Sonntag, 29. Juni 2014

DTM: Ekström um fünf Plätze zurückversetzt

Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Pilot Mattias Ekström wurde nachträglich um fünf Startplätze zurückversetzt. Die Sportkommissare kamen zu dem Schluss, dass der 35-Jährige im dritten Qualifying-Abschnitt auf seiner Inlap Pascal Wehrlein (Mercedes-Benz) auf seiner schnellen Runde behindert hatte. Statt von Platz sieben muss der Schwede den vierten DTM-Lauf auf dem Norisring damit nun von Startplatz zwölf in Angriff nehmen.

Samstag, 28. Juni 2014

Mercedes dominiert Training am Norisring

Robert Wickens holt die Pole für Mercedes am Norisring
Foto: DTM-Media
Robert Wickens (Mercedes-Benz) sicherte sich im Qualifying der DTM auf dem Norisring die Pole-Position. Der Kanadier umrundete den 2,3 Kilometer langen Stadtkurs im Herzen der fränkischen Metropole in 47,883 Sekunden und war damit 0,093 Sekunden schneller als sein Markengefährte Paul Di Resta. Der vierfache Norisring-Sieger Jamie Green sicherte sich Platz drei – auch der Audi-Pilot unterbot im finalen Qualifying-Abschnitt die 48-Sekunden-Schallmauer. Schnellster BMW-Fahrer war Tabellenführer und Lokalmatador Marco Wittmann auf Rang acht.

die Trainingsschnellsten vom Norisring: Paul Di Resta, Robert Wickens und Jamie Green (v.l.)
Foto: Mercedes-Motorsport
Auch wenn Mercedes am Norisring immer stark war, ist dieses Ergebnis nach dem bisherigen Saisonverlauf eine kleine Überraschung.
 
Auch Audi ist mit Green und Ekström in die Top-Acht gefahren und holte damit das beste Qualifyingergebnis für die Marke seit 2009.
 
Für BMW schaffte es nur der Meisterschaftsführende Marco Wittmann bis in die letzte Qualifikationsrunde konnte aber dort gegen die Überlegenheit von Audi und vor allem Mercedes nichts ausrichten.


Jamie Green ist zufrieden, Startplatz drei und bester Audi-Pilot
Foto: DTM-Media
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM):
 
„Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Startplatz. Vielen Dank an meine Jungs beim Audi Sport Team Rosberg. Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Zeitabstände waren wieder einmal extrem knapp. Mein Auto ist gut. Ich denke, wir haben morgen eine gute Chance – ganz egal, wie das Wetter ist.“

Zusammenfassung der Qualifikation im Video hier

Freitag, 27. Juni 2014

DTM: Saisonhöhepunkt auf dem Stadtkurs in Nürnberg

Das DTM-Rennen auf dem Nürnberger Norisring markiert am kommenden Wochenende (27. – 29. Juni 2014) den Höhepunkt der Saison: Der 2,3 Kilometer lange Stadtkurs ist der einzige seiner Art in Deutschland und äußerst anspruchsvoll. Der enge Leitplankenkanal verzeiht den Piloten mit seinem rauen und welligen Asphalt keinen Fehler. Hier ist – sowohl im Qualifying als auch in jeder der 83 Rennrunden – Millimeterarbeit gefragt. Wegen seiner einzigartigen Atmosphäre rund um das Fahrerlager am Dutzendteich ist das Rennen im ‚fränkischen Monaco’ bei den Fans äußerst beliebt – und die Tickets (ab 25 Euro) sind entsprechend begehrt.
 
Marco Wittmann kommt als Meisterschaftsführender zu seinem Heimrennen
Foto: DTM-Media
Als Tabellenführer reisen Marco Wittmann und BMW zum vierten DTM-Saisonrennen nach Nürnberg. Mit 50 Punkten führt Wittmann die Fahrerwertung an. Der BMW-Pilot hat zudem die kürzeste Anreise: Die Strecke liegt nur wenige Kilometer von seinem Wohnort Fürth entfernt. Entsprechend groß ist die Vorfreude: „Das Rennen ist das Highlight des Jahres“, sagt Wittmann. „Es ist großartig, dass ich als Führender der Fahrerwertung in meiner Heimat antreten werde.“ Dabei darf der 24-Jährige auf viel Unterstützung hoffen. Familie und Freunde werden vor Ort sein, um ihn in Nürnberg anzufeuern und seinen Traum in Erfüllung gehen zu lassen: „Ein starkes Ergebnis auf dem Norisring“, formuliert Wittmann sein Ziel vorsichtig, denn der Norisring ist tückisch. Obwohl er nur aus vier Kurven besteht, ist er für die Fahrer eine echte Herausforderung. „Wenn du auf anderen Strecken einen Fehler machst, dann landest du im Kiesbett. Auf dem Norisring küsst man hingegen direkt die Mauer“, sagt Joey Hand, der im vergangenen Jahr auf dem Norisring Achter wurde.
 
der Stadtkurs in Nürnberg sorgt jedes Jahr für eine einmalige Atmosphäre
Foto: DTM-Media
Noch ohne Sieg, aber mit vier Fahrern, die sich an die Fersen des Tabellenführers geheftet haben, kommt Audi nach Nürnberg. Der aktuelle DTM-Champion Mike Rockenfeller liegt mit 31 Punkten auf Rang zwei der Fahrerwertung, gefolgt von Edoardo Mortara (27 Punkte), Miguel Molina und Adrien Tambay (beide 26 Punkte). „Die Erwartungen an unser Heimspiel sind hoch“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi. „Das Ziel ist ganz klar der erste Saisonsieg.“ Mit Jamie Green haben die Ingolstädter zudem einen ausgewiesenen Norisring-Experten im Aufgebot: Von 2008 bis 2010 sowie im Jahr 2012 konnte der Brite auf dem traditionsreichen Stadtkurs gewinnen. Allerdings war seine Premiere mit Audi auf dem Norisring im vergangenen Jahr weniger erfolgreich als erhofft. Motivation genug für Green, es in diesem Jahr besser zu machen. „Mein Auto und auch ich selbst sind bestens vorbereitet“, sagt der Brite. Timo Scheider, 2008 und 2009 DTM-Champion, blickt nach den guten Audi-Resultaten bei den ersten drei Saisonrennen positiv auf das kommende Wochenende: „Ich habe gute und schlechte Erinnerungen an den Norisring. In diesem Jahr wäre es Balsam für meine Seele und vor allem wichtig mit Blick auf die Meisterschaft, wenn ich dort nach vorn fahren könnte.“
 
eng geht es hier immer zu
Foto: DTM-Media
Nach dem Sieg von Christian Vietoris beim zweiten DTM-Saisonrennen in Oschersleben hofft Mercedes-Benz in Nürnberg wieder auf Punkte. Mit Gary Paffett haben die Stuttgarter den mit 20 Siegen erfolgreichsten aktuellen DTM-Piloten im Fahrerkader, der mit dem Norisring zudem noch schöne Erinnerungen verbindet. „Der Kurs in Nürnberg ist eine ganz andere Herausforderung als die permanenten Rennstrecken, die den Großteil des Rennkalenders bilden. Diese spezielle Streckencharakteristik und die fantastische Atmosphäre machen das Rennen zu einem der absoluten Highlights des Jahres“, sagt Paffett, der hier 2004 und 2005 gewinnen konnte. Markenkollege Vitaly Petrov hingegen startet zum ersten Mal auf dem Norisring. „Meine Fahrerkollegen haben mir schon viel über die einzigartige Atmosphäre am Dutzendteich und die anspruchsvolle Strecke erzählt“, sagt der erste russische Fahrer in der DTM-Geschichte. Stadtkurse sind ihm nicht unbekannt – in seiner Zeit in der Formel 1 ist Petrov in Monaco gefahren und kennt das Gefühl, dass der kleinste Fehler zu einem Ausfall führen kann. „Solche Herausforderungen gefallen mir.“
 
Umfangreiches Showprogramm: Gute Unterhaltung auch neben der Rennstrecke
 
Neben der packenden Action auf der Rennstrecke hat das DTM-Wochenende am Norisring auch abseits des Asphalts eine Menge zu bieten. Rund um die Showbühne auf dem Zeppelinfeld findet ein buntes Rahmenprogramm statt. Alle Fußballfans, die kein WM-Spiel verpassen wollen, können das erste Achtelfinale zwischen Brasilien und Chile beim Public Viewing live auf der großen Video-Leinwand verfolgen.
 
Daneben ist das Konzert der Band „LaBrassBanda” im Rahmen der ARD Chartshow am Sonntagmittag ein weiterer Höhepunkt. Die außergewöhnliche Blechbläser-Combo zieht mit ihrer außergewöhnlichen Mixtur aus Volksmusik, Pop, Rock und Ska die Zuschauer schnell in ihren Bann und sorgt für gute Stimmung. Die 30-minütige Darbietung startet um 11:15 Uhr.
 
