Samstag, 9. Mai 2026

Supersport: Geiger hat die erste Aufgabe des Tages erfüllt

Dirk Geiger
Foto: Jens Hawrda

Die erste Aufgabe des Tages ist abgehakt. Yamaha-Neuzugang Dirk Geiger fuhr die schnellste Zeit im Qualifying in der EURO MOTO Supersport auf dem Sachsenring. Damit steht der 23-Jährige vom Team Apreco beim ersten Rennen, das noch am heutigen Nachmittag ausgetragen wird, auf der Pole Position.

Yamaha statt Honda. Der Marken- und Teamwechsel lief bei Geiger wie geschmiert. Ganz offensichtlich hat das auch seinen Kumpel Lennox Lehmann beflügelt. Der Dresdner verdrängte zum Ende des Qualifyings herzhaft den Schweizer Marcel Brenner aus der ersten Startreihe und ließ vorne nur Brenners Automarket AF Racing-Teamkollegen Daniel Blin auf der Ducati Panigale V2 in die Mitte. Das heißt: die ersten vier Plätze teilen sich zwei Yamaha- und zwei Ducati-Fahrer.

Auf dem fünften und sechsten Platz folgt das MCA Racing-Doppel Julius Ahrenkiel-Frellsen und Marvin Siebdrath. Wäherend sich alle anderen Fahrer im zweiten Qualifying verbesserten, sorgte der Sturz Filip Novotný für einen Dämpfer. Der Tscheche stürzte mit der Ducati ins Abseits und musste zum Check ins Krankenhaus.

Der MCA-Drilling Julius Caesar Rörig machte mit Comeback-Qualitäten auf sich aufmerksam. Er kehrte nach seinem Sturz im ersten Qualifying gerade noch rechtzeitig für das Q2 aus dem Krankenhaus zurück. Noch aus dem Hospital gab er Entwarnung: Er sei stabil, komme zurück, habe aber Hunger. Einen Apfel später saß er auf seinem Motorrad, das bereits warmgelaufen war und auf ihn gewartet hatte.

Der Einstand von Jorke Erwig, der aus der BSB zurückgekehrt ist, sowie auch der Markenwechsel von Till Belczykowski verliefen harzig. Belczykowski war im gestrigen freien Training noch in den Top Ten unterwegs, als es regnete. In den Qualifyings auf trockener Strecke fiel der Nordrhein-Westfale auf der Kawasaki des Dreier Racing Teams zurück. Belczykowski war von MV Agusta zu den Grünen gewechselt. Die F3 800 R übernahm Luca Göttlicher, der beim Saisonauftakt fehlt. Er ist immer noch verletzt von seinem Spanien-Test. Der Bayer erlitt an seinem abgeschürften Unterarm Verbrennungen zweiten Grades. Außerdem schränkt ihn sein verletztes Knie noch ein. Göttlicher wird bei der zweiten EURO MOTO-Runde Ende Mai in der Supersport-Klasse einsteigen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Superbike: Tulovic macht eine erste Ansage

Lucas Tulovic unterstreicht schon im Training seine Favoritenrolle
Foto: Jens Hawrda

Die Ducati Panigale V4R von Lukas Tulovic rennt wie verrückt. Der Titelverteidiger in der Superbike-Klasse hat im Superpole Pre-Practice auf dem Sachsenring nichts anbrennen lassen und Florian Alt (Honda) um 0,046 Sekunden abgehängt. Marcel Schrötter (BMW) wurde Dritter. Markus Reiterberger (BMW) stürzte und stand zum Schluss als Achter auf der Zeitenliste.

Reiterberger (#28) glänzte zum Saisonauftakt in den Trainingssessions, aber im Superpole Pre-Practice flog der Bayer ab. Verloren ist für den vierfachen Meister aber nichts. Heute qualifizierten sich in haargenau 30 Minuten die schnellsten sechs Fahrer direkt für die Superpole 2, in der die vordersten Startpositionen ausgefahren werden. Reiti hat sein Abo also noch nicht gebucht. Aber drei Fahrer kommen noch aus dem verbliebenen Feld dazu, die morgen als Schnellste in der Superpole 1 ermittelt werden.

Aus der Superpole 2 ergeben sich die Startplätze 1 bis 9. Die nachfolgenden Startpositionen ergeben sich der Reihenfolge nach aus den Superpole 1-Ergebnissen. Den Startplatz haben die Fahrer für beide Rennen inne.

Für Christoph Beinlich (#71) ist das Feld an der Spitze kein Thema. „Fast alle von den Jungs fahren ständig zu Tests oder sitzen zumindest auf einem Motorrad. Da kann ich nicht mithalten. Für mich zählt der Spaßfaktor“, sagt der BMW-Fahrer aus dem Familien-Team. „Zur EURO MOTO gibt es auch keine Alternative, allein schon die vier WM-Rennstrecken Sachsenring, Brünn, Most und Assen sind interessant.“

Ergebnis Superpole Pre-Practice (Top-Five)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati), 

2. Florian ALT (DEU/Honda), 

3. Marcel Schrötter (DEU/BMW), 

4. Hannes SOOMER (EST/BMW), 

5. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Drei Ausfälle vor dem Saisonauftakt am Sachsenring

Die Sportbike Klasse der EURO MOTO startet an diesem Wochenende auf dem Sachsenring in ihre neue Saison und präsentiert sich 2026 internationaler denn je. Insgesamt 23 Fahrer aus neun Nationen sind für die noch junge Klasse eingeschrieben. Zum Auftakt müssen allerdings gleich mehrere Piloten passen.

