Donnerstag, 31. Juli 2025

Preining vorm Grello-Heimspiel: „Habe mit dem Nürburgring eine Rechnung offen“

  •  Porsche-Pilot möchte in der Eifel seine Topform bestätigen
  • „In der DTM kann ich meine Leidenschaft als Rennfahrer ausleben“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 #91
Foto: Jens Hawrda

Mit dem Nürburgring geht es vom 8. bis 10. August in die zweite Saisonhälfte der DTM – und ein Fahrzeug steht dabei besonders im Fokus. Der „Grello“ des Porsche-Werksfahrers Thomas Preining ist in der Eifel ein echter Publikumsliebling und genießt Kultstatus. Das Ziel beim Heimspiel seines Teams Manthey EMA, das in Meuspath direkt neben der Nordschleife zu Hause ist, hat Preining fest im Blick: Angreifen und die DTM-Tabellenspitze erobern. „Meine Vorfreude auf das Wochenende ist riesig! Das komplette Team ist extrem motiviert. Dazu ist es einfach überragend, den ‚Grello‘ auf dem Nürburgring zu fahren und den wahnsinnigen Support der Fans zu spüren“, sagt der Österreicher.

Als Tabellenführer geht Preinings Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) in den fünften Saisonstopp. Das Momentum spricht aber klar für Preining: Starke 61 Punkte holte der gebürtige Linzer in den vergangenen drei Rennen, sprang von Tabellenplatz neun bis auf Rang zwei und hat mit nur sieben Zählern Rückstand auf Auer die Spitze klar vor Augen. „In der DTM geht es immer unfassbar eng zu. Ich denke, dass sich im Kampf um den Titel eine Führungsgruppe an der Spitze etablieren wird“, blickt Preining voraus und formuliert auch seine Rolle: „Ich bin überzeugt, dass wir bis zum Schluss zu dieser Gruppe gehören werden, um beim Finale um die Meisterschaft zu fahren.“

Zuletzt begeisterte der 27-Jährige in seinem Porsche 911 GT3 R mit starken Überholmanövern und feierte am Norisring seinen ersten Saisonsieg. „In der DTM“, betont Preining, „kann ich als Rennfahrer meine Leidenschaft auf der Strecke ausleben. Das ist die Art von Racing, die mir am meisten Spaß macht. Natürlich kommt es immer darauf an, was der Rennleiter zulässt. Aber ich denke, innerhalb eines geregelten Rahmens haben wir Fahrer ziemlich viele Freiheiten und es darf Tür an Tür schon ein bisschen Kontakt geben. Genau dafür steht die DTM.“

Auffällig in der Saisonbilanz von Preining: Drei seiner vier Podiumsplätze holte er in den Sonntagsrennen, in denen seit dieser Saison zwei Pflicht-Boxenstopps absolviert werden müssen. „Das neue Rennformat kommt uns natürlich etwas entgegen“, verrät Preining und erklärt: „Ich denke, je mehr Einfluss die Team-Performance wie die Strategie oder die Boxenstopps auf das Resultat nehmen kann, desto besser ist es für uns. Unser gutes Gesamtpaket ist eine große Stärke.“

Sieben DTM-Rennsiege konnte Preining in seiner Karriere bislang verbuchen – in der Eifel soll ein weiteres Top-Ergebnis folgen. „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit dem Nürburgring noch eine Rechnung offen haben“, sagt Preining und spielt damit auf das diesjährige ADAC Ravenol 24h Nürburgring an. Die „Grello“-Crew fuhr zwar als Erster durchs Ziel, bekam aber eine Zeitstrafe von 1:40 Minuten aufgerechnet und wurde somit im legendären Langstreckenrennen auf Rang zwei gewertet. Preining blickt voller Motivation auf den DTM-Stopp: „Ich mag die Eifel und natürlich möchte ich am Ende ganz oben auf dem Podium stehen.“


Motorsportvielfalt pur beim ADAC Racing Weekend in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Am 2. und 3. August bringt das ADAC Racing Weekend spannenden Motorsport in die Motorsport Arena Oschersleben. Geboten werden 13 Rennen mit modernen Porsche-Boliden, historischen Formel- und Tourenwagen sowie Kultfahrzeugen wie Trabis und Ladas. Ein Wochenende voller Vielfalt für Motorsportfans, welches durch den Porsche Sports Cup komplettiert wird.

Das ADAC Breitensport Wochenende mit dem ADAC Racing Weekend kehrt vom 2. bis 3. August zurück in die Motorsport Arena Oschersleben. Es ist eine Plattform für Motorsportprofis im Porsche Sports Cup und Hobby-Motorsportler im NATC Sprint oder dem ADAC Historic Cup Ost. Legendäre Rennfahrzeuge aus vergangenen Motorsportepochen gibt es zudem bei der Special Tourenwagen Trophy (STT) zu sehen.

