Montag, 27. April 2026

Podium und Pole zum Saisonstart: Schubert Motorsport überzeugt beim DTM-Auftakt in Spielberg

Marco Wittmann freute sich über den zweiten Platz im Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport

Schubert Motorsport ist mit einem Podiumserfolg und einer Pole-Position in die DTM-Saison 2026 gestartet. Beim Auftakt auf dem Red Bull Ring zeigte das Team eine starke Gesamtleistung und sammelte wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Im Fokus stand dabei vor allem Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO), der mit zwei beeindruckenden Aufholjagden überzeugte: Am Samstag fuhr er von Startplatz 15 auf Rang fünf, am Sonntag kämpfte er sich von Startposition neun auf Platz zwei nach vorne und sicherte sich damit sein 51. DTM-Podium. Für seine Leistung wurde Wittmann am Sonntag zudem zum „Driver of the Day“ gewählt und liegt mit 31 Punkten auf Rang drei der Fahrerwertung.

Teamkollege Kelvin van der Linde (#3 Shell BMW M4 GT3 EVO) sorgte am Sonntag mit der Pole-Position für ein weiteres Highlight. Nach einem technischen Defekt im Samstagsrennen, der ihn in aussichtsreicher Position liegend zur Aufgabe zwang, belegte er am Sonntag Platz sechs. In der Fahrerwertung rangiert er aktuell auf Position zehn.

„Das war ein sehr schönes Wochenende – vor allem für Marco Wittmann, der zwei tolle Rennen gefahren ist und mit den Plätzen fünf und zwei auch in der Meisterschaft nach dem Auftakt gut im Rennen liegt“, erklärt Teamchef Torsten Schubert. „Bei Kelvin van der Linde war der technische Defekt am Samstag natürlich schade. Warum er am Sonntag seine Spitzenposition nicht bis ins Ziel halten konnte, werden wir genau analysieren. Sehr zufrieden bin ich mit unseren Boxenstopps – die waren alle mit unter sieben Sekunden extrem stark.“

Auch Wittmann selbst zog ein positives Fazit: „Das war ein starkes Wochenende. Ich bin mit meinen Aufholjagden sehr zufrieden. Es ist ein gutes Gefühl, so in die Saison zu starten. Entscheidend wird aber sein, diese Konstanz über das Jahr hinweg zu halten. Das Team hat mit der Strategie und bei den Boxenstopps einen super Job gemacht.“

Kelvin van der Linde blickt trotz gemischter Ergebnisse optimistisch nach vorne: „Das Wochenende hatte Höhen und Tiefen. Die Poleposition am Sonntag war natürlich ein Highlight, aber die Rennen liefen nicht optimal. Trotzdem ist das erst der Anfang einer langen Saison – ich freue mich auf die nächsten Rennen.“

In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport nach dem Auftakt auf Rang vier.

Parallel zum DTM-Einsatz sammelte das Team auch im ADAC GT Masters weitere Rennkilometer: Juliano und Sandro Holzem belegten im BMW M4 GT3 #56 am Samstag Platz 11 (Startplatz 10) und steigerten sich am Sonntag auf Rang sieben nach Start von Position fünf.

„Es war insgesamt ein anstrengendes Wochenende, aber mit dem Podium am Sonntag können wir zufrieden sein. Jetzt gilt es, die Jungs weiter aufzubauen und die Konstanz reinzubekommen. Es müssen nicht immer Siege sein – entscheidend ist, regelmäßig vorne mit dabei zu sein“, so Schubert abschließend.

Mit einem Podium, einer Pole-Position und wichtigen Punkten im Gepäck reist Schubert Motorsport mit viel Motivation vom Red Bull Ring ab – und blickt zuversichtlich auf die kommenden Rennen der Saison.

Quelle: schuber-motorsport.com

DTM – Stars and Stories vom Red Bull Ring

Der DTM-Saisonstart auf dem Red Bull Ring in der Steiermark war nicht nur  für 51.000 Fans ein Motorsport-Fest – das Event lockte auch prominente Gäste aus Sport und Unterhaltung an die Strecke. Ski-Legende Marcel Hirscher warb gemeinsam mit Rallye-Dakar-Sieger Matthias Walkner für den Wings for Life World Run. Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben, schickte die Fahrer persönlich in den ersten Saisonlauf und Model Betty Taube entdeckte ihre Leidenschaft für den Motorsport neu. 

Ski-Weltstar Marcel Hirscher schickte die DTM-Stars ins Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport

Weltmeister-Duo Hirscher und Walkner wirbt für globalen Charity-Lauf 

Die österreichische Skilegende Marcel Hirscher ließ sich am Wochenende den DTM Auftakt am Red Bull Ring nicht entgehen. Als Wings for Life-Botschafter nutzte der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger die DTM-Plattform, um mit Paris-Dakar Sieger Matthias Walkner auf den Wings for Life World Run 2026 aufmerksam zu machen. „Wir laufen für alle, die es nicht können. Dabei geht es nicht darum, wer Erster oder Zweiter wird. Es ist ein gemeinsames Mitwirken, um die Rückenmarksforschung zu unterstützen“, sagte Hirscher, der den DTM-Stars mit dem Schild „Drivers start your engines“ den Startbefehl gab. Walkner überreichte dem Drittplatzierten des Sonntagsrennens den Pokal. Der Wings for Life World Run 2026 startet am 10. Mai und ist die größte Laufveranstaltung der Welt. Die DTM nimmt mit dem „Team DTM“ teil – angeführt von Teamkapitän und BMW M-Werksfahrer Kelvin van der Linde. 

Betty Taube: Glücksgefühle bei der DTM 

Model Betty Taube war beim Besuch auf dem Red Bull Ring in ihrem Element. Die Influencerin ist nicht nur eine ausgebildete Kunstflugpilotin, sondern besitzt auch eine Rennlizenz. Und die DTM auf dem Formel-1-Kurs hatte es ihr angetan. „Hier herrscht echtes Racetrack-Feeling und das liebe ich“, sagte sie und verriet: „Ich habe lange nicht mehr in einem Rennauto gesessen, deshalb hatte ich nach der Fahrt mit dem Schaeffler-Innovationstaxi echte Glücksgefühle. Rennfahren ist einfach mein Sport.“ 

Gewichtheber Steiner schickt DTM-Piloten ins Auftaktrennen 

Matthias Steiner, Olympiasieger sowie Welt- und Europameister im Gewichtheben, war am Wochenende erstmals Gast bei der DTM. „Es gibt viele verschiedene Hersteller, man ist dicht an den Fahrern dran – das macht richtig Spaß.“ Auch eine Mitfahrt im Audi R8 LMS GT2, dem Schaeffler-Innovationstaxi, begeisterte Steiner. „Ein tolles Erlebnis! Markus Winkelhock ist ein super Fahrer, da habe ich mich von Anfang an sicher gefühlt“, erzählte er. Der gebürtige Österreicher kann sich auch eine Beschäftigung in der DTM vorstellen, allerdings nicht als Fahrer, „dafür bin ich 50 Kilogramm zu schwer“, sondern als Mitglied einer Reifencrew. „Beim Reifenwechsel muss alles auf die Sekunde genau passen. Diesen Druck liebe ich“, erklärte Steiner, der am Samstag das Feld mit dem Schild „Drivers start your engines“ in den ersten DTM Lauf der Saison schickte. 

BMW-Pilot Marco Wittmann und die ehemalige Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (l-r)
Foto: ADAC-Motorsport

Claudia Pechstein drückte Marco Wittmann die Daumen 

Die fünfmalige Goldmedaillengewinnerin Claudia Pechstein kennt die DTM bereits aus dem vergangenen Jahr und zog bei ihrem Besuch am Red Bull Ring Parallelen zu ihrer Sportart. „Mich fasziniert an der DTM einfach diese Geschwindigkeit. Das hat der Motorsport mit dem Eisschnelllauf gemeinsam. Wenn du im Renntaxi mitfährst, fragst du dich vor jeder Kurve, wann denn endlich gebremst wird. Das macht unfassbar Spaß! In den beiden Rennen waren meine beiden Daumen vor allem für Marco Wittmann gedrückt“, sagte Pechstein, die als Gast von DTM-Innovationspartner Schaeffler vor Ort war. 

