Sonntag, 10. August 2025

Rast feiert nach Galavorstellung seinen 30. DTM-Sieg

  • BMW-Pilot siegt deutlich vor seinem Teamkollegen Wittmann
  • Auer holt sich mit Platz drei die Tabellenführung zurück
  • 78.000 Besucher erleben spannendes Rennwochenende in der Eifel

Renè Rast holt seinen 30. DTM-Sieg
Foto: Jens Hawrda

Perfektes Rennen und ein rundes Jubiläum: René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) feierte am Sonntag auf dem Nürburgring nach einer abgeklärten Vorstellung den 30. Sieg in seiner DTM-Karriere. Nach 38 Runden wurde der dreimalige Champion mit einem Vorsprung von knapp acht Sekunden als Erster abgewunken. „So ein dominantes Rennen habe ich nicht erwartet. Ich konnte aber schon in der Einführungsrunde spüren, dass sich das Fahrzeug sehr gut anfühlt. Den 30. Sieg meiner Karriere in der DTM geholt zu haben, bedeutet mir unglaublich viel. Als ich 2017 meine DTM-Karriere begonnen habe, war so eine Zahl für mich unvorstellbar“, sagte Rast, der auf dem Eifelkurs zum vierten Mal erfolgreich war. Sein Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) machte im BMW M4 GT3 Evo den Doppelsieg von Schubert Motorsport perfekt. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) übernahm mit Platz drei wieder die Tabellenführung vor Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), der nach einem unverschuldeten Kontakt mit einem Konkurrenten als 16. nicht in die Punkte fuhr. Insgesamt 78.000 Besucher erlebten ein traumhaftes Motorsportwochenende mit packenden Rennen und drei Tagen Sonnenschein.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 10 von 16

  • Streckenlänge: 3.629 Meter
  • Wetter: 20 Grad
  • Pole-Position: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25), 1:25,620 Minuten
  • Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33)
  • Schnellste Rennrunde: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #33), 1:26,309 Minuten

Rast zeigte am Sonntagmittag schon kurz nach dem Start, dass er sich im zehnten DTM-Saisonlauf einiges vorgenommen hat. Der 38-Jährige machte drei Plätze gut und reihte sich hinter Pole-Setter Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) im McLaren 720S GT3 Evo und Auer auf Position drei ein. Nach zwei weiteren Überholmanövern übernahm der BMW-Pilot in Runde sechs die Spitze und setzte sich im weiteren Verlauf vom Feld ab.

Den ersten Pflicht-Boxenstopp absolvierte Rast als letzter Fahrer und blieb vor Auer in Führung. Teamkollege Wittmann schob sich nach einem frühen Reifenwechsel auf Platz drei vor. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 und Ford-Mustang-Pilot Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance) folgten auf den Rängen vier und fünf. Auch beim zweiten Boxenstopp wurde Rast von seinem Team Schubert Motorsport zügig abgefertigt und fuhr mit einer komfortablen Führung zurück auf die 3,629 Kilometer lange Strecke. Wittmann konnte kurz danach Auer überholen, der wie am Samstag viel Zeit beim Reifenwechsel verlor. Hinter dem BMW-Doppelpack und Auer beendete der taktisch klug fahrende Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) den Sonntagslauf am Nürburgring auf Platz vier. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA) komplettierte im Porsche 911 GT3 R beim Heimspiel seines Teams nach einem unauffälligen Rennen die Top-Fünf.

Maini belohnte sich im Ford Mustang GT3 für eine erneut starke Leistung mit Rang sechs. Der Belgier Magnus feierte auf Position sieben den ersten Top-Ten-Platz für sich und sein Team. Pole-Setter Dörr konnte das Tempo an der Spitze nicht mitgehen, fuhr als Achter aber wieder in die Punkteränge. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) steuerte seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Platz neun und ist damit im Gesamtklassement Dritter. Thomas Preining (A) kam im zweiten Neunelfer von Manthey EMA nicht über Rang zehn hinaus.

