Sonntag, 26. April 2026

ADAC GT Masters: Erste Startreihe für Lokalmatador Razoon am Red Bull Ring

#14 Pavel Lefterov / Mark Kastelic / Porsche 911 GT3 R (992) / razoon - more than racing
Foto: ADAC-Motorsport

Mark Kastelic (18/SLO) hat sich am Sonntag die Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring gesichert. In seinem Porsche 911 GT3 R fuhr er eine Zeit von 1:28.954 Minuten und bescherte damit seinem Team Razoon – more than Racing die erste Startposition beim Heimspiel in Österreich. Teamkollege Leo Pichler (24/AUT) machte mit 0,213 Sekunden Rückstand die erste Startreihe für die Lokalmatadoren perfekt.

„Es hätte einfach nicht besser laufen können. Ich habe mir das die ganze Zeit gewünscht“, jubelte der 18-jährige Rookie, der sich seinen Porsche mit Pavel Lefterov (28/BGR) teilt. „Die Rundenzeiten waren heute etwas langsamer als gestern und ich hatte zuerst das Gefühl, sehr langsam zu sein. In meine letzte Runde habe ich alles reingelegt und die Rundenzeit war in Ordnung. Als sie mir am Funk sagten, dass ich die Pole habe, konnte ich es nicht fassen. Jetzt heißt es gewinnen. Wir haben die beste Ausgangslage und es gibt keine Ausreden mehr.“

Mit knapp sieben Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein gingen die Piloten ins zweite Qualifying der Saison 2026. Erneut wechselten die Bestzeiten an der Spitze im Sekundentakt, bis sich ganz zum Schluss die beiden Razoon-Porsche vorne platzierten. Vom dritten Startplatz aus gehen die Sieger des Vortages ins Rennen. Felix Hirsiger (27/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) kam in seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 0,249 Sekunden hinter der Bestzeit über die Linie.

Die zweite Startreihe komplettiert Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport) im besten BMW M4 GT3 Evo vor seinem Markenkollegen Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport), der von Startplatz fünf aus ins Rennen geht.

Quelle: adac-motorsport.de

Kelvin van der Linde holt seine erste BMW-Pole in der DTM

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

DTM-Rückkehrer Kelvin van der Linde hat beim zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Südafrikaner fuhr am Sonntagvormittag am Steuer des BMW M4 GT3 Evo mit 1:27,575 Minuten die schnellste Runde und sicherte sich damit die zehnte Pole-Position in seiner DTM-Karriere.

"An meinem ersten DTM-Rennwochenende für BMW direkt auf der Pole-Position zu stehen, macht mich unglaublich stolz. Nach meinem Ausfall im Samstagsrennen hat das Team an einem langen Abend einen super Job gemacht. Das Auto war im Qualifying wie eine Rakete. Der Druck in der DTM ist enorm hoch, aber ich freue mich riesig auf das Rennen", sagte der Gewinner des Pirelli Pole Position Award.

Neuling Finn Wiebelhaus überraschte mit einem starken zweiten Platz und hatte im Ford Mustang GT3 einen Rückstand von nur 0,085 Sekunden auf den Pole-Setter. Lokalmatador Lucas Auer belegte Rang drei und hat damit im zweiten Meisterschaftslauf gute Chancen, seinen ersten Heimsieg in der Steiermark einzufahren. Jules Gounon steuerte seinen Mercedes-AMG GT3 auf Position vier, Markenkollege Maro Engel komplettierte dahinter das Mercedes-AMG-Trio unter den Top Fünf.

m zweiten Zeittraining auf der Alpen-Achterbahn war van der Linde am Sonntagvormittag einer der aktivsten und aggressivsten Fahrer. Der BMW-Pilot setzte gut dreieinhalb Minuten vor Ende des Qualifyings die erste Bestmarke, die er danach mehrfach unterbot. In seinem neunten Umlauf gelang ihm kurz vor Schluss die Top-Zeit. Wiebelhaus schob sich in seiner sechsten Runde auf Rang zwei vor und lag damit nur 0,008 Sekunden vor Auer.

Ergebnis Qualifikation, 2. Saisonlauf, Red Bull Ring (Top-Five) 

  1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1:27.575 Minuten
  2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0.085 Sekunden
  3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,093 Sekunden
  4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,105 Sekunden
  5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0.134 Sekunden

Quelle: dtm.com


Samstag, 25. April 2026

ADAC GT4 Germany Red Bull Ring: Triumph für BMW-Duo Piana/Sylvestersson

Strahlender Gesichter bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Debütsieg für Benjamin Sylvestersson und 18. Erfolg für Partner Gabriele Piana. Mit BMW und Porsche zwei Marken auf dem Podium der ADAC GT4 Germany. Hendrik Still/Tim Horrell gewinnen PRO-AM-Wertung.

Spannende Rad-an-Rad-Duelle, sehenswerte Überholmanöver und klasse Aufholjagden. Die ADAC GT4 Germany ist auf dem Red Bull Ring fulminant in die Saison 2026 gestartet. In einem packenden Rennen siegten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 Evo, nachdem sie das Rennen von der zehnten Position aus begonnen hatten. Mit Platz zwei für Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS) sowie Rang drei für die Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) erlebte auch der Porsche-Rennstall AVIA W&S Motorsport einen Saisonauftakt nach Maß.

Bei Kaiserwetter mit blauem Himmel, Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hatte Robinson das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen. In der ersten Rennhälfte kämpfte der Australier sehenswert mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo von COSY Racing by ESM um die Spitze. Mehrere Male wechselte die Führung, doch letztendlich setzte sich Robinson durch. Pilot der ersten Rennhälfte war aber zweifelsohne auch Gabriele Piana. Der Italiener kämpfte sich von Startplatz zehn auf die dritte Position vor und legte damit den Grundstein für seinen insgesamt bereits 18. Sieg in der ADAC GT4 Germany. Richtig stark aufgelegt präsentierte sich zudem Youngster Schreyer, der die erste Rennhälfte auf der vierten Position beendete.

Zu Rennmitte fanden die Fahrerwechsel statt. Für Springobs Teamkollege Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) begann sein Einsatz aber gleich mit einer Enttäuschung. Mit einem technischen Problem musste er seinen Aston Martin kurzzeitig auf der Start/Ziel-Geraden parken. Damit war die Chance auf den Sieg gelaufen. Das Duo beendete das Rennen auf Rang zehn.

An der Spitze kam es somit zu einem Zweikampf um den Sieg zwischen Robinsons Partner Denny Berndt und Benjamin Sylvestersson, der für Piana in den FK Performance-BMW stieg. Sylvestersson setzte sich final durch und feierte seinen Debütsieg, der gleichzeitig auch den Triumph in der Juniorwertung bedeutete. Hinter Berndt komplettierte Schreyers Partner Alon Gabbay die Top Drei. Rang vier ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (16/USA, beide CRT), die im Toyota GR Supra GT4 Evo2 von Rang 19 ins Rennen gingen - und somit bei ihrer ADAC GT4 Germany-Premiere ebenfalls eine fulminante Aufholjagd hinlegten.

Fünfte wurden Lokalmatador Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor ihren BMW-Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (18/NED) und Leon Bauchmüller (18/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen gewann damit die Rookie-Wertung. Platz sieben belegten Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4. Das Porsche-Duo Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) konnte mit Platz acht die PRO-AM-Wertung für sich entscheiden. Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) beendeten das Rennen auf der neunten Position.

