Donnerstag, 14. November 2013

Super Aguri wird sechstes Team der FIA Formel E Meisterschaft


Der japanischen Rennfahrer Aguri Suzuki und die Formula E Holding haben eine Vereinbarung untertzeichnet, die besagt das das Team Super Aguri Formel E als sechstes Team die neuen FIA Formula E Championship bestreiten wird.
Teamdesign der Fahrzeuge des Teams Super Aguri Formel E
Bild: Formula E - Media
Aguri Suzuki mit seinem in Tokyo ansässige Team, bringt eine Fülle von Formel 1 Erfahrung als Fahrer, Teambesitzer  in die neue Meisterschaft ein. Er ist ein Symbol des japanischen Motorsport, verbrachte zwischen 1988 bis 1995 acht Saisons als Fahrer in der Formel 1, bestritt dabei 88 Grands Prix - und war Teamchef vom Formel 1 Team Super Aguri F1, welches von 2006 bis 2008 an der Formel 1 Weltmeisterschaft teilnahm. Heute betreut Aguri Suzuki ein Team welches in der japanischen Super GT-Serie fährt.
Aguri Suzuki (links) bei der Vertragsunterzeichnung
Foto: Formula E - Media
Das Team Super Aguri Formula E ist nach China Racing das zweite Team aus Ausien und das sechste von insgesamt zehn Team welche die FIA Formula E Meisterschaft ab 2014 bestreiten werden.

"Heute ist ein neues Kapitel für die Super Aguri aufgeschlagen worden und ich bin stolz, dass unser Team Japan in der konstituierenden Formula E-Serie repräsentieren wird ", sagte Aguri Suzuki, bei der Vertragsunterzeichnug. "Null -Emissionen-Rennen sind ein progressives Konzept für den  Motorsport und nach mehr als 40 Jahren sowohl als Fahrer als auch als Team-Besitzer, sehe ich die Formel E als großen Schritt in Richtung Zukunft.“

Mittwoch, 13. November 2013

Mattias Ekström startet beim Race of Champions


Dreimal hat er das Kräftemessen der besten Motorsportler aus den verschiedensten Disziplinen schon gewonnen – jetzt kehrt Mattias Ekström zum Race of Champions zurück.
Mattias Ekström war bei RACE of CHAMPIONS schon mehrfach erfolgreich
hier 2009 mit Michael Schumacher
Foto: Audi-Motorsport
Am 14. und 15. Dezember startet der zweimalige DTM-Champion in Bangkok in der Einzelwertung und an der Seite seines Markenkollegen Tom Kristensen als Team Skandinavien im „Nations Cup“. Die beiden Audi-Werksfahrer treffen im Rajamangala-Stadion unter anderem auf Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und den neuen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier.

Mittwoch, 6. November 2013

Alain Prost gründet Team und steigt in die FIA Formel E Meisterschaft ein.

Der viermalige  Formel-1 Weltmeister Alain Prost hat sich mit Jean -Paul Driot, Gründer der führenden GP2 und Formel Renault 3.5 Team Dams, zusammengeschlossen, um mit dem neu gegründeten Team e.dams in die  FIA Formula E Championship einzusteigen.
Präsentation des neuen Teams e.dams
Foto: Formula -E-Media
 
Damit ist e.dams das fünfte Team , das in die neue vollelektrischen Rennserie einsteigt, deren erste Saison im September 2014 beginnt und mit 10 Rennen durch das Herz von einigen der weltweit faszinierenden Städte Städte führt. 
 
Mit vier F1 Titel (1985 & 86 , 1989 & 1993) , 51 GP Siege und 108 Podestplätze ist Alain Prost einer der erfolgreichsten Formel-1 Rennfahrer. Der Franzose ist sehr gespannt darauf, ein Teil der neuen Null Emission Serie zu werden: "Ich bin sehr glücklich, ein Teil des Formel E Abenteuers zu sein. Die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung dieser neuen Technologie, die zu 100 % elektrisch ist, zu beteiligen ist extrem motivierend. Die neue Meisterschaft wird im Jahr 2014 ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Rennsport sein und beweist mehr denn je, dass Motorsport zukunftsfähig ist."
Jean-Paul Driot und Alan Prost präsentieren ihr neues Team
Foto: Formula-E-Media
Alejandro Agag der Serienmanager der FIA Formula E Championship fügte hinzu: "Es ist eine große Ehre für mich mit Jean-Paul Driot und Alain Prost einige der größten Namen im Motorsport in der FIA Formula E Championship begrüßen zu dürfen. Die Erfahrung und die Erfolgsbilanz  sowohl von Jean-Paul Driot als auch von Alain Prost ist unvergleichlich und ich weiß das das Team e.dams einen großen Einfluss auf die Serie haben wird. Es ist auch toll das solche hoch etablierten Namen ihr Engagement für Energie und nachhaltige Mobilität zeigen und uns bei der Schaffung eines elektrischen Zukunft im Rennsport unterstützen."

Montag, 4. November 2013

Historischer Sieg - Nachgefragt bei … Rahel Frey


Rahel Frey gewinnt als erste Frau
einen Rennen zum R8 LMS Cup
Foto: Jens Hawrda
Als erste Frau trug sich die Audi-Werksfahrerin Rahel Frey beim vorletzten Saisonrennen des Audi R8 LMS Cup in China in die Siegerliste des beliebten Markenpokals ein. Die ehemalige DTM-Pilotin triumphierte beim zehnten Lauf in Shanghai mit 1,144 Sekunden Vorsprung vor Tabellenführer Alex Yoong. Mit einem Sieg im ersten Rennen vor seinem Titelrivalen Adderly Fong und Cong Fu Cheng sowie einem zweiten Rang vor Marchy Lee und Fong im zweiten Durchgang baute Alex Yoong seinen Tabellenvorsprung vor Fong auf 24 Punkte aus. Die Titelentscheidung fällt am 10. November beim elften und letzten Rennen in Macau.


Sie haben gerade in Shanghai Ihren ersten Sieg im Audi R8 LMS Cup eingefahren – und das auf einer Strecke, die Sie vorher nicht kannten. Wie kam es dazu?
„Ich habe einfach meine Hausaufgaben gemacht und mich dank der Informationen meines Teams mit Videos und dem Studium von Datenaufzeichnung so gut wie möglich vorbereitet. Außerdem habe ich generell kein Problem damit, mich schnell mit neuen Strecken vertraut zu machen.“

Im ersten Rennen in Shanghai lieferten Sie sich ein hartes Duell mit Congfu Cheng um Rang drei. Gab es da auch kritische Momente?
„Es war generell ein spannendes und für die Zuschauer sicher sehr unterhaltsames Rennen. Ich fuhr von Startplatz zwei los, habe auf der ungünstigen Außenbahn in der ersten Kurve aber leider einige Positionen verloren. Bei dem Versuch, mich wieder nach vorn zu kämpfen, hatte ich einen langen und anstrengenden Zweikampf mit Cheng. Wir haben uns einige Male auch berührt. Aber es war immer fair und einfach nur toller Motorsport.“

Auch beim Saisonfinale des Audi R8 LMS Cup am 9./10. November in Macau sind Sie dabei. Was erwarten Sie dort?
„Da lerne ich wieder eine neue Rennstrecke kennen. Macau ist ein legendärer und herausfordernder Stadtkurs mit einigen Hochgeschwindigkeitskurven. Und ich habe nur 30 Minuten Freies Training, um mich darauf einzustellen. Zur Vorbereitung habe ich mir bereits Videos von Edoardo Mortara angeschaut, der dort schon viermal gewonnen hat und in diesem Jahr wieder mit einem Audi R8 LMS ultra im Macau GT Cup starten wird. Vielleicht kann er mir noch den einen oder anderen Tipp geben. Grundsätzlich mag ich Stadtkurse sehr gern.“