Besonders bitter trifft es den Niederländer Rick Kooistra, der in diesem Jahr zu den Titelkandidaten zählt. Der 25-Jährige aus dem Team SRTD Pearl Gebben zog sich am vergangenen Wochenende bei einem Training einen Schlüsselbeinbruch zu und musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. „Wir prüfen aktuell die besten und schnellsten Möglichkeiten für meine Genesung, damit ich zum zweiten Saisonlauf in Brünn wieder in die Startaufstellung zurückkehren kann.“, erklärte der Niederländer wenige Tage vor dem Saisonauftakt.

Auch aus deutscher Sicht gibt es vor dem ersten Rennwochenende Rückschläge. Sven Seidler vom Team ViVa by Peuker & Streeb hat seine Teilnahme am Sachsenring ebenfalls zurückgezogen. Der 29-Jährige nannte persönliche und gesundheitliche Gründe für seinen vorzeitigen Rückzug, blickt aber bereits nach vorne. „Voraussichtlich in Oschersleben im Juli werde ich wieder startklar sein“, so der Baden Württemberger aus Zaberfeld Leonbronn.

Damit fehlt bereits der erste deutsche Fahrer im Feld. Noch unklarer ist die Situation bei Korbinian Brandl (RBR-Racing). Der Aprilia Pilot wird am Sachsenring ebenfalls nicht an den Start gehen. Gründe für die Absage wurden bislang nicht bekannt gegeben. Ob der Oberndorfer beim nächsten Rennwochenende in Most zurückkehrt, ist aktuell offen.

Durch die Ausfälle von Seidler und Brandl schrumpft das deutsche Aufgebot in der Sportbike Klasse am Sachsenring deutlich zusammen. Mit Alexander Weizel (Weizel Racing), Micky Winkler (WSC-Racing) und Mika Siebdrath (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) bleiben nun noch drei deutsche Fahrer übrig, die beim Saisonauftakt die deutschen Farben vertreten.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Freitag, 8. Mai 2026

Superbike: Schrötter ist froh, dass der Sachsenring zuerst dran ist

Neue Serie, neues Team, neues Motorrad: Marcel Schrötter gibt sich vor der Premiere
in der EURO MOTO Superbike optimistisch.
Foto: GERT56 by RS Speedbikes

Bei Marcel Schrötter sollte es gut laufen, auch wenn er lieber noch ein paar Testtage mehr absolviert hätte. Das sagt der 33-jährige Bayer selbst. Am kommenden Wochenende (8. bis 10. Mai) schlägt der bisherige WM-Fahrer ein weiteres neues Kapitel in seiner Karriere auf – wenn er auf dem Sachsenring sein Debüt in der hart umkämpften EURO MOTO Superbike gibt.

Ein letzter Test vor dem Saisonauftakt vor einer Woche auf der Rennstrecke im tschechischen Most verlief ohne Probleme. Hinzu kommt, dass der Sachsenring eine Strecke ist, die Schrötter sehr gut kennt. Das stimmt den Oberbayern, der im Team GERT56 by RS Speedbikes eine BMW M 1000 RR fährt, sehr optimistisch. Seine Startnummer in Deutschlands höchster Rennsportklasse ist die „6“.

„Ich bin echt gespannt auf das Kräfteverhältnis in der Superbike-Klasse“, fiebert Schrötter dem Saisonauftkt entgegen und meint: „Für mich ist praktisch alles neu: die Meisterschaft, das Fahrerlager, die Konkurrenten, das Motorrad und in gewisser Weise auch der Wechsel auf 1000 ccm. Bisher habe ich mich gut eingelebt, auch wenn ich mich mit dem Motorrad, wie es in der EURO MOTO eingesetzt wird, noch nicht hundertprozentig wohlfühle. Wir haben einige Testkilometer absolviert und gute Arbeit geleistet, aber ein oder zwei weitere intensive Testtage hätten nicht geschadet. Der Saisonauftakt am Sachsenring kommt mir jedoch entgegen. Ich kenne die Strecke sehr gut. Es wäre schwieriger, wenn wir zum Beispiel in Oschersleben starten würden. Es sollte also gut laufen. Ich hoffe, dass viele Fans – nicht nur meine, sondern von allen Fahrern – zur EURO MOTO-Premiere zum Sachsenring kommen.»

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Jetzt geht´s los: EURO MOTO-Auftakt auf dem Sachsenring

Foto: Jens Hawrda

Noch schneller, noch enger, noch reizvoller. Die neue EURO MOTO startet vom 8. bis 10. Mai 2026 durch und gibt ihr Debüt auf dem traditionsreichen Sachsenring. Allein schon der Beginn auf dem Grand-Prix-Kurs ist ein klares Statement. Wie üblich werden bei den Rennen im deutschen Motorradmekka auch etliche einheimische Fahrer am Start sein. Und weil am Sonntag Muttertag ist, gibt es für jede Mutti eine Praline der besonderen Art. Das Geschenk ist ein unvergessliches Erlebnis.

