Mittwoch, 25. März 2026

Superbike: Hobelsberger kommt mit Honda Privatteam

Patrick "Pax" Hobelsberger nimmt die neue EURO MOTO Superbike
mit seinem privaten Team und mit Honda Deutschland in Angriff
Foto: Hobelsberger Racing Team

Nach einem Jahr mit mehreren Baustellen meldet sich Patrick „Pax“ Hobelsberger ohne „Wenn und Aber“ im heimischen Fahrerlager zurück. Der 29-jährige Bayer nimmt den Kampf gegen die Konkurrenz in der EURO MOTO Superbike auf und erfreut sich der Unterstützung durch Honda Deutschland.

Die ganze Saison will er wieder dabei sein, nicht nur zwei Einsätze wie im letzten Jahr. Das private Team funktioniere inzwischen perfekt, lässt Hobelsberger wissen. Die Abläufe sind geregelt. Nach der kurzfristigen Liaison mit dem Kawasaki-Team von Oliver Skach samt Trennung im Eilverfahren hat Hobelsberger das Racing-Projekt wieder auf die eigenen Beine gestellt.

Alle Voraussetzungen erfüllt

„Für uns ist das jetzt der perfekte Schritt, erneut eine komplette Meisterschaft zu bestreiten“, sagt der Vollblut-Racer. 2025 ging er im Alpe Adria Cup, in der Niederländischen Meisterschaft und bei den besagten zwei IDM-Rennen in Assen und in Hockenheim an den Start. In der IDM sah der Gesamt-Dritte von 2023, damals im BMW-Team GERT56, den Zielstrich bei keinem der zwei IDM-Events. Der gelernte Zimmerer aus Landau an der Isar erinnert sich mit hochgezogenen Augenbrauen an die Zeit und resümiert: „Eigentlich hatten wir 2025 eine sehr, sehr gute Saison. Allerdings mit sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen.“

Das Rätsel ist gelöst

Das Hockenheim-Finale gehörte eindeutig zu den Tiefen. Aber die Sorge, dass seine Honda bei niedrigen Temperaturen streiken könnte, hat „Pax“ inzwischen nicht mehr. Bei den Wintertests in Spanien ist die Crew dem rätselhaften Verhalten auf den Grund gekommen. Hobelsberger erzählt: „Meine letzte Honda hatte ich 2025 im April erhalten und wir haben sehr spät mit dem Aufbau begonnen. Wir hatten nie einen Einsatz bei niedrigen Temperaturen. Meistens war es draußen sogar richtig heiß und alles lief reibungslos. Dann stand Hockenheim auf dem Plan. Ich hätte niemals erwartet, dass unser Setup Ende September bei niedrigen Temperaturen nicht funktionieren könnte. Aber es war so. Bei den Wintertests in Spanien trat genau das gleiche Phänomen auf. Es war eine Kopie von Hockenheim. Völlig verrückt. Step by Step haben wir alles ausgelotet und wissen nun, dass es hauptsächlich an der Heckpartie lag.“

Die Verletzung vom Saisonende ist verheilt. Die ersten Teile für die nagelneue Honda CBR1000RR-R sind fertig. Der Testbetrieb geht im April weiter. Hobelsberger will in der EURO MOTO nicht antreten, um nur zu gucken, wo er steht. „Das wäre der falsche Anreiz.“ Er will vorne mitmischen.

Quelle: euromoto.racing/Anke Wieczorek


Montag, 23. März 2026

Liqui Moly Team Engstler mit großem ADAC GT Masters Aufgebot

  • Das Liqui Moly Team Engstler Motorsport startet mit drei Lamborghini Huracán GT3 Evo 2
  • Perfekte Mischung aus erfahrenen ADAC GT Masters Piloten und jungen Nachwuchstalenten

Das Team setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Piloten und jungen Nachwuchstalenten
Foto: Liqui Moly Team Engstler Motorsport

Das Liqui Moly Team Engstler Motorsport wird 2026 mit drei Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 im ADAC GT Masters starten. Die Fahrerpaarungen setzen sich aus bekannten Gesichtern und jungen Talenten zusammen. Im Lamborghini mit Startnummer 19 nehmen Tim Hütter (19/AUT) und Ethan Brown (21/SGP) Platz. Den Wagen mit der Nummer 63 teilen sich Felix Hirsiger (27/CHE) und Finn Zulauf (21/DEU). Die 163 tragen John Paul Southern (24/USA) und Jonas Karklys (36/LIT) auf dem Auto. Tickets für den Saisonauftakt am Red Bull Ring im Rahmen der DTM gibt es ab 49 Euro unter dtm.com.

