Montag, 14. Juli 2014

Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Mattias Ekström: in fünf Rennen drei Podiumsplätze
Foto: Audi-Motorsport
Hätten Sie gedacht, dass der erste Sieg in der Rallycross-WM so schnell kommt?

Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viele Stunden Arbeit in dieses Projekt investiert und so manche Zweifel beiseite geräumt. Mit dem Sieg beim Heimspiel haben wir uns selbst belohnt – aber das ist nur der erste Schritt. Für die ganze Mannschaft war es eine tolle Belohnung und die beste Motivation für die Zukunft.
 
Mattias Ekström Platz drei in Moskau
Foto: Audi-Motorsport
Der Erfolg scheint Sie auch in der DTM zu beflügeln: In Moskau standen Sie zum dritten Mal in diesem Jahr auf dem Podium – so oft wie kein anderer Pilot.

Wichtiger als diese Statistiken sind die Punkte, die wir geholt haben. Zur Halbzeit des Jahres liegen wir in Schlagdistanz zum Tabellenführer – das ist das, was zählt. Natürlich freue ich mich über jeden Pokal, aber jetzt wird es Zeit, dass am Sonntag endlich wieder einmal die schwedische Nationalhymne gespielt wird.
 
Sie entwickeln sich immer mehr zum „Aufholjäger“ in der DTM. Was ist Ihr Erfolgsrezept, um regelmäßig aus dem Mittelfeld ganz nach vorn zu fahren?

Harte Arbeit. Wir verbringen viel Zeit mit unseren Ingenieuren, um aus allen Daten die optimale Abstimmung für unseren Audi RS 5 DTM herauszufinden und daraus eine perfekte Strategie zu gestalten. Das macht viel Spaß – besonders, wenn man damit am Renntag erfolgreich ist. Trotzdem werden wir künftig auch alles daran setzen, von weiter vorn ins Rennen zu gehen. Das Ziel bleibt ein Sieg.
 
Mattias Ekström, Red-Bull Audi RS5 DTM
Foto: Audi-Motorsport
Was erwarten Sie von der zweiten Saisonhälfte?

Einen spannenden Kampf an der Tabellenspitze. Es kommen jetzt einige Strecken, die mir gut liegen. Allen voran natürlich der Red Bull Ring, der schon wegen seines Namens ein gutes Pflaster für mich sein sollte. Auch am Nürburgring und in der Lausitz habe ich in der Vergangenheit schon Rennen gewonnen. Der Plan ist: ein wenig durchatmen in der kurzen Sommerpause und dann voll angreifen.
Mattias Ekström. Platz drei in Moskau
Foto: Audi-Motorsport
 


Sonntag, 13. Juli 2014

DTM: Maxime Martin (BMW) siegt in Moskau

 
Maxime Martin holt in seinem fünften DTM-Rennen den ersten Sieg
Foto: DTM-Media
Maxime Martin heißt der strahlende Sieger des fünften DTM-Laufs in Moskau. Nach seiner ersten Pole-Position gelang dem Belgier in seinem BMW M4 DTM sein erster Sieg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Von Rennbeginn an setzte sich der 28-Jährige von der Konkurrenz ab und sah nach 46 Runden mit 4,259 Sekunden Vorsprung vor Bruno Spengler (BMW) die Zielflagge. „Ein perfekter Tag für mich. Nach einem guten Start habe ich mich mit den weichen Reifen kontinuierlich absetzen können. Im Rennen gab es zwei Safety-Car-Phasen und ich hatte große Sorge, dadurch meine Spitzenposition zu verlieren. Ich habe es aber trotzdem geschafft und bin nun überglücklich. Erst die Pole, jetzt der Sieg – das ist der pure Wahnsinn“, jubelte der BMW-Pilot. Das zweite Gastspiel der DTM in Russland besuchten insgesamt 50.000 Zuschauer.
 
Maxime Martin fuhr einen ungefährdeten Sieg ein
Foto: DTM-Media
Mattias Ekström komplettierte das Podium als Dritter. Der Audi-Pilot aus Schweden beeindruckte die zahlreichen Fans auf den Tribünen mit einer starken Aufholjagd von Startplatz elf und überquerte mit 9,454 Sekunden Rückstand auf Martin die Ziellinie. Zu seinem Podesterfolg in Moskau sagte der zweifache DTM-Champion: „Es war eine Überraschung, dass wir im Qualifying nicht besser waren. Doch viel wichtiger ist der Sonntag, und da haben wir eine gute Leistung gezeigt. Ich hatte ein schönes Rennen mit tollen Kämpfen gegen Timo Glock. Über mein drittes Podium in dieser Saison freue ich mich sehr.“
 
Die Mercedes-Benz-Piloten betrieben nach einem enttäuschenden Qualifying erfolgreich Schadensbegrenzung und sammelten Punkte. Christian Vietoris, der in seinem DTM Mercedes AMG C-Coupé von Startplatz 21 ins Rennen gegangen war, landete vor seinem Markenkollegen Pascal Wehrlein auf Position sieben. „Die Situation ist für uns nach wie vor schwierig. Wir tun, was wir können. Für mich war das mein bestes Rennen meiner Karriere. Wir arbeiten sehr hart und geben auch weiterhin alles dafür, um besser zu werden“, erklärte Vietoris.

BMW-Pilot Marco Wittmann zeigte großen Kampfgeist und belegte am Ende Platz vier. Mit 70 Zählern auf seinem Punktekonto ist der Fürther damit Halbzeitmeister in der DTM. Sein größter Verfolger im Kampf um den Titel ist mit 20 Punkten Rückstand Mattias Ekström. Einen großen Dämpfer im Titelkampf musste Mike Rockenfeller hinnehmen. Der Audi-Pilot, der bislang in allen Läufen in die Punkteränge fuhr, musste seinen Audi RS 5 DTM nach einer Kollision abstellen.
 
Von Moskau geht es für die DTM zum dritten Auslandsgastspiel des Jahres nach Österreich. Auf dem Red Bull Ring in Spielberg startet am 3. August der sechste Saisonlauf.

Foto: DTM-Media
Rennergebnis Moskau (Top-Five):

1. Maxime Martin (BMW),
2. Bruno Spengler (BMW),
3. Mattias Ekström (Audi),
4. Marco Wittmann (BMW),
5. Nico Müller (Audi).

Meisterschaftsstand (Fahrerwertung) nach 5.Rennen (Top-Five):

1. Marco Wittmann   70 Pkt.
2. Mattias Ekström   50 Pkt.
3. Bruno Spengler    41 Pkt.
4. Edoardo Mortara  41 Pkt.
5. Mike Rockenfeller 35 Pkt.


Moscow City Race

die Zuschauerresonanz war riesig
Foto: DTM-Media
Am gestrigen Samstag fand zur Einstimmung auf das DTM-Rennen am heutigen Tag das "Moscow City Race" statt. Hier handelt es sich nicht um ein wirkliches Rennen, sondern um Demonstationsfahrten mit verschiedenen Fahrzeugen aus allen Rennsportklassen.
 
Moscow City Race 2014
Foto: DTM-Media
Wie im vorigen Jahr war die Zuschauerresonanz überwältigend. Bei der Veranstaltung in Moskau wurden rund 300.000 begeisterte Rennsportfans gezählt. Die DTM war mit Fahrzeugen aller drei teilnehmenden Marken vertreten.
 
Roman Rusinov im Schaeffler Audi RS5 DTM
Foto: Audi-Motorsport
Der russische Sportwagen-Star Roman Rusinov pilotierte den Schaeffler Audi RS 5 DTM beim Moscow City Race bevor er am Sonntag das Renntaxi auf dem Moscow Raceway pilotiert. Vor rund 300.000 Zuschauern drehte er am Kreml Showrunden. „Der Andrang war unglaublich“, berichtete Rusinov.
Foto: Audi-Motorsport
 
 

Stimmen der Mercedes-Piloten zum Qualifying in Moskau

Robert Wickens
Foto: Mercedes-Motorsport
Robert Wickens (25, Kanada, FREE MAN'S WORLD Mercedes AMG C-Coupé):
14. Platz, (1:29.148 Minuten)
„Für mich war das Wochenende hier in Moskau bislang ein Auf und Ab. Im ersten Training war ich mit dem Auto zufrieden. Dann nahmen wir einige Änderungen für das zweite Training vor, die nicht wie gewünscht funktionierten. Vor dem Qualifying haben wir dann unsere Köpfe zusammengesteckt. Danach fühlte sich das Auto viel besser an. Aber leider kam ich nicht über Q2 hinaus. Mein Ziel für das Rennen ist jetzt, ein paar Punkte einzufahren. Das wird nicht einfach, aber ich bin schon von weiter hinten gestartet und habe noch gepunktet. Dafür werde ich alles geben.“

Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport
Daniel Juncadella (23, Spanien, Petronas Mercedes AMG C-Coupé):
15. Platz, (1:29.231 Minuten)
„Das Qualifying war sicher nicht perfekt, aber auch nicht schlecht. Ich habe es leider im Q2 nicht geschafft, eine saubere Runde zu fahren. Aber wenn man unsere Performance sieht, dann kann man mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden sein.“
 
Paul Di Resta (28, Schottland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
18. Platz, (1:29.509 Minuten)
„Das war ein schwieriges Qualifying. Es war nicht einfach, das Auto zu fahren. Die anderen haben sich im Vergleich zu den Trainings gesteigert. Wir haben uns dort qualifiziert, wo wir schon am Vormittag standen. Jetzt müssen wir uns eine gute Strategie für das Rennen zurechtlegen, um noch etwas vorwärts zu kommen.“
 
Pascal Wehrlein (19, Deutschland, gooix Mercedes AMG C-Coupé):
20. Platz, (1:29.836 Minuten)
„Aufgrund der hohen Temperaturen im Vergleich zum freien Training hat sich die Balance meines Autos verändert. Heute Morgen im Training lief es noch ganz gut und ich war auf Platz neun. Im zweiten freien Training lief es dann unglücklicherweise noch schlechter als im Qualifying. Ich denke, es lag an den heißeren Temperaturen, dass wir die Performance vom ersten Training nicht wiederholen konnten. Der nächste Schritt muss es sein, jetzt alles genau zu analysieren.“
 
Gary Paffett (33, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):
21. Platz, (1:29.925 Minuten)
„Das Qualifying verlief offensichtlich sehr enttäuschend für mich. Das zweite freie Training war in Ordnung. Aber bis zum Qualifying haben sich die Bedingungen verändert, was Auswirkungen auf die Balance des Autos hatte. Diese hat uns im Qualifying Probleme gemacht. Jetzt haben wir morgen viel Arbeit vor uns.“

Christian Vietoris
Foto: Mercedes-Motorsport
Christian Vietoris (25, Deutschland, Original-Teile Mercedes AMG C-Coupé):
22. Platz, (1:30.031 Minuten)
„Es war eine schwere Session für mich. Ich hatte im Auto kein gutes Gefühl und leider auch keinen wirklichen Grip. Das hat sich heute Morgen schon angedeutet und im Qualifying leider bewahrheitet.“

Vitaly Petrov
Foto: Mercedes-Motorsport
Vitaly Petrov (29, Russland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):
23. Platz, (1:30.443 Minuten)
„Das war ein wirklich schweres Qualifying. Auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, das Auto richtig abzustimmen. Durch mein Elektronikproblem im Training haben mir leider Runden gefehlt, die sich bemerkbar gemacht haben. Jede Runde ist wichtig, um eine perfekte Linie zu finden und um mit dem Auto ans Limit zu gehen. Das ist mir leider nicht gelungen. So ist es heute nun leider. Ich hoffe, dass das Rennen morgen besser wird und vielleicht sogar eine Überraschung passiert.“

Stimmen der Audi-Piloten nach dem Qualifying in Moskau

Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Startplatz 4
„Es war kein perfekter Qualifying-Tag, aber ein sehr guter. Wir hatten in jedem Outing gute Runden, also eine Leistung, wie wir sie uns vorstellen. Genau das hatten wir ja in den letzten Rennen nicht geschafft. Deswegen bin ich zufrieden. Es ist hart in der DTM. Man hat heute wieder gesehen, wie knapp alles ist. Mit einer Megarunde wäre die Pole möglich gewesen, aber auch Startplatz vier ist gut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir eine gute Renn-Pace haben und dann vielleicht noch weiter nach vorn kommen.“
 
Adrien Tambay
Foto: Audi-Motorsport
Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM), Startplatz 5
„Startplatz fünf ist exzellent. Wir hatten einen schwierigen Morgen. Ich habe mit meinem Auto gekämpft, zum ersten Mal war ich nicht ganz zufrieden. Wir haben viel geändert und hatten dann ein tolles Qualifying. Ich war nahe bei meinen Teamkollegen, die noch am Morgen sieben Zehntelsekunden vor mir lagen. Jetzt hoffe ich auf ein tolles Rennen.“
 
Miguel Molina (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Startplatz 8
„Das war ein bisschen ‚Up and Down‘ im Qualifying. Am Anfang haben wir etwas das Tempo gesucht, in Q2 hatten wir es dann und haben eine richtig gute Runde hingelegt. In Q3 waren die Reifen für die erste Runde nicht optimal. In der zweiten schnellen Runde war die Zeit dann okay, aber in der ersten wäre mit perfekten Reifen noch mehr möglich gewesen.“
 
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM), Startplatz 9
„Wie immer lagen die Zeiten extrem eng beisammen. Wenn man meinen neunten Platz betrachtet, war ich eine Zehntelsekunde langsamer als Nico (Müller) in Q3 auf Platz drei. Ich habe Q3 um nur 13 Tausendstelsekunden verpasst, das war ein wenig frustrierend, aber das Potenzial ist da. Leider wurde uns eine Runde wegen Verletzten des Tracklimits in Turn 1 gestrichen, das hat meinen Rhythmus gestört und kostete durch die lange Runde viel Zeit.“
 
Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Startplatz 11
„Startplatz elf – nichts, auf das man stolz sein kann. Morgen wird also erneut ein Tag mit harter Arbeit.“
 
Edoardo Mortara (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Startplatz 12
„Es war nicht unser bestes Qualifying. Aber wir haben bereits gezeigt, dass wir im Rennen stark sein können. Wir hoffen, dass es morgen ebenso gut läuft wie in den vergangenen vier Rennen.“
 
Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Startplatz 17
„Nachdem wir das Setup für das Qualifying noch einmal geändert hatten, war ich sehr positiv im ersten Outing. Ich habe sofort die Performance gespürt. Aber entweder habe ich zu wenig oder zu viel gewollt – auf jeden Fall hat es nicht gepasst. Das Auto war gut, aber ich habe es nicht hinbekommen. Klar ist das enttäuschend, aber ich werde morgen alles für eine gute Leistung geben.“