Sonntag, 11. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Nach Sieg von BMW und Porsche: Titelentscheidung vertagt

Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson gewinnen Lauf eins in Hockenheim. Titel-Kontrahenten Denny Berndt/Lachlan Robinson im zweiten Rennen erfolgreich. Hendrik Still/Tim Horrell vorzeitig PRO-AM-Champion.

Sieg in Lauf zwei für den Porsche von Berndt/Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannung pur im Titelkampf der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Im badischen Motodrom absolvierte die Sportwagen-Serie des ADAC am Samstag zwei Wertungsläufe - und jeweils setzen sich Titelaspiranten durch. Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) gewannen im BMW M4 GT4 souverän Lauf eins. Im zweiten Rennen siegten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Piana/Sylvestersson erkämpften sich somit die Tabellenspitze. Doch Berndt/Robinson liegen lediglich drei Punkte zurück. Die Ausgangslage für das letzte Rennen am Sonntag ist nun klar: Das Duo, das sich den Laufsieg holt, wird auch Champion. 

Im ersten Rennen starteten Piana/Sylvestersson von der dritten Position und fuhren auch lange Zeit auf dem Bronze-Platz. Eine Kollision der beiden Spitzenreiter rund zehn Minuten vor Rennende brachte dem BMW-Duo aber den Laufsieg. Die Kontrahenten Berndt/Robinson erlebten diverse Rückschläge und beendeten das Rennen auf der achten Position. Das Podium komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche und Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

In Lauf zwei startete Schreyer von der Pole-Position. Er behielt die Spitze auch lange Zeit inne. Pilot der ersten Rennhälfte war aber zweifelsohne Denny Berndt. Von Position zehn aus losgefahren, konnte sich der Berliner nicht nur bis in die Führungsposition nach vorne kämpfen, sondern auch einen Vorsprung von rund vier Sekunden herausarbeiten. Somit konnte Teamkollege Robinson nach dem Fahrerwechsel das Rennen locker zu Ende fahren und einen souveränen Sieg erzielen, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Die Teamkollegen Schreyer/Gabbay feierten erneut Platz zwei.

Um die dritte Position gab es einen sehenswerten Zweikampf zwischen den beiden BMW von Piana/Sylvestersson sowie von Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport), den die Erstgenannten für sich entschieden. Stiefelhagen konnte sich mit dem Ergebnis aber über den Titel in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Die Aston Martin Vantage AMR GT4-Piloten haben somit keine Chance mehr auf den Titel in der Fahrer-Wertung.

Rang sechs ging an Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Die Top Acht komplettierten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport). Das Porsche-Duo gewann in beiden Rennen die PRO-AM-Wertung und sicherte sich vorzeitig auch den PRO-AM-Titel.

Stimmen zu den bisherigen Rennen

Gabriele Piana – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Ich bin überglücklich. Denn das Ergebnis bedeutet gleichzeitig auch den einhundertsten Sieg in meiner bisherigen Motorsport-Karriere. Sicherlich hatten wir heute ein wenig Glück, aber wir haben auch gut abgeliefert. Mein Plan war, zunächst Ruhe zu bewahren und Benjamin ein gutes Auto zu übergeben. Das ist gelungen. Am Sonntag ist der Titel das Ziel.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Der Sieg ist klasse und ein großer Schritt in Richtung Titel. Aber am Sonntag gibt es noch ein Rennen, in dem alles passieren kann. Somit gilt es, die Konzentration aufrecht zu halten. Wir starten am Sonntag von der Pole-Position und setzen alles daran, die Spitze nicht mehr abzugeben.“

Denny Berndt – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Mein Stint war offensichtlich ganz gut. Schon am Start hatte ich eine gute Position. Als ich in Führung lag, wollte ich für Lachlan noch ein wenig die Reifen schonen. Das hat geklappt. Nachdem der Freitag und auch Rennen eins schwierig waren, freuen wir uns nun über das Resultat. Mal schauen, ob es morgen zum Titel reicht.“

Lachlan Robinson – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Danke an das Team. Alle haben am Wochenende eine unfassbare Arbeit geleistet. Das gilt auch für Denny im Cockpit. Mein Stint im zweiten Rennen war recht einfach. Ich musste eigentlich nur das Auto nachhause fahren. Morgen wird es sicherlich hart, aber wir haben heute schon gezeigt, was wir können. Das wollen wir morgen wiederholen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Ford Mustang triumphiert: Erster Saisonsieg für Kalus/Blum

Titel-Thriller: Fünf Punkte trennen Hirsiger/Zulauf und Zimmermann/Fourie. Haupt Racing Team-Piloten gewinnen Samstagsrennen in Hockenheim. Zweites Saisonpodium für HGL Racing Team-Piloten Primm/Rogalski im Audi.