Den Besuchern wird damit abwechslungsreicher Motorsport geboten – vom historischen Formelwagen bis hin zum modernen Porsche. Der Porsche Sport Cup besteht dabei aus drei Markenpokalen: Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und dem Porsche Endurance Challenge Deutschland. Hier kommen Fans der Marke voll auf ihre Kosten!

Beim ADAC Historic Cup Ost werden Rennen im Bereich der Formel-Fahrzeuge und getrennt davon der Tourenwagen ausgefahren. Trabbi, Lada und Co. werden hier im Renntempo um die Strecke bewegt. Das hat Kultcharakter und macht auch als Besucher mit dem Blick von unseren Zuschauertribünen richtig Spaß!

An diesem ersten August-Wochenende werden insgesamt 13 Rennen ausgefahren.

Im Infield der Anlage gibt es als Rahmenprogramm eine Fahrzeugausstellung zu sehen und auch der Zugang zum Fahrerlager für das ein oder andere Benzingespräch ist inklusive.

Next Stop: DTM Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Nach der Sommerpause geht es in die Eifel – der Nürburgring läutet vom 8. bis 10. August die zweite Saisonhälfte der DTM ein. Auf dem Traditionskurs geht die Jagd nach Tabellenführer Lucas Auer in die nächste Runde. Und die könnte kaum spannender sein: Gerade einmal acht Punkte trennen die Top-Fünf der Tabelle.

Mit Manthey EMA (Meuspath) und dem HRT Ford Performance (Drees) treten beim fünften Saisonstopp zwei Teams in ihrem Wohnzimmer an. Während Manthey EMA mit dem beliebten „Grello“ sowie zwei weiteren Porsche 911 GT3 R antritt, bringt die HRT-Mannschaft zwei neue Ford Mustang GT3 an den Start. Auch im Fahrerfeld findet sich mit Tom Kalender ein echter Lokalmatador: Der 17-jährige Westerwälder aus Hamm/Sieg steuert einen Mercedes-AMG GT3 Evo für das ebenfalls in Rheinland-Pfalz beheimatete Mercedes-AMG Team Landgraf.

Die Fans am Nürburgring dürfen sich neben der DTM auf weitere Serien freuen: Die ADAC GT4 Germany geht genauso an den Start wie der Prototype Cup Germany. Rasante Markenpokal-Action bringt der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland in die Eifel. Vollelektrische Renn-Power verspricht zudem der NXT Gen Cup.

Tickets für die DTM auf dem Nürburgring gibt es ab 49 Euro. Auch für die attraktiven Plätze in den Top-Kategorien sind noch Restkarten erhältlich. Ein ultimatives DTM-Erlebnis verspricht die Track Safari, wenn Fans in Busse einsteigen und in einer separaten Session am Freitag ihre Runden über den Nürburgring drehen – während die DTM-Boliden mit rasanten Geschwindigkeiten vorbeirauschen. Wer eine Reise hinter die Kulissen erleben möchte, ist bei der Fan Tour powered by Pirelli genau richtig.

Quelle: dtm.de


Streifzug durch die DTM-Geschichte am Nürburgring

  • Showrunden mit legendäre DTM-Rennern aus 40 Jahren
  • Ex-Champions und DTM-Helden wie Strycek, Mücke und Grohs am Steuer

Foto Jens Hawrda

Kraftvoller Sound, ikonische Silhouetten und der unverwechselbare Geruch von Motorsportgeschichte: Beim DTM-Wochenende vom 8. bis 10. August auf dem Nürburgring erleben die Besucher legendäre DTM-Fahrzeuge bei Demorunden auf der Rennstrecke. Vom BMW M3 und Mercedes-Benz 190E 2.5-16V Evo II über den Opel Calibra V6 bis hin zum Opel Astra V8 Coupé dürfen sich die Fans auf Highlights aus der abwechslungsreichen DTM-Historie freuen.

Foto: Jens Hawrda

Die Vielfalt der eingesetzten Boliden reicht von Gruppe-A-Klassikern über die Ära der Klasse 1 bis hin zu späteren Class-1-Fahrzeugen. Mit dabei sind unter anderem ein Abt Audi TT-R aus dem Jahr 2000, der damals vom Briten James Thompson pilotiert wurde. Dazu gesellen sich mehrere BMW M3 E30 – darunter auch ein Exemplar von Dieter Quester – sowie der Ford Mustang des damaligen Fan-Lieblings Gerd Ruch, ein Mercedes-Benz 190E Evo II von Roland Asch und zwei Opel Astra V8 Coupés, einst gefahren von Peter Dumbreck und Joachim Winkelhock.