Engstler Motorsport hat eine lange Historie im ADAC GT Masters. 2011 und 2012 war das Team bereits am Start und feierte 2011 die Fahrermeisterschaft und den Vizetitel in der Teamwertung. Nach einer Pause kehrte die Mannschaft 2023 wieder in die GT3-Nachwuchsliga des ADAC zurück. Seit vergangener Saison setzt das Liqui Moly Team Engstler Motorsport den Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ein, erzielte in Zandvoort eine Podiumsplatzierung und wurde Vizemeister im Pro-AM Cup.

Pilot Tim Hütter bestreitet seine zweite Saison im ADAC GT Masters und wird ab diesem Jahr von der österreichischen Formel 1-Legende Franz Tost unterstützt. Er sammelte 2025 erste Erfahrungen im GT3-Sport und bestreitet nun seine erste volle Saison. Teamkollege Ethan Brown wurde in Singapur geboren, zog aber 2019 mit seiner Familie nach Australien, um seine Zukunftspläne im Motorsport weiter voranzutreiben. Als männlicher Bürger Singapurs musste Brown seine Karriere allerdings zwei Jahre unterbrechen und den verpflichtenden Wehrdienst seines Landes absolvieren. Er wird der erste Teilnehmer in der Geschichte des ADAC GT Masters aus Singapur sein.

Der Schweizer Felix Hirsiger bestritt in der abgelaufenen Saison bereits einen Gaststart am Red Bull Ring. Er machte sich mit mehreren Meistertiteln in nationalen und internationalen Markenpokalen einen Namen im Motorsport. Er wird sich den Lamborghini mit Finn Zulauf teilen. Der 21-Jährige erzielte in seiner Debütsaison 2025 zwei Pole-Positions, einen Sieg und einen weiteren Podiumsplatz.

John Paul Southern ist ebenfalls ein bekanntes Gesicht im ADAC GT Masters. Der US-Amerikaner bestritt 2023 und 2025 insgesamt sechs Rennen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC und erreichte drei Top-10-Platzierungen. Bereits damals teilte er sich das Cockpit mit Jonas Karklys. Der 36-Jährige aus Litauen startet seit 2023 gemeinsam mit den Liqui Moly Team Engstler Motorsport im ADAC GT Masters und erzielte zwei Podiumsplatzierungen sowie 2025 die Vizemeisterschaft im Pro-AM Cup.

„Wir sind sehr stolz darauf, in diesem Jahr ein so starkes und ambitioniertes Fahreraufgebot präsentieren zu können. In den vergangenen Jahren haben wir viel über den Lamborghini gelernt. An diese Erfahrungen möchten wir anknüpfen und sie nun im Renngeschehen bestmöglich umsetzen“, erklärt Geschäftsführer Franz Engstler.


Dörr Motorsport startet mit Timo Glock und McLaren in der DTM 2026

  • Ehemaliger Formel-1-Fahrer Timo Glock tritt für Team aus Frankfurt an
  • Dritte DTM-Saison für McLaren-Juniorpilot Ben Dörr
  • Teambesitzer Dörr: „Wir wollen den Sprung aufs Podium schaffen“

Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock ist einer der erfahrensten Piloten im DTM-Feld
Foto: ADAC-Motorsport

Dörr Motorsport geht dieses Jahr in die dritte DTM-Saison und vertraut weiterhin auf Formel-1-Erfahrung: Der 91-malige Grand-Prix-Starter Timo Glock (Kreuzlingen) pilotiert genau wie Teamkollege Ben Dörr (Butzbach) einen McLaren 720S GT3 Evo. Das Team aus Frankfurt kämpfte im vergangenen Jahr um Podestplätze und holte die erste Pole-Position für den britischen Sportwagenhersteller in der DTM. Daran will die hessische Mannschaft in diesem Jahr anknüpfen.