#2 Niklas Kalus / Kiano Blum / Ford Mustang GT3 / Haupt Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport


rster Saisonsieg für den Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters: Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) haben ihren Debüt-Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf dem Hockenheimring eingefahren. Im Ziel lag das Duo 1,891 Sekunden vor den neuen Meisterschaftsführenden Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Rang drei ging an die Audi-Piloten Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing). „Die Erleichterung ist riesig. Wir wollten dieses Jahr unbedingt noch einen Sieg holen“, strahlte Kalus. „Wir haben so extrem hart gearbeitet und immer hatten wir Pech. Umso schöner ist es, nun ein Rennen zu erleben, das von Anfang bis Ende problemfrei lief. Ich freue mich riesig.“ Teamkollege Blum war ähnlich begeistert: „Endlich unser erster Sieg. Ich hatte einen sehr guten Start auf Platz zwei nach vorne, habe aber gemerkt, dass wir die Pace des Audi nicht ganz mitgehen konnten. Also habe ich versucht, Niklas die Reifen in bestmöglichem Zustand zu übergeben, dass er nochmal angreifen kann.“ 

Meisterschaftsentscheidung im Sonntagsrennen

Mit Rang zwei für Hirsiger/Zulauf hat sich die Lage in der Tabelle umgekehrt. Nun führt das Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport vor dem letzten Saisonrennen mit fünf Punkten Vorsprung vor den BMW-Piloten Tim Zimmermann (30/Langenargen)/Leyton Fourie (21/ZAF/beide FK Performance Motorsport). Sie hatten sich nach einem schwierigen Qualifying von Startplatz elf bis auf Position sechs nach vorne gekämpft. Kalus/Blum sind trotz ihres Sieges mit 38 Punkten Rückstand nicht mehr im Titelrennen. Auch in der Teamwertung wurde die Entscheidung auf den Sonntag vertagt. Hier liegt FK Performance nun 26 Zähler vor dem Haupt Racing Team sowie 42 Punkte vor Engstler Motorsport. 

Bei sonnigen Bedingungen und 17 Grad ging es ins erste Rennen des Wochenendes. Polesetter Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) blieb im Porsche zunächst vorne, doch schnell griff Primm im Audi an und ging in der Spitzkehre in Führung. Diese baute er bis zum Boxenstopp unangefochten auf knapp zehn Sekunden aus. Dahinter setzte sich Blum auf Rang zwei vor seinem Teamkollegen Fabian Dybionka (17/POL), während Pichler Stück für Stück durchgereicht wurde. Hirsiger entschied sich in den ersten Runden zu maximaler Vorsicht, um im Titelkampf keinesfalls einen Ausfall zu riskieren und fiel bis auf die sechste Position zurück. Bis zum Boxenstopp hatte sich der Schweizer aber wieder bis auf Rang vier nach vorne gearbeitet.

In der zweiten Rennhälfte versuchte Rogalski den Vorsprung im Audi an der Spitze zu verwalten, Kalus kam allerdings in seinem Ford Mustang in schnellen Schritten näher. Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der den Polesetter-Porsche von Pichler übernommen hatte, sorgte schließlich mit seinem Aus für eine Full-Course-Yellow-Phase. Sobald das Rennen wieder freigegeben war, dauerte es nur wenige Runden, bis Kalus zum Audi aufgeschlossen hatte und schließlich vorbeiging. Sowohl Rogalski als auch Kalus kämpften zu diesem Zeitpunkt mit dem Reifendruck ihrer Autos nach den langsamen Runden. So gelang es auch Zulauf, der durch einen sehr frühen Stopp als Dritter zurück auf die Strecke gekommen war, immer mehr Boden auf die Führenden gutzumachen und schließlich ebenfalls an Rogalski vorbeizugehen. „Es war genau richtig, wie Felix den Start des Rennens angegangen ist. Auch ich war heute eher vorsichtiger, denn man hat die Punkte bei jedem Überholmanöver im Hinterkopf. Ich bin sehr froh, dass wir nach diesem guten Ergebnis wieder vorne sind in der Meisterschaft und jetzt etwas entspannter in den morgigen Tag gehen können“, erklärte Zulauf. 