Mit der Track Safari über die Alpen-Achterbahn 

Die Fans lernten den Formel-1-Kurs am Freitag beim DTM-Auftakt in der Steiermark aus nächster Nähe kennen: Die zwei vollbesetzten Busse starteten bei der Track Safari am Nachmittag und wurden beim Ritt über die Berg- und Talbahn in den Alpen immer wieder von den DTM-Fahrzeugen überholt. Der Österreicher Daniel Drexel, der in der ADAC GT4 Germany am Steuer eines Porsche 718 Cayman GT4 RS CS sitzt, erklärte den Teilnehmern die Besonderheiten seines Heimkurses und hatte Spaß an seinem neuen Job. „Die Track Safari ist auch für mich als Fahrer etwas ganz Besonderes. Es ist toll, den Fans spannende Infos zur Rennstrecke zu erzählen. Dazu bietet der erhöhte Platz im Bus auch eine ganz neue Perspektive.“ 

Thomas Preining wurde von den Fans am Samstag zum „Driver of the Day“ gewählt
Foto: ADAC-Motorsport

Premiere: Thomas Preining erster „Driver of the Day“ 

Am Samstag hatten die Fans beim ersten DTM-Lauf auf dem Red Bull Ring das Wort und wählten zum ersten Mal in der Seriengeschichte den „Driver of the Day“ powered by PME Legend. Weltweit konnten die Zuschauer während der ersten beiden Saisonläufe für ihren Favoriten stimmen. Klarer Sieger im ersten Rennen wurde Thomas Preining, der 38 Prozent der abgegebenen Votes erhielt. Die Abstimmung am Sonntag entschied Marco Wittmann für sich. Fans können den „Driver of the Day“ powered by PME Legend auch bei den kommenden 14 Meisterschaftsläufen über die DTM-App, auf dtm.com oder per QR-Code wählen.

BWT startet Kampagne „Driving Change“ 

Das DTM-Wochenende auf dem Red Bull Ring wurde zum Auftakt der Kampagne „Driving Change“, mit der BWT und der ADAC an allen acht Saisonstopps ein Zeichen für nachhaltigen Fortschritt im Motorsport setzen. Passend zum Standort Spielberg wurde „Made in Austria“ erlebbar: Zur neuen Saison erhielten alle Teams rund 60 BWT-Wasserspender. Zusätzlich stehen den Fans fünf öffentliche Wasserstationen zur Verfügung. So wird der Einsatz von Einwegflaschen sowie CO₂-Emissionen durch Transporte deutlich reduziert. Dazu prägt ein markanter Look die Initiative: BWT-Pink steht für eine klare Haltung und die Vision „Change the World – sip by sip“ und wird durch das charakteristische DTM-Gelb ergänzt. 

Ein Hoodie für ADAC Motorsportchef Thomas Voss 

Nachwuchsförderung mit ADAC Unterstützung: ADAC Motorsportchef Thomas Voss bekam am Red Bull Ring von den Talent Pool Piloten des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland symbolisch einen Hoodie mit seinem Namen überreicht. Acht ausgewählte Fahrer der DTM-Partnerserie erhalten von Porsche eine besondere Unterstützung: Der ehemalige Werksfahrer Wolf Henzler betreut alle Fahraktivitäten der Talente, sie bekommen zudem Medientraining, Sessions bei einem Mentaltrainer und finanziellen Support. Der ADAC begleitet den Talent Pool als Partner. 

Fans feiern ihre Lokalhelden 

Der Linzer Thomas Preining und Lucas Auer aus Tirol waren nach ihrem Doppelsieg am Samstag auf dem Red Bull Ring von den Fans umlagert. Die Lokalmatadore genossen beim Pitwalk die Nähe zu den vielen Besuchern, gaben geduldig Autogramme und machten Selfies. „Mich hat es mega gefreut, dass der DTM-Auftakt vor so vielen Fans in meiner Heimat stattgefunden hat. Für mich war es der perfekte Ort, um in die neue Saison zu starten“, sagte Auer.


ADAC GT Masters: Razoon jubelt über Doppelsieg am Red Bull Ring

  • Porsche-Piloten Pichler/Bönighausen gewinnen vor ihren Teamkollegen Kastelic/Lefterov
  • Hirsiger/Zulauf im Lamborghini als Dritte erneut auf dem Podium
  • Finn Zulauf feiert den Wochenend-Sieg in der „Road-to-DTM“

Leo Pichler und Colin Bönighausen jubeln über ihren Sieg
Foto: ADAC-Motorsport

Heimsieg-Party in Österreich: Lokalmatador Leo Pichler (24) aus Weiz bei Graz und Colin Bönighausen (21/Isernhagen) haben im Porsche 911 GT3 R vom österreichischen Team Razoon – more than Racing den Sonntagslauf gewonnen. Im Ziel lagen sie 5,8 Sekunden vor ihren Teamkollegen Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR) und bescherten ihrem Team einen perfekten Tag beim Heimspiel. Pichler ist nach 15 Jahren der erste österreichische Pilot, der sich einen ADAC GT Masters-Sieg in der Heimat sichern konnte. „Es war immer ein großer Traum von mir, hier am Red Bull Ring ein Rennen zu gewinnen. Es fühlt sich unglaublich an. Der ganze Tag war einfach perfekt mit der guten Startposition und diesem starken Rennen. Das Team hat die Autos super vorbereitet und dieser Doppelsieg ist für jeden einzelnen mehr als verdient“, strahlte Pichler. Teamkollege Bönighausen fuhr sein erstes Wochenende im ADAC GT Masters überhaupt und strahlte: „Ich bin mega happy. Wir hatten schon gestern auf den Sieg gehofft, da hat leider das Glück gefehlt. Heute lief es dafür umso besser. Vielen Dank ans Team, das Auto war mega.“ Das Podium komplettierten Felix Hirsiger (27/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport).

Bei 21 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Kastelic von der Pole-Position aus ins Rennen und hielt diese Position bis zu einem kleinen Fehler. Dieser erlaubte es seinem Teamkollegen Pichler im zweiten Porsche 911 GT3 R sich an die Spitze zu schieben. Von diesem Moment an fuhren zunächst Pichler und später sein Teamkollege Bönighausen einem ungefährdeten Sieg entgegen. Auch bei Kastelic und Lefterov überwog am Ende die Freude über das Podium am Debüt-Wochenende im ADAC GT Masters und den Doppelsieg des Teams. „Ich freue mich unglaublich für Razoon. Wir hatten den Sieg heute nicht verdient, denn Leo und Colin waren einfach das bessere Duo und schneller als wir“, so Kastelic. „Leo war nach dem Start immer dicht hinter mir und ich hätte auch ohne meinen Fehler in der letzten Kurve keinen Zweikampf angefangen und damit eventuell den Doppelsieg gefährdet. Es war mein erstes Wochenende und ich habe mein erstes Podium erzielt, darüber freue ich mich sehr.“

Mit 7,3 Sekunden Rückstand zur Spitze kamen Hirsiger/Zulauf als Dritte ins Ziel. Die Vortagessieger vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sicherten sich mit diesem Ergebnis die frühe Tabellenführung in der Meisterschaft und Zulauf zusätzlich den Sieg in der „Road-to-DTM“-Wertung des Wochenendes. „Aus unserer Sicht war es wirklich ein perfektes Rennen, denn die Porsche waren für uns heute außer Reichweite“, freute sich Hirsiger. „Wir mussten beide eine Stunde am Limit und ohne Fehler fahren, um hier auf dem Podium zu stehen. Wir haben alle bisher gesetzten Ziele erreicht und die Tabellenführung wollen wir natürlich nicht mehr abgeben.“

Den vierten Rang erzielten Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Dahinter sortierten sich Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (18/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 und Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) im zweiten BMW ein. Ihre Markenkollegen Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) fuhren auf Rang sieben, dahinter folgten die Neueinsteiger von HGL Racing im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 mit Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirna). Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team) wurden im Ford Neunte, während Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) im Aston Martin Vantage GT3 Evo des zweiten Debütanten-Teams, Comtoyou Racing, die Top-10 komplettierten. Der Sieg im Pro-AM Cup ging erneut an Ernst Kirchmayr (70/AUT)/Axcil Jefferies (34/ZWE/beide Baron Motorsport). Die Gaststarter von Baron Motorsport im Ferrari 296 GT3 kamen als Zwölfte ins Ziel.

Das nächste Rennwochenende des ADAC GT Masters findet vom 22. bis 25. Mai im niederländischen Zandvoort statt. Das zweite Auslandsgastspiel der GT3-Nachwuchsliga des ADAC wird erneut im Rahmen der DTM ausgetragen.


Sonntag, 26. April 2026

DTM: Mit Blitzstart zum Sieg - Engel triumphiert in Spielberg

  • Mercedes-AMG-Pilot feiert auf dem Red Bull Ring dritten DTM-Erfolg
  • Marco Wittmann erkämpft sich nach starker Aufholjagd Platz zwei
  • 51.000 Besucher erleben spektakulären DTM-Auftakt in der Steiermark

Großer Jubel bei Maro Engel über den Sieg im DTM-Sonntagslauf
Foto: ADAC-Motorsport

Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) hat am Sonntag auf dem Red Bull Ring den zweiten DTM-Saisonlauf klar gewonnen. Der Routinier überholte gegen Mitte des Rennens den in Führung liegenden Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) und feierte nach 37 Runden seinen dritten DTM-Erfolg. „Ich bin überglücklich, endlich wieder einen Meisterschaftslauf gewonnen zu haben“, freute sich der Mercedes-AMG-Pilot über seinen ersten DTM-Triumph seit Juni 2023. „Nachdem es am Samstag leider nicht geklappt hat, fühlt sich der Sieg umso besser an. Der Schlüssel war ein super Start, als ich direkt auf den zweiten Platz vorfahren konnte.“ Den zweiten Platz belegte der taktisch klug fahrende Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport), der als Neunter in das Rennen gegangen war. Lokalmatador Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) fuhr bei seinem Heimrennen nach Rang zwei am Samstag erneut auf das Podium und wurde Dritter. Die DTM startete erstmals auf dem Formel-1-Kurs in den Alpen in die Saison. 51.000 Besucher erlebten den Auftakt live vor Ort.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 2 von 16

  • Streckenlänge: 4.326 Meter
  • Wetter: 20 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3), 1:27,575 Minuten
  • Sieger: Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80)
  • Schnellste Rennrunde: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 1:28,497 Minuten

Engel startete stark in den Sonntagslauf auf dem Red Bull Ring: Der Routinier konnte gleich zu Beginn drei Plätze gutmachen und verbesserte sich hinter Pole-Setter Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) auf Position zwei. Auf dem dritten Rang folgte sein Markenkollege Auer, Wittmann war zu diesem Zeitpunkt im BMW M4 GT3 Evo Siebter. Nach dem ersten Boxenstopp übernahm Engel die Führung. Wittmann, der seinen Reifenwechsel sehr früh absolvierte, kämpfte sich auf Platz zwei vor, nachdem er van der Linde und Auer überholen konnte. Auf Rang fünf folgte Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Auch nach dem zweiten Pflichtboxenstopp blieb Engel vorn und setzte sich im weiteren Verlauf von seinen Konkurrenten ab. Im Ziel hatte er einen Vorsprung von 4,857 Sekunden vor Wittmann. Auer überquerte als Dritter die Ziellinie, Gounon und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) sicherten sich die Positionen vier und fünf. Pole-Setter van der Linde konnte an seine gute Leistung im Qualifying nicht anknüpfen und beendete den zweiten Meisterschaftslauf in der Steiermark als Sechster. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf Rang sieben. Neuling Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) sicherte sich im Ford Mustang GT3 mit Platz acht seine erste Top-Ten-Platzierung in der DTM. Bester Ferrari-Pilot war Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) als Neunter. Nachwuchsfahrer Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) beendete den Sonntagslauf auf Rang zehn.

Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann: „Ein unglaublich starkes Ergebnis! Wir hatten schnelle Boxenstopps, dazu konnte ich direkt nach dem ersten Reifenwechsel mehrere Plätze gutmachen. Lucas Auer kam zwischenzeitlich extrem dicht an mich heran. Ich durfte mir keinen einzigen Fehler erlauben, da war höchste Konzentration gefragt.“

Lucas Auer: „Zweimal beim Heimspiel auf dem Podium, viel besser geht es nicht. Durch die zwei Boxenstopps kommt es noch stärker auf die richtige Strategie an, da hat das Team einen super Job gemacht. Die Atmosphäre war über das komplette Wochenende sensationell, der DTM-Auftakt hat mir großen Spaß gemacht.“


Ergebnis, 2. Meisterschaftslauf, Red Bull Ring (top-Five)

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol)

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +4,857 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,429 Sekunden

4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +6,220 Sekunden

5. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing), +9,203 Sekunden


Aston Martin-Erfolg im Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring

  • Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok gewinnen in der ADAC GT4 Germany
  • Mit Aston Martin, BMW und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson reisen als Tabellenführer ab

Große Freude bei Philipp Gogollok (li.) und Jan Philipp Springob
Foto: ADAC-Motorsport

Britischer Triumph beim Auslandsgastspiel der ADAC GT4 Germany in Österreich: Mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg gewannen Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo von COSY Racing by ESM das Sonntagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Durch Platz zwei der BMW M4 GT4 Evo-Piloten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) und Rang drei für das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Herstellern auf die ersten drei Positionen fahren. Für Sieger Gogollok ist es nach 2024 und 2025 bereits der dritte Sieg in Folge auf der Rennstrecke in Österreich.

Bereits in der Qualifikation konnte Gogollok glänzen und sich die Pole-Position sichern. Die gute Ausgangslage wandelte der Hesse direkt in die Rennführung um. Bis zur Rennmitte baute er den Lead auf rund vier Sekunden aus. Hinter dem Aston Martin ging es jedoch mächtig zur Sache. Alon Gabbay (22/ISR) im Porsche, sein AVIA W&S Motorsport-Teamkollege Berndt und BMW-Pilot Sylvestersson kämpften sehenswert um die zweite Position, wobei Gabbay in der ersten Rennhälfte die Oberhand behielt.

In der Phase der Boxenstopps wechselte die Reihung jedoch signifikant. Mit einem perfekt getimten Stopp übernahm Robinsons Partner Berndt den zweiten Rang vor Gabriele Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, und Gabbays Partner Maximilian Schreyer (17/Marburg). An der Spitze drehte derweil Springob, der für Gogollok in den Aston Martin stieg, souverän seine Runden. Piana machte im weiteren Rennverlauf ordentlich Druck auf Robinson und konnte den Australier rund zehn Minuten vor Rennende überholen - und so Platz zwei klarstellen. Somit reisen Piana/Sylvestersson als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende auf dem Norisring. Unbeeindruckt von allem fuhr Springob zum Tagessieg, der für Gogollok zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Um Platz drei gab es zu Rennende nochmals einen spannenden Zweikampf zwischen Robinson und BMW-Pilot Luca Link (22/Günzburg, FK Performance Motorsport), in dem sich der Porsche-Fahrer aber durchsetzte. Link und Partner Luis Moser (17/AUT) belegten somit die vierte Position. Fünfte wurden Gabbay/Schreyer vor den beiden BMW von Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport). Rang acht ging an Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor deren Mercedes-AMG GT4-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid gewann somit die Rookie-Wertung. Die Top Zehn komplettierten die PRO-AM-Sieger Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM: „Vielleicht sah es von außen langweilig aus, doch wir haben jede Runde maximal gepusht. Denn wir wussten, dass der BMW zum Rennende immer stark ist. Somit galt es, konstant die Runden abzuspulen und keine Fehler zu machen. Das ist uns gelungen. Insgesamt sind wir extrem happy über den Sieg.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM: „Der Start war recht turbulent, doch wir konnten uns aus allem heraushalten und vorne ein wenig wegfahren. Es war ein solider Stint von meiner Seite. Jan Philipp hat dann dafür gesorgt, dass die Lücke groß blieb. Somit können wir mit dem Rennwochenende sehr zufrieden sein.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Der zweite Platz ist sicherlich ein wenig süßsauer, denn wir hatten das Potenzial, nach dem Samstagsrennen auch am Sonntag zu gewinnen. Wir steckten im Rennen aber irgendwie immer im Verkehr und verloren dadurch Zeit. Auf jeden Fall ist es schön, die Tabellenführung inne zu haben - noch besser wäre es jedoch, nach dem letzten Saisonrennen in der Tabelle ganz oben zu stehen.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Mit einem ersten und zweiten Platz vom Red Bull Ring abzureisen, ist natürlich klasse. Das war ein richtig guter Saisonstart. Hoffentlich können wir am Norisring genauso weitermachen. In meinem Stint hatte ich ein paar ganz gute Zweikämpfe, die wirklich Spaß machten.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Wir standen hier zweimal auf dem Podium und fuhren dadurch viele Punkte im Titelrennen ein. Beide Rennen waren für mich sehr actionreich mit vielen Zweikämpfen. Es war exzellentes Racing und alles lief sauber ab. Das war großartig.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Es war ein guter Tag und wir sind mit dem Podium natürlich sehr zufrieden. Wie Lachlan schon erwähnte, gab es gute Kämpfe, denn die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist extrem stark. Danke auch an das Team, da unser Boxenstopp super funktionierte. Wir freuen uns nun bereits auf den Norisring.“