Montag, 2. März 2026

Sportbike: Micky Winkler schürt Hoffnungen

Eine Rückkehr des WSC Racing Teams by Aprilia in der Sportbike-Klasse war geplant. Mit Micky Winkler als Fahrer. Dieser absolvierte in der vergangenen Woche einen viertägigen Fitness-Test auf der spanischen Rennstrecke von Almería. Unter südlicher Sonne konnte der 23-jährige Thüringer seinem Teamchef Roland Matthes beweisen, dass er nach der heftigen Verletzung in Schleiz vom August 2025 und der nachfolgenden intensiven Behandlung wieder vollständig fit ist.

Rückblick: Winkler hatte im vergangenen Jahr in Assen bei seinem Einstand in der Sportbike-Klasse mit einem Top-Ten-Platz geglänzt. Auf seiner Heimstrecke in Schleiz wollte er das Motorrad in der darauffolgenden Woche noch besser kennenlernen. Aber bei der dort stattfindenden German Twin Trophy stürzte er im ersten Wertungslauf in Führung liegend. Die Folge: ein komplizierter Bruch an der linken Hand. Das war das vorläufige Aus für das komplette Team.

In Almeria stand neben der körperlichen Belastbarkeit für die neue EURO MOTO auch die Performance auf der Aprilia RS 660 Factory im Fokus. Winkler fand nach langen Off-Season fand schnell seinen Rhythmus und zeigte sich sowohl fahrerisch als auch mental in starker Verfassung.“Ich wollte unbedingt frühzeitig wissen, wo ich stehe. Nach diesem Test bin ich sehr zufrieden und absolut zuversichtlich für die Saison 2026″, fiebert er nun dem ersten Rennwochenende Anfang Mai auf dem Sachsenring entgegen.

Bis dahin sind noch weitere Tests des WSC-Teams mit Winkler und seiner Aprilia RS 660 geplant. Roland Matthes findet: „Wir sind in diesem Jahr sehr viel besser gerüstet. Vielleicht gibt es in Kürze noch weitere spannende Neuigkeiten zu berichten.“

Quelle: www.euromoto.racing / Anke Wieczorek

Neuer Ferrari und neuer Fahrer: Emil Frey Racing bereit für die DTM 2026

  • Schweizer Rennstall setzt zwei Ferrari 296 GT3 Evo ein
  • Sportwagen-Spezialist Matteo Cairoli neu im Team
  • Vierte DTM-Saison für Niederländer Thierry Vermeulen

Emil Frey Racing setzt zwei Ferrari 296 GT3 Evo ein
Foto: Emil Frey Racing

Emil Frey Racing startet in der DTM 2026 und verstärkt sich dafür mit Matteo Cairoli. Der Italiener steuert einen brandneuen Ferrari 296 GT3 Evo und bringt die Erfahrung aus unzähligen Rennen im internationalen Motorsport mit – unter anderem ging er in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC an den Start und gewann 2021 das legendäre ADAC Ravenol 24h Nürburgring. Den zweiten Ferrari 296 GT3 Evo pilotiert Thierry Vermeulen (NL). Für die Emil-Frey-Mannschaft ist es die vierte Saison in der DTM. Bisher holte der Schweizer Rennstall sechs Siege.

Cairoli tritt seit über zehn Jahren in verschiedenen internationalen Meisterschaften an und überzeugt mit großer Erfahrung. „Ich bin Emil Frey Racing sehr dankbar und stolz auf diese Gelegenheit“, erklärt der 29-Jährige, der mit einem Ferrari im Design des DTM-Serienpartners BWT antritt. „Ich glaube, dass wir gemeinsam eine starke Kombination bilden können. Da sowohl die DTM als auch das Auto neu für mich sind, liegt mein Hauptfokus darauf, so schnell wie möglich dazuzulernen. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen, jeden Moment zu genießen und auf der Rennstrecke zu zeigen, wozu wir fähig sind!“

Teamkollege Vermeulen steuert seit 2023 einen Ferrari von Emil Frey Racing in der DTM. Im vergangenen Jahr holte er drei Podestplätze und fuhr zweimal auf die Pole-Position. „Es freut mich unheimlich, mit Emil Frey Racing in unser viertes gemeinsames Jahr zu starten“, sagt der 23-Jährige, dessen Ferrari in den Farben von Red Bull strahlt und an das Formel-1-Design von Red Bull Racing erinnert. „Ich fühle mich wirklich als Teil der Familie. Wir haben über den Winter eng zusammengearbeitet, die vergangenen Jahre Revue passieren lassen und unsere Schwächen und Stärken analysiert. Jetzt sind wir bereit, gemeinsam in eine neue Saison zu starten.“

Mit dem Ferrari 296 GT3 Evo schickt der italienische Sportwagenhersteller ein umfangreiches Upgrade seines GT3-Flaggschiffs auf die Rennstrecke. Die auffälligsten Anpassungen gibt es dank überarbeiteter Karosserie im Bereich der Aerodynamik. Lorenz Frey-Hilti, Teamchef Emil Frey Racing, kennt die diesjährigen Herausforderungen: „Die Saison 2026 bringt viele Neuerungen mit sich: ein neues Evo-Paket von Ferrari, neue Reifen von Pirelli und ein neuer Fahrer für unser Team. Wir freuen uns, Matteo Cairoli im Team willkommen zu heißen. Mit seiner großen Erfahrung und seinem Speed wird er eine wertvolle Verstärkung für uns sein.“


Freitag, 27. Februar 2026

Zweifach-Champion und Rückkehrer: BMW mit schlagkräftigem Duo in der DTM 2026

  • 14. DTM-Saison für den Fürther Marco Wittmann
  • Kelvin van der Linde kehrt nach einem Jahr Pause in die DTM zurück
  • Schubert Motorsport setzt zwei BMW M4 GT3 Evo ein

Kelvin van der Linde wird bei Schubert Motorsport Nachfolger von René Rast
Foto: ADAC-Motorsport

BMW und Schubert Motorsport starten mit einem zweimaligen Gesamtsieger und einem Rückkehrer in der DTM 2026. Marco Wittmann (Champion 2014 und 2016) aus Fürth und der Südafrikaner Kelvin van der Linde pilotieren jeweils einen BMW M4 GT3 Evo für die Mannschaft um Teamchef Torsten Schubert. Im vergangenen Jahr kämpfte der Rennstall aus Oschersleben bis zum letzten Lauf in Hockenheim um den DTM-Titel.

„Nach dem dramatischen Saisonfinale 2025 haben wir mit der DTM noch eine Rechnung offen“, erklärt Andreas Roos, Leiter BMW M Motorsport. „Wir waren so knapp am Titelgewinn dran, dass wir nun umso motivierter sind, es in diesem Jahr noch besser zu machen. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Erfolgskombination aus Fahrzeug, Team und Fahrern optimale Voraussetzungen für den Kampf um die DTM-Krone haben.“

Wittmann bestreitet in diesem Jahr seine 14. DTM-Saison. Mit bisher 210 absolvierten Rennen – alle mit BMW – ist der 36-Jährige einer der erfahrensten Piloten im Starterfeld. „Ich freue mich sehr auf eine weitere DTM-Saison und bin wirklich zuversichtlich, dass ich erneut ganz vorne mitfahren kann“, sagt Wittmann. „Wir haben uns in den vergangenen beiden Saisons mit Schubert Motorsport eine super Basis aufgebaut. Meine Crew aus Ingenieuren und Mechanikern bleibt nahezu unverändert. Das ist sehr wichtig, weil wir uns gut aufeinander eingespielt haben. 2026 ist mein klares Ziel, meinen dritten DTM-Titel einzufahren.“

