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Lennart Marioneck mit seiner Corvette
Foto: ADAC-Motorsport |
ADAC
Stiftung Sport-Förderpilot Lennart Marioneck (25, Bamberg) startete im
vergangenen Jahr erstmals im ADAC GT Masters. In der „Liga der Supersportwagen“
teilte sich der Student eine 550 PS starke Corvette von Callaway Competition
mit dem Schweizer Remo Lips (32). Im nachfolgenden Interview mit dem ADAC reflektiert
Marioneck seine erste Saison im ADAC GT Masters.
Wie
lautet Ihr Fazit nach dem Debütjahr im ADAC GT Masters?
„Der Start auf der Corvette im ADAC GT Masters war für mich eine riesige
Herausforderung und ein Sprung in das kalte Wasser. Ich bin nie zuvor einen
Rennwagen mit Heckantrieb gefahren und vom 200 PS starken Ford Fiesta aus der
ADAC Procar in die gut 550 PS starke Corvette umgestiegen. Für mich war von
Beginn an klar, dass mein erstes Jahr im ADAC GT Masters eine Lernsaison ist
und ich sicherlich nicht um Rennsiege mitfahren kann. Sollte ich in diesem Jahr
wieder die Chance bekommen im ADAC GT Masters zu fahren, sind meine Ziele
sicherlich andere.“
Waren Sie
zufrieden mit der Saison 2013?
„Es gab gute Rennen, aber es gab auch Rennen, in denen es nicht so gut lief.
Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden. Mein Ziel war es allerdings, in die
Punkteränge zu fahren und dieses Ziel haben wir leider verpasst. Allerdings
habe ich meinem Teamkollegen Remo Lips zu zwei Klassensiegen in der
Gentlemen-Wertung verholfen.“
Wie
anspruchsvoll war die Umstellung auf die für Sie ungewohnte Corvette?
„Die Corvette wurde von Callaway Competition toll betreut. Ich habe natürlich
etwas Zeit gebraucht, um mich an das Auto zu gewöhnen. Callaway Competition hat
alles dafür getan, mir den Einstieg sehr leicht zu machen. Die Atmosphäre im
Team war toll, es gab keine Geheimnisse und mir standen stets die Daten aller
Fahrer zur Verfügung.“
Sie haben
sich selbst ein Doppelprogramm auferlegt und sind parallel zum ADAC GT Masters
auch in der MINI Trophy angetreten. War das nicht eine enorme Belastung?
„Es war natürlich ein stressiges Programm, aber dadurch bin ich sehr oft im
Auto gesessen und habe viel gelernt. Nach einigen Runden hat man sich schon
wieder an das andere Auto gewöhnt. Auf dem Red Bull Ring habe ich im MINI ein
Rennen gewonnen, so etwas ist sehr gut für das Ego. Corvette und MINI sind
natürlich grundverschieden zu fahren. Im GT-Auto ist man immer dann am
schnellsten, wenn man eigentlich gar nicht das Gefühl hat, dass man besonders
schnell ist.“
Was war
Ihr Saisonhighlight im ersten Jahr ADAC GT Masters?
„Highlights waren die vielen tollen Zweikämpfe, die ich innerhalb der Saison
hatte. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein tolles Duell mit Jörg Müller auf
dem Lausitzring. Müller hat im Motorsport sehr viel erreicht, und mit Fahrern
seines Kalibers zu kämpfen macht einfach sehr viel Spaß. Das ADAC GT Master ist
fahrerisch so stark besetzt, dass auch um Rang 15 noch hart gekämpft wird.
Diese tollen Zweikämpfe mit sehr guten Rennfahrern machen die Serie aus.“
Sie sind
in der dritten Saison Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. Wie kann man sich
die Unterstützung und das Förderprogramm vorstellen?
„Sportlich und mental wird man sehr umfangreich betreut. Es gibt
Ernährungsspezialisten und ein Mediencoaching. Als Fahrer bekomme ich auf meine
Bedürfnisse abgestimmte Trainingspläne, dazu gibt es regelmäßige Workshops.
Alle Bereiche des Sports werden abgedeckt, durch die Unterstützung der ADAC
Stiftung Sport kann man sich dauerhaft verbessern. Über das gute und
umfangreiche Netzwerk der Stiftung kann man sehr gute Kontakte knüpfen.“
„Im Gegensatz zu anderen Förderprogrammen, die meist schon auf einem sehr hohen
Niveau beginnen, werden bei der ADAC Stiftung Sport gezielt Fahrer aus dem
Breitensport gefördert. Ich bin der ADAC Stiftung Sport sehr dankbar. Ohne die
Unterstützung der Stiftung hätte ich niemals den Sprung in die ADAC Procar und
in der Folge auch niemals den Aufstieg in das ADAC GT Masters geschafft.“
Wie
geht es in der Saison 2014 mit Ihnen im ADAC GT Masters weiter?
„Das ist momentan noch offen. Ich spreche derzeit mit verschiedenen Teams und
hoffe, dass ich wieder einen Platz finde.“