Foto: Jens Hawrda

Bewegt werden die Fahrzeuge von echten DTM-Legenden: Harald Grohs greift ins Lenkrad von einem seiner ehemaligen BMW M3, auch Stefan Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse) sowie der erste DTM-Champion Volker Strycek nehmen an den Demonstrationsfahrten teil. Letzterer steuert einen legendären Opel Calibra V6 4x4 aus der Saison 1994. Mit einem Ford Sierra Cosworth von 1987 nimmt Ex-ADAC GT Masters-Champion Sebastian Asch an den Demorunden teil.

Foto: Jens Hawrda

Die Showrunden finden über das gesamte Wochenende hinweg zu mehreren Zeitpunkten statt und sorgen für Gänsehaut-Momente auf dem Eifelkurs. Für die Fans bietet sich eine einmalige Gelegenheit, legendäre Fahrzeuge und prägende Persönlichkeiten der Serie noch einmal live zu erleben – mit Originalsound, typischer Lackierung und jeder Menge Emotion.


Donnerstag, 24. Juli 2025

Prototype Cup Germany: Barth und Dirickx: Knoten geplatzt

Seit dem Auftritt des Prototype Cup Germany auf dem Dekra Lausitzring haben Maxim Dirickx (21/BEL) und Sven Barth (44/Eberbach, beide Aust Motorsport) Geschmack am Podest gefunden; in drei der vergangenen vier Rennen eroberten sie einen Platz in den Top 3. 

Der bunte Aust-Ligier mit Maxim Dirickx und Sven Barth am Steuer 
Foto: ADAC-Motorsport

Die Saison 2025 begann mit dem Heimspiel des Belgiers Maxim Dirickx in Spa-Francorchamps, bei dem er eigentlich glänzen wollte. Doch am Ende blieben ihm und seinem Partner Sven Barth nur die Positionen fünf und sieben. Auch in Hockenheim reichte es noch nicht für den angestrebten Podestrang. „Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung bei uns nicht gerade gut, weil wir uns mehr erhofft hatten. Ich habe mich dann mal intensiv mit Maxim unterhalten, denn wir beide mussten vor allem den Kopf frei bekommen“, erzählt Barth. Dirickx stößt in dasselbe Horn. „Ich habe mir bis Hockenheim viel Druck gemacht. Seit dem Lausitzring versuche ich die Rennen als Spaß zu betrachten und schon läuft es besser. Es war am Ende wirklich reine Kopfsache.“ Barth kann sich gut vorstellen, dass ein Youngster wie Dirickx sich zu viel Druck gemacht hat. „Maxim kam 2024 direkt aus dem Kartsport, da ist der Sprung in einen LMP3 extrem groß. Natürlich wird er nicht in einen LMP3 einsteigen und alles gewinnen, zumal das Feld im Prototype Cup Germany stark besetzt war und noch immer ist. Ich denke, dass er damit erstmal klarkommen musste, zunächst keine Top-Resultate zu erzielen, denn er kannte auch aus dem Kartsport vor allen den Erfolg.“

Neben dem mentalen Aspekt glauben beide Fahrer, dass es auch eine gewisse Zeit benötigte, damit alle Rädchen im Team perfekt ineinandergreifen. „Unser Auto ist im Vergleich zum Saisonbeginn besser geworden und unsere Abstimmungen sind ebenfalls optimaler geworden. Fahrer, Team, Ingenieure, Mechaniker, alle sind nun besser aufeinander eingestellt als noch zu Beginn der Saison.“ Ebenfalls wichtig: Beide fühlen sich wohl bei Aust Motorsport. „Unser Teamchef Frank Aust ist ein Chef, mit dem man über alles reden kann. Und er hat von Anfang an an mich geglaubt. Außerdem ist positiv, dass wir nur ein Auto einsetzen, in das die volle Konzentration aller Beteiligten fließt“, so der Belgier.

Nachdem sie am Lausitzring zweimal Zweite wurden und auf dem Norisring, auf dem Barth und Dirickx Rookies waren, einmal Position drei holten, schielen sie nun sogar auf die Gesamtwertung. „Das Konrad-Duo Danny Soufi und Pavel Lefterov ist wahrscheinlich schon zu weit enteilt, aber Platz zwei in der Gesamtwertung ist für uns absolut möglich. Und ich möchte Junior-Champion werden“, verrät Dirickx seine Ziele. Barth betrachtet diese als realistisch. „Am Anfang war Maxim noch etwas hinter mir, aber mittlerweile muss ich mich schon fast strecken, um mit ihm mitzuhalten. Und das ist auch gut so, denn Maxim hat als junger Kerl seine Karriere noch vor sich. Dass wir beide nun ähnlich schnell sind, macht uns als Duo auf jeden Fall noch stärker.“

Quelle: adac-motorsport.de