Dienstag, 6. Mai 2014

Starker DTM-Auftakt für Audi am Hockenheimring


Routinier Mattias Ekström startete im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline mit einem zweiten Platz in seine 14. DTM-Saison für Audi. Der Schwede begann das Rennen auf den härteren Standardreifen, lag in der Anfangsphase auf Position acht und kämpfte sich nach dem Wechsel auf die schnelleren Optionsreifen Position um Position nach vorn.
Adrien Tambay hatte in jeder Hinsicht ein angenehmes Wochenende
Foto: Audi-Motorsport
Fünf Runden vor Rennende überholte Ekström auch seinen Teamkollegen Adrien Tambay, der im Playboy Audi RS 5 DTM zunächst an der Spitze des Feldes lag, in Runde drei aber den späteren Sieger Marco Wittmann im BMW ziehen lassen musste. Durch eine Zeitstrafe wegen Verlassens der Strecke in Kurve eins verlor der junge Franzose den Anschluss zu Wittmann.

Ein eindrucksvolles Rennen fuhr auch Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi RS5 DTM des Audi Sport Team Phoenix: Der Titelverteidiger kämpfte sich mit der gleichen Strategie wie Ekström vom zehnten Startplatz auf Rang vier nach vorn und startete damit wesentlich besser in die neue DTM-Saison als in sein Meisterjahr 2013.
Mike Rockenfeller fuhr ein starkes Rennen und landete am Ende auf Platz vier
Foto: Audi-Motorsport
Frustrierend endete das Rennen dagegen für seinen Teamkollegen Timo Scheider, der auf den weicheren Optionsreifen gestartet war und auf dem dritten Platz lag, als er in Runde 34 von DTM-Neuling António Félix da Costa im BMW unter Gelben Flaggen umgedreht wurde. Auch dadurch verlor Scheider in der Folge insgesamt sechs Positionen – die letzten drei nach einer Rangelei mit Augusto Farfus in der Schlussrunde.

Großes Pech hatte auch Edoardo Mortara: Der Italiener lag bei seinem ersten Rennen im Audi Sport Team Abt Sportsline bis zur 31. Runde vor seinem Teamkollegen Mattias Ekström, als er seinen Audi Sport Audi RS 5 DTM mit einem Reifenschaden vorne links abstellen musste. „Das war sehr schade“, meinte der Schwede. „Das wäre am Ende noch ein sehr cooler Kampf geworden. Ich selbst kann mit Patz zwei heute gut leben, auch wenn wir alle hier sind, um um Siege zu kämpfen.“

Miguel Molina arbeitete sich auf Platz 13 nach vorn, nachdem er nach dem Qualifying wegen eines fehlenden Teils an seinem Audi Sport Audi RS 5 DTM vom sechsten auf den letzten Startplatz zurückversetzt worden war.
nach dem Start ging es wie immer eng zu
Foto: Audi-Motorsport

Nico Müller erlebte im Audi Financial Services Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg ein turbulentes DTM-Debüt. Der junge Schweizer fiel am Start ans Ende des Feldes zurück. Obwohl später das Drag Reduction System (DRS) seines Autos nicht funktionierte, kam er als 16. ins Ziel.

Teamkollege Jamie Green musste seinen Hoffmann Group Audi RS 5 DTM schon nach zwei Runden an der Box parken, weil bei einer Kollision mit dem BMW von Augusto Farfus die Befestigung des Frontsplitters beschädigt worden war.

„Es war ein gutes Rennen für Audi“, sagte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Dass wir drei Autos in die Top Vier gebracht haben, und das mit unterschiedlichen Strategien, spricht für unseren neuen RS 5 DTM. Auch der Sieg wäre möglich gewesen, aber Marco Wittmann war an diesem Wochenende extrem stark – Glückwunsch an ihn, vor allem aber an unsere Jungs: Wir alle haben harte Wochen hinter uns. Auf diesem Ergebnis können wir aufbauen und freuen uns schon jetzt auf Oschersleben.“