Wie fällt Ihre Bilanz nach einem Jahr Kundensport mit Audi aus?
„Die GT-Rennen waren ein neue, sehr interessante Erfahrung für mich. Man teilt das Auto mit anderen Kollegen. Die Herangehensweise und die Taktik im Rennen sind deshalb ganz anders als beispielsweise in der DTM. Man muss Kompromisse eingehen und sehr vielseitig sein. Das macht den besonderen Reiz dieser Aufgabe aus.“

Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Wie sehen Ihre Pläne für 2014 aus?
„Es ist noch zu früh, um dazu etwas sagen zu können. Aber ich hoffe vor allem, weiter für Audi fahren zu dürfen. Ich identifiziere mich total mit der Marke. In diesem Jahr habe ich sehr viel gelernt und es wäre klasse, wenn ich davon in der kommenden Saison profitieren könnte.“

Donnerstag, 31. Oktober 2013

GT-Masters - Diego Alessi und Daniel Keilwitz im Interview

Diego Alessi (41, I) und Daniel Keilwitz (24, Villingen / Callaway Competition) haben es in ihrer dritten gemeinsame Saison im ADAC GT Masters geschafft: Nachdem die Corvette-Piloten zur Saisonmitte schon weit abgeschlagen in der Tabelle lagen, sind die fünffachen Saisonsieger mit einer starken zweiten Saisonhälfte in der "Liga der Supersportwagen" zum Titel gefahren. Im Interview lassen die neuen Meister ihre Gefühle beim Finale Revue passieren und erklären den starken Endspurt im Titelkampf.
Daniel Keilwitz (D) und Diego Alessi (I) v.l. die Meister der ADAC GT-Masters 2013
Foto: ADAC-Motorsport


Wie habt ihr den Titel gefeiert und welche Reaktionen gab es nach dem Finale in Hockenheim ?

Diego Alessi: "Wir haben mit dem Team zusammen auf der Meisterfeier des ADAC am Sonntagabend nach dem Rennen in Hockenheim gefeiert. Das war toll, ging bei mir allerdings nicht besonders lange, denn nach dem anstrengenden Wochenende war ich war ziemlich müde. In den ersten beiden Tagen nach dem Finale war ich überglücklich, doch dann bin ich etwas melancholisch geworden. Schließlich ist die Saison jetzt erst einmal vorbei und eine lange Winterpause steht uns bevor."

Daniel Keilwitz: "Die große Meisterfeier kommt erst noch. Ich denke, die Weihnachtsfeier dürfte in diesem Jahr etwas größer ausfallen. Der Titelgewinn war unglaublich, ich habe Unmengen von Glückwünschen bekommen von so ziemlich allen Menschen, die ich kenne und von noch mehr Menschen, die ich nicht kenne. Leider holt der Alltag einen auch schnell wieder ein. Aber das gute Gefühl, das ADAC GT Masters gewonnen zu haben, bleibt."

Im Finalrennen ist der Mercedes-Benz von euren Titelrivalen Buhk und Götz nach einem Motorschaden nicht ins Ziel gekommen. Was ging euch durch den Kopf, als das Auto am Fahrbahnrand stand ?

Keilwitz: "Das Team hatte mich bereits über Funk informierte, dass der Mercedes ein Problem hat. In dem Moment ist man ein Stück weit erleichtert, allerdings möchte man als Rennfahrer seinen Gegner immer zuerst auf der Strecke besiegen. Es ist schade, dass wir den Titel nicht bis zum Rennende auf der Strecke ausfahren konnten. Mir tat es auch leid für Buhk und Götz, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, wie es ist, im letzten Rennen die Meisterschaft noch zu verlieren."

Was war es dann für ein Gefühl, die Corvette über die Ziellinie zu fahren und zu wissen, dass man Meister ist ?

Alessi: "Das war wie wenn jemand einen großen Schalter von enormer Konzentration auf grenzenloser Jubel umlegt. Ich war komplett überwältigt und wusste in dem Moment nicht mehr, ob das alles wirklich wahr ist. In den Nächten zuvor habe ich von verschiedenen Szenarien im Titelkampf geträumt. Daher hatte ich schon etwas Angst, dass ich plötzlich aufwache, der Titelgewinn nur ein Traum war und das komplette Rennwochenende noch vor mir liegt."

