Dienstag, 8. Juli 2025

Doppelsieger Lukas Tulovic dominiert den IDM-Reifenpoker von Oschersleben

Lucas Tulovic, Ducati Panigale V4R dominierte beide Superbikeläufe
Foto: Jens Hawrda

Die IDM begeisterte vom 4. bis 6. Juli erneut in Oschersleben mit 14 spannenden Rennen und vollem Fahrerlager. Ducati-Pilot Lukas Tulovic glänzte mit Doppelsieg, Rundenrekord und Pole-Position in der Superbike-Klasse. Der Fanwalk am Sonntag brachte die Zuschauer hautnah an ihre Stars. Jüngste Siegerin wurde die 14-jährige Smilla Göttlich im ADAC Junior Cup.

Vom 4. bis 6. Juli kehrte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zum zweiten Mal in dieser Saison in die Motorsport Arena Oschersleben zurück. Bereits im Mai sorgte die Serie mit spannenden Rennen und abwechslungsreichem Programm für Begeisterung bei den Fans.

Das größte Feld des Wochenendes gab es mit 31 Startern beim Twin Cup zu sehen. Insgesamt sorgten 14 Rennen für tolle Renn-Action und der Fanwalk am Sonntag brachte die Fans nochmals dicht an ihre Idole heran. Insgesamt waren an diesem Wochenende 148 aktive Motorradfahrer auf der Rennstrecke in der Magdeburger Börde zu sehen.

Auf eine beeindruckende Bilanz blickt der Ducati-Pilot Lukas Tulovic an diesem Wochenende zurück. Indem er sich bei beiden Rennen die Pole-Position sicherte, einen IDM Rundenrekord und den Doppelsieg in der IDM Superbike einfuhr, hat er hier ganz neue Maßstäbe gesetzt. Wie er den Organisatoren auf den sozialen Medien verrät: „Ich liebe die Strecke in Oschersleben einfach – ich bin schon 1000 Runden bei Motorrad-Trainings hier gefahren.“, so Tulovic. Das und das gelungene Setup vom ersten Lauf im Mai machten mit der richtigen Wahl der Reifen dieses Wochenende für ihn zu einem perfekten Lauf der Saison mit wichtigen Punkten für die Gesamtmeisterschaft.

Die jüngste Siegerin des Wochenendes ist die 14-jährige Smilla Göttlich aus Sachsen, welche im ADAC Junior Cup an den Start geht und das zweite Rennen souverän für sich entscheiden konnte. Ihr älterer Bruder Lennard fuhr auf den zweiten Platz des Podiums.

Weiter geht es in der Motorsport Arena am 2. und 3. August auf vier Rädern mit dem ADAC Racing Weekend.

GT4 Germany: SR Motorsport by Schnitzelalm nicht zu schlagen auf dem Norisring

  • Enrico Förderer/Jay Mo Härtling mit viertem Saisonsieg
  • Gabriele Piana/Berkay Besler sichern sich erneut Platz zwei
  • Sieg in der Rookie-Wertung für Cedric Fuchs

Das Podium der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring
Foto: ADAC-Motorsport

„Vier gewinnt“ lautet das Motto für die Mercedes-AMG GT4-Piloten Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel). Vier Rennen hat das Duo von SR Motorsport by Schnitzelalm bislang in der ADAC GT4 Germany bestritten - und alle vier konnten mit einem Sieg beendet werden. Damit führen sie die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany souverän an. Im Sonntagsrennen auf dem Norisring gewann das Duo mit über 5,5 Sekunden Vorsprung auf Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. Das Podium komplettierten erstmals in ihrer ADAC GT4 Germany-Karriere Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Somit lagen zum zweiten Mal in Folge Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten drei Plätzen.

Härtling begann das Rennen von der Pole-Position aus und konnte die Spitze gegen BMW-Pilot Piana gekonnt verteidigen. In der ersten Rennhälfte fuhr zudem Kristensen im Porsche bis auf die dritte Position vor. Das Führungstrio wechselte erst gegen Schluss des obligatorischen Boxenstopp-Fensters die jeweiligen Fahrer. Förderer, der von Härtling übernommen hatte, fuhr in der zweiten Rennhälfte dann zum souveränen Sieg, was für beide auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Pianas Partner Besler behielt die zweite Position.