Supersport 600 – Marvin Fritz mit Doppelsieg

Marvin Fritz lässt sich nach seinem Sieg gratulieren
Foto: Jens Hawrda
Polesetter Marvin Fritz fuhr mit zehn Sekunden Vorsprung zu einem mehr als klaren Start-Ziel-Sieg in der Klasse Supersport 600. Roman Stamm versuchte zwar alles, hatte aber nie eine Chance auzuschließen und musste sich mit dem zweiten Platz arrangieren. Rang drei war dafür lange nicht geklärt. Stamms Teamkollege und Eidgenosse Christian von Gunten meldete über die Hälfte der 15-Runden-Distanz Ansprüche an, doch plötzlich zogen Tatu Lausletho und Lukas Trautmann im Doppelpack an ihm vorbei. Lausletho, 2012 auf Yamaha Meister in der Supersport 600-Klasse und inzwischen beim Team Suzuki Stoneline Mayer unter Vertrag, blieb auf der einmal eingenommenen dritten Position standhaft und bescherte seiner Crew nach einer langen Durstrecke endlich wieder Glücksmomente. Sarah Heide, einzige Frau im Feld, stürzte bereits in der ersten Runde und schied aus.

Der zweite Lauf des Tages endete mit dem gleichen Podium wie in Lauf eins. Diesmal fühte Roman Stamm, Fritz war zunächst nur Fünfter. Christian von Gunten, Lukas Trautmann, Pepijn Bijsterbosch  und sein Teamkollege Stefan Kerschbaumer mischten bei der Punkteverteilung kräftig mit.

Marvin Fritz: „Drei Jahre war bei mir der Wurm drin, deshalb war ich zuletzt auch verkrampft unterwegs. Das ist nun völlig anders. Ich kann befreit fahren und muss mir nicht immer Gedanken machen, wie ich alles bezahlen soll, falls ich stürze.“
 
Ergebnis Supersport 600 1.Rennen Lausitzring (Top-Five):
1. Marvin Fritz (Yamaha)
2. Roman Stamm (Kawasaki)
3. Tatu Lauslehtu (Suzuki)
4. Stefan Kerschbaumer (Yamaha)
5. Lukas Trautmann (Yamaha)
 
Ergebnis Supersport 600 2. Rennen Lausitzring (Top-Five):

1. Marvin Fritz (Yamaha)
2. Roman Stamm (Kawasaki)
3. Tatu Lauslehtu (Suzuki)
4. Lukas Trautmann (Yamaha)

5. Stefan Kerschbaumer (Yamaha)

Montag, 5. Mai 2014

Stimmen von BMW nach dem Rennen in Hockenheim


Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„Was für ein traumhaftes Premierenwochenende für den BMW M4 DTM. Ein halbes Jahr nach dem letzten Sieg mit dem BMW M3 DTM nun mit dem brandneuen BMW M4 DTM wieder nach Hockenheim zu kommen und das erste Rennen zu gewinnen – besser geht es kaum. Gleichzeitig ist es auch ein toller Premierenerfolg für das BMW Team RMG und Marco Wittmann, der ein absolut unglaubliches Rennen gefahren ist und heute in einer eigenen Liga unterwegs war. Er hat das gesamte Rennen in einer souveränen Art und Weise kontrolliert. Es war eine große Freude, ihm heute zuzusehen. Hinter dem Sieg steckt aber auch viel Arbeit. Zum einen hat unsere Mannschaft bei BMW Motorsport seit über einem Jahr hart am BMW M4 DTM gearbeitet. Bis zum ersten Rennen weiß man letztlich nie genau, wo man auch im Vergleich zur Konkurrenz steht – deshalb sind wir heute sehr zufrieden. Ebenfalls besonders erwähnenswert: Das ganze Team rund um Stefan Reinhold hat über den Winter einiges auf den Prüfstand gestellt und geändert – mit großem Erfolg, wie man sieht. Großes Kompliment an dieser Stelle. Wir freuen uns auch über fünf weitere BMW in den Top-10 und über den 60. Sieg von BMW in der DTM insgesamt – und das bei strahlendem Sonnenschein und gut gefüllten Tribünen. Es tut mir leid für António Félix da Costa, der bis zu dem Zwischenfall ein sehr starkes DTM-Debüt gezeigt hat.“


erster Sieg für Marco Wittmann in der DTM
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 1):

„Ich bin überglücklich über meinen ersten DTM-Sieg, den ersten Sieg des BMW M4 DTM und den ersten Erfolg für mein BMW Team RMG. Dass ich gleichzeitig auch noch den insgesamt 60. Sieg für BMW in der DTM erringen konnte, macht mich stolz. Schon während der Testfahrten ist es sehr gut für mich gelaufen. Aber dass mir so ein fantastischer Saisonstart gelingt, damit konnte ich nicht rechnen. Heute wird gefeiert. Mein Start war nicht ganz optimal. Trotzdem ist es mir gelungen, meine Position auch nach der ersten Runde zu verteidigen. In Runde drei bin ich am Führenden vorbeigezogen und konnte mich entscheidend absetzen, so dass ich auch nach dem Boxenstopp vorne bleiben konnte. Ich konnte den Abstand halten und den Sieg nach Hause fahren.“ 
Timo Glock beim Boxenstopp
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 5):

„Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann, meinen letztjährigen Teamkollegen, und sein BMW Team RMG. Er hat eine großartige Leistung gezeigt – und sich seinen ersten DTM-Sieg absolut verdient. Mein Start ins Rennen war nicht optimal, aber dann konnte ich auf der Innenseite gleich mehrere Autos überholen. Das hat mich ins Spiel um die Punkte zurückgebracht. Ich bekam ein paar Probleme mit dem linken Vorderreifen, so dass ich António Félix da Costa und Timo Scheider ziehen lassen musste. Auf den harten Reifen ging es darum, eine einigermaßen gute Pace zu fahren, um später im Kampf gegen die Fahrer auf Optionsreifen in einer guten Position zu sein. Mattias Ekström und Mike Rockenfeller konnte ich nicht halten, habe am Ende aber als Fünfter trotzdem ordentlich Punkte gesammelt. Genau das war das Ziel.“ 

Bruno Spengler vor Augusto Farfus und Martin Tomczyk
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 6):

„Ich bin mit dem Rennverlauf natürlich nicht ganz zufrieden. Der Start war ganz gut. Aber wir waren heute am Anfang des Rennens auf den harten Reifen nicht schnell genug. Woran das liegt, müssen wir analysieren. Gegen Ende des Rennens waren wir auf den Optionsreifen ziemlich gut unterwegs. Natürlich ist der sechste Platz nicht die beste Platzierung, aber es sind trotzdem wertvolle Punkte. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, aber wir arbeiten hart für die nächsten Rennen und konzentrieren uns darauf. Schön, dass trotzdem ein BMW M4 DTM gewonnen hat heute. Glückwunsch an Marco Wittmann und sein BMW Team RMG.“ 

Superbike - Ducati Doppelsieg am Lausitzring

Markus Reiterberger (VanZon Remeha BMW) ging zwar von der der Pole Position ins Rennen, der spanische Ducati-Fahrer Xavi Forés  setzte sich aber durch einen Blitzstart im ersten Rennen noch vor der ersten Kurve an die Spitze des Feldes. Sein Teamkollege und Lokalmatador Max Neukirchner (3C-Racing Team) auf der Panigale 1199 R tat es ihm gleich und setzte sich auch vor die BMW von Markus Reiterberger. Die drei setzten sich im Verlauf des Rennens deutlich vo Rest des Feldes ab.
 
Xavi vor Neukirchner (beide Ducati 1199 Panigale R)
Foto: Jens Hawrda
Zur Halbzeit der 16-Runden-Distanz hatte sich Forés an der Spitze bereits einen Vorsprung von 3,4 Sekunden auf Neukirchner und Titelverteidiger Reiterberger erarbeitet.

Weiter hinten in den Top Ten spielte sich derweil ein spannendes Duell zwischen BMW HP4-Pilot Stefan Nebel (Wilbers-BMW Racing Team) und Superstock 1000-Fahrer Marco Nekvasil auf der BMW S 1000 RR ab. Der 17-jährige Nekvasil war am Samstag der Einzige gewesen, der sich mit einem Superstock-Motorrad für die Superpole hatte qualifizieren können. Nun traf er mit seinen Superbike-Rivalen auf Grund des gemeinsam gestarteten, allerdings separat gewerteten Zwei-Klassen-Feldes, wieder unmittelbar aufeinander.