Die neue Marke EURO MOTO auf dem Sachsenring markiert den Beginn einer neuen Ära im europäischen Motorradrennsport. In ihr wird die bisherige Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) konsequent weiterentwickelt. Die Motor Presse Stuttgart setzt als Promoter den Anspruch, die attraktivste Rennserie Europas zu etablieren – mit neuen Maßstäben, frischen Impulsen und maximaler Leidenschaft für den Sport. Die EURO MOTO ist ein Schritt in die Zukunft für Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans.

Action, Nervenkitzel, Stimmung auf und neben der Rennstrecke – das ist der Grund, weshalb tausende Zuschauer zum Sachsenring pilgern. Die EURO MOTO Superbike liefert als höchste deutsche Motorradklasse entsprechend ab. Fahrer wie der Titelverteidiger Lukas Tulovic (Ducati) oder Florian Alt (Honda), Markus Reiterberger (BMW) und Twan Smits (Yamaha) gehen für ihre Motorradmarken bis an die Grenze des Machbaren. Über 200 PS und schneller als 300 km/h sorgen sie für Gänsehautmomente. Etwa zehn Fahrer haben Chancen auf einen Podiumsplatz und die Anspannung ist enorm, welcher von ihnen als Erster in die erste Kurve sticht und wer am Ende als Erster im Ziel ist.

Mittendrin ist das Team GERT56 by RS Speedbikes aus dem sächsischen Pirna, das sich nach dem Tod seines Teamchefs neu aufgestellt hat und mit drei Hochkarätern anrückt. Marcel Schrötter, der zuletzt in der Supersport-Weltmeisterschaft fuhr, ist dabei zusätzlich ein medialer Clou. Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig, die beide aus dem Dunstkreis des Sachsenrings stammen, gehören in die EURO MOTO Superbike wie das Feuer zur Flamme. Schafft es „Fibu“ in diesem Jahr endlich, den ersten Sieg in der Klasse zu holen? Sieger der Herzen ist er schon lange, aber er will auch wenigstens ein Mal wirklich gewinnen.

Euro-Moto Supersport

In der etwas kleineren Supersport-Klasse fährt Lennox Lehmann aus Dresden um den Titel. Der 20-Jährige hat gleich zwei Aufgaben: Podiumsplätze holen und den Triumph-Zug der neuen Yamaha YZF-R9 einleiten, die in der Weltmeisterschaft bereits große Erfolge gefeiert hat. Gemeinsam mit seinem hessischen Teamkollegen Dirk Geiger soll er auf in der EURO MOTO die Konkurrenz auf Ducati, Kawasaki, Honda, Triumph und MV Agusta bezwingen. Die Kontrahenten kommen aus sechs Ländern, allein vier aus dem benachbarten Tschechien.

Euro-Moto Sportbike

Einen regelrechten Boom erlebt die erst vor einem Jahr eingeführte Sportbike-Klasse. In ihr werden Motorräder wie die Triumph Daytona 660, Aprilia RS 660, Kawasaki ZX-6R 636 und Yamaha YZF-R7 an den Start geschoben. Bereits ab 15 Jahren wird hier Racing auf Top-Niveau geboten. Die kleinste EURO MOTO-Klasse hat in diesem Jahr das größte Fahreraufgebot. Sie gilt als optimale Vorbereitung für einen späteren WM-Einstieg. Eine Hausnummer in diesem Haifischbecken zu werden, das ist der Plan von Mika Siebdrath aus Wildenfels – analog der Erfolgsgeschichte seines älteren Bruders Marvin, der in der Supersportklasse fährt. Schnitzel-Fan Mika ist 17 Jahre alt und kann die Premiere auf dem Sachsenring kaum erwarten. Hinter ihm steht das renommierte Team Freudenberg PALIGO Racing aus Bischofswerda.

EURO MOTO auf dem Sachsenring – das ist ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans. Die würzige Garnitur um die Prädikatsklassen bieten der Kawasaki ZX-6R Cup, der ADAC Junior Cup und der Moto4 Northern Cup. Das Rennwochenende bietet eine pralle Packung an feinstem Motorsport.

Eine Praline für alle Mütter

Ein besonderes Highlight ist am Sonntag: Muttertag. EURO MOTO sagt Danke – mit einer „Praline“ der besonderen Art. Alle Mütter erhalten freien Eintritt inklusive Fahrerlager-Zugang und Fan Walk. Muttertag heißt: nicht nur zuschauen, sondern mittendrin sein. Es ist ein Geschenk, das Erlebnis und Emotion verbindet. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren haben ebenfalls freien Eintritt.

EURO MOTO am Sachsenring – das ist nicht nur Rennsport. Das ist ein Versprechen. An die Zukunft. An den Nervenkitzel. Und an alle, die ihn spüren wollen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek