Freitag, 8. August 2025

GT4 Germany Nürburgring: Aston Martin mit erster Bestzeit

Jan Philipp Springob war im ersten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring nicht zu schlagen. Mit Aston Martin, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota platzierten sich Fahrzeuge von vier Marken auf den ersten sechs Plätzen.

Perfekter Einstand von Aston COSY Racing by ESM: Das Team aus Sachsen feiert auf dem Nürburgring das Saisondebüt in der ADAC GT4 Germany – und konnte im ersten freien Training direkt die Bestzeit einfahren. Jan Philipp Springob (24/Olpe), der sich das Steuer des Vantage AMR GT4 Evo mit Storm Gjerdrum (16/NOR) teilt, umrundete die 3,629 Kilometer lange Strecke in exakt 1:32,924 Minuten. „Es ist natürlich klasse, so ins Rennwochenende zu starten. Das gibt dem Team ein richtig gutes Gefühl. Fairerweise sollte aber auch gesagt sein, dass wir mit einem neuen Satz Pirelli-Reifen unterwegs waren“, erklärte Springob, der bereits zwei Siege in der ADAC GT4 Germany erzielen konnte.

Mit einem Rückstand von 0,369 Sekunden ging Platz zwei der Session an den Mercedes-AMG GT4 der aktuellen Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm). Direkt dahinter folgten deren Teamkollegen Cedric Fuchs (19/Holzappel) und Joel Mesch (20/Erkelenz) mit 0,772 Sekunden Rückstand auf Platz drei. Ein starkes Ergebnis für Mercedes-AMG rundeten Luca Bosco (21/ITA) und Julien Apothéloz (24/CHE, beide BWT Mücke Motorsport) mit 0,785 Sekunden Rückstand auf Platz vier ab.

Die Top Fünf komplettierte der Porsche 718 Cayman GT4 von Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport), denen 0,807 Sekunden auf die Spitze fehlten. Ebenfalls gut in die ADAC GT4 Germany gestartet ist Teichmann Racing. Der Rennstall aus der Eifel ist erstmals überhaupt im ADAC Championat unterwegs. Im Toyota GR Supra GT4 fuhren Maximilian Schleimer (17/Obertiefenbach) und Roland Froese (31/Bruchertseifen) im ersten freien Training direkt auf Platz sechs.

Am Freitag folgt ab 14:20 Uhr noch das zweite freie Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Am Samstag und Sonntag stehen dann jeweils eine Qualifikation und ein Rennen auf der Agenda. „In der Qualifikation ist es unser Ziel, in die Top Fünf zu fahren“, so Springob weiter. „In den Rennen möchten wir unter die ersten Zehn kommen.“

Quelle: adac-motorsport.de


Premiere: Glock mit erster McLaren-Bestzeit in der DTM

Timo Glock holt erste Bestzeit für McLaren in der DTM
Foto: Jens Hawrda

Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) kommt mit Schwung aus der DTM-Sommerpause: Der ehemalige Formel-1-Pilot fuhr am Freitag beim Auftakt zum fünften Saisonstopp auf dem Nürburgring im McLaren 720S GT3 Evo mit 1:26,209 Minuten die Trainingsbestzeit. "Natürlich war es nur das Freie Training, aber so ein Ergebnis tut einfach gut. Für uns als Team ist die Herausforderung DTM ein kontinuierlicher Prozess und es geht in die richtige Richtung. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Dörr Motorsport erst das zweite Jahr dabei ist. Ich freue mich auf ein mega DTM-Wochenende am Nürburgring", sagte Glock.

Ben Dörr holt Platz 2 im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Mit einem Rückstand von 0,044 Sekunden war Glocks Teamkollege Ben Dörr (Butzbach) zweitschnellster Fahrer. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) belegte in seinem Ferrari 296 GT3 Rang drei. Nur zwei Tausendstelsekunden langsamer war Ricardo Feller (CH/Audi R8 LMS GT3 Evo2) vom Team Land-Motorsport als Vierter. Ayhancan Güven (TR) steuerte den Porsche 911 GT3 R von Lokalmatador Manthey EMA auf Platz fünf.

Die Top-Zeiten wurden im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag bei Temperaturen von 25 Grad Celsius erzielt. Glock gehörte von Anfang an zu den schnellsten Fahrern. Die Bestmarken purzelten allerdings erst in den letzten 15 Minuten, als viele Fahrer mit frischen Pirelli-Reifen Qualifikations-Simulationen fuhren. Vermeulen übernahm zunächst die Führung, wurde aber kurz danach von Dörr als Spitzenreiter abgelöst. Buchstäblich in der letzten Sekunde gelang Glock die schnellste Runde des Tages. Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte am Nürburgring bewies einmal mehr die hohe Leistungsdichte in der DTM: Die ersten 15 Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde.

Das erste Freie Training am Vormittag hatte Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) für sich entschieden. "Wir waren hier vor einigen Wochen testen und sind dadurch möglicherweise mit einem kleinen Vorteil ins Wochenende gestartet", erklärte der Ferrari-Pilot. "Ich freue mich immer ganz besonders auf die DTM-Rennen am Nürburgring. Die Strecke hat eine unglaubliche Tradition, wir haben hier aber noch kein Rennen gewinnen können – das wollen wir ändern. Ich habe auch schon einige britische Fans gesehen, die mir natürlich eine Extraportion an Motivation geben."

Das erste Qualifying am Nürburgring wird am Samstag um 9:35 Uhr gestartet. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und am Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ServusTV an und dem YouTube-Kanal @DTM zu sehen. 

Porsche mit doppelter Weltpremiere bei der DTM

Die DTM wird beim fünften Saisonstopp auf dem Nürburgring zur Bühne für gleich zwei Weltpremieren. Porsche präsentiert an diesem Wochenende (8. bis 10. August) mit der optimierten Version des 911 GT3 R (Generation 992) sowie dem 911 Cup (Generation 992.2) zwei neue Fahrzeuge für die Saison 2026. Der neue 911 GT3 R kommt im nächsten Jahr in der DTM zum Einsatz, der neue 911 GT3 Cup in den Porsche-Markenpokalen wie dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland oder dem Porsche Carrera Cup Benelux.

Im DTM-Fahrerlager am Nürburgring können Fans die beiden Fahrzeuge erstmals live sehen. Der optimierte Porsche 911 GT3 R überzeugt mit zahlreichen Detailoptimierungen inklusive einer überarbeiteten Aerodynamik. Markantestes Merkmal des weiterentwickelten 911 GT3 R sind die zusätzlichen Entlüftungsöffnungen für die Radhäuser auf der Oberseite der vorderen Kotflügel. Die Neuauflage des 911 Cup vereint umfangreiche Detailmodifikationen mit dem Design der Elfer-Generation 992.2. Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung lag auf einer verbesserten Performance sowie einem vereinfachten Handling für die Fahrer und Teams.



Donnerstag, 7. August 2025

GT4 Germany: Seriendebüt von Teichmann Racing mit Toyota GR

Rennstall aus der Eifel bestreitet das Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring mit einem Toyota GR Supra GT4 EVO2 und will 2026 die komplette Saison in Angriff nehmen.

Spannender Neuzugang für die ADAC GT4 Germany: Teichmann Racing absolviert beim Rennwochenende auf dem Nürburgring einen Gaststart mit einem Toyota GR Supra GT4 EVO2. Das Team aus Adenau ist insbesondere durch Auftritte auf der Nordschleife bekannt und gibt sein Serien-Debüt. „Ich sehe unser Team im GT4-Sport. Das ist genau der Bereich, in dem wir uns bewegen möchten. Dazu kommt, dass die DTM-Plattform die ADAC GT4 Germany insbesondere für junge Fahre sehr interessant macht“, erklärt Teamchef Georg Teichmann die Hintergründe für den Einstieg. „Außerdem ist alles klasse organisiert. Ich fühle mich herzlich aufgenommen.“

Am Steuer des Supra wechseln sich der frühere ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Maximilian Schleimer (17/Obertiefenbach) und der erfahrene Roland Froese (31/Bruchertseifen) ab. Schleimer gibt sein Debüt im GT4-Sport. Froese war mit einer anderen Marke bereits 2022 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Zusammen mit Toyota Gazoo Racing Europe haben wir ein Nachwuchsprogramm auf die Beine gestellt“, so Teichmann weiter. „Tatsächlich wollten wir sogar mit zwei jungen Piloten antreten. Doch das ist an der Altersgrenze von 16 Jahren gescheitert. Somit haben wir in Absprache mit Toyota Gazoo Racing Europe entschieden, Roland zusammen mit Maximilian starten zu lassen. Er kennt das Auto, die Serie und die Strecke. Somit hat Roland am Wochenende ein Mentoring-Rolle inne – und es lassen sich viele Synergien nutzen.“

Auf das Debüt in der ADAC GT4 Germany hat sich Teichmann Racing gezielt vorbereitet. „Wir waren mit den Fahrern im Simulator von Toyota Gazoo Racing in Köln-Marsdorf. Außerdem haben wir im Vorfeld auch zwei Test-Sessions auf dem Nürburgring durchgeführt. Im GT4-Bereich ist es sicherlich nicht üblich, so eng mit einem Hersteller zusammenzuarbeiten“, so Teichmann weiter. „Doch dadurch verspreche ich mir für dieses Projekt recht viel für die Zukunft.“ Mit erfolgreichen Einsätzen beispielsweise in der Rallye-WM oder der Sportwagen-WM ist TGR Europe eine Referenz im internationalen Spitzen-Motorsport.

In Bezug auf die sportlichen Ziele will sich Teichmann Racing beim Auftritt auf dem Nürburgring keinen Druck machen. „Die ADAC GT4 Germany ist sehr stark besetzt und das Niveau ist extrem hoch. Somit möchten wir die Erwartungen nicht zu hoch schrauben“, stellt Teichmann klar. „Sollten wir ein Resultat in den Top Zehn erzielen, würden wir richtig glücklich nach Hause fahren.“

Grundsätzlich soll es aber nicht beim Gaststart in der ADAC GT4 Germany bleiben. „Wir werden das Rennwochenende im Nachgang natürlich intensiv analysieren. Es ist eine Option, Ende August direkt auch auf dem Sachsenring anzutreten“, überlegt Teichmann. „Außerdem planen wir 2026, die volle Saison in der ADAC GT4 Germany zu bestreiten.“

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 6. August 2025

Wer wird Halbzeit-Champion der ADAC GT4 Germany 2025?

  • Enrico Förderer und Jay Mo Härtling reisen als Tabellenführer an
  • Max Rosam will beim Heimspiel gute Punkte sammeln
  • Beide Rennen im TV zu sehen

Enrico Förderer und Jay Mo Härtling reisen als Tabellenführer zum Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Action in der Eifel heißt es beim dritten Rennwochenende 2025 der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke sucht die ADAC-Serie vom 8. bis 10. August den Halbzeit-Champion. Beste Chancen auf diesen inoffiziellen Titel haben die aktuellen Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm), die im Mercedes-AMG GT4 alle vier bislang ausgetragenen Läufe gewonnen haben. Tickets für das Vollgas-Spektakel auf der Traditionsrennstrecke gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Beide Rennen der ADAC GT4 Germany sind im Livestream auf adac.de/motorsport, ServusTV On, Joyn, sport1.de und youtube.com/adacmotorsports zu sehen. Rennstart am Samstag ist um 16:10 Uhr und am Sonntag um 15:15 Uhr. Sky Sport Mix zeigt beide Rennen jeweils ab 21:30 Uhr re-live. Sport1 überträgt das Sonntagsrennen ab 15:00 Uhr live im Free-TV.

Nach den beiden Doppelsiegen in Oschersleben und auf dem Norisring führen Förderer/Härtling die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany mit 42 Punkten Vorsprung souverän an. Maximal 50 Zähler werden beim Rennwochenende auf dem Nürburgring vergeben. „Man weiß natürlich nie, was passiert. Doch der Halbzeit-Titel ist sicherlich in greifbarer Nähe“, erklärt Förderer. „Wir fahren dennoch mit Demut an den Ring. Es war sehr speziell, die ersten vier Saisonläufe zu gewinnen. Wir möchten diese Serie am liebsten weiter fortsetzen. Doch die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist stark. Der Nürburgring ist meine Heimstrecke und insofern ist das Rennwochenende etwas ganz Besonderes. Meine Familie, viele Freunde und auch mein Fanclub werden kommen, um mich anzufeuern.“

Dichteste Verfolger sind die zweitplatzierten Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. Rang drei belegt mit 49 Punkten Rückstand das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Somit befinden sich Piloten von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten drei Positionen der Gesamtwertung, was die Ausgeglichenheit im Feld weiter unterstreicht.

Auf Rang vier liegen Max Rosam (20/Taunusstein) und Denny Berndt (20/Berlin, beide Razoon - more than Racing), die im Porsche 718 Cayman GT4 zuletzt auf dem Norisring einen dritten und vierten Platz erzielen konnten und somit mit ordentlich Rückenwind in die Eifel reisen. „Das große Saisonziel ist natürlich der Titel in der ADAC GT4 Germany. Somit wollen wir auf dem Nürburgring gute Punkte einfahren. Das gelingt am besten mit Podiumsplatzierungen oder sogar mit Siegen“, so Rosam. „Ich mag das Streckenlayout, beispielsweise liefert die Schikane am Ende der Runde stets klasse Bilder. Wenn man dort die Kerbs richtig trifft, macht es richtig Spaß.“ Rosam hat eine große Verbindung zum Nürburgring und der Region, da ein Teil seiner Verwandtschaft im Raum Koblenz wohnt.

Zum bekannten Feld gesellt sich auf dem Nürburgring ein attraktiver Gaststarter hinzu: Jan Philipp Springob (24/Olpe) und Storm Gjerdrum (16/NOR) teilen sich einen Aston Martin Vantage AMR GT4 EVO von COSY Racing by ESM und bestreiten alle noch ausstehenden Saisonläufe. Springob ist in der ADAC GT4 Germany bereits seit 2019 unterwegs und konnte in dieser Zeit zwei Laufsiege erzielen - Gjerdrum gibt sein Seriendebüt.