Nach 26 Minuten und 33 Sekunden siegte schließlich Forés vor seinem Teamkollegen Neukirchner. Markus Reiterberger wurde Dritter und musste mit reichlich zwei Sekunden Rückstand leicht Federn lassen.

Forès war am Lausitzring nicht zu schlagen
Foto: Jens Hawrda

Erwan Nigon schnappte sich elf Sekunden weiter hinten auf der langen Geraden vor dem Ziel noch Michael Ranseder und wurde Vierter. Matej Smrz hatte nach einer Off-Road einlage am Anfang des Rennens die Aufgabe von ganz hinten durchs Feld zu fahren und schaffte am Ende noch einen respektablen zehnten Platz.

Im zweiten Lauf des Tages gelang Reiterberger der beste Start, nur nach zwei Runden hatte sich schon wieder Xavi Forés vor ihm platziert. Max Neukirchner gelang das nicht so einfach. Vielmehr lieferte er sich mit Reiterberger einen Schlagabtausch bis zur letzten Rund um Platz zwei. Der Ausgang des Rennens wurde erst in der allerletzten Kurve entschieden. Reiterberger und Neukirchner bogen gemeinsam nebeneinander ein, Neukirchner bremste amer später und schaffte so knapp den zweiten Platz.  

Siegerpodest Superbike am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
 
Ergebnis Superbike Lausitzring 1.Rennen (Top-Five):
 
1. Xavi Forès (Ducati)
2. Max Neukirchner (Ducati)
3. Markus Reiterberger (BMW)
4. Erwan Nigon
5. Michael Ranseder (Honda
 
Ergebnis Superbike Lausitzring 2.Rennen (Top-Five):
 
1. Xavi Forès (Ducati)
2. Max Neukirchner (Ducati)
3. Markus Reiterberger (BMW)
4. Matej Smrz (Yamaha) 
5. Michael Ranseder (Honda
 

 

Sonntag, 4. Mai 2014

Marco Wittmann bestätigt seine überragende Form und siegt in Hockenheim

Zum Auftakt der DTM-Jubiläumssaison auf der 4,574 Kilometer langen Strecke von Hockenheim sah Marco Wittmann (DE) im Ice-Watch BMW M4 DTM nach 42 Runden als Sieger die Ziellinie. Es war nicht nur der erste Triumph des 24-Jährigen im elften DTM-Rennen, sondern auch der erste Sieg für das BMW Team RMG sowie der 60. Erfolg von BMW in dieser Serie.

60. BMW-Sieg in der DTM durch Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport
„Ich bin überglücklich. Nach zwei schwierigen Jahren für das Team RMG tut dieser Sieg allen sehr gut. Ich habe die ganze Zeit meine Verfolger im Rückspiegel beobachtet und wusste, dass die Piloten mit Options-Reifen zum Rennende hin schneller werden als ich. Mein Abstand war aber groß genug“, sagte der BMW-Pilot nach seinem Debüterfolg.

Gemeinsam mit Wittmann auf dem Siegerpodest standen zwei Audi-Piloten. Platz zwei belegte mit einem Rückstand von 12,869 Sekunden Mattias Ekström, Dritter wurde Adrien Tambay, der erstmals in seiner DTM-Zeit von der Pole-Position gestartet war. Bester Pilot in einem DTM Mercedes AMG C-Coupé war Pascal Wehrlein auf Rang elf.

in seinem elften DTM Rennen holt Marco Wittmann seinen ersten Sieg
Foto: BMW-Motorsport
In einem spektakulären und spannenden Rennen tat sich hinter dem führenden Wittmann sehr viel. Vor allem der Schwede Ekström, der im Audi RS 5 DTM von Platz fünf auf den Standard-Reifen gestartet war, zeigte nach dem Pflichtboxenstopp auf den weicheren Options-Reifen eine Aufholjagd Richtung Spitze, die erst durch eine leichte Kollision beim Überholen von Tambay gebremst wurde.

Ergebnis Rennen Hockenheim (Top-Five):

1. Marco Wittmann (BMW)
2. Mattias Ekström (Audi)
3. Adrien Tanbay (Audi)
4. Mike Rockenfeller (Audi)
5. Timo Glock (BMW)