Um Platz drei wurde es hingegen nochmals richtig spannend. Mercedes-AMG-Pilot Cedric Fuchs (19/Holzappel, Motorsport by Schnitzelalm) machte mächtig Druck auf Robinson, der zuvor von Kristensen übernommen hatte. Mit sehenswerten Überholmanövern wurden mehrmals die Plätze getauscht. Am Ende spielte Robinson aber seine Erfahrung aus und setzte sich durch. Fuchs und Teamkollege Joel Mesch (20/Erkelenz) beendeten das Rennen final auf Platz fünf, da Porsche-Fahrer Denny Berndt (20/Berlin), der gemeinsam mit Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) antrat, auf den letzten Metern aus dem Zweikampf vor ihm noch Profit schlug und die vierte Position eroberte. Fuchs konnte sich dennoch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen.

Sechste wurden Maximilian Tarillion (20/Wien) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing) vor Philip Wiskirchen (20/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) sowie Niels Tröger (22/Dresden) und Andreas Jochimsen (27/DNK, beide FK Performance Motorsport). Auf Rang neun kamen Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport, alle BMW) ins Ziel. Die Top Zehn komplettierten Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche.

Stimmen nach dem Rennen

Enrico Förderer – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Der vierte Sieg im vierten Rennen ist unglaublich. Es ist einfach nur grandios, was das gesamte Team leistet. Mein Stint lief recht ruhig. Ich habe das Auto auf Platz eins übernommen und es auf der ersten Position ins Ziel gebracht. Es gab keine Schwierigkeiten – also alles super!“

Jay Mo Härtling – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Es hat einfach alles gepasst. Wir sind mehr als stolz, den vierten Sieg im vierten Rennen eingefahren zu haben. Am Start musste ich meine Position etwas verteidigen. Es galt, über die ganze Zeit zu einhundert Prozent konzentriert zu bleiben – was extrem wichtig war. Enrico hat das Rennen dann sauber nach Hause gefahren.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Ich hatte einen guten Start und konnte direkt von der dritten auf die zweite Position nach vorne fahren. Der Führende war heute aber außer Reichweite für uns, das ist frustrierend. Mal schauen, wie es am nächsten Wochenende auf dem Nürburgring läuft. Wir geben auf jeden Fall alles.“

Berkay Besler – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Ich freue mich natürlich über das Podium und hoffe, dass wir beim nächsten Rennwochenende ganz oben stehen können. Wir pushen auf der Strecke so gut wir können. Ich danke dem Team, Gabriele und auch BMW für die Unterstützung. Ich freue mich schon auf den Nürburgring.“

Lachlan Robinson – Dritter für AVIA W&S Motorsport

„Ich hatte in den letzten Runden einen tollen Zweikampf und es war sehr schwierig, die Position zu halten. Wir haben uns immer wieder überholt, doch ich konnte mich letztendlich durchsetzen. Ich bin sehr glücklich über das Podium. Oscar hat zu Rennbeginn eine klasse Vorarbeit geleistet.“

Oskar Lind Kristensen – Dritter für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin einfach nur unbeschreiblich glücklich über mein erstes Podium in der ADAC GT4 Germany. Wir hatten ein großartiges Rennen und wussten schon vorher, dass wir schnell unterwegs sein würden. Ich konnte bis auf die dritte Position vorfahren und Lachlan hat das Podium nach Hause gefahren.“


DTM – Stars and Stories vom Norisring

  • Miroslav Klose genießt Heimspiel in Nürnberg
  • Zweirad-Action mit MotoGP-Star Pol Espargaró
  • Paralympic-Goldjunge Taliso Engel mit DTM-Premiere
  • Geballte Fußball-Power mit Klose, Köpke und Magath

Weltmeister Andy Köpke schickt die DTM-Fahrer ins Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Am Sonntag war ein hochkarätiges Fußballer-Trio zu Gast am Norisring. Miroslav Klose, Trainer des 1. FC Nürnberg und Weltmeister von 2014, genoss sein Heimspiel. „Die Formel 1 habe ich schon live erlebt, dieses Wochenende bin ich zum ersten Mal bei der DTM und das nur wenige Meter von unserem Stadion entfernt. Ich wollte immer schon mal so hautnah an den DTM-Autos sein“, sagte Klose, der als Gast von Abt Sportsline und Schaeffler vor Ort war. Torhüter-Ass Andy Köpke, der 1990 mit dem Nationalteam den WM-Titel holte, schaute sich im Fahrerlager um, bestaunte die DTM-Fahrzeuge und zeigte sich begeistert: „Ich war schon öfter bei der DTM, das Wochenende in Nürnberg ist für mich immer ein Highlight.“ Auch der dreimalige deutsche Meister Felix Magath, Marius Wolf von Bundesligist FC Augsburg und Wolfsburg-Spieler Maximilian Arnold waren bei der DTM am Start.

Pol Espargaro sorgte für beste Zweirad-Action in Nürnberg
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Weltmeister Pol Espargaró schickt DTM-Feld auf die Strecke

Pol Espargaró bot auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine atemberaubende Show auf zwei Rädern und brachte das Publikum zum Staunen. Mit seiner Red Bull-KTM MotoGP-Maschine jagte der Katalane über die Start-Ziel-Gerade und beschleunigte auf sagenhafte 320 km/h – begleitet von spektakulären Drifts und viel Reifenqualm. Damit gab Espargaró einen heißen Vorgeschmack auf den Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland, der kommendes Wochenende auf dem Sachsenring steigt. „Die Mauern hier sind sehr nah, daran ist man als Motorradfahrer nicht gewöhnt. Der Norisring ist wie der Sachsenring eine echte Traditionsstrecke mit unglaublichem Publikum“, schwärmte der Moto2-Weltmeister. Nach seinem Showrun ließ er es sich nicht nehmen, das DTM-Feld mit dem Schild „Drivers start your Engines“ in den Samstagslauf zu schicken. Am Sonntag überreichte Pol Espargaró zudem dem zweitplatzierten DTM-Piloten den Pokal.

Stimmungsvoller Auftakt am Dutzendteich

Für die DTM ging es am Freitagabend ins stilvolle Bootshaus am Dutzendteich. Bei lauen Sommertemperaturen wurde das Rennwochenende im fränkischen Monaco mit Geschäftspartnern, Medienvertretern und Freunden eingeläutet. Auch die DTM-Fahrer genossen bei kühlen Getränken und in lockerer Atmosphäre die Gespräche. „An solch einem Abend kommen Menschen zusammen, lernen sich kennen und tauschen sich aus. Das macht die DTM so familiär und besonders“, sagte Lamborghini-Pilot Nicki Thiim über den Branchentreff MotorSport Lounge.

Heimspiel für „Poldi“ am Norisring

Leopold Prinz von Bayern ließ sich auch in diesem Jahr das Spektakel am Norisring nicht entgehen – für den rennsportbegeisterten Royal ein absolutes Muss! Nach über 60 Jahren im Cockpit zeigte sich der ehemalige DTM-Pilot topfit und voller Fahrfreude. Vor dem Start des DTM-Samstagsrennens sorgte er für Gänsehaut-Momente: Im ikonischen BMW 3.0 CSL demonstrierte er den Fans, dass klassische Ingenieurskunst und zukunftsweisender Kraftstofftechnologie perfekt zusammenpassen: Der historische Rennwagen wird von 100-prozentigem E-Fuel angetrieben. „Poldi“ von Bayern genoss seinen Auftritt auf dem Stadtkurs von Nürnberg. „Der Norisring ist für mich immer ein Highlight und mein Heimrennen. Ich liebe die einmalige Atmosphäre im fränkischen Monaco“, schwärmte der Starnberger.

DTM-Premiere für Olympiasieger Taliso Engel

Der deutsche Para-Schwimmer Taliso Engel wohnt in Nürnberg, war am Wochenende aber zum ersten Mal zu Gast bei der DTM. „In den letzten Jahren habe ich immer nur die Motoren gehört, aber jetzt bin ich live dabei – das ist eine mega coole Erfahrung“, strahlte der 23-Jährige, der mit seiner angeborenen Sehbehinderung schon zweimal Paralympisches Gold im Brustschwimmen geholt hat. Doch die wahre Action begann für Engel, als er sich ins DTM-Innovationstaxi von Schaeffler setzte und mehrere Runden auf dem Stadtkurs drehte. „Ich war sehr aufgeregt. Zum Glück ist man durch die Gurte fest eingespannt, denn bei den Kurvengeschwindigkeiten und brutalen Bremsmanövern würde man wahrscheinlich im Auto hin- und herfliegen“, lachte Engel. Das Fazit des Schaeffler-Gasts: „Es ist atemberaubend, das alles mitzuerleben, ich komme gerne wieder.


Dritter Sieg am Norisring – Preining schlägt Ferrari-Duo

  • Porsche-Pilot glänzt auf der Strecke, seine Mechaniker in der Box
  • Aitken und Vermeulen im Ferrari auf den Plätzen zwei und drei
  • 112.000 Besucher beim vierten DTM-Stopp in Nürnberg

Thomas Preining (links) gewann auf dem Norisring vor Jack Aitken (rechts)
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Aggressiv und taktisch klug: Thomas Preining (A/Manthey EMA) hat am Sonntag nach einer starken Leistung seinen insgesamt dritten DTM-Sieg auf dem Norisring eingefahren. Der Porsche-Werksfahrer machte von Beginn an Druck und belohnte sich nach spektakulären Überholmanövern mit dem ersten Saisonerfolg. Nach Platz zwei im Samstagsrennen rückte der Champion von 2023 in der Gesamtwertung auf Rang zwei vor. „Wir wollen um den Titel kämpfen, das ist seit dem ersten Rennen unser klares Ziel. Mit dem Sieg haben wir uns nach einem holprigen Saisonstart eindrucksvoll zurückgemeldet und gezeigt, dass wir aus dem richtigen Holz geschnitzt sind. Jack Aitken hat mir nichts geschenkt, unser Duell war beste Unterhaltung für die vielen Fans“, erklärte Preining. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) überquerte in seinem Ferrari 296 GT3 mit einem Rückstand von knapp 1,6 Sekunden als Zweiter die Ziellinie. Teamkollege Thierry Vermeulen (NL) wurde in einem turbulenten Rennen Dritter und erhielt seinen Pokal vom achtfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier.

Freute sich über seinen dritten DTM-Sieg auf dem Norisring: Thomas Preining
Foto: ADAC-Motorsport / dtm.com

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

Streckenlänge: 2.126 Meter

Wetter: Bewölkt, 28 Grad

Pole-Position: Thierry Vermeulen (Ferrari 296 GT3, Emil Frey Racing #69), 48,666 Sekunden

Sieger: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91)

Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 49,141 Sekunden

Preining konnte im achten Meisterschaftslauf am Sonntagmittag auf dem Norisring bereits beim Start drei Plätze gut machen und reihte sich hinter Pole-Setter Vermeulen und Aitken auf Position drei ein. Noch in Runde eins musste das Rennen wegen einer Kollision mehrerer Fahrzeuge am Ende des Feldes unterbrochen werden. Der Re-Start erfolgte rund eine halbe Stunde später, hinter dem Top-Trio folgten Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance) im Ford Mustang GT3 und Ben Green (GB) im dritten Ferrari von Emil Frey Racing auf den Plätzen vier und fünf.

Nach dem ersten Pflichtboxenstopp fiel Vermeulen, der früher als seine beiden Konkurrenten an der Spitze die Pirelli-Slicks gewechselt hatte, auf Rang drei zurück. Danach lieferte sich das Führungs-Duo Aitken und Preining ein spektakuläres Duell. Der Brite konnte jedoch zunächst alle Attacken abwehren. Der zweite Reifenwechsel brachte die Entscheidung: Preining wurde von seinem Team schnell abgefertigt, konnte kurz darauf den knapp vor ihm liegenden Aitken auf der Strecke überholen und wurde nach 64 Runden als Sieger abgewunken. Hinter Aitken und Vermeulen belegte Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) nach einer taktisch cleveren Vorstellung Platz vier vor Maini. Der Inder sorgte damit für das beste DTM-Ergebnis des neuen Ford Mustang GT3.

Green erzielte als Sechster sein bestes Saisonergebnis, dahinter platzierte René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) seinen BMW M4 GT3 Evo auf Rang sieben. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) machte im Mercedes-AMG GT3 nach einer starken Aufholjagd sechs Plätze gut und behauptete mit Position acht seine Führung in der Fahrerwertung vor seinem Landsmann Preining. Samstagssieger Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) kam im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 nicht über Rang neun hinaus und ist damit nach der ersten Saisonhälfte im Gesamtklassement Dritter. Platz zehn sicherte sich Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Jack Aitken: „Der Kampf um die Führung gegen Thomas Preining war richtig heiß. Ich hatte einen guten Speed, aber Thomas war immer ziemlich dicht dran. Nach dem zweiten Boxenstopp konnte ich ihn auf den kalten Reifen leider nicht hinter mir halten. Ich hätte gerne gewonnen, aber der zweite Platz ist trotzdem ein super Ergebnis.“

Thierry Vermeulen: „Die DTM-Rennen auf dem Norisring sind immer etwas Besonderes. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Trotzdem bin ich nicht so richtig glücklich mit dem dritten Platz. Als Pole-Setter war das Ziel natürlich ein Sieg.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

2. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +1,592 Sekunden

3. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +5,209 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +9,851 Sekunden

5. Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance), +11,906 Sekunden


Montag, 7. Juli 2025

IDM Superbike: Tulovic mit Doppelsieg, Soomer im Krankenhaus

Lucas Tulovic war an diesem Wochenende nicht zu schlagen
Foto: Jens Hawrda

Das zweite IDM Superbike-Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben wurde zu einer Achterbahn der Gefühle. Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) gelang in der Magdeburger Börde ein Doppelsieg in seiner ersten Superbike-Saison. In der Gesamtwertung muss sich der Ducati Panigale V4R-Treiber jedoch hinter Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), dem einzigen Honda-Fahrer, im Feld anstellen. Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) ist der große Verlierer des Wochenendes.

