Mittwoch, 25. Oktober 2023

Owega und Seppänen sind die ADAC GT Masters-Champions 2023

  •     Owega und Seppänen reicht Platz drei zur Meisterschaft im ADAC GT Masters
  •     Das Haupt Racing Team gewinnt die Team-Wertung
  •     Valente und Aron fahren beim Finale erstmals auf Platz eins

Der 18-jährige Owega und sein 19 Jahre alter Teamkollege Seppänen
sind das jüngste Meister-Duo in der Geschichte des ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport


Die neuen Meister im ADAC GT Masters stehen fest: Der Kölner Salman Owega und Elias Seppänen aus Finnland feierten mit ihrem Team Landgraf Motorsport nach Platz drei im finalen Saisonrennen am Hockenheimring Baden-Württemberg den Titelgewinn. Gleichzeitig gelang dem Landgraf-Duo im Mercedes-AMG GT3 ein Novum. Der 18-jährige Owega und sein 19 Jahre alter Teamkollege Seppänen sind das jüngste Meister-Duo in der Geschichte der traditionsreichen GT-Serie des ADAC. „Champion im ADAC GT Masters – ich kann es noch gar nicht fassen. Es ist eine große Last von mir gefallen. Dass wir das jüngste Meister-Duo sind, ist einfach unbeschreiblich. Wahnsinn, das kann man kaum toppen. Das Wochenende verlief eigentlich nicht nach unseren Vorstellungen, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr“, sagte Owega. Ebenfalls erstmals in der Historie des ADAC GT Masters verteidigte mit Landgraf Motorsport ein Rennstall den Fahrer-Titel.

Über ihren ersten Sieg jubelten am Sonntag die Mercedes-AMG-Piloten Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team). Mit Platz zwei machten Petru Umbrarescu (RO) und Maximilian Götz (Uffenheim/beide Haupt Racing Team) den Dreifachsieg für den Hersteller aus Stuttgart perfekt. Große Freude herrschte beim Haupt Racing Team nicht nur aufgrund des Doppelsieges. Der Rennstall von Teamgründer Hubert Haupt gewann auch die Team-Meisterschaft im ADAC GT Masters.

Der große Showdown um den Titel im ADAC GT Masters 2023 fand bei Sonnenschein und Temperaturen von 17 Grad Celsius statt. Die Zuschauer im badischen Motodrom sahen einen spektakulären Start des 60-minütigen Rennens. Nach einer Kollision auf der Start-Ziel-Geraden der 4,574 Kilometer langen Strecke zerplatzten alle Titelhoffnungen von Marco Mapelli (I/GRT Grasser-Racing-Team) schon zu Beginn. Der Lamborghini-Werksfahrer musste sein Fahrzeug nach einer starken Beschädigung in der Box abstellen. Nach der anschließenden Safety-Car-Phase bestimmte Pole-Setter Aron das Tempo und verteidigte seine Führung. Der Mercedes-Junior hielt dem Druck von Götz, dem ADAC GT Masters-Champions von 2012, stand und behauptete die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel überquerte Valente als Erster die Ziellinie. Für Aron und Valente war es der Debüt-Erfolg im ADAC GT Masters. Durch den Sieg der beiden Mercedes-AMG-Piloten krönte sich das Haupt Racing Team in seiner ersten Saison zum Team-Meister in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC. Valente und Aron beendeten ihr Premieren-Jahr auf Rang zwei des Gesamtklassements. „Heute wird gefeiert. Es gibt nichts Besseres, als die Saison mit Platz eins abzuschließen. Dem Team den ersten Sieg im ADAC GT Masters zu bescheren, ist klasse“, drückte Aron seine Freude aus.

Die Pokale für den zweiten Platz nahmen Umbrarescu und Götz in Empfang. „Beim Start hatte ich Glück, dass der Mercedes-AMG nicht beschädigt wurde. Ich war mittendrin im Geschehen. Es freut mich sehr, dass ich zum Saisonabschluss noch einen Pokal mit nach Hause nehmen darf“, erklärte Götz. Auf dem dritten Platz ordneten sich mit Owega und Seppänen die ADAC GT Masters-Champions 2023 ein, die vom siebten Startplatz bis aufs Podium fuhren. „Der Start war ziemlich chaotisch und ich habe versucht, mich aus allem herauszuhalten. Das ist mir gelungen. Ich wusste, dass uns Platz drei zur Meisterschaft reicht. Deshalb ging ich nicht mehr das größte Risiko ein und habe das Fahrzeug unbeschädigt an Salman übergeben. Unglaublich, dass wir uns mit dem Titel für eine tolle Saison belohnen konnten“, berichtete Seppänen.

Platz vier holten sich die Porsche-Fahrer Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport). Im Duell um den fünften Platz setzten sich im Mercedes-AMG GT3 Moritz Wiskirchen (Euskirchen) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen/beide Schnitzelalm Racing) gegen die Audi-Piloten John Paul Southern (USA) und Jonas Karklys (LT/beide Liqui Moly Team Engstler) durch. Auf Rang sieben steuerten Luca Arnold (Pfronstetten) und Christer Jöns (Ingelheim) den zweiten Mercedes-AMG von Schnitzelalm Racing. Die Titelkandidaten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) wurden ebenfalls in die Startkollision verwickelt. Dadurch fand der finale Saisonlauf für Startfahrer Müller ein frühes Ende

Montag, 23. Oktober 2023

Preining krönt sich nach dritter Saison-Pole zum Champion

  •  Porsche-Pilot macht am Hockenheimring mit Bestzeit im Qualifying ersten DTM-Titel klar
  •  Der geschlagene Konkurrent Mirko Bortolotti ist erster Gratulant des Österreichers

Dank seiner Pole-Position im Qualifying ist Thomas Preining vorzeitig neuer Gesamtsieger
Foto: dtm.com


Das war sein Meisterstück: Spitzenreiter Thomas Preining (A) ließ sich am Sonntagmorgen in Hockenheim beim finalen Zeittraining der Saison von den Bestzeiten seines Konkurrenten Mirko Bortolotti (I) nicht verunsichern. Der Porsche-Werksfahrer vom Team Manthey EMA blieb bei Temperaturen von elf Grad eiskalt und fuhr kurz vor Schluss des Qualifyings mit 1:36,800 Minuten die bisher schnellste Runde des Wochenendes. Dank der drei Punkte für die dritte Saison-Pole baute der Österreicher seinen Vorsprung auf uneinholbare 28 Zähler aus und holte sich vor dem finalen Meisterschaftslauf seinen ersten Titel in der weltweit populären Rennserie. „Ich bin mega glücklich, die fantastische Arbeit des ganzen Teams hat sich ausgezahlt. Es war ein tolles Qualifying und hat trotz des Drucks unheimlich Spaß gemacht. Nach meiner schnellen Runde wollte ich zunächst noch eine weitere fahren, um sicher zu gehen. Doch mir wurde über Funk mitgeteilt, dass das nicht nötig sei. Im Rennen werden uns aber nicht zurücklehnen, sondern wollen gewinnen“, erklärte der 25-Jährige.

Bortolotti, der sich mit Preining in der zweiten Saisonhälfte einen fantastischen Zweitkampf geliefert hatte, war erster Gratulant des neuen Champions. „Glückwunsch an Thomas zum Titelgewinn. Es war ein überragendes Duell bis zum letzten Tag der Saison. Meine schnellste Runde war nahezu perfekt, leider hat es knapp nicht gereicht. Trotzdem macht es mich extrem stolz, dass wir bis zum Finale um die Meisterschaft gekämpft haben. Im finalen Rennen wollen wir den Fans nochmal eine tolle Show liefern“, zeigte sich der Fahrer von SSR Performance als fairer Sportsmann.

Schon zu Beginn des finalen Zeittrainings am Sonntagmorgen war die Spannung am Hockenheimring Baden-Württemberg greifbar. Die beiden Meisterschafts-Kandidaten belauerten sich, fuhren zunächst zu einer Aufwärmrunde auf die Strecke, um danach in der Box abzuwarten. Bortolotti, der bei einem Rückstand von 27 Punkten alles riskieren musste, griff als Erster an. Der 33-jährige Italiener fuhr mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 kurz vor Schluss mit 1:37,016 und 1:36,806 Minuten die bis dahin schnellsten Runden des Final-Wochenendes. Doch Preining konterte kurz danach eiskalt, unterbot die Bestzeit um sechs Tausendstelsekunden und setzte damit die absolute Top-Marke. Hinter den beiden dominierenden Piloten der Saison 2023 war Luca Stolz (Brachbach) als Dritter einmal mehr bester Mercedes-AMG-Fahrer. Sheldon van der Linde (ZA), der entthronte DTM-Champion des vergangenen Jahres, fuhr im BMW M4 GT3 auf Rang vier vor. Platz fünf belegte Laurin Heinrich (Würzburg) im Porsche 911 GT3 R vom Team75 Motorsport.

Ergebnis 2. Qualifying, Hockenheimring

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA), 1:36,800 Minuten
2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,006 Sekunden
3. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +0,201 Sekunden
4. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 0,228 Sekunden
5. Laurin Heinrich (D/Team75 Motorsport), +0,248 Sekunden

Sonntag, 22. Oktober 2023

Thomas Preining ist DTM-Champion 2023

Der Österreicher und Porsche feiern in Hockenheim ersten DTM-Gesamtsieg

Der neue DTM-Champion heißt Thomas Preining
Foto: dtm.com

Thomas Preining (A) ist neuer DTM-Champion. Beim Saisonfinale in Hockenheim zeigte sich der 25-Jährige nervenstark und holte am Sonntag vorzeitig als erster Österreicher den Titel in der weltweit populären Rennserie. Der Porsche-Pilot ging als Spitzenreiter ins entscheidende Rennwochenende auf dem Hockenheimring und baute mit einem Start-Ziel-Sieg am Samstag seine Führung weiter aus. Dank drei gesammelter Punkte mit einem ersten Platz im Qualifying am Sonntagmorgen liegt Preining bereits vor dem abschließenden Lauf am Mittag uneinholbar vor Verfolger Mirko Bortolotti (I). 

Hugo Sasse und Mike David Ortmann erneut Fahrer-Champion der ADAC GT4 Germany

  • David Jahn und Jannes Fittje mit Laufsieg auf dem Hockenheimring
  • Simon Primm neuer Junior-Champion
  • Marat Khayrov holt Titel in der Trophy-Wertung

Champions 2023: Mike David Ortmann (li.) und Hugo Sasse
Foto: ADAC-Motorsport


Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde) sind die alten und neuen Champions der ADAC GT4 Germany. Die Aston Martin Vantage GT4-Piloten von Prosport Racing fahren im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring zu Platz sechs und stellen somit vorzeitig die erfolgreiche Titelverteidigung in der Fahrer-Wertung sicher. Der Laufsieg im vorletzten Saisonrennen ging an David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. „Diesen Titel eingefahren zu haben, ist sehr speziell. Wir sind einfach nur überwältigt. Ein riesiger Dank geht an alle im Team, die dazu beigetragen haben“, strahle Mike David Ortmann, der gemeinsam mit Sasse der erste Titelverteidiger in der Geschichte der ADAC GT4 Germany ist.

Sasse hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen. Doch schon nach zwei Kurven übernahm Porsche-Pilot Jahn die Führung. Bei der Anfahrt auf die enge Spitzkehre fuhr auch dessen Markenkollege Nicolaj Møller Madsen (30/DNK, Wimmer Werk Motorsport) noch in der ersten Runde an Sasse vorbei auf Platz zwei. Die beiden Porsche kämpften im weiteren Rennverlauf rundenlang sehenswert um die Führung. Kurz vor dem Ausrufen einer Safety-Car-Phase setzte sich der Däne schließlich durch. Sasse verteidigte in der ersten Rennhälfte derweil die dritte Position.

Als die Strecke wieder freigegeben wurde, öffnete sich schnell auch das Boxenstoppfenster und Sasse übergab den Aston Martin direkt an seinen Teamkollegen Ortmann. Dieser fand sich kurz darauf aber hinter Denis Bulatov (25/Köln, BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) wieder. Der Mercedes-AMG GT4-Pilot war der einzige verbliebene Kontrahent von Sasse/Ortmann im Titelrennen und hatte bei einem späteren Stopp das Fahrzeug zuvor von Marc de Fulgencio (24/ESP) übernommen.

Møller Madsens Partner Ivan Ekelchik (26/ARM) blieb nach dem Fahrerwechsel nur kurz an der Spitze. Jannes Fittje, der für Jahn in den Porsche stieg, setzte sich schnell gegen seinen Markenkollegen durch und fuhr schließlich auch zum Sieg. Ekelchik konnte das Tempo der Führungsgruppe nicht mitgehen und beendete das Rennen auf Platz fünf. Hinter Jahn zeigte Bulatov eine starke Leistung und überquerte auf der zweiten Position die Ziellinie. Sasse/Ortmann konnte er den Fahrer-Titel aber nicht mehr streitig machen. Rang drei ging an das Porsche-Duo Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport), was für Kronberg auch den Tagessieg in der Trophy-Wertung bedeutete. Vierte wurden Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group). Primm holte somit nicht nur den Tagessieg in der Junior-Wertung sondern auch den Junior-Titel 2023. Hinter Ekelchik fuhr Ortmann auf Position sechs über die Ziellinie und feierte den Fahrer-Titel in der Auslaufrunde emotional im Cockpit. Platz sieben holten die BMW-Piloten Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) vor Marek Böckmann (27/Lautersheim) und Raphael Rennhofer (16/AUT, beide Prosport Racing) in einem weiteren Aston Martin sowie vor Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Deren BMW-Teamkollegen Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierten die Top Zehn. Khayrov konnte über somit über den Titel in der Trophy-Wertung jubeln.

Weitere Stimmen zum Rennen

Mike David Ortmann von Prosport Racing– Champion der Saison 2023

„Wir sind überglücklich, den Titel eingefahren zu haben. Es war heute ein hartes Rennen und ich war froh, dass ich gut durchgekommen bin. Es ist schön, Geschichte zu schreiben und zusammen mit Hugo die ersten Titelverteidiger der ADAC GT4 Germany geworden zu sein.“

Hugo Sasse von Prosport Racing – Champion der Saison 2023

„Der Titel ist natürlich super. Wir hätten heute gerne auch auf dem Podium gestanden. Doch es fehlte uns ein wenig der Topspeed. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch, dass wir den Titel nachhause holen konnten. Sicherlich werden wir im Team heute ein wenig feiern.“

David Jahn von AVIA W&S Motorsport – Laufsieger im Samstagsrennen

„Wir sind richtig happy. Nach der Qualifikation am Morgen war der Sieg das ausgemachte Ziel. Wir waren uns zunächst nicht sicher, ob wir das schaffen würden. Doch es hat sich schnell im Rennen herausgestellt, dass wir auf einem guten Weg sein würden. Nicolaj Møller Madsen war ein harter Gegner - aber ich wusste, dass ich ihn fahren lassen kann, da Jannes im zweiten Rennabschnitt richtig Gas geben würde.“

Jannes Fittje von AVIA W&S Motorsport – Laufsieger im Samstagsrennen

„Es war ein unbeschreiblicher Tag. Ich bin am Wochenende zuvor noch keine Runde im Trockenen im GT4-Auto gefahren. Aber so ist es manchmal. Ich saß kurz vor dem Rennen noch im GT3-Auto im ADAC GT Masters, konnte die Umstellung aber gut meistern. Ich bin froh, dass ich dem Druck standgehalten habe, denn ich wollte meine Jungs nicht enttäuschen. Morgen ist das Ziel, Platz zwei in der Fahrer-Wertung klar zu machen.“

Nach Sieg von Hites und Mapelli: Meisterschaftsentscheidung fällt im finalen Sonntagsrennen

  • Zweiter Saison-Erfolg für Benjamin Hites und Marco Mapelli
  • Kampf um den Titel völlig offen: Vier Fahrerduos beim Finale mit Chance auf den Titel
  • Salman Owega und Elias Seppänen sind vorzeitig Champions in der Pirelli-Junior-Wertung

Benjamin Hites und Marco Mapelli #63
Foto: Jens Hawrda

Das war ein ganz wichtiger Sieg für Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/GRT Grasser-Racing-Team) im ADAC GT Masters. Nach der Pole-Position jubelte das Lamborghini-Duo am Samstagnachmittag über Platz eins im elften Saisonrennen am Hockenheimring Baden-Württemberg. Dadurch verkürzten die Gewinner den Rückstand in der Gesamtwertung auf zehn Punkte. „Beim Boxenstopp haben wir etwas Zeit verloren. Deshalb musste ich auf der Strecke alles geben, um die Führung zu verteidigen. Nach einem harten Duell mit Ralf Aron ist mir das auch gelungen. Kompliment an ihn, das war toller Motorsport mit gegenseitigem Respekt. Ich bin sehr glücklich, dass wir nun wieder voll im Meisterschaftsrennen dabei sind“, erklärte Mapelli. Den zweiten Platz sicherten sich im Mercedes-AMG GT3 Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team). Platz drei ging an die Porsche-Fahrer Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport). Die Meisterfrage wird erst im finalen Saisonlauf des ADAC GT Masters am Sonntag beantwortet.

Der Start verlief für Pole-Setter Hites im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 bei Sonnenschein und Temperaturen von 18 Grad Celsius nach Plan. Bis zum Fahrerwechsel behauptete der Lamborghini-Junior seine Spitzenposition auf der 4,574 Kilometer langen Rennstrecke. Anschließend entwickelte sich zwischen Mapelli und Aron ein mitreißender Zweikampf um die Führung. Lamborghini-Werksfahrer Mapelli spielte seine ganze Erfahrung aus und stemmte als Belohnung anschließend mit Teamkollege Hites zum zweiten Mal in dieser Saison den Siegerpokal in die Höhe. Der Zweitplatzierte Aron freute sich gemeinsam mit Valente über den dritten Podiums-Erfolg im ADAC GT Masters. „Mein Stint hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Alain übte im ersten Rennabschnitt schon großen Druck auf den Führenden aus. Ich konnte Marco Mapelli zwar überholen, musste die Position aber aufgrund der Track-Limits wieder zurückgeben. Wir fuhren auf einem extrem hohen Niveau. Für mich bestand keine Möglichkeit mehr, die kleine Lücke zu ihm zu schließen“, berichtete Aron.

Mit dem dritten Platz meldeten sich auch Fittje und Menzel im Meisterschaftsrennen zurück. Vor dem spannungsgeladenen Finale am Sonntag liegt das Huber-Duo in der Tabelle auf dem Bronzerang. „Platz drei war definitiv das Maximum. Die Chance auf den Titel lebt, das wollten wir erreichen. Allerdings sind noch viele Fahrerpaarungen in der Verlosung. Es wird knackig und extrem spannend“, sagte Menzel zur Ausgangslage. Platz vier belegten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion). In der Gesamtwertung steht das Porsche-Duo mit 151 Zählern auf Rang vier und hat am Sonntag ebenfalls noch realistische Chancen auf den Titel. Fünfter wurden Luca Arnold (Pfronstetten) und Christer Jöns (Ingelheim/beide Schnitzelalm Racing) in einem Mercedes-AMG GT3. An sechster Stelle beendeten Moritz Wiskirchen (Euskirchen) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen) im zweiten Mercedes-AMG von Schnitzelalm Racing das Rennen. Als Siebter überquerte Ben Green (Schubert Motorsport) die Ziellinie. Der Brite teilt sich das Cockpit des BMW M4 GT3 mit Eduardo Coseteng (PHL). Auf den achten Platz fuhr das Mercedes-AMG-Gespann Petru Umbrarescu (RO) und Maximilian Götz (Uffenheim/beide Haupt Racing Team) und blieben somit vor Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN/beide Landgraf) im Mercedes-AMG GT3. Der Vorsprung der Meisterschaftsführenden, die am Samstag nach einem Ausrutscher von Owega ein schwieriges Rennen erlebten, beträgt auf die neuen Zweitplatzierten Hites und Mapelli nur noch zehn Punkte. In der Pirelli-Junior-Wertung sind Owega und Seppänen vor dem Finale allerdings uneinholbar vorn und damit vorzeitige Meister. Die Top-Ten komplettierten Michael Joos (Vöhringen) und Nico Bastian (Ludwigsburg/beide Team Joos by Racemotion) in einem Porsche 911 GT3 R.

Die Champions des ADAC GT Masters 2023 werden somit erst im zwölften und finalen Saisonlauf am Sonntag gekrönt. Vier Fahrer-Duos haben bei noch 28 zu vergebenen Punkten die Chance auf Platz eins im Gesamtklassement.