Weitere Stimmen zum Rennen

Marco Wittmann: „Nach Platz fünf am Samstag ist das Podium für uns der perfekte Abschluss eines starken Wochenendes. Im ersten Stint war der nötige Speed leider nicht da, daher haben wir uns für einen frühen ersten Boxenstopp entschieden. Die Strategie hat sich ausgezahlt, denn dadurch konnte ich viele Positionen gut machen.“

Lucas Auer: „Die beiden BMW waren auf einem anderen Level unterwegs. Vielleicht wäre der zweite Platz drin gewesen, leider lief unser zweiter Boxenstopp nicht optimal. Insgesamt war es ein actionreiches Wochenende. Man merkt, dass die zweite Saisonhälfte begonnen hat und der Umgang auf der Strecke etwas rauer wird.“

Ergebnis, 10. Meisterschaftslauf, Nürburgring (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)

2. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,795 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +12,846 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +13,790 Sekunden

5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +15,321 Sekunden


Ben Dörr schreibt mit erster Pole für McLaren DTM-Geschichte

Ben Dörr, #25 holt erste DTM-Pole für McLaren
Foto: Jens Hawrda

Jubel bei McLaren und Dörr Motorsport: Ben Dörr fuhr am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem Nürburgring mit 1:25,620 Minuten die schnellste Runde. Damit holte der 20-Jährige die erste Pole-Position für McLaren in der DTM und steht zum ersten Mal auf Startplatz eins. „Mir fehlen die Worte! Als ich per Funk von der Pole-Position erfahren habe, war ich überglücklich. Es ist einfach schön anzusehen, was wir als Team für Fortschritte machen. Mein Vater hat heute Geburtstag. Der erste Startplatz ist das perfekte Geschenk für ihn“, freute sich Dörr.

Mit einer Zehntelsekunde Rückstand belegte Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) Platz zwei und hat damit gute Chancen, die am Samstag abgegebene Tabellenführung wieder zurückzuerobern. Gilles Magnus (Comtoyou Racing) zeigte im Aston Martin Vantage GT3 ebenfalls eine starke Vorstellung und wurde Dritter. Platz vier ging an Lamborghini-Pilot Jordan Pepper. Der Südafrikaner vom TGI Team Lamborghini by GRT wird für das Rennen allerdings um fünf Startplätze zurückversetzt, da er am Samstag seine dritte Verwarnung kassiert hatte. Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter) beendete das Zeittraining auf Position fünf.

Strahlender Sonnenschein empfing die 24 Fahrer am Sonntagmorgen beim zweiten Zeittraining auf dem Eifelkurs. Bei kühlen 14 Grad Celsius dauerte es lange, ehe die Pirelli-Slicks die optimale Betriebstemperatur erreichten und schnelle Runden möglich waren. Magnus knackte zweieinhalb Minuten vor Schluss als erster Fahrer die 1:26,000-Minuten-Marke. Kurze Zeit später gelang Dörr eine neue Bestzeit. Dann wurde es dramatisch: Auer setzte sich in der letzten Runde an die Spitze, doch nur acht Sekunden später konterte Dörr und sicherte sich die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. Spitzenreiter Jack Aitken enttäuschte mit Rang 16 und wird es schwer haben, seine acht-Punkte-Führung in der Meisterschaft gegen Verfolger Auer zu verteidigen.

Ergebnis Qualifying, 10. Saisonlauf, Nürburgring (Top-Five)

1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), 1:25,620 Minuten

2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,100 Sekunden

3. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing), +0,131 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +0,192 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,244 Sekunden

Quelle: dtm.com

Porsche mit erstem Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany

  • Hendrik Still und Philipp Gogollok gewinnen Samstagsrennen in der Eifel
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl und Linus Hahne überzeugen mit Platz zwei
  • Youngster Storm Gjerdrum holt in seinem ersten GT4-Rennen den Rookie-Triumph

Hendrik Still und Philipp Gogollok, beide AVIA W&S Motorsport)
Foto: Jens Hawrda

Packende Action, reichlich Überholmanöver und Spannung bis zur letzten Kurve: Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany war nichts für schwache Nerven – und sah erstmals in dieser Saison einen Porsche-Sieg. Lokalmatador Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport) gewannen vor Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) im BMW M4 GT4. Deren ME Motorsport-Teamkollegen Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern) komplettierten das Podium und sorgten somit für das beste Ergebnis des Rennstalls aus Schwäbisch Gmünd in der ADAC GT4 Germany.

