Sonntag, 28. September 2025

IDM Superbike: Lukas Tulovic unterschreibt bei Ducati für 2026

Lucas Tulovic fährt auch 2026 für Ducati
Foto: Jens Hawrda

Lukas Tulovic aus Eberbach/Neckar wird auch 2026 für das Team Triple M Ducati Frankfurt in der IDM Superbike starten. Teamkollege bleibt der Italiener Lorenzo Zanetti. Wie Teameigentümer Matthias Moser mitteilte, unterschrieb Tulovic heute beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring einen neuen Einjahresvertrag. Einsatzmotorrad wird die gerade in der Öffentlichkeit vorgestellte Ducati Panigale V4R des Modelljahres 2026 sein.

„Ich bin überglücklich, auch im nächsten Jahr Teil der Ducati-Familie zu sein und kann es kaum erwarten, auf der neuen Panigale V4R zu sitzen und zu zeigen, was mit dem Motorrad geht“, sagt Tulovic. Außerdem fügt der 25-jährige Baden-Württemberger hinzu: „Ich fühle mich sehr wohl im Team und hatte so viel Spaß auf dem Motorrad wie lange nicht mehr. 2026 werde ich alles daran setzen, den Titel zu verteidigen.“

Matthias Moser ist froh darüber, dass sich Tulovic für ein weiteres Jahr in seinem Team entschieden hat. „Wir alle haben Lukas freundliche und sympathische Persönlichkeit und seine kompromisslose Professionalität sehr zu schätzen gelernt. Wir werden alles tun, um ihm das bestmögliche Material zur Verfügung stellen und ihm die Unterstützung zu bieten, die er braucht, um zu gewinnen.“

Im Hinblick auf die Superbike-Weltmeisterschaft ist Moser davon überzeugt, dass sein Fahrer auch in der Superbike-WM wettbewerbsfähig sein kann. „Sofern es technisch umsetzbar ist, wollen wir ihm deshalb den einen oder anderen Gaststart in der WM ermöglichen.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Sportbike: Iglesias-Bravo nach Sturz im Warm-up nicht renntauglich

Dramatische Wendung im IDM-Titelkampf: Der Meiterschaftsführende Inigo Iglesias-Bravo kann am entscheidenden Finallauf in der IDM Sportbike nicht teilnehmen. Der Spanier stürzte am Sonntagmorgen im zehnminütigen Warm up in der Sachskurve, nachdem sein Vorderrad wegrutschte. Er schlug in die Airfences ein und wurde ins Medical Center gebracht. Dort ergab die Untersuchung den Verdacht auf innere Verletzungen, sodass Iglesias-Bravo zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus verlegt wurde.

Für die Meisterschaft ist das ein herber Rückschlag: Iglesias-Bravo ging nach seinem Sieg im ersten Lauf mit zehn Punkten Vorsprung auf Oliver Svendsen ins Finale. Nun hat der Däne alle Trümpfe in der Hand – ein Platz in den Top 5 würde ihm reichen, um sich den ersten IDM-Sportbike-Titel zu sichern.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


Samstag, 27. September 2025

IDM: Der Terminkalender für 2026 steht fest

Foto: Jens Hawrda

Eine klare Struktur und traditionsreiche Austragungsorte sind die Kennzeichen des IDM-Kalenders. Die Motor Presse Stuttgart als Promoter und Ausrichter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) gibt zum Saisonfinale 2025 die Veranstaltungstermine für das nächste Jahr bekannt. Der Kalender umfasst sieben Stationen in drei Ländern – darunter drei international bekannte MotoGP-Strecken.

Den Auftakt in der Saison 2026 bildet der Sachsenring. Die Saison beginnt somit auf der berühmten Grand-Prix-Strecke in Deutschland. Nur drei Wochen später biegt die Meisterschaft auf dem MotoGP-Kurs im tschechischen Brünn ein. Die Strecke ist neu im Kalender. Der flüssig zu fahrende Kurs liegt landschaftlich reizvoll am Rande eines Waldgebietes, hat einen spürbaren Höhenunterschied und wird im Uhrzeigersinn gefahren. Die nächste Station ist ebenso im Nachbarland beheimatet und seit mehreren Jahren im IDM-Kalender fixiert: das Autodrom Most. Hier finden jährlich auch Läufe zur Superbike-Weltmeisterschaft statt.

Die vierwöchige Sommerpause fällt 2026 etwas kürzer aus als bisher und wird am ersten August-Wochenende von den Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben beendet. Von dort führt der Weg in den Norden. Im niederländischen Assen gastiert die IDM auf dem „Cathedral of Speed.“ Damit steht auch die dritte MotoGP-Strecke im Kalender fest. Im September biegt die Meisterschaft auf die Zielgerade ein. Zum dritten Mal in Folge wird die IDM auf dem Nürburgring ausgetragen, ehe das große Saisonfinale traditionell auf dem Hockenheimring stattfindet.

„Mit diesem Fahrplan setzt die IDM auf eine ausgewogene Mischung aus Tradition, Internationalität und sportlicher Herausforderung“, sagt Serienmanager Normann Broy und fügt hinzu, „wir veröffentlichen die Termine traditionell beim großen IDM-Finale, damit Teams, Fahrer und auch die Fans schon sehr früh mit ihren Planungen beginnen können.“

Termine 2026:

08.05.-10.05.2026 Sachsenring

29.05.-31.05.2026 Brünn (CZ)

26.06.-28.06.2026 Most (CZ)

31.07.-02.08.2026 Oschersleben

14.08.-16.08.2026 Assen (NL)

04.09.-06.09.2026 Nürburgring

25.09.-27.09.2026 Hockenheim


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Supersport: Ein Sieg auf dem Silbertablett für Andreas Kofler

Andreas Kofler, Yamaha #19
Foto: Jens Hawrda

Im Sturz nach dem Qualifying war die Verkleidung kaputt, die Lenkerstummel krumm und trotzdem ist Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) auf die Pole Position gefahren. Diese Position münzte der Österreicher im ersten Rennen der IDM Supersport auf dem Hockenheimring in einen Sieg um. Damit ist er der Titelverteidigung wieder ein Stück näher gerückt. Bis ins Ziel fehlen ihm noch fünf Punkte.

Blin (Ducati) behauptet sich zwischen Kofler (Yamaha) und Geiger (Honda)

Der 21-jährige Yamaha-Fahrer legte am späten Samstagnachmittag die Basis für den zweiten Meistertitel. 20 Punkte trennen ihn nun in der Gesamtwertung von seinem größten Konkurrenten Dirk Geiger (MCA Racing) auf der Honda. Das Polster tut gut, ist aber keine Versicherung.

Kofler führte das Rennen sofort an. Daniel Blin (AF Racing) blieb auf Tuchfühlung. Beide machten Fehler, aber Blin gelang es trotzdem nicht, die Spitze zu übernehmen. Geiger biss sich an der dritten Position wiederum die Zähne am Polen und seiner Ducati vergeblich aus. Dabei war es für ihn bitter nötig Plätze gutzumachen, um seine Titelchancen zu wahren.

Schnellste Runde mit abgefahrenen Reifen

Blin interessierte das herzlich wenig. Der Ducati-Fahrer hat mit dem Titelkampf überhaupt nichts zu tun, musste keine Rücksicht nehmen und konnte machen, was er wollte. Und er wollte unbedingt gewinnen. Er war verdammt spät auf der Bremse, als er Geigers Ambitionen zum Überholen spitz bekam. Aber Geiger musste irgendwie vorbei und schaffte es schließlich doch noch. Der Mannheimer fuhr in der letzten Runde die schnellste Zeit des Rennens überhaupt – mit gebrauchten Reifen. Haarscharfe 0,085 Sekunden trennten ihn im Ziel auch nur noch von Kofler, der für den Sieg die volle Punktzahl kassierte. Auch wenn Kofler dadurch jetzt 20 Punkte mehr hat als Geiger, ist die Titelentscheidung noch offen.

Gastfahrer Thomas Gradinger (Eder Racing) legte sich rundenlang mit Luca de Vleeschauer (Track an Trades Wixx Racing) an, zog aber den Kürzeren. Marvin Siebdrath (Yamalube Motorsport Kofler) machte fünf Plätze gut. Julius Caesar Rörig (MCA Racing) stürzte gleich in der ersten Runde. Auch Gastfahrer Damien Raemy (Eder Racing), Richard Irmscher (Racingteam Irmscher) und Peter Feigl (Genius Racing by MotoLife) sahen die Zielflagge nicht.

IDM Supersport, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Dirk GEIGER (DEU), Honda

3. Daniel BLIN (POL), Ducati

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

5. Lennox LEHMANN (DEU), Yamaha

6. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

7. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

8. Thomas GRADINGER (AUT), Yamaha

9. Štěpán ZUDA (CZE), Ducati

10.Luca GÖTTLICHER (DEU), Kawasaki

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Sportbike: Iglesias siegt, Titelentscheidung vertagt

Die Entscheidung im Titelkampf in der IDM-Sportbike ist vertagt. Zwar setzte sich Inigo Iglesias-Bravo (Wematik Racing by RT Motorsports) in einem packenden Finish durch, doch sein Titelrivale Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing) bleibt nach Platz drei mit zehn Punkten Rückstand weiter im Rennen. Damit beantwortet sich die Frage nach dem ersten Champion in der neuen Klasse im alles entscheidenden zweiten Lauf am Sonntag.

Dreikampf an der Spitze

Vor vollen Rängen in der Sachskurve entwickelte sich ein packendes Rennen, in dem die beiden Titelanwärter von Gaststarter Leo Rammerstorfer (Freudenberg Rora-Paligo Racing) herausgefordert wurden. Früh zeichnete sich ab: Der Sieg würde zwischen Iglesias, Svendsen und dem Junior-GP-Piloten aus Österreich entschieden.

Ab der zweiten Runde übernahm Iglesias die Spitze, doch richtig absetzen konnte er sich nie. Dahinter lieferten sich Svendsen und Rammerstorfer ein heißes Duell um Platz zwei – mit sehenswerten Attacken vor allem in der Sachskurve. Für den Dänen ging es um wichtige Meisterschaftspunkte, für Rammerstorfer um die Ehre, denn als Gaststarter wird er in der Wertung nicht berücksichtigt.

Im letzten Renndrittel kam es dann zum Schlagabtausch: Svendsen schob sich erst an Rammerstorfer vorbei und setzte wenig später zum Angriff auf Iglesias an. Zwei Mal attackierte der Däne entschlossen, zwei Mal konterte der Spanier erfolgreich. Kurz darauf schlug Rammerstorfer zurück: Auf der langen Start-Ziel-Geraden schlüpfte er in der ersten Kurve an beiden vorbei und übernahm die Führung. Nun spitzte sich das Duell zwischen dem Österreicher und Iglesias zu, während Svendsen dahinter lauerte, um nicht zwischen die Fronten zu geraten.

Die Entscheidung fiel in der letzten Runde. Rammerstorfer verbremste sich in der Sachskurve, Iglesias nutzte die Lücke und fuhr den Sieg nach Hause. Rammerstorfer wurde Zweiter, Svendsen Dritter – in der Meisterschaft zählt er damit als Zweiter. „Ich habe das Rennen gefahren, als wäre es mein letztes gewesen. Morgen geht es um Gold – und das verdient es auch“, erklärte Iglesias-Bravo nach dem Rennen sichtlich erleichtert.

Doch mit Blick auf die letzten Monate und die Leistung seines Teams versuchte er, das Positive mitzunehmen: „Zumindest haben wir das Rennen auf dem Podium beendet. Die Punkte zählen – und auch das wäre ein ehrbares Ende einer herausfordernden Saison.“

Starke Aufholjagd von Brandl

Hinter dem Spitzentrio sah Gastfahrer Sasha De Vits (Triumph Germany Racing Team) als Vierter die Zielflagge. Die Punkte für diesen Platz gingen jedoch an Luis Rammerstorfer (Freudenberg Rora-Paligo Racing), der als Fünfter gewertet wurde. Eine der stärksten Leistungen des Tages zeigte Korbinian Brandl (AK Racing Team): Nach einem schwierigen Wochenende und Start vom Ende des Feldes kämpfte sich der Aprilia-Pilot bis auf Rang sechs nach vorne.

Dahinter klassierten sich Filip Novotný, Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13) und Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing). Besonders zwischen Hänse und Kooistra ist noch alles offen: Nur ein Punkt trennt die beiden im Kampf um den dritten Gesamtrang, der am Sonntag entschieden wird. Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb) komplettierte die Top Ten.

Alles oder nichts am Sonntag

Die Spannung könnte vor dem großen Finale kaum größer sein. Mit nur zehn Punkten Vorsprung reist Iglesias als Favorit in das letzte Rennen der Saison, doch Svendsen hat mit seinem unbändigen Willen schon mehrfach überrascht. Am Sonntag um 14:40 Uhr geht es in Hockenheim ein letztes Mal in die Startaufstellung der Saison 2025. Dann entscheidet sich: Wer wird der erste Meister in der IDM Sportbike.

IDM Sportbike, Results Race 1  (Top-Ten)

  1. Inigo IGLESIAS (ESP), Triumph Daytona 660
  2. (G) Leo RAMMERSTORFER, (AUS), Triumph Daytona 660
  3. Oliver SVENDSEN (DNK), Triumph Daytona 660
  4. Sasha DE VITS (BEL), Triumph Daytona 660
  5. Luis RAMMERSTORFER (AUS), Triumph Daytona 660
  6. Korbinian BRANDL (DEU), Aprilia RS 660
  7. Filip NOVOTNÝ, (CZE), Aprilia RS 660
  8. Justin HÄNSE (DEU), Yamaha YZF-R7
  9. Rick KOOISTRA (NLD), Triumph Daytona 660
  10. Kristoffer KÖNIG (DEU), Aprilia RS 660

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann