Dienstag, 6. August 2013

GT-Masters Nürburgring - Sieg und Halbzeittitel für BMW-Duo Hürtgen/Baumann

  • Hürtgen/Bauman feiern am Nürburgring zweiten Saisonsig
  • Toni Seiler siegt mit seiner Corvette in der Gentlemanwertung
  • Prosperia C.Abt Racing fürt in Teamwertung vor PIXUM-Team-Schubert

Claudia Hürtgen (PIXUM Team Schubert) entwickelt sich zur Spezialistin für Heimsiege im ADAC GT Masters. Die gebürtige Aachenerin, die bereits beim Rennen in Spa-Francorchamps ganz oben auf dem Podest stand, feierte gemeinsam mit Dominik Baumann auch bei ihrem zweiten Heimrennen auf dem Nürburgring einen Sieg. Nach acht von 16 Läufen schoben sich Hürtgen/Baumann mit dem zweiten Saisonsieg an die Tabellenspitze der "Liga der Supersportwagen".
Hürtgen / Baumann feiern ihren zweiten Saisonsieg am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Toni Seiler fuhr gemeinsam mit dem ehemaligen DTM-Piloten Jeroen Bleekemolen (Callaway Competition) in einer Corvette auf Rang zwei und sicherte sich auch im zweiten Lauf auf dem Nürburgring den Sieg in der Gentlemen-Wertung. Rang drei ging nach einer zweikampfstarken Leistung in den letzten Rennrunden an Max Sandritter und Jörg Müller (PIXUM Team Schubert) im BMW.
 
"Wir haben es heute auf den Punkt hinbekommen. Besser hätte man es nicht machen können, unser Auto war heute eine einzige Freude", jubelte Hürtgen.

führen zur Halbzeit die Meisterschaft an Hürtgen/Bauman (PIXUM Team Schubert)
Foto: Jens Hawrda
Der zweite Lauf begann mit einem herben Dämpfer für zwei Titelfavoriten. René Rast (Prosperia C. Abt Racing), der im Audi R8 als Tabellenführer in den achten Saisonlauf gestartet war, fuhr in der Startrunde dem Mercedes-Benz SLS AMG von Maximilian Götz (Polarweiss Racing) auf das Heck. Sowohl für den Mercedes-Benz als auch für den Audi war das Rennen nach dem Kontakt vorzeitig beendet.


An der Spitze setzte sich Jeroen Bleekemolen souverän vor Dominik Baumann in Führung. Der Vorwärtsdrang des Niederländers wurde in der fünften Runde gebremst, als der Porsche von Nicolas Armindo (Team Geyer & Weinig EDV - Schütz Motorsport) in der Querspange Kühlwasser verlor. Da auf dem Kühlwasser des Porsches gleich mehrere Fahrzeuge ausrutschten, ging das Safety-Car auf die Strecke und der Vorsprung der führenden Corvette schmolz.
 
Nach dem Restart verteidigte Bleekemolen die Führung und lag bis zum Pflichtboxenstopp an der Spitze. In der zweiten Rennhälfte nach dem Fahrerwechsel lag Bleekemolens Teamkollege Toni Seiler weiter an der Spitze, geriet aber unter Druck von Hürtgen. In einem fairen Überholmanöver zog die BMW-Pilotin an Seiler vorbei und ging in Führung. Hürtgen setzte sich von dem Schweizer Routinier ab und fuhr schließlich mit 9,2 Sekunden Vorsprung vor Seiler/Bleekemolen zu ihrem fünften Sieg im ADAC GT Masters. "Dass wir zur Saisonhalbzeit an der Tabellenspitze stehen, ist schon einmal ein sehr gutes Zeichen für den weiteren Verlauf der Meisterschaft", freute sich Baumann über den zweiten Saisonsieg. "Wir haben von gestern auf heute noch viel am Auto geändert, das Auto war heute ganz anders zu fahren."

Hart umkämpft war in den letzten Rennrunden Platz drei. Es duellierten sich die Corvette von Diego Alessi (Callaway Competition), der Ford GT von Frank Kechele (Lambda Performance) und Max Sandritter im BMW Z4. Sandritter war schließlich der Nutznießer eines Duells zwischen Alessi und Kechele und fuhr auf Rang drei. Alessi und Teamkollege Daniel Keilwitz belegten Rang fünf hinter dem Porsche 911 von Michael Christensen/Robert Renauer (Tonino by Herberth Motorsport). Kechele landete mit Dominik Schwager (Lambda) vor Andreas Wirth (Callaway Competition) in einer Corvette auf Rang sechs.

Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
2. Toni Seiler/Jeroen Bleekemolen (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
3. Maximilian Sandritter/Jörg Müller (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3),
4. M. Christensen/R. Renauer (Tonino by Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
5. Diego Alessi/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),

Montag, 5. August 2013

IDM Superbike Schleiz Reiterberger übernimmt Tabellenführung


Nachdem er sich am Samstag im Training die Pole Position geholt hatte, gewann der 19-jährige Markus Reiterberger auf der BMW S1000 RR auch das erste Superbike-Rennen am Sonntag. Er erwischte den besten Start, doch aus der zweiten Runde kam Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy) in Führung liegend zurück. In der fünften Runde stürzte der schnelle Tscheche.

Bis zum Ende wurde es noch einmal eng zwischen Reiterberger und seinem Verfolger Michael Ranseder (Honda Holzhauer Racing Promotion). Der drittplatzierte Titelverteidiger Erwan Nigon (VanZon Remeha BMW) folgte den beiden erst mit sechs Sekunden Rückstand ins Ziel.

Damian Cudlin war nach diesem Lauf die Führung in der Gesamtwertung los. Eigentlich hatte der Australier mit seinem gebrochenen Schienbein Schadensbegrenzung üben wollen, doch er war schon in der ersten Runde von seiner BMW gestürzt und marschierte in Richtung Medical Center davon.
Ergeniss 1.Rennen (Top-Five):
1. Markus Reiterberger BMW S1000RR,
2. Michael Ranseder Honda CBR 1000RR,
3. Erwan Nigon BMW S1000RR,
4. Freddy Forray Honda CBR 1000RR,
5. Arie Voss BMW S1000RR.


Im zweiten Lauf in der Superbikeklasse in Schleiz drückte anfangs Matej Smrz seinen Stempel auf.  Er führte in der Anfangsphase vor Reiterberger, Ranseder, Jones, Foray, Cudlin und Nigon. Nach vier Runden hatte sich Cudlin schon auf die vierte Position nach vorn gearbeitet, er wollte unbedingt seinen Nuller im ersten Lauf wettmachen, es ging schließlich um die Führung in der Meisterschaft. Nach der Hälfte der Renndistanz wurde der Vorwärtsdrang von Cudlin jedoch gepremmst, seine BMW S1000 RR fing mit Fehlzündungen an zu streiken.
Reiterberger vor Cudlin
Foto: Jens Hawrda
Smrz, Reiterberger, Ranseder und Jones waren die Hauptakteure der letzten Rennrunde. Vor der letzten Schikane vor der Start-Ziel-Geraden passierte es: Smrz und Reiterberger berührten sich im Zweikampf. Reiterberger war vor der Kurve innen, von außen kam Smrz. Bei allem, was folgte, scheiden sich die Geister. Reiterberger nahm den Notausgang durch die innere Schikane. Smrz versuchte die komplette Kurve zu fahren und kam dabei auf die Wiese. Der lachende Dritte war Michi Ranseder, er siegte vor Reiterberger, Jones, Smrz. Dagegen wurde Protest eingelegt. Er wurde vor Ort entschieden, doch innerhalb von fünf Tagen kann beim DMSB eine Berufung eingelegt werden. Deshalb gilt das Ergebnis vorläufig Berufung.
 
Vorläufig hat nun erst einmal Markus Reiterberger die Meisterschaftsführung übernommen.
 
vorläufiges Rennergebnis Schleiz 2.Lauf (Top-Five):
 
1. Ranseder - Honda CBR 1000RR,
2. Reiterberger - BMW S1000 RR,
3. Jones - Yamaha YZF-R1,
4. Smrz  - Yamaha YZF-R1,
5. Foray - Honda CBR 1000RR.
 
vorlaufiger Meisterschaftsstand nach 10 von 16 Rennen (Top-Five):
 
1. Reiterberger  174 Pkt.
2. Nigon             148 Pkt.
3. Cudlin            133 Pkt.
4. Ranseder       113 Pkt.
5. Smrz              108 Pkt.


DTM-Mike Rockenfeller siegt bei erfolgreicher Premiere in Russland

Super Einstand für die DTM in Russland. Der erste Auftritt der populärsten internationalen Tourenwagenserie lockte am Wochenende 45.000 Fans auf den Moskau Raceway. Die Zuschauer bejubelten am Sonntag einen souveränen Sieg von Mike Rockenfeller aus Neuwied im Audi RS 5 DTM. Der Audi-Pilot, der von der Pole-Position gestartet war, überfuhr nach 74 Runden mit einem Vorsprung von 1,3 Sekunden vor seinem zweitplatzierten Markenkollegen Mattias Ekström und holte sich den historischen ersten DTM-Sieg in Russland. Als Dritter auf das Podium fuhr Augusto Farfus im BMW M3 DTM. Gary Paffett wurde mit dem DTM Mercedes AMG C-Coupé hinter Audi-Pilot Adrien Tambay Fünfter.

