Sonntag, 26. Juli 2026

Weltpremiere in der DTM: Bortolotti holt ersten Sieg für neuen Lamborghini Temerario

  • Italiener feiert auf dem Bördekurs ersten DTM-Erfolg seit 2024
  • Maro Engel baut mit Platz zwei seine Tabellenführung aus
  • 55.100 Besucher beim fünften DTM-Stopp in Oschersleben

Mirko Bortolotti holt den ersten Sieg für den neuen Lamborghini Temerario
Foto: Jens Hawrda

Riesenjubel bei Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) und Lamborghini: Der Italiener gewann den Sonntagslauf in Oschersleben nach einer taktisch klugen und fahrerisch starken Vorstellung. Bortolotti war von Startplatz sechs aus ins Rennen gegangen und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Es war sein erster DTM-Erfolg seit knapp zwei Jahren – und zugleich der Premierensieg des neuen Lamborghini Temerario GT3. „Den weltweit ersten Sieg des neuen Lamborghini Temerario zu holen, macht mich unglaublich stolz. Und das in der stärksten Rennserie, in der das Fahrzeug zum Einsatz kommt. Diesen Erfolg widme ich meinem verletzten Teamkollegen Maximilian Paul“, sagte ein überglücklicher Bortolotti. „Wir hatten eine super Strategie, aber auch ich habe auf der Strecke den Unterschied gemacht.“ Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) belegte Platz zwei und baute damit seine Tabellenführung aus. Thomas Preining (A/Manthey) beendete den zehnten Meisterschaftslauf im Porsche 911 GT3 R als Dritter. Insgesamt 55.100 Besucher verfolgten das fünfte Rennwochenende der DTM in der Magdeburger Börde.

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 10 von 16

  • Streckenlänge: 3.667 Meter
  • Wetter: 28 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 #91), 1:22,400 Minuten
  • Sieger: Mirko Bortolotti (TGI Team by GRT, Lamborghini Temerario GT3 #63)
  • Schnellste Runde: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 1:24,188 Minuten

Das Sonntagsrennen in Oschersleben kontrollierte zunächst Pole-Setter Preining. Dahinter folgten Lamborghini-Pilot Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) und Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) auf den Rängen zwei und drei. Bortolotti und Engel waren zu diesem Zeitpunkt Sechster beziehungsweise Siebter. Den ersten der beiden Pflicht-Boxenstopps absolvierte Bortolotti als letzter Fahrer – und diese Taktik zahlte sich aus: Der Italiener kehrte hinter dem führenden Preining als Zweiter auf die Strecke zurück, unmittelbar vor Engel, der dank eines schnellen Reifenwechsels ebenfalls Boden gutmachen konnte.

Spektakuläre Szenen sahen die Zuschauer auf den vollbesetzten Tribünen in Oschersleben beim zweiten Boxenstopp, als sich die Top Drei gleichzeitig neue Pirelli-Slicks holten. Spitzenreiter Preining verlor dabei gegenüber seinen Konkurrenten mehr als zwei Sekunden. Dadurch übernahm Bortolotti vor Engel die Führung, die er bis ins Ziel auf über drei Sekunden ausbauen konnte. Hinter dem zweitplatzierten Engel rettete Preining Rang drei vor dem bis zum Schluss attackierenden BMW-Piloten Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) ins Ziel. Engstler wurde in einem weiteren Lamborghini Temerario GT3 Fünfter.

Maini sicherte sich im Ford Mustang GT3 Platz sechs, Kelvin van der Linde (ZA) steuerte den zweiten BMW M4 GT3 Evo des heimischen Teams Schubert Motorsport auf Position sieben. Ricardo Feller (CH/Manthey) beendete das zehnte Saisonrennen der DTM im Porsche 911 GT3 R auf Rang acht, Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) wurde Neunter. Als bester Ferrari-Pilot komplettierte Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) die Top Ten.

Weitere Stimmen zum Rennen

Maro Engel: „Unsere Strategie und die schnellen Boxenstopps waren entscheidend für den Sprung auf den zweiten Platz. Ich freue mich riesig über unser erfolgreiches Wochenende. In der Schlussphase war ich froh, dass Marco Wittmann und Thomas Preining hinter mir so intensiv miteinander gekämpft haben. Das hat mir ein bisschen Luft verschafft.“

Thomas Preining: „Ich wollte unbedingt gewinnen, aber solche Fehler wie beim Boxenstopp können leider immer mal passieren. Trotz Platz drei war es ein mega Wochenende für uns. Wir haben wahnsinnig viele Punkte gesammelt und einen großen Schritt zurück im Titelkampf gemacht.“

Ergebnis, 10. Meisterschaftslauf, Oschersleben (Top-Five)

1. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT)

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +3,027 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey), +3,431 Sekunden

4. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +3,640 Sekunden

5. Luca Engstler (D/Red Bull Team Abt), +5,467 Sekunden


ADAC GT4 Germany: Erste Pole-Position für Lucas Cartelle im Toyota

Erstmals seit 2022 beginnt ein Toyota GR Supra GT4 ein Rennen der ADAC GT4 Germany vom ersten Startplatz aus. Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei weitere Marken auf den ersten fünf Positionen.

Lucas Cartelle, Toyota GR Supra GT4
Foto: Jens Hawrda

Starke Leistung von Lucas Cartelle (18/BEL) in der Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Mit einer Zeit von 1:29,767 Minuten sicherte sich der Youngster im Toyota GR Supra GT4 die Pole-Position. „Es fühlt sich natürlich klasse an, das Rennen vom ersten Startplatz aus beginnen zu können. Das ist auf jeden Fall eine super Ausgangslage. Es gilt, die Konzentration hoch zu halten und den Fokus nicht zu verlieren“, so Cartelle, der zusammen mit Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) antritt. „Gestern hatten wir uns im Verlauf des Rennens etwas schwer getan. Wir haben am Abend und heute Morgen aber viel am Auto gearbeitet. Ich denke, uns ist ein Schritt gelungen. Wir freuen uns schon sehr auf das Rennen und hoffen, um das Podium kämpfen zu können.“

Für Cartelle ist es die erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany und für Toyota die zweite, nach dem Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring. Mit einem Rückstand von 0,644 Sekunden ging Startplatz zwei in Oschersleben an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Sylvestersson saß während der Qualifikation im BMW M4 GT4 und schaffte eine persönliche Bestzeit von 1:30,411 Minuten. Die dritte Position erzielten mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) die Sieger des Samstagsrennen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 lagen sie 0,689 Sekunden zurück.

Vierte wurden Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport), denen in einem weiteren BMW 0,860 Sekunden auf die Spitze fehlten. Die Top Fünf komplettierten Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im bestplatzierten Porsche 718 Cayman GT4. 

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:10 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de


DTM Doppel-Pole: Preining-Show in Oschersleben geht weiter

Thomas Preining lässt in Oschersleben nichts anbrennen: Der Porsche-Pilot fuhr am Sonntagmorgen im Qualifying zum zehnten Meisterschaftslauf erneut die Bestzeit und sicherte sich mit 1:22,400 Minuten seine zweite Pole-Position des Wochenendes. Damit bestätigte der Österreicher eindrucksvoll seine starke Form auf dem Bördekurs und geht als Favorit ins Sonntagsrennen.

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R holt auch am Sonntag die Pole
Foto: Jens Hawrda

"Das Wochenende läuft bisher einfach überragend! Die Rennen am Sonntag sind mit den zwei Boxenstopps allerdings völlig anders als die Samstagsläufe. Dazu könnte es noch regnen. Wir sind als Team aber gut vorbereitet, ich freue mich auf das Rennen", sagte Preining, der zum siebten Mal von Platz eins aus in ein DTM-Rennen startet. Luca Engstler bewies erneut, dass ihm die kurvenreiche Strecke in Oschersleben sehr gut liegt und beendete das Zeittraining im Lamborghini Temerario GT3 wie bereits am Samstag auf Rang zwei. Allen Grund zur Freude hatte Marco Wittmann: Nach einer bislang durchwachsenen Qualifying-Bilanz fuhr der BMW-Pilot beim Heimspiel seines Teams Schubert Motorsport die drittschnellste Rundenzeit. "Nach dem Ausfall am Samstag ist es umso schöner, dass wir nochmal einen Schritt nach vorne machen konnten und ganz vorne mitfahren. Gesundheitlich bin ich ein wenig angeschlagen, vor dem Wochenende habe ich rund fünf Kilogramm verloren. Sobald ich aber im Cockpit sitze und das Adrenalin spüre, bin ich voll im Tunnel. Wir wollen als Team bei unserem Heimspiel ein Top-Ergebnis holen", versprach der Fürther. Neben Wittmann steht Ford-Fahrer Arjun Maini als Vierter in der zweiten Startreihe, Tabellenführer Maro Engel komplettierte im Mercedes-AMG GT3 die Top Fünf.

Preining war auch beim Zeittraining am Sonntagmorgen auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs bei Magdeburg der dominierende Fahrer. Gut drei Minuten vor Schluss setzte er sich an die Spitze des Klassements, wenig später erzielte er die Bestzeit. Wittmann fuhr kurz danach auf Platz zwei, wurde jedoch von Engstler in dessen letzter Runde noch verdrängt.

Ergebnis Qualifikation, 10. Saisonlauf, Oschersleben (Top Five)

  1. Thomas Preining (A/Manthey), 1:22.400 Minuten
  2. Luca Engstler (D/Red Bull Team Abt), +0.105 Sekunden
  3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +0.150 Sekunden
  4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +0.222 Sekunden
  5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0.244 Sekunden

Quelle: dtm.com

Samstag, 25. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Aston Martin feiert Start-Ziel-Sieg in Oschersleben

  • Zweiter Laufsieg 2026 für Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok
  • Bestes Saisonergebnis für Mercedes-AMG durch Platz zwei für Fellner-Feldegg/Böckmann
  • Piana/Sylvestersson komplettieren im BMW das Podium

Springob/Gogollok hohlen sich ihren zweiten Laufsieg 2026
Foto: Jens Hawrda

Volle Zuschauerränge, packende Zweikampf-Action und Dramatik bis zur allerletzten Kurve. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben bot nicht nur Unterhaltung der Extraklasse, sondern sah auch Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern auf dem Podest. Es triumphierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo konnte somit den zweiten Saisonsieg 2026 für sich verbuchen. Platz zwei ging knapp geschlagen an Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die sich im BMW M4 GT4 somit auf Platz zwei in der Tabelle verbesserten.

Springob startete das Rennen bereits von der Pole-Position aus und war auch der Pilot der ersten Rennhälfte. Bis zum obligatorischen Boxenstopp konnte er einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden auf den Rest des Feldes herausfahren. Dahinter ging es jedoch heftig zur Sache. Youngster Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4 sowie die beiden Routiniers Böckmann und Piana kämpften sehenswert um die beste Verfolger-Position. Zu Rennhalbzeit wurden dann unterschiedliche Strategien angewandt. Schwartz und Piana kamen gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters zum Wechsel auf Lucas Cartelle (18/BEL) bzw. Benjamin Sylvestersson herein, während Böckmann erst ganz zum Ende auf Teamkollege Fellner-Feldegg übergab.

Dieser Coup zahlte sich für Prosport Racing aus. Fellner-Feldegg konnte die zweite Position übernehmen und so Druck auf den führenden Philipp Gogollok aufbauen, der für Springob in den Aston Martin gestiegen war. Beide rückten im weiteren Rennverlauf immer dichter zusammen und begeisterten in einem fulminanten Duell die zahlreichen Fans an der Strecke. Letztendlich blieb die Reihung aber bestehen und Gogollok überquerte mit einem Vorsprung von knappen 0,358 Sekunden als Erster die Ziellinie. Er siegte damit zusätzlich auch in der Junior-Wertung.

Auch um den letzten Platz auf dem Podium entbrannte zu Rennende ein toller Zweikampf zwischen BMW-Pilot Sylvestersson und Cartelle im Toyota, den der M4 GT4-Pilot für sich entschied. Fünfte wurden im Mercedes-AMG Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) beim Heimspiel von BWT Mücke Motorsport. Schmied gewann damit auch die Rookie-Wertung. Rang sechs sicherten sich Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 somit die Tabellenspitze verteidigen konnten.

Auf Platz acht fuhren Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, alle BMW). Die Top Zehn komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Der Triumph in der PRO-AM-Wertung ging an Daniel Drexel (25/AUT) und Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel, beide Razoon - more than Racing) im BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM

„Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM

„Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz zwei für Prosport Racing

„Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing

„Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“

Gabriele Piana – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“

Benjamin Sylvestersson – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“


DTM: Preining nicht zu stoppen - Österreicher triumphiert erstmals in Oschersleben

  • Porsche-Pilot mit souveränem Start-Ziel-Sieg auf dem Bördekurs
  • Luca Engstler feiert als Zweiter ersten Podiumsplatz in dieser Saison
  • Maro Engel übernimmt nach Rang drei erneut die Tabellenführung

Thomas Preining (Porsche) vor Maro Engel (Mercedes) und Luca Engstler (Lamborghini)
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining (A/Manthey) räumt in Oschersleben bislang alles ab. Nach der Bestzeit im Freien Training und der Pole-Position im Qualifying krönte der 28-Jährige am Samstag einen bisher dominanten Auftritt mit seinem ersten DTM-Sieg auf dem Bördekurs. Preining gab in seinem Porsche 911 GT3 R im neunten Meisterschaftslauf von der ersten Runde an den Ton an und behauptete seine Führung souverän bis ins Ziel. „Wir wollen um den Titel kämpfen, daher war dieser Sieg super wichtig für uns. Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Denn das richtige Timing für den Boxenstopp ist in Oschersleben entscheidend, weil man auf dieser engen Strecke schnell in den Überrundungsverkehr gerät. In der Schlussphase ist Luca Engstler immer dichter an mich herangekommen, da war höchste Konzentration gefragt“, sagte der Österreicher nach seinem insgesamt neunten DTM-Erfolg. Mit einem Rückstand von 1,601 Sekunden belegte Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) Rang zwei. Damit stand der Lamborghini-Pilot in dieser Saison erstmals auf dem Treppchen. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) wurde Dritter und übernahm damit die Tabellenführung in der DTM.

  • Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 9 von 16
  • Streckenlänge: 3.667 Meter
  • Wetter: 28 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 #91), 1:21,862 Minuten
  • Sieger: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 #91)
  • Schnellste Runde: Bastian Buus (Land-Motorsport, Porsche 911 GT3 R #29), 1:23,643 Minuten

Preining kontrollierte als Pole-Setter von Beginn an das Geschehen auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs bei Magdeburg. Hinter dem Porsche-Werksfahrer konnte sich Engel nach einem starken Start an Engstler vorbeischieben und übernahm Platz zwei. Auf den Rängen vier und fünf folgten Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) und Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport). Der McLaren-Pilot schied jedoch kurze Zeit später nach einer Kollision aus. Seine Position übernahm Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) im Lamborghini Temerario GT3.

Bis zu seinem Pflicht-Boxenstopp im 21. Umlauf hatte Preining einen Vorsprung von rund zwei Sekunden herausgefahren und ging nach einem fehlerlosen Reifenwechsel wieder als Führender auf die Strecke. Engel stoppte zur gleichen Zeit, verlor an der Box allerdings wertvolle Sekunden. Das nutzte Engstler aus, der sich eine Runde zuvor neue Pirelli-Slicks geholt hatte: Der 26-Jährige überholte den Mercedes-AMG-Piloten mit seinen bereits angewärmten Reifen. Danach machte der Kemptener etwas Boden auf den führenden Preining gut, konnte den Spitzenreiter jedoch nicht gefährden. Auch Bortolotti schloss im letzten Renndrittel zu dem vor ihm auf Platz vier liegenden Auer auf, kam jedoch nicht in Schlagdistanz, um eine entscheidende Attacke zu starten. Nach 40 Runden wurde Preining als Sieger abgewunken und ist damit der dritte DTM-Fahrer, der in dieser Saison bereits zwei Läufe gewinnen konnte. Hinter Engstler und Engel folgten Auer und Bortolotti auf den Rängen vier und fünf.

Eine starke Aufholjagd gelang Arjun Maini (HRT Ford Racing). Der Inder verbesserte sich um sechs Positionen und wurde im Ford Mustang GT3 Sechster. Kelvin van der Linde (ZA) machte im BMW M4 GT3 Evo sogar acht Plätze gut und belegte beim Heimspiel seines Teams Schubert Motorsport Rang sieben. Der in dieser Saison oft glücklose Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) meldete sich im McLaren 720S GT3 Evo mit Platz acht in den Top Ten zurück. Bester Ferrari-Fahrer war Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) als Neunter. Ricardo Feller (CH) steuerte den zweiten Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Platz zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Luca Engstler: „Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, was im ersten Jahr mit einem völlig neuen Fahrzeug auch zu erwarten war. Als Team haben wir Rennen für Rennen einen Schritt nach vorne gemacht und endlich gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können. Ich kenne Oschersleben seit meiner Kindheit, habe hier die Rennen meines Vaters verfolgt, meinen ersten DTM-Sieg geholt und dadurch eine besondere Verbindung zur Strecke.“

Maro Engel: „Ein Podiumsplatz in der DTM ist immer ein super Ergebnis. Dazu sind wir nach einer bisher starken Saison zurück an der Tabellenspitze. Aber natürlich ärgert es mich, dass wir den zweiten Platz nicht ins Ziel gebracht haben. Fehler wie beim Boxenstopp können allerdings passieren. Für uns geht es darum, solche Dinge abzustellen und am Sonntag wieder anzugreifen.“

Ergebnis, 9. Meisterschaftslauf, Oschersleben (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey)

2. Luca Engstler (D/Red Bull Team Abt), +1,601 Sekunden

3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +5,040 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,744 Sekunden

5. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +6,180 Sekunden