Stimmen nach dem Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Jeder Sieg ist wie der erste für mich. Es wird in der ADAC GT4 Germany nie langweilig, zu gewinnen. Nach der Qualifikation war ich zunächst etwas enttäuscht, da der Abstand zur Spitze doch recht groß war. Im Rennen hat sich die Strecke aber zu unseren Gunsten entwickelt. Wir sind super glücklich über den Sieg.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany werde ich nie mehr vergessen. Danke an das Team und an Gabriele, die heute alles gegeben haben. Es war ein richtig klasse Rennen. In meinen Stint ging es ordentlich zur Sache – aber letztendlich konnte ich mich durchsetzen und einen kleinen Vorsprung herausfahren. Morgen ist der zweite Sieg das Ziel.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Aber auch mit Platz zwei bin ich zufrieden. Wir holten das Maximum heraus, da wir ein schwieriges Rennen hatten. Denn ich denke, die Bedingungen heute kamen eher der Konkurrenz entgegen. Morgen starten wir von Platz drei. Mal sehen, was wir dann erreichen können.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Insbesondere mit Blick auf die gesamte Saison ist Platz zwei ein gutes Ergebnis, da wir viele Punkte einfahren konnten. Ich hatte einen interessante Zweikampf mit dem BMW. Es war ein schönes Rennen und im Allgemeinen ein guter Tag.“

Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich will man als Rennfahrer mehr als Platz drei, doch mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Ich freue mich natürlich auch für Maximilian und das Team, die klasse gearbeitet haben. Wir sind auf einem guten Weg und können das Sonntagsrennen schon gar nicht mehr abwarten.“

Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Mit dem Podium geht es mir richtig gut. Für uns ist das ein super Start in die Saison 2026. Mir gefällt der Red Bull Ring wirklich gut. Das Layout liegt mir. Ich denke, dass wir im zweiten Rennen erneut attackieren können, sodass vielleicht ein noch besseres Ergebnis möglich ist.“

Quelle: adac-motorsport.de


Hirsiger/Zulauf gewinnen im Fotofinish auf dem Red Bull Ring

  • Felix Hirsiger/Finn Zulauf siegen im Lamborghini beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters
  • Herzschlagfinale: Duell um den Sieg entscheidet sich in der letzten Kurve
  • Pro-AM Cup Sieg für Gaststarter Baron Motorsport mit Kirchmayr/Jefferies im Ferrari

Herzschlagfinale: 0,143 Sekunden trennten den siegreichen Lamborghini und den zweitplatzierten Ford
Foto: ADAC-Motorsport

Unfassbares Finale beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring: In letzter Sekunde haben sich Felix Hirsiger (27/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den Sieg gesichert. Ein rundenlanges Duell mit dem zweitplatzierten Ford Mustang GT3 von Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (18/AUT/beide Haupt Racing Team) endete mit lediglich 0,143 Sekunden Differenz. „Ich habe mich noch nie so sehr gefreut und glaube, das war die beste letzte Runde meines Lebens. Im Auto waren so viele Jubelschreie, die Onboard-Aufnahmen wären sicher lustig“, strahlte Hirsiger nach seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters und dem ersten für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport seit 2011. Teamkollege Zulauf ergänzte: „Ich hatte zuerst Ruhepuls, aber die letzten beiden Runden waren einfach unglaublich. Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir haben in der Box mindestens genauso geschrien wie Felix im Auto. Vielen Dank ans Team, das Auto war mega.“ Das Podium komplettierten Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team) in einem weiteren Ford.

Bei strahlendem Sonnenschein und 22 Grad ging Zulauf von der Pole-Position ins Rennen und hielt zunächst seine Position, bis er sich dem herannahenden Blum geschlagen geben musste. „Ich habe gesehen, dass ich die Pace des Ford nicht mitgehen konnte und ihn passieren lassen. Ich wusste, dass unsere Longrun-Pace gut ist und habe darauf gebaut, dass Felix am Ende nochmal angreift“, schildete Zulauf. Konkurrent und Lokalmatador Blum war von Rang drei gestartet, bereits nach der ersten Runde hinter dem Engstler-Lamborghini und setzte sich kurze Zeit später an die Spitze. „Ich hatte einen Mega-Start und konnte den Abstand nach dem Führungswechsel gut halten“, so Blum. „In den letzten beiden Runden ging mein Puls nochmal hoch. Es war spannend zuzuschauen. Leider haben wir nicht gewonnen, aber morgen ist nochmal ein Tag.“

