Beim zweiten Rennwochenende der Eisrennen-Meisterschaft „GSeries BPA“ trat der 25-jährige Spanier als Gaststarter auf dem Grandvalira Circuit in Andorra im Duell gegen DTM-Rivale Daniel Juncadella an. Über drei Läufe bewies Molina sein Geschick auf vereistem Terrain und gewann die Rutschpartie nach zahlreichen Überholmanövern mit 2:1.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Marco Wittmann in Nürnberg geehrt


Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport

DTM-Champion Marco Wittmann (DE) konnte am Freitag voriger Woche eine weitere Auszeichnung entgegen nehmen. Die Stadt Nürnberg (DE) würdigte die Erfolge des BMW DTM-Fahrers in der Saison 2014 im Rahmen ihrer Sportlerehrung. Bei der feierlichen Veranstaltung im Historischen Rathaussaal werden alljährlich Personen und Sportler aus Nürnberger Sportvereinen ausgezeichnet, die sich um den Sport in Nürnberg besonders verdient gemacht haben. Wittmann ist Mitglied im Motorsport Club Nürnberg. „Ich freue mich über diese Ehrung“, sagte Wittmann. „Mein Heimrennen am Norisring, das der Motorsport Club Nürnberg mit viel Aufwand und Engagement organisiert, ist immer ein Highlight für mich. Es ist toll, in meiner Heimat ein Rennen zu fahren, bei dem viele meiner Freunde dabei sein können.“

Drei Fragen an… Bruno Spengler

Wie hat Ihnen Ihr Tag als „Biathlet“ gefallen?

Bruno Spengler: „Obwohl ich schon seit einigen Jahren in meiner Freizeit selbst Biathlon betreibe, habe ich noch nie ein Rennen live gesehen. Aber ich muss sagen, der Weltcup in Ruhpolding war ein super Event. Vor allem das Treffen mit Ole Einar Bjørndalen hat den Tag für mich zu einem außergewöhnlichen Erlebnis gemacht. Ich bin ein großer Fan von ihm und schaue mir seine Rennen regelmäßig im Fernsehen an. Was er leistet, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Ich hatte in Ruhpolding außerdem die Gelegenheit, mit Fritz Fischer zu trainieren. Zwar fahre ich Ski, seit ich zehn Jahre alt bin, aber er konnte mir beim Skaten noch einige Tricks zeigen. Ohnehin ist Biathlon für mich der perfekte Sport, um mich im Winter für die anstehende DTM-Saison fit zu halten. Beim Skifahren wird jeder Muskel beansprucht und die Ausdauer verbessert. Die Schießübungen helfen, selbst bei einer enormen Pulsfrequenz die Konzentration hochzuhalten. Sowohl Ausdauer als auch Konzentration sind entscheidend, um ein kräftezehrendes DTM-Rennen durchzustehen.“
Bereits in der kommenden Woche steigen Sie in den USA wieder ins Cockpit. Was haben
Bruno Spengler beim Langlauftraining
Foto: BMW-Motorsport
Sie sich für die 24 Stunden von Daytona vorgenommen, bei denen Sie mit dem BMW Team RLL und dem BMW Z4 GTLM starten werden?

Spengler: „Am Dienstag geht es los, dann fliege ich in die USA. Ich bin noch nie ein 24-Stunden-Rennen gefahren - außer im Kart. Beim Vorbereitungstest vor knapp einer Woche hatte ich die Gelegenheit, erstmals im BMW Z4 GTLM über den Daytona International Speedway zu jagen. Es hat großen Spaß gemacht, ist allerdings etwas ganz anderes, als in einem DTM-Auto zu sitzen. Aber die Jungs vom BMW Team RLL haben es mir leicht gemacht, mich schnell an den BMW Z4 GTLM zu gewöhnen. Jetzt komme ich gut mit dem Fahrzeug zurecht. Neu für mich ist auch der Verkehr, der bei einem 24-Stunden-Rennen herrscht. Außerdem habe ich auch noch nie ein Rennen in der Nacht bestritten. Das alles macht Daytona zu einer Herausforderung für mich. Aber wir sind gut vorbereitet, haben eine top Fahrerbesetzung. Dennoch kann ich zu den Erwartungen wenig sagen. Vielleicht reden wir nach 20 Stunden im Rennen noch einmal darüber.“
Ole Einar Bjørndalen, Bruno Spengler und Fritz Fischer (v.l.) genießen den Abend
Foto: BMW-Motorsport
In der DTM werden künftig zwei Rennen pro Wochenende gefahren. Wie gefällt Ihnen diese Änderung?

Spengler: „Auch das ist etwas Neues für mich. In den elf Jahren, die ich in der DTM bin, habe ich noch nie zwei Rennen an einem Wochenende bestritten. Für die Fans ist das fantastisch. Wir bieten ihnen noch mehr Action und die doppelte Show. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in den Rennen noch mehr zur Sache gehen wird. Und wir Fahrer freuen uns natürlich, dass wir noch mehr Zeit im Auto verbringen werden.“