Die Freude der Audi-Piloten über Rang drei war nach der langen Führung eher verhalten. „Ich hatte in meinem Stint die gesamte Zeit mit dem Reifendruck zu kämpfen, bin sehr viel gerutscht und gefahren wie auf Eis. Platz drei ist natürlich ein schönes Ergebnis, aber ich hätte die Führung wirklich gerne gehalten“, erklärte Rogalski. Teamkollege Primm ergänzte: „Ich freue mich, dass wir für Audi erneut ein Podium erzielt haben. Ich hatte einen super Start und ein faires Duell mit Leo um die Führung. Sobald ich vorne war, konnte ich den Vorsprung konstant ausbauen. Dafür ein Danke an Audi Sport, mein Team und die Ingenieure.“

Rang vier ging schließlich an Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3 vor Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche. Sechste wurden Zimmermann/Fourie im BMW. Die Gaststarter von Fulinrace Academy, Gerhard Tweraser (37/AUT)/Petr Fulin (49/CZE), erzielten im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 die siebte Position und feierten den Sieg in der Pro-AM-Wertung. Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) wurden in einem weiteren BMW Achte vor ihren Markenkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport). Die Top-10 komplettierten Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 10. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson mit Sieg im ersten Rennen

Mit ihrem dritten Saisonsieg übernehmen Gabriele Piana und Benjamin Sylvestersson die Tabellenführung der ADAC GT4 Germany. Leichte Rückschläge hingegen für die anderen Titelaspiranten.

#51 Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson / BMW M4 GT4 Evo / FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) sind die großen Triumphatoren im ersten Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Nachdem das BMW M4 GT4-Duo von der dritten Position aus losfuhr, konnte ein am Ende überlegener Laufsieg gefeiert werden. Die direkten Konkurrenten im Titelkampf mussten hingegen Federn lassen. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) kamen auf Platz acht ins Ziel. Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) mussten das Rennen mit einem technischen Defekt vorzeitig beenden. Piana/Sylvestersson konnten somit die Tabellenspitze übernehmen.

Zunächst machte jedoch Pole-Setter Lucas Cartelle (18/BEL, CRT) die Pace an der Spitze des Feldes. Ihm folgten Alex Connor (22/GBR, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und Piana im BMW. Das Trio konnte sich in der ersten Rennhälfte souverän vom Rest des Feldes absetzen. Connor versuchte auch immer wieder, den führenden Toyota zu überholen, fand aber keinen Weg vorbei.

Auch in der zweiten Rennhälfte blieben die ersten drei Positionen zunächst gleich, als mit Hudson Schwartz (17/USA, Toyota), Marius Schmid (18/Tengen, Mercedes-AMG und Benjamin Sylvestersson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen. Gut zehn Minuten vor Rennende kam es ausgangs des Motodroms dann aber zur Kollision zwischen Schwartz und Schmid, die für beide das Aus bedeutete. Somit war der Weg frei für den dritten Saisonsieg von Piana/Sylvestersson. Der Finne siegte auch in der Junior-Wertung.

Mit einem Rückstand von gut acht Sekunden ging Platz zwei an den Porsche von Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport). Das Podium komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

Vierte wurden Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport), was für Zebis den Rookie-Sieg bedeutete. Die Top Fünf komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW. Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) fuhren im Porsche zum Laufsieg in der PRO-AM-Wertung und konnten somit auch vorzeitig den Titel klarstellen.

Lauf zwei der ADAC GT4 Germany wird am Samstag um 17:20 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Pichler holt erste Pole-Position in Hockenheim

Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) hat sich beim ersten Qualifying zum Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim die Pole-Position gesichert. Der Österreicher fuhr in 1:49.164 Minuten zu seiner Debüt-Pole in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Bei feuchten Bedingungen und lediglich elf Grad Streckentemperatur setzte der Porsche-Pilot, der sich das Auto mit Colin Bönighausen (21/Isernhagen) teilt, auf Regenreifen.


„Es ist richtig genial! Nach mehreren Rennsiegen war es immer noch ein Ziel, endlich auch eine Pole-Position einzufahren. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl und wusste, wenn ich die Runde richtig treffe, geht es ganz weit nach vorne. Wir haben zuerst eine Runde auf Regenreifen gesetzt und sind dann zurück an die Box. Für mich war aber recht schnell klar, dass die verbleibende Zeit nicht mehr ausreichen wird, damit die Strecke für Slicks bereit wird. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn die Konkurrenten zum Ende nochmal sehr nah gekommen sind.“

Mit lediglich zwölf Grad und bewölktem Himmel begann das Qualifying als „Wet Session“. Im Verlauf der Session klarte der Himmel zwar etwas auf und die Strecke trocknete ab, die schnellsten Zeiten setzten aber Piloten auf Regenpneus. Hinter Pichler machte Mark Kastelic (18/SLO) die erste Startreihe für Razoon perfekt. Der Slowene setzte schon früh die erste Bestzeit und war immer wieder vorne, musste sich schließlich aber seinem Teamkollegen mit 0,126 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) gelang im Audi die drittschnellste Zeit mit 0,152 Sekunden Rückstand. 

Titelkandidaten weit auseinander

Rang vier sicherte sich der Meisterschaftszweite Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 mit 0,347 Sekunden Rückstand. Vor den beiden Finalrennen fehlen ihm und Teamkollege Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus) fünf Punkte auf die Tabellenspitze. Direkt hinter ihm geht mit Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang der dritte potenzielle Titelkandidat ins Rennen. Ihm fehlten auf seiner schnellsten Runde 0,773 Sekunden. Das Team hatte gepokert und war lange in der Box geblieben, um zum Ende eine richtig schnelle Zeit zu setzen, die Blum aufgrund von Verkehr auf der Strecke allerdings nicht gelang. Der Österreicher und sein Teamkollege Niklas Kalus (21/Duisburg) sind 48 Punkte von Platz eins entfernt. 

Ein schwieriges Qualifying war es für die Tabellenführer von FK Performance Motorsport. Tim Zimmermann (30/Langenargen) hatte sich zur Hälfte der Session mit dem Team für Slickreifen entschieden. Seine Rundenzeiten wurden stetig besser, gegen die Autos mit Regenreifen hatte er allerdings keine Chance. Mit Leyton Fourie (21/ZAF) wird er das Rennen von Startplatz elf aus in Angriff nehmen.

Quelle: adac-motorsport.de

Titelkrimi in Hockenheim: Showdown um die DTM-Krone am Sonntag

  • Mercedes-AMG-Pilot Auer gewinnt turbulentes vorletztes Meisterschaftsrennen
  • Bortolotti feiert im Lamborghini Temerario GT3 erstes Podium der Saison
  • Verfolger Wittmann und Engel verkürzen Rückstand auf Spitzenreiter Preining

Großer Jubel bei Lucas Auer über seinen zwölften Sieg in der DTM
Foto: ADAC-Motorsport

Der Kampf um die DTM-Krone bleibt bis zum letzten Rennen spannend. Nach einem spektakulären und von harten Duellen geprägten vorletzten Saisonlauf auf dem Hockenheimring fällt die Titelentscheidung im Grand Finale am Sonntag. Spitzenreiter Thomas Preining (A/Manthey) kämpfte sich nach einem schwachen Start noch auf Platz fünf vor, seine beiden Verfolger konnten ihren Rückstand jedoch verkürzen: Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) rückte als Dritter in der Tabelle auf Rang zwei vor und liegt nur noch 20 Punkte hinter Preining. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) beendete das Rennen auf Platz vier und hat 22 Zähler Rückstand. Den Sieg im spektakulären 15. DTM-Lauf sicherte sich Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich nach einer fehlerlosen Vorstellung mit seinem ersten Saisonerfolg belohnte. „Das war ein hartes Rennen mit vielen intensiv geführten Duellen. Wir hatten zuletzt super viel Pech, daher freue ich mich unglaublich, auch wenn der Titel für mich leider nicht mehr drin ist. Am Sonntag wollen wir nochmal nachlegen und den nächsten Sieg holen“, sagte der 32-Jährige. Auch Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) erzielte als Zweiter sein bestes Saisonergebnis.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 15 von 16

  • Streckenlänge: 4.574 Meter
  • Wetter: 16 Grad, wechselhaft
  • Pole-Position: Luca Engstler (Red Bull Team Abt, Lamborghini Temerario GT3 #130), 1:47,048 Minuten
  • Sieger: Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 #22)
  • Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3), 1:38,008 Minuten

Pole-Setter Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) konnte zu Beginn des Samstagsrennens seine Führung vor Auer behaupten. Während sich Engel mit einem Blitzstart vom siebten auf den dritten Rang vorschob, fiel Spitzenreiter Preining von Platz drei auf Position elf zurück. Hektisch wurde es in der zweiten Runde: Beim Kampf um die Führung berührten sich Auer und Engstler, der danach mit seinem Lamborghini Temerario GT3 seitlich eine Mauer touchierte. Nach einer kurzen Unterbrechung, in der Engstlers Fahrzeug geborgen wurde, ging das Rennen weiter. Kurze Zeit später setzte sich Engel an die Spitze und vergrößerte bis zum Pflichtboxenstopp seinen Vorsprung auf Markenkollege Auer auf über drei Sekunden. Dahinter folgten Auer, Bortolotti, Wittmann und Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt). Preining hatte sich mittlerweile auf Platz acht vorgekämpft.

Nachdem alle Fahrer ihre Reifenwechsel erledigt hatten, ließ bis dahin souverän in Führung liegende Engel als letzter Pilot neue Pirelli-Slicks aufziehen. Dabei klemmte das neue rechte Hinterrad, wodurch der 41-Jährige viel Zeit verlor. Engel kehrte mit seinem Mercedes-AMG GT3 hinter Auer und Bortolotti als Dritter auf die Strecke zurück, wurde kurz danach auch noch von Wittmann überholt. Nach 36 Umläufen überquerten Auer, Bortolotti, Wittmann und Engel die Ziellinie. Dahinter wurde Preining nach einem perfekten Boxenstopp und sehenswerten Überholmanövern noch Fünfter. Damit führt der 28-jährige Linzer vor dem letzten Rennen mit 20 Punkten vor Wittmann und 22 Zählern vor Engel. Maximal 28 Punkte gibt es am Sonntag noch zu holen.

Kelvin van der Linde (ZA) belegte im zweiten BMW von Schubert Motorsport Rang sechs. Position sieben ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) beendete das Rennen im Ford Mustang GT3 auf Platz acht. Mapelli sah schließlich als Neunter das Ziel, die Top Ten komplettierte Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing).

Weitere Stimmen zum Rennen

Mirko Bortolotti: „Ein super Rennen von uns! Wir haben über die Saison den neuen Lamborghini Temerario GT3 immer besser verstanden. Am Sonntag wollen wir daran anknüpfen und zum Abschluss nochmal das Beste aus unserem Fahrzeug rausholen.“

Marco Wittmann: „Unser Titeltraum lebt weiter! Mein klares Ziel war es, vor Thomas Preining ins Ziel zu kommen. Nach dem Qualifying sah es gar nicht gut aus, aber nach der ersten Runde hat sich das Blatt komplett gewendet. Das ist typisch für die DTM in Hockenheim. Über das Rennen fehlte uns die nötige Pace. Daher bin ich froh, dass ich den dritten Platz ins Ziel bringen konnte.“

Maro Engel: „Nach der super Startphase konnte ich das Rennen an der Spitze gut kontrollieren. Dann kam der Boxenstopp, wo wir leider viel Zeit verloren haben. Das tut verdammt weh, trotzdem ist im Titelkampf noch alles drin. Das Rennen hat gezeigt, wie schnell sich in der DTM alles ändern kann. Wir werden am Sonntag nochmal alles geben.“

Thomas Preining: „Ich habe versucht, mich aus allem herauszuhalten und keine Fehler zu machen. Das Überholen war extrem schwierig, deshalb können wir mit unserer Leistung zufrieden sein. Am Sonntag kommt es zunächst darauf an, ein gutes Qualifying abzuliefern. Natürlich weiß ich, was auf dem Spiel steht. Aber ich versuche, den Tag möglichst normal anzugehen und mich voll auf meine Aufgabe zu konzentrieren.“

Ergebnis, 15. Meisterschaftslauf, Hockenheimring (Top-Five)

1. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)

2. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +4,777 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +8,157 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +8,533 Sekunden

5. Thomas Preining (A/Manthey), +17,057 Sekunden


Fahrerwertung nach 15 von 16 Meisterschaftsläufen

1. Thomas Preining (A/Manthey), 209 Punkte

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 189 Punkte

3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 187 Punkte