Das Rennen hatte zunächst Tabellenführer Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) im Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm von der Pole-Position aus begonnen. Doch schon in Runde zwei konnte sich 718 Cayman GT4-Pilot Still die Führung mit einem sehenswerten Manöver sichern. Mann der Startphase war aber zweifelsohne BMW-Fahrer Reiter, der von Startplatz 13 bis auf die vierte Position nach vorne stürmte. Bis zur Phase der Boxenstopps hatte sich Reiter hinter dem führenden Still Platz zwei gesichert. Jan Philipp Springob (24/Olpe) im Aston Martin Vantage AMR GT4 von COSY Racing by ESM und Härtling komplettierten zu diesem Zeitpunkt die Top Vier. Ebenfalls stark aufgelegt präsentierte sich Thomas Rackl, der sich von Startplatz 15 gekonnt bis auf die fünfte Position vorarbeitete. Nach den obligatorischen Fahrerwechseln behielt Stills Teamkollege Gogollok die Führung und fuhr letztendlich zum Sieg, was für den Porsche-Piloten zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Reiters Partner Wiskirchen übernahm Platz zwei vor Rackls Teamkollegen Linus Hahne, der durch einen frühen Boxenstopp die dritte Position einnehmen konnte. Beide ME Motorsport-BMW lieferten sich im weiteren Rennverlauf ein spannendes Duell um den Silberrang, das final Hahne für sich entschied.

Rang vier ging an den BMW von Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport). Enrico Förderer (18/Leuterod), der von Pole-Setter Härtling übernommen hatte, beendete das Rennen auf Rang fünf. Das Duo führt die Fahrerwertung damit weiterhin an. Platz sechs sicherten sich Niels Tröger (22/Dresden) und Andreas Jochimsen (27/DNK, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Dahinter überquerte Springobs Teamkollege Storm Gjerdrum (16/NOR) als Siebter die Ziellinie und konnte sich in seinem ersten GT4-Rennen überhaupt über den Gewinn der Rookie-Wertung freuen. Achte wurden Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche vor Marek Böckmann (28/Lautersheim) und Anton Paul Abée (28/Hamburg, beide Prosport Racing) im Aston Martin. Die Top-Ten komplettierten Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing, Porsche).

Stimmen nach dem Rennen

Hendrik Still - Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es ist der Wahnsinn, hier beim Heimspiel gewinnen zu können. Es sind viele Freunde vor Ort und mein Papa steht direkt neben mir. Ich bin super stolz. Ich dachte zunächst, dass wir über die Distanz keine Chance hätten, doch das Team hat super gearbeitet und ein perfektes Set-up gefunden.“

Philipp Gogollok - AVIA W&S Motorsport

„Ich weiß immer noch nicht, was ich sagen soll – und kann es noch gar nicht begreifen. Das Team hat einen unfassbaren Job gemacht. Ich bin so dankbar, die Chance erhalten zu haben, auf dem Auto mit der Startnummer eins fahren zu dürfen. Hendrik hat am Start eine Lücke herausgefahren, ich konnte die Lücke halten. Einfach super!“

Thomas Rackl - Platz zwei für ME Motorsport

„Wir sind voll von Emotionen, denn ich hätte dieses Resultat nicht erwartet, nachdem wir von Platz 15 losgefahren sind. Ich hatte eine super Pace und zudem noch die Reifen für Linus geschont. Ich wusste, dass er noch etwas herausholen kann. Das hat er getan. Über Platz zwei bin ich mehr als glücklich.“

