Donnerstag, 25. September 2025

IDM Sportbike: Luis und Leo Rammerstorfer im Doppelpack

In Hockenheim wird zum Saisonende alles aufgefahren, was möglich ist. Freudenberg RORA-PALIGO Racing verstärkt für das Final-Wochenende das IDM Sportbike-Team und aktiviert Leo Rammerstorfer als Gastfahrer. Er ist der große Bruder von Luis Rammerstorfer, der zuletzt überraschend auf dem Nürburgring ein Rennen gewann.

Der 21-jährige Österreicher ist im Freudenberg-Team kein unbeschriebenes Blatt. Vor drei Jahren ging er in der IDM Supersport 300 für die Crew aus Sachsen an den Start und gewann zwei Saisonrennen. Mittlerweile fährt er in der heißumkämpften FIM JuniorGP-Weltmeisterschaft. In der Gesamtwertung liegt er auf dem 13. Platz und es stehen noch zwei Veranstaltungen auf dem Terminkalender.

Teamchef Carsten Freudenberg freut sich, dass der blondgelockte Leo den Helm am Wochenende in der IDM aufsetzt: „Leo als Gastfahrer in unserer Box zu begrüßen – das ist nicht nur für ihn ein schönes Comeback, sondern auch für seinen Bruder Luis eine zusätzliche Motivation.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Mittwoch, 24. September 2025

IDM Sportbike: Svendsen kämpft um den Titel, De Vits im Team

Oliver Svendson will den Titel holen
Foto: Jens Hawrda

Mit einer klaren Mission reist das Triumph Germany Racing Team zum großen Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf den Hockenheimring: Oliver Svendsen soll den Meistertitel holen – und als erster Champion der neu eingeführten IDM Sportbike-Klasse in die Geschichtsbücher eingehen.

Die Hoffnungen ruhen auf dem 21-jährigen Dänen, der die Gesamtwertung lange anführte. Doch ein Trainingssturz in der Sommerpause und die damit verbundenen Verletzungen kosteten ihn zwei Rennwochenenden und satte 50 Punkte. Aus einer komfortablen Führung wurde binnen kürzester Zeit ein Nullpolster. Nach seiner Rückkehr und einem hochemotionalen Rennspektakel auf dem Nürburgring liegt Svendsen nun vor dem großen Showdown mit nur fünf Zählern Rückstand auf Tabellenführer Inigo Bravo-Iglesias (Wematik Racing by RT Motorsports) auf Platz zwei. Der Titelkampf bleibt damit völlig offen.

Leicht wird das Finale jedoch nicht: Svendsen fährt nach mehrfachen Brüchen von Schien- und Wadenbein noch nicht wieder bei voller Kraft. „Ich habe in den letzten Wochen so hart gearbeitet, dass ich so schnell wie möglich wieder fahren kann und noch Chancen auf den Titel habe. Nun ist es soweit. Ich habe für meine Genesung alles getan, was mir möglich war, bis zu diesem Wochenende – das war ich auch meinem Team schuldig“, erklärt er kämpferisch.

Teamchef Dennis Hertrampf betont, dass man alles daransetzt, Svendsen die letzten fehlenden Prozente an Unterstützung zu geben: „Wir wissen, dass er noch nicht ganz frei von Verletzungen ist. Deshalb haben wir das Bike speziell an ihn angepasst. Das Ziel ist eindeutig: Wir wollen die Nummer 1 auch in der kommenden Saison stolz präsentieren.“ Ein deutliches Bekenntnis zum Dänen – auch wenn eine Vertragsverlängerung für 2026 bislang nicht offiziell bestätigt ist.

Södergren fällt aus – De Vits übernimmt zweite Triumph

Teamkollege Anton Södergren muss auch beim letzten Saisonlauf verletzungsbedingt passen. Für ihn übernimmt der Belgier Sasha de Vits die zweite Triumph Daytona 660. Der 23-Jährige ist im IDM-Paddock kein Unbekannter – bereits 2024 ging er in der Supersport-Klasse an den Start. Zudem bringt er reichlich internationale Erfahrung mit und konnte in diesem Jahr die European SuperTwin Road Race Challenge für sich entscheiden.

De Vits könnte mit seiner Erfahrung nicht nur selbst ein starkes Finale fahren, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für Svendsen im Titelkampf leisten. Denn für das Triumph Germany Racing Team zählt in Hockenheim vor allem eines: Oliver Svendsen im Kampf um die Meisterschaft entscheidend zu stärken.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Hockenheimring: Das große Finale

Foto: Jens Hawrda

Der große Showdown ist steht bevor. Vom 26. bis 28. September gastiert die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zum großen Finale auf dem Hockenheimring. Das Brisante daran ist: In allen drei IDM-Klasse ist der Titelkampf noch völlig offen. Und es wird eine Entscheidung um Haaresbreite, wer sich am Ende des Tages als neuer Champion feiern lassen darf. Vier weitere Cup-Rennklassen im Rahmenprogramm, der ADAC Junior Cup, der Pro Superstock 1000 Cup, der Twin Cup und die belgische Meisterschaft WBB Challenge, sorgen für weitere Spannung. Viel Action mit Rennen auf höchster sportlicher Ebene, Stimmung bis zur Belastungsgrenze und charmante Angebote neben der Strecke verleihen dem Top-Act eine ganz besondere Würze.

IDM Superbike: Lukas Tulovic genügen neun Punkte

Wer holt am kommenden Wochenende die Titel? Jede Runde, jeder Überholversuch und jedes Manöver kann über Triumph oder Niederlage entscheiden. Es warten 3,692 Kilometer pro Runde im badischen Motodrom auf die Akteure.

In der Top-Klasse IDM Superbike, in der inzwischen auch die Welt-Elite immer öfter vorbeischaut, fällt die Entscheidung zwischen Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) und Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), allerdings hat Alt als einziger Honda-Fahrer im Feld eher theoretische Chancen. Wobei der 29-Jährige feststellt: „Es ist schon kurios. Einen richtigen Titelkampf zwischen uns hat es nie gegeben. Wir haben nicht ein einziges Duell miteinander ausgetragen.“

Tulovic führt die Meisterschaft auf der Ducati Panigale V4R mit 41 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Alt an und hofft, sich gleich im ersten Superbike-Lauf am Sonntagvormittag den Titel sichern zu können, „dann habe ich nach hinten raus weniger Stress.“ Ihm fehlen noch neun Punkte bis zum großen Ziel. Das heißt: Tulo muss mindestens Siebter werden, wenn Alt gewinnt. Am liebsten will er selbst mit einem Sieg vor der Kulisse glänzen. „Für Ducati ist das IDM-Finale ein wichtiger Event mit wichtigen Leuten“, weiß der Baden-Württemberger. Den dritten Platz in der Gesamtwertung machen der Este Hannes Soomer und sein Teamkollege Leandro Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW) aus Argentinien unter sich aus.

IDM Supersport: Kann Dirk Geiger den Spieß umdrehen?

Weitaus enger geht es in der kleineren Supersport-Klasse zu. Die Titelfavoriten Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) und Dirk Geiger (MCA Racing) trennen nur 15 Punkte vor den letzten beiden Rennen. Der 21-jährige Kofler gewann die Meisterschaft schon im vergangenen Jahr und hofft mit einem zweiten Titel in Folge, den Sprung in die Supersport-Weltmeisterschaft zu schaffen. „Ich habe hart dafür gearbeitet und ich fühle mich extrem fit“, macht er seinem Gegner eine Kampfansage. Der zwei Jahre ältere Geiger wiederum ist angestachelt, weil er durch eine Disqualifikation im tschechischen Most die Führung in der Meisterschaft an Kofler verlor. Das darf nicht das Ende sein. Geiger will versuchen, das Ergebnis zu drehen. Der gebürtige Mannheimer hat bisher fünf Rennen gewonnen. Der Österreicher war vier Mal siegreich.

Zum Zünglein an der Waage könnte der Belgier Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing) auf seiner Ducati werden. Auf sein Konto gehen fünf Podiumsplätze. Der momentan Gesamt-Dritte ist durchaus in der Lage, in allen Berechnungen dazwischenzufunken. In der IDM Supersport gibt es somit ein Rennen zwischen den Marken Yamaha, Honda und Ducati sowie zwischen einem Österreicher, einem Deutschen und einem Belgier.

IDM Sportbike: Nervenkitzel bis zum Anschlag

In der 2025 neu eingeführten IDM Sportbike hat sich die Lage extrem zugespitzt. Ein folgenschwerer Waden- und Schienbeinbruch von Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) bei einer privaten Veranstaltung stellte die Meisterschaft beim vorletzten Rennen völlig auf den Kopf. In Assen humpelte der bis dahin Führende durchs Fahrerlager und musste tatenlos zusehen, wie sein schärfster Rivale Iñigo Iglesias Bravo (Wematik Racing by RT Motorsports) aufs Podium fuhr und die Meisterschaft wieder völlig offen war.

Nur drei Wochen später meldete sich Svendsen auf dem Nürburgring eindrucksvoll im Sattel seiner Triumph Daytona 660 zurück. Punktgleich mit Iglesias startete er ins Rennwochenende. Das Ergebnis des ersten Laufes: Sieg für Iglesias, Platz zwei für Svendsen. Im zweiten Rennen blieb Svendsen ohne Wertung, doch anstatt jetzt die Tabellenführung komfortabel auszubauen, wurde Iglesias von einem Motorschaden gestoppt. Nun trennen die Konkurrenten aus Spanien und Dänemark gerade einmal fünf Punkte – und alles läuft auf ein äußerst nervenaufreibendes Finale hinaus. In Hockenheim brennt die Luft.

Weitgehend geplatzt sind die Titelchancen des Tschechen Petr Svoboda (WRP Racing). Der Aprilia-Fahrer stürzte auf dem Nürburgring, brach sich die Ferse und fehlte in beiden Rennen. Das warf ihn schwer zurück. Seinen dritten Platz in der Gesamtwertung gegen Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing) auf der Triumph Daytona 660 und Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz 13) auf der Yamaha R7 kann er aufgrund seiner Verletzung im IDM Saisonfinale in Hockenheim nicht verteidigen.

IDM 2025: Fan-Walk und Probefahrten

Im badischen Motodrom gibt es auch abseits der Rennstrecke einiges zu sehen, angefangen bei den Merchandising-Ständen bis hin zu Probefahrten der neuesten Modelle von verschiedenen Herstellern wie Ducati, Honda und Kawasaki. Am besten schon im Vorfeld im Internet den gewünschten Termin buchen, Motorradbekleidung und Führerschein mitbringen und los geht´s.

Drei Tage lang wird der Hockenheimring zum Epizentrum der IDM – mit Hochspannung, Leidenschaft, Racing-Action auf höchstem Niveau und unvergesslichen Fan-Momenten.

Jedes Eintrittsticket beinhaltet ein Rund-um-Erlebnis und als Sahnehäubchen obendrauf auch den exklusiven Zugang ins Fahrerlager und zum Fan-Walk vor den Boxen. IDM bedeutet nämlich auch: mittendrin sein statt nur dabei!

Und das alles bei 10,00 Euro für das Freitagsticket, 30,00 Euro als Samstagseintritt und 40,00 Euro für den Sonntag. Clever sparen lässt sich mit dem Wochenendticket für 55,00 Euro. Es gilt für alle Tage. Für Jugendliche bis 14 Jahren ist der Eintritt frei.

Dienstag, 23. September 2025

IDM Superbike: Lukas Tulovic zwischen den Stühlen

Lucas Tulovic
Foto: Jens Hawrda

Lukas Tulovic führt die Meisterschaftswertung in der IDM Superbike an und will auf Ducati den Titel gewinnen. Die Chancen auf den Einstieg in die Superbike-WM sind dennoch mittlerweile gedämpft. Ein Erfolgserlebnis möchte sich der 25-Jährige jedoch gönnen. Am Sonntag, dem 21. September 2025, versucht er den 41. Baden-Marathon in Karlsruhe zu überstehen.

Für das IDM-Finale in Hockenheim ist Tulovic vorbereitet. Nach den Rennen auf dem Nürburgring war er bei den Hafeneger-Trainings als Instruktor tätig. Danach war er bei einer Ducati-Veranstaltung in Oschersleben im Einsatz und als Sky-Kommentator für die MotoGP im Studio München.

Tulovic führt die IDM Superbike-Wertung mit 41 Punkten Vorsprung vor Florian Alt an. Noch neun Punkte, dann hat der Baden-Württemberger den Titel in der Tasche. „Dafür ist er geholt werden“, hatte Matthias Moser, der Teamchef von Triple M Racing Ducati Frankfurt bereits zum Saisonbeginn gesagt. Mit ihm zusammen war Tulo Ende Juli bei der Superbike-WM am Balatonring um zu checken, was als nächstes kommen könnte. Der Schritt in die WM wäre logisch. „In Most lag ich im Qualifying 1,5 Sekunden hinter der schnellsten Zeit aus der Superpole in der WM“, sagt Tulovic, der auf der Ducati Panigale V4R mittlerweile sieben Siege mit teilweise unmissverständlichem Vorsprung errungen hat. Moser wäre durchaus bereit, die Karriere von Tulovic auch in der WM zu unterstützen. Für ihn ist er einer der Schnellsten, die es gibt. Dazu sieht er den Vorteil, dass Tulovic noch jung ist.

Doch das Barometer schlägt nicht aus wie gedacht. „Aktuell gehe ich nicht davon aus, dass ich 2026 in der Superbike-WM fahre“, berichtet Tulovic und fügt hinzu, „wie es aussieht, haben meine Leistungen nicht gereicht. Es liegt jetzt nicht in meiner Hand, wie es weitergeht.“ Die Hoffnung, dass sich noch eine Möglichkeit ergibt, schwindet nicht.

Sportlich ist Tulovic durchtrainiert. Am 21. September läuft er den ersten offiziellen Halbmarathons seines Lebens. Die Distanz ist genau 21,0975 Kilometer lang, was der Hälfte der Distanz eines Marathons entspricht. Etwa 8.000 Teilnehmer werden laut Tulovic erwartet. „Ich bin die Distanz zu Trainingszwecken schon gelaufen, aber noch nie bei einem Event. Mir haben die Achillessehne oder der Meniskus immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber jetzt bin ich voll fit und ich probiere das mal aus.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Wildcard Challenge ermöglicht Gaststart bei der IDM

  • Pilotprojekt zur Unterstützung talentierter Motorradrennfahrer
  • Insgesamt sieben Fahrer qualifiziert für IDM-Teilnahme
  • Teilnahme findet bei Saisonfinale in Hockenheim statt

Foto: Jens Hawrda

Der ADAC hat in diesem Jahr ein einzigartiges Pilotprojekt ins Leben gerufen, das talentierte Motorradrennfahrer unterstützt und ihnen den Zugang zum lizenzierten Rennsport erleichtert: die ADAC Wildcard Challenge. In Kooperation mit drei privaten, lizenzfreien Renntrainingsveranstaltern in Deutschland konnten sich Fahrer um einen Gaststart in der Klasse Pro Superstock 1000 der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) bewerben. Sieben Fahrer haben sich qualifiziert und sind am letzten September-Wochenende (27. bis 28.09.) beim Finale auf dem Hockenheimring mit von der Partie.

Mit dem Pilotprojekt eröffnet der ADAC ambitionierten Hobbypiloten einen einfachen und unkomplizierten Einstieg, um erste Erfahrungen im lizenzierten Rennsport zu sammeln. Zur Unterstützung gehört auch ein von Pirelli bereitgestelltes Reifenpaket. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb unter den Trainingsveranstaltern des German Moto Masters, des Regio Cups und der Internationalen Bike Promotion-Meisterschaft. Bei den Events dieser Veranstalter mussten als Voraussetzung für die Qualifikation vorab festgelegte Rundenzeiten erreicht werden, die auf den bisherigen Ergebnissen aus dem Pro Superstock 1000 basieren.

Nick Eiberger (Kawasaki) aus dem baden-württembergischen Ellwangen konnte sich einen Platz sichern. Für den 23-jährigen Zweiradmechatroniker-Meister stand die Teilnahme sofort fest: „Logisch, dass ich da mitmache“, sagt er lachend. „Und selbst wenn es nur dazu dient, zu sehen, wie weit ich von der Spitze entfernt bin. Eine Rundenzeit von 1:30 Minuten traue ich mir zu. Ganz ehrlich: Einen Platz in den Punkterängen zu holen – das wäre der Wahnsinn.“ Qualifiziert hat er sich genau wie Wilhelm Wagner (Yamaha) aus Wien und Max Jacobsen (Suzuki) aus Drage über die Bike-Promotion-Meisterschaft. Über den Regio Cup dabei sind: Sascha Gallert (Yamaha) aus Besigheim, Kirill Müller (Yamaha) aus Bruchsal und Markus Schmitt (BMW) aus Langenfeld. Darüber hinaus startet Philipp Schramm (Honda) aus Fürth, der sich über die German Moto Masters beweisen konnte.