Der Este fehlte in der Startaufstellung des zweiten Laufes. Im ersten Rennen am heutigen Vormittag hatte er auf der schwarz-gelben BMW mit Florian Alt um den zweiten Platz gekämpft und war dabei gestürzt. Soomer hat sich in der rechten Hand zwei Finger gebrochen. Ein weiterer Finger ist bis auf den Knochen abgeschürft. Der 27-Jährige ist jetzt im Krankenhaus in Magdeburg und hofft auf eine schnelle Heilung.

Lorenzo Zanetti, Ducati Panigale V4R #87
Foto: Jens Hawrda

Die 18 Rennrunden ohne Soomer wurden zum Fall für Lucas Tulovic, der sich sofort aus dem Staub machte, Florian Alt, Leandro Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Jan-Ole Jähnig sowie Toni Finsterbusch (beide GERT56 by RS Speedbikes), Lorenzo Zanetti (Triple M Racing Ducati Frankfurt) und einem entschlossenen Bálint Kovács (Masteroil Alpha Van Zon BMW).

Alt, der aus der zweiten Startreihe kam, musste erst einmal Jähnig überholen, um in Fahrt zu kommen. Dann stand ihm Mercado im Weg. Der Argentinier machte sich breit wie ein Buslenker und Alt kam einfach nicht vorbei. Bis ein Ausbremsmanöver, das Schnappatmung verursachte, für den gewünschten Erfolg sorgte. Mercado bremste so spät, dass sein Hinterrad in der Luft stand, aber Alt verzögerte noch später.

Alt war zwar zwischendurch so schnell wie der längst enteilte Tulo gefahren. Aber spätestens nach den letzten Manövern war klar, dass Tulo aus eigener Kraft nicht mehr einzuholen war. Er war mit seiner Ducati einfach schon zu weit weg.

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR Fireblade hat vorerst die Meisterschaftsführung übernommen
Foto: Jens Hawrda

Lange war Toni Finsterbusch in den vorderen Rängen integriert. Auf einer richtig schnellen Runde kam der Sachse jedoch massiv ins Rutschen und machte fast einen Abflug. Finsterbusch fing sich wieder, hatte aber einige Meter verloren. Zanetti war bereits länger zurückgefallen.

Toni Finsterbusch, BMW M 1000 RR #56
Foto: Jens Hawrda

In der zwölften von 18 Runden startete Mercado, der sich hartnäckig hinter Alt gehalten hatte, einen Überraschungsangriff, der glückte. Mit dem dritten Platz wollte sich Alt nicht so einfach abspeisen lassen. Den Argentinier auf der Bremse zu kriegen, war die einzige Chance, wieder nach vorne zu kommen. Mercado fuhr Kampflinie, aber Alt sah auch das Risiko, wenn er ihn jetzt überholen würde. „Am Kurveneingang wäre es möglich gewesen, aber ich wollte auch niemanden gefährden. Eine Kurve mehr und ich hätte nochmal angegriffen.“

Nach dem Rennen, Austausch zwischen Mercado und Alt
Foto: Jens Hawrda


Tulovic gewann das Rennen, kassierte 25 Meisterschaftspunkte und durfte sich erstmals in seiner Superbike-Karriere als Doppelsieger feiern lassen. Mercado sammelte als Zweiter 20 Punkte und ließ einmal mehr durchblicken, dass er dieses Jahr noch ein Rennen gewinnen zu wollen. Alt erhielt 16 Punkte für den dritten Platz. Zur Saisonhalbzeit, also exakt nach dem ersten Rennen am heutigen Morgen, hatte der Nordrhein-Westfale die Führung in der Gesamtwertung von Soomer übernommen und hat sie auch weiterhin in der Hand. Alt führt die Tabelle mit 139 Punkten vor Tulovic (136), Soomer (112), Finsterbusch (101), Mercado (85) und Jähnig (81) an.

Podium Rennen 2
Foto: Jens Hawrda


IDM Superbike, 2. Rennen (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU), Ducati

2. Leandro MERCADO (ARG), BMW

3. Florian ALT (DEU), Honda

4. Bálint KOVÁCS (HUN), BMW

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

6. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW

7. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati

8. Twan SMITS (NLD), Yamaha

9. Milan MERCKELBAGH (NLD), BMW

10.Martin VUGRINEC (CRO), Kawasaki

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek