Montag, 13. März 2017

DTM: Drei Fragen an Lucas Auer

Lucas Auer im Interview
Foto: Jens Hawrda
Lucas, in deiner ersten Saison haben viele gedacht: „Das wird nix!“ In der zweiten Saison hast du alle vom Gegenteil überzeugt. Was kommt jetzt in deinem dritten DTM-Jahr?

Lucas Auer: Wenn man meine erste Saison genau analysiert, konnte man damals schon gute Ansätze erkennen – allerdings leider auch einige Fehler. So ist das eben als Rookie. Aber wenn du direkt eine Pole Position einfährst, bist du nicht so schlecht dabei. In meiner zweiten Saison habe ich mein Potential viel besser nutzen können. In der dritten Saison muss mir jetzt der nächste Schritt gelingen. Aber in der DTM kann man sich mit Vorhersagen schnell die Zunge verbrennen. Wichtig ist, dass ich wieder einen Schritt nach vorne mache. Ob das dann für ganze vorne reicht oder für die Top-8, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Du hast vor zwei Wochen beim Test in Portimao vorbeigeschaut. Was war dein Eindruck? Hast du dich schon mit deinen Fahrerkollegen ausgetauscht?

Lucas Auer: Bei den Testfahrten tauschen wir uns natürlich aus. Es ist ja unser Ziel, das beste Setup zu finden. Die neuen Reifen und die neue Aerodynamik sind aber sehr interessant und vor allem auch sehr anspruchsvoll für den Fahrer. Deshalb muss man den Fahrstil um einiges ändern. Die Kombination aus Fahrer und richtigem Setup ist in diesem Jahr besonders gefragt. Entsprechend bin ich diese Woche auch zur Vorbereitung einige Tage beim Team in Affalterbach. Dann spreche ich mit den Ingenieuren und lasse auch meinen Sitz anpassen.

Dieses Jahr gibt es einige Regeländerungen und ein neues Auto. Wenn du die Möglichkeit hättest, dass eine kleine Fee bei dir vorbeischaut, um noch einen weiteren Änderungswunsch zu äußern – welcher wäre das?

Lucas Auer: Ich würde alle Teile, die leicht abbrechen können, vom Auto verbannen. Dadurch würde das Racing noch härter. Das würde uns Fahrern sicher noch mehr Spaß machen, als es jetzt schon der Fall ist. Und wenn ich mir ein zehntes Rennen wünschen dürfte, wäre das ganz klar ein Nachtrennen in Singapur. Das würde der DTM noch einen kleinen Feinschliff geben. Ich bin in der Formel BMW schon einmal im Rahmenprogramm der Formel 1 in Singapur gefahren. Daher kenne ich die einmalige Atmosphäre und die Strecke dort. Es ist ein Straßenkurs, auf dem man durchaus überholen kann, und ich finde es dort einfach cool.

Sonntag, 12. März 2017

ADAC TCR Germany geht mit mehr als 40 Fahrzeugen in die zweite Saison

  • 16 Teams, sechs Marken, 41 Fahrzeuge in der ADAC TCR Germany 2017
  • Audi RS3 LMS und Kia Cee'd TCR neu im Feld der ADAC TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Die ADAC TCR Germany startet mit einem vollen Feld und mehr als 40 Teilnehmern in die zweite Saison. Bis zum Nennschluss Ende Februar haben 16 Teams aus sieben Nationen 41 Fahrzeuge von Audi, Honda, Kia, Opel, Seat und Volkswagen eingeschrieben. Motorsportfans müssen nicht mehr lange warten - vom 28. bis 30. April startet die ADAC TCR Germany in der Motorsport Arena Oschersleben in ihre zweite Saison. TV-Partner SPORT1 überträgt die Rennen live.

"Der enorme Erfolg der ADAC TCR Germany belegt, dass wir mit unserem Konzept, auf bezahlbaren Tourenwagensport zu setzen, richtig liegen", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. "Mehr als ein Feld von 40 Fahrzeugen und dieser tollen Markenvielfalt kann man sich kaum wünschen. Die ADAC TCR Germany verspricht 2017 Tourenwagensport in Bestform, ich freue mich schon jetzt auf das erste Rennen Ende April in Oschersleben."

"Wir haben im vergangenen Jahr mit einer tollen Premierensaison einen Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft der ADAC TCR Germany gelegt. Ich hätte nicht erwartet, dass sich die ADAC TCR Germany so schnell und so professionell entwickelt, aber der große Zuspruch von Teams und Fahrern bestätigt, dass wir mit unserem Partner ADAC auf dem richtigen Weg sind", sagt Franz Engstler von Engstler Motorsport, der gemeinsam mit dem ADAC die ADAC TCR Germany ausrichtet.

Unter den 16 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, Finnland und Ungarn sind zahlreiche Neuzugänge. So starten Certainty Racing (Audi), LP Winner (Kia), German Flavours Racing (Audi), Prosport Perfomance (Audi) und Schläppi Race-Tec (Seat) erstmals in der ADAC TCR Germany.

Das Meisterteam von 2016, Target Competition, vertraut auf den bewährten Honda Civic TCR und den neuen Audi RS3 LMS und setzt insgesamt sieben Fahrzeuge ein. In einem der Audi sitzt Juniormeister Tom Lautenschlager (18, Grafenau). Beim Liqui Moly Team Engstler fahren sechs Piloten, die auf den Volkswagen Golf GTI TCR setzen. Für das Honda Team ADAC Sachsen gehen erneut der Vorjahresdritte Steve Kirsch (37, Chemnitz) und ADAC-Stiftung-Sport Förderpilot Dominik Fugel (20, Chemnitz) im Honda an den Start.

Einen Markenmix gibt es bei Racing One, das Team aus der Eifel vertraut sowohl auf den neuen Audi, wie auf den Volkswagen für Routinier Kai Jordan. Steibel Motorsport setzt mit Audi, Volkswagen und Seat auf drei Fabrikate, während Topcar wie im vergangenen Jahr mit Seat startet. Zwei neue Einsatzfahrzeuge gibt es auch bei LMS Racing, die Mannschaft aus Finnland bringt den neuen Audi an den Start. Mit zwei Opel Astra TCR greift Lubner Motorsport an, LP Winner bringt mit zwei Kia eine neue Marke in die ADAC TCR Germany.

Vorjahres-Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) tritt im eigenen Team mit einem Seat an, gleiches gilt für Lukas Niedertscheider (22, Österreich, Niedertscheider MSP), der 2016 schon als Gastfahrer mit dabei war. ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike Halder (21, Meßkirch) startet unter eigener Bewerbung und hat sich bisher noch nicht auf eine Marke festgelegt. Mit der Polin Gosia Rdest (24, Audi, Target Competition) und der Opel Astra TCR-Pilotin Jasmin Preisig (24, Schweiz, Lubner Motorsport) finden sich auch zwei Frauen im Teilnehmerfeld.

Das unter den Teilnehmern beliebteste Fahrzeug der Saison ist der Audi RS 3 mit 15 Exemplaren, je acht Fahrer vertrauen auf den Volkswagen Golf GTI TCR und den Seat Leon TCR. Fünf Fahrer steuern den Honda Civic TCR, vom Opel Astra TCR und vom Kia Cee'd TCR kommen je zwei Exemplare zum Einsatz. Ein Fahrer hat sich noch nicht auf ein Fabrikat festgelegt.

Samstag, 11. März 2017

Track-Debüt für den neuen Audi RS 5 DTM

Foto: Audi-Motorsport
Nach seiner Homologation Anfang März und der Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon wird der neue Audi RS 5 DTM im italienischen Vallelunga seine ersten Testfahrten absolvieren. Am Montag, 13. März, startet der viertägige DTM-Test mit dem Roll-out. Bis einschließlich Donnerstag folgen weitere wertvolle Testkilometer. Im Cockpit sitzen dann erneut die beiden Audi-DTM-Piloten Mattias Ekström und Jamie Green. Der finale DTM-Test findet schließlich vom 3. bis 6. April in Hockenheim statt.

Freitag, 10. März 2017

Red Bull Air Race auch 2017 am Lausitzring

auch 2017 Red Bull Air Race am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Zum zweiten Mal in Folge ist der 370-km/h-Showdown auf dem Renn-Oval am Lausitzring die letzte Station in Europa, bevor der WM-Tross in die USA weiterzieht. 2016 verwies der Australier Hall den Deutschen Matthias Dolderer bei dessen Heimrennen auf den zweiten Platz. Nachdem sich der Tannheimer später in der Saison den ersten WM-Titel seiner Karriere sicherte, ist Dolderer nun heiß darauf, auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung auch sein Heimrennen zu gewinnen.
im vorigen Jahr belegte Matthias Dolderer am Lausitzring Platz 2
und holte sich wenige Wochen später den Weltmeistertitel
Foto: Jens Hawrda
Der Stopp auf dem Speedway, regelmäßig auch Austragungsstätte der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) und der Superbike-Weltmeisterschaft, ist zugleich auch die Heimkehr des amtierenden Challenger Cup Gewinners Florian Bergér, der im vergangenen Jahr in der Challenger Class auf dem Lausitzring triumphierte.

Red Bull Air Race Kalendar 2017

10./11. Februar Abu Dhabi, UAE
15./16. April San Diego, USA
3./4. Juni Chiba, Japan
1./2. Juli Budapest, Ungarn
22./23. Juli Kazan, Russland
2./3. September Porto, Portugal
16./17. September Lausitzring, Deutschland
14./15. Oktober Indianapolis, USA

Donnerstag, 9. März 2017

Wittmann gewinnt die DTM Ice Challenge.

Marco Wittmann gewinnt erste DTM Ice Challenge
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (GER) und Augusto Farfus (BRA) fuhren am vergangenen Wochenende auf ungewohntem Gelände, die beiden BMW Fahrer waren in Schweden für die DTM IceChallenge unterwegs. Die Veranstaltung, die von der ITR organisiert wurde, fand auf einem zugefrorenen See in Schweden statt.

Wittmann schlug Lucas Auer (Mercedes) in Runde eins an, während Farfus Jamie Green (Audi) schlug. Beide BMW Fahrer triumphierten also in ihren Eröffnungsduellen. Der amtierende DTM-Champion Wittmann beeindruckte auch in der zweiten Disziplin, dem Zeitfahren womit er sich fürs Finale qualifizierte.

Wittmann gewann dann zwei von drei Endrunden-Duellen gegen Mercedes-Fahrer Maro Engel (GER), um sich den ersten inoffiziellen Titel der DTM-Saison zu sichern: DTM IceChallenge Champion 2017.

"Es war eine tolle Erfahrung und wir hatten viel Spaß. Allerdings war es offensichtlich eine echte Herausforderung und die Konkurrenz war sehr stark. Den ersten Titel vor Saisonbeginn zu gewinnen - auch wenn es auf Eis war - fühlt sich toll an und ist definitiv ein guter Start in die Saison ", sagte Wittmann.