Montag, 25. Mai 2026

Van der Linde krönt Achterbahnfahrt mit erstem DTM-Sieg für BMW

  • Südafrikaner gewinnt turbulenten vierten Saisonlauf in Zandvoort
  • Dörr feiert erstes DTM-Podium, Wittmann fährt von 13 auf Platz drei
  • 39.500 Besucher beim DTM-Stopp auf dem niederländischen Formel-1-Kurs

Großer Jubel bei Kelvin van der Linde über seinen Zandvoort-Sieg
Foto: ADAC-Motorsport

Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) hat in Zandvoort nach einem spektakulären Rennverlauf seinen ersten DTM-Sieg für BMW eingefahren. Der Südafrikaner bewies Kämpferherz und belohnte sich am Sonntag für einen couragierten Auftritt mit dem neunten DTM-Erfolg seiner Karriere. „Der Sieg tut unfassbar gut, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das Rennen war eine emotionale Achterbahnfahrt, aber genau dafür liebe ich die DTM. Nach dem Auftakt in Spielberg haben wir Details verbessert und viel Arbeit in Boxenstopps investiert. Das hat sich ausgezahlt“, freute sich der 29-Jährige. Jubel auch bei Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport): Der McLaren-Pilot belegte Rang zwei und feierte damit den ersten Podiumsplatz für sich und sein Team. Van der Lindes Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) zeigte eine fantastische Aufholjagd und sicherte sich mit einer cleveren Strategie Position drei. Den zweiten Auslandsstopp der DTM im niederländischen Zandvoort erlebten 39.500 Zuschauer.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 4 von 16

  • Streckenlänge: 4.259 Meter
  • Wetter: 25 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3), 1:32,831 Minuten
  • Sieger: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3)
  • Schnellste Rennrunde: Timo Glock (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #16), 1:34,493 Minuten

Pole-Setter van der Linde dominierte die erste Rennhälfte und lag nach dem ersten Boxenstopp in Führung. Zu diesem Zeitpunkt folgten Ferrari-Pilot Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 auf den Plätzen zwei und drei. Dörr und Wittmann kämpften sich nach einer kurzen Safety-Car-Phase auf die Ränge sieben und neun vor. Aufreger dann in Runde 20: Vermeulen konnte van der Linde überholen, dessen Pirelli-Slicks stärker abgebaut hatten. Folgerichtig absolvierte der BMW-Pilot als erster Fahrer seinen zweiten Boxenstopp – und diese Taktik zahlte sich aus. Mit bereits angewärmten Reifen zog er einige Runden später an Vermeulen vorbei, der mit noch kalten Pneus keine Chance hatte.

Dörr und Wittmann verfolgten dagegen eine andere Taktik. Sie fuhren in Runde 26 als letzte Fahrer zum zweiten Boxenstopp und schoben sich in den finalen Umläufen nach teilweise spektakulären Überholmanövern auf Rang zwei und drei vor. Nach 35 Runden gewann van der Linde vor Dörr und Wittmann. Hinter den Top-Drei überquerte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) als Vierter die Ziellinie. Der taktisch versierte Routinier setzte ebenfalls auf späte Boxenstopps, konnte acht Positionen gutmachen und übernahm damit wieder die DTM-Tabellenführung. Vermeulen beendete das zweite Rennen vor seinen Fans als Fünfter.

Auf den Positionen sechs und sieben folgten mit Engstler und Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt) zwei Lamborghini Temerario GT3. Bester Porsche-Pilot war Thomas Preining (A) vom Team Manthey als Achter. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) steuerte den dritten Lamborghini auf Rang neun, Ricardo Feller (CH) sicherte sich im zweiten Neunelfer von Manthey Platz zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Ben Dörr: „Den zweiten Platz habe ich nicht wirklich für möglich gehalten. Ich bin unfassbar stolz. Beim ersten Boxenstopp hat leider ein Rad geklemmt, dadurch bin ich mehrere Plätze zurückgefallen und hatte die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis eigentlich schon verloren. Aber ich konnte mich mit einem guten Manöver nach dem anderen wieder nach vorne boxen.“

Marco Wittmann: „Eine super Strategie und ein gutes Reifen-Management waren entscheidend für das gute Rennen, das mit vielen Zweikämpfen unglaublich intensiv war. Zu Beginn bin ich reifenschonend gefahren, daher konnte ich nach der Safety-Car-Phase meine Vorderleute überholen. Natürlich fährt man am liebsten souverän an der Spitze, aber diese Duelle auf der Strecke machen einfach großen Spaß.“


Ergebnis, 4. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport)

2. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +6,377 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,046 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +7,510 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +11,053 Sekunden


Sonntag, 24. Mai 2026

DTM: Zweite Saison-Pole für Kelvin van der Linde

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

BMW-Pilot Kelvin van der Linde ist im Zeittraining eine Macht. Der Südafrikaner fuhr am Sonntagvormittag beim zweiten Qualifying auf dem Circuit Zandvoort mit 1:32.831 Minuten die schnellste Runde. Damit sicherte sich der 29-Jährige drei Zusatzpunkte und geht bereits zum elften Mal in seiner Karriere von Startplatz eins aus in ein DTM-Rennen.

„Das Auto war auf der Strecke eine echte Waffe. Es ist bereits meine zweite Pole im vierten Qualifying der Saison, das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aus dem bitteren Ausfall am Samstag haben wir als Team Kraft gezogen, darauf bin ich sehr stolz. Bei den hohen Temperaturen wird es im Rennen vor allem auf das richtige Reifen-Management ankommen“, sagte van der Linde.

Lokalmatador Thierry Vermeulen präsentiert sich bei seinem Heimspiel weiterhin stark und belegte im Ferrari 296 GT3 Evo wie am Samstag Platz zwei. In der zweiten Startreihe folgen zwei Lamborghini Temerario GT3. Luca Engstler erzielte die drittschnellste Zeit, Markenkollege Mirko Bortolotti bestätigte seinen Aufwärtstrend und sicherte sich Rang vier. Ben Dörr steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf Platz fünf.

Das zweite Qualifying in Zandvoort fand am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 19 Grad Celsius statt. Wie am Vortag gingen die Piloten erst spät auf Zeitenjagd. Drei Minuten vor Schluss übernahm Bortolotti mit seiner Top-Runde die Führung, eine Minute später gelang van der Linde die Bestzeit. Vermeulen und Engstler legten in ihren jeweils vierten Umläufen nach und sicherten sich die Positionen zwei und drei. Die Abstände waren äußerst knapp, die Top-Ten lagen innerhalb von sieben Zehntelsekunden.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

  1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1:32,831 Minuten
  2. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0,177 Sekunden
  3. Luca Engstler (D/TGI Team by GRT), +0,340 Sekunden
  4. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +0,374 Sekunden
  5. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0,412 Sekunden

Quelle: dtm.com


ADAC GT-Masters: Premieren-Pole für Kiano Blum in Zandvoort

#2 Kiano Blum / Ford Mustang GT3 / Haupt Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Rookie auf der Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters in Zandvoort. Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) hat seinen Ford Mustang GT3 mit einer Zeit von 1:34.673 Minuten an die Spitze des Qualifying-Tableaus gefahren. Der Österreicher und sein Teamkollege Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) waren am Samstag auf dem Podium gestanden und sicherten sich nun die beste Ausgangslage für den zweiten Lauf. 

„Ich bin unglaublich happy. Es freut mich sehr, dass sich die harte Arbeit seit dem Winter auszahlt. Diese Pole motiviert mich, noch härter weiterzuarbeiten“, strahlte Blum. „Ich musste eine zusätzliche Aufwärmrunde fahren, weshalb mir nur ein einziger Run in Richtung Pole-Position blieb. Der hat dafür ziemlich perfekt funktioniert. Im Rennen versuchen wir natürlich, die erste Position zu halten. Gleichzeitig wissen wir, dass es eine wirkliche Herausforderung über die Distanz wird und wir alles geben müssen.“

Bei 16 Grad Luft- und 18 Grad Streckentemperatur sicherte sich Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) Startplatz zwei. Dem Tabellenführer im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 fehlten 0,256 Sekunden zur Pole-Position. Rang drei ging an den Vortagessieger Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo mit 0,345 Sekunden Rückstand. 

Pavel Lefterov (28/BGR/Razoon - more than Racing) komplettierte im Porsche 911 GT3 R die zweite Startreihe. Damit starten die Top-4 der Meisterschaft auch aus den ersten vier Startplätzen. Auf Rang fünf fuhr mit Rookie Jan Duran (18/ESP) ein weiterer Pilot von FK Performance Motorsport im BMW. 

Quelle: adac-motorsport.de


DTM: Buus nachträglich disqualifiziert, Strafen für Lamborghini-Duo

#29 Bastian Buus (DNK / Porsche 911 GT3 R Evo / Land-Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

Ergebnis-Update für das Samstagsrennen der DTM in Zandvoort: Der Däne Bastian Buus wurde nachträglich disqualifiziert. Sein Porsche 911 GT3 R entsprach nicht dem Technischen Reglement, da das Fahrzeug das vorgeschriebene Mindestgewicht unterschritt. Buus hatte den dritten Meisterschaftslauf ursprünglich auf der vierten Position beendet, diesen Platz übernimmt Mercedes-AMG-Pilot Jules Gounon.

Nachträglich bestraft wurden auch zwei Lamborghini-Fahrer. Marco Mapelli erhielt eine 5-Sekunden-Ersatzstrafe anstelle einer Pitstop-Penalty wegen Parallelfahrens in der Boxengasse und belegt die 15. Position. Weil Mirko Bortolotti seinem Landsmann in dieser Situation die Vorfahrt bei der Einfahrt in die Fastlane nicht gewährt hatte, bekam er ebenfalls eine 5-Sekunden-Ersatzstrafe anstatt einer Pitstop-Penalty. Der Italiener rutscht im neuen Rennergebnis auf den 14. Platz.

Quelle: dtm.com

Samstag, 23. Mai 2026

ADAC GT-Masters: Eindrucksvoller BMW-Sieg durch Fourie/Zimmermann in Zandvoort

  • FK Performance Motorsport gewinnt mit Fourie/Zimmermann in den Niederlanden
  • Schubert Motorsport und Holzem-Zwillinge machen BMW-Doppelerfolg perfekt
  • Kalus/Blum im Ford Mustang GT3 auf Rang drei

Die strahlenden Sieger: Tim Zimmermann (l.) und Leyton Fourie (r.) von FK Performance Motorsport
ADAC-Motorsport

Wiederholungstäter am Werk im ADAC GT Masters: Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben in Zandvoort gewonnen – wie bereits im Jahr zuvor. Das Duo im BMW M4 GT3 Evo überquerte mit 3,334 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) die Ziellinie. Rang drei ging an Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. „Zandvoort ist gut zu uns“, strahlte Fourie nach seinem dritten Karriere-Sieg im ADAC GT Masters. „Wir wussten, dass unsere Rennpace hier gut sein würde. Unser schwieriges Wochenende am Red Bull Ring war eine harte Erfahrung, aber ich habe nie an uns und dem Team gezweifelt und wusste, dass wir in Zandvoort stark zurückkommen würden.“ Teamkollege Zimmermann freute sich über seinen fünften Sieg, blieb aber zurückhaltend. „Zandvoort ist ein gutes Pflaster für uns – bis jetzt. Aber das kann sich jederzeit ändern. Ich genieße den Moment und unseren Sieg, bin aber schon gespannt, wie es weitergeht.“

Bei sommerlichen Temperaturen und rund 43 Grad Streckentemperatur blieb am Start zunächst Polesetter Holzem vorne, hatte über seinen gesamten Stint aber mit Gaststarter Alexey Nesov (22/Pure Racing) im Porsche 911 GT3 R zu kämpfen. Vor dem Fahrerwechsel trennte die Kontrahenten weniger als eine Sekunde, während sie sich gemeinsam von ihren Verfolgern absetzten und zum Ende des Stints einen Vorsprung von über sechs Sekunden auf Kalus hatten, der das Verfolgerfeld anführte. Zu dieser Zeit lagen die späteren Sieger nur auf Rang sechs. „Ich hatte keinen guten Start und habe zwei Positionen verloren“, schilderte Zimmermann. „Unser Plan war, die Reifen zu schonen, denn das Rennen in Zandvoort wird im zweiten Stint gewonnen. Alle anderen sind extrem gerutscht und waren am Limit, während ich versucht habe, ruhig zu fahren. Der Plan ging auf.“

Die Boxenstopp-Phase würfelte das Feld nochmals durcheinander, da sowohl Kalus/Blum als auch die späteren Viertplatzierten, Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport), eine Strafe für einen zu kurzen Boxenstopp erhielten. Fourie fand sich kurz nach dem Fahrerwechsel bereits auf Rang drei wieder und griff sofort den zweitplatzierten Porsche von Pure Rxcing an. Eine Safety-Car-Phase brachte nochmals alle Konkurrenten zusammen und Fourie sah seine Chance gekommen. In Kurve eins zog er außenherum am führenden Juliano Holzem vorbei und übernahm die Führung. „Ich habe eine Wette mit ein paar Jungs aus dem Team abgeschlossen“, lachte Fourie. „Vergangenes Jahr habe ich hier zwei Autos außenherum überholt, deshalb musste es jetzt mindestens einmal klappen.“

Der zweitplatzierte Sandro Holzem resümierte: „Mein Stint war relativ gut und ich habe versucht, die Reifen zu managen. Die Pace passte und ich konnte Juliano das Auto mit einem guten Abstand übergeben. Leider war der Re-Start nach dem Safety Car etwas schwierig und Fourie ist direkt vorbeigezogen. Zum Ende hin war Julianos Pace wieder gut. Natürlich ist es jetzt ein bisschen enttäuschend, aber Platz zwei ist ein gutes Ergebnis und morgen ist ein neuer Tag, an dem wir wieder angreifen.“

Dahinter kamen Kalus und Blum trotz Strafe auf Rang drei ins Ziel und waren überglücklich mit dem Ergebnis. „Ich freue mich sehr über dieses Podium, denn wir haben das Maximum herausgeholt“, erklärte Kalus. „In meinem Stint lag der Lamborghini ständig hinter mir und es war Glück, dass ihr Boxenstopp ebenfalls zu kurz war und sie so hinter uns geblieben sind. Dass unsere Pace im Vergleich zu den direkten Konkurrenten zum Ende des Rennens noch so gut war, hat mich besonders gefreut.“

Hinter dem Lamborghini von Zulauf/Hirsiger kamen mit Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing), Aliaksandr Malykhin (38/GBR)/Alexey Nesov (22/beide Pure Racing) und Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) drei Porsche 911 GT3 R ins Ziel. Jan Duran (18/ESP)/Joseph Ellerine (22/ZAF/beide FK Performance Motorsport) und ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) landeten in ihren BMW M4 GT3 Evo auf den Rängen acht und neun. Die Top-10 komplettierten Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3.