Neben Fußball und Musik kommt selbstverständlich auch der Motorsport auf der Showbühne nicht zu kurz. Für Interviews mit anschließender Autogrammstunde schauen unter anderem die Ex-DTM-Piloten Manuel Reuter, David Coulthard und Bernd Mayländer, Formel-1-Star Felipe Massa, Le-Mans-Sieger Marcel Fässler, Handicap-Motorsportler und Paralympics-Goldmedalliengewinner Alessandro Zanardi sowie das komplette Teilnehmerfeld des Porsche Carrera Cup Deutschland vorbei. Abgerundet wird das Spektakel von Gewinnspielen und Gridgirl-Modenschauen.
 
Wer die DTM hautnah erleben möchte, hat bei einem der beiden Pitwalks am Samstag- und Sonntagmittag die Gelegenheit, in der Boxengasse einen Blick hinter die Kulissen der populärsten internationalen Tourenwagenserie zu werfen. Frühaufstehern wird sogar noch mehr geboten: Beim Boxenstopptraining am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr können die Fans den Mechanikern von Audi, BMW und Mercedes-Benz über die Schulter blicken und die in vielen Stunden einstudierte Choreografie beim Reifenwechsel aus nächster Nähe verfolgen.
Der vierte DTM-Lauf startet am Sonntag (29.06.) um 13:30 Uhr, die ARD überträgt live ab 13:15 Uhr aus Nürnberg. Das Qualifying am Samstag (28.06.) beginnt um 14:50 Uhr, die ARD-Livesendung um 14:35 Uhr.

BMW DTM-Fahrer Marco Wittmann legt beim Aufbau des Norisrings Hand an und zeigt danach seine Kletterkünste

Sein DTM-Heimrennen auf dem Norisring (DE) ist für Marco Wittmann (DE) immer etwas ganz Besonderes. Der in Fürth (DE) lebende BMW Team RMG Pilot wohnt nur 20 Kilometer vom Stadtkurs am Dutzendteich entfernt – und darf sich am kommenden Wochenende als DTM-Spitzenreiter auf die Unterstützung vieler Freunde und Bekannter freuen. 
 
Marco Wittmann im Gabelstabler hilft beim  Streckenaufbau am Norisring
Foto: BMW-Motorsport
Wittmanns Beziehung zum Norisring ist seit jeher sehr eng. Schon in den Nachwuchsserien hat er dort zahlreiche Erfolge gefeiert. Zudem ist er Mitglied des für den Betrieb des Norisrings zuständigen Motorsport Club Nürnberg (MCN). Was lag angesichts dieser engen Verbindung näher, als beim Aufbau des 2,3 Kilometer langen Kurses über öffentliche Straßen selbst Hand anzulegen? Wittmann steuerte unter Anleitung von Wolfgang Schlosser, dem 1. Vorsitzenden des MCN, und seinen Mitarbeitern einen Gabelstapler und setzte im Bereich der Boxengassen-Einfahrt Begrenzungssteine aus Beton. Anschließend trug er mit einer speziellen Maschine die weiße Linie, welche die Boxeneinfahrt markiert, auf und montierte auf einer Tribüne Sitze.


Marco Witttman bei der Montage von Sitzen auf einer Tribüne am Norisring
Foto: BMW-Motorsport
„Das war das erste Mal, dass ich einen Gabelstapler gefahren bin“, sagte Wittmann. „Nach einer kurzen Einweisung hat das sogar ganz gut geklappt und ich konnte den zahlreichen freiwilligen Helfern beim Aufbau meiner Heimstrecke zumindest ein bisschen zur Seite stehen. Diese Leute machen wirklich einen tollen Job und sorgen dafür, dass wir Jahr für Jahr dieses ganz spezielle Rennen erleben dürfen. Es ist spannend, die Strecke im Bau zu sehen und nicht erst, wenn sie so dasteht, wie wir Fahrer sie am Wochenende vorfinden.“

Marco Wittmann in der Fränkischen Schweiz beim Steilwandklettern
Foto: BMW-Motorsport
Im Anschluss ging es für Wittmann in die Fränkische Schweiz, wo er seinen actionreichen Tag mit einer Kletterpartie fortsetzte. In einem der bekanntesten Klettergebiete Deutschlands erklomm Wittmann unter professioneller Anleitung eine Steilwand und demonstrierte dabei auch außerhalb des Cockpits seines Ice-Watch BMW M4 DTM sportliches Talent.

Steilwandklettern mit Suchtfaktor
Foto: BMW-Motorsport
„Ich bin zwar schon ein paar Mal in einer Halle geklettert, aber noch nie an einer natürlichen Felswand“, sagte Wittmann. „Das war eine neue und aufregende Erfahrung für mich. Natürlich hatte ich den Ehrgeiz, die Wand komplett zu besteigen, was dann auch gut geklappt hat. Ich hatte sehr viel Spaß und kann mir durchaus vorstellen, so etwas noch einmal zu machen.“

Stimmen der BMW-Fahrer zum Rennen auf dem Norisring


Augusto Farfus, Castrol EDGE BMW M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM):
„Auf dem Papier sieht eine Runde auf dem Norisring recht simpel aus. Das Schwierige ist, die richtige Strategie und das perfekte Set-up für das Rennen zu finden. Es kann schnell passieren, dass du ein Auto hast, das auf den Geraden schnell ist, dafür aber ein schlechtes Bremsverhalten am Kurveneingang hat. Deshalb muss die Abstimmung zu 100 Prozent passen.“

Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM):
„Wenn du auf anderen Strecken einen Fehler machst, dann landest du im Kiesbett. Auf dem Norisring küsst man hingegen direkt die Mauer. Das verändert die Herangehensweise der Fahrer an dieses Rennen komplett. Es ist fantastisch, auf einem Kurs mitten in der Stadt zu fahren, denn so bringen wir den Rennsport direkt zu den Fans. Der Lauf auf dem Norisring wird eine tolle Show.“

Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer):
„Der Norisring ist technisch anspruchsvoll, da man sehr spät bremsen muss. Und da die Autos den Begrenzungsmauern sehr nahe kommen, darf man sich als Fahrer keinen Fehler erlauben. Auf dem Norisring war ich immer sehr erfolgreich. Außerdem herrscht dort immer eine besondere Atmosphäre. Deshalb freue ich mich riesig darauf, dort wieder mit der DTM anzutreten.“

Martin Tomczyk, BMW M Performance Zubehör M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer):
„Nach der Hitzeschlacht im vergangenen Jahr mit zwei Safety-Car-Phasen und einem teils chaotischen Rennen bin ich schon sehr gespannt darauf, welche Überraschung der Norisring dieses Mal für uns bereithält. Dort zu fahren, ist immer wieder eine große Herausforderung. Ich hoffe, vor den vielen BMW Mitarbeitern und Fans erneut eine gute Performance zeigen zu können.“

Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK):
„Das Rennen am Norisring ist immer ein Highlight, sowohl für uns Fahrer als auch für die DTM-Fans. Die Action dort ist außergewöhnlich. Es gibt viele Zweikämpfe auf der Strecke, und so manches Fahrzeug landet in der Mauer oder in der Leitplanke. Obwohl der Kurs nur aus vier Kurven besteht, ist er eine echte Herausforderung. Die Autos fahren mit sehr wenig Abtrieb und tanzen auf den Bodenwellen. Es wird ein spannendes Wochenende, auf das ich mich sehr freue.“

Antonio Felix da Costa, Red Bull BMW M4 DTM
Foto: Jens Hawrda
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK):
„Ich habe auf dem Norisring bereits 2010 mit der Formel 3 ein Rennen bestritten und freue mich auf meine Rückkehr an diese Strecke. Eine Runde auf dem Norisring ist sehr kurz – und das Auto braucht ein komplett anderes Set-up als auf anderen Strecken. Aber ich komme mit viel Selbstvertrauen nach Nürnberg und hoffe sehr, dass wir auch dort vorne mitzumischen können werden.“

Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG):
„Die Vorfreude auf mein Heimrennen am Norisring ist riesig. Diese Veranstaltung ist das Highlight des Jahres. Es ist großartig, dass ich als Führender der Fahrerwertung in meiner Heimat antreten werde. Die Strecke liegt nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Meine Familie und meine Freunde werden vor Ort sein, um mich zu unterstützen und anzufeuern. Ein starkes Ergebnis auf dem Norisring wäre mein ganz großer Traum.“

Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG):
„Auf dem Norisring will einfach jeder DTM-Fahrer dabei sein und eine gute Figur abgeben. Der Kurs selbst sieht mit zwei Haarnadelkurven und einer Schikane nicht allzu schwierig aus, hat es aber trotzdem in sich. In meiner bisherigen Karriere habe ich dort noch keine einzige Runde absolviert. Ich weiß also nicht genau, was mich erwartet. Deshalb bereite ich mich intensiv vor und freue mich sehr darauf, das erste Mal aus der Box zu fahren.“