„Mich motiviert die Zuversicht und das Vertrauen, dass wir 2026 wieder einen Schritt nach vorn machen werden“, sagt Glock. „Meine Erwartung ist, dass wir die in der Off-Season erarbeiteten Fortschritte in konstant gute Rennwochenenden umsetzen können. Ich freue mich besonders auf die Rennen in Hockenheim und Spielberg, da mir beide Strecken sehr liegen und ich dort besonders gern fahre.“ Der frühere Formel-1-Pilot aus Kreuzlingen feierte vergangenes Jahr sein DTM-Comeback und bestreitet für Dörr nun seine zweite Saison. Für den fünfmaligen Rennsieger ist es sein insgesamt zwölftes Jahr in der DTM.

Teamkollege Dörr beeindruckte 2025 auf dem Nürburgring mit der ersten Pole-Position von McLaren in der Geschichte der DTM. Nun will der 21-Jährige weitere Top-Platzierungen verbuchen: „Ich erwarte, dass wir durchweg gute Ergebnisse erzielen und im Laufe der Saison auch das ein oder andere Highlight setzen können“, sagt der offizieller McLaren-GT3-Junior-Fahrer. „Mich motiviert besonders, dass wir uns kontinuierlich steigern, immer schneller werden und in der kommenden Saison gezielt vorne angreifen können. Vor allem freue ich mich auf den Nürburgring, denn dort lief es bereits im vergangenen Jahr ganz gut.“

„Wir wollen uns konstant in den Top Fünf positionieren und idealerweise auch gemeinsam mit McLaren den Sprung auf das Podium schaffen“, formuliert Rainer Dörr, Teambesitzer von Dörr Motorsport, die Ambitionen für die anstehende Saison. „Wir haben unsere bisherigen Erfahrungen aus den ersten beiden DTM-Jahren konsequent analysiert und nahezu alle Bereiche neu aufgestellt. Von der personellen Verstärkung des Teams über die detaillierte Weiterentwicklung der Fahrzeuge bis hin zu umfangreichen Testprogrammen. Unsere Testdaten stimmen uns sehr zuversichtlich und zeigen, dass wir einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht haben.“


Donnerstag, 19. März 2026

Adidas, Gepard und Mamba: Mercedes-AMG präsentiert spektakuläre DTM-Designs

  • Mercedes-AMG GT3 bringt legendären Adidas-Look in die DTM
  • Lucas Auer und Tom Kalender starten in neuen Farben
  • „Mamba“- und „Gepard“-Look bei Jules Gounon und Maro Engel

Mercedes-AMG tritt mit vier spektakulären Designs in der DTM 2026 an
Foto: Mercedes-AMG

Echte Hingucker für die DTM: Mercedes-AMG startet in der Saison 2026 mit spektakulären Fahrzeug-Designs. Die vier Mercedes-AMG GT3 werden von den Teams Landgraf Motorsport und Winward Racing eingesetzt und zeichnen sich durch individuelle Auftritte aus. Lucas Auer (A) und Tom Kalender (Hamm/Sieg) starten für das Mercedes-AMG Team Landgraf. Wahlmonegasse Maro Engel tritt unter der Nennung Mercedes-AMG Team Ravenol an, Markenkollege Jules Gounon (F) fährt für das Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Auer pilotiert einen Mercedes-AMG GT3 im Design von Adidas. Mit seiner blauen Grundfarbe und den drei weißen Streifen erinnert das Fahrzeug an den typischen Schuhkarton der Sport- und Lifestyle-Marke. „Das Adidas-Design ist wirklich besonders und sticht sofort ins Auge. Es macht Spaß, so ein Auto zu fahren“, sagt der DTM-Vizemeister des Vorjahres.