Linus Hahne - Platz zwei für ME Motorsport

„Es ist erst mein drittes Rennwochenende in der ADAC GT4 Germany und schon habe ich mein erstes Gesamtpodium. Das konnte ich in der Auslaufrunde zunächst gar nicht fassen. Natürlich war das Überholmanöver mit dem Teamkollegen knifflig. Es galt fair zu bleiben, aber auch den von hinten ankommenden Konkurrenten zu beachten. Letztendlich haben wir das gut hinbekommen, da wir mit beiden Autos auf dem Podium sind. Besser kann es nicht sein.“

Tim Reiter - Platz drei für ME Motorsport

„Ich hatte einen perfekten Start erwischt. Das gelang mir hier vor drei Jahren schon einmal. Von da an hatte ich weitere Mitbewerber überholt, da der BMW heute richtig gut ging. Ich widme das Podium meiner Mutter. Letztes Jahr hatte ich im Rennen an ihrem Geburtstag einen Fehler und bin ausgefallen. Jetzt habe ich das wieder gutgemacht und bin super glücklich.“

Philip Wiskirchen - Platz drei für ME Motorsport

„Nach der Qualifikation bin ich über das Podium tatsächlich etwas überrascht. Doch Tim hatte einen super Start und das Auto an mich in aussichtsreicher Position übergeben. Wir hatten dann ein kleines Problem mit dem Set-up, was sich auf die Reifen-Performance auswirkte. Dennoch freue ich mit natürlich sehr über den dritten Platz. Ich hoffe, dass wir das morgen wiederholen können.“


Samstag, 9. August 2025

Qualifying Prototype Cup: Zwei Tausendstelsekunden zwischen Platz eins und zwei

Bestzeit für Oscar Tunjo
Foto: ADAC-Motorsport

In einem extrem engen ersten Qualifying des Prototype Cup Germany holte sich Oscar Tunjo (29/COL, Gebhardt Intralogistics Motorsport) die Pole Position. Der Gebhardt-Pilot war in seiner schnellsten Runde 0,002 Sekunden schneller als Danny Soufi (22/USA, Konrad Motorsport), der Rang zwei eroberte. Und auch Mattis Pluschkell (21/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport) auf Platz drei musste sich nicht verstecken, sein Rückstand auf Tunjo betrug gerade einmal 0,041 Sekunden. 

„Ich bin natürlich happy über die Pole Position“, so Tunjo, der auf dem Nürburgring erstmals zusammen mit Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport) antritt. „Ich hatte gestern ja schon vorausgesagt, dass es ein enges Qualifying wird und das ist es auch geworden. Die Sprintstrecke des Nürburgrings, die wir hier nutzen, ist relativ kurz und außerdem kennt jeder Fahrer und jedes Team diese Strecke sehr gut. Deshalb war mir schon klar, dass es hier eng werden wird.“

Nur zwei Tausendstelsekunden hinter Tunjo fand sich Soufi auf Platz zwei des Qualifyings wieder. „Wir hatten die Pace für die Pole Position und der Rückstand von 0,002 Sekunden ist auch extrem minimal. Deshalb kann ich mit meiner Leistung glücklich sein“, gab der US-Amerikaner zu Protokoll. Soufi ist zusammen mit seinem Partner Pavel Lefterov (27/BUL, Konrad Motorsport) aktuell Tabellenführer im Prototype Cup Germany. Als Gesamt-Zweite sind Pluschkell und Maksymilian Angelard (18/POL, BWT Mücke Motorsport) in die Eifel gekommen und auch Pluschkell machte in seinem Qualifying einen guten Job. „Die Strecke war heute etwas schlechter als gestern, das Auto rutschte etwas mehr. Außerdem sind mir in den besten Runden jeweils kleine Fehler in der Schikane unterlaufen, was schon ausgereicht hat, um nicht die Pole Position zu holen. Aber ich denke, wenn man knapp hinter Oscar und Danny landet, dann muss man sich nicht verstecken; die beiden sind schon verdammt schnelle LMP3-Fahrer.“  

Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN, BWT Mücke Motorsport), Jacob Erlbacher (24/Böblingen, Badischer Motorsport Club), Sven Barth (44/Eberbach, Aust Motorsport), Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport), Michael Herich (48/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) folgten auf den Plätzen. Dabei bewegte Herich erstmals den Duqueine mit der Startnummer 80, zuvor sass er im Wagen mit der Nummer 1. „Auch wenn es die gleichen Automodelle sind, verhält sich die Nummer 80 anders. Ob es besser oder schlechter ist, ist schwierig zu sagen, aber ich habe mich in der 80 auf Anhieb wohl gefühlt.“ Der Trophy-Pilot blickte auch zufrieden auf sein Qualifying. „Ich habe mich von Runde zu Runde gesteigert, mit dem Abstand von 1,6 Sekunden zur Spitze bin ich zufrieden. Schön ist auch, dass Mikkel und ich fast die gleichen Rundenzeiten fahren.“ Mit Mikkel C. Johansen bestreitet Herich an diesem Wochenende erstmals ein LMP3-Rennen.

Quelle: adac-motorsport


Jay Mo Härtling im Mercedes-AMG auf Pole-Position

Bestzeit für Jay Mo Härtling
Foto: Jens Hawrda

Der Pilot von SR Motorsport by Schnitzelalm fuhr die Bestzeit in der Qualifikation für das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Lokalmatador Hendrik Still auf Platz zwei.

Packende Action in der Qualifikation der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring: Nach 15 spannenden Minuten setzte sich Tabellenführer Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) im Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm durch. „Es hat einfach alles auf den Moment gepasst. Im Spitzenfeld der ADAC GT4 Germany geht es extrem eng zu, aber wir haben für die Runde alles zusammengebracht. Danke an das Team für das klasse Auto“, jubelte Härtling, der gemeinsam mit Enrico Förderer (18/Leuterod) startet, über die Zeit von 1:31,769 Minuten.

Insbesondere für seinen Rennstall SR Motorsport by Schnitzelalm ist das Resultat ganz besonders, da das Team die Fahrzeuge im nahegelegenen Niederzissen vorbereitet. „Wir haben Heimspiel und somit wollen wir hier das bestmögliche herausholen. In den letzten Jahren konnten wir auf dem Nürburgring viele Erfahrungswerte sammeln. Das kommt uns sicherlich entgegen“, so Härtling weiter.

Mit lediglich 0,146 Sekunden knapp geschlagen auf Rang zwei fuhr Hendrik Still (38/Kempenich), der sich einen Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport mit Philipp Gogollok (19/Bad Homburg) teilt. Auch Still erlebt am Wochenende sein Heimspiel. Er wohnt nur wenige Kilometer vom Nürburgring entfernt und kennt auf der Traditionsrennstrecke jede Ecke.

Britisches Flair brachten die Positionen drei bis fünf in die Eifel, denn allesamt wurden von Aston Martin belegt. Die Gaststarter Jan Philipp Springob (24/Olpe) und Storm Gjerdrum (16/NOR, beide COSY Racing by ESM) erreichten mit 0,204 Sekunden Rückstand Platz drei, direkt gefolgt vom Vantage AMR GT4 von Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing), denen 0,421 Sekunden auf die Spitze fehlten. Die Top Fünf komplettierten deren Teamkollegen Marek Böckmann (28/Lautersheim) und Anton Paul Abée (28/Hamburg, beide Prosport Racing).

Das Samstagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring wird um 16:10 Uhr gestartet und live bei Sky Sport Mix im Fernsehen übertragen. Dazu gibt es die Action auch bei adac.de/motorsport, ServusTV On, Joyn, sport1.de und youtube.com/adacmotorsports im Livestream zu sehen. „Im Rennen gilt es, zunächst einen guten Start zu erwischen und das Auto heile zu lassen“, blickt Pole-Setter Härtling voraus. „Wir fahren natürlich voll auf Sieg. Doch so eng wie es aktuell zugeht wird es nicht einfach. Mit einem starken Piloten wie Hendrik Still in meinem Nacken habe ich eine große Aufgabe vor mir.“

Quelle: adac-Motorsport