Sonntag, 5. Oktober 2025

ADAC GT Masters: Salman Owega und Finn Wiebelhaus – die Champions im Portrait

Salman Owega und Finn Wiebelhaus sind die neuen Meister des ADAC GT Masters. In der Debüt-Saison des Ford Mustang GT3 zum Titel mit dem Haupt Racing Team. Owega jüngster Zweifach-Champion der ADAC GT Masters Geschichte.

Salman Owega und Finn Wiebelhaus sind die Meister des ADAC GT Masters 2025
Foto: ADAC-Motorsport

Salman Owega (20/Köln) und Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) sind die neuen Champions des ADAC GT Masters 2025. Das Duo vom Haupt Racing Team hat sich mit dem Ford Mustang GT3 vorzeitig die Meisterschaft im Samstagslauf auf dem Hockenheimring gesichert. Mit bis dato zwei Saisonsiegen und vier Podiumsplatzierungen ist ihr Vorsprung so groß, dass dem Duo der Titel nicht mehr zu nehmen ist. „Es ist einfach unglaublich, wir hätten zu Beginn der Saison niemals damit gerechnet, Meister werden zu können“, sagt Wiebelhaus. Der 19-Jährige hat auch die „Road-to-DTM“ für sich entschieden. Als Sieger dieser Wertung erhält er das Nenngeld für die nächstjährige DTM-Saison. Für Owega ist es bereits der zweite Erfolg in der Gesamtwertung nach 2023.„Ich bin sehr froh, nun wieder Champion zu sein. Es war eine lange und harte Reise, seit wir entschieden haben, mit Ford und Finn diese Saison zu bestreiten. Das Auto war unbekannt für unser Team und auch generell noch recht neu. Nun können wir sagen, dass wir alles richtig gemacht haben.“

Ein Team hat gewonnen - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Duo, das harmoniert, auf und abseits der Strecke. Der 19-Jährige Wiebelhaus und sein 20-jähriger Teamkollege Owega strahlen Einigkeit aus. In jedem Interview, in jeder Situation abseits der Strecke, bei jedem offiziellen Termin. Sie fahren als Team, das gewinnen will und weiß, dass das im ADAC GT Masters nur gemeinsam funktioniert. „Manche Fahrer schauen mehr auf sich selbst, um das Beste für sich und ihre Außendarstellung herauszuholen“, sagt Owega. „Wir fahren beide eher mit Weitblick und sind nicht so egoistisch, um nur für uns selbst die beste Rundenzeit zu erzielen. Wir haben immer im Hinterkopf, dass auch der andere auf seinem Stint noch gute Reifen zum Überleben oder Überholen hat.“ Diese Besonnenheit haben die noch jungen Piloten während der Saison mehrfach unter Beweis gestellt. Nicht das einzelne Ergebnis oder die kurze Freude über einen Triumpf standen im Mittelpunkt, sondern das große Ganze. Der Titel. Das formulierte Owega einmal treffend: „Natürlich freue ich mich über gute Ergebnisse, aber letztlich schaue ich nur auf die eingefahrenen Punkte, denn sie bringen uns zur Meisterschaft.“

Wiebelhaus und Owega kennen sich bereits aus dem Vorjahr, als sie gemeinsam bei HRT, aber auf unterschiedlichen Autos unterwegs waren. Für die beiden ruhigen und besonnenen Persönlichkeiten stand schnell fest, dass sie 2025 gemeinsam angreifen möchten. „Wir haben uns auch zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut verstanden. Salman und ich sind im gleichen Alter, wir haben die gleichen Interessen. Er ist nie wütend und bringt immer eine entspannte Ruhe mit“, verrät Wiebelhaus. „Wir unternehmen auch neben der Strecke etwas miteinander und sind beide schnell. Im Rennen muss man als Team zusammenarbeiten und das funktioniert bei uns prima.“

Ein weiterer wichtiger Meilenstein verbindet das neue Meister-Duo. Sie wurden für die Saison 2025 ins Nachwuchsprogramm von Ford aufgenommen und dürfen sich ‚Ford Performance GT3 Junioren‘ nennen. So war es auch unter anderem an ihnen, den neuen Ford Mustang GT3 in seiner Debüt-Saison im ADAC GT Masters zu formen und weiterzuentwickeln. Dass sie direkt so weit vorne mitkämpfen, den ersten Sieg des Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters und in ganz Europa erzielen und am Ende sogar den Titel gewinnen, ist für sie ein wahrgewordener Traum. „Wir haben gemeinsam mit dem Team das Auto stetig verbessert und HRT hat in dieser Beziehung wirklich einen tollen Job gemacht“, lobt Wiebelhaus. „Wir freuen uns beide, dass wir als Junioren die Marke Ford repräsentieren dürfen. Mit dem Meistertitel geht das jetzt natürlich umso besser.“

Noch vor wenigen Jahren klangen diese Sätze für den Offenbacher Wiebelhaus wie ein Märchen. Bei den Kickers Offenbach war er im Fußball aktiv und die große Karriere im Motorsport wartete nicht hinter der nächsten Tür. Doch als Sebastian Vettel-Fan verpasste er kein Formel-1-Rennen und entschied sich schließlich für erste Runden in einem Leihkart. Das Interesse wuchs, Lehrgänge und das erste eigene Kart folgten. 2022 der Erfolg: Champion der ADAC Kart Masters X30-Junioren und die Berufung ins damals neue ADAC Formel Junior Team. Nach einer Saison in der französischen Formel 4 entschied sich Wiebelhaus für einen Wechsel ins ADAC GT Masters. „Der GT-Sport macht mir persönlich mehr Spaß und ich sah dort auch die besseren Zukunftsaussichten“, so Wiebelhaus, der 2024 noch im Mercedes-AMG GT3 fuhr. „Ich habe letzte Saison viel gelernt und habe den Aufstieg zum Ford-Junior geschafft. Jetzt bereits im zweiten Jahr Meister zu sein, macht mich unglaublich glücklich.“

Teamkollege Owega hat den Motorsport quasi in seiner DNA. Sein Bruder Jusuf fuhr früher in der DTM, sein Vater Ammar war über zehn Jahre nebenberuflich Rennarzt am Nürburgring. Daher verwundert es wenig, dass er mit sechs Jahren zum ersten Mal in einem Leihkart unterwegs war und seiner Kart-Leidenschaft jahrelang treu blieb. 2021 folgte der Aufstieg direkt in den GT3-Sport und ein Jahr später sein Debüt im ADAC GT Masters – mit niemand Geringerem als Christopher Haase, dem ersten Champion der Serie, an seiner Seite. „Von ihm habe ich unglaublich viel gelernt. Er hat mir so viel beigebracht und dafür bin ich ihm sehr dankbar“, erinnert sich der 20-Jährige. Das Gelernte setzte er zusammen mit Elias Seppänen in der Folgesaison perfekt um und wurde zum ersten Mal Meister – damals die jüngsten der Serien-Geschichte. Dieser Rekord wurde zwar seither nochmals unterboten, mit seinem zweiten Titel stellt Owega aber einen neuen auf. Er ist erst der fünfte Zweifach-Champion des ADAC GT Masters und mit 20 Jahren und 132 Tagen der jüngste. „Mit der Ernennung zum Ford Performance GT3 Junior war für Finn und mich von Anfang an klar, dass wir nichts anderes als die Meisterschaft erreichen wollen und wir wussten, dass das Potenzial dazu in uns steckt. Dieses Ziel jetzt erreicht zu haben, ist genial.“

Wie es für die beiden Champions in Zukunft weitergeht, ist noch offen. Nach vier Jahren im ADAC GT Masters und zwei Titeln strebt Owega aber eine Veränderung an. „Ich mag die Serie wirklich sehr, aber ich kann nicht immer auf dem gleichen Level bleiben, sondern möchte mich weiterentwickeln und nach vorne schauen“, verrät der Kölner. Teamkollege Wiebelhaus schließt eine Titelverteidigung nicht aus, will sich aber noch nicht festlegen. „Ich habe die vergangenen beiden Jahre sehr viel gelernt im ADAC GT Masters, aber irgendwann möchte ich natürlich auch gegen die großen Jungs fahren“, verrät der Sieger der „Road-to-DTM“. „Natürlich wäre es schön, in Zukunft Werksfahrer bei Ford zu werden, im GT3-Auto oder im Hypercar viele Rennen zu fahren, zu gewinnen und in der Welt herumzureisen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Rennhofer/Heyerdahl halten mit Sieg in Hockenheim Titelkampf offen

  • Erster Saisonsieg für Piloten von Wimmer Werk Motorsport
  • Drei Porsche-Duos auf dem Podium
  • Junior-, Team-, Rookie- und PRO-AM-Wertung entschieden

Erster Saisonsieg für Emil Heyerdahl (li.) und Raphael Rennhofer
Foto: ADAC-Motorsport

Spannung pur bis zur letzten Minute: Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring bot packenden Motorsport und ein neues Sieger-Duo. Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) gewannen im Porsche 718 Cayman GT4 ihr erstes Saisonrennen und wahren damit ihre Chance auf den Fahrer-Titel. Ihre Markenkollegen Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) belegten Platz zwei. Das Podium komplettierten Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide ebenfalls AVIA W&S Motorsport).

Das Rennen begann zunächst Robinson von der Pole-Position, der auch den Start gewann. Der von Platz drei gestartete Heyerdahl sicherte sich direkt in der ersten Kurve den zweiten Platz und wurde so zum ersten Verfolger Robinsons. Markenkollege Still übernahmen ebenfalls noch in der ersten Runde die dritte Position. Das Porsche-Trio setzte sich im weiteren Rennverlauf etwas an der Spitze ab und fuhr in dieser Reihung auch gemeinsam zu den Fahrerwechseln in die Boxengasse. Dort übernahmen die Teamkollegen Kristensen, Rennhofer und Gogollok die jeweiligen Porsche.

Die Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) kämpften sich im Mercedes-AMG GT4 derweil bis auf die vierte Position vor. In dieser Konstellation hätte dies für Förderer/Härtling zum vorzeitigen ADAC GT4 Germany-Titel gereicht. Rund fünf Minuten vor Rennende konnte Rennhofer aber die Spitze von Kristensen erobern und zum Sieg fahren. Rennhofer/Heyerdahl haben somit die Titel-Entscheidung auf Sonntag vertagt und können sich zudem noch über den Tagestriumph in der Junior-Wertung freuen. Die Titelentscheidung in der Junior-Wertung ist hingegen zugunsten von Förderer/Härtling gefallen. 

Auf Platz fünf im Samstagsrennen kamen Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) in einem weiteren Porsche vor Jan Philipp Springob (24/Olpe) und Storm Gjerdrum (16/NOR, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Gjerdrum sicherte sich somit den Tagessieg in der Rookie-Wertung. Siebte wurden Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing, ebenfalls Aston Martin) vor Gabriele Piana (39/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 sowie Alex Connor (21/GBR) und Julien Apothéloz (24/CHE, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG. Die besten Zehn komplettierten Marek Böckmann (29/Lautersheim) und Anton Paul Abée (28/Hamburg, beide Prosport Racing).

Neben der Junior-Wertung ist die Titel-Entscheidung auch in drei weiteren Klassements gefallen. AVIA W&S Motorsport gewinnt die Team-Wertung. Cedric Fuchs (19/Holzappel, SR Motorsport by Schnitzelalm) ist Rookie-Champion. Laurenz Rühl (19/Friedrichsdorf) und Damon Surzyshyn (48/CAN, beide Razoon - xAutomotive Racing) können sich über den PRO-AM-Titel freuen.

Stimmen zum Rennen

Raphael Rennhofer - Sieger für Wimmer Werk Motorsport: „Das ist mein bislang schönster Sieg im GT4-Sport. Dafür haben wir über das ganze Jahr wirklich hart gearbeitet. Noch die minimale Chance auch den Titel zu haben, ist das Tüpfelchen auf dem I. Morgen haben wir keinen Druck und werden nochmals alles geben.“

Emil Heyerdahl - Sieger für Wimmer Werk Motorsport: „In meinen ersten Jahr in der ADAC GT4 Germany direkt einen Sieg holen zu können, ist unbeschreiblich. Das Team hat diesen Triumph einfach verdient, wir genießen den Sieg heute aber denken auch schon an morgen. Dann wollen wir nochmals angreifen!“

Oskar Lind Kristensen - Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Wir sind mit dem Auto und dessen Performance wirklich zufrieden. Durch den Erfolgsballast aus dem letzten Rennen wurde es zu Rennende hin ein wenig schwierig. Somit habe ich zum Schluss leider die Führung verloren - aber so ist es eben manchmal. Danke an Lachlan für die tolle Vorarbeit im ersten Stint.“

Lachlan Robinson - Platz zwei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich hätten wir gerne eine Position höher auf dem Podium gestanden, aber wir müssen uns mit Platz zwei nicht verstecken. Wir sind sehr glücklich. Morgen haben wir etwas weniger Erfolgsballast im Auto. Hoffentlich holen wir den Sieg dann nach.“

Hendrik Still - Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Für eine Rest-Chance auf den Titel hätten wir heute gewinnen müssen. Das ist nicht gelungen. Aber uns war bereits im Vorfeld klar, dass es schwer werden würde. Morgen starten wir von der Pole-Position und wollen nochmals angreifen. Jetzt ist der Vize-Titel das Ziel.“

Philipp Gogollok - Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Wir hatten ein gutes Rennen. Letztes Endes ist es ein wenig schade, dass es nur Platz drei wurde. Die Vize-Meisterschaft ist noch offen. Dafür werden wir morgen kämpfen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Letzte Pole der Saison geht an Alexander Fach im Porsche

Alexander Fach Porsche 911 GT3R #4
Foto: Jens Hawrda

Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech) hat sich die Pole-Position für das Final-Rennen der ADAC GT Masters-Saison 2025 auf dem Hockenheimring gesichert. Der Schweizer fuhr in seinem Porsche 911 GT3 R eine Zeit von 1:38.088 Minuten und jubelte ausgelassen über die Debüt-Pole für sich und sein Team Fach Auto Tech.

„Ich bin sehr, sehr glücklich. Wir waren die ganze Saison immer wieder nah dran, es hat aber nie ganz gereicht. Es jetzt im letzten Qualifying noch zu schaffen, ist sehr cool und gibt dem ganzen Team nochmal einen Extraschub für das Rennen. Wir wollten die Saison auf einem Hoch abschließen. Jetzt haben wir ein Podium, eine Pole-Position und den Titel im Pro-AM Cup schon erreicht“, strahlte der 23-Jährige. „Die Strecke war in gewissen Bereichen noch leicht feucht, auch beim Anbremsen. Es waren keine leichten Bedingungen und man musste eine Linie finden, auf der Grip war.“

Bei bewölktem Himmel, lediglich 10 Grad Luft- und 11 Grad Streckentemperatur ging es ins letzte Qualifying der Saison. Hinter Fach sortierte sich Leyton Fourie (20/RSA/FK Performance Motorsport) mit 0,071 Sekunden Rückstand ein. Nach dem schwierigen Samstagsrennen waren die einstigen Titelkandidaten sogar auf Rang drei der Tabelle abgerutscht. Aus der ersten Startreihe heißt es nun mit dem BMW M4 GT3 Evo voller Angriff auf die Vizemeisterschaft. Die Top-3 des Qualifyings komplettierte der Vortagessieger Nico Hantke (21/Hürth/Scherer Sport PHX). Ihm fehlten in seinem Audi R8 LMS GT3 Evo 2 0,109 Sekunden auf die Bestzeit. Den vierten Startplatz sicherte sich der neue Meister des ADAC GT Masters, Salman Owega (20/Köln/Haupt Racing Team). Er startet eine Position vor seinem Teamkollegen Jonathan Cecotto (26/VEN), der die Top-5 im zweiten Ford Mustang GT3 komplettiert. Insgesamt präsentierte sich das Feld des ADAC GT Masters eng beisammen. Die ersten zwölf Fahrzeuge des Qualifyings lagen innerhalb von einer Sekunde.

Quelle: adac-motorsport.de



Pirelli entwickelt exklusive Reifen für die DTM 2026

Foto: Jens Hawrda

Pirelli bleibt auch weiterhin exklusiver Reifenpartner der DTM. Der italienische Reifenhersteller, derzeit auch alleiniger Reifenlieferant für die F1 sowie ab 2027 für die MotoGP, erhielt den Zuschlag in einem transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahren. Ab der Saison 2026 wird Pirelli sein Motorsport-Know-how noch umfassender einbringen und die DTM mit Reifen beliefern, die exklusiv für die Serie entwickelt wurden. Die DTM-Reifen werden ab dem nächsten Jahr „Made in Germany“ sein und im Technologie-Hub in Breuberg in Hessen entwickelt und produziert.

Pirelli intensiviert sein Engagement in der DTM allerdings nicht nur auf technischer Ebene. Durch die engere Einbindung der Serie in die eigenen Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie in internationale digitale Kanäle sorgt der Reifenhersteller für eine deutlich höhere Sichtbarkeit der DTM.

„Die DTM ist die GT- und Tourenwagenserie mit der weltweit höchsten Leistungsdichte und stellt besondere Anforderungen an die Reifen. Darauf reagieren wir mit maßgeschneiderten Reifen von Pirelli. Der neue Reifen für die DTM sorgt zudem für einen fairen Wettbewerb und dient als ein wirksames Mittel zur Durchsetzung der Testbeschränkungen in der Serie. Die Einführung des Exklusivreifens ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der DTM. Wir freuen uns, diesen Schritt gemeinsam mit Pirelli zu gehen“, sagt ADAC-Motorsportdirektor Thomas Voss.

„Die Entscheidung des ADAC unterstreicht die hohe Qualität unserer Reifen und die hervorragende Arbeit unseres Teams. Die DTM kann weiterhin auf die Top-Performance der Reifen und zuverlässige Unterstützung an der Rennstrecke zählen. Die Reifenproduktion in Deutschland bedeutet für die Serie zweifellos einen großen Gewinn“, kommentierte Mario Isola, Direktor von Pirelli Motorsport. „Pirelli und die DTM werden ihren gemeinsamen Weg fortsetzen und bestätigen damit den Erfolg der 2023 begonnenen Partnerschaft. Das erfüllt uns mit großem Stolz und bringt zugleich Verantwortung mit sich. Wir werden eine der renommiertesten und professionellsten Meisterschaften der Welt weiterhin mit maßgeschneiderten technologischen Lösungen unterstützen. Diese Partnerschaft stellt eine bedeutende Verpflichtung dar, aber auch eine wertvolle Chance für weiteres Wachstum unseres Teams.“

Die Partnerschaft mit der DTM umfasst die Entwicklung einer exklusiven Reifenserie für die DTM. Sie zeichnet sich durch innovative Verfahren und Materialien aus, die auf das spezifische Rennformat und die wachsende Wettbewerbsfähigkeit der Serie zugeschnitten sind. Diese neuen Reifen, die ab der nächsten Saison zum Einsatz kommen, sind mit der neuesten RFID-Technologie zur Nachverfolgung ausgestattet. Produziert werden sie im Pirelli Werk im hessischen Breuberg, einem der modernsten der 18 Produktionsstandorte des Konzerns weltweit. Die Anlage verfügt über eine hochmoderne Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die in direkter Verbindung mit der Unternehmenszentrale und weiteren globalen Forschungszentren arbeitet.

Neben der DTM wird Pirelli in den kommenden Jahren auch das ADAC GT Masters mit Reifen beliefern. Die Produktlinien für das GT Masters folgen einem eigenen, unabhängigen Entwicklungspfad und sichern dabei die Kontinuität mit der weltweiten GT-Plattform. Das ADAC GT Masters setzt weiterhin auf die zur Saison 2025 eingeführte Reifengeneration P Zero DHG. Pirelli ist seit 2015 Reifenpartner des ADAC GT Masters.

Quelle: dtm.com


DTM: Erste Pole für Aston Martin – Titelkandidat Güven auf Platz zwei

Gilles Magnus, Aston Martin #007
Foto: Jens Hawrda

Paukenschlag beim letzten DTM-Qualifying der Saison 2025 auf dem Hockenheimring Baden Württemberg: Gilles Magnus von Neueinsteiger Aston Martin feierte zusammen mit seinem Team Comtoyou Racing die erste Pole-Position in der DTM. Mit seiner Topzeit von 1:36,259 Minuten unterbot der Belgier gleichzeitig den Qualifyingrekord aus dem Jahr 2022 um mehr als zwei Zehntelsekunden. „Wir wissen, dass wir auf eine Runde gesehen mit unserem Speed ganz vorne mitfahren können. Am Samstag haben wir leider nicht das ideale Setup gefunden. Umso schöner ist es für das ganze Team, dass es uns im finalen Qualifying des Jahres gelungen ist. Natürlich wollen wir die Saison auch mit einem super Ergebnis beenden“, sagte Magnus.

Porsche-Pilot Ayhancan Güven war als Zweiter bester Fahrer der insgesamt acht Meisterschaftskandidaten und hat damit eine sehr gute Ausgangsbasis im Titelkampf. Dank der beiden Punkten aus dem Zeittraining liegt der Tabellenfünfte vom Team Manthey EMA nur noch acht Zähler hinter der Spitze. Ben Green steuerte seinen Ferrari 296 GT3 auf Position drei, neben ihm steht sein Teamkollege Jack Aiken als Vierter in der zweiten Startreihe. Damit hat auch der Tabellensiebte Aitken seine Meisterschaftschancen gewahrt. Gleiches gilt für den Gesamtdritten René Rast, der das finale DTM-Rennen im BMW M4 GT3 Evo von Position fünf aus in Angriff nimmt und versprach: „Die Fans dürfen sich auf ein hochspannendes Finale freuen. Ich stehe vor meinen Konkurrenten Thomas Preining und Lucas Auer. Aber klar ist: Ich muss aufs Podium fahren, um die nötigen Punkte aufzuholen und Meister zu werden.“

Trockene Bedingungen und Temperaturen von elf Grad Celsius herrschten am Sonntagmorgen auf dem Hockenheimring beim letzten Zeittraining der Saison. Gespannt warteten Zuschauer und Fans darauf, wie sich die acht Titelkandidaten vor dem finalen DTM-Rennen platzieren. Rast fuhr gut drei Minuten vor Schluss die erste Topzeit, die Aitken jedoch wenig später unterbot. Kurz danach gelang Magnus die Bestmarke, Güven und Green schoben sich in ihren jeweils letzten schnellen Runde noch auf die Plätze zwei und drei vor. Tabellenführer Lucas Auer konnte als Neunter noch unter die Top Ten fahren. Der Gesamtzweite Thomas Preining geht zwei Plätze dahinter nur von Rang elf aus in den 16. DTM-Lauf.

Ergebnis Qualifying, 16. Saisonlauf, Hockenheimring (Top-Five)

1. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing), 1:36,259 Minuten

2. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,186 Sekunden

3. Ben Green (GB/Emil Frey Racing), +0,475 Sekunden

4. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +0,479 Sekunden

5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +0,485 Sekunden

Quelle: dtm.com