Teamkollege Kalender startet ebenfalls in neuen Farben. Das Fahrzeug des Deutschen trägt die rot-weißen Farben des Ersatzteilspezialisten Febi. Kalender freut sich auf seinen Auftritt in frischem Look: „Ich finde das Design richtig gelungen – die Farben passen perfekt zusammen und fallen sofort auf.“

Das Design des Mercedes-AMG GT3 von Engel wurde für die neue Saison weiterentwickelt. In den kreativen Prozess war auch sein Vater Rainer Engel involviert, der als Modedesigner gearbeitet hat. Die Grundfarben sind geblieben, wurden aber durch das Symbol eines Gepards – dem schnellsten Landtier der Welt – ergänzt. Hauptsponsor bleibt der Schmierstoffhersteller Ravenol. „Ich freue mich sehr, mit einem Design an den Start zu gehen, an dem auch mein Vater mitgearbeitet hat. Das macht das Ganze sehr besonders“, sagt Engel, der dieses Jahr seine zehnte DTM-Saison bestreitet.

Gounon geht im „Mamba“-Look von Mann-Filter an den Start. Die markante gelb-grüne Folierung mit Schlangenhautapplikationen und Reißzähnen wird seit 2015 eingesetzt und ist zu einem der bekanntesten Designs im internationalen Motorsport geworden. „Ich liebe jedes Detail der Mamba“, sagt der Franzose. „Sie ist eines der ikonischsten Designs bei Mercedes-AMG Motorsport – ich hoffe, dass ich sie zum Ende des Jahres noch ikonischer machen kann.“

Christoph Sagemüller, Leiter Mercedes-AMG Motorsport, erklärt: „Die DTM ist eine Plattform, auf der sich Performance, Marken und Partnerschaften optimal verbinden. Unsere vier Mercedes-AMG GT3 treten 2026 mit individuellen Designs an, die Aufmerksamkeit erzeugen und klare Markenbotschaften transportieren. Gemeinsam mit den Mercedes-AMG Motorsport Partnern Adidas und Ravenol sowie den Teampartnern Febi und Mann-Filter zeigen wir unterschiedliche Facetten unserer Markenwelt – von moderner Streetwear-Ästhetik über klassische Motorsport-DNA bis hin zum künstlerischen Motiv.“


Dienstag, 17. März 2026

Superbike: Max Kofler sucht noch ein Team für 2026

Maximilian Kofler in 2025 auf einer Yamaha R1 #73
Foto: Jens Hawrda

Nach zwei Jahren in der Superbike-Klasse liegt der Wettkampfbetrieb bei Maximilian Kofler auf Eis. Das Familienteam ist mit seinem jüngeren Bruder Andreas, dem zweifachen Supersport-Champion, in die Weltmeisterschaft gezogen. Ein Hintertürchen hat sich Max jedoch aufgelassen.

„Ich war auch mit anderen Teams in Kontakt und wäre schon gerne in der EURO MOTO Superbike gestartet“, erzählt der 25-jährige Österreicher und gibt zu: „es hat sich aber nichts ergeben. Es war auch eine Budgetfrage.“

Als einer von Yamahas vier Superbike-Neulingen hatte Max Kofler 2024 den Wechsel von der Supersport-WM ins damalige IDM Superbike-Fahrerlager gewagt. Im ersten Jahr gelang ihm der zehnte Platz in der Gesamtwertung. 2025 verabschiedete er sich als Zwölfter. Immer im eigenen Team Yamalube Motorsport Kofler, dem auch Andy Kofler angehört, der als zweifacher Supersport-Meister nun ebenso die Chance auf den WM-Einstieg genutzt hat, wie sie einst der „Große“ hatte.

„Es ist absolut fair, dass unser Team mit ihm gegangen ist, und ich werde ihn bestmöglich unterstützen.“ Max Kofler wird seinen vier Jahre jüngeren Bruder so oft wie möglich als Assistent begleiten. „Was ich da machen muss?“ Kofler lacht. „Den Helm zum Service bringen, mich um die Lederkombi kümmern, Termine machen und dafür sorgen, dass der Andy an dem Zeitpunkt dort ist, wo er sein soll. Ich werde ihm alles abnehmen, damit sein Kopf frei fürs Fahren ist. Er soll sich auf nichts anderes konzentrieren.“

Max Kofler wird 2026 ebenfalls weiter am Kabel ziehen, nur nicht fix in einer Meisterschaft. „Wenn sich aus der EURO MOTO Superbike jemand meldet und einen Ersatzfahrer braucht, bin ich aber sofort zur Stelle.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek