Dienstag, 30. September 2014

Stimmen der BMW-Piloten zum Rennen in Zandvoort

Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 2):

„Es war ein verrücktes Rennen mit vielen Safety-Car-Phasen. Ich erwischte einen super Start und konnte an Mike Rockenfeller vorbeiziehen. Allerdings haben meine Optionsreifen danach sehr schnell abgebaut, und ich konnte meine Pace nicht halten. Dann habe ich mich in Kurve eins auch noch verbremst, so dass Rocky wieder an mir vorbeiziehen konnte. Danach hat mein Team einen sensationellen Job gemacht und mich früh in die Box zum Reifenwechsel geholt. Das war die absolut richtige Entscheidung. Natürlich braucht man bei den vielen Safety-Car-Phasen auch ein wenig Glück. Das hatten wir. Ich bin stolz, dass wir nach dem Gewinn der Fahrerwertung nun auch noch Team-Champions sind. Das ist der Lohn für die tolle Arbeit in dieser Saison. Glückwunsch auch an meinen Teamkollegen Maxime Martin zum Titel ‚Rookie of the Year‘. Ich bin happy mit Platz zwei heute im Rennen. Das ist ein super Tag. Jetzt gibt es in Hockenheim beim großen Finale noch den Herstellertitel zu gewinnen. Ich bin hoch motiviert, und will das Jahr mit einem Top-Resultat abschließen.“
Martin Tomczyk erstes Podium nach 2012
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 3):

„Nach der langen Durststrecke, die ich hinter mir habe, wieder auf dem Podium zu stehen, ist eine Genugtuung. Ich habe harte Zeiten hinter mir. Heute konnte ich endlich beweisen, dass ich es noch immer auf das Podium schaffen kann, wenn alles passt. Danke an BMW und das BMW Team Schnitzer für die Unterstützung, die ich hier immer erfahren habe. Ich bin sehr glücklich, hier in Zandvoort, auf einer meiner Lieblingsstrecken, endlich die Trendwende geschafft zu haben. Es war ein spektakuläres Rennen, vor allem für die Zuschauer. Die Pace hat über die gesamte Renndistanz gestimmt. Heute auf Platz drei ins Ziel zu kommen, ist fast wie eine Erlösung.“
Maxime Martin - "Rocky of the Year"
Foto: Jens Hawrda
Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 6):

„Das ist ein großartiger Tag für mein Team und mich. Dabei hatte das Wochenende für uns nicht gerade optimal begonnen. Wir hatten im Qualifying ein kleines technisches Problem. Heute im Rennen dagegen hatten wir das nötige Quäntchen Glück. Auch das brauchst du im Rennsport. Wir haben wichtige Punkte gesammelt und sind vorzeitig Team-Champions geworden. Das freut mich sehr für meine Jungs beim BMW Team RMG. Nach den beiden schwierigen Jahren, die das Team hinter sich hat, bin ich sehr glücklich darüber, dass sie endlich für ihre Anstrengungen belohnt wurden. Mein Teamkollege Marco Wittmann ist DTM-Champion. Ich habe heute vorzeitig den Titel ,Rookie of the Year‘ gewonnen. Es macht mich stolz, in dieser hart umkämpften Serie als bester Neuling ausgezeichnet zu werden. Was jetzt noch fehlt, ist der Herstellertitel für BMW. Den wollen wir in Hockenheim perfekt machen.“
 
Joey Hand in der Startaufstellung
Foto: Jens Hawrda
Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 11):

„Es war ein schwieriger Tag. Schon zu Beginn hatten wir auf den Optionsreifen nicht die richtige Pace, und ich steckte im Feld fest. Wenn man immer nur im Verteidigungsmodus ist, dann ist man verwundbar. Und das war heute bei mir der Fall. Ich wurde nach der ersten Safety-Car-Phase, als ich noch auf den Options unterwegs war, relativ heftig getroffen. Dabei wurde mein Auto beschädigt, und es war danach sehr schwierig zu fahren. Ich habe dann nur noch versucht, dran zu bleiben, denn man darf nie aufgeben. Ich wollte trotz aller Schwierigkeiten unbedingt ins Ziel kommen, denn da es heute sehr viele Ausfälle gab, wären sogar beinahe noch Punkte möglich gewesen.“
Timo Glock
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 13):

„Wir hatten an diesem Wochenende eigentlich ein gutes Auto, aber uns hat komplett das nötige Glück gefehlt, um die Performance auch einmal in ein gutes Ergebnis umzumünzen. Beim Start in die Einführungsrunde ließ sich der erste Gang nicht einlegen. Ich musste das gesamte Feld passieren lassen. Danach ging es sehr turbulent zu, aber auch davon konnten wir leider nicht profitieren. Glückwunsch an das BMW Team RMG zum Teamtitel, aber auch an Martin Tomczyk zu einem starken Rennen. Er hat sich diesen Erfolg wirklich verdient.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 14):
 
„Es war erneut ein sehr charakterbildendes Rennen. Ich habe viel für die Zukunft gelernt. Auf den Optionsreifen war unsere Pace viel versprechend. Ich hatte das Gefühl, dass ich konkurrenzfähig bin und die Jungs vorne einholen kann. Doch als wir die Standardreifen aufgezogen haben, habe ich wieder Probleme mit der Balance bekommen. Wir haben nun etwas Zeit bis zum Saisonfinale. Hoffentlich können wir unsere Schwierigkeiten beheben und dann ein erfolgreiches letztes Saisonrennen fahren.“
 
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 17):

„Mein Rennen war eigentlich nicht schlecht – abgesehen von meiner Strafe nach der Kollision mit Jamie Green. Sie ist für mich unverständlich. Es hatte zuvor im Rennen ähnliche Situationen gegeben, nach denen jedoch keine Strafe ausgesprochen wurden.“
 
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, DNF): 

„Ich wurde von Daniel Juncadella am Heck getroffen. Es war ein wirklich heftiger Schlag, und ich denke, er hat sich vollkommen verbremst. Der Zwischenfall war schade und hat mein Rennen früh beendet. Ich hatte Glück, denn als ich die Mauer auf mich zukommen sah, hatte ich schon damit gerechnet, frontal einzuschlagen. Doch glücklicherweise habe ich die Streckenbegrenzung dann seitlich getroffen.“

Montag, 29. September 2014

Nachtrag Saisonfinale IDM Seitenwagen: Josef Sattler und Stefan Trautner holen den IDM-Titel bei den Gespannen

Josef Sattler und Stefan Trautner sind Sidecarmeister 2014
Foto: Hermann Rüger
Am Wochenende 19-21. September 2014 fand auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das Finale zur Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM) statt. Mit drei Saisonsiegen in Folge holten sich Josef Sattler (Triftern) mit seinem österreichischen Beifahrer Stefan Trautner erstmals den IDM-Titel bei den Seitenwagen. Der 49-jährige Bayer fuhr im Training die zweitbeste Zeit hinter den letztjährigen Meistern Andre Kretzer (Wilsbach) mit Co-Pilot Jens Lehnertz (Konz) und ging aus der ersten Startreihe in das Rennen. Vor dem Rennen war klar, dass der Sieger der beiden Gespannen auch Deutscher Meister ist. Bei strömendem Regen setzten sich Sattler/Trautner (LCR-Suzuki Gespann) mit einem Raketenstart auf dem 3,692 km langen Kurs im badischen Motodrom gleich in Führung. Von der dritten bis fünften Runde übernahmen Kretzer/Lehnertz die Spitze, doch dann drehten Sattler/Trautner die schnellste Rennrunde und setzten sich ab. Nach 15 Runden (Gesamtdistanz 55,38 km) hatte das Duo einen Vorsprung von 7,280 Sekunden vor Kretzer/Lehnertz und feierten ihren ersten IDM-Titel. Im Endklassement nach 10 Rennen erreichten Sattler/Trautner mit fünf Podestplatzierungen 148 Punkte und damit nur drei Zähler Vorsprung auf Kretzer/Lehnertz (145 Punkte).
Sattler / Trautner
Foto: Jens Hawrda
Josef Sattler, der in Pfarrkirchen geboren wurde, stieg 2011 in die Seitenwagen-IDM ein und belegte mit Beifahrer Stefan Trautner den 16. Endrang. Ein Jahr später 2012 standen Sattler/Trautner beim Rennen in Schleiz als Dritte zum ersten Mal bei der IDM auf dem Podest. In der Gesamtwertung verbesserten sie sich auf den fünften Endrang. Im letzten Jahr ging das Duo mit einem KTM-Motor im RSR-Gespann an den Start. In der IDM fielen sie auf den elften Platz im Endklassement zurück. Die beste IDM-Platzierung war der fünfte Rang auf dem Grand Prix-Kurs vom Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal. Der Höhepunkt war im Vorjahr der Doppelsieg bei der Internationalen Sidecar Trophy auf dem Red Bull-Ring in Österreich. In dieser Saison stiegen Sattler/Trautner auf das LCR-Fahrwerk (mit Suzuki-Motor) vom Schweizer Konstrukteur Louis Christen um. Den ersten IDM-Erfolg feierte das Duo im Juli 2014 auf dem Straßenkurs in Schleiz/Thüringen, danach siegten sie noch in Assen/Niederlande sowie jetzt beim Finale in Hockenheim. Das Team geht für den Polizei-Sport-Verein (PSV) aus Wels/Österreich an den Start.

Sein 31-jährige Beifahrer Stefan Trautner (Rohrbach/Österreich) fuhr 2009 das erste Mal in der IDM bei seinem Landsmann Harald Hainbucher (RSR-Suzuki) mit, da Beifahrer Peter Adelsberger (Wartenberg) nach dem IDM-Titelgewinn 2008 seinen Rücktritt erklärte. Hainbucher/Trautner belegten in der Saison 2009 den neunten Platz im Endklassement. Für Josef Sattler aus dem Rottal ist der Titelgewinn ein Jubiläum, denn genau vor 20 Jahren feierte er 1994 auf dem nur wenige Kilometer von Hockenheim entfernten Flugplatzkurs in Speyer am Rhein sein Rennfahrerdebüt im Suzuki GSX-R-Cup als Solofahrer.
 
Text zur Verfügung gestellt von: Michael Sonnick

 
Rennergebnis Saisonfinale Hockenheim (Top-Five):
 
1. Trautner/Sattler,
2. Kretzer/Lehnertz,
3. Pichler/Pichler,
4. Grabmüller/Kirchuofer,
5. Gürck/Wechselberger.
 
Meisterschaftsendstand 2014 Fahrer (Top-Five):
 
1. Josef Sattler           148 Pkt.
2. Andrè Kretzer         145 Pkt.
3. Kurt Hock               126 Pkt.
4. Jacob Rutz,            124,5 Pkt.
5. Andreas Nussbaum 86 Pkt.

Stefan Reinhold im Interview: „Der DTM-Teamtitel bedeutet uns sehr viel.“

 
das BMW-Team RMG
Foto: BMW-Motorsport
Stefan Reinhold (DE) lebt einen wahrgewordenen Traum: Sein BMW Team RMG hat sich in der DTM-Saison 2014 als die Mannschaft erwiesen, die es zu schlagen gilt. Vor zwei Wochen hatte das Team aus Niederzissen (DE) mit Marco Wittmann (DE) bereits den vorzeitigen Gewinn des Fahrertitels gefeiert. Beim vorletzten Saisonlauf in Zandvoort (NL) ließ die Mannschaft nun auch die Team-Meisterschaft folgen. Zudem ist Maxime Martin (BE) der Titel „Rookie of the Year“ nicht mehr zu nehmen.
 
In den bisher neun Rennen der Saison hat das BMW Team RMG fünf Siege gefeiert, Wittmann und Martin sind aktuell auf den Plätzen eins und sechs die beiden bestplatzierten BMW DTM-Fahrer in der Gesamtwertung. Nach zwei schwierigen Jahren ist das BMW Team RMG in seinem dritten DTM-Jahr ganz oben angekommen.
 
Herr Reinhold, erst der Fahrertitel für Marco Wittmann, jetzt die Team-Meisterschaft für Ihre Crew: Was bedeuten Ihnen die großen Erfolge, die Ihre Mannschaft in diesem Jahr feiert?
 
Stefan Reinhold: „Wir schweben natürlich aktuell auf Wolke sieben. Schon der Gewinn des Fahrertitels am Lausitzring durch Marco Wittmann war ein sensationeller Erfolg. Aber der DTM-Teamtitel bedeutet uns ebenfalls sehr viel. Schließlich ist er die Belohnung für all die harte Arbeit, die bei uns in den vergangenen Monaten und Jahren geleistet wurde. Der Titel zeigt zudem, dass neben dem überragenden Marco auch Maxime Martin einen fantastischen Job gemacht hat – und das in seiner ersten DTM-Saison. Darauf sind wir sehr stolz. Wir haben als Team in diesem Jahr wirklich eine besondere Leistung gezeigt.“
Fahrertitel und Teammeisterschaft holt 2014 das BMW-Team RMG
Foto BMW-Motorsport
 
Haben Sie sich vor der Saison träumen lassen, dass das Jahr derart erfolgreich verlaufen würde?
 
Reinhold: „Man muss sich immer hohe Ziele setzen. Schon bei unserer Weihnachtsfeier habe ich mich vor das Team gestellt und klar gesagt, dass wir 2014 antreten, um Siege zu feiern. Im Motorsport kann es einfach nicht das Ziel sein, im Mittelfeld unterwegs zu sein. Alle haben diese Einstellung angenommen und klasse mitgezogen. Es ist im Sport immer wichtig, positiv zu denken.“
 
Wie hat sich Ihr Team in den vergangenen Monaten durch die großen Erfolge verändert?
 
Reinhold: „Als wir mit unserem DTM-Projekt gestartet sind, hatten wir großes Selbstbewusstsein. Das hat dann im vergangenen Jahr etwas gelitten. Über den Winter kehrte das Selbstvertrauen dann zurück, als wir bei den Tests gesehen haben, dass es gut läuft. Und dann haben sich nach dem Saisonstart sofort Erfolge eingestellt, die uns zusätzlich motiviert haben. Jetzt ist es für die Jungs natürlich eine riesige Genugtuung, nach vielen arbeitsreichen Jahren ganz oben zu stehen – noch dazu in einer solch hart umkämpften Serie wie der DTM. Das ist gar nicht hoch genug zu bewerten.“
 
Wie sieht die Zusammenarbeit mit BMW Motorsport aus?
 
Reinhold: „BMW Motorsport hat uns immer die Chance gegeben, uns von Anfang an stark ins Projekt einzubringen. Die Zusammenarbeit wurde kontinuierlich enger. Deshalb freut es mich auch für viele Kollegen bei BMW, die sich zu 100 Prozent ins Zeug legen, aber selten in Erscheinung treten. All jenen, die in München ihren Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet haben, gilt ebenfalls mein großer Dank.“
 
Ergänzen sich Ihre Fahrer Marco Wittmann und Maxime Martin perfekt?
 
Reinhold: „Man hat in einem Team mit dem Auto eine gewisse technische Linie, und sie passt bei uns zu beiden Fahrern. Beide haben eine hervorragende Saisonleistung gezeigt. Marco hatte ein sensationelles Jahr, Maxime hat sich als Rookie immer weiter gesteigert. Da hat bei beiden vieles sehr gut zueinander gepasst.“
 
Wie werden Sie diese Erfolge feiern?
 
Reinhold: „Am Lausitzring gab es schon eine spontane Party, in Hockenheim können wir hoffentlich auch noch den Herstellertitel gemeinsam mit BMW und den anderen Teams feiern. Bis dahin bleiben wir maximal konzentriert. Für den November haben wir dann jedoch eine Feier bei uns in Niederzissen geplant, bei der wir alle Beteiligten von BMW, alle Teammitglieder sowie Freunde und Unterstützer zusammenbringen werden. Das haben sich alle verdient.“ 

BMW Team RMG gewinnt Teamwertung, Maxime Martin ist "Rookie of the Year“.

drei Titel für das BMW-Team RMG in 2014
Foto: BMW-Motorsport
Im ersten Rennen nach dem Gewinn des DTM-Fahrertitels für Marco Wittmann (DE) hat das BMW Team RMG in Zandvoort (NL) den Gewinn in der Teamwertung perfekt gemacht. Die Mannschaft um Teamchef Stefan Reinhold (DE) erreichte im vorletzten Lauf der Saison den zweiten Platz durch Wittmann – seine fünfte Podiumsplatzierung des Jahres – und Platz sechs für Maxime Martin (BE, SAMSUNG BMW M4 DTM). Mit 193 Punkten liegt das BMW Team RMG vor dem Saisonfinale in Hockenheim (DE) bei den Teams nun uneinholbar in Führung. Außerdem ist Martin der Titel „Rookie des Jahres“ nicht mehr zu nehmen. Er wird damit Nachfolger seines Teamkollegen und des neuen DTM-Champions Wittmann.
 
In einem turbulenten Rennen mit vier Safety-Car-Phasen kam Wittmann in seinem Ice-Watch BMW M4 DTM nach 43 Runden im „Circuit Park Zandvoort“ 7,4 Sekunden hinter Sieger Mattias Ekström (SE, Audi) ins Ziel. Dritter wurde Martin Tomczyk (DE) in seinem BMW  M Performance Zubehör M4 DTM. Der BMW Team Schnitzer Pilot stand zum ersten Mal seit dem Rennen auf dem Nürburgring 2012 wieder auf dem Siegerpodest.
 
Die übrigen BMW Fahrer verpassten die Punkteränge. Bruno Spengler (CA) überquerte im BMW Bank M4 DTM zwar als Achter die Ziellinie, erhielt aufgrund einer Kollision kurz vor Ende des Rennens jedoch eine Strafe und wurde daher als 17. gewertet. Joey Hand (US) erwischte in seinem Crowne Plaza Hotels BMW M4 DTM einen guten Start, konnte seine Position in den Top-10 aber nicht halten. Der US-Amerikaner musste sich mit Platz elf zufriedengeben. Die BMW Team MTEK Piloten Timo Glock (DE, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM) und António Félix da Costa (PT, Red Bull BMW M4 DTM) kamen auf die Plätze 13 und 14. Glock hatte Pech, als er zu Beginn der Einführungsrunde stehen blieb und das Rennen vom letzten Startplatz aufnehmen musste.

Für Vorjahressieger Augusto Farfus (BR) war das Rennen schon nach 18 Runden beendet. Im Zweikampf wurde sein Castrol EDGE BMW M4 DTM hinten von einem Konkurrenten getroffen und drehte sich in die Leitplanken. Farfus blieb unverletzt, musste sein Auto aber im Kiesbett abstellen.

Sonntag, 28. September 2014

Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Mattias Ekström - Befreiungsschlag in Zandvoort
Foto: Audi-Motorsport
Sie haben eine besondere Beziehung zu Zandvoort, wo Sie Ihren ersten DTM-Sieg geholt haben. War das heute ein neues Kapitel ?

Der erste Sieg ist zwölf Jahre her – fast auf den Tag genau. Damals war es nicht nur für mich ein einzigartiger Tag, sondern für das ganze Team, weil Laurent Aiello gleichzeitig den ersten DTM-Titel geholt hat. Seitdem hat diese Strecke einen besonderen Stellenwert. Ich fühle mich immer ein bisschen wie zu Hause, wenn ich hier an die Nordsee komme.
 
Was macht die Strecke so faszinierend ?

Zandvoort verzeiht keinen Fehler. Auf modernen Rennstrecken gibt es riesige Auslaufzonen und weiße Linien, an die man sich halten muss. Hier gibt es eine Strecke und daneben Gras und Kies. Wenn du von der Linie abkommst, wirst du knallhart bestraft. Es ist eine Old-School-Strecke, auf denen schon Rennen gefahren wurden, als ich noch klein war und Motorsport im Fernsehen geschaut habe.
 
Hat das Rennglück heute zum Sieg geholfen ?

Viele sagen, es war Glück dabei, weil das Safety Car geholfen hat – und sie haben recht. Aber ich habe in meinen 14 Jahren in der DTM gelernt, dass Glück allein nicht reicht: Man muss schnell sein, die Strategie muss passen, der Boxenstopp muss perfekt sein – all das ist uns heute gelungen. Ein perfekter Tag im Leben eines Rennfahrers.
 
Es war für die Zuschauer ein spektakuläres Rennen. Wussten Sie immer ganz genau, wo Sie waren und wie Ihre Chancen standen ?

Nach der ersten Safety-Car-Phase nicht so hundertprozentig, weil mir nicht klar war, wer am meisten profitiert hat. Aber die Mannschaft an der Box ist auf diese Situationen vorbereitet, hat einen kühlen Kopf bewahrt und mich immer auf dem Laufenden gehalten.
 
Der erste Saisonsieg für Audi ist in der Tasche. Worauf können sich die Fans jetzt beim Finale in Hockenheim freuen ?

Auf „Maximum Attacke“ von der ganzen Audi-Mannschaft. Natürlich ist uns allen heute ein Stein vom Herzen gefallen, aber wir bleiben auf dem Boden, arbeiten hart weiter und werden alles dafür geben, den Titel des besten Herstellers zu holen. Ich freue mich riesig auf das Finale vor den vielen Fans und werde dort jede Sekunde genießen.