Montag, 11. Mai 2026

Superbike Rennen 1: Lukas Tulovic siegt, Marcel Schrötter auf dem Podium

Lukas Tulovic feiert mit den Streckenposten
Foto: Jens Hawrda

Lukas „Tulo“ Tulovic träumte von einem Start-Ziel-Sieg mit der nagelneuen Ducati. So der Plan. Im Training hatte der 25-jährige Titelverteidiger auf dem Sachsenring bereits den vor zwei Jahren aufgestellten Streckenrekord geknackt. Twan Smits machte ihm auf der einzigen Yamaha im Feld einen Strich dazwischen. Dass Tulo am Ende gewann, war keine Überraschung, der zweite Platz von Superbike-Rookie Marcel Schrötter vor dem vierfachen Champion Markus Reiterberger umso mehr. Die Beiden hatten im Trio mit Hannes Soomer um die zwei verbleibenden Podiumsplatzierungen gekämpft.

Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) fuhr ab der zweiten Runde ein einsames Rennen an der Spitze. Dass er den zu Beginn stürmischen Twan Smits in der zweiten Runde kassierte, war zu erwarten. Tulo galt nach seiner Vorstellung im Qualifying als gesetzt für den Sieg. Die Titelverteidigung ist bei dem starken Ducati-Paket die große Maßgabe. Ein anderes Ergebnis als ein Sieg zum Saisonauftakt wäre eine Enttäuschung gewesen. Dass es sich um einen Vorsprung von 4,8 Sekunden handeln würde, war vorher allerdings weder klar gewesen, aber auch nicht ausgeschlossen worden.

Markus Reiterberger #28 und Marcel Schrötter #23 kämpfen um Platz 2
mit dem besseren Ende für Marcel Schrötter
Foto: Jens Hawrda

Bei der Siegerehrung wurde vor Freude geschrien, geweint und gelacht. Das Team GERT56 by RS Speedbikes lag sich in den Armen und die Tränen liefen ungebremst. Vier Monate nach dem plötzlichen Tod des Teamchefs Karsten „KW“ Wolf fuhr ausgerechnet Rookie Marcel Schrötter aufs Podium. Das wäre ganz nach dem Geschmack von „KW“ gewesen, der große Hoffnungen in den Ex-WM-Piloten gesetzt hatte. Dass Schrötter so auftrumpfen würde, damit hatte jedoch keiner gerechnet. Noch vor dem ersten Rennen sagte der 33-jährige BMW-Fahrer: „Jedes Mal, wenn ich auf dem Motorrad sitze, entdecke ich etwas Neues. Die kurzen Trainingszeiten reichen aber nicht aus, um irgendein Verhältnis dazu aufzubauen. Das richtige Gefühl für das Motorrad habe ich noch nicht und der Level in den Top-9 ist hoch. Deshalb schmeckt es mir nicht, vom siebten Platz aus zu starten.“ Nach seiner Triumph-Fahrt war der Bayer wie ausgewechselt. „Ich hatte keine Ahnung, was in meinem ersten Superbike-Rennen passieren wird, auch mit den Reifen. Mein Platz ist ein Geschenk an „KW“. Das Team und das Motorrad funktionieren. Und der neue „Kutscher“ hat seinen Teil dazu getan.

Dabei hatte er sich rundenlang mit Hannes Soomer und Markus Reiterberger gebattelt (beide Masteroil Alpha Van Zon BMW). Der Este wurde lange als Anwärter für den zweiten Platz gehandelt. Reiterberger kam trotz mehrerer Anläufe auch nicht an seinem Teamkollegen vorbei, erst am Schluss, als Schrötter durchschlupfte. „Wir haben noch viel Potential“, lässt Reiti, der noch längst nicht in Topform ist, als Ankündigung jedoch schon einmal wissen.

Der anfangs Führende Twan Smits (Team Apreco) fand sich am Ende hinter Kevin Orgis wieder, der aus dem sächsischen Familien-Team ORM Racing stammt. Und wo blieb Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), der Meister von 2023, der damals Honda wieder in die Schlagzeilen brachte? Er hatte es geahnt oder besser befürchtet: P8. „Wir haben derzeit nicht die schärfste Feuerklinge im Feld“, hatte er angekündigt. „Wir befinden uns zwar auf einem so hohen Niveau wie noch nie, aber BMW hat ein neues Chassis, Ducati ein ganz neues Motorrad und Yamaha drei Concession Parts. Wir müssen schauen, wie wir das geregelt kriegen.“ Das derzeitige Basismotorrad bei Honda stammt aus dem Jahr 2020 und erhielt bisher diverse Updates. Ein wirklich neues Modell wird es 2027 geben.

Einen Dämpfer gab es für Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes). Er konnte es nicht abwarten, dass die neue Saison beginnt und praktizierte einen Frühstart. Die doppelte Long-Lap-Strafe kostete ihn etwa sechs Sekunden.


EURO MOTO SUPERBIKE, 1. Lauf (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Hannes SOOMER (DEU/BMW)

5. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

6. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

7. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

8. Florian ALT (DEU/Honda)

9. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Samstag, 9. Mai 2026

Supersport: Blin trickst Geiger in der letzten Kurve aus

Supersportpodium vom Samstag
Foto: Jens Hawrda

Ein Ducati-Fahrer aus Polen holte den Hammer heraus. Daniel Blin ist der erste Sieger in der neuen EURO MOTO Supersport. Mit einer glänzenden Idee in der letzten Kurve auf dem Sachsenring gewann er das Samstags-Rennen mit 0,040 Sekunden Vorsprung vor Yamaha-Neuzugang Dirk Geiger. Dahinter ging es sogar noch enger zu.

Geiger hatte im Qualifying ein deutliches Statement gesetzt und sich die Pole geholt. Und das alles in einem neuen Team und mit einem neuen Motorrad. Die Yamaha YZF-R6 ist Geschichte. Es lebe die Nachfolgerin R9. Dreizylinder statt Vierzylinder. Völlig überraschend rauschte aber Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) am hessischen Tornado vorbei.

Dahinter bauten sich Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), Lennox Lehmann (Team Apreco), Marcel Brenner (Automarket AF Racing Team), Marvin Siebdrath und Julius Ahrenkiel-Frellsen (beide MCA Racing) auf. Letzterer ist 18 Jahre alt und ein MCA-Eigengewächs. Der Däne fuhr 2023 schon für das Team im Northern Talent Cup. Am Freitag bekam das Projekt einen Dämpfer. Weil er bei den widrigen Wetterbedingungen im Training das Regenlicht nicht eingeschaltet hatte, ging es für ihn zur Strafe drei Plätze zurück in der Startaufstellung. Was ihn letztlich nicht daran hinderte, seinen Einstand in der Supersport-Klasse mit dem siebten Platz zu geben.

An der Spitze hielt sich Blin hartnäckig, obwohl sich der Reifen an der linken Flanke zu erhitzen begann. Das sah nicht gut aus. Er malte schwarze Striche auf den Asphalt und die Top 4 rückten wieder dichter zusammen. Geiger biss sich an Blin fest, der sich wieder gefangen hatte. Lehmann kehrte zu alter Stärke zurück und battelte sich mit de Vleeschauwer.

In der drittletzten Runde wurde es deutlich: Geiger hatte definitiv noch nicht alles gezeigt. In der vorletzten Runde war die Mini-Lücke zum Polen weg und Geiger hatte seine Überholaktion akkurat vorbereitet. Obwohl Blin mit den Reifen fertig war, war das noch nicht das Ende. Er wusste zwar, dass Geiger in der letzten Kurve innen dichtmachen würde, aber er wagte den Versuch. Blin holte Schwung, nahm ihn mit und die Kurve und schnappte Geiger den Sieg hauchdünn vor der Nase weg. Blin hat im Winter wahnsinnig an seiner Fitness gearbeitet und hat die nötige Power für solche Aktionen.

Geiger war leicht überrumpelt: „Wir haben mehr gestruggelt als erwartet und ich habe Daniel die Tür zu früh zugemacht. Er war schlau, aber morgen passiert so etwas nicht mehr.“

Noch knapper ging es zwischen Lennox Lehmann und Luca de Vleeschauwer zu. Der Vorderreifen des Dresdners war am Limit: „2024 war es genauso, aber wir haben es über die Linie gebracht.“ Vorteil gegenüber dem Belgier im Ziel: 0,012 Sekunden.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1 (Top-Ten):

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

7. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DEN/Honda)

8. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

9. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

10.Freddie HEINRICH (DEU/Kawasaki)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Zuda erbt Sieg nach Strafe gegen Rosenthaler

Podium der Sportbikeklasse am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Die „jungen Wilden“ der EURO MOTO Sportbike-Klasse hielten bereits im ersten Saisonrennen genau das, was sie im Qualifying versprochen hatten. Harte Zweikämpfe, ständige Positionswechsel und eine Entscheidung erst nach Rennende sorgten auf dem Sachsenring für jede Menge Spannung. Zwar überquerte Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) als Erster die Ziellinie, den Sieg erbte am Ende jedoch ein anderer.