Nach der Übergabe von Blum auf Teamkollege Kalus schien es zunächst so, als könne sich der Ford vorne behaupten, obwohl Hirsiger, der von Zulauf übernommen hatte, immer in Schlagdistanz blieb. „Die Leistungsunterschiede zwischen den Autos machen das Überholen nicht einfacher. Im Mittelsektor ist der Lamborghini etwas stärker, in den anderen beiden der Ford“, erklärte Hirsiger. „Mir war klar, ich muss mein Auto richtig managen, um am Ende nochmal Druck aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert.“ Kalus hatte in Front seinen Vorsprung gehalten und schon etwas durchgeatmet, als sich das Blatt in der vorletzten Runde nochmals wendete. „Ich sah, dass er näherkam. Plötzlich war er direkt hinter mir und ich musste verteidigen. Ich hatte gehofft, mich nochmal freischwimmen zu können, aber er hat das sehr gut gemacht und in der letzten Kurve hatte ich keine Chance mehr.“ Kalus kam etwas zu weit nach außen und Hirsiger schlüpfte innen an ihm vorbei zum spektakulären Last-Minute-Sieg auf dem Red Bull Ring.

Im Windschatten dieses spannenden Duells fuhren Valente und Rookie Cuccarese in einem weiteren Ford auf Platz drei. Für den Italiener Cuccarese das erste Podium in seinem ersten ADAC GT Masters-Rennen. „Ich freue mich sehr über dieses großartige Ergebnis. Alain hat in seinem Stint einen super Job gemacht und viele Positionen gewonnen. Ich musste dieses Ergebnis sicher ins Ziel fahren und das ist mir gelungen“, schilderte der Ford-Pilot.

Einen sehr starken Einstand in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC zeigte HGL Racing. Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirna) waren im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 von Rang 13 ins Rennen gestartet und arbeiteten sich durch eine fehlerfreie Leistung bis auf Rang vier nach vorne. Die Top-5 wurden vom dritten Ford mit Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) komplettiert. Dahinter kam mit Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) das bestplatzierte BMW-Duo auf Rang sechs ins Ziel. Platz sieben und den Sieg im Pro-AM Cup feierten die Gaststarter von Baron Motorsport mit Ernst Kirchmayr (70/AUT)/ Axcil Jefferies (34/ZWE) am Steuer des Ferrari 296 GT3. Die aus der ersten Startreihe losgefahrenen Neueinsteiger Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) von Comtoyou Racing fielen im Laufe des Rennens mit ihrem Aston Martin Vantage GT3 bis auf die achte Position zurück. Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) wurden Neunte im zweiten BMW. Die Top-10 wurden vom österreichischen Team Razoon – more than Racing komplettiert, die viel Pech hatten. Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR) wurden gleich zu Beginn des Rennens gedreht und kämpften sich noch auf Rang zehn zurück, ihre Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen) schieden auf Rang vier liegend nach einem Defekt aus.

Das Qualifying für das zweite Rennen des Wochenendes findet am Sonntag um 8:10 Uhr statt.


Traumstart für Österreicher: Preining jubelt vor Auer auf dem Red Bull Ring

  • Preining gewinnt ersten DTM-Saisonlauf vor Landsmann Auer
  • Pole-Setter Engel sichert sich im Mercedes-AMG dritten Podiumsplatz
  • Bestes McLaren-Ergebnis in der DTM für Ex-Formel-1-Pilot Glock