Das Podium von Moskau
Foto: Audi-Motorsport
Rockenfeller baute durch seinen zweiten Saisonsieg seine Gesamtführung vor Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW) aus, der auf Platz 19 zum ersten Mal in diesem Jahr ohne Punkte blieb. Der 29-jährige Rockenfeller liegt nun mit insgesamt 94 Zählern 27 Punkte vor Spengler (67), Dritter ist Gary Paffett (57). „Wenn man Champion werden will, muss man viele Punkte sammeln. Das haben wir heute getan. Am Norisring war ich zu langsam, heute hat alles gepasst. Besser kann ein Wochenende nicht sein. Erst die Pole, dann der Sieg“, sagte ‚Rocky’ über seinen insgesamt dritten DTM-Erfolg.

Der Sieger von Moskau Mike Rockenfeller baut seine Meisterschaftsführung aus
Foto: Audi-Motorsport
Über viele Runden lieferten sich Rockenfeller und Ekström ein Duell um Platz eins. Rockenfeller machte jedoch keinen Fehler, hatte letztlich am Ende die Nase vorn – und am Ende sogar seinen Konkurrenten Spengler zweimal überrundet. Farfus als Dritter wehrte sich in der Schlussphase erfolgreich gegen die Angriffe des viertplatzierten Tambay. „Mein dritter Platz ist nicht der schlechteste. Wir haben einige schwere Wochenenden hinter uns, aber hier in Russland lief es gut“, fasste der Brasilianer den Premierenauftritt seines Teams vor den Toren Moskaus zusammen.
Adrian Tambay zeigte ein starkes Rennen in Moskau
Foto: Audi-Motorsport
Der fünftplatzierte Paffett war mit seinem Ergebnis nicht unzufrieden. „Wir mussten das Beste aus Startplatz sieben machen, und das ist uns gelungen. Der Zweikampf mit Jamie Green war sauber und fair. Für den ersten Auftritt in Russland war das echt gelungen. Alle haben einen fantastischen Job gemacht. Die Tribünen waren voll und die Strecke war klasse“, sagte Paffett.

Audi-Neuzugang Jamie Green sammelte als Sechster ebenso Punkte wie Joey Hand und Dirk Werner (beide BMW) sowie Timo Scheider (Audi) und Christian Vietoris (Mercedes-Benz) auf den Plätzen sieben bis zehn.


Timo Scheider sammelte als Neunter endlich Punkte
Foto: Audi-Motorsport
Ein ungückliches Rennen erlebte der aktuelle Champion Spengler. „Mir ist Miguel Molina gleich zu Beginn ins Auto gefahren, damit war mein Rennen kaputt. Ich habe alles versucht, aber das Auto war zu krumm. Manchmal enden Rennen anders, als man es erwartet hatte“, sagte der Kanadier.
Ergebnis des Rennens in Moskau (Top-Five):
 
1. Mike Rockenfeller Audi Team Phönix
2. Mattias Eckström Audi Team Abt Sportsline
3. Augusto Farfus BMW Team RBM
4. Adrian Tambay Audi Team Abt
5. Gary Paffett  EURONICS Mercedes AMG
 
 
Meisterschaftsstand nach sechs Rennen (Top Five):
 
1. Mike Rockenfeller   94 Pkt.
2. Bruno Spengler       67 Pkt.
3. Gary Paffett             57 Pkt.
4. Christian Vietoris     56 Pkt.
5. Augusto Farfius       48 Pkt.

Sonntag, 4. August 2013

DTM – Moskau starkes Qualifying von Audi

  • Zwei Audi RS 5 DTM auf dem Moscow Raceway in Startreihe eins
  • Tabellenführer Mike Rockenfeller auf dem besten Startplatz
  • Auch Mattias Ekström in Reihe eins
Mike Rockenfeller fährt auf Startplatz eins in Moskau
Foto: DTM-Media

Auf der rund 80 Kilometer nordwestlich von Moskau gelegenen neuen DTM-Rennstrecke hinterließen die Audi RS 5 DTM von Anfang an einen starken Eindruck. Im Freien Training am Vormittag fuhren sieben Audi-Piloten in die Top acht, am Nachmittag holten Tabellenführer Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Phoenix und Mattias Ekström im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline die beiden besten Startpositionen für Audi.
 
Entscheidend war auf dem 2,555 Kilometer langen Moscow Raceway ausnahmsweise der dritte Abschnitt des Zeittrainings. Das Einzelzeitfahren der besten vier musste kurzfristig aus Sicherheitsgründen gestrichen werden, weil der Rettungshubschrauber keine Starterlaubnis mehr hatte. Mit der absolut schnellsten Zeit des Tages (58,423 Sekunden) sicherte sich Mike Rockenfeller zum zweiten Mal in dieser Saison Startplatz eins. Für Audi war es die insgesamt 70. Pole-Position in der DTM.



Mattias Eckström zeigt es allen auf der Strecke
Foto: Audi-Motorsport
 
Mattias Ekström gelang mit Startplatz zwei das bisher beste Trainingsergebnis der Saison. Der Schwede schaffte erstmals in diesem Jahr den Sprung unter die besten vier. Sein Teamkollege Jamie Green verpasste die Top vier mit seinem Red Bull Audi RS 5 DTM als Fünfter nur knapp.
 
Auch der drittplatzierte Farfus zeigte sich mit dem Qualifying im Nordwesten Moskaus sehr zufrieden: „Wir haben einige Veränderungen am Auto vorgenommen, die sich ausgezahlt haben. Der Abstand zu den anderen war sehr klein. Im Rennen wird es beim Start sicher sehr eng. Da gilt es, gut rauszukommen." Von den Plätzen fünf und sechs gehen der Brite Jamie Green (Audi) und Dirk Werner (BMW) in das erste DTM-Rennen in Russland.
 
Spengler vor Farfus im Training auf dem Moscow Raceway
Foto: BMW-Motorsport
 
Der DTM-Champion von 2005, Gary Paffett, fuhr mit dem DTM Mercedes AMG C-Coupé auf Position sieben. „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Ein Ziel war es, bester Mercedes-Benz-Pilot zu werden, das hat geklappt. Das andere Ziel, ganz vorn zu sein, leider nicht. Aber das Rennen ist lang, und da kann viel passieren", sagte Paffett. Die drei Mercedes-Benz-Piloten Pascal Wehrlein, Daniel Juncadella und Christian Vietoris komplettierten auf den Plätzen acht, neun und zehn die Top-Ten.
 
Mattias Eckström
Foto: Audi-Motorsport
 
Der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock verpasste erstmals seit seinem DTM-Einstieg den Sprung in die zweite Qualifikationsrunde und beginnt das Rennen von Platz 17. Robert Wickens (Mercedes-Benz) aus Kanada, der am Norisring Zweiter wurde, musste sich mit Startplatz 18 zufrieden geben.

Bruno Spengler am Moscow-Raceway
Foto: BMW-Motorsport

GT-Masters Mercedes-Benz-Sieg durch Buhk/Götz am Nürburgring

  • Erster Saisonerfolg für Mercedes-Benz auf dem Nürburgring
  • Maximilian Buhk und Maximilian Götz feiern ersten gemeinsamen Sieg
  • Corvette-Doppelsieg in der Gentleman-Wertung
Siegerpodest Sonnabendrennen vom Nürburgring
Foto: ADAC

Maximilian Buhk  und ADAC GT Masters-Titelverteidiger Maximilian Götz (Polarweiss Racing) erleben eine der besten Wochen ihres Lebens: Am vergangenen Sonntag gewannen die beiden Mercedes-Benz-Piloten gemeinsam mit Bernd Schneider die 24h von Spa. Sechs Tage später feiern Buhk und Götz gemeinsam im Mercedes-Benz SLS AMG auf dem Nürburgring, rund 100 km von Spa entfernt, ihren ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters. Götz/Buhk siegten in der Eifel mit 2,6 Sekunden Vorsprung auf den ehemaligen Formel 1-Piloten Markus Winkelhock, der sich über seine bisher beste Platzierung im ADAC GT Masters freuen durfte, und Christer Jöns (Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Den Erfolg für Mercedes-Benz machten Sergey Afanasiev und Andreas Simonsen (Polarweiss Racing) in einem weiteren Flügeltürer-Mercedes als Dritte perfekt. „Ich hoffe, dass wir auf unserer Erfolgswelle weiter schwimmen können", jubelte FIA GT3-Europameister Buhk nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg.


Corvette-Dreher verhilft Mercedes-Benz zum ersten Saisonsieg
 
Den Weg zum Sieg von Buhk/Götz ebnete ein Patzer von Corvette. In der ersten Rennhälfte lag Polesetter Diego Alessi gefolgt von Andreas Wirth, beide Callaway Competition) in seiner Corvette Z06 an der Spitze. Nach dem Fahrerwechsel von Alessi auf Daniel Keilwitz und Wirth auf Christian Hohenadel erlaubte sich Hohenadel einen Fehler. Nach einem Kontakt mit Keilwitz in der ersten Kurve drehten sich beide Corvette. Als lachender Dritter übernahm Götz im Mercedes-Benz SLS AMG die Führung und fuhr unbedrängt seinem ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters entgegen. Auf dem Weg zum Sieg mussten Götz/Buhk aber noch zittern. Bei einem Überholmanöver von Götz vorbei am Ford GT von Dominik Schwager, der mit einem beschädigten Vorderreifen unterwegs war, gab es einen Kontakt zwischen dem Mercedes-Benz und dem Ford. Die Sportkommissare bewerteten den Zwischenfall als Rennunfall, die Mercedes-Benz-Piloten konnten über den Sieg jubeln.
Startphase Sonnabendrennen Nürburgring
Foto: ADAC

„Ich konnte meine Führung kontrollieren und habe versucht, den Abstand auf Markus Winkelhock immer gleich zu halten, in den letzten Runden hat er aber noch richtig Druck gemacht", beschreibt Götz den Weg zu seinem zweiten ADAC GT Masters-Sieg. „Der Kontakt mit Dominik Schwager tut mit sehr leid, aber ansonsten ist unser Rennen perfekt gelaufen. Unser Boxenstopp war super und Max hat mit einem guten Start den Grundstein zum Sieg gelegt." Für Buhk war es der erste Sieg im ADAC GT Masters: "Ich hatte einen guten Start und saß dann hinter den beiden Corvette fest und kam nicht vorbei, obwohl ich schneller war. Ich wollte keinen unüberlegten Angriff starten und schließlich haben uns die Corvette selbst den Gefallen getan, uns den Weg zum Sieg frei zu machen."

Mit einer perfekten Taktik landeten Markus Winkelhock und Christer Jöns auf dem zweiten Rang. Die Audi-Piloten stoppten erst spät zum Fahrerwechsel und machten damit Position um Position gut. Nach dem Fahrerwechsel ging Winkelhock als Zweiter zurück auf die Strecke.
„Ich bin jede Runde wie im Qualifying gefahren, aber ich hatte keine Chance den Mercedes noch einzuholen", so Winkelhock. Sergey Afanasiev/Andreas Simonsen fuhren mit ebenfalls taktisch kluger Fahrt in einer packenden zweiten Rennhälfte ihr bestes Saisonergebnis ein und machten den Triumph für Polarweiss Racing auf Rang drei perfekt.

Nach dem Dreher zur Rennmitte beendeten Alessi/Keilwitz das Rennen noch als Vierte vor den beiden Porsche 911 von Mario Farnbacher (21, Ansbach)/Philipp Frommenwiler (Farnbacher Racing) und Michael Christensen /Robert Renauer (Tonino by Herberth Motorsport). Max Sandritter und Jörg Müller (PIXUM Team Schubert) steuerten den schnellsten BMW Z4 auf Rang sieben. Die Tabellenführer und Sieger beim vorherigen ADAC GT Masters-Wochenende auf dem Sachsenring, Christopher Mies und René Rast (Prosperia C. Abt Racing), belegten Rang 10 und sammelten so noch einen Meisterschaftszähler.

Buhk/Götz führen am Nürburgring
Foto ADAC


Corvette-Doppelsieg in der Amateurwertung durch Seiler/Bleekemolen
 
In der Gentlemen-Wertung führte auf dem Nürburgring kein Weg an den Corvette Z06.R vorbei. Nach dem Start lagen die Schweizer Corvette-Piloten Remo Lips und Toni Seiler (beide Callaway Competition) an der Spitze. Nach dem Fahrerwechsel drehte sich die Reihenfolge. Jeroen Bleekemolen , der Teamkollege von Seiler, übernahm die Führung und stellte für seinen Schweizer Teamkollegen souverän den Sieg in der Gentlemen-Wertung sicher. Rang zwei ging an Remo Lips, der von ADAC Stiftung Sport Förderpilot Lennart Marioneck  unterstützt wurde. Christina Nielsen und Sean Edwards (Farnbacher Racing) komplettierten im Porsche 911 das Podium in der Gentlemen-Wertung.
 
Ergebnis Rennen 1 Nürgurgring (Top-Five):
1. M. Buhk/M. Götz (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
2. C. Jöns/M. Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
3. A. Simonsen/S. Afanasiev (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. D. Alessi/D. Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
5. M. Farnbacher/P. Frommenwiler (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),