Strafe sorgt nach Rennende für Wendung

Rosenthaler gehörte von Beginn an zur Spitzengruppe und lieferte sich über das gesamte Rennen intensive Duelle mit Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb), sowie Stepan Zuda und Ruben Bijman (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing). Besonders in Runde zehn wurde es eng: In der letzten Kurve vor Start-Ziel kam es zwischen Rosenthaler und Zuda zu einem harten Zweikampf, bei dem Zuda weit über die Kerbs gedrängt wurde und kurz die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Der Pole fing seine Triumph allerdings noch rechtzeitig ab und mischte weiter im Kampf um den Sieg.

Auf der Strecke setzte sich schließlich Rosenthaler durch und sah zunächst als Sieger die Zielflagge. Nach dem Rennen folgte jedoch die Wendung: Die Rennleitung verhängte gegen den Österreicher eine Ersatzstrafe für eine Long-Lap-Penalty, die aufrgund des späten Rennverlaufs nicht mehr hätte absolviert werden können. Stattdessen erhielt Rosenthaler eine Drei-Sekunden-Strafe, wodurch  er nachträglich auf Rang vier zurückfiel. Damit erbte Stepan Zuda den ersten Sieg der neuen EURO MOTO Sportbike-Klasse und kassierte die ersten 25 Punkte der Saison. „Das war ein total verrücktes und schnelles Rennen mit vielen Kontakten und Reifenmanagement“, sagte der Pole-Setter anschließend bei der Siegerehrung. „Es hat richtig Spaß gemacht. Natürlich ist das Ende überraschend, aber ich wäre auch mit Platz zwei zufrieden gewesen.“

Auf Rang zwei landete Tobias Kitzbichler. Der 17-jährige Österreicher, der im vergangenen Jahr noch im Northern Talent Cup unterwegs war, überzeugte bei seinem ersten Sportbike-Rennen mit starker Pace und cleveren Zweikämpfen. Immer wieder führte der Aprilia-Pilot die Spitzengruppe an.„Es ist schon ein anderer Fahrstil als im Northern Talent Cup“, erklärte Kitzbichler. „Aber es gelingt mir überraschend gut, mich schnell anzupassen. Gegen Rennende hatte ich allerdings Probleme mit den Reifen und konnte nicht mehr richtig attackieren.“ Der Aprilia-Pilot und sein Team ViVa by Peuker & Streeb kassieren damit  die ersten 20 Punkte. 

Svendsen kämpft sich nach vorne

Ruben Bijman, der von der Pole Position gestartet war, komplettierte schließlich das Podium. Der Niederländer konnte sich in der Anfangsphase nicht entscheidend absetzen und verlor zwischenzeitlich den Anschluss an die Spitzengruppe. „Der Beginn war extrem hart“, sagte der Freudenberg-Pilot. „Dadurch konnte ich mich nicht freifahren und musste später viel aufholen. Das hat Reifen gekostet und am Ende war einfach kein Grip mehr da.“ Durch die Strafe gegen Rosenthaler rückte Bijman nachträglich noch auf Rang drei vor.

Eine starke Aufholjagd zeigte außerdem Oliver Svendsen (ERC). Der Däne und Supersport-300-Champion von 2024 kämpfte sich nach Startplatz zwölf mit seiner neuen Kawasaki Schritt für Schritt bis auf Rang fünf nach vorne. Den Anschluss an die Spitzengruppe konnte er allerdings nicht mehr herstellen.

Hinter ihm folgte Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) auf Platz sechs. Dahinter kamen Tom Kuil (RT Motorsports), Micky Winkler (WSC Racing), Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) und Julian van Kalkeren (SRTD Pearl Gebben) ins Ziel.

Das zweite Rennen der EURO MOTO Sportbike startet am Sonntag um 15:20 Uhr. Dann wird sich zeigen, ob Zuda erneut vorne mitmischt oder ob Rosenthaler, Bijman oder Svendsen zurückschlagen können. Der Lauf wird kostenlos im Livestream auf EURO MOTO übertragen.

EURO MOTO Sportbike, Race 1 (Top-Ten)

  1. Stepan ZUDA (#23/POL), Triumph Daytona 660
  2. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS 660
  3. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  4. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  5. Oliver SVENDSEN (#69/DNK), Kawasaki Ninja ZX-6R
  6. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  7. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS 660
  9. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  10. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Tulo top und Reiti braucht „noch a bissl"

Markus Reiterberger muss sich erst an die unbekannte Strecke gewöhnen
Foto: Jens Hawrda

Alle „Reiti“-Fans müssen jetzt stark sein. Der vierfache Superbike-Meister Markus Reiterberger startet auf dem Sachsenring nicht von der Pole in die beiden EURO MOTO Superbike-Rennen auf dem Sachsenring. Titelverteidiger Lukas Tulovic hat wieder zugeschlagen. Und auch Reitis Teamkollege Hannes Soomer war in der Superpole-Entscheidung schneller.

Die Konkurrenz ächzt. Lukas Tulovic und die neue Ducati Panigale Panigale V4R scheinen wie schon im letzten Jahr ein Dream-Team zu sein. Das 2026er-Motorrad erhielt im Vergleich zum Vorgängermodell umfassende technische Updates, unter anderem die knapp dreieinhalb Kilogramm leichtere „Hollow Symmetrical“-Zweiarmschwinge, größere Winglets und ein neues Getriebe. Der Leerlauf befindet sich nicht wie gehabt zwischen dem ersten und zweiten Gang, sondern wie in der MotoGP unterhalb des ersten Gangs. Weil das Superbike nach dem EURO MOTO-Reglement mindestens 175 Kilogramm auf die Waage bringen muss, wurden an das „neue Baby“ im Team Triple M Racing Ducati Frankfurt Zusatzgewichte angebracht.

In der Superpole wurden die Karten zwischen Tulovic und dem mit Spannung erwarteten Rückkehrer Markus Reiterberger zum ersten Mal überhaupt gelegt. Beide waren noch nie gegeneinander gefahren. In der Zeitenliste trennen die Beiden 0,445 Sekunden. Fast eine halbe Sekunde, doch wieviel sagt das aus? „Ich mache mir keine Gedanken darum“, sagt Reiterberger klipp und klar. „Vor der Saison habe ich einen dreitägigen Test verpasst. Ich konnte wegen meiner Erkältung nicht mit nach Valencia fahren und lag richtig flach. Ich war nur zwei Tage in Oschersleben zum Testen und bin jeweils fünf Turns gefahren.“

Nach 13 Jahren gibt Reiterberger im Team Masteroil Alpha Van Zon BMW gleichzeitig sein Comeback am Sachsenring. Er kann sich vage an die Strecke erinnern. Die BMW dagegen kennt er genau. „Ja, ich kenne die M 1000 RR“, bestätigt der 32-Jährige, räumt aber ein „trotzdem ist wieder alles anders. Das Team ist von Öhlins-Fahrwerk auf ZF umgestiegen, es gibt alte und neue Leute. Es ist nicht schlechter als bisher, nur anders. Ich habe noch kein Basis-Set-up und wäre fast aus der Superpole 1 geflogen. Ich kann an nichts mäkeln, sondern muss erst an meiner eigenen Baustelle arbeiten. „Ich brauch noch a bissl.“ Spätestens beim nächsten EURO MOTO-Event in Brünn am letzten Mai-Wochenende sollte alles fluppen. Der Grand-Prix-Kurs in Tschechien sagt Reiterberger von allen Veranstaltungsorten der Serie am meisten zu.

Weitere Konkurrenz lauert in der eigenen Team-Mannschaft in Form von Hannes Soomer. Der Este hat Feuer unterm Hintern. Ihm gelangen im vergangenen Jahr zwei Siege und auf dem Sachsenring steht er am Start direkt neben Tulovic.

Aus der zweiten Reihe gehen Honda-Aushängeschild Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) und Twan Smits (Team Apreco), der einzige Yamaha-Fahrer, ins Rennen. Smits war wie Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) und Markus Reiterberger mit dem Umweg über die Superpole 1 in die Superpole 2 gekommen, in der die Startplätze unter den neun schnellsten Fahrern ausgemacht werden.


Superpole 1:

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha), 

2. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW), 

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW), 

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW), 

5. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati), 

6. Jan MOHR (AUT/BMW), 

7. Leon ORGIS (DEU/BMW), 

8. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW), 

9. Marco FETZ (DEU/BMW), 

10. Christoph BEINLICH (DEU/BMW), 

11. Patrick HOBELSBERGER (DEU/Honda).


Superpole 2:

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati), 

2. Hannes SOOMER (EST/BMW), 

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW), 

4. Florian ALT (DEU/Honda), 

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha), 

6. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW), 

7. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW), 

8. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW), 

9. Soma GÖRBE (DEU/BMW).


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Bijman holt erste EURO MOTO Pole

Ruben Bijman holt erste Pole der neuen Saison
Foto: Jens Hawrda

Die „jungen Wilden“ der EURO MOTO Sportbike-Klasse sind am Samstag auf dem Sachsenring in ihre neue Saison gestartet. Schon in den beiden Auftakt-Qualifyings wurde klar: In dieser Klasse wird es 2026 richtig eng. Die erste Pole Position der neuen Ära fiel erst in der letzten Runde des zweiten Qualifyings am Mittag.

Mit Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) hat sich der erste Pole-Setter der EURO MOTO Sportbike eingeschrieben. Der Niederländer wechselte zur Saison 2026 aus der IDM Supersport in die Sportbike-Klasse und zeigte sich am Freitag bei kühlen und nassen Bedingungen zunächst noch vorsichtig. Am Samstag drehte der 22-Jährige dann auf. Im ersten Qualifying reichte es zunächst zu Rang drei, im zweiten Zeittraining gelang ihm in seiner letzten fliegenden Runde mit einer Zeit von 1:28,738 Minuten der entscheidende Sprung an die Spitze.

„Ich wusste, dass wir schnell sein können und habe schon erwartet, dass wir vorne mitfahren“, sagte Bijman anschließend im Parc Fermé. „Aber die erste Pole Position des Jahres zu holen, ist natürlich super.“

Lange sah es allerdings danach aus, dass Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) die Nase vorn hat. Der Österreicher, der im vergangenen Jahr im Northern Talent Cup erfolgreich unterwegs war, führte große Teile des zweiten Qualifyings an und setzte mit 1:28,759 Minuten eine starke Zeit. Am Ende fehlten ihm lediglich 0,021 Sekunden auf Bijman. Entsprechend zufrieden zeigte sich der 17-Jährige trotzdem: „Ich bin mehr als happy mit den Qualifyings. Ich habe schon gedacht, dass wir vorne mitfahren können, aber dass die Rundenzeiten so gut werden, hat mich selbst positiv überrascht“, so Kitzbichler.

Den dritten Platz in der ersten Startreihe sicherte sich mit Stepan Zuda ebenfalls ein Fahrer aus dem Freudenberg-Lager. Der Pole war im vergangenen Jahr wie Bijman ebenfalls in der IDM Supersport unterwegs und hatte das erste Qualifying sogar für sich entschieden trotz vorzeitigem Abbruch aufgrund technischer Probleme. Im zweiten Zeittraining konnte er sich zwar mit einer Rundenzeit von 1:28.867 Minuten noch leicht verbessern. Für die erneut schnellste Zeit reichte es aber nichtm mehr.

Mit Platz vier eröffnet Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) die zweite Startreihe. Der Österreicher überzeugte bislang sowohl bei den nassen Trainings am Freitag als auch in den Qualifyings mit konstant schnellen Zeiten. Dahinter sorgte der Deutsche Micky Winkler (WSC-Racing) für eine kleine Überraschung. Der ehemalige IDM Supersport-300-Pilot, der in den letzten Jahren seine Motorsport-Karriere weniger aktiv betreiben konnte, fuhr auf Rang fünf.

Mika Siebdrath startet von Platz sechs. Der jüngere Bruder des ehemaligen Supersport-300-Meisters Marvin Siebdrath, tritt damit nun ebenfalls in der Nachwuchsklasse an. Direkt dahinter folgt mit Alexander Weizel ein weiterer deutscher Fahrer. Die Top 10 komplettieren Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing), Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) und Tom Kuil (RT Motorsports).

Noch nicht ganz rund läuft es dagegen für Oliver Svendsen (ERC). Der Däne zählt vor der Saison zu den Titelkandidaten, muss sich aktuell aber noch an seine neue Kawasaki Ninja ZX-6R gewöhnen. Der Supersport-300-Champion von 2024 startet von Position zwölf.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann