Montag, 11. August 2014

Corvette besiegt Camaro auf dem Slovakia Ring

ADAC GT Masters-Titelverteidiger Daniel Keilwitz (Callaway Competition) hat auf dem Slovakia Ring bei Bratislava eindrucksvoll seine Ambitionen  auf die erfolgreiche Titelverteidigung angemeldet. Gemeinsam mit Andreas Wirth siegte Keilwitz in seiner Corvette auf der längsten und schnellsten Strecke im  Kalender des ADAC GT Masters. Albert von Thurn und Taxis und Tomas Enge (beide Reiter Engineering) fuhren im Hubraumriesen Chevrolet Camaro auf Rang zwei. 
 
wiederholt starkes Rennen des Chevrolet Camaro
Foto: Jens Hawrda
Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (beide PIXUM Team Schubert), die  Sieger des ersten Laufes am Samstag, wurden im BMW Z4 am Sonntag Dritte und übernahmen  damit die Tabellenführung. „Ein perfektes Rennen für uns, jetzt liege ich wieder im Titelrennen“ jubelte Keilwitz nach seinem elften Sieg im ADAC GT Masters, der ihn auf Tabellenrang vier  brachte.
 
Ex-DTM-Pilot Mathias Lauda (HTP Motorsport) durfte sich bei seinem ADAC GT Masters-Debüt über eine Top-Zehn-Platzierung und Meisterschaftspunkte freuen. Der Sohn von Niki  Lauda belegte gemeinsam mit Luca Stolz im Mercedes SLS AMG Rang neun.
 
Polesetter Jens Klingmann und Max Sandritter (beide PIXUM Team  Schubert) hatten hingegen am Sonntag Pech. Eine Durchfahrtsstrafe nach einem Vergehen  unter gelber Flagge warf den BMW zurück, in der letzten Runde endete das Rennen für  Sandritter vorzeitig im Kiesbett.

das Podium des Sonntagsrennens am Slovakia-Ring
Foto: ADAC-Motorsport

Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
2. Albert von Thurn und Taxis/Tomas Enge (Reiter Engineering-Chevrolet Camaro GT),
3. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
4. Patrick Assenheimer/Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
5. C.Engelhart/J.v.Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),

Meisterschaftsstand nach 10 von 16 Rennen (Top-Five):

1. Claudia Hürtgen         134 Pkt.
2. Dominik Baumann      134 Pkt.
3. Jaap van Lagen,         130 Pkt.
4. Kelvin van der Linde   129 Pkt.
5. Renè Rast                   129 Pkt. 


 

Samstag, 9. August 2014

BMW-Doppelsieg bei Hitzeschlacht auf dem Slovakia Ring

PIXUM Team Schubert mit Doppelsieg am Slovakia-Ring im ersten Rennen
Foto: ADAC-Motorsport / Tim Upietz
Harte Zweikämpfe und packende Überholmanöver bei heißen 31 Grad: Das ADAC GT Masters meldete sich mit einem spannenden Rennen bei einer  Hitzeschlacht auf dem Slovakia Ring bei Bratislava aus der Sommerpause zurück. Bei knapp 50  Grad Asphalttemparatur dominierten die beiden BMW Z4 des PIXUM Team Schubert das  Rennen. Claudia Hürtgen und Dominik Baumann siegten vor ihren  Teamkollegen Max Sandritter  und Jens Klingmann. Grenzenloser  Jubel herrschte nach dem Rennen bei den Drittplatzierten: David Jahn und Sven  Barth (beide RWT RacingTeam) schafften in ihrer Corvette erstmals den Sprung  auf das Treppchen. Auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg wurde Baumann auf den letzten  Kilometern nochmals nervös. „Kurz vor dem Rennende gab es nochmals eine Safety-Car-Phase  und da habe ich mir schon große Sorgen gemacht, denn wir hatten zwei Corvette dicht hinter  uns. Wir haben den Restart aber gut hinbekommen und es hat auf den letzten Metern alles gut  geklappt.“
 
Mathias Lauda startete mit den besten Chancen auf ein Top-Ergebnis im Mercedes-Benz  in sein erstes ADAC GT Masters-Rennen. Luca Stolz (beide HTP Motorsport), der  Teamkollege des ehemaligen DTM-Piloten, fuhr den Start und lag auf dem vierten Rang, ehe ein Reifenschaden den Flügeltürer zurück warf und Lauda das Rennen auf Rang 19 beendete.
 