Van der Linde kehrt nach einem Jahr Pause in die DTM zurück und wird bei Schubert Motorsport Nachfolger von René Rast. Bisher gewann der Südafrikaner acht DTM-Rennen und wurde 2024 Vizechampion. „Die DTM ist eine ganz besondere Meisterschaft für mich“, sagt der 29-Jährige. „Es war immer mein Kindheitstraum, dort zu fahren und Rennen zu gewinnen. Das habe ich beides erreicht, aber das ganz große Ziel bleibt noch: den DTM-Titel zu gewinnen. Sheldon hat das 2022 geschafft, und jetzt ist es eine Art Homecoming bei Schubert Motorsport, wenn ich als sein Bruder nun auch für das Team fahre. Ich will 2026 von Anfang an Erfolg in der DTM haben und mir meinen großen Lebenstraum des Fahrertitels erfüllen.“

Auch Teamchef Torsten Schubert geht optimistisch in die neue Saison: „Die Vorbereitungen laufen bereits und wir sind voller Vorfreude auf die neue Fahrerpaarung mit Marco Wittmann und Kelvin van der Linde. Natürlich müssen wir uns erst aufeinander abstimmen, aber ich denke, wir kennen uns aus der Vergangenheit sehr gut und werden schnell zueinanderfinden.“


Mittwoch, 25. Februar 2026

GT-Masters: HRT komplettiert Fahreraufgebot für die drei Ford Mustang GT3 Evo

  • Max Reis sechster Pilot des Haupt Racing Team im ADAC GT Masters
  • HRT setzt auf ausgewogene Mischung aus erfahrenen Piloten und aufstrebenden Talenten

Das Haupt Racing Team wird 2026 wieder drei Autos einsetzen
Foto: ADAC-Motorsport

Das Haupt Racing Team wird in der Saison 2026 drei Ford Mustang GT3 Evo im ADAC GT Masters einsetzen. Der amtierende Teamchampion hatte bereits im Vorfeld fünf Fahrer bekanntgegeben, nun wird das Sextett mit Max Reis (19/Ramstein) komplettiert. Der Saisonauftakt des ADAC GT Masters findet vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring in Österreich im Rahmen der DTM statt. Tickets sind ab 49 Euro unter dtm.com erhältlich.

Reis wird sich den Ford Mustang GT3 Evo #1 mit Emil Gjerdrum (18/NOR) teilen. Der 19-jährige Reis bestreitet seine dritte Saison für die Mannschaft aus Drees. 2025 sicherte sich der Ramsteiner drei Podiumsplatzierungen sowie eine Pole-Position und gewann die erste ADAC GT Masters-Media Challenge. Teamkollege Gjerdrum war vergangene Saison ebenfalls in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC unterwegs und fuhr einmal aufs Podium.

„Ich freue mich sehr, auch 2026 für das Haupt Racing Team an den Start zu gehen. HRT ist für mich das perfekte Umfeld, um mich weiterzuentwickeln“, erklärt Reis. „Das Vertrauen des Teams bedeutet mir viel und gemeinsam mit Emil Gjerdrum im Ford Mustang GT3 Evo will ich im ADAC GT Masters konstant um starke Ergebnisse kämpfen.“

Ulrich Fritz, der Geschäftsführer des Haupt Racing Team fügt hinzu: „Max hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Er passt perfekt zu unserer Philosophie und hat gezeigt, dass er das Potenzial für den nächsten Schritt mitbringt. Die Zusammenarbeit mit Max geht nun in das dritte Jahr und wir sind stolz darauf, dass uns junge Fahrer über Jahre hinweg begleiten und uns ihr Vertrauen hinsichtlich der Weiterentwicklung ihrer Karrieren schenken. Unsere Nachwuchsarbeit ist ein wesentlicher Baustein unserer sportlichen Ausrichtung. Wir wollen Talente nicht nur einsetzen, sondern sie langfristig begleiten.“

Der zweite Ford Mustang GT3 Evo mit Startnummer #2 wird von Kiano Blum (18/AUT) und Niklas Kalus (20/Duisburg) pilotiert. Blum war bereits im Kartsport erfolgreich, bevor er 2024 im Porsche Carrera Cup Deutschland an den Start ging und nun sein Debüt im ADAC GT Masters feiert. Kalus bestreitet seine zweite Saison. 2025 überzeugte der 20-Jährige durch eine Pole-Position am Auftaktwochenende sowie zwei Podiumsplatzierungen.

Im Schwesterauto mit der Startnummer #74 nehmen Max Cuccarese (19/ITA) sowie Alain Valente (29/CHE) Platz. Cuccarese war in den vergangenen beiden Jahren im Formelsport unterwegs, während Valente schon auf drei Jahre Erfahrung im ADAC GT Masters zurückblicken kann. 2023 feierte der Schweizer gemeinsam mit HRT die Vizemeisterschaft und kehrt nun zur Mannschaft aus Drees zurück.


Aston Martin mit starkem Fahrer-Duo in der ADAC GT4 Germany

  • Cosy Racing by ESM geht mit dem Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo an den Start
  • Jan Philipp Springob greift gemeinsam mit Vize-Champion Philipp Gogollok an
  • Ziel für die Saison ist der Titelgewinn

Routinier Jan Philipp Springob geht in seine siebte Saison in der Serie
Foto: ADAC-Motorsport

Zuwachs für das Fahrerfeld der ADAC GT4 Germany: Cosy Racing by ESM geht in der kommenden Saison mit dem Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo an den Start. Beim Fahrer-Duo setzt der Rennstall mit Routinier Jan Philipp Springob sowie dem amtierenden Vize-Champion der Serie, Philipp Gogollok, auf geballte GT4-Erfahrung. Die Ambitionen sind groß, das Team möchte um die Meisterschaft in der ADAC GT4 Germany kämpfen. Saisonstart für beide Fahrer ist vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring, wo es im Rahmen der DTM das erste Mal wichtige Meisterschaftspunkte zu holen gibt.

Springob geht in die zweite Saison mit dem Rennstall, verzeichnet damit jedoch insgesamt bereits seine siebte Saison in der ADAC-Serie. Mit Gogollok bekommt er einen Fahrer an die Seite, der ebenfalls sehr erfolgreich in dem Championat unterwegs war. Der 20-Jährige kämpfte im vergangenen Jahr um den Titel, musste sich jedoch mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Springob freut sich unterdessen sehr über seinen neuen Teamkollegen: „Mit Philipp und mir haben wir eine sehr gute Fahrerbesetzung zusammenstellen können. Wir beide kennen uns schon lange und verstehen uns sehr gut, was immer eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Zudem kennt Philipp unser Einsatzteam aus der Vergangenheit und wird somit keine Eingewöhnungszeit in das Team haben.“ Auch Gogollok sieht in der Fahrerpaarung viel Positives: „Wir kennen uns schon seit sechs Jahren aus dem Kartsport, aber haben seitdem auch sehr viele Stunden gemeinsam im Simulator verbracht. Deshalb freuen wir uns schon beide auf die Saison und wollen uns von unserer besten Seite zeigen, aber natürlich auch Spaß haben, auf und neben der Strecke.“

In 2026 absolviert das Team Cosy Racing by ESM die erste vollständige Saison in der ADAC GT4 Germany. Bereits im Debütjahr 2025 überzeugte der Aston Martin-Rennstall mit Pole-Positions, einem Podestplatz und mit Klassensiegen in der Rookie-Wertung. Diese Saison ist das klare Ziel der Meistertitel: „Wir gehen mit dem ambitionierten Ziel in die Saison, den Titel zu gewinnen! Wir wissen, dass es nicht einfach ist, aber wir haben ein großartiges Paket für diese Saison zusammengestellt.“, sagt Springob. Sein Teamkollege teilt diese Meinung: „Mit diesem Paket wollen wir natürlich angreifen und eine entscheidende Rolle spielen, wenn die Meisterschaftstrophäe in Hockenheim überreicht wird.“