Nach dem Rennwochenende auf dem Sachsenring lagt ihr in der Tabelle auf Rang elf und habt in drei von vier Rennen nicht gepunktet. Habt ihr zu dem Zeitpunkt noch an den Titel geglaubt ?

Alessi: "Ich hatte den Titel schon in den Wind geschrieben. Unsere Performance war nicht gut, wir waren nicht konkurrenzfähig und das Glück war auch nicht auf unserer Seite. Wir haben dann aber schon bald etwas Hoffnung geschöpft, denn bei vielen Tests im Juni und im Juli haben unsere Ingenieure und das gesamte Callaway-Team das Auto enorm verbessert."

Keilwitz: "Ich wusste, dass die Strecken, auf denen wir stark sind, erst noch kommen. Dennoch habe ich uns nicht mehr im Titelkampf gesehen. Wir lagen ja schon weit zurück. Man muss allerdings auch sagen, dass wir im Titelkampf viel Glück hatten und auch von den Fehlern der Konkurrenz profitiert haben."

Was war für euch der Wendepunkt im Titelkampf ?

Alessi: "Das war unser Doppelsieg am Red Bull Ring. Schon am Wochenende zuvor am Nürburgring waren wir schnell, aber so richtig Glück hatten wir dort auch nicht. In Österreich lief es dann absolut perfekt für uns und nach dem Sieg in beiden Rennen habe ich wieder Hoffnung geschöpft, dass es mit dem Titel doch noch etwas werden kann."

Keilwitz: "Nach dem Rennen auf dem Red Bull Ring wusste ich, dass doch noch etwas möglich ist. Davor war ich noch skeptisch. Unser Speed war zwar zuvor am Nürburgring gut, aber wir haben uns einige kleine Fehler erlaubt."

Ihr habt dann vier von sechs Rennen gewonnen und in neun der letzten zehn Rennen gepunktet. Was war das Geheimnis eurer starken zweiten Saisonhälfte ?

Keilwitz: "Wir haben im Sommer pausenlos getestet. Ich weiß gar nicht, wie oft wir in Hockenheim gewesen sind und versucht haben, das Auto zu verbessern. Wir wurden dabei von YOKOHAMA und unserem Fahrwerkspartner Bilstein unterstützt. Die harte Arbeit vom Team hat sich dann ausgezahlt."

Im vergangenen Jahr habt ihr den Titel als Vizemeister knapp verpasst, ihr kennt es also sehr gut im ADAC GT Masters um die Meisterschaft zu kämpfen. Welche Saison war die Härtere? Euer Meisterjahr oder die letztjährige ?

Keilwitz: "Das kann man schlecht vergleichen, denn die Ausgangslage war für uns eine gänzlich andere. Im vergangenen Jahr standen wir recht früh an der Tabellenspitze und sind dann sehr kontrolliert im Hinblick auf die Tabellensituation gefahren, haben uns dabei aber auch einige Fehler erlaubt. Nach sechs Rennen in diesem Jahr waren wir aber nur Elfte. Wir mussten in jedem Rennen maximal attackieren und volles Risiko gehen."

Habt ihr bereits Pläne für die kommende Saison ?

Keilwitz: "Ich denke, dass sich bei mir nicht viel ändern wird und hoffe, dass ich eine weitere Saison für Callaway Competition starten kann. Ich fühle mich dort sehr wohl, und würde gerne den Titel verteidigen. Callaway entwickelt eine GT3-Version der Corvette C7 Stingray für die Saison 2015. Das ist ein faszinierendes Projekt, bei dem ich gerne dabei sein möchte."

Alessi: "Ich hoffe, dass ich auch im kommenden Jahr wieder mit Callaway im ADAC GT Masters starten kann. Als Ergänzung dazu wären einige Langstreckenrennen optimal. Das Projekt von Callaway mit der C7 Stingray finde ich auch sehr spannend."