Die beiden BMW Z4 des PIXUM Team Schubert, die bisher das Rennwochenende des ADAC GT  Masters auf dem Slovakia Ring dominierten, gehen mit den besten Aussichten in das zweite  Rennen am Sonntag. Klingmann startet vor Baumann vom  ersten Startplatz, dahinter folgen die Corvette von Titelverteidiger Keilwitz und der Chevrolet  Camaro mit Ex-Formel-1-Pilot Enge.

das Podium des ersten Rennens am Slovakia-Ring
Foto: ADAC-Motorsport/Tim Upietz
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):

 1. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
 2. Max Sandritter/Jens Klingmann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
 3. David Jahn/Sven Barth (RWT RacingTeam-Corvette Z06.R GT3),
 4. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 5. C.Engelhart/J.v.Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R).

Freitag, 8. August 2014

BMW dominiert Qualifying auf dem Slovakia Ring

Sandritter/Klingmann (BMW Z4 GT3) starten am Slovakia Ring von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Max Sandritter und Jens Klingmann (beide PIXUM Team Schubert) haben das Qualifying des ADAC GT Masters beim Start in die zweite Saisonhälfte auf dem Slovakia Ring bei Bratislava in ihrem BMW Z4 dominiert. Die BMW-Teamkollegen holten sich die ersten Startplätze für die Rennen am Samstag und am Sonntag auf der längsten und schnellsten Strecke im Kalender des ADAC GT Masters. „Die beiden ersten Startplätze sind die Belohnung nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte“, jubelte Sandritter nach seiner Pole Position im ADAC GT Masters. „Wir haben gekämpft, sind immer wieder aufgestanden, nachdem wir hingefallen, sind und starten nun mit den besten Voraussetzungen in die beiden Rennen.“

Der ehemalige DTM-Pilot Mathias Lauda (HTP Motorsport) geht bei seinem ADAC GT Masters-Debüt in einem Mercedes-Benz SLS AMG von Startplatz 19 ins Rennen. Der Sohn von Niki Lauda ersetzt beim Rennwochenende auf dem Slovakia Ring Heinz-Harald Frentzen, der nach einer Knie-Operation auf das Rennen in der Slowakei verzichten muss. Lauda teilt sich den Flügeltürer mit Nachwuchspilot Stolz.

Stimmen der Mercedes-Piloten zum Rennen am Red-Bull-Ring

 
Christian Vietoris vor Bruno Spengler (BMW) bester Mercedes-Pilot
Foto: Mercedes-Motorsport
Christian Vietoris (25, Deutschland, Original-Teile Mercedes AMG C-Coupé):
9. Platz
„Das war ein schwieriges Rennen, in dem mit einer anderen Strategie mehr möglich gewesen wäre. Aber letztlich konnte keiner der Fahrer, die auf den Prime-Reifen gestartet sind, nach vorne aufschließen. Alles in allem war unser Auto auf dieser Strecke gut. Es war schön, wieder um die Pole Position und Punkte zu kämpfen. Das Team hat gut gearbeitet. Wir sind auf dem richtigen Weg. Hoffentlich geht es bis zum Saisonende so weiter.“
 
Daniel Juncadella (23, Spanien, Petronas Mercedes AMG C-Coupé):
15. Platz
„Die ersten Runden waren gut. Ich lag in einer guten Position, zwei Plätze hinter Christian. Mein Auto war in den Kurven sehr konstant und es sah alles sehr gut aus. Dann bekam ich die Strafe, da ich wohl in der Gelb-Phase eine Kleinigkeit zu schnell war. Mein Rennen war dadurch leider praktisch vorbei.“
 
Gary Paffett (33, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):
17. Platz
„Das war leider ein schlechtes Rennen. Unser Speed war unverändert zum Samstag – wir waren nicht schnell genug. Ich kämpfte auf beiden Reifenmischungen mit der Fahrzeugbalance. In den ersten Runden hatte ich zudem einige schwierige Zweikämpfe. Das war ein kleines Desaster.“
 
Paul Die Resta, schwieriges Rennen
Foto: Mercedes-Motorsport
Paul Di Resta (28, Schottland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
18. Platz
„Das war ein schwieriges Rennen. Uns hat definitiv aus irgendeinem Grund der Speed an meinem Auto gefehlt. Das müssen wir jetzt analysieren. Nach meinem Unfall im Training war das Setup sicherlich nicht optimal. Aber ich möchte noch einmal die tolle Leistung meiner Jungs hervorheben, die das Auto fürs Qualifying repariert haben. Im Rennen hatte ich ein paar Berührungen. Dadurch habe ich einige Plätze verloren. Ganz besonders als mich Joey Hand kurz vor meinem Boxenstopp in Kurve fünf berührte. Jetzt müssen wir versuchen, uns für das nächste Rennen zu steigern.“
 
Vitaly Petrov (29, Russland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
20. Platz
„Ich hatte einen guten Start auf den Prime-Reifen. Die Autos vor mir waren alle auf den Option-Reifen. Deshalb war es schwierig, gegen sie zu anzukommen. Aber ich konnte einige Plätze gutmachen. Es war sehr schön, mit den erfahrenen Piloten zu kämpfen. Dann machte ich einen Fehler in Kurve sechs und verlor die Positionen wieder. Leider war es nicht möglich, diese wieder gutzumachen. Die Balance meines Autos war jedoch gut und wir haben viele Daten gesammelt. Abgesehen von meinem Fehler können wir insgesamt also durchaus zufrieden sein.“
 
Robert Wickens führte klar bis zur Disqualifikation
Foto: Mercedes-Motorsport
Robert Wickens (25, Kanada, FREE MAN'S WORLD Mercedes AMG C-Coupé):
disqualifiziert
„Das war ein sehr enttäuschender Nachmittag für mich. Nach meiner Pole Position am Samstag rechnete ich mir gute Chancen im Rennen aus. Mein Auto funktionierte insbesondere auf den Prime-Reifen nach dem Boxenstopp sehr gut. Im Sinne des Reglements und meiner Auffassung nach war es eindeutig kein Unsafe Release. Die Strafe hat mein Rennen zerstört und mich einen möglichen Sieg gekostet.“
 
Pascal Wehrlein, gutes Rennen bis zum Ausfall
Foto: Mercedes-Motorsport
Pascal Wehrlein (19, Deutschland, gooix Mercedes AMG C-Coupé):
ausgefallen
„Schade, ich war im Rennen heute teilweise Schnellster. Ich konnte mich um einen Platz verbessern und wir lagen vorne dicht zusammen. Heute war der Sieg drin. Leider habe ich dann beim Boxenstopp ein bisschen Zeit verloren. Sobald das Auto runtergeht, gibt man als Fahrer Gas. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass jemand neben mir war. Beim Rausfahren habe ich das andere Auto unglücklich mit dem Rad berührt. Danach war mein Auto zu stark beschädigt, um weiter zu fahren.“

Nachgefragt bei … Timo Scheider

Timo Scheider bester Audi-Pilot in Spielberg
Foto: Audi-Motorsport
Wie groß ist die Erleichterung nach dem fünften Platz in Spielberg ?


Natürlich ist es schön, bester Audi-Pilot zu sein und von Startplatz 14 so weit nach vorn zu fahren. Aber wirklich zufrieden sind wir als Mannschaft nicht mit diesem Ergebnis. Unser Ziel – und mein persönliches auch – sind Siege. Und um die wollen wir möglichst schnell wieder kämpfen.
 
Wie halten Sie Ihre Motivation nach einer Serie von Rückschlägen aufrecht ?


Ich bin lang genug im Motorsport und in der DTM, um zu wissen, dass es nach Rückschlägen auch immer wieder aufwärts geht. Und wenn ich sehe, wie hart meine Jungs für den Erfolg arbeiten und dafür vieles andere zurückstellen, dann gibt es überhaupt keine Diskussion, auch nach schwierigen Wochenenden wieder mit 100 Prozent Motivation zum nächsten Rennen zu kommen.
 
Am vergangenen Wochenende haben Sie ein 24-Stunden-Radrennen absolviert und gewonnen. Offenbar eine gute Vorbereitung ?

Auf jeden Fall eine tolle Abwechslung und eine spannende Erfahrung. Das Wochenende mit den Jungs hat eine Menge Spaß gemacht – umso schöner natürlich wenn man dann noch gewinnt. Ich trainiere zwischen den Rennen viele Kilometer auf dem Fahrrad, da ist das eine echte Herausforderung. Und ich bin jetzt wohl der einzige Mensch, der auf der Nordschleife ein 24-Stunden-Rennen mit dem Auto und mit dem Fahrrad gewonnen hat.
 
In zwei Wochen geht es zum Heimspiel an den Nürburgring. Was sind die Erwartungen ?

Mein großer Wunsch wäre, dass unsere Pechsträhne vorbei ist und wir genau dort weitermachen, wo wir in Spielberg aufgehört haben. Das Heimspiel ist etwas ganz Besonderes, weil viele Freunde und Bekannte zum Daumendrücken kommen. Außerdem ist es auch das Heimrennen meines Audi Sport Team Phoenix und meines Teamkollegen. Viele Gründe also, dort noch einen draufzulegen.