Thomas Preining jubelte über den Heimsieg in Spielberg
Foto: ADAC-Motorsport

Eine kluge Strategie und starke Nerven waren der Schlüssel zum Erfolg: Thomas Preining (A/Manthey) hat am Samstag nach einer fehlerlosen Vorstellung zum zweiten Mal sein DTM-Heimrennen auf dem Red Bull Ring gewonnen. Beim Auftaktrennen in der Steiermark überquerte der Porsche-Werksfahrer nach 38 Runden als Erster die Ziellinie und feierte damit seinen neunten DTM-Erfolg. Sein Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) machte mit Platz zwei den österreichischen Doppelsieg auf dem Formel-1-Kurs perfekt. „Ich könnte nicht glücklicher sein, von genau solchen Momenten träumt man als Rennfahrer! Vor den Augen meiner Familie und vielen Freunden zu gewinnen, fühlt sich einfach großartig an. Es war ein sehr herausforderndes Rennen mit einer sehr schnellen Konkurrenz von Mercedes-AMG. Lucas Auer hat am Ende richtig Druck gemacht. Umso erleichterter war ich über die Zieldurchfahrt“, erklärte der Linzer, der von den Fans zum „Driver of the Day“ powered by PME Legend gewählt wurde. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) wurde in einem bis zum Schluss spannenden Rennen Dritter.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 1 von 16

  • Streckenlänge: 4.326 Meter
  • Wetter: 20 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 1:27,403 Minuten
  • Sieger: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 R #91)
  • Schnellste Rennrunde: Bastian Buus (Land-Motorsport, Porsche 911 GT3 R #29), 1:28,739 Minuten

Der mit Spannung erwartete Start zum ersten DTM-Meisterschaftslauf war von der ersten Sekunde an hart umkämpft. Während Pole-Setter Engel seine Führung souverän verteidigte, schob sich Preining von Platz drei an Auer vorbei. Hinter diesem Trio folgte Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), der Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) überholen konnte, auf Rang vier. Dörr schlug mit seinem McLaren 720S GT3 Evo wenig später nach einer Berührung mit einem Konkurrenten in der Leitplanke ein und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Die Boxenstopps wirbelten die Spitzenplätze durcheinander: Gounon und Preining holten sich bereits in Runde 14 und 15 neue Pirelli-Slicks. Zwei Umläufe später steuerte Engel die Box an, verlor nach Problemen beim Reifenwechsel allerdings wertvolle Sekunden. Preining übernahm dadurch die Führung vor Gounon. Auer reihte sich nach seinem Pflichtstopp auf Position drei ebenfalls vor Engel ein. In Runde 33 kam es nach einem technischen Defekt zum plötzlichen Aus für Gounon. Das war die Chance für Auer, der nach einer Safety-Car-Phase in Schlagdistanz zur Spitze lag. Preining blieb jedoch eiskalt und ließ seinen Landsmann nicht mehr entscheidend herankommen. Der 27-Jährige fuhr hinter dem Safety-Car als Erster ins Ziel, nachdem Kelvin van der Linde (ZA) mit seinem BMW M4 GT3 Evo ausrollte. Die Plätze hinter Preining belegten Auer, Engel und Tom Kalender (Hamm/Sieg/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich nach einem starken Rennen vom zehnten auf den vierten Platz verbesserte.

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) wurde als bester BMW-Fahrer Fünfter, Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) steuerte den zweiten McLaren 720S GT3 Evo auf Position sechs. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) konnte neun Positionen gut machen und belegte Rang sieben. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) beendete sein erstes DTM-Rennen im Ferrari 296 GT3 Evo auf Platz acht vor Porsche-Pilot Ricardo Feller (CH/Manthey). Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) machte die Top-Ten komplett.

Lucas Auer: „Wir haben uns intensiv auf den Auftakt vorbereitet, der zweite Platz ist der Lohn für die harte Arbeit. In der Schlussphase habe ich auf einen Fehler von Thomas Preining gelauert, aber auch Rang zwei ist bei meinem Heimspiel ein Top-Ergebnis. Für das Rennen am Sonntag müssen wir analysieren, welche Strategie mit dem neuen Reifen die beste ist.“

Maro Engel: „Bis zum Boxenstopp war es ein perfekter Tag für uns. Wenn man so lange souverän in Führung liegt, fühlt sich der dritte Platz enttäuschend an. Die Crew in der Box hat in der Vergangenheit immer einen super Job gemacht, daher mache ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Wir haben ein starkes Paket und greifen am Sonntag wieder an.“

Ergebnis, 1. Meisterschaftslauf, Red Bull Ring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey)

2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,774 Sekunden

3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +1,620 Sekunden

4. Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf), +2,544 Sekunden

5. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +2,763 Sekunden